Fast täglich findet man irgendwo „die besten 10“ oder „die günstigsten 5“ – Listen sind im Internet immer beliebt. Wir alle wissen, dass sie immer sehr subjektiv sind – und wir berichten davon auch nur relativ spärlich. Eine Liste muss schon in unseren Augen ihre Berechtigung haben, damit sie es in unsere News schafft. Der Liste mit den 5 günstigen Bourbons des Time Magazines ist das gelungen, denn die fünf Vorschläge machen unserer Meinung nach nicht nur Sinn, sondern betreffen auch Bourbons, die bei uns zumeist leicht erhältlich sind.
Wenn Sie also einen kostengünstigen Einstieg in den amerikanischen Whiskey suchen, dann sind Sie mit den Vorschlägen dort gut bedient, denn neben dem Preis, so finden wir, stimmt auch die Qualität.
Auf den Seiten des US Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureaus findet man wieder einmal interessante neue Labels, die von den Unternehmen für die Freigabe eingereicht wurden. Es sieht ganz danach aus, dass Berry Bros. & Rudd einen neuen, 40jährigen Blend auf den Markt bringen will, wie wir auf Sku’s Recent Eats herausgefunden haben. Der unabhängige Abfüller aus London hat die Label für die Vorder- und Rückseite eingereicht. Der Blend wird laut ihnen mit 46% abgefüllt und ist nicht gefärbt. Auch auf Kältefiltration wurde verzichtet.
Ebenfalls auf den Seiten des TTB findet sich ein Hinweis auf einen neuen Blend von Compass Box mit dem Namen „This is not luxury“. Er ist in Fassstärke mit 53.1% abgefüllt und auf 4.992 Flaschen limitiert. Laut Label wird er im Juli 2015 abgefüllt werden.
Wann die Blends definitiv in den Handel kommen und ob man sie auch in unseren Landen beziehen kann, können wir noch nicht sagen.
Wie fast jedes Produkt, wie nahezu jede bedeutende Marke, so ist auch Scotch Whisky im Sponsoring aktiv. Gerade bei jenen Produktgruppen, die vom Gesetzgeber in der klassischen Werbung beschränkt sind (wie zum Beispiel Tabakprodukte oder eben Alkoholika), ist dieser Kommunikationskanal besonders wichtig. Man sucht sich auf diese Weise seine Zielgruppe und versucht hier, die Marke mit einem gewissen Image zu verbinden.
The Spirits Business hat nun einen Report gebracht, der zeigt, welche Aktivitäten von den Konzernen 2014 in Schottland unterstützt wurden. Insgesamt waren das für diesen lokalen Markt 5.3 Millionen Pfund. Die Verteilung des Geldes mag auf den ersten Blick überraschen, birgt dann aber doch ihre eigene Logik: 89% der Mittel gingen in den Sport (von Golf bis Segeln), nur 1% in Musik, 5% in kulturelle Aktivitäten und die restlichen 5% in Soziales oder Kommunales.
Sind die Whiskyerzeuger also Kulturbanausen oder Musikhassser? Die Erklärung für die Verteilung ist aus unserer Sicht sehr banal: Hinter Sponsoring stecken natürlich vor allem wirtschaftliche Interessen, die Philanthropie ist dabei nur eine Nebensache. Sport hat – dadurch, dass er zumeist auch in Massenmedien repliziert wird – eine weitaus größere Reichweite, und so kann man durch Sportsponsoring mehr potentielle Kunden erreichen als durch das Sponsoring einer Ausstellung oder eines Konzerts.
Die Konzerne und Unternehmen handeln damit also nach der geschäftlichen Vernunft; um sie mehr dazu zu bewegen, Kunst und Kultur zu unterstützen, müssten wir uns alle mehr für Kunst und Kultur interessieren…
Von irish-whiskeys.de haben wir Informationen über neue Whiskeys in ihrem Angebot bekommen, diesmal aus Nordirland. Was The Quiet Man Whiskey ist und wie er schmeckt, erfahren Sie in dieser Pressemitteilung:
Nicht nur in der Republik Irland tut sich viel, sondern auch Nordirland ist wieder ganz vorne bei der Whiskeyproduktion mit dabei. In der Nähe von Londonderry wird gerade The Quiet Man Craft Distillery gebaut. Diese möchte 2016 eröffnen und mit der Produktion beginnen. Wir können uns auf Single Malt, destilliert auf Pot Stills, freuen.
