Von Balblair gibt es eine neue Abfüllung zu vermelden: Der Balblair 05 wird dieser Tage auf den Markt gebracht und den Balblair 03 ersetzen.
Destilliert wurde der Balblair 05 im Jahr 2005, im Dezember 2015 dann abgefüllt, und zwar mit 46%. Er ist weder gefärbt noch kühlfiltriert und kostet in England 43 Pfund. Beschrieben wird sein Geschmack so (Übersetzung von uns):
Einige Noten von Zitrusöl zu Beginn, dann Honig und Haferflocken, mit einem Eichenton. Am Gaumen Honigsüße, gefolgt von Kräuter- und Gewürznoten. Das Finish soll frisch und etwas bitter sein. Man beschreibt den Balblair 05 als lebendigen Single Malt, der hervorragend zu einem sonnigen Sommernachmittag passt.
Auch in diesem Jahr bringt Sie Whiskyexperts wieder zur Hanse Spirit. Die beliebte Messe in Norddeutschland steht zum sechsten Mal vor der Tür – und wir möchten Sie daran erinnern, dass wir bis Sonntag noch gemeinsam mit dem Veranstalter drei mal zwei Eintrittskarten für die Messe verlosen , genauer gesagt für Freitag, den 6. Februar 2016, dem ersten von drei Messetagen.
An diesem Tag hat die Hanse Spirit bis 23 Uhr geöffnet – Zeit genug also, bei allen Ausstellern vorbeizuschauen oder eines der Seminare zu besuchen. Alles über die Hanse Spirit können Sie aus der Pressemitteilung zur Messe unter dem Motto „Explore the Liquid Life“ erfahren.
Und so können Sie eines dieser Packages gewinnen:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage (wenn Sie sich unsicher sind, lesen Sie bitte diesen Artikel genau): Zum wievielten Mal findet die Hanse Spirit statt?
a) zum sechsten Mal
b) zum dritten Mal
3. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 31. Januar 2016, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 31. Januar 2016, 23:59. Die Gewinner werden am 1. Februar auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Falls Sie im Vereinten Königreich arbeiten können (genauer gesagt in Edinburgh), bereit sind, von Zeit zu Zeit zu reisen, Erfahrung im Marketing in verantwortlicher Position haben (nicht unbedingt in der Whiskyindustrie) und vor allem für eine Destillerie arbeiten wollen, dann könnte das Jobangebot hier auf s1jobs.com interessant sein, das heute online gestellt wurde: Glenglassaugh sucht einen Marketing Manager, der dem Sales Director zuarbeitet und für das Marketing der Destillerie verantwortlich ist.
Details zum Angebot wie weitere Voraussetzungen entnehmen Sie unserem Link. Und wenn Sie dann dort zu arbeiten beginnen: Vergessen Sie nicht, wo Sie es gehört haben 🙂
The Quiet Man Traditional Irish Whiskey ist ein Blend aus Irish Single Malt und Irish Single Grain, der eine Besonderheit aufzuweisen hat: Er ist in neuen Bourbonfässern gefinisht worden, um ihm einen markanten Geschmack zu geben. Und tatsächlich ist das gelungen, denn die Diskrepanz zwischen Nase und Gaumen ist überraschend und spannend.
In der Nase zeigt der Quiet Man Blended eine wuchtige Fruchtnote – süß und reif, mit Pfirsich, Äpfeln, Noten von Zitrusschalen und dem nachfolgenden Geruch von frischem Heu. Ein klein wenig sticht der Alkohol in der Nase, aber das verfliegt. Hinter der Frucht entdeckt man Röstaromen und eine etwas holzige Note.
Am Gaumen aber hat er einen anderen Charakter. Weich und rund ist er, die Frucht tritt in den Hintergrund, dominant wird hier eine herbe, würzige Note, etwas Malzigkeit, etwas Holz – interessant, weil so kontrastierend zur Nase. Der Alkohol hat sich aus dem Gesamteindruck weitgehend verabschiedet – das ist angenehm und leicht trinkbar.
Im Finish duellieren sich die würzige und zitronige Note. Es ist relativ kurz und verabschiedet sich mit einem Ingwerton.
Alles in allem: Ein schöner Blend, der erstaunlich viel Charakter zeigt und damit auch Freunden von Single Malt Freude bereiten kann. Seine Spezialität ist der ihm innewohnende Kontrast, und das gefällt. Gut!
Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden.
Oft findet man bei unabhängigen Abfüllern Whiskys, die keinen Destillerienamen tragen. Das liegt daran, dass einige Destillerien Fässer nur unter der Auflage verkaufen, dass der originale Destilleriename auf der Abfüllung nicht genannt werden darf. Im Falle der Speyside ist das in der Regel Glenfarclas, zufälligerweise heute auch das Titelbild des Beitrags 😉 – in den Highlands drängt sich als erstes die Destillerie Glenmorangie ins Gedächtnis (bei der zusätzlich der Verkauf nur als technischer Blend, also mit einem Teelöffel anderen Single Malts verschnitten, erlaubt ist).
Serge Valentin hat heute neun Abfüllungen aus der Speyside verkostet, die keinen Namen tragen. Hier die Resultate:
Ganz frisch erschienen auf 4traders.com sind die neuesten Zahlen von Diageo, und die sehen durchaus nicht so unerfreulich wie befürchtet aus, allerdings haben sich die negativen Annahmen bei der Gewinnerwartung durch Wechselkursverschiebungen voll bestätigt:
1.8% organisches* Wachstum der Nettoverkäufe, 1% Plus beim organischen Volumen
2.4% Wachstum beim organischen Profit
400 Millionen Pfund Verlust beim Nettoverkaufsergebnis und 156 Millionen Pfund Verlust beim operativen Gewinn
Die Dividende steigt um 5% auf 22.6 pence
Ivan Menezes, Chief Executive von Diageo, erwartet ein starkes Ergebnis für das Gesamtjahr und blickt laut der Presseaussendung auch zuversichtlich auf 2016.
Diageo ist der weltgrößte Getränkekonzern und Besitzer zahlreicher schottischer Destillerien.
*organisch bedeutet, dass die Zahlen aus der Geschäftstätigkeit heraus berechnet wurden und zum Beispiel Merger und Kapitalerträge unberücksichtigt bleiben
Aufmerksamen Whiskyfreunden wird in letzter Zeit aufgefallen sein, dass der Knob Creek seine Altersangabe auf dem Etikett verloren hat. Stand da früher noch laut und deutlich „aged nine years“…
…so ist diese Altersangabe in der letzten Zeit still und heimlich verschwunden.
Hier steht nun, dass der Knob Creek „patiently aged“ ist – eine schöne, aber dann doch irgendwie inhaltslose Marketing-Formulierung. Also nichts mehr mit neun Jahren?
Sehen Sie sich diese amerikanische Flasche an:
Hier finden wir, wenn auch deutlich kleiner als zuvor, die Bezeichnung „aged nine years“ – also neun Jahre gealtert.
Wie, was? Gibt es jetzt einen neunjährigen Knob Creek für den amerikanischen Markt und einen alterslosen (und damit wohl jüngeren) für internationale Märkte?
Der bekannte Autor Fred Minnick hat bei Beam Suntory nachgefragt – und eine interessante Antwort erhalten:
Der Knob Creek, so der Konzern, ist immer noch neun Jahre alt. Tatsächlich hat man aber für verschiedene internationale Märkte ein Etikett gemacht, das auf das Altersstatement verzichtet, „because European consumers think of Scotch when seeing aged stated whiskey“ – also weil europäische Konsumenten an Scotch denken, wenn sie Whisky mit Altersangabe sehen.
Das nehmen wir mal einfach mit einem Schmunzeln zur Kenntnis :-).
Fast genau ein Jahr ist es her, dass Douglas Laing den Rock Oyster veröffentlichte, einen Blended Malt aus Single Malts von den Inseln Jura, Arran, den Orkneys und Islay. Damals mit 46.8% abgefüllt, gibt es ihn ab sofort in einer limitierten Ausgabe auch in Fassstärke, nämlich mit 57.4%.
So wie alle Whiskys von Douglas Laing ist der Rock Oyster Cask Strength weder gefärbt noch kältefiltriert. Er wird in einer recht attraktiven, mit Goldfolie applizierten Verpackung verkauft.
Die Ankündigung gilt zunächst einmal für UK – vom deutschen Distributor haben wir aber bereits erfahren, dass es ihn auch sehr bald in Deutschland geben wird. Wir halten Sie natürlich wie immer auf dem Laufenden!
Während in den Geschäften ab morgen der Glenmorangie Milsean auftauchen wird, hat Glenmorangie noch einen weiteren Pfeil im Köcher, diesmal aber für den Travel Retail.
Der Glenmorangie Tayne gehört zur Legends Collection, die ausschließlich für den Travel Retail aufgelegt wurde. Die englischsprachige Pressemitteilung, die wir heute erhalten haben, beschreibt ihn sehr blumig als „schatzbeladene spanische Galleone“ – wohl geschuldet der Tatsache, dass er in Fässern mit Amontillado Sherryfässern gefinisht wurde. Dementsprechend ist auch das Packungsartwork gestaltet. Als NAS-Whisky trägt der Glenmorangie keine Altersangabe. Er ist kältefiltriert und mit 43% abgefüllt.
Wie üblich haben wir als Service die originalen Tasting Notes eingedeutscht:
Farbe: Helles Mahagoni. Dieser zarte und florale Single Malt birgt Noten von Rose und gerösteten Kastanien, Muskovadozucker, Kaffee und von Schokolade umhüllten Rosinen. Eine ölige, wärmende Textur bringt den Geschmack von Toffee, braunem Zucker und tropischen Früchten, die in einem langen und würzigen Finish mit bittersüßen Zitrusnoten und getrockneten Früchten ausklingen.
3375 Euro muss man für den Tomintoul 40yo, der heute von der Destillerie vorgestellt wurde, auf den Tisch legen. Er wurde aus vier Fässern aus dem Jahr 1974 komponiert, berichtet The Spirits Business, und er wird in handgefertigten Kristalldekantern präsentiert (diese sind sehr schlicht und durchaus geschmackvoll gehalten). Die Flasche wird in einer klavierlackbeschichteten Holzbox verkauft. Alkoholgehalt: 43.1%.
