Ralfy beschäftigt sich heute in seinem 588. Tastingvideo mit einem Exoten, der bei uns mittlerweile schon fast heimisch geworden, oder zumindest kein Unbekannter mehr ist: Der Kavalan King Car Conductor aus Taiwan wird auch nach Deutschland importiert, und man findet ihn mit einigen weiteren Abfüllungen aus der King Car Distillery im gut sortierten Fachhandel.
Ralfy mag ihn zwar, aber ganz so überzeugt ist er vom Kavalan King Car Conductor nicht – er erhält von ihm 82 aus 100 Punkten, und wenn man weiß, dass Ralfy keine Videos mit Whiskys präsentiert, die unter 80 Punkte bekommen, dann weiß man auch, dass Ralfy im unteren Rahmen seiner Bewertung bleibt. Die Begründung seines Ratings und viele interessante Fakten und Geschichten kann man wie immer seinem Video entnehmen, das diesmal 20 Minuten dauert. Viel Vergnügen, und einen schönen Wochenbeginn!
Der Name Teeling ist untrennbar mit der jüngeren Geschichte des irischen Whiskeys verbunden. Erst war es John Teeling, der 1989 die Cooley Destillerie begründete (und 2011 wieder verkaufte), nun sind es seine beiden Söhne Jack und Stephen, die mit der Teeling Distillery in Dublin und der Marke Teeling ein neues Kapitel schreiben.
Ein Artikel in The Irish Independent beleuchtet die Erfolgsgeschichte der Teelings, und vor allem beschreibt er, welche Zukunftsperspektiven die beiden Brüder im Zuge des anhaltenden Booms irischen Whiskeys für ihre Marke und die Kategorie insgesamt sehen. Dass irischer Whiskey gerade am Hoffnungsmarkt USA so rasant wächst, ist für sie ein gutes Zeichen für eine erfolgreiche Zukunft.
Zur Vorstellung des Jim Beam Double Oak (wir berichteten hier) im Frühjahr in Wien kreierten österreichische Barkeeper auch einige neue Rezepte mit diesem aromatischen doppelt gereiften Bourbon.
Eines davon möchten wir Ihnen hier und heute zum Nachmachen und Genießen vorstellen: Der „Two for the Show“ von David Kranabitl aus der Sign Lounge in Wien – eine doppelte Gaumenfreude mit einer ausgesprochen harmonischen Verbindung unterschiedlicher Geschmacksausprägungen:
Two for the Show, David Kranabitl, The Sign Lounge
5 cl Jim Beam Double Oak
1 Barlöffel Tonkabohne-Vanillesirup*
2 Dash Peach Bitters
3 Barlöffel Jim Beam Double Oak roasted Coffee Beans**
Alle Zutaten auf Eis rühren und im Tumbler auf Icechunks durch ein Teesieb abseihen.
* Tonkabohne-Vanillesirup Gehackte Tonkabohnen und Vanilleschoten mit Wasser und Zucker zu einem Sirup reduzieren.
** Jim Bim Double Oak roasted Coffee Beans Eine Hand voll Kaffeebohnen mit Bourbon besprühen und anschließend stark flambieren.
Sie zählt zu den baulich interessantesten Destillerien in Schottland: Tormore, erbaut im Jahr 1958 in Grantown-on-Spey, Moray. Heute gehört sie zu Chivas und liefert vor allem Whiskys für deren Blends. Aber auch die Single Malts aus dieser Speyside-Destillerie sind nicht uninteressant – man findet sie als Originalabfüllung und bei einigen unabhängigen Abfüllern.
Ein Video eines Quadcopter-Fluges über diese Destillerie möchten wir Ihnen heute als unser Sonntagsvideo präsentieren. Wir haben es auf Youtube gefunden, aufgenommen hat es Willie McPhelim. Mit knapp 3 Minuten ist es nicht besonders lang, aber es bietet einen Blick auf die Destillerie in Perspektiven, die man sonst nicht zu sehen bekommt – und das in Full HD. Viel Vergnügen beim Ansehen und einen schönen Sonntag wünschen wir Ihnen!
Die volumenmäßig größten 150 Spirituosenmarken listet The Spirits Business in einem interessanten tabellarischen Beitrag auf. In ihm sind nicht nur die aktuellen Zahlen, sondern auch die Werte der vergangenen Jahre zu finden.
Whiskymarken? Nur zwei nicht-indische finden sich unter den Top 20. Auf Platz 7 ist Johnnie Walker, auf Platz 13 Jack Daniel’s. Indische Marken liegen auf Platz 2, 5, 8, 10, 14 und 16. Und die erste Single Malt Marke ist hier Glenfiddich auf 142 (Glenlivet liegt volumenmäßig auf Platz 145).
