Rajan Zed: Amrut Whisky ein Ärgernis für Hindus

Eine Meldung der Rajastan News bringt einen eher ungewöhnlichen Diskussionspunkt rund um Whisky zum Vorschein und zeigt nebenbei auch auf, wie schwierig es manchmal ist, selbst so unverfängliche Dinge wie Nachrichten über Whisky im richtigen Kontext zu präsentieren:

Laut dem Bericht der Rajastan News findet Rajan Zed, der Präsident der Universal Society of Hinduism, dass durch den Namen „Amrut“ auf einem Whisky der Glaube ins Lächerliche gezogen würde.

Das kommt so: Amrut bedeutet „Nektar der Unsterblichkeit“ und dieser spielt in der Hindu-Mythologie eine bedeutende Rolle. Daher würde mit dem Namen „Amrut“ auf einer Whiskyflasche der hinduistische Glaube trivialisiert und dies wäre eine Beleidigung des Glaubens. Symbole und Konzepte einer Religion sollten nicht achtlos verwendet werden, so Rajan Zed.

Die Nachricht wurde heute erst veröffentlicht, und so fehlen natürlich noch Reaktionen der Destillerie Amrut aus Bangalore.

Die Frage, ob da welche kommen sollen, stellt sich durchaus, denn in der Nachricht sind erstens keine expliziten Forderungen nach der Aufgabe des Namens zu lesen – und zweitens kann man trefflich darüber streiten, ob hier tatsächlich die Gefühle von Gläubigen verletzt werden oder ob ein Einzelner mit einer Medienkampagne versucht, etwas Aufmerksamkeit zu erlangen. Rajan Zed scheint nämlich ein Faible für solche Medienstunts zu haben, denn er hat durch einen solchen Sängerin Selena Gomez dazu gebracht, auf einen Stirnschmuck zu verzichten – oder eine lautstarke Kampagne gegen den Film The Love Guru von und mit Mike Myers geritten.

Die Nachricht ist also eine Meldung wert – aber auch eine kurze Recherche über die agierenden Personen. Was wir hiermit mitgeliefert haben.

Und auch, wenn wir normalerweise Meldung und Meinung strikt trennen, so sei hier eine Ausnahme unter gewissenhaftem Hinweis auf dieselbe gestattet:  An den Hängen des Vesuv wird ein Wein namens Lacryma Christi produziert, die Tränen Christi. Ein alkoholisches Getränk mit intimem Religionsbezug, nebenbei im Kernland der Religion produziert – also sagen wir es mal so: Man kann sich auch sehr künstlich über etwas aufregen…

PR: Hepburn’s Choice jetzt auch in 20cl Miniaturflaschen

Von der Prowhisky GmbH, dem deutschen Importeur von Hepburn’s Choice, haben wir eine Pressemitteilung über die neuen Abfüllungen und die neu erhältlichen 20cl Miniaturflaschen erhalten. Wir bringen sie hier gemeinsam mit den Tasting Notes und Bildern. 

Neue Abfüllungen und Produkte

Wir freuen uns Ihnen eine absolute Neuheit präsentieren zu können. Hepburn’s Choice Single Cask Abfüllungen in 20cl Miniaturflaschen. Genießen Sie wie gewohnt hochwertigste Schottische Einzelfassabfüllungen in der kleineren Probiermenge mit einem TOP Preisleistungsverhältnis!

Speziell für Sammler wird diese Reihe interessant sein aber auch Whiskybegeisterte welche sich in das Thema Einzelfassabfüllungen hinein tasten möchten werden sich über die kleinen und dadurch im Preis reduzierten Abfüllungen freuen.

Besonders spannend sind diese Abfülllungen auch als Geschenk – einzeln oder in Präsentkörben – kommen die Abfüllungen doch in einer sehr dekorativen Verpackung mit großer Ähnlichkeit zu den großen Brüdern, den 0,7l Abfüllungen.

 

Benrinnes 2009 / 6 Jahre – 20cl  Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Benrinnes-6-2009-20cl

Diese Abfüllung stammt aus der nach dem gleichnamigen Berg Ben Rinnes benannten Brennerei bei Milltown of Edinvillie. Der Whisky ist dreifach destilliert und lässt die für die Brennerei typischen Aromen von Karamell und Vanille erkennen.

