Thedrinksbusiness.com berichtet, dass japanische Whiskys bei einer Auktion in Hongkong zu Höchstpreisen verkauft wurden. Ein 1968 Karuizawa erzielte mit umgerechnet 5000 Euro das Doppelte des Schätzwertes. Aber auch die schottischen Whiskys konnten dort hohe Preise erzielen, so zum Beispiel ein 50jähriger Macallan (Lalique) die Summe von umgerechnet 26.000 Euro. Daniel Lam, der Vertreter des Auktionshauses Bonhams: „Die erfolgreiche Auktion japanischer Whiskys zeigt, dass die Kenner immer auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen für ihre Sammlungen sind. Wir werden in Hongkong auch weiterhin solche Angebote in die Auktionen bringen.“
Ardbog Verkostungsnotiz bei Drinkspirits.com
Drinkspirits.com hat eine umfangreiche Verkostungsnotiz für den Ardbeg Ardbog geschrieben, und sie fällt duchaus positiv aus. Obschon sie sagen, dass der Ardbog nicht an Releases wie den Supernova oder Alligator herranreicht, sei er doch ein interessanter und ausgewogener Whisky. Allein der Preis sei ein wenig hoch (aber das gilt momentan für so ziemlich alle Whiskys, die auf den Markt kommen. Dirnkspirits.com meint auch, dass dem Ardbog auch ein paar Tropfen Wasser gut täten, denn er entwickle damit eine schöne Cremigkeit.
Hakushu wird 40
Und nochmals Glückwünsche: Heute, am 24. Mai feiert die Destillerie Hakushu in Japan ihren 40. Geburtstag.
Umgeben von den tiefsten Wäldern und kristallklaren Bächen wurde die Hakushu Distillery unter dem Begriff der „Mountain Forest Distillery“ gebaut. Die Harmonie mit der Umgebung und der Natur stand immer an erster Stelle, seitdem die Destillerie im Jahre 1973 gebaut wurde.
Hakushu versuchte die natürliche Umgebung in Einklang mit Ihrem Whisky zu bringen – und das bis zu diesem Tag.
Herzlichen Glückwunsch zum 40 Jährigen, auch von uns.
Verkostungsnotizen : Paul John Brilliance und Edited
Bereits am 16.05 haben wir schon über die beiden neuen Whisky aus Indien, die Europa unsicher machen sollen, berichtet. Die vollständigen Verkostungsnotizen, die von www.thewhiskyexchange.com bereitgestellt werden, wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.
„John Paul Brillance“ ist ein ungetorfter, in Bourbon-Fässern gealterter Whisky, der mit 46% nicht kühlfiltriert abgefüllt wurde.
Er duftet nach frischem Getreide wie Weizen und Cornflakes, sowie nach süßer Butter, Sauerrahm, süßer Zitrone – und ist im Hintergrund leicht malzig.
Im Mund tritt anfänglich ein dominanter Apfelgeschmack auf, der dann der Süße von Mango und Sahne weicht. Das ganze endet mit einer Süße von Früchten, Honig und einem Hauch von Zimt.
Am Ende viel süße Sahne, etwas grüner Apfel, ein Hauch Zimt-Toast und Holzkohle.
Tipp : Ein Tropfen Wasser wirkt Wunder und enthüllt noch mehr Obst.
”Paul John Edited” eine 46% Vol. getorfte Abfüllung, ist in der Nase sehr weich und süß, mit einem Hauch von Kohle, Rauch, grünen Blättern und feuchten Wäldern. Honig und Malz dominieren den Gaumen, und im Hintergrund kommt medizinisch erdiger Torf.
Der Geschmack ist süß. Apfel und grüne Mangos am Anfang zusammen mit etwas feuchtem Farnkraut. Leicht rauchig kommt er daher, tendiert aber mehr in Richtung Arzneimittel statt Lagerfeuer, dazu etwas Gerbsäure aus Apfelschale, Butter und Zimt.
Im Finish wieder Kohle, Rauch und Apfelschale, Farnkraut und Wald wie nach einem Regenschauer. Leicht prickelnde Würze und ein Hauch von Pudding.
Tipp: Wasser bringt mehr Sahne und Süße, sowie ein wenig dunkle und erdige Schokolade.