Hinter The Quiet Man steckt Niche Drinks, eine Spirituosenfirma, die es schon lange gibt und die bereits Cremelikör und Irish Coffee Kapseln herstellen.
Nun gibt es auch endlich Whiskey: The Quiet Man Single Malt 8 Jahre und The Quiet Man Traditional Irish Blended Whiskey
Das Besondere an beiden Whiskeys ist, dass Ciaran Mulgrew, der Manger der Destillerie, New Make in anderen Destillerien gekauft hat, diese wurde in First Fill Bourbon Cask umgefüllt und reiften die komplette Zeit in Nordirland, Londonderry. Dies verleiht den Whiskeys einen einzigartigen Geschmack. Der Single Malt Whiskey vereint eine erfrischende fruchtige Süße mit würzigen Pot Still Aromen, die dem Whiskey eine hervorragende Komplexität verleihen. Der Blend überrascht mit einer samtigen Weichheit, komplexen Holz- und Röstaromen. Beide Whiskeys wurden mit 40 % abgefüllt und sind nicht gefärbt.
Tasting Note The Quiet Man Single Malt 8 Jahre:
Aroma: Zitrusnoten, fruchtige Süße, Pot Still Würze, Bittermandel, Pfirsich Geschmack: Zitrusnoten, Pfirisch, Pot Still Aromen, Malz, etwas Holz Nachklang: langanhaltend mir würzigen Noten
Tasting Note The Quiet Man Traditional Irish Blended Whiskey:
Aroma: würzig, Zitrusaromen, Vanille, Röstaromen Geschmack: weich, Bittermandel, Röstaromen, Holz, Pot Still Aromen Nachklang: langanhaltend mit Pot Still Aromen und Vanille
Was wäre ein guter Whiskey, ohne eine noch bessere Geschichte? Zu diesen Whiskeys gibt es eine tolle Geschichte:
Mein Vater war ein Barkeeper, der über 50 Jahre in Bars und Pubs in und um Belfast arbeitete. Manchmal hat er mich mit zur Arbeit genommen, so wuchs ich mit der Liebe zu den Gerüchen und den Klängen der Bar auf, dem Gelächter und dem Geruch des Bieres und des Whiskeys. Vor allem des Whiskeys. Nun mache ich meinen eigenen Whiskey und habe ihn nach meinem Vater benannt. In 50 Jahren als Barkeeper hat er viele Dinge gesehen und viele Geschichten gehört, aber wie alle guten Barkeeper, hat er nie eine der Geschichten weitererzählt. Mein Vater, John Mulgrew. „The Quiet Man“ oder wie man auf Irisch sagt… „An Fear Ciuin“.
„Der Unterschied zwischen einem guten und einem exzellenten Whiskey liegt nicht nur daran, die besten Zutaten auszuwählen und den besten Distiller zu haben, es liegt auch daran die besten Fässer auszuwählen, um den Whiskey reifen zu lassen.“
The Quiet Man wird in Deutschland durch Irish Whiskeys vertreten. Irish Whiskeys hat sich, wie der Name bereits sagt, auf irischen Whiskey und Spirituosen spezialisiert. „Diese Marke ist eine Bereicherung für das bestehende Sortiment und wir freuen uns darauf diese in Deutschland bekannt zu machen“, so Mareike Spitzer, Inhaberin von Irish Whiskeys.
Auf Malt-review.com ist ein Interview mit Jane Overeem, der Tochter des Destilleriegründers Casey Overeem zu finden, in dem Jane Fragen zu dieser über die Landesgrenzen hinaus bekannten tasmanischen Destillerie beantwortet. Wir haben ja im Vorjahr darüber berichtet, dass die Lark Distillery die Old Hobart Distillery (die den Overeem Whisky produziert) gekauft hat, und dazu und zu den Vorgängen seitdem gibt Jane unter anderem Auskunft.