Der erste Platz geht übrigens an Jinro – ein Sojaschnaps. Alles in allem ist die Liste interessant zu durchstöbern und birgt einige Überraschungen.
Wir nutzen auch heute die EM, um Ihnen Whiskys aus europäischen Ländern vorzustellen. Dabei suchen wir uns ein Spiel aus – ohne das jetzt nach der fußballerischen Bedeutung zu tun – und vom Spiel ein Land.
Ok, heute schummeln wir ein wenig, denn das Land, das wir uns heute ausgesucht haben, produziert noch keinen echten Whisky, sondern ist erst auf dem Weg dahin. Aber interessant ist der fassgereifte Spirit der Eimverk Distillery aus Island allemal. Er nennt sich Flóki Icelandic Young Malt, und erst gestern hat ihm Serge Valentin in seiner Verkostung schon mal 78 Punkte gegeben – nicht übel.
60 Euro kostet der Flóki Icelandic Young Malt, und ab Ende dieses Jahres wird es dann tatsächlich auch einen echten Whisky aus der Destillerie geben. Auf den darf man dann ebenso gespannt sein wie auf das Resultat des heutigen Matches – das kann schon spannend werden, nimmt man die Leistung gegen Portugal als Maßstab…
(Mit diesem Artikel schwenken wir vom täglichen Rhythmus auf fallweises Erscheinen unserer EM-Beiträge um. Die meisten Nationen sind nun vorgestellt, aber falls es ein Spiel unter Beteiligung eines Landes gibt, das bei uns erhältlichen Whisky produziert, sind wir natürlich wieder dabei)
Es ist wieder einmal Zeit für einen Cocktail – denn Whisky kann auch als Hauptakteur in Drinks und in Harmonie mit anderen Zutaten durchaus brillieren.
Von Falco Torini, dem Sieger der World Class Competition in Wien und damit Vertreter Österreichs beim Finale in Miami, stammt der Autumn Stormy Fizz, den wir Ihnen hier vorstellen dürfen. Er basiert auf einem Talisker Storm und hat die Jury beim Contest absolut überzeugt.
Bevor wir Ihnen das Rezept zum Cocktail servieren, möchten wir Ihnen Falco kurz vorstellen – und tun dies mit den Worten der Presseaussendung von Diageo:
Das Cocktail-Talent aus der „Miranda Bar“ in Wien hat erst vor anderthalb Jahren angefangen, das Bartendending zu seinem Berufung zu machen. Seitdem hat sich der studierte Germanist bereits einen Namen in der Szene gemacht und beweist sein Können beim wichtigsten Bartender Wettbewerb der Welt: Beim World Class Final in Wien konnte sich Falco Torini an 2 Tagen erfolgreich gegen 8 Bartender aus der Elite der österreichischen Barkeeper-Szene behaupten und bei insgesamt 5 Challenges von sich überzeugen. Sein Geheimnis: Starke Präsenz, selbstbewusster Auftritt und einen außergewöhnlichen Gewinner-Drink – „Autumn Stormy Fizzz“, auf Basis von Talisker Storm, hausgemachter Ron Zacapa Sirup, Ananas-Saft und Weizenbier.
Hier also das Rezept zum Nachmixen – viel Vergnügen (wer sich nicht ganz sicher ist, wie man Rumsirup macht – siehe hier):
„Autumn Stormy Fizzz“
auf Basis von Talisker Storm, hausgemachtem Ron Zacapa Sirup, Ananas-Saft und Weizenbier ist ein frisch-herber Drink, der durch das Weizenbier einen ganz speziellen Twist bekommt:
35ml Talisker Storm
20ml Ananas-Saft
10ml Zacapa Bitters Sirup
5ml Dry Curacao
40ml Weizenbier
Zubereitung
Alle Zutaten shaken und abseihen. Anschließend mit dem Weizenbier toppen und umrühren. Für die Dekoration ein langes Stück Orangeschale um das Glas wickeln und mit einem Holzspieß befestigen.
Vom Auktionshaus Kirschner & Sons sind wir in einem Pressetext über einige Highlights der heute gestarteten 13. Auktion informiert worden, die bis Sonntag, den 26. Juni läuft. Alle Flaschen, auch diese Highlights, starten wie immer mit einem Ausrufpreis von 1 Euro:
Die Highlight Flaschen der Auktion Nr. 13
(17.6.2016 – 26.06.2016)
Bowmore 38 Years Old Vintage 1964
Die Vorstellung der Highlights unserer 13. Auktion möchten wir mit diesem 38 Jahre alten Bowmore, destilliert im Jahr 1964, beginnen. Er durfte 38 Jahre lang in Bourbon Fässern reifen.
