Whisky im Bild: Der neue The Glenlivet Cipher

Bevor die offiziellen Infos zum The Glenlivet Cipher aufschlagen, hier schon mal vorab ein Bild der neuen Abfüllung, die wohl schon in Bälde sozusagen „live“ gehen wird. Wenn wir mehr Informationen dazu bekommen, werden wir sie natürlich so rasch wie möglich veröffentlichen.

Was wir schon wissen: Abgefüllt mit 48%, in Großbritannien dann um 92 Pfund zu kaufen.

glclager

Billy Walker (ex-BenRiach) ist Unternehmer des Jahres 2016

Bis vor kurzem gehörten seinem Konsortium noch die Destillerien BenRiach, Glendronach und Glenglassaugh – jetzt gehört im 228 Millionen Pfund: Billy Walker hat mit dem Verkauf der drei Destillerien an die Mutterfirma von Jack Daniel’s,Brown Forman, wohl den Whiskydeal des Jahres gemacht. Vielleicht auch dafür, sicher aber für seine vorangegangene Arbeit, ist Billy Walker nun mit dem Preis für den Unternehmer des Jahres beim Scotland Food & Drink Excellence Awards 2016 ausgezeichnet worden, wie man uns in einer englischsprachigen Presseaussendung mitteilte. Auch von unserer Seite herzliche Glückwünsche.

Billy Walker hat gemeinsam mit seinen beiden südafrikanischen Partnern Geoff Bell und Wayne Kieswetter ein Unternehmen mit 165 Mitarbeitern rund 41 Millionen Pfund Umsatz gemacht – mit hochwertigen Whiskys, die zu 95% exportiert wurden.

2015 hatte die Destilleriengruppe übrigens auch den Preis „Global Whisky Distiller of the Year“ bei den Icons of Whisky Awards gewonnen.

(In eigener Sache: Während wir deutschsprachige Presseaussendungen mit einigen eventuellen Kürzungen unverändert veröffentlichen, tun wir dies bei englischsprachigen Aussendungen nicht. Sollten Sie englischsprachigen Mitteilungen entgegen unserer bisherigen Gepflogenheiten ebenfalls im Original lesen wollen, dann bitten wir um einen kurzen Kommentar hier).

billy walker

 

PR: Longmorn The Distiller’s Choice gewinnt Goldmedaille

Von Pernod Ricard Deutschland hat uns eine Pressemitteilung über eine Auszeichnung für den Longmorn The Distiller’s Choice erreicht, der ja den Longmorn 16yo ersetzen wird (der 16jährige wird aber später in diesem Jahr als neue Edition zurückkehren. Der Longmorn The Distiller’s Choice hat beim 13. ISW eine Goldmedaille gewonnen – und hier ist der Pressetext dazu:

Erneuter Erfolg für Pernod Ricard Deutschland beim 13. ISW: Longmorn The Distiller’s Choice gewinnt Goldmedaille

Köln, 03. Juni 2016. Mit Bravour gemeistert: Beim diesjährigen Meiningers International Spirits Award ISW wurde Longmorn The Distiller’s Choice mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Der im Sortiment der Prestige Selection von Pernod Ricard Deutschland noch neue Single Malt Scotch hat zum ersten Mal an dem renommierten Wettbewerb teilgenommen und überzeugte die unabhängige Jury auf Anhieb.

longmorn dc

Die Expertenrunde – bestehend aus Wissenschaftlern, Destillateurmeistern, Barkeepern und Journalisten – entschied sich nach der Blindverkostung für die Prämierung des Whiskys aus der namhaften Destillerie Longmorn.

Der Preis ist eine besondere Anerkennung der Premium-Qualität des Single Malts, bei dem es sich um ein No Age Statement Produkt handelt.

