Video: Wer war Robert Burns? Warum feiern wir die Robert Burns Night?

Am 25. 1. feiern nicht nur die Schotten in der ganzen Welt die Robert Burns Night – auch unter Whiskyliebhabern ist dieses Datum meist rot im Kalender angestrichen. Wer war aber nun dieser Robert Burns, dem zu Ehren nicht nur Arran einen Malt benannt hat, wie wurde er zum schottischen Nationalhelden und warum feiern wir die Robert Burns Night? Antworten gibt dieses schöne, kurze Video auf Youtube oder gleich direkt hier bei uns:

Whiskyexperts: Mehr neue Destillerienseiten

Vor kurzem haben wir mit der Umstellung der Datenblätter für die Destillerien auf ein erweitertes Format begonnen (wir berichteten hier). Mittlerweile sind nun die ersten zehn Destillerienseiten online, neben Aberfeldy, Aberlour, Allt-a-Bhainne, An Cnoc (Knockdhu) und Ardbeg sind weitere dazugekommen, nämlich:

Diese Seiten zeigen jeweils eine Bildergalerie der Destillerie (untenstehend exemplarisch für Arran), tabellarische Daten, geschichtliche Infos und Informationen über die Produktion, eine Liste der von uns verkosteten Abfüllungen aus der Destillerie, eine Karte der Umgebung (zum Teil können die Destillerien mittels Google Streetview besichtigt werden), Videos zur Brennerei und alle Nachrichten, die wir seit unserem Bestehen in Zusammenhang mit der Destillerie veröffentlicht haben.

Beim nächsten Schwung an neuen Seiten werden wir Sie wieder am Laufenden halten.

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Serge verkostet: Neuere Abfüllungen aus Glenlivet

Eine ganze Reihe von Abfüllungen aus der Destillerie Glenlivet stehen heute auf der Verkostungsliste von Serge Valentin, darunter auch der Glenlivet Nàdurra Oloroso und der Master Distiller’s Reserve. Während letztere Abfüllung eher zurückhaltend aufgenommen wird, kommt der Nàdurra Oloroso recht gut an, nicht zu vergleichen allerdings mit einigen Unabhängigen in der Verkostung, die um die Marke von 90 Punkten pendeln. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

  • Glenlivet ‘Master Distiller’s Reserve’ (40%, OB, +/-2014): 79 Punkte
  • Glenlivet ‚Nàdurra Oloroso‘ (60.7%, OB, batch #OLO614, 2014): 83 Punkte
  • Glenlivet 15 yo 1998/2014 (54.8%, Signatory Vintage for Whiskybrother, South Africa, oloroso sherry butt, cask # 128811, 419 bottles): 87 Punkte
  • Glenlivet 32 yo 1981/2014 (52%, Signatory Vintage for The Whisky Exchange, refill sherry, cask #9460, 140 bottles): 89 Punkte
  • Glenlivet 35 yo 1979/2014 (51.3%, Silver Seal): 90 Punkte.
Destillerie Glenlivet.  Bildrechte bei Lars Pechmann.
Destillerie Glenlivet. Bildrechte bei Lars Pechmann.

Wir verkosten: Craigellachie 10yo, 54.5%, SCC

Ein unabhängiger Abfüller schottischen Single Malts (hauptsächlich aber nicht ausschließlich!), international geschätzt und hoch geachtet, bestens etabliert und in der globalen Wahrnehmung voll angekommen… Und das aus Österreich! Es ist eine Erfolgsgeschichte, die die Herren hinter der Single Cask Collection seit Jahren schreiben.

2013 füllte man einen zehn Jahre alten Craigellachie Malt ab, der eben diese Dekade in Bourbon Barrels zugebracht hatte, jedoch ein Finish in Rumfässern erfuhr. Nun ist es mit Sicherheit spannend zu wissen, dass von der Single Cask Collection auch exzellente Rums und zuletzt ein Gin an die Genießer gebracht wurde. So bieten sich Möglichkeiten eines autonomen wood managements und man kann auf eigene Fässer ehemals karibischen Inhalts zurückgreifen. Ob diese leider ausverkaufte schottisch-exotische Hochzeit auch im Glas funktioniert, werden wir verkosten.

graigellachie-10yo

2003 Cragellacchie 10y, 54,5% vol.,
Single Cask Collection
Bourbon Barrel and Rum Cask
Verkoster: Reinhard Pohorec
Sample von Single Cask Collection

Nase: ein duftig süßliches Opening von überreifer Banane, etwas grünlich auch, Kochbanane, Kräutersträußchen und ein Gewürzbukett, getreidige Hintergrundmelodie, man erahnt den Rum aber es ist kein überkonzentrierter, ölig zuckriger Stil, fast schon Agricole-Erinnerungen, Zitruszesten, kandierte Orange und auch Zitronen, Vanille, Mandelmilch, etwas Brioche, dick mit Blütenhonig bestrichen. Frischer Apfelmost, etwas Schokodrops und schließlich wird die Fruchtnote breiter, vielfältiger, Birnenquitte, tropische Anklänge von Guave und Papaya.