Nase: fruchtig, süß, Karamel, frisch
Geschmack: leichte Schärfe, Süße, frisch, spritzig
Abgang: kurz, Pfeffrig
Region: Speyside

 

Blair Athol 2002 / 12 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Blair-Athol-12-2002-20cl

Ein leichter und milder Whisky mit sanfter Süße. Ein Whisky der von vielen Frauen bevorzugt werden wird. Auch gut als Aperitif geeignet.

Nase: Leichte süße, grasig, Honig
Geschmack: Honigmelone, süßlich
Abgang: kurz und mild
Region: Highlands

 

Caol Ila 2009 / 5 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Caol-Ila-5-2009-20cl

Hier erwartet Sie ein echter Männerwhisky – rau und herb wie man einen Caol Ila erwartet. Schließen Sie die Augen und Sie fühlen sich an der wilden Küste Schottlands.

Nase: rauchig, ausgewogen, grasig, Salz und maritime Noten
Geschmack: Sehr torfig, starker Antritt, trocken
Abgang: Lang, Leder, Rauch
Region: Islands
Craigellachie 2006 / 8 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Craigellachie-8-2006-20cl

Ein wunderbar runder und harmonischer Whisky mit reichhaltigen Aromen. Eine fruchtige Süße wechselt sowohl in der Nase als auch am Gaumen mit würzigen Eindrücken.

Nase: fruchtig, Kirsche, frisch, würzig, Baumharz
Geschmack: weich, süß, rund, ölig, würzig
Abgang: kurz, leichte Bitterkeit, süß, würzig
Region: Speyside
Glen Moray 2007 / 7 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Glen-Moray-7-2007-20cl

Eine echte Sherry-Bombe! Die Farbe bereitet einen schon auf die tiefen Aromen von Trockenfrüchten, Honig und Malz vor. Ein Whisky der nicht nur zum Dessert gereicht werden sondern dieses auch spielend ersetzen kann!

Nase: Kräuter, süß, malzig, Sherry, Salbei, Trockenfrüchte, Orange, Pflaume
Geschmack: süß, Honig, würzig, Sherry, Schokolade
Abgang: lang und rund, würzig
Region: Speyside
Talisker 2009 / 5 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

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Ein wunderbarer Talisker! Es begegnen einem der vertraute Geschmack von Rauch, Torf und Leder sowie maritime Noten. Auf der Zunge gibt er sich verblüffend weich trotz seiner für einen Talisker typischen Aromen.

Nase: Leder und maritime Noten im Vordergrund dann Rauch und Torf, blumig, medizinisch
Geschmack: Herb, rauch, erstaunlich weich, geschmeidig, salzig, Algen, Kakao, Malzig
Abgang: langer Abgang, Rauch, Salz
Region: Islands

 

Hepburn’s Choice

Aus dem Hause Hunter Laing präsentieren wir Ihnen die Hepburn’s Choice Abfüllungen. Es handelt sich hierbei um Einzelfassabfüllungen mit 46% Trinkstärke. Selbstverständlich wird auf den Zusatz von Farbstoff und auf den Prozess der Kältefiltrierung verzichtet.

Jede Abfüllung verkörpert die spezifischen Charakteristika einer bestimmten Whiskyproduzierneden Region, oder einer Destillerie Schottlands.

Hepburn’s Choice wurde zu Ehren von William Hepburn, dem verstorbenen Großvater mütterlicherseits des Direktors, benannt. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im diplomatischen Dienst, bereiste Mr Hepburn viele verschiedene Länder rund um den Globus und war ein wahrhafter Whisky Connoisseur seiner schottischen Whiskies, mit welchen er sich ein Stück Heimat auf Reisen bewahrte.

Hepburns_Choice_20CL+70CL

Die 10 meistverkauften Scotch-Marken

Welche Scotch-Marken gehen ab wie Raketen, welche bleiben in den Regalen liegen? The Spirits Business stellt jedes Jahr die Top Ten der meistverkauften Scotch-Marken zusammen und veröffentlicht sie auf der Newssite. Unter den Top 3 gibt es einen neuen Namen, aber insgesamt haben sich die Platzierungen seit 2013 nicht stark verändert. Was auffällt: Auch die verkaufsstärksten Whiskys haben Rückgänge beim Verkauf hinzunehmen gehabt, nur einige wenige konnten sich in der Tat verbessern.

King of the Hill bleibt trotz eines Minus von 11% Mr. Johnnie Walker – mit einem gewaltigen Abstand zur Nummer 2. Wer das ist, erfahren Sie wie alles andere auf The Spirits Business.

