Serge verkostet: Mortlach, die Zweite

Wie versprochen setzt Serge Valentin heute seine Verkostung von Abfüllungen aus der Destillerie Mortlach weiter fort. Acht Stück sind es diesmal, teilweise etwas ältere Abfüllungen, und auch solche mit etwas mehr PS. Hier die Wertungen – für die ausführlichen Beschreibungen lohnt sich immer wieder der Blick auf Serge’s Seite:

  • Mortlach 14 yo 1995/2010 (43%, Chieftain’s, butt, cask #7279, 870 bottles): 82 Punkte
  • Mortlach 13 yo 1997/2010 (46%, Silver Seal, 270 bottles): 89 Punkte
  • Mortlach 15 yo (40%, Gordon & MacPhail, licensed bottling, +/-1995): 78 Punkte
  • Mortlach 18 yo 1990/2008 (46%, Van Wees, The Ultimate, butt, cask #5961): 79 Punkte
  • Mortlach 1989/2010 (46%, Berry Bros & Rudd, cask # 5141): 88 Punkte
  • Mortlach 1982/2002 (46%, Dundeil Selection, cask #4167): 90 Punkte
  • Mortlach 13 yo 1997/2010 (46%, Silver Seal, 353 bottles): 88 Punkte
  • Mortlach 21 yo (46%, Duthies, sherry wood, +/-2010): 84 Punkte

Men’s Journal: Wie man die kommende Whisky-Dürre überlebt

Man spürt es an allen Ecken und Enden: Die Anzahl der Whiskys mit Altersangaben wird rapide geringer, jene der NAS Abfüllungen höher. Harte Zeiten also für Whiskyfreunde, für die die Altersangaben eine Orientierungshilfe darstellen, wenn es um Qualität und Preis geht.

Men’s Journal bezeichnet die kommenden Zeiten als „Whisky-Dürre“, nämlich nicht so sehr auf die Gesamtmenge, sondern in Bezug auf Whiskys mit Altersangaben, und ein Artikel gibt Tipps, wie man sich auf diese Zeit des Mangels vorbereiten kann, nachdem zunächst noch einmal die Gründe dafür analysiert werden.

Die Ratschläge (fünf an der Zahl) sind durchaus durchdacht, und wir finden den Artikel recht unterhaltsam – mit einem ernstgemeinten Kern. Folgen Sie einfach unserem Link und bilden Sie sich ihre eigene Meinung…

Bild: Whiskyfässer in der Destillerie Invergordon. Foto von John Haslam, CC-Lizenz

Bilder vom Whiskyexperts-Tasting „Whiskyreise um die Welt“ bei Stendels

Am letzten Freitag war es wieder soweit: Bei Stendels in Dortmund fand eines der beliebten Whiskyexperts-Tastings statt – wie üblich an dieser Location mit unserem Redakteur Simon Rosenkranz. Motto der Verkostung war eine „Whiskyreise um die Welt“ – und es gab ausgefallene Whiskys aus den unterschiedlichsten Regionen zu verkosten.  Als warm-up servierte man den zahlreichen Gästen einen Whiskycocktail, der eigens von Barkeeper, World Class-Finalist und Whiskyexperts-Redakteur Reinhard Pohorec kreiert wurde (das Rezept des Trendy Shandy reichen wir in einem eigenen Artikel nach).

Alle Zutaten für einen gelungenen Abend waren also vorhanden, und so einer wurde es auch – hier unsere bildlichen Eindrücke dazu:


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Serge verkostet: Mortlach am Montag

Eine ganze Woche lang Mortlach in der Verkostung – das ist das, was Serge Valentin für die nächsten Tage plant. Wir können uns Schlimmeres vorstellen, ist Mortlach doch eine höchst interessante Destillerie, wenn man die kräftige Stilistik der Abfüllungen mag. Interessant wird sein, wie viel Variation Serge in den Whiskys finden kann. Beginnen wir also den Marathon mit Tag eins:

