Sollten Sie es in nächster Zeit einmal nach Irland schaffen, dann wäre es vielleicht eine gute Idee, sich nach Oriel Smoked Teeling Whiskey Sea Salt umzusehen. Dieses Meersalz von Oriel wurde über 90jähriger nicaraguanischer Eiche geräuchert und mit Teeling Whiskey angereichert, sodass sich drei Geschmacksrichtungen verbinden: Salt, Whiskey und Rauch.
Laut der Produktseite bei Oriel sollte diese Kombination eigentlich geschmacklich gar nicht funktionieren – aber offensichtlich tut sie es doch. Das Salz gibt es im Shop der Teeling-Destillerie zu kaufen, und bei einer Menge Outlets in ganz Irland (eine Liste finden Sie hier). Es kostet um die 5-6 Euro für 250 Gramm. Versand aus Irland auf den Kontinent verbietet sich durch die hohen Versandkosten leider eher – vielleicht als Beigabe zu einer anderen Bestellung aus dem Teeling Shop? Interessant wäre es unserer Meinung nach auf jeden Fall…
Von Pernod Ricard Deutschland haben wir eine Presseaussendung über Erfolge ihrer Marken The Glenlivet und Aberlour bei internationalen Wettbewerben erhalten. Wir bringen diese gerne für Sie im Originalwortlaut:
The Glenlivet und Aberlour gewinnen mehrfach Gold
Pernod Ricard Deutschland verzeichnet grandiose Erfolge bei internationalen Wettbewerben
Köln, 14. Juli 2016. Preisgekrönt: Die Produkte der schottischen Whisky Destillerien Aberlour und The Glenlivet, die zum exklusiven Prestige Selection Portfolio von Pernod Ricard Deutschland zählen, haben bei den renommierten internationalen Spirituosenwettbewerben erneut mit Bestnoten geglänzt. Gleich mehrere Qualitäten von Aberlour und The Glenlivet, darunter auch No Age Statement Produkte, wurden mit Master-, Double Gold- und Goldmedaillen ausgezeichnet.
Die Expertenjurys der verschiedenen Awards haben jedes Produkt nach einem strengen Reglement bewertet und waren auch in diesem Jahr von den Prestige Scotchs überzeugt. Mit der mehrfachen Prämierung wird die außergewöhnliche Leistung der beiden Brennereien ehrenvoll honoriert.
„Dieser jüngste Erfolg ist ein großes Kompliment an die Master Distiller von Aberlour und The Glenlivet, die die harmonisch-komplexen Aromenprofile der unvergleichlichen Single Malts mit Know-how, Handwerkskunst und voller Hingabe kreieren“,
betont Stephan Schmidt, Marketing Manager der Prestige Selection und Whiskys.
Die Auszeichnungen unterstreichen aber auch den uneingeschränkten Anspruch von Pernod Ricard Deutschland an die Qualität und Innovationskraft ihrer Marken. Das Unternehmen umfasst mit der Prestige Selection hochkarätige Spirituosen und Champagner, bei denen Tradition und authentische Verwurzelung zu den Herstellungsorten eine zentrale Rolle spielen. „Die offizielle Wertschätzung bestätigt uns in der konsequenten Haltung hinsichtlich Qualität. Wir freuen uns über die Auszeichnungen unserer Single Malts von Aberlour und The Glenlivet“, sagt Stephan Schmidt.
Hand aufs Herz: Wenn man zwei Dutzend schottische Destillerien aufzählen soll, ist in der Regel Glencadam nicht dabei. Eigentlich seltsam, denn diese Highland-Destillerie produziert eine ansehnliche Range an Whiskys mit Altersangaben und verschiedensten Fassfinishes, ist in schottischem Privatbesitz (Angus Dundee Plc.) und kann auf eine lange Tradition zurückblicken – eigentlich alles Attribute, die dem Whiskyaficionado gefallen sollten.
Zwei Abfüllungen aus der Destillerie Glencadam hat Serge Valentin heute für uns Whiskyfreunde verkostet, und während die offizielle Abfüllung, ein in drei Fasstypen gereifter und im Portfass gefinishter 17jähriger, nicht wirklich seine Zustimmung findet, kann ein 43jähriger Glencadam von Signatory (auf unserem Titelbild, Foto: Die Whiskybotschaft) satt punkten:
Glencadam 17 yo ‘Triple Cask Portwood Finish’ (46%, OB, 1128 bottles, +/-2015): 77 Punkte
Glencadam 43 yo 1972/2015 (47%, Signatory Vintage, hogshead, cask #7820, 95 bottles): 89 Punkte
Während zum Beispiel die Destillerie Ardbeg einen Hund als Destilleriemaskottchen hat, haben andere Destillerien Katzen als vierbeinige Schutzgeister. Kein Wunder, verarbeitet man doch dort Getreide – und wo Getreide ist, sind Mäuse nicht mehr weit. Es war also in früheren Zeiten nicht nur Tierliebe, die Brennereien dazu brachte, auf dem Gelände Katzen zu halten.