Die Whiskyszene in Australien boomt ja, allein auf Tasmanien sind bereits ein Dutzend Destillerien zu finden, und das Interview gibt auch hier sehr interessante und gute Einblicke in das Whisky-Geschehen auf der anderen Seite der Welt.
Es ist wieder einmal Zeit, quer durch die verschiedenen Blogs nach Tasting Notes und Bewertungen zu suchen. Was wir bei unseren eigenen Reviews sagen, sagen wir natürlich auch hier: Über einen gewissen Anteil an objektivierbaren Dingen ist jede Bewertung natürlich auch subjektiv und sollte nicht als richterliches Urteil betrachtet werden. Oder anders gesagt: Den eigenen Gaumen hat man nur selbst.
Auf Dramlicious verkostet man den neuen Benriach Dunder – er scheint so gut wie selten zu sein, schenkt man den Tasting Notes Glauben. Etwas wenig Rumeinschlag allerdings, findet der Verkoster.
Lukeloveswhisky aus Polen verkostet den The Glenlivet Founders‘ Reserve gegen den Glenlivet 12yo – ein faktisches Unentschieden auf mäßigem Niveau, könnte man sagen.
Der Benromach Organic in der neuen Verpackung bekommt von Masterquill eine respektable Wertung, aber haltlose Begeisterung sieht etwas anders aus.
Die ältere Version vom Benromach Organic wird auf tastydram besprochen – der Unterschied scheint uns eine Marginalie zu sein.
Ardbeg Perpetuum x2 – Whiskylassie aus Kalifornien überschlägt sich nahezu vor Begeisterung, whiskysucks aus Italien (komischer Name) ist da eher zurückhaltender.
Und dann verkostet noch maltreview.com den Longrow 18yo (die neuere Abfüllung) – hier ist man sehr begeistert und findet ihn „classy“.
Wir freuen uns riesig, dass Whiskyexperts auf Facebook gestern die 10.000 Likes-Marke übersprungen hat. Der Zuspruch, den unsere Site findet, ist uns Ansporn, noch besser und noch aktueller zu werden. Freuen Sie sich mit uns auf einige diesbezügliche Überraschungen in nächster Zeit.
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Eigentlich stellt das Land einen eigenen, abgeschotteten Whiskyplaneten dar – Indien ist ein riesiger Markt für das Wasser des Lebens, aber das meiste, was dort verkauft wird, erreicht unsere Gefilde niemals (und würde, wenn es uns denn erreichen würde, unsere Gaumen – vorsichtig ausgedrückt – in schieres Erstaunen versetzen).
Es gibt einige wenige Ausnahmen, einige Single Malts, die auch bei uns bekannt sind, sei es für viele auch nur dem Namen nach. Amrut ist wohl die bei uns bekannteste indische Whiskymarke, gefolgt von Paul John. Serge Valentin hat diesmal Abfüllungen der beiden Marken verkostet, darunter auch einen der ganz seltenen unabhängigen Amruts von Blackadder. Die Wertungen zeigen, dass zumindest nach dem Geschmack von Serge, aus Indien sehr ansehnliche Tropfen kommen:
Amrut ‚Naarangi‘ (50%, OB, 900 bottles, 2014): 78 Punkte
Von Alba Import, dem deutschen Generalimporteur für Kilchoman, haben wir eine Presseaussendung zu einer Sortimentserweiterung und Auszeichnungen für die Islay-Whiskys erhalten. Wir bringen sie hier leicht gekürzt:
Bei den diesjährigen „Scotch Whisky Masters“ – Wettbewerb des britischen Magazins „The Spirits Business“ wurde Kilchoman Single Malt gleich mehrfach prämiert.
Der aktuelle Kilchoman „Machir Bay“ wurde gar zum Master in der Kategorie „Islay Single Malt aged up to 12 years“ gewählt, die höchste Auszeichnung, die nicht automatisch in jeder Kategorie des Wettbewerbs verliehen wird.