  • Mortlach ‚Rare Old‘ (43.4%, OB, 50cl, +/-2015): 81 Punkte
  • Mortlach 1995/2014 ‚Stem Ginger Preserve‘ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 303 bottles): 87 Punkte
  • Mortlach 12 yo 1998/2010 (43%, Dun Bheagan, sherry hogsheads, casks #10188/10189, 810 bottles): 81 Punkte
  • Mortlach 14 yo 1997/2011 (46%, Murray McDavid, Château d’Yquem finish, 400 bottles): 82 Punkte
  • Mortlach (40%, OB, 75cl, +/-1980): 86 Punkte
  • Mortlach 14 yo 1998/2013 (46%, The Maltman, bourbon cask, cask #10998, 376 bottles): 83 Punkte
  • Mortlach 18 yo (43.4%, OB, 50cl, +/-2015): 87 Punkte

Whisky des Monats Februar 2016: Hibiki Japanese Harmony

Auch im Februar stellen wir Ihnen, so wie schon seit fast drei Jahren, wieder einen Whisky vor, dem wir wünschen, dass ihm ein wenig mehr Beachtung geschenkt wird – und wie immer sehr subjektiv. Diesmal empfehlen wir Ihnen einen Whisky, den wir für sehr gelungen halten und der ein guter Einstieg in zwei verschiedene Kategorien ist, nämlich japanische Whiskys und Blends: Der Hibiki Japanese Harmony.

HibikiJapaneseHarmony

Als im letzten Jahr Suntory ankündigte, auf Grund von schrumpfenden Lagerbeständen faktisch alle Abfüllungen auf No Age Statements umzustellen, war die Aufregung unter Whiskyfreunden kurz ziemlich groß. Sie legte sich ein wenig, als der erste Repräsentant dieser neuen japanischen Generation auf den Markt kam, der Hibiki Japanese Harmony – denn seine Qualität konnte sich sehen lassen. Wir durften ihn bei seinem deutschen Marktstart verkosten, und waren recht angetan von ihm, wie unsere Tasting Notes zeigen:

Japanischer Whisky bezeichnet sich selbst als Kunsthandwerk und ist als solches erst recht bei Blends auch zu verstehen. So zeigt sich der Hibiki in der Nase sehr weich, äußerst rund, fast schon geschliffen. Eine feine Holz-Würze wird durch blumig-fruchtige Noten ergänzt. Insgesamt ist sein Auftritt sehr zart und dezent, fast schon fragil. Am Gaumen schwer differenzierbar, bleibt er äußerst dezent. Eine leichte Alkohol-Note zu Beginn verschwindet beim zweiten Nippen. Zart-fruchtig mit einer dezenten eleganten Süße zeigt er sich auch hier wieder sehr weich und rund, bevor er sich fruchtig mittellang verabschiedet.

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In der Tat ist der Harmony in der Qualität dem Vorläufer, dem Hibiki 12yo, durchaus ebenbürtig, und für knapp über 50 Euro bekommt man mit ihm einen schönen Einstieg in die Kunst japanischen Whiskys. Mit dem Hibiki 17yo kann und will er sich nicht messen, und sollten Sie irgendwo eine Flasche davon noch auftreiben können (sie ist längst vom Markt verschwunden), dann investieren Sie in sie – sie macht richtig Freude mit ihrer zurückhaltenden Perfektion.

Wer eine Flugreise vor sich hat, der könnte im Duty Free auch nach dem Japanese Harmony Master’s Select schauen. Er kommt mit einem höheren Anteil an Sherryfässern und sollte damit etwas süßer und fruchtiger im Geschmack sein. Er kostet mit knapp 80 Euro etwas mehr als der reguläre Japanese Harmony – und gerüchteweise gibt es schon bald ein weiteres, allerdings hochpreisiges Mitglied der Familie, den Hibiki Deep Harmony.