Die Beziehung zwischen Destillerien und Katzen beleuchtet ein Artikel auf Vinepair.com – dort liest man über die Katze der Jameson-Destillerie oder über Towser the Mouser, das Maskottchen von Glenturret, für den sogar ein eigenes Denkmal auf dem Destilleriegelände aufgestellt wurde.
Die Katze der Jameson Distillery (leider nicht mehr lebendig, sondern bereits ausgestopft). Bild: The Meat Case
Und dann ist da noch ein Redaktionskater namens Eddie :-), der es sich nicht nehmen lässt, Verkostungen aufmerksam zu begleiten, aber ansonsten eher dem Nichtstun und Schlafen frönt…
Eddie, der Redaktionskater, bei einer seiner liebsten Tätigkeiten…
Von Macallan stammt das Bild der Brennblasen in der Destillerie, die man auf ihm in einem seltenen Zustand, nämlich geöffnet, sieht. Der Grund: Bis zum 25. Juli ist für die traditionsreiche Speyside-Brennerei Silent Season, also die Zeit, in der nicht destilliert wird. Diese Zeit nutzt man vor allem für Reparaturarbeiten – die meisten Destillerien bleiben während dieser Wochen aber für Besucher geöffnet.
Und am 26. Juli läuft dann ja bei Macallan wieder das Wasser des Lebens durch den Spirit Safe…
Klassische Kommunikationsformen verlieren für immer mehr Produkte an Bedeutung. Soziale Netzwerke und Netzmedien sind jene Kanäle, die von Unternehmen für ihre Kommunikation mehr und mehr genutzt werden.
The Spirits Business hat nun eine Top Ten Liste der aktivsten Spirituosenmarken auf sozialen Netzwerken erstellt, und wie nicht weiter verwunderlich, sind auch Whiskymarken dabei. Was allerdings verwundert: Es sind nur zwei.
Auf Platz 5 findet sich Jim Beam, wo man die Möglichkeiten der verschiedenen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram mittlerweile sehr intensiv nutzt.
Jack Daniel’s nimmt den zweiten Platz ein, wo man vor allem auf Facebook sehr aktiv ist. 5.5 Millionen Facebook-Fans hat der Kult-Whiskey aus Tennessee gesammelt.
Auf der Website von Gooch & Housego, einem Hersteller von Photonikanlagen, findet sich heute ein Artikel über die Technik der Fassbehandlung mit Infrarot, die unter anderem von Weinproduzenten, aber auch bei Buffalo Trace verwendet wird und die dort dazu dienen soll, dem Fass und damit dem Whiskey noch mehr Geschmack zu entlocken.
Es handelt sich dabei um eine Infrarotbehandlung des Fasses, die vor dem traditionellen Toasten, also dem Befeuern und Auskohlen, verwendet wird. Das Ergebnis soll eine Intensivierung der Vanillenoten sein, aber die Ergebnisse variieren laut dem Artikel mit der Dauer, der Intensität und der Art der Behandlung.
Verschiedenste Cooperages in den USA bieten diese Methode bereits an, zum Beispiel die Independet Stave Company, die diese Methode für zwei experimentelle Bourbons beisteuerte, die in diesem Mai eben von Buffalo Trace in sehr geringer Stückzahl auf den Markt kamen.
Wir haben hier einige weitere Links für Sie gesammelt, wenn Sie mehr darüber lesen wollen:
Selten, ganz selten, verweisen wir auf Beiträge, die nicht in erster und nicht in zweiter Instanz mit Whisky zu tun haben – aber die in ihrem Kern die Dinge und Haltungen transportieren, die wir mit Whisky verbinden: Das Land, die Leute, die Natur und das Gefühl, sich ein wenig abseits von Konventionen zu bewegen und dem Herzen zu folgen. Heute haben wir so einen Artikel gefunden, und wir möchten ihn mit Ihnen teilen:
Der Belfast Telegraph bringt in seiner Online-Ausgabe eine Reportage über Rathlin Island, eine Insel, die Nordirland in Richtung Norden vorgelagert ist. Von dort aus kann man an klaren Tagen Islay sehen, jedenfalls aber den Mull of Kintyre.