Dalmunach wird heute eröffnet

Die Speyside-Destillerie Dalmunach (sie steht auf dem Gelände der abgerissenen Imperial-Destillerie) wird heute offiziell eröffnet. Dazu, so schreibt BBC, reist Ministerin Nicola Sturgeon von der Regierung  an, um die Eröffnung vorzunehmen.

Die im Besitz von Chivas befindliche Dalmunach-Destillerie wird mit acht kupfernen Stills operieren, die Pot Stills in Tulpenform, die Wash Stills in Zwiebelform. Aus der alten Imperial-Destillerie sind nur einige Ziegel als Zierelemente übernommen worden.

Besucher werden keinen Blick in die Destillerie werfen können, da es kein Besucherzentrum gibt. In diesem Video hier oder auf Youtube können Sie aber einen kurzen Rundgang machen:

Dramming.com: No Age Statement vs. Alter im Blind Tasting – und der Sieger ist…

Oliver Klimek, Malt Maniac aus Deutschland, hat zu Jahresbeginn 70 Whiskyfreunde vom Anfänger bis zum langjährigen Kenner eingeladen, in einer Blindverkostung alterslose Whiskys gegen solche mit Altersangabe zu verkosten.

Aus den 59 Rücksendungen (auch Bernhard Rems von Whiskyexperts war im Panel vertreten) kompilierte Oliver Klimek dann das Ergebnis und veröffentlichte dazu heute einen Blogeintrag. Insgesamt gab es zwei Gruppen zu jeweils 2×5 Whiskys, und das waren darin die Abfüllungen.

Gruppe A:

  • Glen Moray 12yo vs. Port Finish
  • Dalmore 12yo vs. Valour
  • Glenlivet 12yo vs. Founders‘ Reserve
  • Cardhu 12yo vs. Amber Rock
  • Macallan 12yo Fine Oak vs. Gold

Gruppe B:

  • Glenrothes Vintage 1998/2014 vs. Alba Reserve
  • Mortlach 15yo G&M vs. Rare Old
  • Old Pulteney 12yo vs. Navigator
  • Glenfarclas 10yo vs. Springs
  • Dufftown 12yo vs. Sunray

Nach der Auswertung der Wertungen stellte sich heraus: Die Whiskys mit Altersangabe haben insgesamt die Nase nur hauchdünn vorne. Es gibt sowohl Whiskys mit Altersangabe, die den alterslosen Gegenpart überzeugend schlagen (Glenlivet 12yo oder Mortlach 15yo G&M), aber auch NAS, die deutlich besser sind als der Whisky mit Altersangabe (Singleton of Dufftown Sunray, Cardhu Amber Rock). Beim Rest ist es ziemlich ausgewogen.

Die Interpretation der Ergebnisse durch Oliver ist sehr interessant und unserer Meinung nach schlüssig: Weder ist Alter automatisch besser, noch ist die Behauptung, dass der Blender durch die Freiheiten in der Fasswahl bei NAS leichter einen besseren Whisky machen kann, durch die Ergebnisse belegbar. Diageo scheint aber das Zusammenstellen der NAS-Whiskys zumindest im Fall von Dufftown und Cardhu gut im Griff zu haben, bei Mortlach wohl nicht so ganz.

Unserer Meinung nach scheint es so zu sein, dass es am Einsteigerlevel bei Single Malts per se keine absolut herausragenden Whiskys gibt und geben kann, und das war auch in der Verkostung spürbar. Gute, ja, schön trinkbare, ja – aber da diese Whiskys für den Massenmarkt gemacht werden, ist es unmöglich, reproduzierbar Ausnahmewhiskys zu erzeugen. In der Blindverkostung traten einfach gestrickte Whiskys gegen einfach gestrickte Whiskys an. Wer komplexe, vielschichtige Whiskys erleben will, der muss sich in einer höheren Klasse umsehen.

