Hamburger Abendblatt: Das Whisky Auktionshaus aus Wedel

(Update: Für manche Leser, von deren IP bereits auf das Abendblatt zugegriffen wurde, könnte dieser Artikel hinter einer Paywall liegen)

Das Hamburger Abendblatt hat über die letzte Zeit eine Serie von Artikeln über Firmengründer unter dem Motto „Gründer starten durch“ gebracht – in der heutigen Ausgabe geht es um ein Unternehmen, das mit Whisky zu tun hat: Green Whisky aus Wedel. Die beiden Brüder haben vor einiger Zeit auch ein Auktionshaus für Whisky gestartet, und im Artikel ziehen sie Bilanz über die erste Zeit. Hier ein kurzer Ausschnitt:

Kostbare Produkte fallen nicht selten Fälschern zum Opfer. Wie schützen sich die Neugründer vor solchen sogenannten Fake-Produkten? „Wir kontrollieren jeden Whisky auf Echtheit“, sagt Björn Green. Es gebe diverse Merkmale, die die Fälschungen vom Original unterscheiden. Eins davon sei das Etikett. „Oft sind bei Fälschungen auf dem Etikett Schreibfehler“, so der Neugründer. „Die meisten gefakten Flaschen stammen aus Italien.“

The Guardian: Bericht über neue kleine Destillerien in Schottland

Die SWA schätzt, dass in Schottland gerade an die 40 neue Destillerien im Werden sind. Die meisten davon sind kleine, handwerkliche Betriebe – und denen widmet The Guardian unter dem Titel „I have a dram: meet the whisky micro-distillers springing up across Scotland“ einen Artikel, der sich hauptsächlich mit der Glasgow Distillery von Liam Hughes beschäftigt, die 2018 ihren ersten eigenen Whisky auf den Markt bringen wird. Aber auch Stuart Nickerson’s Saxa Vord Distillery auf den Shetland Islands und die Holyrood Park Distillery von David Robertson in Edinburgh werden darin kurz beleuchtet. Zusätzlich kommt William Wemyss (Kingsbarns Distillery) zu Wort – und insgesamt ist es somit ein gelungener Artikel über die neuen Kleinen, die die Destillerieszene in Schottland bereichern…

Die 25 coolsten Eiswürfel für Whisky

Ja, natürlich, Scotch on the rocks ist ein no go, wenn man die breite Aromenvielfalt von Whisky verkosten will. Eis im Whisky kühlt ihn, das lässt viel weniger Geschmack erkennen als Whisky mit Zimmertemperatur.

Aber manchmal will man den Whisky auch gar nicht verkosten. Sondern einfach trinken. Und es gibt nach wie vor kein Gesetz, das es unter Strafe stellt, das so zu tun, wie man gerade will. Auf Eis, pur, mit viel Wasser, mit Cola – wer Ihnen sagen will, was gar nicht geht, der macht Ihnen Vorschriften. Und das finden wir viel schlimmer als Whisky mit Eis zu trinken.

Besonders dann, wenn die Eiswürfel dermaßen cool sind wie jene, die die Agentur TBWA für Suntory entworfen hat, um sie in einer Kampagne einzusetzen. Sie wurden mit einer computergesteuerten Anlage aus Eisblöcken geschliffen und dann kunstfertig in Szene gesetzt. Wir zeigen Ihnen hier zwei Motive, Architecture and Design hat heute alle 25 der kleinen Kunstwerke zum Anschauen – und die Hintergrundgeschichte dazu.

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Video: Schottland in noch mehr Schnee

Wie versprochen bringen wir heute ein zweites Video über Schottland im Schnee – diesmal sind es knapp 45 Minuten, in denen wir Schottlands schönste Landschaften mit Winterdekoration erleben können: die Cairngorms, Glencoe, die Great Glen Fault – um nur einige zu nennen.

Die Doku von STV Schottland stammt aus dem Jahr 2010, und dementsprechend geringer ist die Auflösung des Videos – was aber der Schönheit der Landschaft keinen Abbruch tut. Wir wünschen jedenfalls viel Vergnügen mit dem Beitrag auf Youtube oder hier – und sollten sich den Sonntag über Neuigkeiten aus der Whiskywelt ergeben, dann werden wir natürlich unsere Seite wie jeden Tag aktualisieren.