Die Rathliner sind Nordiren, Briten. Aber der Artikel berichtet darüber, dass immer mehr der Bewohner nicht ganz scherzhaft darüber nachdenken, dass sie lieber Schotten wären, um mit ihnen gemeinsam EU-Bürger zu bleiben. Oder einer schottisch-irischen Union im Commonwealth beitreten möchten.
Es sind die Gedanken jener, denen die Zugehörigkeit zu etwas genommen wird, ohne dass sie dagegen Einspruch erheben können. Wahrscheinlich ist diese Machtlosigkeit für sie schlimmer als die Aussicht an sich, und eine Sezession ein zu interessantes Gedankenspiel, um es bleiben zu lassen.
Der Artikel ist ein stimmungsvolles Bild der Leute, ihrer Gedanken, einfühlsam und mit viel Atmosphäre geschrieben. Nichts über Whisky, aber viel von dem Geist, der in ihm eingefangen ist…
Beam Suntory bringt laut einem Bericht in The Spirits Business den Maker’s Mark Cask Strength in den Global Travel Retail. Abgefüllt wird er mit 53% bis 58%, je nach den verwendeten Fässern.
Den Maker’s Mark Cask Strength gab es bislang nur in sehr beschränkter Menge, nun ist er zum ersten Mal tatsächlich in größerer Stückzahl verfügbar. Zunächst wird er am Changi Airport in Singapur gelauncht, weitere weltweite Flughäfen werden folgen. Ein Preis wurde in dem Artikel von The Spirits Business nicht angegeben.
Wir konnten ihn bereits im Frühjahr bei einem Tasting der EBRA (European Bourbon & Rye Association) in Wien verkosten, und er war bei fast allen Teilnehmern des Tastings unter den Top 3: Ein komplexer, ständig changierender Whiskey mit fruchtigen Noten wie Marille oder Papaya, dazu angenehme Süße durch den Weizen und einem tollen Finish.
Mit seiner heutigen Verkostung bewegt sich Serge Valentin nicht weit weg von der Destillerie von gestern – quasi einfach einmal in westliche Richtung quer über Islay. Diesmal geht es um Port Charlotte, die rauchige Variante von Bruichladdich. Zwei Feis Ile-Abfüllungen sind dabei, eine Originalabfüllung und ein unabhängiges Bottling.
Die Wertungen sind eigentlich recht positiv, wie man es sich erwarten würde – mit einer Ausnahme: Der PC 12 bekommt bei Serge gerade mal 72 Punkte, was für Serge schon am unteren Ende der Skala liegt und eigentlich schon ein leichtes Erschaudern bedeutet:
Port Charlotte 10 yo 2005 (55.1%, OB for Islay House, Feis Ile 2016, 300 bottles): 83 Punkte
Port Charlotte 7 yo 2008/2016 (61%, OB, Valinch, Feis Ile 2016, cask #3821, 410 bottles): 84 Punkte
Port Charlotte ‘PC12 Oileanach Furachail’ (58.7%, OB, 2015): 72 Punkte
Port Charlotte 2001/2013 (59.2%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 13052, 292 bottles): 90 Punkte
Ach ja, und als unser Titelbild haben wir eine Abendstimmung über dem namensgebenden Ort Port Charlotte ausgesucht…
Der Bauboom bei Whiskydestillerien setzt sich fort: Laut einem Bericht in Press and Journal ist ein Antrag auf Baugenehmigung für eine Destillerie am Gelände des Dunrobin Castle in Sutherland eingereicht worden. Neben dem Destilleriegebäude sollen auch ein Besucherzentrum, ein Tasting Room, Lagerhäuser und ein Shop entstehen. Dazu werden teilweise bestehende Gebäude genutzt werden. Die Destillerie, die Whisky und Gin produzieren soll, soll acht Arbeitsplätze schaffen.
Hinter der Destillerie stehen die Besitzer des historischen Schlosses aus dem 13. Jahrhundert, das schon jetzt eine Touristenattraktion ist. Die Sutherland-Familie möchte an fünf Tagen der Woche destillieren.
Genauere Details zu den geplanten Gebäuden erfahren Sie im Artikel auf Press and Journal.
Die Veranstalter der Aquavitae 2016 in Mülheim an der Ruhr (auf der wir von Whiskyexperts so wie in den beiden letzten Jahren ebenfalls vertreten sein werden) haben uns informiert, dass die meisten Masterclasses auf der Messe vom 29. bis 30. Oktober nun fixiert und buchbar sind.
