Es gibt Motive, von denen kann man nicht genügend Bilder haben. Eilean Donan Castle, am Loch Duich auf einer Landzunge gelegen, ist so eines für uns. Daher möchten wir Ihnen heute die vierte Version davon als Wallpaper anbieten, diesmal 5.5MB und 6000×4000 Pixel groß. Das rechtefreie Original von Toni Moeckel können Sie hier von unserem Server herunterladen, untenstehend finden Sie eine verkleinerte Version zum Ansehen.
Alte Schwarzbrenner-Hütte in der Region Moray gefunden
Dass Whiskybrennen in Schottland nicht immer eine geregelte Industrie war, ist wohl Allgemeinwissen. Schwarzbrennerei war früher nicht die Ausnahme, sondern die Regel – und entgegen aller romantischer Vorstellungen nicht verwegener Widerstand gegen den Staat, sondern oft eine Frage des wirtschaftlichen Überlebens, das nicht selten mit dem tatsächlichen Überleben verknüpft war.
Gebrannt wurde dabei nicht inoffiziell im Schuppen hinter dem Haus, sondern in abgelegenen Hütten, weitab der Zivilisation, um möglichst sicher vor Zollfahndern zu sein, die durchaus auch Waffengewalt anwenden durften – also wieder eine Überlebensfrage.
Eine solche Steinhütte, auch Bothy genannt (daher rührt übrigens auch der Name des fassstarken Whiskys von Arran, „The Bothy“), oder besser gesagt deren Grundmauern, hat man nun laut The Scotsman am Südende von Moray, in der Cabrach Area gefunden. Die auf das 19. Jahrhundert zurückgehende Hütte am Clayshooter Hill wurde von zwei Archäologen im Zuge einer Arbeit über die Destillationsmethoden in der Gegend im 18. und 19. Jahrhundert gefunden.
Ein Bild des Fundes, das wir aus rechtlichen Gründen hier leider nicht bringen können, und weitere interessante Infos zur Entdeckung können Sie im Ursprungsartikel finden (ein weiteres Bild findet sich noch auf thetele.co.uk). Dafür haben wir für Sie eine alte Darstellung des Schwarzbrennens und der Jagd auf die Missetäter durch die Behörden gefunden, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Wahrscheinlich kein Motiv aus Schottland – was wohl beweist, wie weit verbreitet diese Tätigkeit war.

Whisky im Bild: Arran beginnt mit Bau der Lagg Distillery
Symbolischer Spatenstich gestern bei der zweiten Destillerie auf Arran, der Lagg Distillery. Im untenstehenden Bild sehen Sie den Spatenstich zu den Arbeiten an der Brennerei, die im Süden der Insel ausschließlich getorften Whisky herstellen wird. Am Spaten: Master Distiller James MacTaggart, rechts daneben Euan Mitchell.


Wie die Destillerie einmal fertiggestellt aussehen wird, können Sie in dieser Computergrafik sehen:

Und hier noch die genaue Lage der neuen Destillerie, die 2018 in Betrieb gehen soll:
SWA: Scotch Whisky Statistical Report 2015 als Download
Die SWA hat ihren Statistik-Report für das Kalenderjahr 2015 öffentlich für den Download bereitgestellt. Sie können ihn hier als pdf herunterladen (2.4 MB).
Was zunächst nach trockener Zahlenwüste klingt, ist für alle, die sich für die Entwicklung des Whiskymarktes interessieren, dank guter Aufbereitung und grafischer Darstellung, eine wahre Fundgrube an Informationen. So sieht man zum Beispiel, dass die Produktion 2015 erstmals seit 2010 wieder gesunken ist, die Lagerbestände aber weiterhin anwuchsen. Auch die Entwicklungen auf allen Exportmärkten lassen sich mit dem Datenmaterial detailliert einsehen (Deutschland schrumpfte mengenmäßig um fast sechs Prozent, legte wertmäßig aber über zweieinhalb Prozentpunkte zu).
Auch interessant: Obwohl Single Malts mengenmäßig nur 9% des Exportes betrugen, bedeuteten sie fast 25% der Einnahmen aus dem Export.
20 höchst interessante Seiten von der Scotch Whisky Association, die wir jedem an Hintergrundinformationen Interessierten ans Herz legen.