Der Internationale Spirituosen Wettbewerb fand vom 26. bis 27. April in Neustadt bereits zum dreizehnten Mal statt. Jedes Jahr werden hier Produkte nach einem strengen Reglement bewertet: Kriterien wie “Farbe”, “Geruch”, “Geschmack” und “Stilistik” ergeben den Gesamteindruck. Die Expertenjury war von der wunderbaren Aromentiefe, die mit einer delikaten Würze und Noten von süßem Toffee und Karamell aufwartet sowie von dem ausgewogenen Charakter und den unverwechselbaren fruchtig-süßen Duftnoten  des Longmorn The Distiller’s Choice begeistert.

„Die Auszeichnung beim ISW ist ein schöner Erfolg für unser Unternehmen. Für uns steht Qualität im Fokus und dies können sowohl Whiskys mit klassischer Altersangabe als auch No Age Statement Produkte sein. Dass Longmorn The Distiller’s Choice prämiert wurde, zeigt uns, dass es richtig ist, für Entwicklungen und neue Trends im Markt offen zu sein, solange erstklassige Qualität gewährleistet ist. Mit unserem uneingeschränkt gehobenen Anspruch entsprechen wir genau den erlesenen Kriterien des Spirituosenmarktes“,

freut sich Stephan Schmidt, Marketing Manager der Prestige Selection und Whiskys.

Serge verkostet: Glenfiddich 18yo vs. Glenfiddich ‚Highland Still Master’s Crock‘

Für viele war er wohl der erste schottische Single Malt, den man probiert hat: Ein Glenfiddich (in der Regel die zwöljjährige Abfüllung in der grünen Dose).

Seine Bekanntheit ist mittlerweile fast eher ein Fluch als ein Segen, was das Image angeht: Der bis vor einem Jahr weltweit meistverkaufte Single Malt der Welt wird gerne als Einsteigerwhisky gesehen, und einige rümpfen über ihn die Nase. Interessant: In Blindverkostungen ist er dann auch bei den Skeptikern wieder ganz vorne dabei.

Zwei ganz unterschiedliche Whiskys von Glenfiddich verkostet Serge Valentin heute: Einen Standard von jetzt, und eine alte, zehnjährige Abfüllung aus den 80ern. Die hat dann in der Verkostung auch die Nase vorne:

  • Glenfiddich 18 yo (40%, OB, +/-2015): 79 Punkte
  • Glenfiddich ‚Highland Still Master’s Crock‘ (101 proof, OB, stone flagon, 75cl, +/-1985): 83 Punkte
Die Brennblasen von Glenfiddich. Bild: Tosten Dahmke
Die Brennblasen von Glenfiddich. Bild: Tosten Dahmke

Unser Titelbild zeigt ein Warehouse bei Glenfiddich. Bild: Glenfiddich

Neu: Jameson The Whiskey Maker’s Series

Von Jameson gibt es eine Erweiterung der Range zu vermelden, die das Unternehmen selbst als Teil der signifikantesten Restrukturierung des Portfolios seit der Gründung der Marke sieht.

The Whiskey Maker’s Series ist die vierte Stufe in einer „Leiter“, die zu den Super-Premium-Produkten hinführen soll und besteht aus drei neuen Abfüllungen – allesamt ohne ALtersangabe und in Zusammenarbeit mit Jameson’s Head Blender Billy Leighton, Head Distiller Brian Nation und Head Cooper Ger Buckley entstanden. Sie sind laut Konzernangaben durch verschiedene Stadien des Erzeugungsprozesses von Whiskey inspiriert.

The Distiller’s Safe soll den Einfluss von Kupfer auf den New Make demostrieren und enthält einen Blend aus Grain Whiskey und Pot Still Whiskey, der in Bourbon Casks gealtert ist.

The Cooper’s Coze soll den Einfluss der Eichenfässer auf den Whiskey zeigen. Drei Fasstypen wurden für diesen Whiskey verwendet: American oak, seasoned Bourbon barrels und Sherry casks.

