120 Jahre haben die drei Whiskys, die Serge heute für uns verkostet, gemeinsam auf dem Buckel – es ist der neue Tomatin 40yo, der neue Timorous Beastie 40yo von Douglas Laing und ein 40jähriger Speysider vom unabhängigen Abfüller Sansibar. Bei so viel geballter Reife ist anzunehmen, dass die Bewertung auch nicht von schlechten Eltern sein wird – und in der Tat kommen diesmal 273 Punkte zusammen.
Der wahre Genuss liegt aber wie immer in den Beschreibungen, die man auf jeden Fall lesen sollte. Hier aber einmal die nackten Zahlen:
Tomatin 40 yo (43%, OB, travel retail, oloroso sherry butts, 2016): 90 Punkte
Timorous Beastie 40 yo (54.7%, Douglas Laing, blended Highland malt, 1,080 bottles): 91 Punkte
Speyside Region 40 yo 1975/2016 (50.6%, Sansibar, 435 bottles): 92 Punkte
Johnnie Walker kommt mit einer neuen Serie von Blends auf den Markt – der Johnnie Walker Blenders‘ Batch Red Rye Finish ist der erste davon. In einer Pressemitteilung und einem achtminütigen Video wird dieser neue Blend vorgestellt – dieses Video, ein Cocktail-Rezept und alle Informationen zur neuen Abfüllung finden Sie nachfolgend:
Ein neuartiger, experimenteller Blended Scotch…in einem klassischen Manhattan?
Edinburgh, Schottland (ots/PRNewswire) – Von den schottischen Highlands bis nach Downtown New York: Der erste, unorthodoxe Blend aus einer Reihe neuer experimenteller Whiskys von Johnnie Walker bekommt von amerikanischen Mixology-Experten Lob in Hülle und Fülle.
Ein neuer, experimenteller Scotch Blend von Johnnie Walker wurde von einigen der einflussreichsten New Yorker Mixologen und Barkeepern begeistert aufgenommen, als er anstelle von traditionellem amerikanischen Roggenwhiskey in einem klassischen Manhattan-Cocktail verwendet wurde.
Johnnie Walker Blenders‘ Batch ist eine neue Reihe experimenteller Whiskys und die erste Ausgabe, der Johnnie Walker Blenders‘ Batch Red Rye Finish, wurde vom kräftigen Geschmack amerikanischer Whiskeys inspiriert. Er wurde vom kleinen Mischungsexpertenteam des Whiskyherstellers unter der Leitung von Jim Beveridge konzipiert.
Das Mischungsteam führt in Schottland stets mehrere Hundert Geschmacksexperimente gleichzeitig durch und der Red Rye Finish ist die erste Gelegenheit für Whiskyfans, das Ergebnis einiger dieser Experimente zu probieren.
Anlässlich der Einführung des Red Rye Finish, der pur genossen werden kann, aber für das Mixen perfekter Cocktails zuhause konzipiert wurde, reiste Johnnie Walkers Mischungsexpertin Emma Walker von Edinburgh zur Geburtsstätte des Manhattan, um festzustellen, wie sich der neue Scotch Blend im Vergleich zu seinen amerikanischen Gegenstücken schlug. Ihr Abenteuer ist in dem neuen Film des schottischen Whiskyherstellers mit dem Titel Blenders‘ Batch – Emma’s Red Rye In New York zu sehen.
Etwas aufgeregt präsentierte Emma den Red Rye Finish den Augen, Nasen und Geschmacksnerven einiger der einflussreichsten New Yorker Mixologen und Geschmackskoryphäen. Zu ihnen zählten auch Dave Arnold, Gründer und Präsident des Museum of Food and Drink und Inhaber des tonangebenden Booker and Dax, der legendäre Barkeeper und Philosoph Peter Napolitano von der Brooklyner Melody Lanes Bowling Alley sowie der Bitters- und Mixology-Experte Sother Teague, Getränkedirektor des Amor y Amargo im Manhattaner East Village.