Neu: The English Whisky Co. Queen’s Coronation bottling
Als einzige englische (bis jetzt) Whisky-Destillerie muss natürlich auch The English Whisky Co. mit einer besonderen Abfüllung das 60jährigen Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. würdigen.
Sieben besondere Fässer Single Malt Whisky wurden ausgewählt und ergaben 1.850 Flaschen „The English Whisky Co. Queen’s Coronation bottling“. Der Preis beträgt £64,99, es kann online bestellt werden.
Neu: Jura Whisky Festival Bottling
Auf dem diesjährigen Jura Whisky Festival am 29. und 30. Mai begeht die Isle of Jura Destillerie den fünfzigsten Jahrestag ihrer Wiedereröffnung am 26.04.1963. Die ursprüngliche Destillerie wurde um 1810 an ihrem heutigen Standort gebaut. Um 1900 ließ der Besitzer nach einem Zerwürfnis mit dem Pächter die Dächer der Gebäude entfernen, um keine Steuern dafür zahlen zu müssen und gab damit die Brennerei auf. Die Gebäude zerfielen bis nur nur noch Ruinen blieben. Auf dem Gebiet der alten Ruinen wurde dann die neue Destillerie erbaut, auf der strukturschwachen und mit Arbeitslosigkeit kämpfenden Insel konnten so Arbeitsplätze geschaffen werden.
Diese Jura Whisky Festival Abfüllung besteht aus stark getorften Whisky, welcher in einem Sherry Butt aus dem Jahr 1963 lagerte, dem Jahr, in dem die Jura Destillery wieder eröffnet wurde. Abgefüllt wurde mit 52,4 % Vol in Fassstärke ohne Kühlfilterung.
400 Flaschen werden während des Festivals verkauft, weitere 200 können ab Mittwoch, 29. Mai um 09.00 Uhr BST online erworben werden. Der Preis wird £75 betragen.
Über den Verbleib der möglichen restlichen Flaschen ist uns nichts bekannt (auf dem Foto ist deutlich die Zahl 663 zu erkennen), auch wissen wir nicht, was das „Triple Barrel Finish“ zu bedeuten hat.
Neu: The Macallan Coronation Set
Nach dem Royal Wedding 2011 und dem Jubilee Bottling im letzten Jahr gibt es zum 60jährigen Tronjubiläim von Queen Elisabeth II. das The Macallan Coronation Bottling.
Art Director David Holmes ließ sich etwas Besonderes einfallen. Zwei 350ml Flaschen The Macallan Single Malt werden in einer goldenen, Windsor-roten und blauen Box präsentiert, inspiriert vom Wappen der Königin. Eine Fotografie der Königin aus dem Jahre 1953 schmückt die eine Flasche, welche in amerikanischen Eichenfässern gelagerten Whisky enthält. Die andere zeigt die Königin im Jahr 2004, dieser Whisky reifte in spanischen Sherry-Fässern.
Diese Abfüllung ist limitiert und zu einem UVP von 350 £ in der Destillerie vor Ort oder online ausschließlich in UK erhältlich.
Neil & Joel von www.caskstrength.com hatten die Gelegenheit, diese beiden Tropfen zu verkosten und sind hellauf begeistert. Ob durch dieses Bottling das Trio der Königlichen Abfüllungen komplettiert wird und den Abschluss findet, wie The Spirit Business schreibt, scheint angesichts noch in Zukunft möglicher feierlicher Anlässe nicht ganz klar.
Feis Ile Abfüllungen von Bowmore
Wie Bowmore gerade über Twitter mitteilt wird es für das diesjährige Islay Festival von der ältesten Destillerie der Insel zwei spezielle Abfüllungen geben.
Die Erste besteht aus First- und Second-Fill-Ex-Bourbon-Fässern und ist auf 1000 Flaschen limitiert, der Preis wird £50 betragen. Kurze Beschreibung: Fruchtige Eiche.