The Blender’s Dog widmet sich der Rolle des Blenders und enthält Whiskey aus vier verschiedenen Fasstypen unterschiedlichen Alters und drei verschiedene Grunddestillate.

Jeder dieser mit 40% abgefüllten Whiskeys wird um ungefähr 70 Euro pro Flasche angeboten werden. Genaueres über die Geschmacksprofile war der Ankündigung übrigens nicht zu entnehmen.

Jameson-The-Whiskey-Makers

 

 

Exklusiv: Zu Besuch bei „Mary“ und „Janis“ – Die Cotswolds Distillery

Unser Gastautor Bernd Scheer hat vor kurzem die Cotswolds Distillery in Warwickshire besucht und von dort einen Bericht und jede Menge Fotos mitgebracht. Wir freuen uns, diesen Artikel exklusiv für unsere Leser bringen zu können. Begleiten Sie Bernd auf seiner Reise zu einem jungen, ambitionierten Destillerie-Team:

Etwas versteckt in den sanften Hügeln und Feldern zwischen Oxford und der Shakespeare-Stadt Stratford-upon-Avon in Warwickshire liegt die Cotswolds Distillery.

The_Cotswold_Distilling_Company_Ltd_HE54583_HDR-890x589
©cotswoldsdistillery.com

Die Cotswolds als Namensgeberin der neuen Brennerei im Herzen Englands gelten als eine der schönsten Urlaubsregionen Britanniens. Kenner behaupten, die Cotswolds sind die lieblichste und traditionellste englische Landschaft: Merry Old England!

Bild 2 Schild

Und in diese Region – an Area of Outstanding Natural Beauty – verliebte sich der Besitzer der Cotswolds Brennerei, Daniel Szor, und gründete hier 2014 seinen neuen Betrieb mit fachmännischer Unterstützung von Dr. Jim Swan und Harry Cockburn.

In der Produktion arbeiten 5 feste Mitarbeiter an 7 Tagen und erzeugen ca 100.000 l Whisky pro Jahr. Typisch für eine Craft Distillery sind die beiden kleinen Stills (stammen beide von Forsyths in Rothes/Schottland): “Proud Mary“, die wash still (2400 l) und die spirit still “Janis“ (1600 l). Die Bezeichnungen für beide Stills sind ganz witzig und spiegeln die Einstellung des insgesamt jungen Teams vor Ort. Zoe Rutherford dazu:

„‘Mary‘ wurde nach dem alten, traditionellen work song ‚Proud Mary‘ benannt, während für ‚Janis‘ Janis Joplin’s “Song Piece of my Heart“ Pate stand“.

©cotswoldsdistillery.com
©cotswoldsdistillery.com

Die Anlage verfügt über 4 washbacks à 2500 l, in denen 100 % Cotswolds (Bio-)Gerste verarbeitet wird, z.Zt. Odyssey, wie mir Nick Franchino, der Distillery Operations Manager verriet. Geliefert wird die Gerste von Warminster Maltings aus der näheren Umgebung.

Zoe bei der Arbeit
Zoe bei der Arbeit

Bild 5 Bild 6 stillhouse 1 Bild 7 stillhouse2

Ausschnitt aus dem Fasslager
Ausschnitt aus dem Fasslager
Das Warehouse (2. Lagerhaus in Liverpool)
Das Warehouse (2. Lagerhaus in Liverpool)

Der erste Spirit kann in dem sehr schönen Visitor Centre verköstigt werden.

Bild 10 Lounge Bild 11 Tisch Centre

Jim Murray bewertet den New Make Spirit vom September 2015 in der Whisky Bible 2016 mit sagenhaften 94 Punkten.

Die aktuelle Abfüllung von 3/2016 (siehe untenstehendes Bild) hatte schon eine sehr schöne Farbe und zeigte ein weiches, florales Aroma mit deutlichen Weinnoten.