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Der Hibiki Japanese Harmony vereint in sich die Vorzüge und Charakteristik des japanischen Whiskys auf einem preislichen Einsteigerniveau, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen. Wer sehen will, ob ihm die japanische Stilistik bei Whiskys zusagt, bekommt mit ihm einen ungefähren Einblick in das, was japanische Whiskys und vor allem Blends ausmacht. Darum hat er unsere Empfehlung zum Whisky des Monats verdient.

Hanse Spirit 2016 – unsere Gewinner der 3×2 Eintrittskarten

Die Gewinner unseres Gewinnspiels um die 3×2 Eintrittskarten zur Hanse Spirit 2016, die in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindet, stehen fest und sind verständigt: Herzlichen Glückwunsch an:

  • Manne U. aus Hamburg
  • Dagmar K. aus Ahausen
  • Jakob O. aus Butzbach

Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen viel Vergnügen auf der Messe. Allen anderen, die nicht gewonnen haben: Bald gibt es bei uns die nächste Chance auf schöne Preise rund um Whisky – nur etwas Geduld 🙂

Whisky im Bild: 2016 Collector’s Edition Jack Daniel’s Indian Chief Vintage

Gemeinsam mit Indian Motorcycle hat Jack Daniel’s anlässlich des 150. Geburtstages der Marke ein Motorrad entworfen, das auf verschiedenen Events quer durch Amerika zu sehen sein wird – und im Oktober des Jahres dann für einen wohltätigen Zweck unter den Hammer kommt.

Wer das Bike so schön findet, dass er es unbedingt haben muss, braucht aber nicht unbedingt auf die Auktion zu hoffen – dem Bericht in The Spirits Business nach wird von ihm auch eine Kleinstserie produziert werden. Ein Preis für die Motorräder wurde allerdings nicht genannt.

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Video: Jim McEwan und Mark Reynier – wie man Single Malt Whisky genießt

Ein Stück jüngere Whiskygeschichte möchten wir Ihnen heute mit unserem Sonntagsvideo präsentieren. Ein knapp zehnminütiges Zwiegespräch zwischen Jim McEwan und Mark Reynier in den Lagerhäusern von Bruichladdich (entweder auf Youtube oder hier) beschäftigt sich mit der Frage, wie man am besten Single Malt Whisky genießt. Aber nicht nur um Whisky geht es, sondern auch um Wasser und Eis. Gleich zu Beginn zum Beispiel erfahren Sie, welches die perfekte Tageszeit für einen 15jährigen Whisky ist :-). Viel Vergnügen!

Thrillist: Interview mit Master Distiller Jeff Arnett (Jack Daniel’s)

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„13 brennende Fragen über Whiskey“ betitelt sich ein Interview auf Thrillist.com, das dieser Tage im Online-Magazin erschienen ist. Es wurde mit Jeff Arnett, dem Master Distiller von Jack Daniel’s geführt, und es beschäftigt sich mit Fragen zu seiner Person und zum Whiskey. Interessant, dass er empfiehlt, Jack Daniel’s „on the rocks“ zu genießen, aber, so schränkt er ein, lieber mit einem einzigen großen Eiswürfel.

Weitere Themen: Wie wichtig das Fass für Whiskey ist, warum Jack Daniel’s über Holzkohle filtert und was passieren würde, wenn man die Mashbill mit 100% Mais machen würde.

Bild: Jack Daniel’s

 

Neu: Benromach 35yo (mit Tasting Notes)

Nicht aus offiziellen Kanälen, sondern von Ruben Luyten und seinem Blog whiskynotes.be haben wir die Mitteilung, dass ab 1. Februar ein neuer Benromach auf den Markt kommen wird: Der Benromach 35yo. Destilliert wurde er 1980, und im Vorjahr mit 43% abgefüllt. Wie man sieht, wird er in einer recht gelungenen hölzernen Box verkauft. Bei den Preisen hört man unterschiedliche Angaben, die sich zwischen 450 und 540 Euro bewegen.

