In den letzten Wochen sind drei neue Varietäten von Inchmurrin im Handel aufgetaucht: der Inchmurrin 12yo (der im Video die Hauptrolle spielt), der Inchmurrin 18yo und der alterslose Inchmurrin Madeira Wood Finish. Wenn Sie noch nie etwas von der Destillerie Inchmurrin gehört haben, dann brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen – eine solche gibt es nicht. Diese Abfüllungen stammen aus der Destillerie Loch Lomond in den Highlands, so wie manch andere Marken, zum Beispiel der Inchmoan.
Der Destillerie selbst wird unter Whiskyfreunden in der Regel etwas Skepsis entgegengebracht. Manche mögen sie, andere belächeln sie. Ralfy hat sich mit diesem Videoreview ganz klar auf eine Seite gestellt und gibt dem Inchmurrin 12yo satte 90 von 100 Punkte. Grund: Der ausgeprägte Charakter, den man entweder hasst oder liebt. Und Ralfy liebt ihn. Würde er mehr konservativ benoten und seine persönliche Vorliebe weglassen, wären es immer noch 84 Punkte, sagt er.
Mehr im, wie üblich, ausgezeichneten Video, das Sie auch auf Youtube sehen können. In ihm erklärt Ralfy auch die Besonderheiten der Lomond Stills, auf denen dort (und nicht nur dort) gebrannt wird.
The Straits Times widmet heute David Stewart, dem Malt Master von The Balvenie, der unlängst von der Queen mit einem Orden ausgezeichnet wurde, einen Artikel unter dem Titel „Malt master believes in sticking to tradition„. In ihm geht es um seine Arbeitsphilosophie und sein Schaffen in der Whiskyindustrie.
So sagt David, dass er kein großer Fan von No Age Statement Whiskys sei und The Balvenie keine solchen produzieren würde, solange sie nicht von excellenter Qualität seien. Zudem erfahren wir von ihm, wie er den Job bei The Balvenie übernommen hat und über seine Experimente mit Fassfinishes, als deren großer Innovator er gilt.
Zugegeben, der Titel des Beitrags heute ist etwas plump gewählt, denn er wird der stillen Schönheit des Films, den wir Ihnen empfehlen wollen, nicht gerecht. Aber die Highlands spielen in ihm eine gewichtige Rolle und sind auch ein Hauptgrund dafür, warum wir ihn ausgesucht haben.
„Isolation“ von Mathieu Bernat & David Guersan ist eine Hommage an die Faszination dieser einzigartigen Landschaft. In vier Minuten voller sorgsam komponierter Bilder in Full HD zeigt er ihre Majestät, ihr einladendes und gleichzeitig abweisendes Wesen. Genießen Sie diese Bildgewalt entweder hier oder auf Vimeo – Wir wünschen Ihnen einen schönen und erholsamen Sonntag!
Dunnage Warehouses sind traditionelle Lagerhäuser, die keinen festen Boden haben, eher niedrig gebaut sind und mit dicken Wänden ausgestattet. Höchstens drei Lagen hoch werden die Fässer dort gestapelt, und bewegt werden sie noch von Hand. Vorteil: Beste Luftzirkulation und Mikroklima. Nachteil: Teuer während der Lagerzeit durch viel manuellen Aufwand und schlechtes Verhältnis von Platz zu Lagerware.
Unser Whisky im Bild von heute zeigt zwei dieser traditionellen Lagerhäuser bei Lagavulin: Warehouse No. 3 ist leergeräumt und wird auch nicht mehr als Lagerhaus genutzt, sondern für Veranstaltungen. Das volle Lagerhaus ist jenes, bei dem man auf Touren Whisky verkosten kann.
Dass in Österreich erfolgreich Whisky produziert wird, ist kein Geheimnis. Und abseits der bekannteren Namen gibt es verschiedene kleine Brennereien, die es mit der Whiskyherstellung versuchen. Meist, wie auch in diesem Beispiel, kommt diese Initiative aus dem Bereich des Obstbrennens, das in der Alpenrepublik perfekt beherrscht wird.
In MeinBezirk.at findet sich heute ein Bericht über den ersten Whisky, der in Osttirol erzeugt wird. Er ist eine Gemeinschaftsproduktion der Naturbrennerei Kuenz, der Brennerei Webhofer und der Falkensteiner Brauerei in Lienz mit einigen Landwirten. Der erste Spirit ist gerade in die Fässer gekommen.