Video: Schottland im Schnee

Wenn der Schnee Schottland verzaubert, ist das Land gleich doppelt schön. Und da wir in diesem Winter weder dort noch hier mit Schnee sonders gesegnet sind, haben wir uns gedacht, dass wir Ihnen heute und morgen  zwei Videos präsentieren, die Schottland im Schnee zeigen. Das Video von heute dauert knapp über 20 Minuten und wurde von STV Scotland produziert. Es zeigt Aufnahmen des winterlichen Schottlands, vom Ben Nevis bis hin zu den Borders, und es soll Ihnen ein wenig Wintergefühl vermitteln.

Und falls Sie das visuelle Vergnügen mit einem guten Tropfen ergänzen wollen, empfehlen wir Ihnen zum verschneiten Schottland zwei Whiskys: Die Liebhaber torfiger Tropfen könnten es mit einem 18jährigen Longrow versuchen, der mit seiner Kombination aus Sherry und Rauch ein wärmendes Gefühl in den Schnee zaubert. Und wer es lieber ohne Rauch mag, der nimmt einen wee dram von Dalwhinnie, Schottlands kältester Destillerie. Und falls Sie einen anderen Vorschlag haben: Nur her damit 🙂

Jedenfalls wünschen wir viel Vergnügen mit dem winterlichen Schottland – hier oder auf Youtube.

Whiskyreise um über 2 Millionen Euro

Haben Sie in der nächsten Zeit schon etwas vor? Falls nicht, und falls Sie etwas Kleingeld übrig haben: Wie wäre es mit einer Whiskytour nach Schottland und Las Vegas, zum Spottpreis von 2.5 Millionen Dollar?

Angeboten wird diese Reise von einem, dessen Whiskysammlung von 5000 Flaschen auf ca. 6 Millionen Dollar geschätzt wird: Der indische Baumogul Mahesh Patel, einer der profiliertesten Whiskysammler der Welt. Laut einem Bericht von The American Bazaar möchte er ausgewählte Personen mit seinem Privatjet nach Schottland fliegen und zu fünf Destillerien einladen: Glenfiddich, Dalmore, Balvenie, und Strathisla – wo jeweils ein Whiskydinner abgehalten wird. Dann darf man sich bei Glenfiddich auch ein ganz spezielles Fass aussuchen und in Kristalldecanter von Glencairn abfüllen lassen – und zusätzlich gibt es noch Tickets für eine viertägige Whiskyshow in Las Vegas, zu der man dann auch eingeladen sein wird. Preis: jeweils 35.000 Dollar.

Selbst bei heftigem Nachrechnen und Zusammenzählen der im Artikel angegebenen Lustbarkeiten fehlt uns dann doch noch eine erkleckliche Summe auf 2 Millionen Euro – aber wahrscheinlich ist das bei den Leuten, die sich mit dem Gedanken spielen, mit Mahesh Patel Whisky zu trinken, auch nicht weiter von Belang.

Interessant vielleicht noch, dass Patel unter die Händler geht und laut dem Artikel einen Gutteil der Prometheus-Whiskys in den USA verkaufen will; jenen Speysider aus einer nicht näher bezeichneten Destillerie, über den wir schon mehrmals berichteten und bereits auch verkosteten.

 

FAZ: Malt-Whisky und die Phenole – ein Hauch von Lagerfeuer

Die Chancen, dass unter dem Weihnachtsbaum vieler unserer Leser auch ein rauchiger Whisky lag, ist nicht so gering. Rauchig-torfige Whiskys haben eine große Fangemeinde, und wer einmal dem Geschmack verfallen ist, der kommt nicht mehr so leicht davon los.

Die Substanzen, die diese Rauchigkeit verursachen, nennt man Phenole. Was sind das eigentlich, und wie bringen sie die unterschiedlichen Arten von Rauchigkeit in den Whisky? Ein hervorragender Artikel in FAZ Wissen schildert das, auch mit der Expertise von Julia Nourney (ein Interview, das wir  mit der Expertin exklusiv geführt haben, finden Sie hier), detailliert und sehr verständlich. Hier zum Beispiel ein Absatz darüber, warum die ppm-Zahl am Etikett nicht wirklich viel über die Rauchigkeit aussagt:

Die Phenolmengen im Malz sagen nun noch nichts darüber aus, was mit diesen Substanzen im Zuge der weiteren Verarbeitung passiert. Schließlich wird die Gerste danach gemahlen und mit warmem Wasser extrahiert. Mit diesem Extrakt geht es dann in die Vergärung und danach zur (mindestens) zweimaligen Destillation. Anschließend folgt noch eine mehrjährige Lagerung in Eichenholzfässern, die zuvor als Sherry-, Portwein- oder Bourbon-Behälter dienten. Wie viele von welchen Phenol-Molekülen es am Ende in den fertigen Whisky schaffen, hängt also von vielen Faktoren ab, etwa davon, wie gut und vollständig sie aus dem Malzschrot extrahiert werden, wie die Destillerien ihr Destillat „schneiden“ – das heißt, mit welchem Teil sie weiterarbeiten – und inwieweit die Substanzen im Laufe der mehrjährigen Lagerung abgebaut oder vielleicht vom Eichenholz aufgenommen werden.

