Serge verkostet: Glenlivet in Fassstärke

Glenlivet ist ja seit einigen Monaten die Nummer 1 unter den schottischen Whiskys, was die Menge angeht. Die Destillerie hat Glenfiddich vom Podest gestoßen und will den hauchdünnen Vorsprung weiter ausbauen.

Da sind natürlich die Samples, die Serge Valentin für seine Verkostung heute getrunken hat, nicht wirklich maßgeblich, aber hey: jedes Bisschen zählt :-). Und offensichtlich haben die fassstarken Proben, die sich Serge ausgesucht hat, auch gut geschmeckt, wenn man der Punktewertung Glauben schenken darf:

  • Glenlivet 15 yo (57%, Gordon & MacPhail, licensed bottling, +/-1990): 82 Punkte
  • Glenlivet 16 yo 1988/2005 (58.1%, OB, Chivas Bros., Batch #GL 16 004, 50cl) : 81 Punkte
  • Glenlivet 19 yo ‚Tom a Voan‘ (54.1%, OB, single cask edition, cask #42705, 2015) : 88 Punkte
  • Glenlivet 18 yo 1996/2015 (46%, Signatory Vintage, Un-Chillfiltered Collection, first fill sherry butt, cask #83266): 86 Punkte
  • Glenlivet 19 yo 1995/2015 (58.1%, Signatory Vintage, Cask Strength, sherry butt, cask #166951, 526 bottles): 88 Punkte
  • Glenlivet 33 yo 1981/2015 (52.2%, Signatory Vintage, for The Whisky Exchange, refill sherry, cask #9468, 154 bottles): 90 Punkte
  • Glenlivet 18 yo ‘Hand-Filled’ (50.7%, OB, cask #2, 2014): 88 Punkte

Spektrum.de: Richtig riechen klappt nur beim Ausatmen

Ein Bericht in Spektrum.de stellt das, was der Hausverstand bislang beim Riechen und Verkosten für wichtig und richtig gehalten hat, kräftig in Frage: Forschern der Yale-Universität ist es gelungen nachzuweisen, dass unser Geruchssinn beim Ausatmen weitaus besser funktioniert als beim Einatmen.

Wie sich zeigt, sorgt vor allem die Gestaltung des hinteren Mundrachens für stark differierende Strömungsverhältnisse beim Aus- und Einatmen: Nur beim Ausatmen strömen flüchtige Stoffe aus dem hinteren Mundraum auf die für die Geruchswahrnehmung entscheidenden olfaktorischen Rezeptoren in der hinteren oberen Nasenschleimhaut. Beim Einatmen dagegen bildet sich ein ziemlich dichter Luftvorhang, der einströmende Duftpartikel von diesen Rezeptoren abschottet: Der Strom leitet die schon im Mundraum konzentrierten Duftpartikel weiter nach unten durch den Schlundrachen in Trachea und Lunge, nicht aber auf die Riechschleimhaut.

Diese Erkenntnis wurde durch eine Nachbildung des Nasen-Rachenraums mittels 3D-Drucker erlangt, in die dann Tracersubstanzen eingesprüht wurden, um den Luftfluss zu messen. Das Abstract des wissenschaftlichen Papiers ist hier nachzulesen.

Müssen wir also beim Tasting umdenken? Zumindest haben wir alle ein wenig Gedankenfutter zum Herumexperimentieren bekommen :).

Wie wichtig der Geruchssinn auch beim Schmecken im Mund ist, lässt sich übrigens in einem kleinen Experiment bei ihrem nächsten Verkosten verdeutlichen. Bevor Sie den Schluck Whisky in den Mund nehmen, atmen Sie ein und halten Sie sich die Nase zu. Atmen Sie erst wieder aus, nachdem Sie den Whisky geschluckt haben. Erstaunlich, wie wenig man auf diese Weise schmeckt.

Whisky im Bild: Whiskyexperts-Tasting bei Schlüter

Dirk Schlüters Geniessertreff Whiskylounge in Wülfrath als passender Rahmen. Sechs Blindproben, jeweils ein Whisky mit Altersangabe und ein entsprechender aus der Kategorie ohne Age Statement. Simon Rosenkranz, Customer Relationship Manager bei Whiskyexperts als fachkundiger Begleiter durch den Abend – das waren die Zutaten für ein gelungenes Whiskyexperts-Tasting am letzten Freitag – bei dem übrigens die NAS-Whiskys in der Blindverkostung den Sieg davontrugen.

