Der französische Getränkekonzern Rémy Cointreau gab gestern seine neuesten Zahlen bekannt: Der Nettogewinn stieg um 48.5% auf 92.6 Millionen Dollar, obwohl der Verkauf um 6.4% einbrach. Geschuldet ist der Verkaufsrückgang laut dem Konzern der schlechten Lage in China und dem Verlust des Distributionsdeals mit der Edrington Group in den USA, berichtet The Spirits Business.
Erfreulich: Bruichladdich, die ebenfalls zu Rémy Cointreau gehörende Islay-Destillerie, konnte ihr Verkaufsvolumen fast verdoppeln.
Nachdem am Dienstag die Ausstellerliste der Aquavitae 2015 in Mülheim online ging (siehe hier), sind nun auch fast alle Tastings der diesjährigen Messe festgelegt.
12.30 Uhr Classic Malts – Flavour Led meets Food
Seminarraum 2
Singleton Tailfire – Früchte Brot
Cardhu Amber Rock – Serano Schinken
Caol Ila Moch – Stilton
Mortlach Rare Old – Schokolade
Referent: Thomas Plaue
Eintritt: 20,00€
14.00 Uhr Adelphi Distillery Seminarraum 1
Aktuelle (Einzelfass)-Abfüllungen
Referent: Alex Bruce & Charles MacLean
Eintritt: 25,00€
In englischer Sprache
14.00 Uhr Bruichladdich
Seminarraum 2
Referent: N.N.
Eintritt: 20,00€
14.00 Uhr Damoiseau – Rhum agricole
Seminarraum 3
Abfüllungen von Damoiseau von der französischen Karibikinsel Guadeloupe
Referent: R. Hosie
Eintritt: 10,00€
15.30 Uhr C2C-Spirits Cup Siegerehrung
Seminarraum 1
Bekanntgabe der Ergebnisse der Verkostungen 2015
Referent: Julia Nourney
Eintritt: frei
15.30 Uhr Glenfiddich
Seminarraum 2
Die neue Glenfiddich-Ära des Brian Kinsman
GF Malt Master’s Edition, GF Destillery Edition, GF Age of Discovery 19yo Madeira cask
Referent: Helmut Knöpfle
Eintritt: 20,00€
15.30 Uhr Alba Import
Seminarraum 3
Referent: Dietmar Schulz
Eintritt: 20,00€
17.00 Uhr Uhr Privatbrennerei Unterthurner
Seminarraum 1
Quitte Holzfass 20 Jahre alt
Zwetschge Barrique
Gewürztraminer
Waldler Noblesse
Williams
Castell Tyrol
Referent: Martin Sölva
Eintritt: 10,00€
17.00 Uhr Appleton
Seminarraum 2
Appleton Estate – einzigartige Single Estate Rum Qualität from the Heart of Jamaica
Appleton Estate V/X, Appleton Estate 12YO, Appleton Estate 21YO
Referent: Helmut Knöpfle
Eintritt: 10,00€
17.00 Uhr Die ultimative Whisky-Weltreise
Seminarraum 3
Writers Tears – IRLAND
Togouchi Premium – JAPAN
Paul John Edited – INDIEN
Rock Oyster – SCHOTTLAND
Old Particular Single Cask – SCHOTTLAND
Referent: Timo Lambrecht (BSC)
Eintritt: 20,00€
18.30 Adelphi Distillery – Whisky & Food Seminarraum 1
Aktuelle Abfüllungen
mit korrespondierenden Kleinigkeiten
Referent: Charles MacLean und Chris Pepper
Eintritt: 30,00€ In englischer Sprache
18.30 Uhr Cadenhead
Seminarraum 3
Referent: Gernot Krakat
Eintritt: 20,00€
Sonntag, 18. Oktober 2015
12.30 Uhr Zigarrenrollerseminar
Seminarraum 1
Referent: Rosa Arredondo
Eintritt: 10,00€
12.30 Uhr Unabhängiger Abfüller Adelphi Distillery
Seminarraum 2
Aktuelle (Einzelfass)-Abfüllungen
Referent: Alex Bruce & Charles MacLean
Eintritt: 25,00€ In englischer Sprache
12.30 Uhr Privatbrennerei Unterthurner
Seminarraum 3
Quitte Holzfass 20 Jahre alt
Zwetschge Barrique
Gewürztraminer
Waldler Noblesse
Williams
Castell Tyrol
Referent: Martin Sölva
Eintritt: 10,00€
14.00 The Ultimate
Seminarraum 1
Einzelfassabfüllungen
Referent: Julia Nourney
Eintritt: 20,00€
14.00 The Balvenie
Seminarraum 2
Ein Fass – Ein Geschmack. Die Single Barrel Range von The Balvenie.