Bild 12 Bottles Im Herbst 2017 wird der erste Whisky auf den Markt kommen (die Erstausgabe kann im Shop noch für £ 44.95 vorbestellt werden).

Der neue Single Malt wird eine Vermählung von ex-Bourbon und sog. STR-Rotweinfässern sein. Dies sind aufgearbeitete Fässer aus Portugal (Shaved, Toasted und Rejuvenated).

Der Schwerpunkt der Produktion liegt z.Zt. noch auf dem Cotswolds Gin, gerade erst mit einer neuen Prämierung zum World’s Best London Dry Gin ausgezeichnet. Ganz hervorragend!

Bild 13 Gin

Gebrannt wird dieser Gin auf „Lorelei“, dem Holstein Still, eine Reminiszenz an Deutschland und die Firma Holstein aus Markdorf am Bodensee:

“While the Scottish ladies are big, puffy and bluesy, our German Holstein still is definitely a bit more refined, sophisticated and jazzy. Imagine a saxophone, then take a look at the column…the perfect match.  Being made in Germany, she is named after a famous water spirit, or mermaid, from the Rhine River.  The story of Lorelei was the inspiration for a classic tune by George and Ira Gershwin and most famously covered by Ella Fitzgerald.”

Bild 15 Holstein 2

Der Besuch in der Destillerie ist allemal ein schönes Erlebnis und die Reise wert. Eine Vorausbuchung ist  empfehlenswert, weil die beiden täglichen Touren um 11 Uhr und um 14 Uhr schnell ausgebucht sind, vor allem an den Wochenenden (Preise: £ 6 – 10).

(Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben von Bernd Scheer)

Serge verkostet: Glen Esk und North Port

Glen Esk und North Port – beides sind Lost Distilleries, von denen nur mehr sehr selten neue Abfüllungen auf den Markt gebracht werden. Das Auftauchen dreier Glen Esk von Coopers Choice im Vorjahr (einer davon für die Whiskyfair in Limburg) war eine kleine Sensation, vor allem deshalb, weil die Abfüllungen für die Seltenheit sehr günstig zu haben waren – wesentlich günstiger als jene von Gordon & McPhail oder Blackadder.

Bei North Port ist es wahrscheinlich noch schwieriger, eine neue Abfüllung zu finden. In den letzten fünf Jahren gab es unseres Wissens nach nur eine einzige, von Cadenhead. Den, und die beiden Glen Esk sowie einen weiteren North Port verkostet Serge nun – mit stattlichen Bewertungen:

  • Glen Esk 30 yo 1984/2015 (51%, The Cooper’s Choice, refill butt, cask #3884, 300 bottles): 88 Punkte
  • North Port Brechin 23 yo 1971/1995 (54.7%, OB, Rare Malts): 85 Punkte
  • Glen Esk 31 yo 1984/2016 (49.5%, The Cooper’s Choice, for Limburg Whisky Fair, bourbon, cask #4677, 240 bottles): 89 Punkte
  • North Port (Brechin) 38 yo 1977/2015 (48.4%, Cadenhead, single cask, bourbon hogshead, 174 bottles): 91 Punkte
Wo einst die Destillerie North Port stand, steht jetzt ein Supermarkt. Bildquelle: Potstill.org
Wo einst die Destillerie North Port stand, steht jetzt ein Supermarkt. Bildquelle: Potstill.org

