Von A Wee Taste of Scotland, dem Generalimporteur des Prometheus für Deutschland, haben wir eine Presseaussendung zum Gewinn der Goldmedaille durch den Prometheus 26yo bei der International Whisky Competition 2016 erhalten, die wir hier gerne für Sie bringen:
Gold für Prometheus 26yo bei International Whisky Competition 2016
Prometheus 26 Years Old Scotch Whisky ist bei der International Whisky Competition 2016 mit einem Award in der Kategorie der “Over 20 Year Old” Scotch Single Malts ausgezeichnet worden. Mit 91,6 Punkten in der Wertung kam der Speyside Scotch Single Malt auf den ersten Platz und holte seine mittlerweile dritte Gold Medaille.
Prometheus ist ein 26 Jahre alter Single Malt Whisky aus der Speyside, dessen Original-Destillerie ein streng gehütetes Geheimnis ist. Für Prometheus 26yo ist es bereits die dritte Goldmedaille, denn im Dezember vergangenen Jahres wurde er mit dem “Editor´s Choice Gold Award” vom Whisky Magazine ausgezeichnet und erhielt ebenfalls Gold bei der San Francisco World Spirits Competition 2016.
Die Glasgow Distillery wird eine Prometheus-Serie heraus bringen und das zweite Release der Serie Prometheus 27 Years Old ist seit Anfang dieses Jahres veröffentlicht.
Weitere Informationen zur Glasgow Distillery und der Prometheus-Serie finden Sie beim exklusiven Importeur A Wee Taste of Scotland.
Nase: Er startet mit einer angenehm rauchig-phenoligen Note und Zitrone. Metallische Anklänge sind da, dann setzt sich Süße zur Fruchtigkeit. Lemon Curd, Kapernsauce, Sud vom weißen Spargel. Insgesamt sehr schön und intensiv, angenehme Rauchigkeit.
Gaumen: Viel Süße ist da zu finden, weich und dicht flutet er an und entwickelt den Rauch erst später, dann dafür aber recht intensiv. Vanillepudding mit etwas Ingwer, der Rauch schön hineingewoben in das Ganze. Ja, man merkt die Jugend, aber die ist schön in süße Creme gepackt. So wie in der Nase sehr wuchtig für die Prozentzahl.
Finish: Mittellang, Rauch und Süße, nach hinten hin wird sein Zitronenton wieder deutlicher.
Alles in allem: Der hat uns sehr überrascht. Die nackten Zahlen lassen nicht vermuten, welche Vehemenz und gleichzeitig Ausgewogenheit in ihm steckt. Er gibt viel her, ist Trinkfreude für den Moment. Tiefgang findet man natürlich nicht, es bleibt alles an der Oberfläche, aber die ist ansehnlich und weiß wirklich zu gefallen. Und: wer immer noch glaubt, dass mehr Farbe mehr Geschmack bedeutet, der findet hier den praktischen Gegenbeweis. Blass ist der nur fürs Auge.
Der Abfüller beschreibt die Serie C&S DRAM Regional als Whisky für Einsteiger – aber zumindest diesem Islay North Edition No. 3 ist damit ein wenig Unrecht getan: Der hat alles, um auch erfahrenen Whiskyfreunden als preiswerter Daily Dram Freude zu bereiten.
In Summe: Richtig schöner Malt, Daumen pfeilgerade hoch!
Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Auf Nonjatta.com, der wohl besten Site für Nachrichten über japanischen Whisky, wird heute vom Erscheinen des ältesten bisher veröffentlichten japanischen Whiskys berichtet: Der Saburomaru 1960. Eristein 55jähriger Single Malt aus der gleichnamigen Destillerie, die seit 1952 Whisky produziert, allerdings tut sie das nur einige Monate im Jahr.
Der Whisky wurde im Mai 1960 in ex-Weinfässer gelagert und ist ein Vatting aus einigen wenigen Fässern. Technisch gesehen ist er nach schottischen Regeln kein Single Malt, da er nicht in Pot Stills, sondern in Continuous Stills produziert wurde – allerdings macht das nach japanischen Regeln keinen Unterschied, dort kann sich der Whisky Single Malt nennen.