Balvenie Single Barrel 12, 15, 25
Referent: Helmut Knöpfle
Eintritt: 20,00€
15.30 Alba Import
Seminarraum 1
Referent: Dietmar Schulz
Eintritt: 20,00€
15.30 The Glenlivet
Seminarraum 2
Founder’s Reserve, 15yo & 18yo
Referent: Jürgen Deibel
Eintritt: 20,00€
15.30 Talisker – Made by the Sea
Seminarraum 3
Talisker Skye
Talisker Port Ruighe
Talisker 57° North
Talisker Storm
Referent: Thomas Plaue
Eintritt: 20,00€
17.00 Sierra Madre – 5 Rums 5 Länder
Seminarraum 1
Botucal Reserva Exklusiva
Don Papa Rum
El Ron Prohibido
Smith & Cross
Atlantico Private Cask
Referent: Peter Schütte
Eintritt: 10,00€
Wenn Whiskyfreunde an Sherrybomben denken, dann kommen ihnen unweigerlich entweder der Glenfarclas 105 oder der Aberlour ‚A’bunadh‘ in den Sinn. Letzterer ist mittlerweile bei Batch #51 angekommen, und Serge hat in seiner Verkostung heute die Batches 47 bis 50 in einer Linie verkostet. Dazu kommt auch der ganz normale Aberlour 12yo – der eine ganz passable Wertung erhält.
Wer ist nun in Serges Augen der Sieger unter den ‚A’bunadh’s? Hier sind die Punkte – das Warum erfährt man dann in seinen Tasting Notes:
Aberlour 12 yo ‘Un-chillfiltered’ (48%, OB, +/-2014): 83 Punkte
Aberlour ‚A’bunadh‘ batch #47 (60.7%, OB, 2014): 89 Punkte
Aberlour ‚A’bunadh‘ batch #48 (59.7%, OB, 2014): 87 Punkte
Aberlour ‚A’bunadh‘ batch #49 (60.1%, OB, 2014): 89 Punkte
Aberlour ‚A’bunadh‘ batch #50 (59.6%, OB, 2014): 87 Punkte
Ein radikaler Umbruch in der Zusammensetzung der Produktrange wird gerade bei Nikka vollzogen: Dort werden alle(!) Single Malt-Produkte, die bisher erhältlich waren, vom Markt genommen. Das bedeutet: Keine 10yo, 12yo, 15yo, 20yo – sogar die NAS, wie sie nun da sind, wird es nicht mehr geben. Dafür gibt es dann nur mehr zwei Single Malt NAS-Whiskys von Yoichi und Miyagikyo, berichtet nonjatta.com.
Ebenfalls eingestellt werden:
‘White Label’ pure malt (ein vatted Malt), und die Blends:
Tsuru 17,
G&G,
Hakata,
‘The Blend’,
Malt Club,
Hi-Nikka (nur mehr in 720ml-Flaschen),
All Malt (nur mehr in 0.7l),
Black Nikka 8yo und
Black Nikka SP (ebenfalls nur mehr in 0.7l).
Was bleibt laut nonjatta.com?
Taketsuru (NAS, 17yo, 21yo und ein neuer 25yo), the
‘Black’ und ‘Red Label’ pure malt,
Coffey Grain und Coffey Malt,
Nikka 12yo,
Nikka From the Barrel,
Super Nikka
Rich Blend, Clear Blend und Deep Blend Black Nikka.
Und die Whiskys werden teurer, zum Teil empfindlich (der Preis des Taketsuru 21yo wird zum Beispiel mit 1. Juli um 50% steigen).
Das Ganze geschieht nicht ohne Grund: Auch die Japaner laufen in die Lagerlücke – es gibt einfach zu wenige Whiskys zwischen 15 und 20 Jahre, um die Nachfrage zu bedienen. Diese Lücke ist echt und kein PR-Stunt. Quellen bei Nikka sprechen davon, dass man die Age Statements auf den Whiskys auf 5 bis 6 Jahre zurückfahren wird müssen.