Es wurden insgesamt lediglich 300 Flaschen abgefüllt. Bei unserer Auktion haben Sie die Gelegenheit die Flasche mit der Nummer 173 zu erwerben.
Eine wahre Sherry-Bombe ist dieser Glen Grant. Destilliert im Jahr 1958 und 2009 abgefüllt. Er verbrachte seine komplette Reifezeit von mindestens 50 Jahren in First Fill Sherry Fässern.
Solche besonderen Raritäten gibt es immer weniger zu finden. Bei uns haben wir in der aktuellen Auktion noch einer dieser besonderen Schätze.
Der Glenmorangie Ealanta wurde im Jahr 2013 mit sagenhaften 97,5 Punkten zum weltbesten Whisky gekürt. Nach Veröffentlichung der Ergebnisse war dieser Whisky in kürzester Zeit vom Markt verschwunden und ist nur noch schwierig zu bekommen.
Sie hatten damals nicht die Möglichkeit diesen besonderen Tropfen aus der berühmten Glenmorangie Private Edition zu ergattern? Dann nutzen Sie Ihre Chance bei unserer aktuellen Auktion.
Ein weiteres echtes Highlight erwartet Sie mit diesem seltenen Macallan.
Abgefüllt im Jahr 1981 zur Erinnerung an die Hochzeit von Prince Charles und Lady Diana. Es wurden Fässer aus den Jahren 1948 & 1961 miteinander „vermählt“.
Ein wahres Stück Weltgeschichte erhalten Sie mit dieser besonderen Abfüllung.
Highland Single Malt Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice Verkoster: Reinhard Pohorec Sample: Gordon & MacPhail
Symbolbild
In der „The wood makes the whisky“ Kollektion Gordon & MacPhail’s, die sich der Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Fass und Destillat verschrieben hat, kommt dieser Highland Single Malt mit knapp unter zwanzig Lenzen in die Flasche einer Connoisseurs Choice-Abfüllung. Die als Powerhorse zu bezeichnende Destillerie galt einst als die größte ganz Schottlands, bewegte Zeiten und Besitzwechsel prägten die letzten Jahrzehnte. Immer wieder kann man gerade bei Unabhängigen Abfüllern wirkliche Schätze von Tomatin finden – höchste Zeit also, auch diesem Tropfen eine eingehende Verkostung anheim fallen zu lassen.
Nase: Weiche, sanfte Wellen strömen an die Nase, Birnenquitte, voll reife Marille und ein breites Sortiment derlei gelber Steinfrüchte, weiche Mango, etwas Kokosraspel, Butternuss Kürbis, auch Salz, Bittermandel, heller Karamell und weiße Schokolade, ein herber Reife Touch kündigt sich hintergründig an, geräucherte Buchenscheiter, helle Asche und Schiefer, Miso Paste
Gaumen: Straff, kräftig würzige Note, Kräutersträußchen, Veilchen, Rosmarinnadeln und Zimtzucker, Vanille – aber nicht die süßlich, cremige Note wie in der Nase, deutlich prononcierter, herber, fast schon stängelig bitter, mixed pickles, Olivenlake und Algen, erst nach und nach geben auch Custard und Mandelmilch einen Auftritt, rote Früchte im Abgang, mittelkräftiger Körper, etwas Frische von Zitronenzeste und Saft
Finish: Es bleibt ein herbschaliger, würziger Nachhall, nicht beeindruckend, nicht kolossal aber mit Länge, Kräuter und Gewürze spielen sich auch im Abgang in den Vordergrund, schwarzer Pfeffer, steinig ledrig, schlussendlich bleibt ein etwas unharmonischer Bitterton am Gaumen
Alles in allem: Ein unaufgeregter Malt geprägt von würzigen Akzenten am Gaumen und mild süßlicher Cremigkeit in der Nase. Vermutlich nicht der eindrucksvollste Whisky, den man sich je eingeschenkt hat, mit Sicherheit aber auch nicht der langweiligste Zeitgenosse. Irgendwie Naja halt, brav und ohne wirklichen Glanz. Eh ok, quasi – nur irgendwie hätte man sich ein wenig mehr erhofft.
Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec
Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Im Originaltitel nennt sich der Artikel auf Hiconsumption.com „Die 20 besten Whiskeygläser und Tumbler für jede Hausbar„, aber wir wollen das neutraler zum Ausdruck bringen und finden, dass auf der Seite dort zwanzig besondere Gläser vorgestellt werden, mit denen man ein breites Spektrum von Trinkfreuden (vom Nosing des Single Malts bis zu Gläsern für Old Fashioned oder Highballs) sehr stilvoll und gut abdecken kann.
Vom innovativen Neat-Glas über das klassische Glas von Glencairn, von geschliffenen Gläsern für einen Old Fashioned bis hin zu Bechern aus Horn findet man im Artikel schöne Anregungen für das stilvolle Genießen. Schauen Sie mal rein!
Eine illustre Auswahl an verschiedenen Welt-Whiskys steht heute bei Serge Valentin auf dem Programm der Verkostung. Zwei Whiskys aus Österreich sind da ebenso zu finden wie solche aus Island, Indien und Schweden.
Österreich geht es dabei so wie im ersten Spiel der Europameisterschaft: Zum Gewinnen reicht es nicht. Sieger des Quintetts ist Schweden, aber die Abstände sind gering und die Wertungen eher durchschnittlich. Interessant sind jedenfalls die Anmerkungen von Serge zum indischen Whisky:
Pfanner 2011 ‘Redwood Whisky’ (43%, OB, Austria, single malt, 1,800 bottles, +/-2015): 78 Punkte
Waldviertler ‘Rye Malt’ (41%, OB, Haider, Austria, +/-2015): 79 Punkte
Flóki (47%, OB, Iceland, spirit drink, +/-2016): 78 Punkte
Smögen 2012/2015 ‘Jubilee’ (60%, OB, Sweden, 222 bottles):82 Punkte
Paul John 6 yo (54.7%, That Boutique-y Whisky Company, batch 2, 173 bottles, 50cl): 72 Punkte
Eine neue Auflage des Balvenie Tun 1509 ist dieser Tage veröffentlicht worden: Batch #3 wurde mit 52.2% abgefüllt und stammt aus insgesamt 31 Fässern.
Zusammengesetzt ist er aus 12 Sherry Butts, deren Inhalt zwischen 1989 und 1992 destilliert wurde, 11 American Oak hogsheads aus dem Jahr 1989, und acht Refill American Oak Butts aus den Jahren 1992 und 1993.
Insgesamt wird es von Batch #3 8850 Flaschen geben, im Vereinigten Königreich kostet die Flasche 260 Pfund.
Die EM macht keine Pause – und wir dann natürlich bei unseren Vorstellungen europäischer Whiskys auch nicht. Unser Spitzenspiel des Tages, zumindest aus Whiskysicht, ist Italien gegen Schweden. Beide Länder können würdige Tropfen aufs Feld stellen – wir widmen uns heute einer Destillerie in der skandinavischen Region.
Es gibt beileibe nicht nur eine Destillerie in Schweden, aber die bekannteste ist zweifellos die Mackmyra Distillery. Sie destilliert seit 1999 Whisky, und ihre Abfüllungen sind weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.
Bei Mackmyra haben wir uns als Empfehlung den Mackmyra Vinterrök ausgesucht. Er wurde in Fässern gelagert, die zuvor Scotch Strong Ale enthielten. Leichte Rauchigkeit, Salzigkeit und ledrige sowie fruchtige Noten machen den Whisky sehr interessant und geben ihm einen eigenständigen Charakter, ohne ihn zu weit von klassischen Whiskytönen wegzuführen.
Aber auch andere Whiskys der Destillerie, wie zum Beispiel der rauchige Svensk Rök (ausgezeichnet beim C2C Spirits Cup 2015) oder Svensk Ek sind es wert, verkostet zu werden – zum heutigen Spiel oder einfach irgendwann. Viel Vergnügen!
Seit 2009 ist Diageos Destillerie Roseisle, nordwestlich von Elgin, in Betrieb. Mit einer Maximalkapazität von 12,5 Millionen LPA (Liter purer Alkohol) pro Jahr gehört diese Brennerei zu den ganz Großen in Schottland. Doch bisher konnten wir noch keinen Single Malt aus dieser Destillerie genießen. Denn der hier produzierte Whisky wird für die verschiedenen Blends aus dem Hause Diageo verwendet. Dies bedingt allerdings, dass in Roseisle unterschiedliche Whiskys hergestellt werden können.
Peter Moser von Friends of Single Malt hatte die Möglichkeit, sich während einer exklusiven Destillerie-Führung dies vom Distillery Manager Mark Lochhead erklären zu lassen. In seinem interessanten und lesenswerten Bericht lässt er uns an dieser Besichtigung teilhaben.