Abschließend: Wie hat sich Redakteur Bernhard Rems beim Tasting entschieden? Er verkostete die Gruppe A – und das sind seine Ergebnisse:

  • Glen Moray 12yo (knapper Vorsprung)
  • Dalmore Valour (knapper Vorsprung)
  • Glenlivet 12yo (deutlicher Vorsprung)
  • Cardhu Amber Rock (knapper Vorsprung)
  • Singelton of Dufftown Sunray (deutlicher Vorsprung)

Ehemaliger Bacardi-Manager warnt Unternehmen vor Absturz

Wir haben ja vor einigen Tagen darüber berichtet, dass Bacardi im Zuge einer Umstrukturierung den erst sechs Monate im Amt befindlichen Chief Marketing Officer Dima Ivanov entlassen hat. Es war der sechste CMO in sechs Jahren – und in der gleichen Zeit haben sich beim Unternehmen auch vier CEO’s die Klinke in die Hand gedrückt.

The Spirits Business berichtet jetzt von einem offenen Brief des ehemaligen Präsidenten von Bacardi Canada, Rob McPherson, an den jetzigen Chairman Facundo L. Bacardi, der auf McPhersons LinkedIn-Seite veröffentlicht wurde. In diesem offenen Brief warnt McPherson Facundo vor dem Niedergang von Bacardi, der unweigerlich kommen würde, würden keine Gegenmaßnahmen ergriffen. Seiner Meinung nach stünden fundamentale Probleme hinter den Turbulenzen der letzten Zeit. Bacardi hätte „keinen Bereich, in dem es einen Wettbewerbsvorsprung hätte“, agiere „mit Leidenschaft, aber ohne Plan“ und  „habe vergessen, dass der Konsument entscheide, was wichtig ist“.

Um wieder an alte Erfolge anschließen zu können, müsse sich Bacardi auf die USA und Europa konzentrieren, Aufbauarbeit in Indien betreiben und die Märkte in Brasilien und China aufmerksam beobachten und dann bei Gelegenheit massiv investieren. Zudem solle man Fachleute einkaufen, und diese das Geschäft führen lassen.

Eine Reaktion von Facundo L. Bacardi auf den offenen Brief ist noch nicht bekannt.

Video: Schottische Städte – Elgin

Nachdem wir am letzten Sonntag ein Video über Edinburgh gebracht haben, möchten wir heute die Serie der Beiträge über schottische Städte fortsetzen und uns in die Speyside begeben. Die Stadt Elgin ist wohl jedem Whiskyliebhaber bekannt – sie ist die größte Stadt in Moray und beherbergt auch die Verwaltung der Region. Aber vor allem findet man dort den Hauptsitz des unabhängigen Abfüllers Gordon & MacPhail – und jede Menge Destillerien sind von dort aus gut zu erreichen: Linkwood, Longmorn, Mannochmore, Benriach, Glen Elgin, Glenlossie, Glen Moray  und Miltonduff.

Das Video über Elgin bei uns (Start-Button oben) oder auf Youtube ist aus dem Jahr 2010 und führt Sie in die Geschichte und Sehenswürdigkeiten von Elgin ein. Auch Whisky und die Speyside Cooperage spielen darin eine Rolle. Wir wünschen wie üblich gute Unterhaltung!

Words of Whisky: Interview mit Keith Cruickshank (Benromach)

Auf Words of Whisky wurde dieser Tage ein umfangreiches, englischsprachiges Interview mit Manager Keith Cruickshank veröffentlicht (seine Antworten sind zu einem redaktionellen Artikel zusammengefasst). Benromach hat ja in letzter Zeit mit seiner aktuellen Range für jede Menge Aufsehen gesorgt (im positiven Sinne) – und Cruickshank ist für diese Ausrichtung mitverantwortlich.

Das Interview/der Artikel beschäftigt sich mit Cruickshanks Werdegang und der Destillerie sowie dem Eigentümer, Gordon & MacPhail in Elgin. Interessanter Lesestoff!

Blogrundschau: Von Ledaig, uralt bis Kilbeggan, blutjung

Und wieder einmal stecken wir unsere Nase in englischsprachige Blogs, um dort neue Verkostungsnotizen für Sie zu finden. Diesmal beginnen wir mit einem sehr alten Ledaig. Und enden mit einem sehr jungen Kilbeggan.

