Das „Dramfest“ wird in Elgin abgehalten werden, und zwar vom 9. bis 11. September, in der Stadthalle. Es wird dort neben Whisky auch andere Getränke geben – zum Beispiel Gin und Craft Beer aus der Region. Auch ums Essen und lokale Produkte wird es gehen.
Wer also in der herbstlichen Nebensaison noch einen Grund für einen Besuch der Speyside sucht: Bingo! 🙂
Selten, aber doch berichten wir über Neuerscheinungen, die vorderhand nicht am deutschen Markt erhältlich sind, aber für unsere Leser dennoch von Interesse sein könnten. Wie zum Beispiel heute über den Marktstart des ersten Single Cask Whisky von Three Ships aus Südafrika. Zur Distell Group gehörig, die auch Bunnahabhain, Tobermory und Deanston besitzt, ist der Three Ships Südafrikas bekanntester Whisky.
Der Three Ships Single Cask ist 10 Jahre alt und reifte in amerikanischen Eichenfässern, bevor er für 14 Monate in PX Sherry Casks gefinished wurde. Er ist mit 46.2% abgefüllt und erscheint im Rahmen der Three Ships Masters Collection, von der es jährlich neue Abfüllungen geben soll.
Man wird ihn von ausgesuchten Fachhändlern in Südafrika erhalten, umgerechnet soll er 55 Euro kosten. Wer schon einmal einen Three Ships gekostet hat weiß, dass man sich durchaus eine interessante Abfüllung erwarten kann. Quelle: The Whisky Business.
Die Connacht Whiskey Distillery in Ballina, Co. Mayo, wurde nun offiziell eröffnet und bringt die Tradition des Pot Still Whiskeys nach über 100 Jahren Absenz zurück in den Westen Irlands. Einen Bericht über die Eröffnungsfeier der 10 Millionen Euro teuren Destillerie finden Sie in Irish Building.
Die kleine Destillerie wird 40 Arbeitsplätze in der Region schaffen und 70.000 Cases im Jahr produzieren. Der Whiskey Director der Destillerie ist Tom Jensen, früherer CEO von Remy Cointreau USA. Als Master Distiller fungiert Rob Cassell.
Schon vor kurzem hat Serge Valentin jede Menge Abfüllungen aus der Destillerie Caol Ila verkostet (siehe hier), heute folgt der zweite Teil, und wieder sind es Unabhängige, denen er in der Verkostung sein Augenmerk widmet. Auch diesmal kreisen die Bewertungen rund um die 85 Punkte, und einen Sieger auszurufen ist schwer. Hier mal die verkosteten Whiskys und ihre Bewertungen – für die Beschreibungen einfach unserem Link zum Originalartikel folgen:
Caol Ila 2003/2015 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, 1st fill bourbon barrels): 84 Punkte
Caol Ila 2006/2015 (58.2%, Gordon & MacPhail, Exclusive for La Maison du Whisky, refill sherry hogshead, cask #306217, 251 bottles: 84 Punkte
Caol Ila 2000/2013 (56.8%, Malts of Scotland for Edition Feinschmecker, bourbon hogshead): 84 Punkte
Caol Ila 20 yo 1995/2015 (57.3%, Signatory Vintage, Straight From The Cask, hogshead, cask #714, 385 bottles): 86 Punkte
Caol Ila 1995/2008 (58.9%, Berry Brothers & Rudd, cask #10018+10019): 85 Punkte
Mehr Verkostungen zur Destillerie Caol Ila werden folgen.
Eine neue Kollektion von Balvenie wurde gestern am 13. Oktober in London vorgestellt: Balvenie DCS Compendium, als Hommage an Malt Master David Charles Stewart. Es handelt sich dabei um insgesamt 25 Abfüllungen, die bis 2019 in Batches erscheinen werden und insgesamt 125.000 Pfund kosten sollen. Das berichtet scotchwhisky.com in seiner Onlineausgabe.
Batch Nummer 1 umfasst fünf Flaschen, die man gemeinsam oder einzeln erstehen kann. Preislich sind sie alle sehr ambitioniert angesetzt:
1968: 46yo, Cask 7293, refill American oak hogshead, abgefüllt am 11. Juni 1968, 45.9%, £19,000.
1978: 37yo, Cask 2708, refill American oak barrel, abgefüllt am 11. März 1978, 50.2%, £4,500.
1985: 30yo, Cask 612, refill American oak barrel, abgefüllt am 1.2 Februar 1985, 54.1%, £1,300.
1997: 17yo, Cask 5365, refill American oak barrel, abgefüllt am 9. Juni 1997, 60.7%, £700.
2005: 9yo, Cask 6587, refill American oak barrel, abgefüllt am 6. Mai 2005, 57.5%, £400.
Den Preis für den Neunjährigen begründet man übrigens mit dem Umstand, dass es der einzige Balvenie sein wird, der mit diesem Alter abgefüllt werden soll und es daher eine einzigartige Gelegenheit sei, einen jungen Balvenie zu verkosten (was in realiter richtig, aber faktisch falsch ist: Es gab einmal einen 8jährigen Balvenie).
Als Bild können wir derweilen nur das amerikanische Label des 1968ers bieten, es ist das einzig Rechtefreie.
Nase: Eine dezente malzige Süße zeigt sich und wird begleitet von den Noten des Grain Whiskeys – mal deutlicher, mal dann aber auch leichter und dann weiß der Drombeg durch seine Milde zu gefallen.
Gaumen: Anflüge von Honig und Vanille ergänzen hier jetzt die malzige Süße. Der Drombeg, benannt nach dem berühmten Steinkreis, bleibt weiterhin recht mild, leicht und angenehm trinkbar.
Finish: Kurz mit einer alkoholischen Schärfe, die hier erstmals auftritt.
Alles in allem: Der Drombeg Irish Whiskey Blend kommt aus dem Hause der West Cork Distillers. 2003 starteten John O’Connell, Denis McCarthy und Ger McCarthy dieses Projekt einer unabhängigen irischen Destillerie. Zehn Jahre später reichte die damalige Brennerei in Union Hall schon nicht mehr aus und eine neue in Skibbereen nahm den Betrieb auf. Und wie bei vielen anderen neu gestarteten Destillerien findet sich im Portfolio auch Vodka und Gin, um kurzfristig Einnahmen zu generieren. Doch haben sich die West Cork Distillers dem Whiskey als Teil der irischen Identität verschrieben. Der Drombeg Irish Whiskey Blend bildet den Einstieg in ihre sich noch weiter entwickelnde Range. Das Etikett weist ihn als „Matured in Doublewood“ aus. Und diese Reifung hätte insgesamt durchaus ein wenig länger sein dürfen. So gibt es von uns ein knappes „Gut“ für diesen Blend.
Im Schweizer Online-Magazin Drinks and More findet sich ein Exklusivinterview mit Yu-Ting Lee (CEO der King Car Group, zu der Kavalan gehört) und Ian Chang (Masterblender von Kavalan). Die beiden wurden natürlich zur Destillerie und den dort produzierten Whiskys befragt. Hier ein kurzer Auszug:
F: Kavalan hat in sehr kürzer Zeit ein ansehnliches Sortiment an Whiskies herausgebracht. Was ist von Kavalan in nächster Zeit an interessanten Innovationen zu erwarten?
Ian Chang: Wir arbeiten einerseits permanent an der Optimierung der Qualität aber auch an der Weiterentwicklung unserer Produktelinie. Wir forschen an einigen Innovationen und werden in nächster Zeit mit einigen Überraschungen aufwarten können. Herr Lee ist sehr innovativ und hat viele Ideen. Wir werden uns also sicher nicht auf den Lorbeeren ausruhen.
The Spirits Business berichtet über einen neuen Ardmore: Der Ardmore 12yo Port Wood Finish wurde traditionell ohne Kühlfiltrierung hergestellt und lagerte während seiner 12jährigen Reifezeit in Ex-Bourbon Fässern aus amerikanischer Weißeiche sowie in europäischen Portweinfässern. Das verleiht diesem leicht rauchigen Malt laut Angaben von Beam Suntory eine würzige Fruchtnote.
Er wird im Geschmack wie folgt beschrieben:
Im Aroma besticht dieser THE ARDMORE PORT WOOD FINISH 12 YEARS OLD zuerst durch frische Erdbeeren und Sommerfrüchte mit einem Hauch von Pfeffer, gefolgt von Nuancen getrockneter Orangen und Zimt.
Süße Noten von roten Äpfeln und Honig mit einer dezenten Rauchnote heben sich im Geschmack dieser Abfüllung vor.
Der Nachklang ist zuerst sanft und lang anhaltend, bis schließlich der für The Ardmore typische trockene Nachklang folgt.
Abgefüllt wurde der Ardmore 12yo Port Wood Finish mit 46%. In England wird er 50 Pfund kosten, der Preis bei uns ist noch nicht bekannt.
Zwei Monate, nachdem der zweite Weltkrieg ausbrach, wurde der Mortlach 75yo von Gordon & MacPhail destilliert (wir berichteten über sein Erscheinen hier). Und zehn Jahre nach dessen Ende kam der Glen Grant 59yo aus der Brennblase.
Serge Valentin konnte beide heute verkosten, und im Duell der Methusalems gab es einen Punktesieger, wenn auch nur mit geringem Abstand. Im Duell konnte sich bei ihm der Glen Grant knapp durchsetzen – aber beide sind durchaus excellente Whiskys, schenkt man Serge Glauben. Übrigens: 1 Dram (2cl) des Mortlach kostet so viel wie eine Apple Watch – und wer zum Teufel braucht eine Apple Watch, wie Serge so treffend anmerkt… 🙂
Mortlach 75 yo 1939/2014 (44.4%, Gordon & MacPhail, Generations, first fill sherry butt, cask #2475, 100 bottles): 90 Punkte
Glen Grant 59 yo 1955/2015 (60.8%, Gordon & MacPhail for LMDW, Book of Kells, 1st fill sherry hogshead, cask #845): 92 Punkte.
Scotland Now hat heute einen Bericht über den Fortschritt bei der Planung und Errichtung der Destillerie auf der Insel Raasay veröffentlicht (unsere weiteren Berichte dazu finden Sie hier). Darin geht es um die bislang geleisteten Vorarbeiten, wie zum Beispiel einen Besuch in der Toskana, um sich dort leere Weinfässer zu sichern und die Brennblasen in Auftrag zu geben, oder die Entdeckung einer seltenen Fledermausart auf der Insel, die dazu führte, dass die Destillerie auch ein Fledermaushotel haben wird.
Bis die Planungsbewilligung erfolgt, sollte es übrigens nach der Einschätzung des Autors noch Weihnachten werden – wir werden natürlich darüber berichten…
Das geplante Destilleriegebäude in einer künstlerischen Skizze
Ein schlichtweg sensationell gemachtes Video bietet Dewar’s mit dem 360°-Film über die Erzeugung des Blends Dewar’s Scratched Cask. Es zeigt die Stationen eines Fasses für diesen Blend, vom Hafen in Schottland über die Cooperage und die Lagerhäuser bei Aberfeldy. Das Beeindruckende daran: Entweder durch Ziehen mit der Maus oder durch die Verwendung einer VR-Brille kann man im Video stets einen Rundumblick machen – man fühlt sich mittendrin. Egal, ob die Kamera fix irgendwo steht oder zum Beispiel auf dem Lastwagen montiert ist, der die Fässer vom Fassbinder zum Befüllen in die Destillerie bringt, hat man den Rundum- und Durchblick. Unbedingt ansehen und teilen – es zahlt sich aus; selbst für Leute, die mit Whisky nichts am Hut haben, weil es einfach technisch großartig ist.
Der Blend selbst ist bei uns nicht erhältlich, sondern nur in den USA. Seine Besonderheit waren die gekohlten und von Hand ausgekratzten frischen amerikanischen Eichenfässer, in denen er sein Finish erhielt.
Knapp zweieinhalb Minuten dauert ein Videobericht auf 9news.com.au über die Übernahme von Bladnoch durch den australischen Millionär David Prior. Er bietet nicht nur ein Interview mit Prior, sondern auch jede Menge sehr schöne Aufnahmen der Destillerie – innen wie von außen. Auch Ian MacMillan, der von Bunnahabhain zu Bladnoch gekommene Master Distiller, kommt im Video zu Wort. Sehenswert!
Von Alba Import haben wir eine Presseaussendung mit Informationen zur diesjährigen Armorik Tasting Tour erhalten, die wir gerne für Sie publizieren:
Armorik Single Malt de Bretagne auf Tasting Tour
Nachdem die Tasting Touren der vergangenen Jahre mit Armorik Single Malt de Bretagne stets ein voller Erfolg waren, besucht dieses Jahr Clémence Vedrenne von der Distillerie Warenghem Deutschland und wird auf fünf Events im Fachhandel Neuheiten der Brennerei vorstellen.