Es ist anzunehmen, dass das auch bei anderen japanischen Produzenten ähnlich sein wird. Als Beispiel wird angegeben, dass man in Japan kaum mehr Hibiki mit Altersangaben am Markt findet – und aus gesicherter Quelle wissen wir, dass Nikka nicht das einzige Unternehmen ist, das Altersangaben streicht. Jedenfalls wird sich die Produktlandschaft bei japanischen Whiskys sehr deutlich verändern.
Ein wenig wird es noch dauern, bis er in den Läden erscheint, aber wer zufällig am Wochenende in Edinburgh ist, der könnte das Glück haben, den Longrow Red Pinot Noir vorab zu kosten:
Cameron from our Campbeltown shop is at the Cadenhead’s Shop in Edinburgh and will have a special sample bottle of the 2015 Longrow Red Pinot Noir on Friday of this week. Grant will also have a bottle at the Edinburgh Whisky Solstice at Queen Street Gardens on Saturday so if you’re near the shop on Friday or attending the event on Saturday, drop by for a wee sample of this upcoming release!
Also: bei Cadenhead am Freitag, und beim Edinburgh Whisky Solstice, Queen Street Gardens am Samstag. Und für die 99.9999% von uns, die es nicht hinschaffen werden, hier zumindest mal ein Bild der Flasche, das Springbank heute gepostet hat 🙂
Von „a wee taste of Scotland„, dem deutschen Vertriebspartner der Glasgow Distillery Company, haben wir heute eine Pressemitteilung bekommen, die das neue Fasskauf-Programm der Destillerie vorstellt. Die Glasgow Distillery Company hat mit der Produktion des New Make Spirits begonnen und bietet auch den Whiskyfans hierzulande die Möglichkeit, ein Fass zu besitzen. Hier die Pressemitteilung:
1770 Club – Die Whisky-Geschichte Glasgows wird neu geschrieben
Die Glasgow Distillery Company hat mit der Destillation ihres eigenen New Make Spirit begonnen und produziert nun offiziell den ersten Scotch Single Malt Whisky in Glasgow seit mehr als 100 Jahren! Eine limitierte Anzahl der ersten Fässer stellt die Destillerie exklusiv den Mitgliedern ihres 1770 Club zum Kauf zur Verfügung. Über A Wee Taste of Scotland, den exklusiven Importeur der Glasgow Distillery Company, kommen auch Whiskyliebhaber auf in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Genuss eines persönlichen Fasses Whisky-Geschichte.
Kurz vor Weihnachten 2014 kam Whisky-Still „Tara“, ein speziell angefertigter Destillations-apparat, bei der Glasgow Distillery Company an. Auch der zweite Still „Mhairi“ ist mittlerweile eingetroffen und produziert New Make Spirit. Das maßgefertigte Equipment, die Auswahl bester Zutaten und die Zusammenarbeit des innovativen Teams aus Destillateuren unter Head Distiller Dr. Jack Mayo sind beste Voraussetzungen für einen absolut besonderen und außergewöhnlichen Whisky. David Robertson, ehemals Macallan und jetzt Head of Rare Malts bei The Dalmore, steht dem Team beratend und unterstützend zur Seite. Zu erwarten ist eine beachtenswerte und signifikante Ergänzung des Angebotes an Scotch Malt Whisky. Eine limitierte Anzahl Fässer wird exklusiv über den 1770 Club an Freunde und Förderer der Destillerie angeboten.
Whiskyfässer gibt es bereits ab 870 £ mit einem Fassungsvermögen von 50 Litern, einzigartiger Referenznummer und personalisiertem Aufdruck auf dem Fassdeckel. Für mindestens drei Jahre und einen Tag ab dem Datum der Destillation muss der Whisky im Lagerhaus der Glasgow Distillery Company reifen. Dann wird er in Flaschen abgefüllt oder zur weiteren Reifung gelagert, ganz nach Wünschen des Kunden. Besitzer eines Fasses können exklusiv (nach Terminabsprache) die Destillerie besuchen und gemeinsam mit dem Destillateur ihren Whisky inspizieren. Gemeinsam wird über den perfekten Zeitpunkt der Abfüllung entschieden und Label und Verpackung werden individuell gestaltet.
