PR: Vorverkauf für die Aquavitae hat begonnen!

Vom Veranstalter der Aquavitae in Mülheim, die in diesem Jahr am 29. und 30. Oktober stattfinden wird, haben wir eine kurze Mitteilung erhalten, dass der Kartenvorverkauf begonnen hat, sowie Informationen über die Bezugsquellen der Karten im Vorverkauf. Auch wir werden auf der Aquavitae wieder mit einem Stand vertreten sein – und uns natürlich über Ihren Besuch dort freuen. Hier die Mitteilung:

Der Vorverkauf für die AQUAVITAE 2016 in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr, hat begonnen! Eurer Ticket könnt Ihr im Onlineshop der Rolf Kaspar GmbH. oder alternativ via Ticketscript (bequemes ausdrucken zu Hause ohne Zeitverzögerung !) buchen – oder in beiden Ladenlokalen der Rolf Kaspar GmbH erwerben (Essen und Düsseldorf).

aqua

Forbes: Fünf tolle Whiskys aus Ländern, an die Sie nicht gedacht haben

Auch wenn die Headline bei Forbes eher an englischsprachige Leser gerichtet ist: Wenn Sie bei Whisky an Regionen denken, denken Sie da zuerst an Luxemburg, Australien, Frankreich, Österreich und Deutschland? Aus diesen Ländern stammen nämlich die Whiskys, die Forbes in seinem Artikel vorstellt. Und nachdem das keine best-of Liste ist, kann man der Auswahl der Whiskys ohne viel Bauchweh beipflichten, denn sie beweist, dass man auch abseits der klassischen Whiskyländer sein Handwerk versteht. Und: Man kann die Liste auch zum Beispiel als Anregung dazu verwenden, etwas Neues zu entdecken.

Welche Whiskys aus Österreich und Deutschland es in die Auswahl geschafft haben, können Sie hinter unserem Link nachlesen. Das Titelbild ist ein kleiner Hinweis für Österreich 🙂

Neu: Scallywag Cask Strength Limited Edition #2

Von Douglas Laing gibt es eine neue Abfüllung des Scallywag in Fassstärke, die Limited Edition #2. Diesmal wurden für den Scallywag mehr spanische Sherry Butts ausgewählt, darunter solche aus den Destillerien Mortlach, Macallan und Glenrothes, was ihm eine dunklere Farbe verleiht. Abgefüllt wird dieser Blended Malt aus der Speyside mit 54.1%.

Scallywag Cask Strength #2 bottle only

Auch die Tasting Notes haben wir für Sie übersetzt:

In der Nase Orangenmarmelade, dazu Zimt und Ingwer. Am Gaumen Apfel und Gewürze, dazu Rhabarber und Kaffeenoten. Dazu Vanille, Rosinen, mit Gewürzen und Gewürznelken. Im Finish entdeckt man dunkle Schokolade, getoastete Eiche vor fruchtigem Hintergrund.

In Bälde soll der neue Scallywag CS im Handel erhältlich sein. Insgesamt wird es 4800 Flaschen davon geben.

Neu in den USA: Limited Edition 1792 Full Proof Bourbon

Von der Barton 1792 Distillery haben wir eine Information über einen neuen Bourbon in der 1792-Range erhalten, der Ende Mai in den USA erhältlich sein wird und für Bourbonfreunde hier am Kontinent interessant sein könnte.

Der Limited Edition 1792 Full Proof Bourbon ist der vierte Limited Release, er wurde mit 62.5% abgefüllt. Seine Fässer wurden im Herbst 2007 in den Warehouses N, E und I für 8,5 Jahre eingelagert. Diese Warehouses sind siebenstöckige Lagerhäuser mit Betonboden und umlaufenden Fenstern, sodass Tages- und Sonnenlicht ins Lagerhaus gelangen kann.

Der Geschmack wird so beschrieben: Kraftvoll mit Vanille und Noten getrockneter Kirschen. Im ersten Anfluten spürt man massiv Eiche, danach kommen fruchtige und karamellige Noten zum Vorschein.

Der Verkaufspreis in den USA wird $44.99 betragen.