155 Flaschen gibt es von ihm. Abgefüllt ist er mit 47%, und er kostet umgerechnet nur 4700 Euro plus Steuern. Nein, kein Schreibfehler. 4700 Euro plus Steuern – für diese Rarität in Zeiten wie diesen ein absolutes Schnäppchen. Allerdings: Der Verkauf ist als Lotterie gestaltet, und um teilzunehmen, sollten Sie des Japanischen mächtig sein.
Wie man mitmacht, steht auf dieser Seite – und falls Sie es tun (können), wünschen wir Ihnen viel Erfolg!
Die Destillerie Glengoyne in den südlichen Highlands bietet eine breite Range an Standardabfüllungen, von der alterslosen Fassstärke über die Abfüllungen mit Altersangabe bis hin zu speziellen Bottlings wie dem Tea Pot Dram, einen schwer sherrylastigen Whisky, der nur in der Destillerie zu haben ist. Aber auch bei unabhängigen Abfüllern kann man Glengoyne finden.
Unabhängig und offiziell – diesen Querschnitt bietet Serge heute auch in seiner Verkostung – und die Unabhängigen kommen dabei gar nicht so gut weg…
Glengoyne 7 yo 2007/2014 (46%, Douglas Laing, Provenance, cask #10566): 72 Punkte
Glengoyne 7 yo 2007/2014 (46%, Hepburn’s Choice, 407 bottles): 74 Punkte
Glengoyne 13 yo 2000/2014 (46%, Berry Bros & Rudd, cask #1073): 76 Punkte
Glengoyne 12 yo 2001/2013 (46%, Sansibar, sherry, 216 bottles): 80 Punkte
Glengoyne 1997/2013 (54.6%, Malts of Scotland, bourbon, cask #MoS 13020, 211 bottles): 74 Punkte
Glengoyne 10 yo 2000/2011 (59.8%, OB, sherry butt, cask #1181, 621 bottles): 87 Punkte
Glengoyne 15 yo 1989/2004 (55.8%, OB for Corman-Collins, Belgium, cask #1219, 264 bottles): 92 Punkte
Glengoyne 1967/1992 (43%, OB, Christmas day, 2500 bottles): 88 Punkte
Glengoyne Distillery, Bild von K. Schwebke unter CC-Lizenz
Von der heutigen Eröffnung der Walsh Whiskey Distillery können wir Ihnen dank Timo Lambrecht vom Bremer Spirituosen Contor, der heute dort anwesend ist, brandaktuelle Bilder liefern. Timo hat sie uns mit der Erlaubnis zur Veröffentlichung überlassen – wir sagen ganz herzlichen Dank! Hier also die unkommentierten Eindrücke der Veranstaltung – den Artikel dazu finden Sie hier:
Heute ist ein bedeutender Tag für Walsh Whiskey und durchaus auch für den irischen Whiskey im Ganzen: Die Walsh Whiskey Distillery ist heute offiziell eröffnet worden. Bei der Eröffnung dabei war auch der CEO der italienischen Illva Saronno SpA, Augusto Reina, dem Unternehmen, dem 50% der Destillerie gehören.
Die Walsh Whiskey Distillery wird 8 Millionen Flaschen jährlich abfüllen können und hat mit der Produktion bereits zu Ostern dieses Jahres begonnen. Ab Juli wird man die Destillerie auch als Tourist besuchen können.
Mehr über die Eröffnung und detaillierte Angaben über die Destillerie, die nun auch die Heimat der Marken von Walsh Whiskey sein wird (The Irishman und Writers Tears), in einem guten Artikel auf The Drinks Report.