Abfüllung Nummer 2 ist ein 1988er Jahrgang und Teil der 1980-Serie. Limitiert auf 300 Flaschen wird diese Abfüllung £350 kosten. Geschmacksnoten: Spritziges Meersalz, süße Vanille und Orangenschale
The Glenrothes startet Duty-free-exclusives
The Manse Brae heißt die Reihe, die The Glenrothes, wie just-drinks.com berichtet, in Europa über Maxximum Travel Retail auf den Markt bringen wird. Die Lieferanten von Berry Bros Rudd Spirits haben die neue Reihe von The Glenrothes ausschließlich für den internationalen Travel-Retail und dem Duty-Free-Channel vorgesehen und vorgestellt.
Benannt nach der Straße, auf dem das Rothes Haus steht, besteht die Kollektion „The Manse Brae“ aus dem „Manse Reserve“, „Elders Reserve“ und dem „Ministers Reserve“.
Nach Angaben des Unternehmens war das Haus Rothes auch bekannt als das Minister Haus und wurde auch Manse genannt. Es war ein Ort, von dem man einen Gesamtüberblick auf die Stadt hatte, ein Ort wo sich die Elders of the Kirk der Ältestenrat der Kirche, trafen, um zu sich beraten. The Glenrothes Distillery hatte schon immer eine starke Bindung zur Kirche von Schottland, denn ohne Ihre Unterstützung wäre die Brennerei nie gebaut worden. Aus diesem Grund man kann die „The Manse Brae“ Reihe als ein kleines Danke betrachten.
Dies ist auch das erste Mal, das The Glenrothes Whisky speziell für den Reise-Einzelhandel abgefüllt hat und das neue Design der Verpackung wird auch die Sammler ansprechen. Die Kollektion wird ab August in den britischen und europäischen Verkehrsknotenpunkten erhältlich sein sowie an den Flughäfen in Dubai, Taiwan, Hong Kong, Singarpure, Shanghai, Peking, Zhuhai, Kuala Lumpur und Seoul.
Hier noch kleine Hinweise zu dem Aromen :
- „Mande Reserve“ reifte in Fässern aus amerikanischer Eiche und weist Einflüsse von Sherry Fässern auf. Er gilt als sehr weich und vollmundig.
- „Elder Reserve“ reifte mindesten 18 Jahre und soll die „Weisheit der ältesten“ der Gemeinde von Rothes wiederspiegeln, dieser Tropfen vereint die Aromen von Kaffee, Holz und Politur.
- „Ministers Reserve“ lagerte mindesten 21 Jahre und glänzt mit Aromen von Melasse, Manuka Honig, Marmelade und dunkler Schokolade.
Wir freuen uns schon auf die ersten ausführlichen Verkostungsnotizen.
Serge verkostet sechs Littlemill-Abfüllungen

Lost Distilleries haben meist nicht deshalb geschlossen, weil sie keine gute Qualität produzierten, sondern weil sie in Krisenzeiten einfach nicht die finanzielle Kraft hatten, die Probleme des Marktes auszusitzen. Ein schönes Beispiel dafür ist Littlemill. Nahe Glasgow lag diese Brennerei an der Grenze zwischen Low- und Highlands und wird zumeist als Lowland Destillerie geführt, weil dort klassisch dreifach gebrannt wurde. Jedenfalls kamen aus Littlemill wunderbar fruchtige Whiskys. Momentan erlebt Littlemill eine kleine Renaissance unter den Whiskyfreunden – zu, für eine Lost Distillerie, erstaunlich günstigen Preisen (ähnlich preiswert kann man derzeit eigentlich nur noch Imperial kaufen).
Serge Valentin von Whiskyfun hat heute sechs Littlemill verkostet, darunter auch wieder eine Abfüllung aus der österreichischen Single Cask Collection:
- Littlemill 27 yo 1985/2012 (46%, Coopers Choice, hogshead, cask #116, 250 bottles): 87 Punkte
- Littlemill 21 yo 1991/2013 (47.1%, Whisky Spirits, WhiskySeasons, June 2013): ebenfalls 87 Punkte
- Littlemill 21 yo 1991/2013 (50%, Douglas Laing, Old Malt Cask, refill hogshead, 262 bottles): 80 Punkte
- Littlemill 24 yo 1988/2013 (50.3%, The Whisky Agency, refill bourbon hogshead, 309 bottles): 90 Punkte
- Littlemill 20 yo 1992/2013 (54.9%, Berry Bros & Rudd, cask #10): 89 Punkte
- Littlemill 21 yo 1992/2013 (55.6%, Single Cask Collection, cask #20, 318 bottles): 89 Punkte
Aus dem Jahr 1992 sind hier Fass 10 und Fass 20 vertreten – Fass 21 ist übrigens jenes der Whiskybase-Abfüllung, die anlässlich des 40.000 Datenbankeintrages aufgelegt wurde – aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass diese Abfüllung ebenfalls in der Oberliga der Punkte mitspielen kann und sich dennoch durchaus von Fass 20 unterscheidet.