Gaumen: eine florale Welle rollt erst über die Zunge, Custard, Fruchtschmelz, süßlich malzig, Bananoffee-Pie, Bienenstich (die Süßspeise – keine Schmerzsensationen hier!), wiederum eine dezente Nussnote, die Vanille und Frucht spielen sich in einem Hin-Und-Her der unterschiedlichsten Ausprägungen, erst süßlich und breit, dann blumig und heller, schließlich fast stängelig und spicy, eine interessante Entwicklung und Interaktion, welche sehr mundfüllend weich auftreten. Der Alkohol ist stützend aber fein integriert, nichts ist spritig. Dann noch einmal die grünliche Seite, leicht grasig, Wiesenheu und Limettenkonzentrat.

Finish: anhaltend, aromatisch, die Süße ist eher am Beginn da und in das lange gezogene Finish mischen sich die Würzkomponenten, auch Tropenfrucht, Kiwi, Pfefferwürze, Schizandrabeeren, echter Zimt, Kubebenpfeffer und eine an Müsli erinnernde, getreidige Granola-Signatur. Schmeichelnd, wohlwollend und dennoch mit Druck und einem klaren Statement.

Alles in allem: ein Speyside Malt von seiner ausdrucksstarken und finessenreichen Seite, mit Würze, grünlichem Spiel, das Rumfass stützend und mit einem beschwingten Pinselstrich, nie aber vordergründig, aufgesetzt oder unpassend. Hier haben die Komponenten wunderbar zueinander gefunden, Komplexität ist das Ergebnis und nicht ein Haufen degustatorischer Fragezeichen. Ein großartiger Preis für einen sehr gelungenen Malt und ein Thumbs-Up an die Single Cask Collection Gentlemen für diesen starken Malt. Sehr Gut!

Neuer Jim Beam: Jim Beam Bonded

Unseres Wissens nach wird es ihn zumindest vorerst nur in den USA geben, aber ob das so bleiben wird, ist derzeit nicht bekannt: Jim Beam bringt einen neuen Bourbon auf den Markt, den Jim Beam Bonded. Er ist „bottled in bond“, und dieses Qualitätsmerkmal bedeutet: Der Whisky wurde in EINER Destillerie unter einem Master Distiller erzeugt, in einer einzigen Saison. Er muss weiters mindestens vier Jahre alt sein und mit 50% abgefüllt. Laut dem Bericht in Whiskyadvocate wird er dennoch in der unteren Preiskategorie angesiedelt sein und in den USA 24 Dollar kosten.

Laut Master Distiller Fred Noe ist der Jim Beam Bonded auf Wunsch von Barkeepern (wieder)eingeführt worden. Dass er auf ein vorhandenes Konzept zurückgreift, erklärt laut ihm auch den günstigen Preis.

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Ralfy’s Video #515: Wie man den Wert seiner Whisky-Sammlung bewahrt

Das neueste Video von Ralfy, entweder auf Youtube zu sehen oder gleich hier, beschäftigt sich mit den Schritten, die man unternehmen sollte, um den Wert seiner Whiskysammlung zu schützen. Mit der Zeit häufen sich ja in manchen Kästen und Regalen wahre Schätze an – und egal, ob man diese nun als Investition oder zum späteren Trinken aufbewahrt: man sollte sicherstellen , dass die Flaschen bestens behandelt werden. Was man dafür tun kann, wie man Flaschen lagern soll, wie man Korken vor dem Zerbröseln schützt und andere gute Tipps findet man im Video, das ca. 20 Minuten dauert.

Video: Schottland. Die Highlands.