Wenn auch Sie einmal mit Whiskyexperts das Wasser des Lebens verkosten wollen, dann schauen Sie doch einfach in unseren Eventkalender – immer wieder teilen Redakteure und Mitarbeiter von uns bei Veranstaltungen ihre Begeisterung über Whisky mit Ihnen.

Hier jedenfalls ein paar Bilder von der Veranstaltung in Wülfrath.

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Ach ja, und das waren die Whiskys, die sich namenlos zum Vergleich stellten:

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Forbes: Drei Schotten machen „Scotch“ in Virginia

Dr. Bill Lumsden (Glenmorangie und Ardbeg),  Andy Cant (Cardhu) und John Campbell von Laphroaig sind drei Schotten, die etwas sehr Sonderbares getan haben: Gemeinsam mit Mount Vernon’s Brennmeister Steve Bashore und dem ehemaligen Master Distiller von Maker’s Mark , David Pickerell, haben sie in der George Washington Distillery in Virginia einen Whisky ohne „e“ gemacht, einen Single Malt im klassischen schottischen Stil. Leicht getorft, mit Madeira-Cask Finish – und gerade mal 40 Monate gereift. Dass es kein Scotch ist, verdankt der Whisky eigentlich nur der Tatsache, dass er nicht in Schottland gemacht, gereift und abgefüllt wurde, ansonsten wurde er nach dem schottischen Verfahren hergestellt.

Wie es dazu kam, beleuchtet ein mehrseitiger und sehr interessanter Artikel in Forbes.com – der eine schöne Lektüre an so einem an News eher armen Tag ist.

Übrigens: Es gibt jeweils nur 50 Flaschen von beiden Ausgaben – und damit ist es wahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit, an diesen Whisky zu kommen. Interessant wäre es sicher…

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Sieben Destillerien unter Schottlands ärgsten Umweltsündern (mit Liste)

Insgesamt 371 Anlagen hat die SEPA, die Scottish Environment Protection Agency, als Umweltsünder für 2014 an den Pranger gestellt – Betriebe, die bei Umweltverschmutzung mit dem Attribut „poor“ oder „very poor“ belegt wurden, berichtet The Ferret. Sieben davon sind – leider – Destillerien.

Während die meisten Betriebe mit Namen genannt werden (wie zum Beispiel der Inverness Airport oder BP), bleiben interessanterweise die Unternehmen, die sich mit Wasser oder radioaktivem Abfall beschäftigen, aus Gründen der nationalen Sicherheit, anonym.

Bei den Destillerien werden im Artikel auf The Ferret zwei näher betrachtet, die Umweltgesetze gebrochen haben: Ardmore, die zwar als Sponsor des Nature of Scotland Awards auftritt, aber schon seit drei Jahren als „poor“ bewertet wird – ohne aber dabei nähere Infos zu geben. Mehr weiß man bei der zweiten Destillerie: Glenlivet erhält die zweifelhafte Auszeichnung, weil man dort mehrfach gegen Abwasserstandards verstoßen hat. Die anderen Destillerien sollen laut dem Artikel vornehmlich mehr Wasser als erlaubt verbraucht haben.

Hier die Liste aller Destillerien, die zu den Umweltsündern gerechnet werden:

 

Serge verkostet: Dailuaine (incl. Special Release 2015)

Drei Abfüllungen aus der Speyside-Destillerie Dailuaine hat Serge heute in seine Verkostung aufgenommen. Eine davon ist die offizielle Destillerieabfüllung im Rahmen der Diageo Special Releases (übrigens eine von insgesamt nur sieben, die man als offizielle Abfüllungen bezeichnen kann), die beiden anderen stammen von unabhängigen Abfüllern.