SMWS mit neuem Design der Labels
Geschmacksrichtung und Alter stehen im Vordergrund des Redesigns der Flaschen der Scotch Malt Whisky Society. Während die typische Flaschenform unverändert bleibt, ändern sich die Etiketten und Verschlüsse, wie man dem Blogeintrag auf der Website der SMWS entnehmen kann.
12 Farben, die verschiedene Geschmacksrichtungen kodieren, sind es nun, die man am Etikett und Korken der Flaschen sehen kann. Name und Tasting Note kann man am Label wie üblich finden, ebenso wie den gängigen SMWS-Code, der allerdings kleiner geworden ist.
Neu oder deutlich sichtbar sind das prominente Alter und zusätzliche Angaben zu Region und Fasstyp.
Neu: Mackmyra Moment Tolv 12yo
Der erste zwölfjährige Whisky aus Schweden wurde in dieser Woche auf den Markt gebracht (und ist unseres Wissens nach auch vereinzelt in Deutschland verfügbar): Mackmyra Moment Tolv (schwedisch für zwölf) ist laut Ryan Benink’s Whisky World im November 2004 destilliert und danach in sechs Jack Daniel’s-Fässer aus amerikanischer Eiche gefüllt worden. Diese lagerten dann 12 Jahre lang im 50 Meter tiefen Lagerstollen der Destillerie.
Insgesamt wurden 1500 Flaschen mit 47% abgefüllt, verkauft werden sie um umgerechnet 145 Euro.
Geschmacklich wird er so beschrieben: Die Nase ist fruchtig, mit Aromen von Birne, Vanille, gerösteter Eiche. Am Gaumen ist er ebenfalls fruchtig mit etwas öligen Tönen, danach geröstete Eiche, Vanille, sanfte Gewürze und Beeren. Ein langes Finish folgt danach mit Eiche, würzigen Kräutern, Vanille und Beeren.
Australien: Nant Distillery endgültig an AWH verkauft
Laut einem Bericht von Proactiveinvestors Australia ist die Nant Distillery nun endgültig von der Australian Whisky Holdings erworben worden (eine entsprechende Meldung gab es bereits im Oktober, allerdings scheinen die Verträge erst jetzt finalisiert worden zu sein). Der Kaufpreis wird mit 3.85 Millionen Australischen Dollars angegeben, der Investor hat auch zusätzlich die Außenstände in der Höhe von 2.5 Millionen übernommen. Damit geht das Zittern um die Destillerie zu Ende.
Im Kaufpreis inkludiert sind die Destillerie, das Grundstück und die Fässer, die im Zuge eines Investitionsplans von der Destillerie in der Gründungszeit an Investoren verkauft wurden. Diese werden in Kürze ein Angebot der neuen Besitzer erhalten.
The Courier: Bericht vom Richtfest und Feuerbild bei Lindores Abbey
Was als Fest gedacht war, wurde zu einer Gedenkfeier: Das Richtfest bei der Lindores Abbey Distillery bekam durch den plötzlichen und unerwarteten Tod von Dr. Jim Swan, einem der Mitbegründer, eine tragische Wendung. Wie The Courier berichtet, wurden die Feierlichkeiten zum Richtfest zwar abgesagt, das Abbrennen des Feuerbildes am benachbarten Berghang (Bilder davon im Ursprungsartikel) jedoch zu einem stillen Gedenken an den Großen der Whiskyszene umgewidmet.
Das Feuerbild, das in den Boden des Hangs gepflügt ist und einen Bären und einen Stab zeigt, wird nur zu besonderen Anlässen entzündet. Nach der Eröffnung der Destillerie soll das aber ein jährliches Ereignis werden.

Serge verkostet: Bunnahabhain Teil 5
Serge widmet diese Verkostung Dr. Jim Swan und Silvano Samaroli, die in den letzten beiden Tagen von uns gegangen sind.
- Bunnahabhain 2006/2016 (43%, Gordon & MacPhail, MacPhail’s Collection): 83 Punkte
- Bunnahabhain 11 yo (55.4%, Cadenhead for Dugas, France, Small Batch, 2017): 90 Punkte
- Bunnahabhain 14 yo 2002/2016 (51.6%, Claxton’s, hogshead, 305 bottles): 86 Punkte
- Bunnahabhain 18 yo (46.3%, OB, +/- 2016): 90 Punkte
- Bunnahabhain 26 yo 1990/2016 (51.1%, North Star Spirits, bourbon hogshead, 274 bottles): 90 Punkte