Vom 27.10. bis zum 31.10. wird Clémence Vedrenne auf fünf bretonischen Tastingabenden neben den beiden bekannten Single-Malt Qualitäten Armorik „Classic“ und Armorik „Double Maturation“ weitere Spezialitäten der Brennerei Warenghem vorstellen. Clémence leitet bei der Brennerei in der Bretagne das Besucherzentrum und den Destillerie-Shop. Die junge Managerin spricht fließend Deutsch und wird die Gäste mit Esprit und französischem Charme durch die Verkostungen führen.
Clèmence Vedrenne
Rechtzeitig zur Tasting Tour werden gleich drei neue Abfüllungen von Armorik Single Malt erscheinen – die jährliche „Millesime“ Sherryfass-Abfüllung, ein neuer „Maitre de Chai“ sowie eine Einzelfass-Abfüllung exklusiv für den deutschen Markt. Hierfür hat der deutsche Importeur Alba Import wieder ein besonderes Fass Armorik Single Malt ausgewählt, destilliert 2008 und für 7 Jahre durchgehend in Portwood gereift.
„Whisky Breton“ oder „Whisky de Bretagne“ wurde dieses Jahr zur eigenständigen geographischen Whiskyregion erklärt. Dies trägt neben der 30-jährigen Whiskygeschichte auch den keltischen Wurzeln der Region Rechnung und bei Warenghem Distillerie ist man sehr stolz auf diese Entwicklung.
Clémence Vedrenne freut sich bereits, vor diesem Hintergrund dem deutschen Publikum neue Single Malt Spezialitäten vorzustellen. Während der Tasting Tour haben Whisky-Liebhaber die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch und Gedankenaustausch.
Die Tasting Termine im Fachhandel:
Di. 27.10. hansemalt, Hamburg, Beginn 20.00 Uhr
Mi. 28.10. weltfein, Hannover, Beginn 19.30 Uhr
Do . 29.10. Eichelhardt’s Weinkontor, Lüdenscheid, Beginn 20.00 Uhr
Fr. 30.10. Whiskyhort, Oberhausen, Beginn 19.00 Uhr
Sa. 31.10. Whisky in Wiesbaden, Wiesbaden, Beginn 18.00 Uhr
Es sind noch Plätze frei, Eintrittskarten sind beim jeweiligen Fachhandelspartner erhältlich.
Informationen zu Armorik Single Malt de Bretagne
Seit 30 Jahren wird in der bretonischen Brennerei Warenghem an der „Côte de Granit Rose“ Whisky gebrannt. Das 1900 gegründete Familienunternehmen wird seit fünf Jahren in 5. Generation von David Roussier geleitet. David Roussiers Schwiegervater und Vorgänger, Gilles Leizour, begann mit der Produktion von Whisky und brachte bereits 1998 den ersten Armorik Single Malt auf den Markt.
David Roussier trat vor fünf Jahren mit vielen innovativen Ideen die Nachfolge in der Geschäftsführung des Traditionsunternehmens an. Ein profundes Whiskywissen hat er in Schottland erworben, wo er unter anderem bei Bruichladdich und Kilchoman Distillery in die Lehre ging und dort vieles über schottischen Malt Whisky und dessen Produktion lernte.
Für seine Brennerei Warenghem engagierte David Roussier darauf einen renommierten Whisky-experten, der dort als Consultant gastierte und viele kleine Verbesserungen in der Produktion und in der Lagerung der Whiskys vornahm. 2011 dann präsentierte Roussier stolz die zwei neue Qualitäten des Armorik Single Malt de Bretagne – den „Classic“ und den „Double Maturation“. Beide Abfüllungen sind unchill-filtered und in 46% Trinkstärke abgefüllt und wurden mehrfach international prämiert.
Die idyllische Bahnstrecke zwischen Keith und Dufftown nennt sich auch Whisky Railway – verbindet sie doch zwei Hauptorte der Whiskyproduktion in der Speyside. Momentan wird sie von Freiwilligen betrieben und ist eine Fremdenverkehrsattraktion, nicht so sehr ein Stück des öffentlichen Verkehrsnetzwerkes. Geht es allerdings nach einer Initiative, die sich laut Press & Journal gebildet hat, so soll sich das ändern – und für Touristen noch attraktiver werden. Man will die Bahnlinie ans Hauptverkehrsnetzwerk anbinden und damit den Passagieren einen 20minütigen Fußmarsch ersparen. Konkret ginge es darum, die Verbindung zwischen beiden Linien in Keith wieder zu reaktivieren.
Ein Sprecher von Transport Scotland begrüßte die Initiative und sagte, dass sie innerhalb des Unternehmens mit den relevanten Personen besprochen würde.