Emma meinte: „Wir sind stolz auf jeden Blend, den wir herstellen, und wissen, dass sich die Leute aufgrund der hohen Qualität für Johnnie Walker entscheiden. Bei diesem Blend kommen alle Merkmale des Scotch zusammen, der in erstbefüllten amerikanischen Eichenfässern mit einem Rye-Cask-Finish reift. Ich glaube, dass man das so nicht erwartet, und ich wollte ehrliches, direktes Feedback von Leuten, die wirklich Ahnung haben. Ich war ein bisschen nervös – das Wohlwollen der besten New Yorker Mixology-Experten für einen Manhattan mit einem Johnnie Walker Blend statt eines amerikanischen Whiskey erhalten zu wollen ist kein geringes Unterfangen – aber zum Glück lief alles wirklich super.“
In dem Film hat Dave Arnold, der für seine messerscharfen Kommentare und Meinungen bekannt ist, keinen Zweifel: „Es gibt einen alten Drink, der Rob Roy heißt und im Grunde wie ein Manhattan ist, aber mit Scotch zubereitet wird, und den hasse ich. Aber dieser Manhattan mit Red Rye Finishschmeckt wie ein ‚echter‘ Manhattan. Er ist einfach köstlich.“ Sother Teague wiederum fügte hinzu: „Ich finde diesen Whisky echt spitze.“
Blenders‘ Batch – Emma’s Red Rye In New York entstand im Rahmen der Initiative Storyline von Johnnie Walker, bei der die Marke mit einem globalen Netzwerk von Storytellern zusammenarbeitet, zu dem Schriftsteller, Regisseure, Fotografen und Filmemacher gehören. Mit dieser Initiative sollen Menschen die Gelegenheit bekommen, inspirierende, optimistische Geschichten von Erfolgen und Fortschritten zu erzählen.
Der Filmemacher Oliver Würffell war fasziniert von den Figuren des Films: „Diese schillernden Persönlichkeiten im Film haben mir eine völlig neue Welt aufgezeigt. Die unglaubliche Komplexität und Handwerkskunst zu entdecken, die bei der Herstellung eines Whiskey wie dem Red Rye Finish zum Tragen kommen, oder zu erfahren, wie Emma sich Gedanken darüber macht, wie er in den Händen von Legenden wie Dave, Jack und Sother funktionieren könnte, war einfach fantastisch. Es war wirklich toll, diese Geschichte erzählen zu können.“
Johnnie Walker Blenders‘ Batch Red Rye Finish zählt zu den Ergebnissen hunderter laufend am Sitz des Unternehmens in Schottland durchgeführter Experimente. Er enthält Malz- und Kornwhiskeys, die in erstbefüllten Bourbon-Fässern altern und ihr Finish in Roggenfässern erhalten. Mehr als 50 Experimente unter Verwendung von 203 Malz- und Kornwhiskyproben waren nötig, bevor man auf den Red Rye Finish stieß. Dieser wurde mit einer Mischung aus nur vier Whiskys konzipiert, u.a. dem Cardhu Single Malt mit seiner lebendigen, frischen Fruchtigkeit und einem cremigen Kornwhisky mit Vanillearoma aus Port Dundas.
Jim Beveridge meinte: „Johnnie Walker Blenders‘ Batch Red Rye Finish wurde von meiner persönlichen Leidenschaft für den kräftigen Geschmack amerikanischer Whiskeys inspiriert, die ich entwickelte, als ich in den 1990ern in Louisville in Kentucky mit Bourbons und Ryes arbeitete.
„Bei der Herstellung von Scotch Whisky versuchen wir, ,von der Bar aus‘ zu denken, damit Barkeeper und die Leute zuhause die perfekten Getränke zur Hand haben, die man alleine, auf Eis oder als Grundlage eines makellosen Cocktails auf Scotch-Basis, wie z.B. Emmas Red Rye Finish Manhattan, genießen kann.