Auf whiskyundfrauen hat margaretemarie einen sehr ausführlichen Bericht über die Präsentation von Kavalan-Whisky im Frankfurter Club Zenzakan geschrieben. Darin findet man nicht nur Informationen über die Veranstaltung, sondern, wie bei ihr üblich, auch sehr viel Hintergrundwissen, das gut lesbar verpackt ist. Man erfährt zum Beispiel, dass der Impulsgeber für die so erfolgreichen Kavalan Single Casks aus Europa kam:
Der entscheidende Durchbruch erfolgte dann 2009, als man nach einem Besuch von Jim Murray dessen Anregung aufgriff und beschloss, auch Einzelfassabfüllungen auf den Markt zu bringen. Unter dem Namen „Solist“ gehören sie mittlerweile fest zum Programm und sorgen bei internationalen Wettbewerben immer wieder für Begeisterung.
In ihre Reportage hat margaretemarie natürlich auch kurze Tasting Notes der verschiedenen Abfüllungen eingearbeitet. Ihr persönlicher Favorit:
Mein ganz persönlicher Favorit ist […] der Kavalan Solist Sherry (Oloroso) Cask. Letzterer ist zwar etwas vordergründiger als der Vinho Barrique, aber ich liebe seine dick aufgetragenen Aromen von Rosinen und Trockenfrucht. Auch preislich stellt er derzeit eine interessante Alternative zum Vinho Barrique dar, der in den letzten Wochen doch etwas teuer geworden ist.
Gerade mal sechs Monate war Dima Ivanov CMO (Chief Marketing Officer) bei Bacardi, jetzt ist sein Job gestrichen und er scheidet aus dem Unternehmen aus. Die Position des CMO und damit Ivanov wird das Opfer einer Konsolidierung bei Marketing und Werbung – man hat weltweit die Etats für die Marken von Bacardi bei BBDO und OMD gebündelt, erstere Agentur macht die Kreation, zweitere die Schaltungen.
Die Kompetenzen innerhalb des Konzerns werden nun in Regionen gegliedert, die Position eines CMO scheint mit dieser Restrukturierung überflüssig geworden zu sein, so der Bericht in The Spirits Business.
Auch bei Diageo gibt es einen Abgang zu vermelden, der allerdings ist ein friktionsloserer und führt direkt in den Ruhestand: Nach 15 Jahren in seiner Position verlässt Larry Schwartz, der Präsident von Diageo North America das Unternehmen. Ein Nachfolger, so ein Sprecher des Unternehmens zu The Spirits Business, ist noch nicht ernannt worden.
Weiter geht es mit den Doppelverkostungen von Serge Valentin, diesmal mit zwei Abfüllungen aus einer baulich sehr ansprechenden und sozusagen prototypischen Highland-Destillerie: Glen Garioch. Serge hat auch diesmal zwei halbwegs baugleiche Abfüllungen genommen und gegeneinander antreten lassen. Das Schlachtfeld der Verkostung: Sein Gaumen. Zusammengefasst kann man sagen, dass er diesmal von beiden Tropfen sehr angetan war. Hier seine Wertungen:
Glen Garioch 24 yo 1991/2015 (51.9%, Liquid Treasures, 229 bottles): 87 Punkte
Glen Garioch 23 yo 1990/2014 (56.1%, Berry Bros & Rudd, cask #7939): 90 Punkte
Dr. Mario Prinz vom Potstill in Wien hat uns von seiner Schottlandreise nicht nur Bilder von Abhainn Dearg (unsere Fotostrecke finden Sie hier) mitgebracht, sondern auch von der Isle of Harris Distillery, die sich gerade im Aufbau befindet (die Bilder wurden am 18. Mai aufgenommen). Mit seiner Hilfe können wir nun auch einen Blick IN die Destillerie werfen und uns über den Fortschritt beim Aufbau informieren. Die Destillerie soll ja schon in Bälde für Besucher öffnen (ein Update auf deren Seite detailliert, was man dort zu erwarten hat), aber ein exaktes Eröffnungsdatum wurde noch nicht angegeben.