1792 Full Proof Bottlesm

Serge verkostet: Caol Ila

In seiner heutigen Verkostung hat Serge Valentin sechs unabhängige Abfüllungen aus der Destillerie Caol Ila unter die Lupe genommen. Caol Ila, zu Diageo gehörig, liefert ja hauptsächlich Whisky für die Blends des Unternehmens (Johnnie Walker), aber die Single Malts, ob sie nun offiziell von der Destillerie sind oder von unabhängigen Abfüllern, haben durchaus ihre Anhängerschaft. Zu Recht, wie man den Wertungen von Serge entnehmen kann:

  • Caol Ila 8 yo 2007/2016 (53.7%, The Whisky Agency, bourbon hogshead, 324 bottles): 86 Punkte
  • Caol Ila 2006/2015 ‚Whisky of The Year‘ (52.9%, The Auld Alliance, 156 bottles): 86 Punkte
  • Caol Ila 9 yo 2006/2015 (51.3%, Sansibar and S Spirits, bourbon, 340 bottles): 87 Punkte
  • Caol Ila 2001/2015 (58.8%, Malt Barn, sherry, 192 bottles): 89 Punkte
  • Caol Ila 1998/2008 (59.1%, Gordon & MacPhail, sherry, casks #12875+12876): 87 Punkte
  • Caol Ila 19 yo 1997/2016 (40.2%, Sansibar and S Spirits, sherry, 599 bottles): 85 Punkte

Paddy Irish Whiskey endgültig an Sazerac verkauft

Irish Distillers (Pernod Ricard) haben die Marke Paddy nun endgültig an das US-Unternehmen Sazerac verkauft. Die Nachricht kommt nur 2 Wochen nachdem die Kaufabsichten von Sazerac öffentlich wurden.

Irish Distillers hat festgehalten, dass die Produktion von Paddy in der Midleton Distillery verbleiben wird und damit die Arbeitsplätze zu den bestehenden Konditionen weiter garantiert sind. Die viertgrößte irische Whiskeymarke wird daher trotz des Kaufes durch das Familienunternehmen aus New Orleans in Irland verbleiben, berichtet RTE News.

Barschilder in Irland. Foto: Whiskyexperts
Barschilder in Irland. Foto: Whiskyexperts

BQLive: Bericht über die InchDairnie Distillery bei Kinglassie

Auf BusinessQuarterLive finden Sie heute einen Artikel über die InchDairnie Distillery in den Randbezirken von Kinglassie in Fife: Sie bietet 10 Menschen Arbeit und soll in ihrem ersten Jahr bereits 2 Millionen Liter Alkohol produzieren (im August 2014, als wir vom Spatenstich berichteten, waren noch 4 Millionen Liter angepeilt, vielleicht für spätere Jahre).

Der erste Whisky soll allerdings nicht in drei, sondern in 10, 12 oder 15 Jahren auf den Markt kommen, sagt Gründer Ian Palmer (John Fergus & Co Ltd). Man habe Zeit und müsse nicht schnell Geld machen, so seine Aussage. Dementsprechend läuft auf deren Website auch ein Countdown von fast 13 Jahren bis zur Veröffentlichung ihres ersten Single Malts. Man will dort aber nicht nur Single Malt produzieren, sondern auch Malt für Blender.

Nachtrag für alle, die tiefer in die Materie eindringen wollen: Detailliertere Informationen zur InchDairnie Distillery finden sich auf Drinks International, so zum Beispiel über die spezielle Produktionsweise.

Video: Was Whisky mit Kaffee und Farbanstrichen zu tun hat

Manchmal stößt man bei den Recherchen dort auf Whisky, wo man es nie vermuten würde. So zum Beispiel geschehen in den Chemical and Engeneering News. Dort wird ein Thema, das bereits künstlerisch aufbereitet wurde, von seiner chemischen und wirtschaftlichen Seite betrachtet. Und das ist recht interessant.