Wie schlägt sich also das an die 500 Euro teure offizielle Bottling, das mit 34 Jahren ein recht stolzes Alter besitzt? Nicht so schlecht, aber auch nicht absolut exzeptionell:

  • Dailuaine 16 yo 1997/2013 (46%, Signatory Vintage, Un-chillfiltered Collection, casks #10178-10179, 739 bottles): 78 Punkte
  • Dailuaine 17 yo 1996/2014 (51.9%, Archives, hogshead, cask #10607): 83 Punkte
  • Dailuaine 34 yo 1980/2015 (50.9%, OB, Special Release, 2952 bottles): 89 Punkte

Whisky im Bild: Kilchoman und Kingsbarns – Das Defender-Treffen

Wenn Welten aufeinander treffen: Von Douglas Clement, Founding Director und Visitor Centre Manager der Kingsbarns Distillery, stammt dieses Foto mit Kuriositätenwert. Es zeigt den Land Rover Defender der Kilchoman European Tour zusammen mit dem Land Rover Defender der Kingsbarns Distillery vor eben jener. Und passend zu den Geländewagen gibts auch Schmuddelwetter 🙂

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Kanada: Für 50jährigen Glenfiddich vier Tage im Regen gewartet

Das nennen wir Hingabe und Entschlossenheit: Der Kanadier Bruce Langereis hat vier regnerische Tage lang am Rand eines Parkplatzes eines neuen Spirituosengeschäfts in Vancouver gecampt, um eine Flasche 50jährigen Glenfiddich um 36.000 Dollar kaufen zu können. Und: diese Flasche wird nicht gesammelt, sondern getrunken, wie CBC News berichtet. „Ich werde der Erste sein, der daraus trinkt“, sagte Bruce Langereis im Interview.

Bruce Langereis ist Unternehmer und wird die Flasche in einer Hotelbar in Vancouver, die seine Firma gebaut hat, aufstellen. Dort wird man dann den Whisky gläserweise kaufen können. Der Preis pro Dram ist allerdings auch nicht ohne: 2.000 Dollar wird man dafür bezahlen müssen.

Die Flasche ist Teil des jährlichen Premium Spirit Release der BC Liquor Stores. Beim Anstellen war Bruce übrigens nicht allein – Hunderte waren gekommen, um Schnäppchen ab 60 Dollar aufwärts zu machen.

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Video: Die Orkneys – Der kürzeste kommerzielle Flug der Welt

Wenn Sie auf den Orkneys Highland Park und Scapa auf der Hauptinsel besucht haben und Ihnen noch ausreichend Zeit bleibt, fahren Sie doch weiter in den Norden auf die Insel Westray, die – abgesehen von Hollandstoun – die nördlichste Insel der Orkneys ist. Dort gibt es den kürzesten kommerziellen Flug der Welt, nämlich vom Westray Airport auf das Papa Westray Flugfeld auf der östlich gelegenen Nachbarinsel.

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Der Flug ist die Alternative zur Fährüberfahrt, die nun auch nicht gerade ewig dauert. Die Länge des Fluges beträgt bei günstigen Windverhältnissen gerade einmal 75 Sekunden – und die können Sie hier oder auf Youtube jetzt miterleben.

Viel Vergnügen dabei und einen schönen Sonntag – sollten interessante News auftauchen, sind wir natürlich auch heute wie jeden Tag für Sie da…

Deutschlandradio Kultur: Whisky aus der Uckermark

Einen Artikel über Cornelia Bohn und ihren Preußischen Whisky aus der Uckermark bringt Deutschlandradio Kultur heute auf der Website – zusätzlich zum geschriebenen Wort mit dem Beitrag zum Hören (knapp viereinhalb Minuten). Im Beitrag erfährt man über Bohn’s Werdegang und was ihre Destillerie in ihren Augen auszeichnet. Hier ein Auszug aus dem Artikel:

100 Liter Single Malt brennt Cornelia Bohn pro Woche. Der Brennkessel trennt den Alkohol vom Wasser. Frisch gebrannt ist der Whisky durchsichtig und klar, seine Bernsteinfarbe bekommt er erst durch die Lagerung im Holzfass.

Ihr Single Malt lagert in Fässern aus Spessarteiche oder amerikanischer Weißeiche.