24 Tastings und Masterclasses sind es zur Zeit, verteilt auf beide Tage, und für fast alle sollte man sich wohl rechtzeitig Karten sichern. Hier mal ein Überblick über jene Veranstaltungen, die jetzt schon feststehen, die Karten dazu gibt es online im Shop zu kaufen:
SAMSTAG, 29. OKTOBER 2016
12.30 Uhr Tomatin-Tasting (Speyside Malt Whisky)
Seminarraum 1
Tomatin lagacy
Tomatin 18j
Tomatin Cask stangth
Cu bocan
eine Überraschung limitierte Edition
Referent: Peter Schütte
Eintritt: 20,00€
12.30 Uhr Classic Malts – Talisker Made by the Sea
Seminarraum 2
New Make zum Nosen
Talisker Skye
Talisker Port Ruighe
Talisker 57°North
Talisker Storm
Referent: Thomas Plaue
Eintritt: 20,00€
14.00 Uhr Adelphi Distillery
Seminarraum 1
Aktuelle (Einzelfass)-Abfüllungen
Referent: Alex Bruce & Charles MacLean
Eintritt: 25,00€
In englischer Sprache
14.00 Uhr Team-Spirit, „Whisky & Schokolade“
Seminarraum 2
Black Bottle mit „Blossom Garden“ Schokolade
Deanston 12 Jahre mit „Sunny Honey Schokolade“
Bunnahabhain 12 Jahre mit „Bonna Heaven Schokolade“
Ledaig 10 Jahre mit „Salty Smoke“ Schokolade
Referent: Robin Pitz
Eintritt: 20,00€
Seminarraum 2
New Make zum Nosen
Lagavulin 16
Lagavulin DE
Lagavulin 8
Lagavulin 12
Referent: Thomas Plaue
Eintritt: 20,00€
15.30 Uhr Glen Els Whisky aus dem Harz !
Seminarraum 3 Sorten folgen !!
Referent: Olaf Fetting
Eintritt: 20,00€
17.00 Uhr Sierra Madre-Gin Tasting !
Seminarraum 1
Kyrö Napue
Elephant Gin
G`Vine Nouaison
Haymans Royal Dock
Überraschung: Ein Gelagerter Gin aus Finnland
Referent: Peter Schütte
Eintritt: 10,00€
17.00 Uhr Die neue Glenfiddich – Ära des Brian Kinsman
Seminarraum 2 Sorten folgen !!
Referent: Hans Strenge, Malt Ambassador Campari Deutschland GmbH
Eintritt: 20,00€
17.00 Uhr Team-Spirit „Deanston“
Seminarraum 3
Deanston Virgin Oak
Deanston 12 Jahre
Deanston 18 Jahre
Deanston 20 Jahre „Sherry Oak“
Referent: Robin Pitz
Eintritt: 20,00€
Bladnoch war nicht erst seit dem Verkauf an den Australier David Prior eine Silent Distillery, also eine, die zwar hätte produzieren können, es aber nicht tat. Schon unter dem Vorbesitzer Raymond Armstrong wurde einige Jahre lang nicht mehr destilliert.
Das soll sich nun, nach einem Bericht der BBC, mit dem Frühjahr 2017 ändern. Die Renovierung der Destillerie schreitet plangemäß voran, und neue Boiler, Mash Tuns und Washbacks werden in Kürze geliefert und installiert. Auf vier Brennblasen (also doppelt so vielen wie bislang) will man produzieren, und 2020, also 10 Jahre nach dem letzten Destillationsvorgang, sollen neue Abfüllungen von Bladnoch auf den Markt kommen.
Zwei sehr interessante, aber leider nicht so einfach erhältliche Abfüllungen von Caol Ila hat sich Serge heute für seine Verkostung ausgesucht: Einen achtjährigen Caol Ila von The Whisky Exchange, der nur über den gleichnamigen Onlinehandel zu beziehen ist oder war, und die Feis Ile Abfüllung aus diesem Jahr. Beide werden von Serge sehr gut bewertet:
Caol Ila 8 yo 2007/2016 (46%, Signatory Vintage for The Whisky Exchange, bourbon barrel, cask #315325, 320 bottles): 90 Punkte
Caol Ila 12 yo ‘Feis Ile 2016’ (56.2%, OB, 1500 bottles): 89 Punkte
Und weil es heute so kurz war, hier noch ein paar Bilder von und aus der Destillerie, die wir im Mai dieses Jahres gemacht haben: