Serge verkostet: Benromach 15yo, Benromach 1976

Benromach ist nicht umsonst unser Whisky des Monats März geworden: Eine sehr eigenständige Produktlinie mit einem sehr prägnanten Geschmack, der Fokus auf Whiskys mit Altersangabe und eine vernünftige Preisgestaltung machen Benromach zu einem Liebling der Whiskyszene.

Unlängst erschien aus der Speyside-Destillerie eine neue 15jährige Abfüllung, die die bisherige Linie ergänzt. Serge Valentin hat diese neue Abfüllung nun verkostet, Seite an Seite mit dem Benromach 1976, dem wir hier bereits unsere eigenen Verkostungsnotizen gewidmet haben. Übrigens kommen Serge und wir zu einem sehr ähnlichen Ergebnis beim 1976er – wunderbare Nase, dann ein Bruch im Erlebnis am Gaumen, insgesamt schwer zu werten. Serge hat den neuen 15yo um einen Hauch voran:

  • Benromach 15 yo (43%, OB, 2015): 86 Punkte
  • Benromach 1976/2012 (46%, OB, sherry cask): 85 Punke

Whisky im Bild: Bowmore was???????

Ohne viel Kommentar hier wieder einmal ein Label vom US Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau. Bowmore aus dem japanischen Eichenfass. Alles Bedeutende kann man vom Label ablesen: 2000 Flaschen, 53.9%, zunächst einmal für die Zulassung in den USA vorgesehen. Ein faszinierendes Fundstück vom Whiskosity-Blog.
Bowmore_Mizunara-Front

Bowmore_Mizunara-Back

 

Glenmorangie: Online Golf spielen und Golfreise gewinnen

Auf der Website von Glenmorangie kann man jetzt mit einem virtuellen Golfspiel eine Reise zum Royal Troon Golfturnier im Jahr 2016, eine private Runde am Old Course von St. Andrews und eine private Führung durch die Destillerie gewinnen. Bei der Glenmorangie Challenge gibt es monatlich einen Sieger, und diese Sieger treten in einem Championship-Event gegeneinander um den Hauptpreis an. Und wenn man es nicht ganz an die Spitze schafft, werden unter den Mitspielern monatlich dennoch recht nette golfbezogene Preise verlost.

Das Spiel ist recht professionell aufgemacht, und mit einer reinen Click-und-Glück-Strategie wird man nicht weit kommen. Ein schöner Zeitfresser, auf den wir Sie gerne aufmerksam machen – und der Hauptpreis klingt auch nicht schlecht…

golf2

Whisky-Laster bei Dalwhinnie in Brand geraten (mit Update)

Auf Press and Journal ist soeben eine Eilmeldung erschienen, dass auf der A9 nahe Dalwhinnie ein Whisky-Tanklaster in Brand geraten ist und die A9 deshalb gesperrt werden musste. Feuerwehren aus Aviemore, Grantown und Pitlochry sind unterwegs. Näheres zum Unfall und ob es dabei Verletzte gegeben hat, ist noch nicht bekannt, aber die Seite mit der Meldung sollte mit aktuellen Informationen ergänzt werden.

Nachtrag 15:45 – wir haben eine weitere Quelle für die Meldung gefunden: BBC berichtet, dass das Feuer in der Fahrerkabine des Lasters (nicht Tanklasters) ausgebrochen sei und von den Feuerwehren nach 50 Minuten unter Kontrolle gebracht wurde. Der Laster hatte leere Whiskyfässer geladen, die durch das Feuer allerdings nicht beschädigt worden sein sollen.

Serge verkostet: Drei junge Jura

Auch Serge Valentin ist heute wieder in Sachen Verkostung unterwegs, und diesmal hat er sich drei junge Abfüllungen aus der Inseldestillerie Jura ausgesucht. Zwei davon sind Originalabfüllungen, eine stammt vom unabhängigen Abfüller Douglas Laing und aus dessen „Single Minded“-Serie. Für alle drei Abfüllungen gibt es eine einzige Wertung: 82 Punkte. Vor allem fällt auf, dass Serge meint, der Superstition sei in der letzten Zeit zumindest in seinen Augen besser geworden. Hier die verkosteten Whiskys:

  • Jura 10 yo ‚Origin‘ (40%, OB, +/-2015): 82 Punkte
  • Jura ‚Superstition‘ (43%, OB, +/-2015): 82 Punkte
  • Jura 8 yo 2006/2014 (41.4%, Douglas Laing, Single Minded): 82 Punkte

Ralfy’s Video review #541: Benromach Peat Smoke 2005

Nach längerer Zeit möchten wir auch wieder einmal auf ein Video von Ralfy hinweisen: Diesmal widmet er sich dem Benromach Peat Smoke 2005, der rauchigsten Abfüllung aus dem Hause Benromach. Rauchig sind sie ja alle, da Benromach seine Whiskys generell mit 10ppm produziert und damit den alten Speyside-Stil aus den Fünfzigern und Sechzigern nachbaut. Der Peat Smoke ist deutlich stärker getorft, und seine Speyside-Rauchigkeit (die sich vom Islay Rauch doch deutlich unterscheidet) scheint Ralfy sehr zu gefallen. Er bewertet den Whisky mit 90 aus 100 Punkten.

