Auch Westland Distillery nun im Besitz von Rémy Cointreau

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Nach der Vollzugsmeldung des Kaufes der französischen Destillerie Domaine des Hautes Glaces gestern meldet Rémy Cointreau nun auch den Abschluss des Erwerbs der US-amerikanischen Westland-Destillerie (wir berichteten darüber Anfang Dezember). Die in Seattle beheimatete Brennerei, die sich auf amerikanischen Single Malt spezialisiert hat, ist nun Eigentum des französischen Konzerns, schreibt The Spirits Business, wo man auch die Statements der Beteiligten wie Rémy Cointreaus CEO Valérie Chapoulaud-Floquet und Westlands Master Distiller Matt Hofmann nachlesen kann.

PR: Glenfarclas 2008/2016 und Benriach 2005/2016 exklusiv für Kirsch Whisky

Das Jahr beginnt für Kirsch Whisky mit zwei interessanten neuen Abfüllungen, die uns heute in einer Presseaussendung angekündigt wurden. Ein Glenfarclas 2008/2016 und ein Benriach 2005/2016 sind zum Jahreswechsel erschienen. Hier die Pressemitteilung, in der die beiden Abfüllungen auch mit Tasting Notes vorgestellt werden:

Zwei exklusive Abfüllung für Kirsch Whisky: Glenfarclas 2008/2016 und Benriach 2005/2016

Zum Ende des letzten Jahres und Anfang diesen Jahren kann Kirsch Whisky seinen Kunden noch zwei schöne Abfüllung der Brennerei Benriach und der unabhängigen Brennerei Glenfarclas anbieten.

Beim Glenfarclas handelt es sich um ein Cuvée aus zwei Oloroso Sherry Hogsheads der Fassnummern #2123 und #2978, welche insgesamt 619 Flaschen ergaben. Der Whisky ist mit 60,20 % vol. fassstark abgefüllt, nicht kühlfiltriert und auch nicht gefärbt worden. Das Ergebnis ist ein kräftiger sowie komplexer Single Malt Whisky mit deutlichen Aromen von dunklen Früchten, Marzipan und Gewürzen. Die UVP beträgt 64,90 €.

In der Nase ist der Glenfarclas wunderbar süß und kräftig. Im Mund zeigen sich deutliche Aromen von Honig, Mandel, Gewürzen, Rosine und dunklen Früchten. Das Finish ist langanhaltend, wärmend und trocken mit etwas Ingwer und einer Eichennote im Abgang.

Der Benriach ist eine Single Cask Abfüllung eines PX Sherry Puncheons. Die Fassnummer ist #5785 und es ließen sich insgesamt 548 Flaschen abfüllen. Der Alkoholgehalt des Whiskys beträgt 54,40 % vol., er ist 11 Jahre alt und wurde ebenfalls weder gefärbt noch kühlfiltriert. Destilliert wurde dieser am 18.10.2005 und abgefüllt im November 2016. Im Geschmack zeigt sich deutlich, dass dieser Whisky ausschließlich im PX Puncheon gereift ist, denn er offenbart wunderbare runde Sherry-Noten. Die UVP beläuft sich auf 89,90 €.

So zeigen sich in der Nase Noten von Mandeln, Rosinen, Honig und warmem Toastbrot. Auf der Zunge kommen Pfeffer und Ingwer-Noten gut durch, die dann langsam zu dunklen Früchten, Milchschokolade und leichten Kaffee-Noten übergehen. Im Finish hält sich lange die Süße und zum Ende hin kommt die Eiche nochmal durch.

Whisky im Bild: Peat, Whisky and the Sea – Aquarelle von Klaus Bölling

Etwas Abwechslung möchten wir Ihnen heute in unserer Serie „Whisky im Bild“ präsentieren – und zwar Landschaftsaufnahmen, die mit der wohl besten Kamera der Welt und einem unübertroffenen Filterset gemacht wurden: dem menschlichen Auge und dem menschlichen Gehirn.

Eine Aquarellserie des Künstlers und Whiskyexperts-Lesers Klaus Bölling zeigt Motive von Islay – Destillerien, Orte, Landschaften, und sie tut es durch die Kraft der Farben, die den Formen nur bedingt folgt. Böllig beschreibt sich und seine Arbeit selbst auf seiner Webseite so:

Bölling ist Krankenpfleger und arbeitet nebenberuflich als Grafiker, Layouter und Webdesigner. Außerdem malt er Aquarelle, schreibt Lyrik und hat zwei nordhessische Regionalkrimis veröffentlicht.