Der neue Kilchoman „Loch Gorm“ und die 5. Edition des Kilchoman „100% Islay“ erhielten in derselben Kategorie Goldmedaillen, ein voller Erfolg für die gesamte Kilchoman-Range.
Einer der unabhängigen Juroren, Elliot Ball, kommentierte: „Es war sehr spannend wie ungewöhnliche, jugendliche Islay Malts mit unerwartet fruchtigen Noten die Jury in Erstaunen versetzten.“
Anthony Wills, Gründer von Kilchoman Distillery, äußerte sich entsprechend: „Sich in einem solchen Wettbewerb gegen die harte Konkurrenz durchzusetzen und an der Spitze zu landen, ist für Kilchoman Single Malt ein fantastisches Ergebnis und zeichnet die gute Arbeit aus, die das Team unserer Farm-Brennerei täglich abliefert.“
Gleichzeitig hat Kilchoman Distillery ihr Produktangebot nun erstmalig auch in das Non-Whisky Segment ausgeweitet. Mit dem „New Spirit Bramble Liqueur“ ergänzt jetzt ein sommerlich-fruchtiger Likör die Angebotspalette.
Das Rezept ist einzigartig für einen Whisky-Likör. Die Komposition aus Kilchoman New Spirit, Malt Whisky, echten Brombeeren und Honig spannt einen weiten Bogen von fruchtig-süß zu feinherb-torfig und präsentiert sich erfrischend „on the rocks“, als Zutat im Cocktail, pur oder gar über Vanilleeis.
Der Kilchoman „Bramble Liqueur“ wird abgefüllt in der 0,5 Liter Flasche mit 19% Alkoholvolumen und ist ab sofort im deutschen Fachhandel erhältlich.
Neben den Single Malts aus Tobermory, Deanston und Bunnahabhain besitzt die südafrikanische Distell Group auch noch die Marke Scottish Leader, ein Blend, der weltweit verkauft wird. Nach einer Änderung der Rezeptur im Winter (der Blend enthält nun einen höheren Anteil an Malt Whiskys) wurde auch eine neue Submarke eingeführt: Scottish Leader Signature. Gleichzeitig hat man das Design etwas modernisiert.
Für Scottish Leader hat die Distell Group nun eine globale Werbekampagne gestartet, deren TV-Spot Sie obenstehend (Play Button anklicken) oder auf Youtube finden können. Am Ende dieses Artikels gibt es auch ein Video, das die neuen Scottish Leader vorstellt. Auch dieses können Sie alternativ auf Youtube betrachten.
Bourbon und Scotch mischen? Puristen werden aufstöhnen, andere werden sich denken: Warum das noch niemandem eingefallen ist? Jedenfalls überrascht Beam Suntory mit einer neuen und unseres Wissens nach ziemlich einzigartigen Abfüllung, die zunächst einmal im Travel Retail zu haben sein wird: Jim Beam Kentucky Dram.
Ab Juli wird dieser Whisky, der zu Großteil aus Bourbon und einer geringen Menge Scotch besteht (dem Vernehmen nach soll es Ardmore sein), im Travel Retail erhältlich sein, und zwar in einer Metallbox, auf deren Label die Geschichte von T. Jeremiah Beam erzählen, der das Unternehmen im Jahr 1943 übernahm. So berichtet Moodie Report.
Abgefüllt ist Jim Beam Kentucky Dram mit 40%. Der Whiskey (oder wie soll man den nun schreiben?) soll leicht rauchig und nach Vanille schmecken. Über den Preis haben wir noch nichts in Erfahrung bringen können.