Mossburn Distillers, die auch für die geplante Torabhaig Distillery auf der Insel Skye verantwortlich sind (wir haben bereits 2014 darüber berichtet, ein für das selbe Jahr angekündigter Baubeginn hat aber bislang noch nicht stattgefunden), haben die Pläne für eine geplante Destillerie in Jedburgh in der Borders Region im Süden Schottlands bei den Behörden nun auch eingereicht. Nun auch deshalb, weil die Ankündigung der Pläne ebenfalls über zwei Jahre zurückliegt, wie unser Gedächtnis, sprich: Archiv, hier belegt.
Die geplante Destillerie soll 40 Millionen Pfund kosten, insgesamt 50 Arbeitsplätze schaffen und auch ein Restaurant für 200 Personen bieten.
Klein ist die Destillerie nicht angedacht – laut dem Bericht in Business Quarter soll sie jährlich „Millionen Flaschen Whisky“ produzieren. Mal sehen, wie schnell aus diesen Plänen dann auch ein konkreter Bau wird.
Das Bild und Titelbild zeigen die Jedburgh Abbey in der gleichnamigen Stadt in den Borders: By Steve Collis from Melbourne, Australia – Jedburgh Abbey, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24307088
Von Glenmorangie haben wir eine Pressemitteilung über die Auszeichnung als Whisky des Jahres für ihren Glenmorangie Signet bei der IWSC (International Wine & Spirit Competition) erhalten, die wir hier gerne für Sie wiedergeben. Wir freuen uns mit der Destillerie über diesen schönen Erfolg:
Glenmorangie Signet ist Whisky des Jahres
Glenmorangie freut sich besonders, seine Auszeichnung als bester Whiskey des Jahres der IWSC (International Wine & Spirit Competition) bekanntzugeben.
Einmal im Jahr wird bei der International Wine & Spirit Competition in Chicago der weltweit beste Whisky ausgezeichnet. Die Goldmedaille geht mit 97 von 100 möglichen Punkten in der Kategorie „Best Single Malt Whisky“ sowie die Auszeichnung „Whisky des Jahres“ an Glenmorangie Signet. Dr. Bill Lumsden, Leiter für Destillation & Whisky-Kreation bei Glenmorangie, wurde zum »Master Destiller of the Year« gekürt.
Kreativität und Leidenschaft für das Produkt des in der Malt-Whisky-Industrie als Pionier bezeichnete Lumsden überzeugte die Jury. Lumsden ist überzeugt vom »Whisky des Jahres«:
„Glenmorangie Signet mit seiner schmelzenden Süße und feurigen Schärfe ist der Höhepunkt unseres Strebens nach Perfektion. Die Auszeichnungen bestärken uns, dass Glenmorangie Signet ein wahrlich außergewöhnlicher Whisky ist.«
Dr. Bill Lumsden ist seit 1995 bei Glenmorangie und überwacht die Kreation der außergewöhnlichen Malts. Der Doktor der Biochemie wurde 2007 als »Ambassadeur des Jahres« ausgezeichnet und bislang als einziger gleich drei Mal von The Malt Advocate zum »Industry Leader of the Year« ernannt.
Die Destillerie bestärkt somit auch in diesem Jahr ihren Status als „Best of the best“.
Nach Verkaufsmenge sind sie gelistet (anhand der Angaben zu den verkauften 9-Liter-Cases), die zehn Scotch-Marken, die sich im Vorjahr am besten abgesetzt haben: The Spirits Business hat eine Bildergalerie mit ihnen erstellt.
An der Spitze gibt es keine Überraschung, da dominiert DER Blend (unser Titelbild zeigt übrigens Platz 3), so wie alle Top Ten natürlich von Blends besetzt sind. Glenfiddich und Glenlivet sind irgendwo am Horizont, auch wenn die Single Malts immer mehr an Bedeutung gewinnen – in der schieren Menge sind sie natürlich noch meilenweit von den Blends entfernt.
Dennoch oder gerade deshalb: Interessant zum Durchblättern und eine schöne Momentaufnahme des status quo am Whiskymarkt.