Klaus Bölling malt seit Ende der 1970er Jahre Aquarelle, bei denen nicht die naturalistische Abbildung, sondern die Farbe selbst im Mittelpunkt steht. Die Bilder werden freier, die Farben sollen auf dem Papier fließen und neue Formen bilden – sich allerdings trotzdem an die thematischen Vorgaben halten.

Beeinflusst werden die Bilder immer wieder von der Landschaft, von Städten oder dem Meer. Daneben gibt es abstrakte, fließende Bilder mit freien Assoziationen, Illustrationen zu Texten und Themen.

Aus der Aquarellserie „Peat, Whisky and the Sea“ möchten wir Ihnen hier drei Motive vorstellen – und Ihnen den Besuch von Böllings Website dazu ans Herz legen.

Ardbeg. Bild: Klaus Bölling
Bowmore. Bild: Klaus Bölling
Lagavulin. Bild: Klaus Bölling

Scotchwhisky.com: Acht neue Destillerien, die 2017 eröffnen werden

Auf Scotchwhisky.com findet sich heute ein Beitrag über Neueröffnungen von Destillerien in Schottland, die innerhalb der nächsten 12 Monate anstehen. Insgesamt herrscht ja in Schottland ein regelrechter Bauboom, was Brennereien anbelangt, und so wird es innerhalb der nächsten drei Jahre 20 neue Destillerien geben. Die acht, die im Jahr 2017 in Betrieb gehen werden, werden im Artikel kurz vorgestellt. Hier sind sie einmal tabellarisch aufgelistet:

Die Links bei den Destillerien in unserer Aufzählung führen übrigens zu den Themenseiten, die wir ihnen in den bislang fast 6500 Artikeln hier auf Whiskyexperts selbst gewidmet haben, der Artikel auf Scotchwhisky.com ist hier zu finden.

Die Glasgow Whisky Distillery (Clydeside Distillery) in der Computerdarstellung

Serge verkostet: Vier Blended Malts

Blended Malts sind im Gegensatz zu Blends Whiskys, die ausschließlich aus Malt Whisky und ohne Zugabe von Grain Whisky erzeugt wurden. Früher liefen sie in der Nomenklatur unter dem wohl eingängigeren und trennschärferen Begriff „vatted malts“ – aber auch so kann man sie vom Blend durch den Zusatz „malt“ unterscheiden. Und, wie Serge anmerkt, sie werden immer häufiger angeboten.

Vier dieser Blended Malts hat Serge Valentin heute verkostet, darunter auch den Timorous Beastie 21yo und den Spice King in Fassstärke von Wemyss. Hier die Resutate:

  • Blue Hanger ‘13th Release’ (45.6%, Berry Bros & Rudd, Taiwan exclusive, blended malt, +/-2016): 87 Punkte
  • Spice King ‘Batch Strength’ (56%, Wemyss Malts, batch #1, blended malt, 6000 bottles, 2016): 83 Punkte
  • The Tweeddale ‘The Last Centennial’ (52.1%, Tweeddale, blended malt, 2016): 86 Punkte
  • Timorous Beastie 21 yo (46.8%, Douglas Laing, blended malt, 2718 bottles, 2016): 89 Punkte

Denver Post: Whisky, Wolle, Wandern – was tun in der Speyside?

In der Denver Post (und anderen US-Magazinen) ist gestern ein Artikel der Associated Press über das Reisen in die Speyside erschienen. Autorin Michelle Locke berichtet unter dem programmatischen Titel „Whisky, wool and walking in Scotland’s Speyside“ durchaus kurzweilig, aber für Kenner der Region doch eher oberflächlich, über ihren Trip durch die Speyside, der sie unter anderem zu den Destillerien Glenfiddich, The Balvenie und Macallan führte.

Geübte Speyside-Erkunder werden in dem Beitrag nichts wirklich Neues entdecken, wer aber zum ersten Mal einen Trip dorthin vorhat, der könnte in den Hinweisen erste Ansatzpunkte für die Reiseplanung finden.

The Balvenie in der Speyside im Sommer. Bild: The Balvenie
Cardhu in der Speyside im Winter. Bild: Cardhu

Rémy Cointreau finalisiert den Kauf der Domaine des Hautes Glaces Destillerie

Wie wir schon im Oktober berichteten, plante Rémy Cointreau den Kauf der französischen Domaine des Hautes Glaces Distillery. Man wollte sich die kleine, der Handarbeit verbundenen Destillerie und ihre High-End Whiskymarken mit hohem Potential sichern, so das Unternehmen.

Laut einer englischsprachigen Pressemitteilung, die heute veröffentlicht wurde, ist der Kauf nun abgeschlossen. 100% des Kapitals, so die Aussendung, sind nun in den Besitz des Unternehmens übergegangen. Eine Kaufsumme wurde auch diesmal nicht genannt.