Zunächst aber hier einmal ein Blick auf die im Bau befindlichen Lagerhäuser. Sie sind ca. 3 Kilometer von Tarbert entfernt an der Westküste gelegen:
Auch an der Destillerie selbst wird noch gebaut, aber hier hat sich schon einiges bewegt:
Jetzt Aufnahmen aus der Destillerie selbst, man sieht sehr schön, dass die Stills und andere Einrichtung schon vorhanden sind:
Unsere letzten beiden Bilder zeigen den seltsam geformten Spirit Safe . Jede Brennblase hat hier ihren eigenen:
Vielleicht ein interessanter Hinweis für alle, die heuer noch nach Schottland, genauer gesagt nach Edinburgh, fahren und kein Mitglied der Scotch Malt Whisky Society sind: Nach dem Verkauf der Society an private Investoren (wir berichteten hier) ändert sich auch der Modus der Räume der SMWS in 28 Queen Street; ab sofort sind diese permanent auch für Nichtmitglieder zugänglich.
Achtung! Das gilt NICHT für die anderen SMWS-Räume in The Vaults in Leith oder in London, in der Greville Street – dort ist der Zugang nach wie vor auf Mitglieder beschränkt.
Glenesk ist sehr selten zu finden. So selten, dass Serge Valentin für seine Head2Head-Verkostung keinen zweiten auftreiben konnte (was wir, mit Verlaub, bei Serge eher für einen Scherz halten – er würde wohl auch einen Whisky aus den Zeiten des Gilgamesch-Epos haben, wenn es denn von damals einen gäbe).
Die Blackadder-Abfüllung von Glenesk, die in der Verkostung zu finden ist, ist eine aus dem Vorjahr und vielleicht eine der letzten, die jemals in eine Flasche kommen. Dass sich ein Glendullan dagegen schwer tut, ist anzunehmen und nach der Verkostung auch offensichtlich. Gibt es unter unseren Lesern jemanden, der einen beeindruckenden Glendullan sein eigen nennt?
Glendullan 13 yo 2001/2014 (54.1%, Svenska Eldvatten, cask #SE043, 164 bottles): 75 Punkte
Glenesk 30 yo 1983/2014 (54.4%, Blackadder, Raw Cask, refill sherry butt, cask #4929, 328 bottles): 88 Punkte
Wie versprochen hat gestern der Veranstalter der Aquavitae die Ausstellerliste für die vom 17. bis 18. Oktober 2015 in Mülheim an der Ruhr stattfindende Messe vorgestellt – und sie ist noch umfangreicher geworden als im letzten Jahr. Laut einer Anmerkung auf der Webseite der Aquavitae sind das zu 90% Einzelstände und nicht einfach eine Auflistung der vertretenen Marken.
Natürlich werden Sie auch wieder Whiskyexperts unter den Ausstellern finden – wir freuen uns auch dieses Jahr sehr auf die Messe und den Kontakt mit unseren Lesern.
Whisky-Aussteller bzw. Stände in 2015 (Stand 15.06.2015) :
Das Mischen von Whisky und Tee – eine in Asien weit verbreitete Gewohnheit kommt nun anscheinend langsam auch nach Europa. Das Wall Street Journal hat diesen asiatischen Trend näher unter die Lupe genommen und konstatiert, dass beim Mischen beide Getränke ihre Charakteristik behalten und dennoch gemeinsam etwas Neues ergeben. Etwas sehr interessantes Neues.
Laut dem Artikel von Will Lyons wurde ihm das Mixen von Whisky und Tee zum ersten Mal bei Benjamin & Blum, einem Importeur von Luxus-Tee, in London nahegebracht. Dort mischte man mit ihm zum Beispiel Darjeeling mit Glenfiddich oder Oolong mit Lagavulin. Lyons meint, dass der Tee dem Whisky das Alkoholische nimmt und sanfter macht. Das Besondere aber, so Lyons, sei der Umstand, dass der Geschmack fast changierend sei, von Kaffee hin zu fruchtigen Noten und zurück. Das Ganze wird mehr als die Summe der Teile.
Dave Broom, der Autor des „Weltatlas des Whiskys“, gibt im Artikel den Tipp, trotz der Gemeinsamkeit von Tee und Whisky im Geschmacksprofil (malzige und rauchige Noten sowie tropische Früchte), es eher mit Gegensätzen zu versuchen, so zum Beispiel Lapsang souchong und Balvenie, oder Ardbeg mit einem Oolong.
Jedenfalls klingt aus dem Artikel jede Menge Begeisterung über das neue Geschmackserlebnis. Das Mixen von Whisky und Tee ist sicher ein spannendes Experimentierfeld für unsere Leser, jedenfalls aber eine spannende Lektüre.