Speyside Single Malt Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice Verkoster: Reinhard Pohorec Sample: Gordon & MacPhail
„The wood makes the whisky“ klingt nach einer starken Ansage, die jedoch relativ offensichtliche Aspekte der Whisky Herstellung unterstreicht. Gordon & MacPhail hat mit einem eigenen Booklet, einer hübsch durchdesignten Website und vielen blumigen Worten eine Kollektion ins Leben gerufen und vermarktet, der unterschiedliche Abfüllungen bereits bekannter Linien zugrunde liegen.
Als „perfect match of spirit and oak“ beschreibt man die selektierten Tropfen, die gerade dieses Verständnis um Destillat und Fass besonders vermitteln sollen.
Mit sanften 46 Volumenprozent und aus der Tormore Destillerie stammend, schimmert hier ein Charmeur von Single Malt im Glas – und ob das Holz alleine wirklich den Whisky macht, kann ja jeder für sich entscheiden…
Nase: Ein süßlich, kompakter Duft von leichtem Heidekraut, Honig und Bienenwachs steigt in die Nase, in Vanillezucker gewälzte Gerste, malzig frisch, etwas Zitronenzeste nebst unreifer Banane und pfeffriger Minze, Sandelholz, lime curd und etwas Myrrhe, Selleriegrün ist auch da, mit Zeit entwickeln sich leicht nussige Akzente, eher grünlich und frisch als geröstet oder karamellisiert, ein sehr filigraner, leichter Eindruck in der Nase, Asche und ein herber Rauchanklang bringen etwas Tiefe, insgesamt bleibt man aber im wohlig vertrauten, leicht süßlichen Metier eines „braven“ Malts
Gaumen: Dunkel röstig, rote Beeren, da ist Hollerkoch, da ist Johannisbeere und etwas Cassis, würziger und fruchtiger, als die Nase zuerst vermuten lässt, geschmeidig weich und mit stützender Süße rollt der Whisky über den Gaumen, saftig, etwas Orangenzeste, auch Orangenblüte und etwas Bitterstoffe von der Schale, dann Brioche, dick mit Honig und Butter bestrichen, Vanillecreme, Mandelmilch und salted caramel, Sticky Toffee Pudding kommt in den Sinn, Bitterschokolade und Rooibos, Macadamianüsse mit etwas Schlagobers, Erdbeercombino, ein Gaumenschmeichler!
Finish: Analog setzen sich Nase und Gaumen auch im Abgang fort, mittlere Länge und seidige Textur, weicher, runder Körper mit einem dezenten Spiel aus Würze und Süße, reifer Frucht und gerade einer Idee Pikanz.
Alles in allem: Kein kolossaler Whisky aber ein sehr galanter Begleiter für einen gelungenen Abend oder Nachmittag. Der Tormore weiß zu gefallen, spielt seine Stärken gekonnt aus ohne irgendwo anzuecken oder aus der Reihe zu tanzen.
Sauber, ehrlich, gut gemacht – ein stimmiges Erlebnis.
Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec
Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Titelbild: Destillerie Tormore. Foto: Frank Gauert
Der neue Benriach Cask Strength, der noch neuere Benriach Peated Quarter Casks und ein Benriach von Gordon & MacPhail aus 2014 – diese Abfüllungen werden heute von Serge Valentin verkostet. Dazu kommt noch eine ältere Abfüllung aus der Riegger’s Selection, um das Quartett voll zu machen.
Sein Urteil: Es gibt nichts an den Abfüllungen auszusetzen, der von GM ist im besten Sinne des Wortes durchschnittlich, die beiden Originalabfüllungen sind gute Beispiele moderner, designter Whiskys (auch das ist bei Serge hier positiv gemeint). Und die ältere Abfüllung wird ebenfalls sehr positiv aufgenommen.
Benriach 1997/2014 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry hogshead): 83 Punkte
Benriach ‘Peated Quarter Casks’ (46%, OB, 2016): 84 Punkte
Benriach ‘Cask Strength’ (57.2%, OB, Batch 1, 2016): 86 Punkte
Benriach 18 yo 1990/2008 (56.5%, Riegger’s Selection, bourbon, cask #100127): 86 Punkte
Noch produziert Ballindalloch in der Speyside keinen Whisky, aber auf dem Radar haben Whiskyfreunde diese Destillerie dennoch. Nicht zuletzt deshalb, weil sie bereits – ohne Produktion – vom Whisky Magazin als „Craft Producer of the Year“ ausgezeichnet wurde.