Die gesamte Presseaussendung können Sie hier nachlesen.

Koreanischer Whiskymarkt schrumpft achtes Jahr in Folge

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Kein Aufwärts für die Whiskyverkäufe in Korea – auch in 2016 wurde dort weniger Whisky als im Vorjahr abgesetzt, und zwar um gleich 4.5% weniger, berichtet yonhap news. Das ist ein Rückgang von 25.6 auf 16.7 Millionen Liter seit dem Rekordjahr 2008.

Auch in Südkorea schreibt man übrigens den letzten Rückgang so wie damals in China einem Anti-Korruptionsgesetz zu, das im September in Kraft gesetzt wurde und Zuwendungen an Regierungsbeamte verbietet.

Interessant auch, welche Marken den Whiskymarkt in Korea dominieren: An erster Stelle liegt ein Blend von Diageo namens Windsor (siehe Abbildung), danach folgt ein heimisches Produkt namens Golden Blue Whisky, das übrigens auch der Umsatzgewinner des letzten Jahres war (+31%). An dritter Stelle liegt Imperial von Pernod Ricard, mit dem dritten Minus in Folge (-20%).

Baubeginn bei der Islay-Destillerie Ardnahoe

Es geht voran bei Hunter Laings Islay-Destillerie Ardnahoe: Nachdem im September die Baugenehmigung erteilt wurde, sind nun bereits im Dezember die ersten Erdarbeiten auf dem Gelände vorgenommen worden. Ein Tweet der Isle of Islay zeigt ein Bild vom Baugrund, auf dem bis 2018 die Destillerie fertiggestellt werden soll.  Dann wird man dort 200.000 Liter produzieren, ein Besucherzentrum betreiben und vier Vollzeitarbeitsplätze sowie saisonale Jobs schaffen. Weitere Bilder (schon vom 18. Dezember) können Sie hier auf der Twitter Seite von David Brodie, Tour Guide bei Bunnahabhain, finden (Danke an Armin für die zusätzlichen Infos).

Nachdem wir keine Rechte am Bild des Baugrunds haben, zeigen wir Ihnen hier ein Rendering der Destillerie, wie sie nach Fertigstellung aussehen soll.

Ardnahoe in der Computerdarstellung. Bild: Hunter Laing

Eine weitere Brennerei für die Speyside

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Auf den ersten Blick scheint die Ankündigung einer neuen Destillerie in Schottland nichts außergewöhnliches zu sein – beinahe wöchentlich berichten wir über neue Pläne, in einem Ort oder einer Region Schottlands nach langer langer Zeit wieder eine Whisky-Brennerei zu errichten und auch zu etablieren. Auch in Cabrach gab es vorher schon Destillerien. Als man 1823 die illegale Whiskyherstellung durch den „Act of Excise“ langsam in den Griff bekam, zählte man in Cabrach fünf Brennereien mit einer offiziellen Lizenz: Lesmurdie, Cabrach, Tomnaven, Buck und Blackmiddens. Doch auf den zweiten Blick sind die Unterschiede zu manch anderem Projekt zu erkennen.

Für The Cabrach Whisky Distillery ist die Zeit vor dem legalen Destillieren viel interessanter. Im The Press and Journal ist zu lesen, dass zwei Historiker erforschen, wie im 18. und 19 Jahrhundert Whisky, zum größten Teil illegal, hergestellt wurde. Finanziert wird dieses Projekt durch The Cabrach Trust. Diese Organisation wurde 2011 gegründet, um das dortige kulturelle Erbe der Cabrach-Region zu bewahren. Zwei Jahre später war es möglich, dank einer großzügigen Spende der William Grant & Sons Whisky-Familien, die historische Inverharroch Farm inklusive den dazugehörenden 170 Hektar Land zu erwerben. Hier soll nun eine historische Destillerie errichtet werden, in der die Erkenntnisse der Forschung ihre Anwendung finden und so historisch authentischer Whisky hergestellt werden soll. Auf der Website der The Cabrach Trust sind die Zeichnungen der Annie Kenyon Architects Ltd zu sehen, wie die historische Farm nach den Umbaumaßnahmen aussehen wird. Die Eröffnung der Brennerei ist für 2018 vorgesehen.