Wie üblich geht es bei Ralfy im knapp halbstündigen Video nicht allein um den Whisky, sondern er erzählt auch viel Hintergrundwissen dazu. Es zahlt sich also immer wieder aus, seine Videos auf Youtube oder hier bei uns zu verfolgen.

Neu: Hibiki Japanese Harmony

Ein neuer Hibiki namens Japanese Harmony ist dieser Tage in Australien vorgestellt worden, berichtet The Shout. Bei Hibiki Japanese Harmony handelt es sich um einen Blend ohne Altersangabe, komponiert aus „mehr als 12 Malts und Grain Whiskys“ von Master Blender Shingo Torii und Chief Blender Shinji Fukuyo. Er kommt in einer Flasche mit 24 Facetten, die die 24 Jahreszeiten des alten japanischen Mondkalenders darstellen sollen. Der Blend ist laut Beam Suntory dem ersten Hibiki-Blend nachempfunden und enthält exakt die gleichen Malts und Grain Whiskys, die damals Verwendung fanden: Whiskys aus Yamazaki, Hakushu and Chita. Fässer aus amerikanischer Eiche dienten als Basis, akzentuiert wurde mit Whiskys aus Mizunara- (japanische Eiche) und Sherryfässern.

Riechen soll der Hibiki Japanese Harmony nach Rose und Litschi, mit Anklängen an Rosmarin, reifer Holzigkeit und Sandelholz. Am Gaumen soll man Honigsüße finden, kandierte Orangenschalen und weiße Schokolade. Ein langes Finish soll uns erwarten.

Whiskyexperts wird von den eigenen Eindrücken anlässlich des Vorstellungsevents des Hibiki Japanese Harmony in Deutschland berichten.

HibikiJapaneseHarmony

 

Franken.de: Edelbrennerei Haas – Ein Pretzfelder eifert den Schotten nach

In Franken.de wurde ein Bericht über die Edelbrennerei Haas und deren fränkischen Whisky veröffentlicht. Anlass dafür ist die Auszeichnung als Brenner des Jahres beim Wettbewerb „Franken kulinarisch“. Seit fünfzehn Jahren brennt Johannes Haas nun auch Whisky, und im Gegensatz zu vielen anderen Brennereien in Deutschland hält er einen Verkauf von Whisky, der gerade erst seine obligatorischen drei Jahre im Fass lag, für problematisch. Sein Whisky ist 10 Jahre alt:

Seit 2010 hat er verschiedene Whisky-Sorten im Verkaufsprogramm, da er die gesetzlich vorgegebene Reifezeit von drei Jahren als unzureichend einschätzt. Im Whisky-Lager finden sich nur Einzelfassabfüllungen wie „Single malt“ oder „Single cask“, wobei die Fassnamen mit „Sherrypipe“ (Fass aus Eiche, frisch entleert von Pedro Ximanez Sherry) oder „Whisky Glenmorangie“ (Fass aus französicher Eiche mit diversen Vorbelegungen) bezeichnet sind.

Mehr über den Whisky aus der Edelbrennerei Haas im Artikel oder auf deren Website.

Wir verkosten: Glenallachie Whiskyhort bottled for Just Whisky Oberhausen 2015

 

 

 

Glenallachie, 55,4 % Vol. Whiskyhort
Riegger’s Selection
Whiskyhort bottled for Just Whisky Oberhausen 2015
Single Malt, Speyside
Destilled 2004
Bottled 28.05.2015
Sherry Single Cask No. 768
cask strength

597 Flaschen, 0,5 l
Verkoster: Dirk Piesczek
Sample von: Whiskyhort

Glenallachie-Whiskyhort

Nase: Ohne Umschweife, direkt und unmissverständlich zeigt die Nase das Volumen dieses Glenallachie. Voll, kräftig und würzig direkt schon im Antritt zeigt er deutlich Malz-Aromen mit einer leichten, angenehmen Bitterkeit. Sie erinnert an Sauerkirschen, dazu noch eine Spur Vanille, insgesamt sehr vielschichtig.

Gaumen: Trotz der 55,4 % Vol., dieser Malt benötigt kein Wasser. Eher dezent zu Beginn, entwickelt er sehr schnell und deutlich wieder seinen schon von der Nase her bekannten Charakter: voll, würzig und kräftig. Dazu wieder malzig, aber deutlich süßer, mehr wie Gebäck denn Frucht.

Finish: Raum einnehmend, voll, kräftig, lang.

Alles in allem: Ein mächtiger Malt, der einnimmt, ohne zu überfordern. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, mit seinem natürlichen Volumen ist er einfach präsent. Keine allzu forsche Stärke wie bei manchem seiner jungen Kollegen, sondern gereifte Kraft und Fülle. Sehr gut.