R.I.P. Silvano Samaroli
Wie verschiedene Quellen berichten, darunter auch Serge Valentin, müssen wir uns heute von einer weiteren Whiskylegende verabschieden: Silvano Samaroli, Begründer der legendären Linie unabhängiger Abfüllungen, ist tot. Er verstarb auf dem Flug von Shanghai in seine Heimat Italien.
Silvano Samaroli startete sein Unternehmen bereits 1968 als Importeur, später (1979) begann der Italiener in die Domäne der unabhängigen Abfüller einzudringen, die bis dahin fest in der Hand der Engländer und Schotten war. Sehr schnell zollte man seinem Fachverstand und seiner Leidenschaft den gebührlichen Respekt, und er stieg zu den Großen der Szene auf. Ihm verdanken wir einige der besten Abfüllungen der Whiskygeschichte – Flaschen, die heute wie Pretiosen gesucht und gehandelt werden und die wir seiner Expertise verdanken.
Signore Samaroli hat sich 2014 aus der geschäftlichen Leitung der Firma zurückgezogen, blieb aber dem Whisky stets verbunden und aktiv.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Scotch-Exporte nach Japan auf Rekordniveau
Dass japanische Whiskys sich bei uns in den letzten Jahren von Exoten zu einem festen Bestandteil der Whiskyszene entwickelt haben, ist eine Tatsache. Dass der Boom keine Einbahnstraße ist, ebenso – und das wird durch aktuelle Zahlen untermauert: Laut einem Bericht der schottischen Regierung haben sich die Exporte dorthin auf ein Rekordniveau entwickelt.
Die Exporte von Lebensmitteln aus Schottland haben sich von 90.3 Millionen Pfund im Jahr 2014 auf 98.7 Millionen Pfund im Jahr 2015 gesteigert. 77% davon gehen auf das Konto von Scotch, 16.7% auf Meeresfrüchte und Fische.
Japan ist der dreizehntgrößte Exportmarkt für Schottland insgesamt und der vierzehntgrößte für Scotch. Von 2014 auf 2015 sind die Exporte von Scotch dorthin um 18 Prozent gestiegen.
Independent: Drei Geschichten über Schwarzbrenner und Händler in den USA
Ein amüsanter und gut lesbarer Ausflug in die Frühzeit des amerikanischen Whiskeys findet sich heute auf Independent.co.uk. Der Artikel basiert auf dem Buch Dead Distillers: A History of the Upstarts and Outlaws Who Made American Spirits von Colin Spoelman und David Haskell und beleuchtet die nicht immer legalen Anfänge einer heute riesigen Industrie. Im Artikel geht es um Mark Wazeniak, einen Schwarzbrenner am Anfang des letzten Jahrhunderts, um eine Gruppe von Whiskeybrennern, die bei einer Explosion eines Kessels im Jahr 1880 getötet wurden und um den Whiskeyhändler Thomas Lincoln.
Auch eine schöne Fotogalerie mit alten Aufnahmen von Schwarzbrennereien und Whiskeymotiven ist im Artikel dabei – schauen Sie sich das an.

Serge verkostet: Bunnahabhain Teil 4
Diesmal ist es wieder gemischt zwischen Originalabfüllungen und Unabhängigen – beim vierten Teil der Verkostungsserie von Abfüllungen aus der Islay-Destillerie Bunnahabhain. Die drei Independents haben in der Verkostung von heute die Nase allerdings deutlich vorne, und eine Originalabfüllung, der Eirigh Na Greine, müht sich mit Hängen und Würgen über die 70 Punkte Marke:
- Bunnahabhain ‘Eirigh Na Greine’ (46.3%, OB, +/-2016): 73 Punkte
- Bunnahabhain ‘Ceobanach’ (46.3%, OB, +/-2016): 81 Punkte
- Bunnahabhain 26 yo 1989/2016 (45.9%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 246 bottles): 87 Punkte
- Bunnahabhain 27 yo 1987/2014 (49.8%, Sansibar/Spirit Shop Selection, sherry cask): 90 Punkte
- Bunnahabhain 28 yo 1988/2016 (51.3%, Single Cask Nation, refill oloroso hogshead, cask #7403): 91 Punkte