Langjährige Leser von Whiskyexperts werden sich vielleicht an einen Artikel über den Fotografen Ernie Button erinnern, der Whisky, der über Nacht im Glas eintrocknete, fotografierte und faszinierende Bilder darin entdeckte. Howard A. Stone, Hyoungsoo Kim und François Boulogne von der Princeton University haben nun die Vorgänge dabei untersucht. Sie wollten herausfinden, warum Whisky auf diese Art und Weise eintrocknet, Kaffee zum Beispiel nicht – und ob man diese spezielle Art der Trocknung auch kommerziell verwenden könnte, so zum Beispiel in der Farbenindustrie.

Die Ergebnisse sind in obenstehendem Video (auch auf Youtube) zusammengefasst – und wer das nachfolgende Video ebenfalls ansieht, der kann herausfinden, ob Kaffee diese interessanten Eigenschaften übernimmt, wenn man ihn mit Whisky mischt.

Neu: The Macallan Peerless Spirit in Lalique

Preislich wohl jenseits von gut und böse (Nachtrag: US-Quellen sprechen von $35.000) ist die letzte Abfüllung von The Macallan Peerless Spirit in Lalique Six Pillars angesiedelt, die dieser Tage erscheint. In das Fass kam der Whisky, der zu den ältesten gehört, die von Macallan jemals abgefüllt wurden, am 10. November 1950 – er ist damit 65 Jahre alt. 470 Stück davon wurden hergestellt – einen Preis haben wir bislang nicht erfahren können. Seine Verpackung ist so aufwendig wie stilvoll:

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Mit der Six Pillars Serie zelebriert The Macallan die – aus ihrer Sicht – sechs Säulen ihrer Einzigartigkeit: Das Easter Elchies House, ihre spirituelle Heimat, die kleinen Stills, der perfekte Cut ihres Destillats, die besonderen Eichenfässer, die natürliche Farbe und der unvergleichliche Spirit.

Auch ein Video von knapp 10 Minuten gibt es zu diesen sechs Säulen, es stammt aus dem Jahr 2011:

https://www.youtube.com/watch?v=gdwfOzN6oeg

 

Meinwhisky.com: Die Sharing Angels in der Finch Destillerie

Die Sharing Angels, Deutschlands rein weiblicher Whiskyclub – mit einigen männlichen Ehrenmitgliedschaften 😉 – war zu Besuch im Schwäbischen Hochland, genauer gesagt in der Finch Destillerie. Petra Milde, Bloggerin auf meinwhisky.com, hat von diesem Besuch einen gewohnt ausführlichen und informativen Bericht mitgebracht.

Bild: Petra Milde
Bild: Petra Milde

Neben einer Destilleriebesichtigung mit Hans-Gerhard Fink (am Foto oben), Macher des Finch Whiskys, gab es natürlich auch eine ausführliche Verkostung. Hier ein Auszug aus dem Bericht:

Längst ist der Lagerkeller in der Nellinger Krone zu klein geworden.  Mittlerweile lagern fast 4.000 Fässer mit Finch Whisky in seinem hinzugekauften Lagerhaus, einer riesigen Scheune, die sich wenige Kilometer entfernt von der Brennerei befindet. Auch sie wird angesichts der großen Produktionsmenge des regen Schwaben bereits wieder zu klein. Er ist weiter auf Expansionskurs und plant einen Neubau. Wo? Man wird in Kürze sehen. Nellingen verwehrt ihm weitere Baugenehmigungen und so streckt er die Fühler in andere Richtungen aus. Getreu seinem Motto „think big“ plant Hans-Gerhard Fink nicht nur weitere Lagerhäuser für seinen Finch Whisky, sondern eine ganze Whiskyerlebniswelt, denn die Besucherzahlen betragen jetzt bereits fast 7.000 und steigen.

Den reich bebilderten Bericht finden Sie hier.

Serge verkostet: Blended Malts (Enlightenment u.a.)

Blended Malts, nicht zu verwechseln mit Blends (die haben auch einen Anteil von Grain Whisky in sich), werden in letzter Zeit immer beliebter – nicht zuletzt durch den Blender Compass Box, der sich mit qualitativ hochwertigen Produkten einen Namen gemacht hat.