Viel Vergnügen mit dem Rest des gelungenen und lesenswerten Artikels.

 

Serge verkostet: 9x Glenlivet (incl. Glenlivet 1906)

Weihnachtsverkostung Nummer 2 bei Serge Valentin: Nach Macallan gestern beschäftigt er sich mit einem weiteren Klassiker aus der Speyside: Glenlivet. Auch hier macht Serge eine Reise in die Vergangenheit – sogar bis zurück ins Jahr 1906, und er trifft dort auf einige Tropfen, denen nicht zu begegnen schade gewesen wäre:

  • Glenlivet ‘Master Distiller’s Reserve’ (40%, OB, 1l, +/-2015): 78 Punkte
  • Glenlivet (80°proof, OB, NAS, 26 2/3 Fl ozs, early 1950s): 90 Punkte
  • Glenlivet 1976/2001 (45%, Samaroli, sherry wood, 648 bottles): 91 Punkte
  • Glenlivet 1975/2002 (43%, Samaroli, sherry hogshead, cask #7526, 348 bottles): 91 Punkte
  • Glenlivet 1973/2002 (45%, Samaroli, sherry wood, cask #3303, 300 bottles): 90 Punkte
  • Glenlivet 1954/1969 (104.8° proof, Christopher & Co., London): 88 Punkte
  • Glenlivet 18 yo 1951 (45.7%, OB, Barretto Import, Italy, +/-1969): 93 Punkte
  • Glenlivet 34 yo ‚150th Anniversary‘ (70° proof, OB, 26 2/3 Fl. Ozs, 1974): 87 Punkte
  • Glenlivet 1906/1920 (20° U.P., J.T. Moore, Liverpool): 85 Punkte

Fröhliche Weihnachten – und wir sind für Sie da

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Wir wünschen allen unseren Lesern, Freunden und Partnern aus aller Welt ein fröhliches und friedvolles Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Verbringen Sie die Zeit im Kreise Ihrer Liebsten – und mit dem einen oder anderen guten Dram.

Wie schon die Jahre zuvor werden wir auch über Weihnachten für Sie da sein und Sie mit wichtigen, interessanten und unterhaltsamen Nachrichten rund um das Wasser des Lebens versorgen – vom Schönen und Guten kann man ja nie genug kriegen.

Also schauen Sie immer wieder mal vorbei – wenn etwas passiert, dann passiert es hier auf Whiskyexperts. Und wenn nicht, dann können Sie ja in unseren fast 5000 Artikeln stöbern und suchen :-).

Übrigens: für die Weihnachts- und Winterstimmung hier sorgt unser lieber Freund und Production Manager der Destillerie Ardnamurchan, Mark Armin Giesler, mit wunderschönen Bildern aus den Highlands rund um die Brennerei, die er im Januar 2015 aufgenommen hat.

Fröhliche Weihnachten!

Ardnamurchan im Januar 2015. Fororechte bei Mark Armin Giesler

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Schottisches Gesetz über Mindestpreis für Whisky ist illegal, sagt der EuGH

Die Entscheidung ist gefallen: Wie unter anderem The Daily Mail mitteilt, ist das schottische Gesetz, das einen Mindestpreis für Whisky im Verkauf vorsah, rechtlich nicht haltbar (wir berichteten hier). Die Getränkeindustrie und die Scotch Whisky Association haben sich mit ihrem Standpunkt also durchgesetzt.

 

Serge verkostet: Fünf besondere Macallan zu Weihnachten

Heute ist Weihnachtsverkostung bei Serge Valentin, und zu so einem Anlass gibt es natürlich auch etwas Besonderes: Eine Abfolge von fünf Abfüllungen aus der Destillerie Macallan. Und nicht irgendwelche, sondern wirklich Besondere. Das zeigt sich auch in der höchsten Wertung, die Serge heute vergibt: 97 Punkte für einen Macallan aus den Vierzigern oder Fünfzigern des letzten Jahrhunderts. Yummy.