Sonntag ist Videotag bei Whiskyexperts – und diesmal möchten wir Ihnen ein Video auf Youtube vorstellen, das Ihnen die ausgedehnte und wunderschöne Region der Highlands in knapp 45 Minuten näher bringt. Die Dokumentation, die 2007 in br-alpha lief, ist ein intensiver Blick auf Land und Leute, Geschichte und Geschichten. Mit einem kleinen Dram eines Highland Malts in der Hand sicher das richtige Gedankenfutter für das ausklingende Wochenende…

https://www.youtube.com/watch?v=dFRm4pymlNM

Bewaffneter Dieb erbeutet Balvenie 50yo um € 35.000

Ein bewaffneter, maskierter Räuber hat in Montreal/Kanada bei einem Überfall auf ein Spezialitätengeschäft einen Balvenie 50yo im Wert von über 35.000 Euro erbeutet, berichtet CBC News. Er bedrohte die Angestellten mit einer Waffe und schlug eine Vitrine ein, um aus ihr den Whisky und andere teure Alkoholika zu rauben. Der Balvenie 50yo (in ähnlicher Aufmachung wie die abgebildeten Flaschen) war einer der letzten, die in Kanada erhältlich waren und wurde 2013 vom Geschäft gekauft.

Der Räuber schien genau gewusst zu haben, welche Flaschen er entwenden wollte – der Gesamtschaden liegt bei insgesamt umgerechnet 70.000 Euro. Vom Täter fehlt noch jede Spur.

The Balvenie 50yo cask 4570 and cask 4567 2

Whisky im Bild: Ardnamurchan im Schnee

Von Mark Armin Giesler, dem Assistant Distillery Manager bei Ardnamurchan, der Destillerie von Adelphi, stammen diese wunderbaren und stimmungsvollen Bilder der Brennerei und der umgebenden Landschaft, wie sie sich heute im pittoresken Winter der schottischen Westküste präsentieren. Vielen Dank, Armin, für die Erlaubnis zur Verwendung der Photos!

 

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© der Bilder: Mark Armin Giesler

 

The Irish Times: Bericht von der Eröffnung des Irish Whiskey Museums

Diese Woche wurde das Irish Whiskey Museum in Dublin offiziell eröffnet – und The Irish Times war bei den Feierlichkeiten dabei und berichtet davon in einem längeren, ausführlichen Artikel. Beschrieben wird darin nicht nur das Museum selbst, sondern man erfährt auch ein wenig über die Geschichte des irischen Whiskeys. Insgesamt scheint, schenkt man dem Tenor des Berichtes Glauben, das Museum durchaus ansprechend und interessant zu sein, und eventuell könnte man darüber nachdenken, es bei einem Besuch in Dublin als einen Fixpunkt einzuplanen.

Hier nochmals einige Bilder aus dem Museum, die noch vor der offiziellen Eröffnung entstanden:

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Glencairn kauft Burns Crystal

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Regelmäßige Leser unserer Website haben bereits im Mai und im September nachlesen können, dass es Glencairn (sie produzieren unter anderem die beliebten Glencairn Gläser, aber auch Decanter, wie zum Beispiel den untenstehenden Flacon für Royal Brackla, unter Spöttern auch „Heilige Handgranate“ genannt) wirtschaftlich sehr gut geht und sie Appetit auf andere Unternehmen haben, um ihre Geschäftsfelder auszubauen. Nun hat Glencairn laut einem Bericht von The Spirits Business Burns Crystal gekauft, um sich breiter aufstellten zu können.

Laut den Worten von Paul Davidson, Managing Director bei Glencairn, sollen beide Firmen als eigenständige Unternehmen weiter existieren. Glencairn hat im letzten Jahr auch bereits 1.5 Millionen Pfund in den Kauf und Ausbau einer Glasfabrik für den eigenen Bedarf investiert.

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Irische Whiskeyexporte steigen in den letzten 5 Jahren um 60%

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Gut geht es der irischen Whiskeyindustrie. Laut einem Bericht von The Spirits Business hat sie in den letzten fünf Jahren ihre Exporte um 60% gesteigert, auf 365 Millionen Euro – und das trotz einer Verlangsamung des Wachstums im Hauptmarkt, den USA. Im letzten Jahr war der Zuwachs zweistellig – und damit ist es das am schnellsten wachsende alkoholische Segment weltweit.

7 Millionen Cases zu 9 Litern wurden letztes Jahr exportiert – man will bis 2030 diese Menge auf 25 Millionen Cases steigern. Allerdings ging der heimische Absatz im letzten Jahr um fast 20% zurück – man schreibt dies der gestiegenen Steuerbelastung zu…

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PR: BORCO bringt Jura 21 und Jura 1984 nach Deutschland und Österreich

Borco-Marken-Import, Hamburg, ist der Importeur von Whiskys aus der Destillerie Jura für Deutschland und Österreich. Das Unternehmen bringt nun den Jura 21 und den Jura 1984 (über den wir hier bereits berichteten) in diese Länder und hat zu diesem Anlass eine Presseaussendung gestaltet, die wir hier auszugsweise wiedergeben:

Borco-Marken-Import begrüßt mit den Premium-Whiskys Jura 21YO und Jura 1984 zwei bemerkenswerte neue Qualitäten der schottischen Destillerie im Portfolio. Geeint sind beide Qualitäten durch die außergewöhnlichen Anlässe, die zu ihrem Markteintritt in Deutschland und Österreich führen: Jura 21YO wurde im Jahr 2010 erstmalig zu Ehren des 200jährigen Jubiläums der Destillerie angefüllt. Das neue Spitzenprodukt der Jura-Standard-Range reift in Olosoro-Sherryfässern aus amerikanischer Weißeiche von 1963. In der Nase ruft er Assoziationen von gerösteten Nüssen und in Toffee eingebundenen Zitrus- und Honignoten hervor, während er am Gaumen vor allen Dingen an Trockenobst, Marzipan und einen Hauch Lakritz erinnert. Jura 21YO ist „non-chill-filtered“ und wird bei 44% vol. abgefüllt. Der Regalpreis liegt bei etwa 129,- €.

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Ebenso besonders ist der Anlass der Abfüllung der zweiten neuen Qualität, des Jura 1984: George Orwell verfasste im Jahre 1948 während eines Aufenthalts auf der ungezähmten Insel seinen dystopischen Roman „1984“. In genau diesem Jahr wurde zu Ehren Orwells Geschichte eine kleine Menge an Whisky abgefüllt. 2014 fand dieser Whisky seinen Weg in 1984 Flaschen. In Amoroso- und Apostoles-Sherryfässern aus amerikanischer Weißeiche gereift, besticht diese streng limitierte Auflage in der Nase durch Noten von Honig, Vanille, Ingwer, Pfirsichsirup und Bananenkuchen. Den Gaumen weiß der Jura 1984 durch eine harmonische Symbiose von Ananas, Bitterschokolade und Morellokirschen zu begeistern. Der Single Malt Scotch ist „non-chill-filtered“ und wurde bei 44% vol. abgefüllt. Der Regalpreis dieser Rarität liegt bei ca. 900,- €.

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Die Jura Distillery brennt ihren Single Malt mit sehr hohen, schmalen Brennblasen. Dadurch entsteht ein besonders leichter, feiner Malt, der anschließend in Fässern aus amerikanischer Weißeiche direkt am Meer gelagert wird. Durch die salzige Meeresluft und das raue Nordseeklima erhält der Whisky seine charakteristischen Noten. Das Wasser für Isle of Jura kommt aus der naturbelassenen Inselquelle „Bhaille Mharghaidh“ und läuft vornehmlich über Felsgestein, ist also besonders klar. Die Destillerie verwendet sowohl getorfte als auch ungetorfte Gerste, daher sind einige der Jura-Qualitäten rauchig, andere nicht. Isle of Jura ist einer der bekanntesten schottischen Island Malts. Aufgrund seiner einzigartigen mystischen Symbole und seiner herausragenden Geschichte sowie des unverwechselbaren Geschmacks genießt er nicht nur unter passionierten Single Malt Liebhabern einen Kultstatus. Die Form der Flasche erinnert an eine Acht, das Symbol für die Unendlichkeit.

Serge verkostet: Tomintoul

Serge Valentin hat diesmal drei Abfüllungen aus der Destillerie Tomintoul verkostet (sie gehört zu Angus Dundee Distillers, und die haben vor kurzem schwächere Geschäftsdaten bekanntgegeben, wie wir hier berichteten) – und sein Urteil über die offiziellen Bottlings ist eher ohne Begeisterung gefällt. Besser sieht das laut Serge bei einem 45jährigen Tomintoul aus, der von The Whisky Agency veröffentlicht wurde – aber den muss man sich auch erst einmal leisten (können und wollen):

  • Tomintoul 10 yo (40%, OB, +/-2014): 75 Punkte
  • Tomintoul 16 yo (40%, OB, +/-2014): 78 Punkte
  • Tomintoul 45 yo 1968/2013 (48%, The Whisky Agency, The Perfect Dram, bourbon hogshead, 143 bottles): 88 Punkte
Tomintoul Distillery
Tomintoul Distillery. Foto von Ann Harrison, CC-Lizenz