Warum hat man sich zu einer so breiten Kooperation entschlossen? Hier ein Auszug aus dem Artikel:
„Eine kleine Menge Malz zu verarbeiten ist für uns noch möglich, für eine größere Menge, wie in diesem Fall, haben wir uns aber auf die Suche nach einem kompetenten Partner gemacht“, erklärt Friedrich Webhofer, der mit seiner Brennerei ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist.
Diesen Partner fand man mit der Brauerei Falkenstein. Der lokale Bierhersteller ist innerhalb der Brauunion als die Adresse für besondere Bierspezialitäten bekannt und hat viel Erfahrung mit der Veredlung besonderer Malzarten.
Einige neue Label hat Sku von Sku’s Recent Eats auf der Datenbank des Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau in den USA entdeckt, die auf ein mögliches Erscheinen der Abfüllungen hindeuten. Zunächst ist da ein 25jähriger Laphroaig in Fassstärke, der in Beziehung zum Laphroaig 30yo stehen könnte, der vor einiger Zeit dort registriert wurde. Er stammt aus Second Fill Sherry Casks und American Oak Barrels.
Dann gibt es einen Dalmore 35yo, hier verrät das Label allerdings keinerlei Details:
Schließlich ist auf der Datenbank ein neuer, altersloser Bowmore zu finden, der Bowmore Vault Edition First Release. Der Untertitel dieser Ausgabe ist „Sea Salt“, und auf der Rückseite wird dieses Meersalz als ein Bestandteil des Geschmacks beschrieben:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Dass Alkohol ein Zellgift ist, das fatale Folgen haben kann, wissen wir alle. Dass aber schon mäßiger Genuss ein erhöhtes Risiko birgt, an sieben verschiedenen Krebsarten zu erkranken, ist vielleicht die schlechte Nachricht des Tages.
Herausgefunden hat dies laut eines Artikels in The Spirits Business eine Studie der Otago Universität in Neuseeland, die andere Studien der letzten zehn Jahre vereint und neu analysiert hat.
Alkohol ist danach eine Ursache für Krebserkrankungen
des Kehlkopfs
der Speiseröhre
der Leber
des Dickdarms
des Rektums
der Brust
des Mundrachenraumes
und zwar schon bei geringen oder mäßigen Mengen. Zudem stellt die Autorin der Studie, Jennie Connor, auch die gängigen Theorien über die gesundheitsfördernden Wirkungen des Alkoholkonsums in Frage. Sie seien irrelevant im Vergleich mit den erhöhten Krebsrisiken, die Alkoholkonsum bedeutet.
Unter diesem Aspekt ist der Gedanke des „verantwortungsvollen Trinkens“ wohl aktueller denn je. Aber, wenn uns ausnahmsweise eine persönliche Meinung gestattet sei: Der völlige Verzicht auf das Genießen ist vielleicht auch nicht gesund – und selbst wenn er es wäre, verlängert er vielleicht doch nur ein Leben, das so für manche nicht besonders erstrebenswert erscheint…
An der von Perth nach Norden führenden A9 hinein in die Highlands Richtung Dalwhinnie und Tomatin, liegt kurz vor Pitlochry die malerische Destillerie Blair Athol. Eine relativ kleine Brennerei mit 2 Millionen Litern Produktionskapazität, die keine eigenen Abfüllungen produziert (abgesehen von dem Beitrag zur Flora & Fauna Serie), bei unabhängigen Abfüllern aber gerne angeboten wird.
Solche unabhängigen Abfüllungen hat Serge Valentin heute verkostet, und dazu eine alte Destillerieabfüllung von vor 30 Jahren. Die Neuen schlagen die Alte in den Punktewertungen deutlich:
Blair Athol 8 yo (40%, OB, +/-1987: 80 Punkte
Blair Athol 20 yo 1995/2015 (50%, Hunter Laing, Old Malt Cask, sherry butt, cask #2537, 597 bottles): 83 Punkte
Blair Athol 27 yo 1988/2016 (55.7%, Signatory Vintage for The Whisky Exchange, refill sherry, cask #6845, 565 bottles): 86 Punkte
Blair Athol Destillerie. Alle Bildrechte bei Alexander Kohn.
Wenn Sie unser Archiv nach dem Begriff Dallas Dhu durchstöbern, dann sehen Sie, dass der Wunsch, diese nun als Museum fungierende Destillerie erneut für die Produktion zu nutzen, fast ein jährlicher Fixpunkt in den Nachrichten ist. Und auch in diesem Jahr erscheint dieses Thema erneut in den schottischen Medien, diesmal in Press & Journal.
Laut diesem Bericht hat das Mitglied des schottischen Parlaments, Richard Lochhead, vorgeschlagen, die Destillerie durch die öffentliche Hand aufzukaufen und zu verwalten, um damit den Prozess der Wiedereröffnung zu beschleunigen.