Bourbon wird knapp – Auswirkungen auf Whisky?
Die Buffalo Trace Distillery warnt, laut einem Bericht von Thespirtitsbusiness.com, vor einer beginnenden und über mehrere Jahre dauernden Verknappung bei Bourbon. Es würde für Konsumenten bald schwierig werden, ihre Marken in den Regalen zu finden, wenn die Nachfrage die Produktionsmöglichkeiten weiter übersteigt.
Kris Comstock, Bourbon marketing director bei Beam Inc., hält ausdrücklich fest, dass dies keine Marketingaktion sei um Kunden dazu zu bringen, sich jetzt mit Bourbon einzudecken. Es werde einfach Zeiten geben, in denen gewisse Marken am Markt nicht erhältlich sein werden, weil die Produktionsmöglichkeiten mit dem Wachstum des Markets nicht Schritt halten können. Nach einigen Jahren könnte sich die Situation wieder entspannen, weil das genügend junge Fässer ausgereift seien.
Es ist absehbar, dass diese Entwicklung auch Bedeutung für Scotch haben wird – denn Bourbon-Fässer sind ein wichtiger Bestandteil des Reifungsprozesses vieler Whiskys, und solche Fässer können nicht unbegrenzt wiederverwendet werden. Gut möglich, dass andere Fasstypen in Zukunft eine größere Rolle bei der Whiskyherstellung spielen werden und dass das bessere Fass-Management entscheidend für den Erfolg sein wird.
Whisky im Bild: Hier wächst Bruichladdich
Der News-Tag beginnt langsam. Daher werfen wir heute dank unserer Freunde von Bruichladdich einen Blick auf die Rockside Farm, wo die Gerste für Bruichladdich wächst. Ein wenig lugt sie schon aus der Erde, aber bis zur Ernte hin ist noch etwas Zeit. Trotzdem, so Mark, der die Rockside Farm leitet, ist die Gerste heuer schon etwas weiter als sie letztes Jahr war.
Sieht man die Gertsenfelder, dann denkt man unweigerlich auch an Islay Ales, das einzige Islay Bier, das es gibt. Und man bekommt ebenso unweigerlich Lust auf einen Schluck…
Johnnie Walker jetzt Nr. 1 in der Welt der Spirituosen und Weine
Johnnie Walker Scotch Whisky von Diageo wurde, wie der Herald Scotland berichtet, zum weltweit führenden alkoholischen Getränk gekürt.
Die Marke, die in Kilmarnock, Ayrshire entstand, hat Smirnoff Wodka (ebenfalls von Diageo) dank der wachsenden Nachfrage in China und Osteuropa überholt. Sie ist damit der erste Blended Scotch, der diese Spitzenposition einnimmt.
In der Untersuchung von Intangible Business wurden insgesamt fast 10000 Marken in den Bereichen Spirituosen und Wein ausgewertet. Die Getränke wurden nach Kriterien wie Marktanteil, Potenzial für zukünftiges Wachstum und Markenpräsenz bei Konsumenten bewertet. Der von Diageo geführte Whiskyhersteller konnte sich laut den Ergebnissen an die Spitze der mächtigsten Spirituosen- und Weinproduzenten setzen.
Die quantitative Bewertung, die in die Untersuchung einfloss, kommt allerdings nicht aus den bisherigen Kernmärkten. Der Schwerpunkt der Absatzmärkte für Scotch verlagert sich nach Osten. Stuart Whitwell von Intangible Business: „Das Wachstum des Whiskysegments ist hauptsächlich ein Verdienst der wachsenden Mittelschicht in China.“