Die offiziellen Tasting Notes sind relativ kurz: In der Nase findet man gemischte Früchte und etwas Ananas, am Gaumen soll man Sommerfrüchte, Buttertoffee, Kaffee, Lakritze und Zitronensorbet schmecken.
Wir sind es gewohnt, in Serge Valentins Tastings regelmäßig außergewöhnliche und seltene Whiskys präsentiert zu bekommen. Doch seine heutige Verkostung auf Whiskyfun ragt ein wenig weiter heraus. In seinem Glas befindet sich ein Lomond – nicht zu verwechseln mit der Destillerie Loch Lomond. Dieser Whisky wurde in selten zu findenden Lomond Stills (eine Beschreibung dieser Brennblase finden Sie im Thewhiskywiki) in Dumbarton destilliert, der Komplex gehörte zu Ballantine’s und wurde 2006 abgerissen. In Ermangelung eines weiteren Lomond greift Serge zu einem Mosstowie. Dieser Whisky wurde ebenfalls in Lomond Stills destilliert, die Anlage befand sich in der Brennerei Miltonduff und wurde 1981 demontiert. Die heutige Lomond Stills Whisky Verkostung in der Übersicht:
Lomond 1972/1992 (58.3%, Scotch Malt Whisky Society, 98.1) 80 Punkte
Mosstowie 35 yo 1979/2015 (48.1%, Signatory Vintage, bourbon barrel, cask #25756, 171 bottles) 89 Punkte
Experimentelle Whiskys, also solche, die neue Wege beschreiten, mit Traditionen brechen und Dinge ausprobieren (ohne Garantie auf Erfolg) – diese Whiskys sind es, die unserer Leidenschaft manchmal neue Glanzlichter aufsetzen, zumindest aber neue Erfahrungen.
In Men’s Journal werden heute sechs solcher Whiskys vorgestellt – und es finden sich Schotten ebenso darunter wie Amerikaner, Single Malts ebenso wie ein Oat Whiskey.
Man muss nicht bei jedem das Gefühl haben, etwas Bahnbrechendes vor sich zu sehen, so zum Beispiel beim BenRiach Solstice – aber dass dieser Whisky, so wie die fünf anderen, auf seine Art besonders ist, ist klar; zumindest, wenn man mal einen Schluck davon gekostet hat.
Hier die Liste der sechs Whisk(e)ys, zu jedem gibt es im Artikel eine Beschreibung dessen, was ihn besonders macht:
Buffalo Trace Experimental Collection
BenRiach 17yo Solstice
High West Silver Whiskey – Western Oat
Jefferson’s Ocean – Aged at Sea
Bruichladdich Black Art 4
Jim Beam Signature Collection: High Rye
Klar, eine solche Liste kann nicht komplett sein, aber ein guter Startpunkt für Diskussionen und Entdeckungsreisen…
Während gestern die Destillerie Wolfburn ihr dreijähriges Bestehen feierte, ist heute die Destillerie Kingsbarns daran, einen Jubeltag zu feiern. Genau heute vor einem Jahr fand dort der erste Destillationsvorgang statt (die offizielle Eröffnung war bereits im Dezember 2014, aber zu arbeiten begann man am 26. Januar 2015). Der Vorgang dauerte dreieinhalb Stunden – und nach eigenem Bekunden ist man nun bereits geübter und kann vier Stunden destillieren, weil der Alkoholgehalt nach den Wash Stills höher ist als zuvor.
Auch hier eine herzliche Gratulation von uns an das Team – und für unsere Leser eine Bildergalerie über das Werden von Kingsbarns:
Die offizielle Eröffnung durch Douglas Clement (links) und William Wemyss (rechts)
Dass man mit Alkohol vorsichtig und verantwortungsbewußt umgehen soll, ist eine Binsenweisheit, die man aber nicht oft genug wiederholen kann. Auch die Getränkefirmen unternehmen vieles, um zur Vorsicht aufzurufen und das „responsible drinking“ zu fördern.
In welchem Spannungsfeld das geschieht, zeigen jetzt zwei Studien, die in The Spirits Business erwähnt wurden: Sowohl in Australien als auch in England sind „Risikotrinker“ die Triebfeder des Umsatzes bei Alkohol. Jeweils deutlich über 2/3 des Umsatzes machen sie in diesen beiden Ländern aus, obwohl sie zahlenmäßig nur eine kleine Minderheit sind.
Risikotrinker sind laut der Studie in England übrigens Menschen, die im Durchschnitt umgerechnet drei kleine Whiskys pro Tag trinken – sie machen 38% der Verkäufe aus. Jene, die mehr als 7 kleine harte Getränke pro Tag konsumieren, nochmals 30%
Im Artikel erheben die Autoren der australischen Studie übrigens Vorwürfe gegen die Industrie, dass ihre Kampagnen vage und wenig zielführend seien, weil sie gegen die Interessen der Industrie laufen würden. Eine Stellungnahme der Konzerne ist darin nicht enthalten.