Im Falle des Red Rye Finish ist das Endergebnis ein besonders moderner Whisky. Er ist schön weich, süß und gewollt leicht. Meiner Meinung nach wird der komplexe Charakter des Scotch durch die besten traditionellen amerikanischen Whiskeyaromen auf aufregende Art und weise neu interpretiert.“
Die Reihe Johnnie Walker Blenders‘ Batch gibt den Blick frei auf die Kunstfertigkeit und die permanente Suche nach dem perfekten Geschmack, die das Mischungsexpertenteam auszeichnen. Die Mischungsexperten von Johnnie Walker führen stets mehrere Hundert Geschmacksexperimente gleichzeitig durch und untersuchen dabei unterschiedliche Destillationsbedingungen, verschiedene Holz- und Kornarten, Fässer-Finishes und andere Elemente der Whiskyherstellung auf der Suche nach außergewöhnlichen neuen Geschmacksvarianten.
Johnnie Walker Blenders‘ Batch Red Rye Finish ist ab September zu einem Preis von 20 EUR (UVP) in mehr als 50 Ländern erhältlich.
So gelingt Ihnen zuhause der perfekte Red Rye Finish Manhattan:
Füllen Sie ein Mixglas oder einen Cocktail-Shaker mit Eis und mischen Sie 2 oz. Johnnie Walker Blenders‘ Batch Red Rye Finish mit 1/2 oz. süßen Wermut, 1/2 oz. trockenen Wermut und zwei Spritzer Angostura Bitters. Etwa 20 Sekunden verrühren und dann in Cocktailgläser absieben. Eine Kirsche oder etwas Zitronenschale direkt über den Drink geben, um die ätherischen Öle freizusetzen, und servieren.
Whiskynotes.be hat ihren Bericht über die Diageo Special Releases 2016 vor kurzem mit Preisangaben für die 10 Sonderabfüllungen ergänzt. Dabei handelt es sich um die Preise in Belgien.
Auf Grund dieser Veröffentlichung haben wir bei Diageo Deutschland nachgefragt, wie die Preise hierzulande aussehen.
Dank Thomas Plaue, Master of Whisky Germany bei Diageo, können wir Ihnen hier die offiziellen deutschen Verkaufspreise präsentieren, zu denen Sie die Abfüllungen nach ihrem Erscheinen im Handel kaufen können:
Laut einem Bericht in The Spirits Business restrukturiert Chivas sein gesamtes Blending-Team neu – und will damit auch ein Zeichen für den fortgesetzten Fokus des Unternehmens auf Blended Scotch setzen.
Was genau geschieht? Nun, Master Blender Colin Scott wird zum Chivas Regal Custodian Master Blender ernannt, der das Blending-Team unterstützen und anleiten soll. Sandy Hyslop, ebenfalls bislang Master Blender – und zwar für Ballantine’s, wird die neu geschaffene Rolle des Director of Blending übernehmen und für das gesamte Blending- Team bei Chivas verantwortlich sein.
Kevin Balmforth und Dr. Calum Fraser werden Chivas Regal Blender. Ashley Smith, bislang ein Blender in Ausbildung, wird sich mehr auf Chivas Regal konzentrieren. Willy Henderson wird mit seinen 37 Jahren Erfahrung für die gesamte Range an Blended Scotch von Chivas tätig sein, und dabei von Adam Ritchie unterstützt.
Auch einen Neuzugang gibt es: Alan Galloway wird an der Gesamtrange arbeiten, aber Hyslop bei Ballantine’s exklusiv unterstützen.
Bei Serge Valentin treten heute wieder zwei Abfüllungen aus einer Destillerie gegeneinander in einer Verkostung an. Diesmal sind es zwei unabhängige Bottlings von den Orkneys, genauer gesagt aus der Destillerie Highland Park. Beide haben Fassstärke, eine Abfüllung stammt von Gordon & MacPhail, die andere von Douglas Laing. Knappes Ergebnis in diesem Duell – beide scheinen laut Serge recht interessant und gut trinkbar zu sein:
Highland Park 16 yo 1999/2016 (56.6%, Gordon & MacPhail, The Whisky Exchange, first fill bourbon barrel, cask #4260): 85 Punkte
Highland Park 21 yo 1994/2015 (52.6%, Douglas Laing, Extra Old Particular, refill hogshead, 228 bottles): 87 Punkte
Nachdem der Newstag heute etwas langsamer als sonst beginnt, haben wir die Zeit genutzt und für Sie ein halbes Dutzend interessante englischsprachige Verkostungsnotizen zusammengesucht – bunt gemischt:
Billy’s Booze Blog verkostet den Loch Lomond Single Grain – nicht allzu komplex, aber recht preiswert, meint man dort.