  • Auf Maltfascination schenkt man sich den Ledaig Dùsgadh 42yo, 1972-2015, 46.7% ein – voll des Lobes und der Bewunderung für den Whisky, der € 3600,- kostet.
  • Ebenso nicht von schlechten Eltern, der Ardbeg Airigh Nam Beist 1990, den man auf Best Shot verkostet – auch hier ist man schwer beeindruckt.
  • Malt and Oak nimmt sich den Wemyss Malts Craigellachie 2002 “Dark Treacle Fondant” zur Brust – der 12jährige Craigellachie gefällt sehr gut, nur ein wenig zu teuer ist er dem Verkoster.
  • Der Ardbeg Perpetuum Distillery Release wird auf Whiskygospel besprochen – da zeigt man sich allerdings eher enttäuscht davon, auch angesichts des Preises
  • der Kilbeggan 8yo Grain ist der Nachfolger des Greenore 8yo – auf dem Blog von The Whisky Exchange bespricht man ihn wohlwollend und meint interessanterweise, selbst mit seinen 40% könne er gut mit Wasser verdünnt werden.

Schottische Moore: Torfrauch und Klimaschutz

Am Wochenende wird der Zustrom der Produktneuheiten und Firmennachrichten immer etwas geringer. Da bleibt in der Redaktion auch mal Zeit, sich etwas mehr um grundsätzlichere und weiter gefasste Themen umzusehen. Und so ein Thema haben wir heute in der Badischen Zeitung gefunden: „Schottlands Moore sind gut für den Whisky und das Klima“ beschäftigt sich mit den Mooren in Schottland – sei es nun auf Islay oder auf dem Festland – und beleuchtet, warum Moore nicht nur für die Whiskyproduktion Bedeutung haben. Hier ein Auszug:

Dabei ist der Schutz der wassergetränkten Böden in den Zeiten des Klimawandels umso dringlicher: Denn das Moor ist ein ausgezeichneter Kohlendioxid-Speicher. Werden die Feuchtgebiete entwässert, kommt Sauerstoff an den Torf; dadurch wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Und das über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg, solange wie das Moor entwässert bleibt. Schätzungen besagen, dass derzeit 500 000 Quadratkilometer Moore trockengelegt sind, die jährlich zwei Gigatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre abgeben. „Das bedeutet, dass 0,3 Prozent der globalen Landfläche verantwortlich sind für fünf Prozent der weltweiten menschengemachten CO2-Emissionen“, sagt Hans Joosten, Leiter der Arbeitsgruppe Moorkunde und Paläoökologie (das ist die Wissenschaft von den Ökosystemen der Erdgeschichte) der Universität Greifswald.

Im Artikel geht es weiters auch darum, was man in Deutschland für die Erhaltung und Renaturalisierung der Moore tut. Wer also einmal ein wenig über den Rand des Whiskyglases hinausblicken will, der findet hier recht ansprechende Lektüre.

Kilchoman kauft die Rockside Farm

Laut einer  Pressemitteilung, die vor kurzem veröffentlicht wurde, hat Kilchoman die Rockside Farm auf Islay gekauft. Nach 30 Jahren auf der Farm haben sich die momentanen Besitzer, Mark und Rohaise French, dazu entschlossen, die Rockside Farm an Antony Wills zu verkaufen und mehr Zeit mit ihren vier erwachsenen Kindern und deren Familien zu verbringen.

Die Übergabe soll im November 2015 erfolgen. Bis dahin werden Mark und Rohaise die Farm weiter betreiben.

Serge verkostet: 2x Singleton of Dufftown

Heute begibt sich Serge Valentin in die Speyside und verkostet zwei NAS Whiskys: Den Singleton of Dufftown Spey Cascade und den Singleton of Dufftown Artisan. Die Singleton of Dufftown sind generell das, was man als Einsteigerwhisky bezeichnet – auch in dem Sinne, dass, wenn man sie in einer Verkostung hat, sie an erster Stelle zum Aufwärmen verwendet werden. Der Grund ist relativ einfach: Sie sind leichte, unkomplizierte Whiskys und damit ideal zum „Justieren“ des Gaumens.

Auch das Urteil von Serge zielt in diese Richtung: angenehm trinkbar, zwar nicht herausfordernd oder komplex, aber auch nicht fehlerbehaftet. Sein Wohlwollen ihnen gegenüber spiegelt sich auch in der Bewertung:

  • Singleton of Dufftown ‚Spey Cascade‘ (40%, OB, +/2014): 75 Punkte
  • Singleton of Dufftown ‚Artisan‘ (40%, OB, +/-2015): 81 Punkte

 

Exklusiv: Bilder aus Ballindalloch

Ballindalloch liegt nicht so abseits wie Abhainn Dearg oder die Isle of Harris Distillery, die Dr. Mario Prinz vom Potstill auf seiner letzten Schottlandreise im Mai ebenfalls besucht hat. Sie liegt in der Speyside und ist erst vor kurzem eröffnet worden. Am 23. September 2014 wurde die erste Destillation durchgeführt, die offizielle Eröffnung im April 2015 feierte man im Beisein von Prinz Charles und Camilla.