Serge Valentin hat heute einige Blended Malts von vier verschiedenen Erzeugern verkostet, darunter auch der neueste Streich von Compass Box, Enlightenment (wir berichteten hier). Durch die Bank gibt es diesmal gute Noten:

  • Enlightenment (46%, Compass Box, blended malt, 5,922 bottles, 2016): 86 Punkte
  • The Whisky Agency ‚Extra Old‘ (44.7%, The Whisky Agency, blended malt, sherry, 2015): 86 Punkte
  • Siar Port 18 yo 1997/2015 (46%, Murray McDavid, blended malt, 685 bottles): 86 Punkte
  • Royal Mile Whiskies 40 yo (47.1%, Royal Mile Whiskies, blended malt, 337 bottles, 2015): 90 Punkte

Wir verkosten: Ardbeg Dark Cove zum Ardbeg Day, 46.5%

Ardbeg Dark Cove Ardbeg Day Release  46,5 %
Islay Single Malt, Originalabfüllung
Verkoster: Silvia Behrens und Bernhard Rems
Sample: Ardbeg

dark cove

Nase: Erster Gedanke: Mon Chéri. Kirschnoten, Milchschokolade, von Süße ummantelter Holzkohlenrauch, der aber eher dezent daherkommt. Leise phenolig und mineralisch/erdig, aber auch etwas wie warmes Kupfer. Danach, wenn sich das Mon Chéri etwas zurückzieht, auch Spuren von Marzipan und Ingwer. Und dann haben wir eine Note, die zwischen fruchtig und floral changiert. Insgesamt eher zurückhaltend, aber komplett.

Gaumen: Harmlos tritt er an, aber nach der ersten Sekunde auf der Zunge macht er auf, bringt Schokolade, Toffee, Vanille, dann beginnt ein teeriger Eindruck, Asche ist da, Lakritze, Anflüge von einer bitteren Grapefruitnote. Beide empfinden wir ihn als durchaus ausgewogen, wenn auch vielleicht ein wenig scheu.

Finish: Mittellang, wärmend, Süße, dann etwas Pfeffrigkeit, aber nicht abtrocknend. Der Rauch wabert, zieht sich zurück, kommt wieder, geht. Sehr subtile Salznoten.

Alles in allem: Mehr Harmonie als Wucht, und dabei nicht einfach nur eine sanftere Ausgabe der Committee-Abfüllung. Der Dark Cove ist eigenständig, ein etwas versonnener, gepflegter Ardbeg, der genossen werden will, und das mit Muße. Er ist schön ausbalanciert, mit interessanter Nase und gefälligem Gaumen. Die mit Bedacht geschaffene Komposition aus Rauchigkeit und Süße gefällt. Sehr gut.

BBC: Whiskyexporte bremsen Absturz, Single Malt steigt

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Laut einem Bericht der BBC hat sich die Abnahme der Exporte von Scotch im Jahr 2015 deutlich verlangsamt. Statt -7% im Jahr 2014 betrug der Rückgang „nur“ mehr 2.8%.

Interessant dabei ist, dass dieser Rückgang ausschließlich auf das Geschäft mit Blends zurückzuführen ist. Der Absatz von Single Malt hat sich im Vergleichszeitraum nämlich leicht von 914 Millionen auf 916.4 Millionen Pfund erhöht. Er macht übrigens umsatzmäßig mittlerweile 25% des Geschäfts aus, also deutlich mehr als jemals zuvor.

Generell geht aus den Zahlen der SWA hervor, dass die Absätze sich global stabilisierten, lediglich in Ländern, die vom Ölexport leben und im krisengebeutelten Brasilien sieht die Sache weniger rosig aus. China hingegen konnte wieder ein Umsatzplus erreichen.

Details zu den Zahlen finden Sie in Artikeln der BBC, bei Herald Scotland und The Courier.

Video: Flug über die neue Macallan Destillerie

Noch wird fleißig gebaut, aber im Frühling 2017 soll die neue Destillerie Macallan fertiggestellt sein. Bislang kursieren ja nur einige Baufotos und Planzeichnungen im Netz, aber auf Youtube hat scotchwhisky.com jetzt ein Video eines Drohenflugs über die Baustelle gepostet, auf der die eigentlich gigantischen Ausmaße des Baus zu sehen sind.

Eine etwas genauere Beschreibung der sichtbaren Gebäude findet sich im Artikel auf der Website des Magazins.