Whisky of the Week verkostet den Balblair 2000 Vintage – man wertet ihn dort als „excellent“.
Whisky Apocalypse hat den Glen Moray Peated im Glas – er erinnert den Verkoster an den Ardbeg Blasda und er findet das Verhältnis zwischen Preis und Qualität hervorragend.
Maltymates verkostet den Lagavulin 8yo – man findet ihn gut, aber die Jugend würde etwas stören.
The Amateur Drammer widmet sich dem Tomintoul Tláth – Einsteigerwhisky ohne viel Komplexität und Tiefe, ist dort das Urteil.
Gerade von seiner letzten Schottlandreise zurückgekehrt, hat uns Dr. Mario Prinz vom Potstill in Wien fünf Aufnahmen von der erst seit 2015 arbeitenden Destillerie Inchdairnie in Fife zur Veröffentlichung überlassen. Inchdairnie ist sicher mit eine der modernsten Destillerien in Schottland, man wird aber auf die erste Abfüllung noch 10 Jahre warten müssen, die erste Veröffentlichung ist als 12jähriger geplant.
Mehr Artikel über die Destillerie können Sie hier bei uns abrufen.
Inchdairnie. Foto: Dr. Mario PrinzInchdairnie. Foto: Dr. Mario PrinzInchdairnie. Foto: Dr. Mario PrinzInchdairnie. Foto: Dr. Mario PrinzInchdairnie. Foto: Dr. Mario Prinz
Wir haben eine Pressemitteilung von Auchentoshan erhalten, die über einen Wettbewerb zur Mitgliedschaft bei der „New Malt Order“ berichtet, bei dem sich Bartender mit eigenen Kreationen beteiligen konnten. Die Deutschland-Ausscheidung ist geschlagen, und wir bringen hier dazu die Pressemitteilung und den ersten der vier Gewinnercocktails. Die restlichen drei werden wir im Laufe der nächsten Zeit vorstellen:
Auchentoshan präsentiert die „New Malt Order“:
Beste Bartender weltweit bei Bitters Competition ausgezeichnet
Frankfurt am Main, 12. September 2016 Für seine „New Malt Order“ sucht Auchentoshan im Rahmen einer internationalen Bitters Competition die besten Bartender der Welt. Der Wettbewerb unter dem Motto „Distilled Different“ findet in mehr als 7 Ländern statt – darunter Deutschland, die USA, Großbritannien und Australien. Das deutsche Finale war Anfang September in Frankfurt: Zwölf Bartender mixten auf Basis eines selbst kreierten Bitters mit Auchentoshan New Make Spirit ihren perfekten Auchentoshan & Ale Cocktail. Mit ihren einzigartigen Kreationen konnten Jan Jehli, Michele Heinrich und Lucia Schürmann die Jury besonders überzeugen. Sie sind nun Teil der „New Malt Order“ und dürfen gemeinsam mit allen internationalen Siegern und Master Blender Rachel Barrie an der Herstellung eines neuen Auchentoshan Single Malts für 2017 mitwirken.
Die drei Gewinner der Bitters Competition von Auchentoshan Jan Jehli, Michele Heinrich und Lucia Schürmann mit Global Brand Ambassador John Cashman (von links).