Flight Nummer 4 in der Bowmore-Verkostung von Serge Valentin steht heute an, und es ist auch das Finale. Ganz so jung sind sie diesmal nicht mehr, die Abfüllungen, aber dafür ist auch ein ganz besonderes Schätzchen darunter: Eine Originalabfüllung aus dem Jahr 1979, die „Bicentenary“ 12yo, die damals extra für Deutschland produziert wurde. Und schenkt man den Geschmacksnerven von Serge Valentin Glauben, dann ist diese eine Geschmacksbombe par excellence. Hier also die Wertungen:
Bowmore 22 yo 1992/2014 (50.8%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 204 bottle): 87 Punkte
Bowmore 25 yo (50.1%, The Whisky Exchange, retro label, 2014): 80 Punkte
Bowmore 12 yo ‘Bicentenary’ (43%, OB, for Germany, 1979): 93 Punkte
Dass sich der Whiskymarkt über die letzten paar Jahre bewegt hat, ist jedem klar, der die Entwicklung auch nur ansatzweise beobachtete. Die absolute Dominanz der schottischen Marken, die sich in den Boomjahren noch verfestigt hatte, ist schon rein gefühlsmäßig nicht mehr so eindeutig wie früher.
Diese Entwicklung belegen nun auch eine neue Studie. Jährlich erstellt Intangible Business eine Rangreihe der 100 stärksten Getränkemarken. Und während Johnnie Walker in dieser Liste immer noch Platz 1 belegt, allerdings mit einem Minus von 11 Prozent, ist Jack Daniel’s der große Aufsteiger, mit einem Plus von 7%.
Die Rangreihe resultiert aus einer Reihe von Faktoren, die von Intangible Business zusammengestellt und gewichtet werden. Ein Teil davon, so der Bericht in The Scotsman, setzt sich aus finanziellen Ergebnissen zusammen, ein anderer aus dem Image, das die Marke bei Konsumenten hat. Auch die Einschätzung von Fachleuten wird zur Bestimmung des Rankings herangezogen.
Die Stärke der Amerikaner und die relative Schwäche der Schotten korrespondiert auch mit der Marktsituation: Die Schotten tun sich momentan in China, vor allem aber auch am amerikanischen Markt schwer. Die Amerikaner feiern hingegen nicht nur am eigenen Markt Erfolge. Die Analysten schätzen, dass in absehbarer Zukunft die Amerikaner und auch die Iren den Schotten weiter Marktanteile abnehmen werden.
Die Top fünf Marken laut der Liste sind übrigens Johnnie Walker, Smirnoff Vodka, Bacardi, Jack Daniel’s und Hennessy.
Der neue deutsche Importeur von Teeling, Borco, hat anlässlich der Eröffnung der Teeling-Destillerie in Dublin eine Pressemitteilung ausgesendet (die offizielle englische Pressemitteilung zur Eröffnung finden Sie übrigens auf unserer englischsprachigen Site whiskyexperts.com), in der zwei Teeling-Whiskeys vorgestellt werden, die sich nun im Vertrieb von Borco befinden:
Borco-Marken-Import erweitert sein Premium Whisk(e)y Portfolio ab sofort mit The Teeling Single Malt Irish Whiskey und The Teeling 21 yo Silver Reserve Single Malt Irish Whiskey um zwei weitere Qualitäten der Marke Teeling aus Dublin. Die Teeling Whiskey Co. konnte zudem jüngst die angekündigte Craft Distillery in den Dubliner Liberties eröffnen und somit die Whiskey-Herstellung wieder in die irische Hauptstadt bringen. Die neue Destillerie soll schon dieses Jahr zu einer der wichtigsten Dubliner Touristenattraktionen werden. Der aus der Pot Still aufsteigende „Rising Phoenix“, das Logo des Unternehmens, symbolisiert den damit begonnenen Neubeginn der Dubliner Whiskeykultur.
The Teeling Single Malt
The Teeling Single Malt besteht aus verschiedenen Jahrgängen feinster irischer Whiskeys, die alle zu 100% aus gemälzter Gerste destilliert wurden. Im Blend ist unter anderem auch ein 1991er Whiskey aus den wertvollsten Familienbeständen der Teelings enthalten. Das hoch gesteckte Ziel der Familie – einen möglichst aromatischen no-age-statement Single Malt Whiskey mit deutlichen irischen Wurzeln zu produzieren – gilt unter Experten als geglückt. Zur Finishing des eleganten Tropfens kamen dafür fünf unterschiedliche Weinfässer zum Einsatz: Sherry, Port, Madeira, Weißer Burgunder und Sauvignon Blanc. Gleich allen anderen Teeling Whiskeys wird auch The Teeling Single Malt mit 46% vol. Alkohol abgefüllt, um alle natürlichen Aromen des Produktes möglichst gut zu erhalten. Empfohlener Regalpreis: ca. € 45,-. Verkostung:
Nase: Noten von Melone, Feigen und Toffee bestimmen die vielfältigen Aromen. Darüber liegt ein leichter Anflug von erfrischen Zitrusfrüchten.
