Und weiter geht es bei Serge Valentin mit der Verkostung einer Destillerie, die einen sehr ausgeprägten Hausstil zeigt. Clynelish hat nämlich in der Regel eine deutlich wachsige Note am Gaumen, etwas, das auch durch Finishes deutlich durchschimmern kann.
Diesmal sind es bei Serge eher schwer zu bekommende Abfüllungen von Unabhängigen, für die man schon ein wenig herumsuchen muss, will man sie für den eigenen Genuss auftreiben, darunter auch ein Clynelish für den taiwanesischen Markt:
Clynelish 21 yo 1992/2014 (49.8%, La Maison du Whisky, Jam Session #3, bourbon hogshead, cask #1510/9): 88 Punkte
Clynelish 18 yo 1996/2014 (52.7%, The Whisky Agency, for Taiwan, refill butt, 360 bottles): 91 Punkte
Clynelish 16 yo ‚Darkness‘ (54.9%, Master of Malt, Oloroso Cask Finish, 2014): 87 Punkte
Clynelish 18 yo 1997/2015 (53.3%, Wilson & Morgan, Barrel Selection, Tokaji wood, cask #6493): 89 Punkte
Clynelish 22 yo 1992/2014 (62.1%, Blackadder, Raw Cask, hogshead, 190 bottles): 85 Punkte
Einer geht noch: Gestern hat die Teeling Distillery in Dublin ihren neuen Image- und Werbefilm über einen Besuch im Destilleriegebäude samt Gift-Shop und Café auf Vimeo veröffentlicht. Ein paar Einblicke in die Destillerie erhält man, und man sieht auch, wie man sich dort seine eigene Flasche abfüllen kann. Knapp zwei Minuten in HD – viel Vergnügen.
Ein wenig zieren sie sich heute noch, die News, also begrüßen wir den letzten Tag vor dem Wochenende mit einem schönen Video aus den Highlands. Es geht um den Dalwhinnie Winter’s Gold, die neueste Abfüllung aus Schottlands kältester Destillerie (einen Bericht über den Winter’s Gold haben wir hier gebracht). Man erfährt etwas über die Destillerie, und der Global Malt Ambassador Donald Colville verkostet ihn für uns – vor allem aber sieht man hier oder auf Youtube schöne Bilder, mit denen sich der Tag gut beginnen lässt…
Gordon & MacPhail, Schottlands größter unabhängiger Abfüller, hat seine Kommunikationslinie neu gestaltet und eine Kampagne unter dem Motto „The Wood makes the Whisky“ gestartet. In ihr wird gezeigt, wie wichtig die richtige Fassauswahl für das Gelingen einer Abfüllung ist – etwas, das sicherlich zur Kernkompetenz von Gordon & MacPhail gehört. Dazu gibt es einige Neuheiten, wie zum Beispiel eine neu gestaltete Website mit Videos, Hintergrundinformationen und ihren Abfüllungen.
Auch sehr interessant ist der sogenannte Whisky Matchmaker, bei dem man mit Angaben zu Fasstyp und dem Typ des Spirits einen Whisky aus ihrer Range vorgeschlagen bekommt. Einige Versuche haben gezeigt, dass die Vorschläge durchaus durchdacht sind.
Das Video von ihrer Website können Sie auch hier bei uns sehen – einfach den Play-Button oben klicken, es läuft knapp zwei Minuten.
Glenturret bringt zum 240. Jubiläum der Destillerie eine neue, alterslose Range auf den Markt. Drei Sorten wird es davon geben, berichtet The Drinks Report, und zwar Peated, Sherry und Triple Wood. Sie sollen die handwerkliche Kunst, die in der Destillerie gepflegt wird, repräsentieren. Die bestehenden Abfüllungen, wie zum Beispiel der offizielle Zehnjährige, bleiben am Markt.
Schon bald sind die Abfüllungen um jeweils 45 Pfund im Distillery Shop, online und bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich; ob es eine verbreiterte Distribution geben wird, ist nicht bekannt.