‚Distilled Different’ – Auchentoshan macht den Unterschied
Auchentoshan ist einer der wenigen Single Malts in Schottland, die dreifach destilliert werden. Dadurch erhält er einen besonders milden, zugänglichen Geschmack, der sich perfekt als Basis für einen hochwertigen Drink eignet. Den Beweis hierfür lieferten die kreativen Rezepte der Bartender aus aller Welt, die sich für die Bitters Competition qualifiziert hatten. Der globale Wettbewerb ist Teil der neuen Kampagne „Welcome To The New Malt Order“, mit der Auchentoshan auf die Vielseitigkeit seines Single Malts aufmerksam machen will. Ganz in diesem Sinne waren die Teilnehmer der Bitters Competition aufgefordert, einen eigenen Bitters mit Auchentoshan New Make Spirit herzustellen. Auf Basis ihres Bitters kreierten die Bartender anschließend einen Auchentoshan & Ale Cocktail mit Auchentoshan American Oak. Dieser sollte die Grundidee des dreifach destillierten Whiskys, ‚Distilled Different’, verkörpern.
Darauf kam es der Jury an: Geschmack, Handwerk und die Story zum Drink
Um die vierköpfige Jury beim deutschen Finale in Frankfurt zu überzeugen, waren nicht nur Kreativität und Cocktailkunst gefragt. Auch auf die Geschichte zum Drink kam es an. „Ein vollendeter Geschmack ist die Basis“, sagt Josh Cashman, Jury-Mitglied und Global Brand Ambassador bei Beam Suntory. „Uns ging es aber auch darum zu sehen, weshalb der Bitters so hervorragend zum jeweiligen Auchentoshan & Ale Cocktail passt und die Geschichte, die diesen besonders ‚different’ macht. Bei den drei Gewinnern stimmte einfach alles.“ Deshalb dürfen sich Jan Jehli (The Parlour, Frankfurt), Michele Heinrich (The Kinly Bar, Frankfurt) und Lucia Schürmann (Galander Charlottenburg, Berlin) auf eine Reise nach Glasgow freuen. Dort haben sie die einmalige Chance, gemeinsam mit Master Blender Rachel Barrie und den anderen Siegern u.a. aus den USA, UK und Skandinavien, an der Herstellung eines neuen Auchentoshan Single Malts für 2017 mitzuwirken.
Dreifach destilliert, fruchtig-frischer Geschmack: Auchentoshan American Oak
Eine der Hauptzutaten aller drei Gewinner-Cocktails war Auchentoshan American Oak. Er zeichnet sich durch sein fruchtig-frisches Aroma sowie eine Note von BourbonVanille, Kokos und weißen Pfirsichen aus. Hinzu kommen Noten von süßer Grapefruit und einem Hauch von Gewürzen im Abgang, die den milden Geschmack abrunden. Auchentoshan, die Nummer eins der Lowland Whiskys weltweit, wird in einer Destillerie vor den Toren der schottischen Metropole Glasgow produziert.
Von Ardbeg haben wir die Presseinfo zum Erscheinen des Ardbeg Twenty One erhalten, der ab 21. September in begrenzter Stückzahl für Committee-Mitglieder erhältlich ist. Wir bringen sie hier gemeinsam mit den offiziellen Tasting Notes:
Ein seltener Single Malt aus dramatischen Zeiten der Destillerie:
Ardbeg Twenty One Committee Release
München / Islay, 12. September 2016. Ardbegs bewegte Vergangenheit – und das Vertrauen in die Zukunft, steht im Mittelpunkt der limitierten Abfüllung Ardbeg Twenty One, eines 21-jährigen Single Malts. Destilliert in den turbulentesten Zeiten Ardbegs. Ein Beleg für das Engagement derer, die sich einsetzten, den ungezähmten Geist der Destillerie am Leben zu erhalten. In Mitten der 1990er Jahre wurde diese Abfüllung auf der abgelegenen schottischen Insel Islay gebrannt. Die weiß gekalkten Wände der Brennerei und Lagerhäuser waren verblasst und bröckelten. Die Destillation bei Ardbeg war fast zum Stillstand gekommen. Eine kleine Gruppe von Mitarbeitern trotzte all der Ungewissheit und stellte ein paar Fässer für diese Abfüllung ins Warehouse. Unter ihnen auch der junge Mickey Heads, heute unser geschätzter Destillerie-Manager. Einige Zeit später rettete The Glenmorangie Company die Destillerie und bewahrte Ardbeg vor seinem fast nicht mehr abwendbaren Ende. Heute ist die Zukunft von Ardbeg in sicheren Händen: das Ardbeg Committee wurde gegründet, damit sich die Türen der Brennerei nie wieder schließen und umfasst rund 120.000 Mitglieder in mehr als 130 Ländern. Mickey Heads, der Vorsitzende sagt:
„Der Ardbeg Twenty One ist ein glänzendes Beispiel für Ardbegs Geist und ungezähmten Durchhaltewillen. Ich bin froh, dass wir ihn mit unseren Mitgliedern teilen können. Das Committee hat viel Engagement gezeigt und dies wollen wir mit dieser Abfüllung honorieren.“
Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks bei Ardbeg wählte die Fässer aus: Ein prächtiger, goldener Whisky, der die unverwechselbare, pfeffrige Rauchigkeit von Ardbeg mit sanften, buttrigen Noten kombiniert. Für ihn der perfekte Dram die fortwährende Loyalität des Ardbeg Committees zu feiern.