Gaumen:
Ein ausgewogener Mix von getrockneten Früchten lässt den Genießer in das komplexe Finishing mit mehreren Weinfässern blicken. Abgerundet werden diese durch Gewürze, in erster Linie Vanille und Nelken. Zudem findet die Erfrischung durch Zitrusfrüchte im Geruch am Gaumen eine Fortsetzung.
Nachhall:
Eine elegante Süße bestimmt den langanhaltenden Abgang.
The Teeling 21 Year Old Silver Reserve
The Teeling 21 Year Old Silver Reserve ist die erste Qualität der Teeling Vintage Reserve Family. Dieses irische Kleinod besteht aus feinstem 21jährigem, im Jahr 1991 destilliertem Whiskey. Den Großteil der Lagerung verbrachte der Whiskey in Ex-Bourbonfässern. Das Finishing erfolgte in Sauterne Weinfässern. Jedes Fass für die jährlich auf 5000 Flaschen weltweit limitierte Qualität wird eigens vom Masterblender des Hauses Teeling ausgewählt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf markanten und unverwechselbaren Aromen. Gleich allen anderen Teeling Whiskeys wird auch The Teeling 21 Year Old Silver Reserve mit 46% vol. Alkohol abgefüllt, um alle natürlichen Aromen des Produktes möglichst gut zu erhalten. Empfohlener Regalpreis: ca. € 164,-.
Verkostung:
Nase:
Die vordergründigen Malzaromen werden von bestens eingebundenen Holz- und Toffeenoten hofiert. Begleitet wird dieses Trio von der faszinierenden Erinnerung an den Duft einer sprühenden Seewasser-Gischt. Gaumen:
Unglaubliche Komplexität öffnet ein weites Feld an Interpretationen. Malz und Holz spielen dabei jedoch stets eine Hauptrolle. Dazu kommt wieder Toffee. Dieses Mal begleitet von weißem Pfeffer, der dem Whisky eine besondere Würze schenkt.
Nachhall:
Lang, mild und erfreulich warm, mit einem leicht-pfeffrigen Nachklang.
Teeling Irish Whisky
Im Jahre 1782 eröffnete Walter Teeling in der Marrowbone Lane in den Dubliner Liberties die erste eigene Destillerie der Familie Teeling. Die irische Hauptstadt war zwei Jahrhunderte das Zentrum der irischen Whiskey-Industrie und Standort der wichtigsten Destillerien des Landes. Während des Goldenen Zeitalters des Irish Whiskey im 19. Jahrhundert wurde der „Dublin Whiskey“ in die ganze Welt exportiert und gelangte zu Weltruhm. Noch Ende des 19. Jahrhunderts produzierten in der irischen Hauptstadt sechs Destillerien, die jedoch aus wirtschaftlichen Gründen – die ihren Ursprung in der unglücklichen politischen Geschichte Irlands und der Prohibition in Amerika hatten – in den kommenden Jahrzehnten nacheinander schließen mussten. Heute gehört Irish Whiskey wieder zu den am stärksten wachsenden Spirituosen-Kategorien weltweit. Auch wenn die ursprüngliche Produktionsstätte heute leider nicht mehr existiert, blieben die Teelings eine treibende Kraft der irischen Whiskey Industrie. Mit der im April 2015 fertiggestellten Teeling Distillery in den Dubliner Liberties unterstreicht die Familie den Anspruch, auch in Zukunft ein fester Bestandteil der Irish Whiskey Welt zu sein. Der beeindruckende Bau soll zudem zeitnah einer der wichtigsten Touristenattraktionen der irischen Hauptstadt sein.
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