Wenn es in Österreich um die Prämierung von Spirituosen geht, dann ist die Falstaff-Gala zur Vorstellung des Falstaff Bar & Spirits Guide sicherlich einer der Höhepunkte. Dort werden unter anderem die „besten Spirits“ ausgezeichnet. Beam Suntory Österreich hat uns eine Pressemitteilung über die Auszeichnungen, die ihre Produkte bei dieser Gala erhalten haben, geschickt. Hier die Aussendung in den für Whisky relevanten Teilen:
Ausgezeichnet: Beam Suntory mehrfach unter den „besten Spirits 2016“
Vielzahl an Premium-Spirituosen von Beam Suntory von Falstaff-Expertenjury für Top-Qualität ausgezeichnet
Jedes Jahr wartet die heimische Spirituosenbranche gespannt auf die Auszeichnungen der „besten Spirits“. Beam Suntory konnte sich bei der diesjährigen Vorstellung des Falstaff Bar & Spirits Guide über eine Vielzahl an Auszeichnungen für sein Premium-Spirituosenportfolio freuen. Allen voran Laphroaig Quarter Cask, der als Bester Islay Whisky Schottlands gewürdigt wurde.
Eine ausgewählte Expertenjury zeichnete auch dieses Jahr die besten Spirituosen aus. Über 400 Spirituosen wurden mit einer maximalen Punkteanzahl von 100 Punkten bewertet. Bewertungen zwischen 95 und 100 Punkten werden als absolute Weltklasse betrachtet, 90-94 Punkte bezeugen ausgezeichnete Qualität. Acht Produkte aus dem Beam Suntory-Portfolio konnten eine Platzierung in den Top 3 ihrer Kategorie verbuchen.
Karl Wurm, Commercial Director von Beam Suntory Austria, freut sich über die Auszeichnungen:
„Bei Beam Suntory bieten wir ein breites Portfolio exzellenter Premium-Spirituosen an. Auch wenn unsere Wurzeln im Whisk(e)y liegen, haben wir unter anderem auch Tequila- oder Cognac-Spezialitäten wie Courvoisier im Sortiment. Mit letzterem haben wir erst kürzlich einen globalen Marken-Relaunch durchgeführt. Es freut uns, dass die Expertenjury die Spitzenqualität unserer Produkte bestätigt. Auch jene Spirituosen, die nicht unter den Top 3 gelistet sind, konnten außergewöhnlich hohe Bewertungen erzielen, teilweise mit gleicher Punkteanzahl wie die Gewinner-Spirituosen.“
Karl Wurm, Commercial Director von Beam Suntory Austria
Folgende Beam Suntory Spirituosen landeten auf den vorderen Rängen:
Platz Islay Whisky Schottland: Laphroaig Quarter Cask (95 Punkte)
Platz Islay Whisky Schottland: Bowmore 15 Years (94 Punkte)
Platz Whiskey Irland: Connemara 12 Years (92 Punkte)
Platz Whiskey Irland: Connemara Original (92 Punkte)
Wir haben ja vor ein paar Tagen darüber berichtet, dass die Destillerie Clynelish ab März 2016 zehn Monate wegen Wartungsarbeiten stillgelegt wird. Zwar wird damit der Jahrgang 2016 bei Clynelish eher selten werden, aber es gibt ja genug andere Jahrgänge, die über die Zeit hinweghelfen, in der Clynelish nicht produziert.
Das mag sich auch Serge Valentin gedacht haben, und setzte ein mehrteiliges Clynelish-Tasting auf seinen Kalender. Der neue NAS-Clynelish aus den Special Releases 2015 darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Serge’s Meinung in aller Kürze: Gut, aber viel zu teuer. Hier die gesamten Wertungen der Verkostung:
Clynelish 1997/2013 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry hogsheads): 84 Punkte
Clynelish 18 yo 1996/2014 (46%, Berry Bros & Rudd, cask #6824): 87 Punkte
Nachdem wir wissen, dass wir auch jede Menge Fans von irischem Whiskey unter unseren Lesern haben, hier einmal eine Nachricht über einen neuen Iren, der wohl nur mit dem richtigen Jagdinstinkt zu ergattern ist: Der Centenary Jack Ryan 15yo Single Malt wird nämlich nur in einer Auflage von 500 Stück weltweit auf den Markt gebracht, 100 davon verbleiben in Irland. Dieser 15jährige Whiskey des unabhängigen Abfüllers Jack Ryan ist in Bourbon-Fässern gereift und mit 57.5% abgefüllt. Er feiert den hundertsten Geburtstag des Vaters der Familie Ryan. Die Flasche wird 90 Pfund kosten, berichtet The Whiskybusiness.com.