Ardbeg Twenty One
46,0 % Vol. Alkohol
Die Farbe: Ein leichter Goldton.
Auf der Nase: Aromen von teerigem Rauch, Ardbeg Eiskrem und schwarzen Pfeffer mit Kräuternoten.
Im Geschmack: Ein pfeffrig, prickelndes Gefühl mit Anklang von Lakritze, Holzkohle, Pfefferminze und Vanille. Ein Hauch von Gewürzen, der zu einem langen, beruhigenden Wiederhall nach Kohleteer, Anissamen und rauchiger Butter führt.
Gereift 21 Jahre in Ex-Bourbon Fässern, nicht kühlgefiltert abgefüllt. Nur für Ardbeg Committee Mitglieder, Registrierung unter http://Ardbeg.com/join
Erhältlich in Deutschland ab dem 21. September 2016 über http://Ardbegshop.de zu einem Verkaufspreis von 370€, solange der Vorrat reicht.
Wenn es an unabhängigen Abfüllungen einer Destillerie keinen Mangel gibt, dann an Glen Grant. Das liegt vor allem an Gordon & MacPhail, die von der Speyside-Destillerie jede Menge Jahrgangsabfüllungen im Programm haben, aber auch anderswo findet man Whiskys aus Glen Grant im Überfluss. Whiskybase listet 102 offizielle Bottlings und 851 von Unabhängigen. Genug also, um einige Jahre nur mit dieser Destillerie beschäftigt zu sein.
Serge Valentin ist es zumindest heute, denn er verkostet einige Abfüllungen aus Glen Grant. Zwischen 80 und 90 Punkten vergibt er für das, was er im Glas hat:
Glen Grant 1995/2015 ‘Arbor in Bloom’ (46%, Wemyss Malts, bourbon, 258 bottles): 80 Punkte
Glen Grant – Glenlivet 19 yo (80°proof, Cadenhead, black dumpy, dark sherry wood, 26 2/3 Fl, +/-1980): 90 Punkte
Glen Grant – Glenlivet 35 yo 1980/2016 (40.5%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 96 bottles): 88 Punkte
Glen Grant 30 yo 1985/2015 (59.1%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, cask #DL11009, 36 bottles): 87 Punkte
Glen Grant 1972/1995 ‘The Dark Side of the Moon’ (43%, Signatory Vintage for Velier, butt #689): 90 Punkte
Destillerie Glen Grant. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Wohl nicht so sehr bei handelsüblichem Whisky, wohl aber bei teureren Sammlerstücken gibt es selten aber doch Flaschen, bei denen man sich nach genauerer Betrachtung nicht ganz sicher ist, ob man es mit einem Original oder einer Fälschung zu tun hat. Der Boom bei seltenen Flaschen und der Handel über Online-Plattformen hat diesen lukrativen Markt nach einiger Zeit relativer Ruhe wieder mehr ins Blickfeld rücken lassen.