Ein Platz für Genießer: Whisky und Zigarre im Sessel von El Purista

Selten, aber doch wagen wir einen Ausflug aus den rein whiskybezogenen Themen hin zu Accessoires und Lifestyle-Elementen, die mit dem Whiskygenuß in weiterem Sinne zu tun haben. Unser Bericht über die Stammbar war so ein Ausflug, und einen weiteren genehmigen wir uns heute und präsentieren den RA 1.15 – ein Designersessel von el Purista, der zum Genuß von Whisky und einer Zigarre einlädt (und ganz gut zur Stammbar passen würde, so nebenbei). Nachfolgende Details darüber haben wir dem Pressetext zum Sessel entnommen:

elpuristaart

Entwickelt wurde der el Purista RA 1.15 von Rodrigo Gonzalez und Alexander Sauer. Rodrigo Gonzalez wurde 1971 im Valparaíso, Chile geboren. Er studierte in Valparaíso Architektur und arbeitete vor seiner Übersiedlung nach Spanien als freier Architekt in Chile. Aktuell lebt Herr Gonzalez mit seiner Familie auf Mallorca. Dort entwirft und realisiert er sowohl Wohn- als auch Industriebauten. Alexander Sauer wurde 1975 in Heidelberg, Deutschland geboren. Nach der Zulassung als Rechtsanwalt war er zunächst in Barcelona und später als Geschäftsführer eines deutschen Unternehmens in Verona tätig. Aktuell lebt Herr Sauer mit seiner Familie in Freiburg und arbeitet im Bereich der erneuerbaren Energien.

Der Bezug des RA 1.15 ist aus reinem, umweltfreundlich hergestelltem, Anilinleder. Dieses besitzt eine glatte und weiche Haptik. Das naturbelassene Leder zeichnet sich durch besonders hohe Atmungsaktivität und beste Komforteigenschaften aus. Dieses Anilinleder wird im Fass gefärbt, die transparenten Farbstoffe dringen in das Material ein und färben die Haut durch. Es werden keinerlei künstliche Pigmente auf die Oberfläche aufgetragen. Durch dieses Vorgehen bleiben die Poren der Haut offen und natürliche Merkmale wie Dornrisse und Insektenstiche bleiben erhalten. Sie zeugen als charakteristische Echtheitsmerkmale von der hohen Qualität dieser Lederart.

Für die Herstellung des RA 1.15 Korpus wird ausschließlich Buchenrundholz eingesetzt, das aus nachhaltiger deutscher Forstwirtschaft stammt. Die Buchen werden im Alter von ca. 120 Jahren geschlagen. Die im RA 1.15 verwendeten Bäume waren somit vermutlich zur Zeit der Entdeckung der Röntgenstrahlen durch den Physiker W. C. Röntgen und bei Veröffentlichung des Buches The Time Machine von H.G. Wells im Jahre 1895 schon junge Sprosse.

Bei der Grundversion des RA 1.15 ist die Innenlage des Sesselkorpus aus Buchenschälfurnier und die Deckenlage aus Nussbaummesserfurnier. Andere Edelfurniere in der Deckenlage sind auf Wunsch möglich. Eine breite Farbauswahl steht zur Verfügung.

Die Fertigung findet ausschließlich in Deutschland statt. Die Maße des Sessels können in zwei Größenvarianten speziell auf Kundenbedürfnisse angepasst werden.

Der Sessel sieht alles andere als billig aus, ist aber unserem Empfinden nach nicht exorbitant teuer – der Anschaffungspreis liegt, je nach spezifischen Kundenwünschen, zwischen ca. 2850 und ca. 5300 Euros (netto MWSt und ohne Transport). Mehr über den Sessel können Sie auf jeden Fall auf der Website von el Purista erfahren…

Springbank Burgundy Wood: UK Release jetzt, bei uns in einigen Wochen

Wir haben ihn ja schon vor einigen Wochen erstmals angekündigt – jetzt hat die Destillerie Springbank zum neuen Springbank 12yo Burgundy Wood konkrete Daten zur Veröffentlichung bekannt gegeben, und die offiziellen Tasting Notes publik gemacht.