Ziemlich gemischte Botschaften kommen für Scotch aus den neuesten Marktzahlen, denen sich heute einige Artikel in britischen Zeitungen und Magazinen widmen, so zum Beispiel der Express and Star, oder BBC. Während es laut SWA, der Scotch Whisky Association, für Scotch nach wie vor bergab geht, wenn auch gebremst (-3% im ersten Halbjahr 2015), hat sich in der gleichen Zeit Single Malt um 5% besser verkauft. Nach wie vor ist Single Malt nur ein kleiner Teil des Volumens bei Scotch, sodass die wirklich bessere Nachricht die Verlangsamung des Rückgangs bei Scotch darstellt.
Nachdem in den beiden ersten Halbjahren 2013 und 2014 die Rückgänge jeweils 11% betrugen, ist das Nachlassen des Abwärtstrends etwas, das Anlass zu Hoffnung geben kann, dass der langfristige Ausblick für schottischen Whisky sich wieder stabilisiert. Dementsprechend optimistisch gibt sich auch die SWA. Ihr Chef, David Frost, sagte, man sehe Zeichen von Wachstum und blicke optimistisch in die Zukunft.
Ab November in Polen und Frankreich, ab März 2016 dann auch in unseren Märkten und global erhältlich: Pernod Ricard hat heute eine neue Abfüllung für ihren Blend Ballantine’s angekündigt – Ballantine’s Hard Fired. Den Namen hat der Blend von der Tatsache, dass er in amerikanischen Oak Barrels gelagert wurde, die ein zweites Mal ausgekohlt (hard fired) wurden. Eine entsprechende Ankündigung findet sich heute unter anderem auf Drinks International.
Der mit 40% abgefüllte Scotch soll ca. 25% mehr kosten als der Ballantine’s Finest.
Auf der Website von Wolfburn wurden heute die Echt-Bilder der ersten Wolfburn-Abfüllung gezeigt: Karton, Flasche, Label und Spirit in einem Bild.
Sehr offen ist man dort auch mit der Menge an Flaschen, die für die Erstabfüllung produziert werden: 62.000 Flaschen werden gefüllt werden. Verkaufsstart wird nach Ostern 2016 sein, also Anfang April.
Sehr gut geht es Edrington Global Travel Retail Group – laut einem Bericht von TRBusiness.com hat die Gruppe excellent performt, mit Highland Park (+33%) und Macallan (+14%) als Top Performer. Beste Region waren die USA mit einem Plus von 40%.
Auch neue Produkte wurden angekündigt, darunter ein Highland Park, der letzte in der Warriors-Serie für Travel Retail: Highland Park King Christian I., für ca. 5.000 Euro pro tropfenförmiger Flasche.
Auch von Macallan gibt es Neues, in Zusammenarbeit mit Lalique. Die The Macallan Golden Age of Travel Serie besteht aus fünf in Jahresabstand erscheinenden Decantern mit Reise-Motiven; der erste, der einen Ozeandampfer zeigt, wird 40.000 Dollar kosten (jeweils 48 sind im Travel Retail erhältlich, der Rest der (unbekannten) Auflage geht in den Fachhandel).
Zu guter Letzt wäre da noch ein Cutty Sark 33yo, zu dem aber kein Preis genannt wurde.
Heute hat uns eine Pressemitteilung vom Bremer Spirituosen Contor zu zwei Produkten erreicht, die das Unternehmen in Deutschland repräsentiert: Writerṣ Tears Copper Pot, der redesignte Writerṣ Tears, und der neue Writerṣ Tears Cask Strength 2015 der Walsh Whiskey Distillery. Hier die Informationen:
Neues Design und neue limitierte Abfüllung
Neuigkeiten aus dem Hause Writerṣ Tears
Kurz vor Eröffnung der eigenen Whiskeybrennerei präsentiert die Walsh Whiskey Destillerie den vielfach ausgezeichneten Klassiker Writerṣ Tears im neuen Design und veröffentlicht zudem die auf weltweite 2.200 Flaschen limitierte Edition der Writerṣ Tears „Cask Strength 2015“.
