Neuer Glendronach Grandeur 24yo

Auf der Website von Glendronach unter der News-Rubrik findet man die Nachricht über die Veröffentlichung einer neuen Abfüllung: Glendronach Grandeut 24yo. Er ist Ersatz für den nun ausverkauften Glendronach Grandeur 31yo. Er wurde mit 48.9% abgefüllt und stammt aus alten Oloroso-Sherryfässern – ist also keine Einzelfassabfüllung. Von ihm wird es 569 Flaschen geben. Die originalen Tasting Notes von Billy Walker können im Artikel nachgelesen werden. Ein Preis wurde allerdings nicht angegeben.

glendrongrand

Heute vor einem Jahr…

…hat Whiskyexperts damit begonnen, täglich ohne Unterbrechung über die neuesten Neuigkeiten bei Whisky zu berichten. In diesem einen Jahr sind mehr als 1750 Artikel erschienen – und das Highlight des 20. Februar war wohl die Ankündigung des (damals) neuen Talisker Storm.

In loser Abfolge wollen wir Ihnen in nächster Zeit die interessantesten Meldungen von vor einem Jahr nochmals zeigen – vor allem dann, wenn sie auch heute noch interessant sind. Ansonsten werden wir unser Jubiläum hauptsächlich durch Arbeit begehen – und durch unser Gewinnspiel um den handsignierten Miltonduff 1981 von Adelphi, den Sie nur noch heute gewinnen können.

Wir freuen uns über das erste Jahr – und auf das nächste. Und wenn Sie wollen, dann heben Sie heute bitte Ihr Glas auf uns.

Talisker-Storm

Serge verkostet: Lochside

Lochside ist eine dieser Lost Distilleries, deren Abfüllungen ohne großes Getöse von der Bildfläche verschwunden sind. Es gab sie, es gab sie weniger, es gab sie nicht mehr. Glücklich also, wer noch etwas davon daheim im Whiskyschrank hat, denn die Charakteristik dieser Destillerie kann gerade in den unabhängigen Abfüllungen mehr als überzeugen. Serge Valentin von Whiskyfun hat heute drei Abfüllngen von Lochside verkostet – alle schon etwas älter, weil, wie schon erwähnt, der Nachschub an neuen Abfüllungen mehr als enden wollend ist. Und nicht ganz überraschend werden vor allem die beiden Unabhängigen mit excellenten Noten bewertet:

  • Lochside 10 yo (40%, OB, +/-1995): 79 Punkte.
  • Lochside 14 yo 1989/2004 (50%, Douglas Laing, Old Malt Cask, ref #915, 331 bottles): 93 Punkte
  • Lochside 1981/2001 (59%, Blackadder, cask #614, 314 bottles): 93 Punkte
Lochside Destillerie, Foto von Colin Smith, CC-Lizenz
Lochside Destillerie, Foto von Colin Smith, CC-Lizenz

Erforschung gentechnisch veränderter Gerste für Scotch Whisky geplant

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barleyIn Oliver Klimeks Dramming News fanden wir heute morgen, dass das Scottish Agricultural College bei der Erforschung des Pilzes Ramularia und einer möglichen gentechnischen Veränderung von Gerste, um sie gegen ihn resistent werden zu lassen, mit 1 Millionen £ unterstützt wird. Etwa 10% der schottischen Ernte fällt diesem Pilz zum Opfer, welcher weltweit auftritt. Ramularia ist eine relativ neue Krankheit und über sie ist nur wenig bekannt. Landwirte in Schottland und Nordengland sind von ihr am stärksten betroffen.

Ein Sprecher der Scotch Whisky Association wird von den Deadline News  dazu zitiert:
„Die Branche „Scotch Whisky“ als ein langfristiges Geschäft ist immer auf der Suche nach verschiedenen Aspekten der Produktion, einschließlich der Getreide-Forschung, um eine nachhaltige Versorgung zu gewährleisten. Als einer der großen Käufer der schottischen Gerste, begrüßen wir die Erforschung der Ramularia-Blattflecken. „

Zu den Gerüchten um den Bruichladdich Ten

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The Laddie Ten – eine sehr preiswerte und sehr gute Standardabfüllung aus dem Hause Bruichladdich. Seit Monaten schwirren immer wieder Gerüchte durch das Internet, dass Bruichladdich im Zuge seiner strategischen Neuausrichtung nach dem Kauf durch Rémy Cointreau den Laddie Ten den Jordan hinunterschickte. Und wer sich in verschiedenen Webshops darum bemühte, die Abfüllung zu erhalten, der konnte tatsächlich den Eindruck erhalten, der Whisky wäre nicht mehr vorhanden. Auch Händler, die wir zu diesem Thema kontaktierten meinten, die Zuteilungen wären lächerlich klein gewesen.

Was ist also dran an den Gerüchten? Bruichladdich hat auf Nachfrage an Words of Whisky geschrieben, dass der Laddie Ten nicht eingestellt, sondern Opfer seines eigenen Erfolges sei. Es gäbe einfach zu wenig davon, um ihn flächendeckend zu distribuieren. Man bekäme ihn noch im Bruichladdich Webshop und mit viel Glück bei manchen Händlern.

Nun sind das eigentlich auch keine beruhigenden Nachrichten für Freunde der Abfüllung, denn nirgendwo wird auch nur ansatzweise erwähnt, dass man sich bemühe, mit der Produktion dieses Manko auszugleichen. Nichteinmal, dass man ihn weiter produziere. Und dass der Laddie Ten eigentlich eine Jahrgangsabfüllung des Jahres 2001 und damit im Geschmack doch abhängig von der damaligen Ernte war, trägt auch nichts dazu bei, die Laune aufzuhellen.