Der Burgundy Wood wird am kommenden Wochenende in UK veröffentlicht, bei uns „in einigen Wochen“. Die offiziellen Tasting Notes lauten wie folgt (wir haben sie für Sie übersetzt):

Nase: Dicht und reichhaltig mit Mineralien und Lagerhaus-Geruch, kombiniert mit Ahornsirup, Speck, Cranberry und rote Johannisbeeren.
Gaumen: Samtig mit gebuttertem, braunem Toast und Schoko-Shortbread, untermalt von sanften Blatt- und Eichennoten.
Finish: Halbtrocken, Lakritze und Minze mit Tanninen.

Auch ein Bild der Flasche gibt es nun:

comboburgundy

Brown Forman (Jack Daniels) finalisiert Kauf von Glendronach, BenRiach und Glenglassaugh

Eine Pressemitteilung aus den USA bestätigt das, was die Käufer von BenRiach, Glenglassaugh und Glendronach bereits angekündigt haben, als der Kauf der drei Destillerien bekannt wurde: Der Deal ist mit 1. Juni 2016 finalisiert.

281 Millionen Pfund hat der US-Konzern Brown Forman für die drei Destillerien auf den Tisch gelegt. Das Unternehmen mit 4400 Mitarbeitern weltweit will so ins Geschäft mit schottischem Whisky zurückkehren (bis 2005 war man Minderheitseigentümer von Glenmorangie). Mit den drei Traditionsdestillerien aus der Gruppe um Billy Walker hat man ein attraktives Paket eingekauft.

Penderyn Whisky plant zweite Destillerie

Bei der Penderyn Distillery, der einzigen Whiskydestillerie in Wales, stehen die Zeichen auf Expansion. Wie die Southwales Evening Post gestern berichtete, überlegt man, einen zweiten Standort in Swansea zu bauen, knapp 25 Meilen vom jetzigen Standort entfernt. Man will auf den Gründen der historischen Hafod Morfa Copperworks eine Destillerie errichten, und zwar mit kürzlich in der ersten Lesung freigegebenen Mitteln eines Funds, der durch eine zweckgebundene Lotterie gespeist wird, dem Heritage Lottery Fund. Gleichzeitig haben die Partner von Penderyn, die Swansea Council und die lokale Universität, knapp 190.000 Pfund aus dem Fond erhalten, um die Pläne dafür weiter voranzutreiben.

Die Hafod Morfa Copperworks sind die Gebäude einer in den 80ern stillgelegten Kupfermühle am Fluss Tawe und eines der wenigen dort noch an die Industriezeit erinnernden Industriedenkmäler. Mit dem Bau der Destillerie würde man dem Komplex dort neues Leben einhauchen.

Von RobinLeicester - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47140784
Ein Blick auf den momentanen Zustand der Hafod Morfa Copperworks in Swansea. Bild von RobinLeicesterEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47140784

Forbes: Notizen zu einigen Feis Ile-Abfüllungen

Die Wenigsten, die sich für die Feis Ile-Abfüllungen dieses Jahres interessieren, werden auch die Möglichkeit gehabt haben, sie am Festival direkt zu erstehen. Die meisten von uns werden wohl eher darauf hoffen müssen, dass der eine oder andere Tropfen ohne zu viel Aufschlag den Weg über den Sekundärmarkt zu einem findet, oder dass freundliche Seelen Flaschenteilungen organisieren.

Man kann auch ein wenig die Fantasie spielen lassen oder sich zur Steigerung der Vorfreude informieren – der Artikel auf Forbes, der einige der Abfüllungen beschreibt, ist sicher eine gute Gelegenheit dazu. In ihm werden Abfüllungen von Bowmore, Kilchoman, Ardbeg und Bunnahabhain besprochen und gezeigt. Das macht einem schon den Mund wässrig…

feisilebowmore

Serge verkostet: Strathisla – von alt bis alt

Bei Whisky gibt es ja zwei Arten von alt: alt und gealtert. Das alte Alt sind Abfüllungen, die schon vor längerer Zeit in die Flasche gekommen sind (und durchaus jünger sein können, obwohl sie alt sind), das gealterte Alt war sehr lange im Fass (und kann erst vor kurzem abgefüllt worden sein).