Nach einem Arbeitstag in der Apotheke entspannt Cornelia Bohn beim Whiskybrennen. Es sei ein Getränk der Entschleunigung meint sie beim Eingießen ins Glas.

The Week: So investiert man richtig in Whisky

Auch wenn viele Whiskyfreunde die Nase über jene Leute rümpfen, die Whisky als Anlageobjekt kaufen: Den Trend gibt es, und ob man ihn mag oder nicht, man wird mit ihm und den Auswirkungen auf den Whiskymarkt und die Whiskypreise leben müssen.

The Week gibt nun in einem ausführlichen und recht ausgewogenen Artikel Hintergrundinformationen und Tipps, die einem dabei helfen sollen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Er verschweigt nicht, dass ein Einstieg mit jeder Menge Risiko verbunden ist (aber gilt das nicht für jede spekulative Anlageform?), zeigt aber auch auf, wo noch Möglichkeiten liegen könnten und wie man sie am besten nutzen kann.

Die Tipps lassen sich in drei Punkte zusammenfassen:

  1. Konzentrieren Sie sich auf Single Malts aus namhaften Destillerien.
  2. Suchen Sie Einzelfassabfüllungen oder streng limitierte Ausgaben – vornehmlich aus lost distilleries.
  3. Und sehr wichtig: Kaufen Sie nur das, was Sie selbst trinken wollen. Vielleicht wird das das Beste, was Sie mit Ihrem Investment anstellen können.

Rezepte mit Bourbon von Maker’s Mark

Wochenende, da hat man auch mal eher Zeit, selbst zu kochen – und aus Erfahrung können wir sagen: Kochen mit Whisky macht das Unterfangen gleich doppelt schön.

Wer es gerne amerikanisch mag oder probieren will, dem sei die Rezeptseite von Maker’s Mark ans Herz gelegt, dort finden Sie wirklich ausgezeichnete Rezepte mit Bourbon, von der Vorspeise bis hin zum Dessert, schön illustriert und gut erklärt. Wer bekäme da nicht Appetit auf French Toast à la Maker’s Mark, Mint Julep Lamb Chops

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oder ein feuriges Bourbon Chili wie dieses?

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Jedenfalls eine wunderbar aufgemachte Kochseite mit schönen Rezepten und voller Inspirationen, finden wir, und empfehlen sie auch für die, die nicht kochen, sondern nur schmökern wollen…

Wir verkosten: Auchroisk 1999 – Niepoort Port Finish, 53,5%, Gillespie & Partners

[alert type=white]Auchroisk 1999 – Niepoort Port Finish, 53,5%
Bourbon Hogsheads # 13568 – 9 December 3rd 1999 until March 3rd 2015
Niepoort Port Pipe March 3rd – June 8th 2015
bottled 8, Juni 2015 von Morrison & Mackay Ltd. PH1 4EB für Gillespie & Partners
nicht gefärbt, nicht kühlfiltriert
Sample: Gillespie & Partners
Verkoster: Reinhard Pohorec[/alert]

G&P Auchroisk 1999+tube (2)

Während sich manche Destillerien regelrecht überpurzeln mit jahrhundertelanger Tradition, wer denn nicht der Erste hinsichtlich dieses oder jenes gewesen sei und vor wie vielen Zentenarien man nicht auf einer historischen Stätte erstmalig destilliert hätte, steht bei Auchroisk schlichtweg 1974 zu Buche. Die Destillerie wurde von Justerini & Brooks als Blend Fütterer konzipiert und sah später unter Diageo’s Singleton Agnomen erste Single Malt Ambitionen. Sie ist eine der jüngsten Brennereien Schottlands, mit einer stattlichen jährlichen Ausbringungsmenge und von robustem Charakter, Eigenständigkeit und hoher Qualität.