Serge verkostet: Ein Aberlour-Duett

Die Whiskys der Speyside-Brennerei sind die Nummer 1 in Frankreich, was die Verkaufszahlen angeht. Gerne wird erzählt, es liege daran, dass sich der Name, französisch ausgesprochen, auf das französische Wort für Liebe reimen würde. Für die Absatzzahlen ist es sicherlich nicht hinderlich, dass sich die Destillerie im Besitz von Pernod Ricard befindet, welche als französischer Konzern ihren heimischen Markt natürlich sehr gut kennen. Und hinzu kommt, dass Aberlour einen großartigen Whisky herstellt, welcher sich sehr gut mit ehemaligen Weinfässern, besonders Ex-Sherry-Casks, verträgt. Das heutige Duett auf Whiskyfun besteht aus zwei solcher Aberlour-Whiskys. Beide um die 10 Jahre alt und mit einem recht hohen und deutlichen Einfluss eines Ex-Sherry-Fasses. Die Abfüllung von The Whisky Lodge erhält von Serge Valentin sehr gute 86 Punkte, das Bottling der österreichischen Single Cask Collection schafft sogar noch zwei Punkte mehr.

Das Aberlour-Duett in der Kurzübersicht:

  • Aberlour 11 yo (48.7%, OB, The Whisky Lodge Edition, first fill oloroso butt, cask #96352, 610 bottles) 86 Punkte
  • Aberlour 10 yo 2006/2016 (56.6%, Single Cask Collection, cask #103) 88 Punkte

Neue Destillerie in Wales geplant

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Der britische Getränkehersteller Halewood International plant den Bau einer Whisky-Brennerei in Nordwales. Wie auf The Spirits Business zu lesen, wurde kurz vor Weihnachten der Bauantrag für die Brennerei in Aber Depot in Abergwyngregyn eingereicht. Sollte die Genehmigung erteilt werden, würde sie die dritte Whisky-Destillerie in Wales nach Penderyn und Dà Mhìle, allerdings die erste in Nord-Wales seit mehr als 100 Jahren sein.

Auf dem vorgesehenen Gelände steht momentan eine große, von Halewood genutzte Lagerhalle. Der Neubau sieht, neben der Destillerie zur Herstellung von walisischem Whisky, Gin und anderen alkoholischen Getränken, auch ein Besucherzentrum vor. Der in Liverpool beheimatete Getränkehersteller erwarb in der letzten Zeit verschiedene Spirituosenmarken. So gehören ihnen unter anderem 50% des The Pogues Irish Whiskeys, zum Portfolio gehört neben verschiedenen Vodka-Marken auch Whiskey der West Cork Destillers.

Blogrundschau: Englischsprachige Tasting Notes

Auch am Beginn des Jahres blicken wir erneut auf die englischsprachigen Blogs und schauen, womit sie ihr neues Whiskyjahr beginnen:

  • Gal Granov von Whiskyisrael widmet sich dem Glen Grant 18 Year Old Rare Edition – kein schlechter Whisky, jedoch hat er bei diesem Whisky ein wenig mehr erwartet.
  • Barry Bradford startet das Jahr auf The Whisky Philes mit einem intensiven Edradour-Tasting: 14 Years Old Sherry Cask, 12 Years Old Bourbon Cask sowie ein Sherry Butt aus der Un-Chillfiltered Collection von Signatory Vintage – die Drei wissen zu gefallen.
  • Cengiz Jay Derinoz nimmt sich auf Malty Mates dem getorften Lowländer von Ailsa Bay an, dieser erhält von ihm eine recht hohe Bewertung.
  • Thijs beginnt nach langen Überlegungen sein Verkostungsjahr auf Words of Whisky mit dem Millburn 1969 35 Years Old aus der Rare Malts Selection – einer der besten Drams, die er je getrunken hat.

Serge verkostet: Ardbeg 1993-1966

Serge gönnt sich heute zwei unabhängige Abfüllungen einer seiner Lieblingsbrennereien. Und wer seine Verkostungsnotizen auf Whiskyfun regelmäßig verfolgt, den wird es nicht wundern, dass die Islay-Destillerie Ardbeg zu seinen favorisierten gehört. Die aktuelle (und natürlich augenblicklich ausverkaufte) Abfüllung von Cadenhead entfacht keine großen Begeisterungsstürme bei Serge, er findet jedoch, es ist ein guter Whisky, welcher ein wenig an den Ardbeg Blasda erinnert. Anders sieht es bei der Abfüllung der Scotch Malt Whisky Society aus. Destilliert in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts und zu Beginn der Neunziger abgefüllt, findet Serge hier fast alles, was er an Whiskys von Ardbeg schätzt und vergibt satte 91 Punkte.

Die heutige Ardbeg-Session in der Kurzübersicht:

  • Ardbeg 23 yo 1993/2016 (47.7%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 210 bottles) 80 Punkte
  • Ardbeg 1966/1992 (50.5%, Scotch Malt Whisky Society, #33.13) 91 Punkte