Ein wenig mehr über die Destillerie und die Leute dahinter können Sie aus einem ausführlichen und reich bebilderten Artikel auf malt-review.com erfahren. Besonders überzeugt hat laut dem Artikel dort die Liebe zum Detail, sowohl in der Destillerie selbst als auch im Umgang mit den Besuchern.
Auch bei uns gibt es natürlich jede Menge über Ballindalloch zu erfahren, eine Zusammenfassung aller Artikel über die Destillerie finden Sie auf dieser Seite.
Die Fassade der Destillerie Ballindaloch. Foto: Dr. Mario Prinz
Zur Sommersonnenwende kündigt der unabhängige Abfüller Wemyss neun neue Single Cask Abfüllungen an, die für den internationalen (UK, EU und Asien) Markt vorgesehen sind. 18 bis 27 Jahre sind sie alt, und kommen aus der Speyside, den Highlands und von Islay. Auch ein Grain ist wieder dabei. Kosten werden sie in England zwischen 80 und 150 Pfund:
„Arbor in Bloom“ 1995 (20yo) single cask aus der Glen Grant Distillery, Speyside
„Summer Breeze“ 1995 (20yo) single cask aus der Linkwood Distillery, Speyside
„Spiced Rum Baba“ 1988 (27yo) single cask aus der Glenrothes Distillery, Speyside
„Fields of Barley“ 1990 (24yo) single cask aus der Bunnahabhain Distillery, Islay
„Lemon Buttered Kippers“ (18yo) single cask aus der Bunnahabhain Distillery, Islay
„Briny Tangle“ (25yo) single cask aus der Bowmore Distillery, Islay
„Banquet of Fruits“ (21yo) single cask aus der Aberfeldy Distillery, Highlands
„Nuts about Pears“ (24yo) single cask aus der Blair Athol Distillery, Highlands
„Mocha Moment“ (27yo) single cask single grain aus der Invergordon Distillery
Irish Single Malt Whiskey
First Fill Kentucky Bourbon Barrels
Wicklow Hills Whiskey Ltd, Ashfield, Crone, Redcross, Co Wicklow Sample:Irish-Whiskeys.de Verkoster: Silvia Behrens, Bernhard Rems
Nase: Beginnt sehr süß, wie Honigmelone, dann frische Fruchtnoten, Apfelkompott mit Rosinen und Zitrone, grüne unreife Äpfel, Rhabarber, Pfirsich. Dicht und intensiv, dann mit einer leichten Grasnote und floralen Komponenten. Später ein Anflug von Kräuteressig und Pampelmuse. Der Alkohol ist sehr zurückhaltend. Insgesamt durchaus komplex.
Gaumen: Sehr süß und ölig im ersten Antritt, danach wird er sofort hochgradig(!) fruchtig, helle Fruchtmarmelade, vertieft mit einem Hauch weißem Pfeffer. Ingwernoten machen ihn leicht pricklig. Der Whiskey wirkt in jeder Phase am Gaumen sehr intensiv, fast wie ein Konzentrat. Zum Ende hin mengen sich herbale, würzige Noten dazu, die wieder einen neuen Akzent setzen.
Finish: Lang, fruchtig, leicht herb werdend, wärmend. Immer ölig und dicht.
Alles in allem: Sehr, sehr, sehr gut. Chapeau! Ein zehnjähriger Irish Single Malt Whiskey aus First Fill Kentucky Bourbon Fässern, mit Wasser aus der eigenen Familienquelle im County Wicklow auf 46% gebracht, der sich benimmt, als wäre er erstens weit älter und zweitens in Fassstärke abgefüllt. Wir finden ihn spannend, dicht und aromatisch. Große Empfehlung unsererseits!
Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.