Nicht die schlechtesten Voraussetzungen also für eine gelungene Abfüllung, sofern der wertvolle Gerstensaft nicht schon im J&B Blend aufgeht, sondern alleine glänzen darf, wie bei dieser Gillespie & Partners Vintage Single Malt Whisky Edition. Und dann erst der Portwein…

 

Nase: Frisch, knackig, ungestüm-jugendlicher Überschwang im Duft, sehr malzige Noten, schäumende Getreidemaische, auch hefig, dann macht sich erst einmal Apfelfrucht breit, sehr cremiger und vollreifer roter Cox Orange, Birnencidre, dazu eine leicht parfümartige Anmutung, Quittengelee, immer umfangen von dicklich malziger Körnung, Porridge, Haferbrei, dunkles Pumpernickel, nach ein paar Minuten gesellt sich speckige Würze hinzu, Zimtstange und Piment, es braucht Zeit, es braucht Muse, es braucht Geduld mit diesem Malt, dann offenbaren sich langsam und gemächlich auch buttrige Highlights, Vanilleschote, Schlagobers auf reifen Erdbeeren die Ecken und Kanten der ersten Nase lösen sich, leicht weinige Einsprengsel,

 

Gaumen: auch am Gaumen zeigt sich erst einmal die Kraft dieses Malts, sehr kompakt, fesselnd und zupackend ist das Spiel aus getreidigen Spitzen, apfeliger Frische und etwas Brioche, dann bleibt eine breite, sehr weiche Geschmacksnote, etwas Mandarine im Dialog mit schwarzem Holler, röstig, karamellisiert, etwas Lavendel und ein leiser Anflug von Rosmarinnadeln

 

Finish: das Finish ist gezeichnet von dunklem Karamell, geröstetem Roggenbrot, erdig, sogar ein leiser Anflug von gegerbtem Leder mit insgesamt mittlerer Länge, dabei immer wieder die frische Zitrus, abgelöst von Cassis, Bittermandel und Apfelmost, gegen Ende dann noch einmal Curacao Orange, sogar Likörerinnerungen

 

Alles in allem: Es ist stets faszinierend einen Single Malt in einer eher jugendlichen Ausprägung degustieren zu können – die Gerste, die Fermentationsaromen, das Destillat, all die primären Noten und der ureigene Charakter der Brennerei schimmern durch, nur sanft begleitet von einer hintergründigen, sich leise abzeichnenden Fassnote. Dass das dann selbst noch bei einem Finish so harmonisch eingebaut wurde, ist beachtlich und erfreulich für die Sinne. Etwas mehr als drei Monate gönnte man dem Whisky in einer Niepoort Port Pipa mit 550l Fassungsvermögen, der Wein hatte einmal stattliche 98 Parker Punkte aufs Parkett gelegt.

So ist der Malt insgesamt geprägt von Getreide, vibrierender Würze und charakteristischer Herbe, umrahmt von dunkel fruchtiger Süße und einem Schlagobershäubchen nebst schwarzem Holunder.

Die ursprünglichen Bourbon Hogsheads scheinen insgesamt milden Einfluss auf den new make gehabt zu haben, nicht die mittlerweile so oft anzutreffende Holzkeule neuer amerikanischer Weißeiche dominiert, dieser Auchroisk ist filigraner.

Natürlich darf man dann nicht die komplexesten Reifenoten oder überbordende „rancio“ Eindrücke jahrzehntelanger Lagerung erwarten, das Finish ist von überschaubarem Ausmaß. Aber nicht, dass das dieser Malt je suggeriert hätte. Hier zählen andere Qualitäten, und davon nicht zu wenig! Ein sehr spannendes und mächtiges Erlebnis. Sehr gut, fast schon Spitzenklasse.

Neuer Tullamore Dew 18yo aus vier Fasstypen?

Wieder einmal hat Sku’s Recent Eats ein interessantes Label auf der TTB Database gefunden, auf der alle Neuerscheinungen für den amerikanischen Markt registriert werden müssen (ohne Verpflichtung, sie dann auch wirklich zu launchen). Es geht um einen irischen Whiskey, den Tullamore Dew 18yo. Laut dem Label soll er aus vier Fässern stammen: Oloroso, Madeira, Bourbon und Port. Die Abfüllung soll mit 41.3% erfolgen, was Fassstärke bedeuten würde. Insgesamt soll es von dem Small Batch Release weniger als 2500 Flaschen geben.

Abzuwarten bleibt, ob der Whiskey in den USA tatsächlich erscheint – und ob es ihn auch auf anderen Märkten geben könnte.

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