Hier die Abfüllungen und ihre Wertungen:

  • Macallan ‚Special Reserve‘ (43%, OB, 75cl, +/-1985): 86 Punkte
  • Macallan 1989/2003 (45%, Samaroli, sherry puncheon, cask #8274, 798 bottles): 72 Punkte
  • Macallan-Glenlivet 26 yo 1989/2015 (49.6%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon barrel, 162 bottles): 88 Punkte
  • Macallan-Glenlivet 15 yo (100° UK proof, Gordon & MacPhail, licensed bottling, 26 2/3 fl.ozs., +/-1970): 93 Punkte
  • Macallan-Glenlivet ‚As We Get It‘ (100.9°proof, MacFarlane, Bruce & Co., +/-1960): 97 Punkte

16 Rezepte fürs Kochen mit Whisky

Whisky kann man nicht nur pur genießen – er bringt auch beim Kochen wunderbare Aromen und Geschmäcker in die Speisen. Wer es ohnehin weiß, oder wer das noch nicht ausprobiert hat und nicht völlig unbegabt ist, was die Kunst des Kochens betrifft, der möge jetzt unserem Link folgen und sich für eines der 16 Rezepte begeistern, die Thrillist zusammengestellt hat und die alle mit dem Kochen mit Whisky zu tun haben. Nach Weihnachten hat man ja etwas Zeit dafür.

Das Angebot reicht vom Whiskey Blue Cheese Burger über Whiskey Ginger Caramel Corn (mmmmh!) bis hin zum Peach Whiskey Chili – wer da nicht fündig wird, dem ist nicht mehr zu helfen.

Und wer noch mehr Anregungen sucht, der findet die auch auf Petra Mildes Seite „Kochen mit Whisky„…

Mindestpreis für schottischen Whisky? EuGH entscheidet heute

Was darf eine Flasche Scotch eigentlich kosten? Nach oben hin sind da keine Grenzen gesetzt, das regulieren die Marktteilnehmer selbst – aber wie billig darf Whisky sein?

Das ist keine akademische, sondern eine ordnungspolitische Frage. In Schottland wollte man einen Mindestpreis auf Scotch einführen, um durch die Preisregulierung dem exzessiven Trinken zumindest preislich etwas entgegenzusetzen. Alkohol sollte genug kosten, um sich ihn nicht für sinnlose Besäufnisse leisten zu können oder zu wollen.

Die Absicht hinter dem Gesetz in Schottland ist ebenso verständlich wie der Widerstand, der sich von Seiten der Hersteller und der Scotch Whisky Association regte. Mindestpreise widersprechen dem Gedanken des freien Marktes, und man kann durchaus der Ansicht sein, dass grundsätzliche Überlegungen relevanter seien als aktionistische Eingriffe in den Markt.

Das Gesetz wurde in Schottland bislang nicht exekutiert, weil es mit einer Klage vor den Europäischen Gerichtshof gebracht wurde. Und dort wird heute die Entscheidung fallen, ob eine nationale Mindestpreisregelung mit den Bestimmungen zum freien Warenverkehr vereinbar ist. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet, weil sie, wie schon gesagt, Grundsätzliches berührt. Wir werden darüber natürlich berichten, sobald uns das Ergebnis bekannt ist.

Berry Bros. & Rudd mit 4.2 Millionen Pfund Verlust in 2014/2015

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Nicht erfreulich sind die Zahlen, die The Spirits Business für den unabhängigen Londoner Abfüller und Händler von Weinen und Spirituosen, Berry Bros.& Rudd, meldet: Satte 4.2 Millionen Pfund beträgt der Betriebsverlust in der Periode 2014/2015  – ein Ergebnis unter allen Erwartungen, wie das Unternehmen zugibt.

Wie kam es dazu? Man gibt an, dass die Entwicklung in Asien ebenso daran Schuld sei wie der Umstand, dass die operativen Kosten wesentlich schneller wuchsen als die Einnahmen.

Der Lichtblick im Ganzen ist allerdings das Geschäft mit Spirituosen – Glenrothes und andere, nicht whiskybezogene Spirituosenmarken des Unternehmens, haben Schlimmeres verhindert. Man gehe nun daran, das Geschäftsmodell in Asien neu zu überdenken und könne bereits Anzeichen sehen, dass sich die Dinge zum Besseren wenden.