Die offiziellen Tasting Notes haben wir wie immer für Sie übersetzt:

Die schöne goldene Bernsteinfarbe des Benromach 35yo verspricht einen komplexen, Speysider, der hohe Ansprüche befriedigt. Die Nase offeriert reichhaltige Sherry-Aromen mit Orangenmarmelade, Kiwi und Grapefruit, mit einem großartigen Zimtgeschmack ergänzt. Am Gaumen zunächst honigsüß, Früchtekuchen, reife Banane und Melonenaroma. Dann entwickelt sich etwas Schokolade und sanfte Minze – hin zu einem vollmundigen und langen, fruchtigen Finish.

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Whisky im Bild: Der New Spirit verlässt Waterford

Die Destillerie Waterford hat ein Bild veröffentlicht, das den Abtransport ihres New Spirits zur Abfüllung und zur Lagerung zeigt. Ein schöner Blick auf die manchmal etwas unromantische Realität bei der Whiskyerzeugung.

Die Destillerie Waterford ist das Projekt von Mark Reynier, nach seiner Zeit bei Bruichladdich wieder in die Produktion von Whisky einzusteigen, diesmal in Irland. Er hat dafür, zusammen mit Investoren, von Diageo die Brauerei Waterford gekauft und zur Destillerie umgebaut. Ersten Whisky daraus werden wir in knapp drei Jahren verkosten können…

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Neues Label: Highland Park Ice Edition 17yo

Für Freunde von Highland Park könnte es in nächster Zeit interessant werden: Sku’s Recent Eats hat auf der Website des amerikanischen Trade and Tobacco Bureaus ein Label für einen neuen Highland Park entdeckt, den Highland Park Ice Edition 17yo.

30.000 Flaschen soll die Auflage weltweit betragen, und mit 53.9% wird er wohl abgefüllt. Mehr gab es darüber noch nicht in Erfahrung zu bringen, so zum Beispiel ein Erscheinungsdatum oder einen Preis – doch werden wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten.

Nachtrag: Neuesten Infos nach wird der Highland Park Ice Edition im März in Deutschland erhältlich sein, und zwar in größeren Mengen. Noch im Februar wird er dem Fachpublikum vorgestellt.

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Traveller: Die sechs besten tasmanischen Whisky-Destillerien

Zugegeben, man reist nicht jeden Tag mal kurz zu seinen Antipoden ins ferne Tasmanien, aber als Whiskyfreund könnte einem der Gedanke schon kommen, das irgendwann einmal zu tun. Denn Tasmanien ist so etwas wie Schottlands Islay in nicht-rauchig: Eine Insel, auf der Whiskydestillerien gehäuft auftreten.

Sechs der besten davon stellt heute das Online-Magazin Traveller vor: genauer gesagt diese:

  • Lark Distillery
  • Hellyers Road
  • William McHenry and Sons
  • Sullivans Cove
  • Nant Distilling Company und
  • Redlands Estate

alle mit Kurzbeschreibung und Verlinkung zu deren Homepages. Und auch wenn man nicht nach Tasmanien fahren will, ist der Artikel doch ein perfekter Ausgangspunkt fürs Couch-Surfing…

Unser Titelbild zeigt die Nant Distillery (Fotorechte bei der Destillerie)

Serge verkostet: Zwei Blends

Serge gibt selbst zu, dass das heute nicht die glamouröseste Tasting-Session ist, die er je durchgeführt hat – es gibt nämlich „nur“ zwei Blends heute, und die sind keine Exoten oder alte Raritäten. Aber nun gut, auch unser Leben ist nicht ständig von Sensationen durchwoben und der Durchschnitt ist der Durchschnitt, weil er eben häufig ist – ach, lassen wir das :).

Hier also die beiden Blends und ihre Bewertung durch Serge:

  • Monkey Shoulder (40%, OB, blended malt, +/-2015): 73 Punkte
  • The Six Isles (43%, Ian McLeod, blended malt, +/-2015): 83 Punkte

Bild: „Monkey Shoulder, blended scotch whisky“ by LiondartoisOwn work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.