MeinWhisky.com: 150 Jahre Brennerei Ziegler

Petra Milde hat heute auf Meinwhisky.com ihren Bericht vom Fest zur 150-Jahre-Feier der Brennerei Ziegler (sie erzeugt den bekannten Aureum-Whisky) online gestellt. Gewohnt ausführlich und reich bebildert schildert sie die Aktivitäten dort und berichtet von ihrem Rundgang durch die Brennerei. Hier ein kurzer Ausschnitt:

Fast 800 Fässer lagern hier in Freudenberg, die meisten davon sind Bourbon-Fässer und sind hier im Lagerhaus den hiesigen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Aber auch in Weinfässer wie vom Château d’Yquem, in Sherry-, Portwein-, Cognac- oder Rumfässern reift Aureum Single Malt Whisky heran (sie liegen nicht alle hier im Gebäude, aber dazu gleich). Man ist stolz darauf, der Qualität schottischer Whiskys nacheifern zu können und weiß, dass dafür ein sorgfältiges Fassmanagement oberste Priorität hat.
Auch eine kleine Verkostung direkt aus dem Fass erwartet uns hier im Lagerhaus und wir haben etwas ganz Besonderes im Glas: Ein getorfter Whisky wird das, 35 ppm im Ausgangsmalz. Auch einer mit 55 ppm reift gerade heran. Mehr will ich noch nicht verraten, aber ihr dürft gespannt sein…

Serge verkostet: 3x Octomore

Die Octomore aus der Destillerie Bruichladdich haben alles, um kontroversielle Abfüllungen zu sein: ein extrem ausgeprägt rauchiges Geschmacksprofil, eine unverkennbare Flaschengestaltung, die mit Traditionen bricht – und ein Preisschild, das manchmal schmerzhaft sein kann. Und tatsächlich scheinen die Octomores die Whiskygesellschaft in Liebende und Verweigernde zu spalten.

Serge Valentin hat drei der Octomore-Abfüllungen nun verkostet – und seiner Meinung nach ist zumindest der Geschmack etwas, das man auch lieben kann. Seine Wertung liegt eher im oberen Bereich, mit einer Note in den 90ern. Hier die verkosteten Abfüllungen und deren Punkte:

  • Octomore 5 yo ‚Comus 04.2‘ (61%, OB, 18000 bottles, 2012): 85 Punkte
  • Octomore 5 yo ‚Edition: 06.2‘ (58.2%, OB, travel retail, 2014): 87 Punkte
  • Octomore 6 yo 2008/2014  (65.8%, Rest and be Thankful Whisky Co., bourbon, cask #B000005712, 227 bottles): 90 Punkte

Dalmunach-Eröffnung: Kurze Videos auf bt.com und bbc.com

Ein kurzes Video von der gestrigen Eröffnung von Dalmunach, das einerseits ein Interview mit First Minister Nicola Sturgeon ist, andererseits auch ein paar Blicke in die Destillerie bietet, finden Sie heute auf bt.com. Es dauert knapp 1 Minute und kann nur auf der von uns verlinkten Website betrachtet werden.

Ein weiteres Video findet sich auf bbc.com – hier kann man auch einen Flug über die neue Destillerie sehen.

Die USA importieren nach wie vor mehr Whisk(e)y

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Der Durst der Amerikaner auf das Wasser des Lebens betrifft nicht nur Whiskey, sondern auch Whisky: Nach wie vor steigen die Importe in die USA an, wie Market Realist berichtet. Zwar hat sich das Wachstum im Vergleich zu den letzten Jahren etwas abgeschwächt, aber das Plus bleibt bestehen. Es sind nun 2.6% Wachstum, verglichen mit zuvor über 16%.

Im ersten Quartal 2015 stiegen die Importe im Wert wieder um 15.2%, obwohl sie in der Menge um fast 1% fielen. Schlecht scheint es momentan beim kanadischen Whiskey auszusehen – dort fielen die Exporte in die USA um 20.2% im ersten Quartal.

Mit den Navigationsleisten oben im verlinkten Artikel können Sie übrigens noch andere Aspekte des Im- und Exports alkoholischer Getränke detaillierter betrachten – so sieht man zum Beispiel auf der ersten Seite, dass Whisky auch die größte Importkategorie ist…

Wohnen bei Ex-Master Distiller Jim McEwan (Bruichladdich)

Jim McEwan hat sich ja von seinem Posten als Master Distiller bei Bruichladdich zurückgezogen. Aber untätig ist er deswegen nicht geworden. Seine Frau Barbara und er bieten jetzt auf Islay in Port Charlotte ein neu renoviertes 4-Schlafzimmer-Haus zur Selbstversorgung an, das sie an Gäste vermieten. Die Website von The Cooperage (so nennt sich das Haus) ist jetzt offiziell erreichbar, berichtet das Islay Blog auf Facebook.

Auf der Website findet man eine Fotogalerie, die Preise (zwischen 650 und 800 Pfund die Woche) und einen Buchungskalender, der heute noch gänzlich jungfräulich ist, ist die Site doch erst seit heute online. Man kann sich also noch seinen Urlaubstermin aussuchen 🙂

(c) The Cooperage
(c) The Cooperage