Serge Valentin hat heute beide Arten von alt verkostet, und zwar bei Abfüllungen der Destillerie Strathisla, hauptsächlich in Bottlings von Gordon & McPhail, die ja jede Menge davon noch in ihren Lagerhäusern schlummern haben. Für den 1967er werden wir übrigens dieser Tage unsere eigenen Tasting Notes veröffentlichen, bis dahin soll Ihnen die Verkostung von Serge ein kleiner Appetitanreger sein:

  • Strathisla 40yo (43%, Gordon & MacPhail Licensed Bottling, +/-2011): 86 Punkte
  • Strathisla 1970/2011 (43%, Gordon & MacPhail Licensed Bottling): 91 Punkte
  • Strathisla 1967/2015 (43%, Gordon & MacPhail Licensed Bottling): 92 Punkte
  • Strathisla 15 yo (100° proof, Gordon & MacPhail Licensed Bottling, +/- 1970): 90 Punkte
  • Strathisla 15 yo (100° proof, Gordon & MacPhail, 75cl, +/- 1980): 93 Punkte
Strathisla Destillerie im Winter. Foto von Lakeworther unter GNU Free Documentation License
Strathisla Destillerie im Winter. Foto von Lakeworther unter GNU Free Documentation License

 

Whisky des Monats Juni 2016: Ardbeg Ten

Warum hatten wir den noch nicht? Das war die Frage, die uns in der Redaktion als erstes in den Sinn kam, als wir uns wie jeden Monat überlegten, welches unser Monatswhisky sein sollte. An die vierzig Mal haben wir uns bereits zu diesem Thema beratschlagt – und der Ardbeg Ten war niemals in der engeren Wahl.

Dabei hat sich dieser Islay-Whisky den Titel „Whisky des Monats“ mehr als verdient, denn er erfüllt alle Kriterien, die wir bei den Ausleseverfahren an eine Abfüllung anlegen: Er muss qualitativ gut sein, auf seine Art besonders und flächendeckend erhältlich. Zudem sollte er halbwegs erschwinglich sein und Anfängern wie Fortgeschrittenen Freude bereiten.

Das sind nun zweifelsfrei alles Attribute, die auf den Ardbeg Ten zutreffen. Handwerklich gibt es an ihm nichts auszusetzen, der Ten ist eine der Ikonen der rauchigen Whiskys. Besonders ist er, weil er den Ardbeg-Stil, die besondere Art der Rauchigkeit, die sehr voluminös daherkommt, den leichten salzigen Hauch und die fruchtige Süße, schön verkörpert. Man bekommt ihn fast überall, wo es Whisky gibt, und im Preis bleibt die Flasche nach wie vor unter 50 Euro, was jetzt zwar kein Hammerschnäppchen, der Qualität aber durchaus angemessen ist.

ardbeg-10

Warum schafft es der Ardbeg Ten also erst jetzt, unser Whisky des Monats zu werden? Nun, das liegt vielleicht daran, dass er alle Tugenden, die es dazu braucht, fast schon zu perfekt verkörpert. Jedenfalls hat er sich die Auszeichnung mehr als verdient – wir legen den Ten jedem Whiskyfreund, der auch nur die geringste Affinität zu rauchigem Whisky besitzt, wärmstens ans Herz.

Wenn Sie ein neuer Whiskygenießer sind: Probieren Sie den Ardbeg Ten. Er ist ein schönes Beispiel für einen Islay-Whisky, und seine Rauchigkeit pflastert die anderen Geschmacksnuancen nicht einfach zu. Wenn Sie schon lange zu den Whiskyfreunden zählen: Probieren Sie den Ardbeg Ten wieder einmal. Das unkomplizierte Vergnügen eines guten Standards hat immer wieder etwas und wird Sie nicht enttäuschen.

ardbeg10bot