Auf Whisky-Journal.de finden Sie einen neuen Artikel, der sich unter dem Titel „Augen auf beim Whiskykauf“ ausführlich damit beschäftigt, wie solche Flaschen gefälscht werden – und woran Sie als Käufer diese Fälschungen eventuell erkennen können. Manche davon sind recht plump, andere wieder hervorragend gemacht, und diese sind dann auch für Experten schwer erkennbar.
Für alle, die hin und wieder einmal eine Sammlerflasche aus privater, unbekannter Hand erwerben, ist dieser Artikel geschrieben. Aber auch andere können vom Wissen, das in ihm vermittelt wird, profitieren.
So einfach machen es einem die Fälscher leider nicht 🙂
In der Regel verkostet Ralfy Standardabfüllungen oder neuere Abfüllungen von Unabhängigen. Das macht Sinn, denn anhand seiner excellenten Besprechungen kann man sich gut für seine eigenen Einkäufe orientieren.
Hin und wieder ist aber auch eine Flasche dabei, die für die wenigsten Whiskyfreunde so zu bekommen ist. Um so eine Flasche geht es heute, den Pride of Orkney 12yo von Gordon & MacPhail, einen Malt aus den Achzigern. Sie stammt aus einer Auktion, und dem Namen nach kann es sich eigentlich nur um Scapa oder Highland Park handeln – oder um einen vatted Malt aus beiden Destillerien. Ralfy erzählt einiges über die Geschichte des Malts im Zusammenhang mit den Geschehnissen aus dieser Zeit, so sie Whisky betreffen – über Teaspooning und welche Bedeutung es hatte.
Die Punktewertung in diesem halbstündigen Video ist eher Nebensache, eben weil es so voller Informationen steckt: 84/100. Wir wünschen jedenfalls viel Vergnügen beim Ansehen hier oder auf Youtube!
Heute möchten wir Ihnen in unserer Rubrik Whisky im Bild zwei Aufnahmen unseres Lesers Klaus Bauer präsentieren. Sie zeigen die Destillerie Glenglassaugh und den nahe gelegenen Bow Fiddle Rock.
Der Bow Fiddle Rock liegt bei Portknockie, ungefähr zwei Kilometer Luftlinie von der Destillerie Glenglassaugh entfernt. Ihren Namen trägt diese natürliche Felsformation, weil sie an das Ende eines Geigenbogens erinnert. Das zweite Bild zeigt dann die Destillerie Glenglassaugh, aus der Ferne über eine Meeresbucht aufgenommen.
Bow Fiddle Rock. Bildrechte bei Klaus BauerGlenglassaugh aus der Ferne. Bildrechte: Klaus Bauer
Im Whisky haben Chemiker um die 200 Bestandteile bestimmt, die für den Geschmack des Wassers des Lebens verantwortlich sind. Bei vielen davon ist man sich im Klaren darüber, welche Rolle sie spielen, bei anderen bleibt es immer noch ein Geheimnis.
Wie diese Geschmacksstoffe in den Whisky kommen, ist völlig unterschiedlich. 40% des Geschmacks, sagt Brian Kinsman, Master Blender bei William Grant & Sons, sind bereits durch den New Make Spirit festgelegt. Der Rest geschieht durch Oxidation im (luftdurchlässigen) Eichenfass, in der Eiche, durch das, was zuvor im Fass war. Summa summarum ist der Geschmack und seine Entstehung immer noch nicht gänzlich wissenschaftlich beschrieben – was vielleicht einen Teil des Zaubers des Whiskys ausmacht.
The Drinks Report hat bereits vor längerer Zeit einen Artikel von Ian Wisniewski über diese Thematik gebracht, der ein wenig in unserem Recherchearchiv verschüttet lag – den wir Ihnen aber heute ans Herz legen wollen, weil er einen guten ersten Überblick verschafft, ohne dass man dafür eine Ausbildung zum Chemiker benötigt.
Bernie Lubbers, Global Brand Ambassador von Heaven Hill, beim Verkosten