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100.000 Liter Alkohol will man dort pro Jahr produzieren, damit ist Ballindalloch also eine sehr kleine Destillerie, kleiner noch als Edradour. Das Konzept dahinter nennt sich Single Estate Distillery, man möchte mit allem, was man dort tut, einen starken regionalen Bezug zeigen. Die Reifung der Whiskys erfolgt in ex-Bourbon und ex-Sherry Fässern, Finishes will man in Ballindalloch nicht anwenden.

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Auf dem Foto sehen Sie Charlie Smith (ex. Talisker Distillery Manager), Colin Poppy und Guy MacPherson Grant. Charlie Smith ist Distillery Manager, gemeinsam mit Colin Poppy kümmert er sich um Produktion und Fassmanagement. Guy MacPherson Grant ist der Besitzer von Ballindalloch.

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Alle Bilder und Bildrechte: Dr. Mario Prinz

PR: Bald in Österreich – G&P Auchroisk 1999 (mit Tasting Notes)

Von Gillespie & Partners, der Generalvertretung von Càrn Mòr in Österreich, erhielten wir folgende Pressemitteilung zur Ankündigung einer exklusiven eigenen Abfüllung eines Auchroisk 1999 mit Port-Finish:

Nach dem Erfolg des G&P Ledaig 1999 startet Gillespie & Partner ein neues Projekt mit einem interessanten Finish:

Bereits Anfang 2015 nutzte Gillespie & Partners seine Kontakte zu den Sherry und Portwein Produzenten auf der Iberischen Halbinsel und erwarb ein Port Pipe mit einem Fassungsvolumen von 550 Litern. In dem Fass reifte ein Portwein von Niepoort, der mit 98 Parker-Punkten bewertet wurde. Mit einem Wort: ein „Weltklasse-Port“.

Das Port Pipe wurde, unmittelbar nachdem der Port auf Flaschen gezogen worden war, nach Schottland zu Morrison & Mackay Ltd. in Bankfoot, Perthshire, verbracht. Aus den diversen Lagern von Morrison & Mackay wurden mehrere Single Malt Whisky verschiedenster Destillerien den Fässern entnommen und einer aufwendigen Verkostung unterzogen. Aus den mehr als 10 Single Malt Whiskys wurden letztendlich zwei Bourbon Hogshead # 13568 und 13569 ausgewählt, in denen ein Auchroisk seit dem 3. Dezember 1999 reifte. Am 3. März 2015 wurde der Auchroisk mit einem Alkoholgehalt von 54.0 % aus den beiden Hogshead Fässern in das Port Pipe gefüllt.

Bis zum 8. Juni 2015 reifte der G&P Auchroisk in dem Port Pipe von Niepoort nach.

Am 8. Juni 2015 wurden von Morrison & Mackay exklusiv für Gillespie & Partners 180 Flaschen mit einem Alkoholgehalt von 53.5 % gefüllt.

Das Resultat ist laut Kenny Mackay, dem CEO von Morrison & Mackay Ltd., mehr als bemerkenswert. Hier seine Tasting Notes in Übersetzung:

Farbe: Wie ein Sonnenuntergang in Schottland. Die rosa- und orangefärbigen Nuancen ergänzen sich hervorragend.

Aroma/Nase: Milchschokolade mit Obers und reifen Sommerfrüchten. Fast wie Cranachan (=typische schottische Nachspeise)!!!

Gaumen/Geschmack: Erdbeeren und Schokolade. Fast als hätte man Erdbeeren in ein Schokoladefondue getaucht.

Cask Samples sind bereits eingetroffen. Auch die Etiketten sind bereits gedruckt und die Flaschen werden in der Kalenderwoche 26 etikettiert.

Ende Juni/Anfang Juli wird der G&P Auchroisk 1999 eintreffen. Der G&P Auchroisk 1999 wird dann im wohl sortierten Fachhandel erhältlich und für Wiederverkäufer von www.gillespiepartners.com zu beziehen sein.

G&P Auchroisk 1999 cask sample + labelblack
Mochup einer 0.2l Sampleflasche – der finale Auchroisk 1999 wird dann in 0.7l abgefüllt sein

G&P-Auchroisk-1999-Label