Der bei Kennern beliebte und mit unzähligen internationalen Preisen dotierte Writerṣ Tears Whiskey ist eine großartige Vermählung von gereiftem Single Pot Still und Single Malt Whiskey. Die neue Bezeichnung „Copper Pot“ ist eine Hommage an die jahrhundertealte Handwerkskunst und Whiskeytradition der grünen Insel und soll betonen, dass der Whiskey dreifach in Kupferbrennblasen destilliert und ohne den Zusatz von Grain Whiskey abgefüllt wird. Die Walsh Whiskey Distillery möchte damit ihre tiefe Leidenschaft für Irish Whiskey noch mehr unterstreichen. Die Rezeptur des Klassikers blieb dabei natürlich unberührt.
Woody Kane, Marketing Manager der Walsh Whiskey Distillery, erklärt dazu:
„Auch wenn der Klassiker immer unverändert an der Spitze unserer Produktion stehen wird, müssen wir uns jedoch auch Gedanken um das zukünftige Sortiment machen. Um den Weg für weitere Qualitäten unter der Flagge von Writerṣ Tears zu bereiten, haben wir mit „Copper Pot” einen Begriff geschaffen, der unseren Klassiker noch besser beschreibt und als Inspiration für die nächsten Whiskeys aus unserem Hause dienen soll.”
Writerṣ Tears „Copper Pot“ wird der Kopf einer ganzen Reihe an neuen Whiskeys, die in Zukunft aus der irischen Spitzenbrennerei zu erwarten sind.
Den Anfang macht die streng limitierte Writerṣ Tears „Cask Strength Edition 2015“. Die besten und ältesten Fässer der Walsh Whiskey Distillery wurden in Fassstärke vermählt und in einzeln nummerierten Flaschen abgefüllt. Der Whiskey wurde nicht gefärbt, nicht kältegefiltert und mit 53% abgefüllt. Nur 720 Flaschen der weltweit 2.200 Flaschen sind auf dem deutschen Markt erhältlich.
Ebenfalls ist der Klassiker Writerṣ Tears „Copper Pot“ derzeit in einer limitierten Edition als Geschenkpackung mit zwei Tumbler-Gläsern erhältlich.
Writerṣ Tears „Copper Pot“ und Writerṣ Tears „Cask Strength Edition 2015“ sind ab November 2015 im gut sortierten Fachhandel erhältlich.
Verkostungsnotizen Writerṣ Tears „Copper Pot“:
In der Nase offenbart sich eine wunderschöne Kombination von weichen Bourbon-Noten mit fruchtigen Noten im Hintergrund. Im Mund ist der Whiskey frisch und köstlich mit einer fantastischen Explosion von Honig und Gewürzen. Abgerundet wird das Geschmackserlebnis von einem komplexen Abgang mit trockenem Getreide, grünem Apfel und würzigem Ingwer.
Warme Holznoten und eine Fülle von Gewürzen erobern die Nase, gefolgt von hellen, eingelegten Früchten. Kraftvolle und äußerst delikate Gewürznoten füllen den Mundraum und werden von einer milden Süße und harmonischen Holznoten begleitet. Der überraschend lange Abklang ist würzig, mit Aromen von kandiertem Ingwer, feinen Eichenholznoten und einer trockene Süße.
Von der neuesten irischen Destillerie, der Boann Distillery in Drogheda, haben wir bereits Anfang September berichtet (auch über den bereits angelaufenen Fassverkauf). Jetzt gibt es auf DroghedaLife.com einen Bericht über die Anlieferung und den Einbau der Stills. Die Bilder davon können wir aus Copyright-Gründen nicht bringen, aber folgen Sie einfach unserem Link, und Sie sehen die Prachtstücke, die aus Siena in Italien angeliefert wurden :-).