Dallas Dhu Destillerie, Foto von Phil Williams, CC-Lizenz
Dazu müsste der momentane Besitzer aber erst verkaufen. Und der ist: Diageo. Ob mit dem Unternehmen schon Gespräche geführt wurden, schreibt der Bericht nicht, aber Lochheads Mitstreiter in der Angelegenheit, David Mitchell von Historic Environment Scotland, zeigt sich einerseits optimistisch, andererseits durchaus problembewusst: „Although it is challenging, we are confident much can be achieved“ – also: Auch wenn es eine Herausforderung ist, sind wir uns sicher, dass wir eine Menge erreichen können.
Wir bleiben dran.
Dallas Dhu Destillerie, Foto von Phil Williams, CC-Lizenz
Wer gestern am Abend um 21:45 die Folge der rbb Reporter über den Preußischen Whisky aus dem Spreewald oder der Uckermark versäumt hat, dem seien diese beiden Wiederholungstermine fürs Nachsehen oder Aufzeichnen ans Herz gelegt:
23.7. um 06:30 auf tagesschau24
24.7. um 23:15, ebenfalls auf tagesschau24
Die 30minütige Reportage von Rainer Burmeister und Hans Sparschuh beschäftigt sich mit den in der Region entstehenden Whiskys – hier die Zusammenfassung des Inhalts von der Programmseite der ARD:
Aus Schottland muss er kommen, der wirklich gute Whisky – so das Klischee. Inzwischen entsteht hochwertiger Single Malt auch in Brandenburg. Kenner zählen den „Sloupisti“ von Thorsten Römer aus dem Spreewald zu den besten Tropfen weltweit. Der Hochprozentige des Arztes wurde vom schottischen Whiskypapst Jim Murray mit 94 von 100 möglichen Qualitätspunkten geadelt. Im uckermärkischen Schönermark hat sich Cornelia Bohn eine Brennanlage angeschafft. Die gelernte Pharmazeutin fuchste sich ein ins Handwerk und absolvierte später einen Lehrgang an der Uni Hohenheim. Ein Whisky, mit dem die Seele reift, ist inzwischen in Werder an der Havel heimisch.
Braumeister Michael Schultz hat mit der Gerste, die hier auf fruchtbarem Boden gedeiht, ideale Voraussetzungen für seinen Single Malt – und er lässt das Getreide schonend in einer der ältesten Brandenburger Mühlen mahlen. Kenner betrachten Whisky als die logische Fortführung des Biermachens – denn Whisky sei im Grunde nichts anderes als destilliertes Bier. Umso erstaunlicher, dass es hierzulande solange gedauert hat, bis man sich an das Getränk herangewagt hat. Weil Whisky zu Adenauers Zeiten durch hohe Zölle sündhaft teuer war, griffen viele Deutsche zu billigeren einheimischen Produkten – wie „Racke Rauchzart“ aus den 50er Jahren. Im Osten hieß das Pendant „Der Falckner“, hergestellt vom VEB Edelbrände und Spirituosen Luckenwalde. Inzwischen hat die Whiskyproduktion mit einigen Brennereien in Brandenburg Fahrt aufgenommen.
Ein Film über das komplexeste Getränk der Welt – oder wie man auch sagt – ein Lebensgefühl, keine Droge, sondern purer Genuss.
Unser Bild zeigt Cornelia Bohn, Preußische Whiskydestillerie:
Ein Bericht von einem Besuch in der Maker’s Mark Destillerie nahe Loretto, Kentucky, ist heute auf about.com zu finden. Der Bericht stammt aus dem Jahr 2007, wurde aber unlängst aktualisiert und redigiert, zudem ist er in seinen Inhalten durchaus zeitlos aktuell – und ist auch deshalb interessant, weil man gerade von Maker’s Mark in naher Zukunft Neues bei uns hören wird.
Autorin Colleen Graham erzählt von ihren Eindrücken in der Destillerie, spricht über die Geschichte und die Besonderheit des dort erzeugten Whiskeys und ergänzt den Text mit insgesamt 32 Bildern aus der Brennerei.
Burks‘ Makers Mark Distillery, 3 Meilen östlich von Loretto, Kentucky
Auf Facebook verlost Highland Park seit wenigen Minuten eine Reisetasche aus Leder, die mit dem Highland Park Logo gebrandet ist. Das Ganze dient dazu, die Highland Park Warrior-Serie zu promoten. Mitmachen ist einfach: Auf die Seite gehen, diese optional liken und dann Name und email-Adresse eingeben. Wer danach den Beitrag teilt, kann ein weiteres Mal an der Verlosung teilnehmen.
Teilnahmeberechtigt sind alle, die in ihrem Land alt genug sind, legal Whisky zu trinken, hier gibt es also keine Länderbeschränkungen. Wie lange das Gewinnspiel läuft, konnten wir übrigens nicht herausfinden, also lieber mal früher als später mitmachen…
Ein schöner Erfolg für die taiwanesische Kavalan-Destillerie: Sie gewinnt für den Kavalan Solist Ex-Bourbon Single Cask Strength die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs in der Kategorie. Den Pressetext dazu bringen wir hier für Sie:
Kavalan Whisky gewinnt internationale Spirits Challenge „Trophy“
„Unser vollmundiger Ex-Bourbon wird in ehemaligen amerikanischen Bourbon-Fässern gelagert, nicht kalt gefiltert und überzeugt mit seinen Tönen von Vanille, Frucht und Kokosnuss“,
sagte der Besitzer der Kavalan Distillery, Hr. YT Lee.
Der Vorsitzende der Kategorie „Weiterer Whisky“ und Master Blender von Whyte & Mackay Distillers,Richard Paterson, erklärte:
„Kavalan ist ein noch so junges Unternehmen und trotzdem ist die herausragende Qualität und Konsistenz seines Whiskys beeindruckend.“
Die Juroren der ISC geben in jeder Kategorie eine „Trophy“ für „Hervorragendes Produkt [mit] außerordentlicher Qualität „, wobei die Punktezahl zwischen 90 und 100 liegt.
Die Trophy von Kavalan kommt zu den, in diesem Jahr beim 21. ISC Whisky-Wettbewerb für seine Ex-Bourbon Oak, Podium, Solist Brandy Single Cask Strength, Solist Moscatel Sherry Single Cask Strength und Gold für den Ex-Bourbon gewonnen 5 Goldmedaillen hinzu.
Kavalan kam ebenfalls für den besonderen Anerkennungspreis als „Distiller of the Year“ in die engere Wahl, bei der „die Performance aller von einem Unternehmen eingereichten Marken beurteilt wird.“
Die Kavalan Distillery in Taiwan widmet sich seit dem Jahr 2006 der Kunst des Brennens von Single Malt Whisky. Als erste Destillerie im subtropischen Raum ist das Unternehmen ein Vorreiter für die Whiskyherstellung in einem heißen Klima und konnte über 180 Gold-Awards gewinnen. In der Destillerie arbeiten ein F&E-Weltklasseteam und ein im UK ausgebildeter Masterblender gemeinsam mit einem Whiskyberater an der Überwachung der Herstellung von jährlich 5 Millionen Flaschen der feinsten Whiskys der Welt, zu denen auch der weltweit Beste Single Malt Whisky des Jahres 2015 gehört: Solist Vinho Barrique.
Der in amerikanischen Eichenfässern bei hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze gelagerte Kavalan profitiert ebenfalls von den Bergwinden und Meeresbrisen sowie vom Quellwasser des Snow Mountain, die in ihrer Kombination alle zum cremigen Charakter, dem Markenzeichen von Kavalan Whisky beitragen. Kavalans Name geht auf den alten Namen der Yilan-Region zurück und das Unternehmen kann sich dank der Muttergesellschaft King Car Group auf 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Getränkeherstellung stützen. Kavalan Whisky ist in 40 Ländern erhältlich. Besuchen Sie www.kavalanwhisky.com/en/
Unsere letzte Meldung beschäftigte sich mit Glengoyne, eine von zwei Destillerien des unabhängigen Abfüllers Ian Macleod. Die zweite Destillerie ist Tamdhu, und wie bestellt schreibt Serge Valentin heute über zwei Abfüllungen dieser Speyside-Destillerie.
Die erste Abfüllung, die Serge heute verkostet, stammt von Cadenhead, ein 24jähriger Tamdhu aus der Speyside-Destillerie, gereift im Bourbon-Fass (in ihrem jetzigen Lebenszyklus – die Destillerie war einige Zeit geschlossen – wird übrigens nur in Sherryfässer abgefüllt). Zum Vergleich gibt es einen Tamdhu aus dem Jahr 1967, der 2000 von der Scotch Malt Whisky Society abgefüllt wurde. Während der Cadenhead-Whisky sehr gut bewertet wird, bespricht Serge den Whisky der SMWS fast frenetisch:
Tamdhu 24 yo 1991/2016 (54.4%, Cadenhead, Small Batch, bourbon hogshead, 486 bottles): 86 Punkte
Tamdhu 33 yo 1967/2000 (48.2%, Scotch Malt Whisky Society, #8.27): 92 Punkte