Summa summarum würden wir die Antwort so interpretieren: Der Patient ist nicht offiziell für tot erklärt. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass er das Krankenbett in seiner ursprünglichen Form jemals wieder verlassen wird. Schade, denn der The Laddie Ten war ein ausgezeichneter Whisky zu einem erstaunlich vernünftigen Preis…laddie

 

Jim Murray’s Whisky Bible 2015

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WhiskyBible2015

Wer als Whisky Produzent oder unabhängiger Abfüller seinen Platz in der 2015er Whisky Bible haben möchte: Ab sofort können Samples und die nötigen Informationen dazu an folgende Adresse geschickt werden:

Dram Good Books Ltd
9 Edison Close
Wellingborough
Northamptonshire
United Kingdom
NN8 6AH

 

Weitere Informationen erteilt:

Vincent Flint-Hill
Dram Good Books Ltd
Email: vincent@whiskybible.com oder samples@whiskybible.com
Tel: +44 (0)117 317 9830

Ralfy’s Video Tasting #432: Caol Ila 12yo neu verkostet

Nach einigen Jahren verkostet Ralfy erneut den Caol Ila 12yo – eine Standardabfüllung aus dem Hause Caol Ila. Ralfy meint in seinem Video, dass sich wahrscheinlich nicht nur der Malt aus Islay verändert hat, sondern wahrscheinlich auch sein Geschmacksempfnden und die Geschultheit seiner Sinne. Insgesamt erhält der Whisky von ihm 84 von 100 Punkten – und was seiner Meinung nach konkret anders ist, kann man den 16 Minuten hier bei uns oder auf Youtube entnehmen.

 

Bladnoch geht wieder in Produktion

In den vergangenen Jahren wurde es ruhig um die Lowland Distillery Bladnoch, ihre Pot Stills blieben lange kalt. Die von John und Thomas McClelland im Jahre 1817 gegründete Brennerei produzierte im 19. Jhd. jährlich rund 230 000 Liter Alkohol. Perioden des Niedergangs, der Schließung und der Demontage markieren den Lebenslauf einer der südlichsten Brennereien Schottlands. Sie ist auch ein Spiegelbild der Höhen und Tiefen der schottischen Whiskygeschichte.

1956 begann die Produktion wieder. 1966 wurden zwei neue Brennblasen installiert. Mehrere Besitzerwechsel – McCow & Cameron, Inverhouse Distillers, Arthur Bell & Sons – führten schließlich 1993 zur Stilllegung der Anlage durch die United Distillers (Diageo).

Der Besitzer Diageo verkaufte 1994 die Brennerei an Raymond Armstrong und seinen Bruder Colin. Allerdings musste der Nordire eine Bedingung der Verkäufer erfüllen, keinen Whisky in der Brennerei zu produzieren. Heftiger örtlicher Protest und politischer Einfluss bewegten Diageo zur Rücknahme ihrer seltsamen Bedingung. Zur Jahrtausendwende sprudelte wieder ein Gerstenbrand aus den beiden kupfernen Brennblasen. 2009 kam die Produktion wieder zum Erliegen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die beiden Brüder Raymond und Colin Armstrong sich nicht besonders gut verstanden und verstehen. Ihre brüderlichen Charakterprofile, „Raymond der Distiller“ und „Colin der Business Man,“ passten irgendwie nicht so richtig zusammen und lähmte ihre Zusammenarbeit. Diesen Monat gibt es einen vielversprechenden Neuanfang.

Nächste Woche wird die Produktion des Bladnoch Spirits wieder beginnen. Die Anlage wurde intensiv gereinigt, die Malt Screws gesäubert, die Gärbottiche dampfgestrahlt und die Potstills überholt und auf ihre Dichtigkeit getestet. 27 Tonnen nicht getorftes Gerstenmalz wurden bestellt, geliefert und eingelagert. Es wird wieder geschrotet, geläutert, fermentiert und destilliert. Die Bladnoch Distillery und der Spirit of the Lowlands leben wieder.

von unserem Korrespondenten Ernie – Ernst J. Scheiner – The Gateway to Distilleries

Bladnoch Destillerie, Foto von Jonathan Wilkins, CC-Lizenz
Bladnoch Destillerie, Foto von Jonathan Wilkins, CC-Lizenz

Neu: Cask Islay

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Cask-Islay-Scotch-WhiskyA.D. Rattray veröffentlicht einen neuen Single Malt Whisky namens Cask Islay. Der Whisky aus einer nicht näher benannten Brennerei von Islay lagerte weniger als 10 Jahre in Bourbon-Fässern und Sherry Fässern. Abgefüllt mit 46 % Vol. wird diese Small Batch Serie im Einzelhandel erhältlich sein.

 

Offizielle Tasting Notes

Farbe
Goldener Islay-Sonnenuntergang

Nase
Warm & feurig, glühende Torf-Kiln, einige Zitrusnoten nach dem Rauch.

Gaumen
Ölig, verbrannter Toffee, saftige Gerste und voller Torf-Rauch.

Lebendig, torfig und voller Aromen

Skye bekommt zweite Destillerie!

Schon im Frühsommer könnten die Bauarbeiten zu einer neuen (und neben Talisker zweiten) Destillerie auf der Insel Skye beginnen: Torabhaig. Wie die BBC heute berichtet, wird Torabhaig um die fünf Millionen Pfund kosten und acht Menschen Arbeit bieten. Der erste Whisky soll Ende 2015 produziert werden. Die Pläne für die Destillerie werden von den Glasgower Architekten Simposn & Brown gestaltet, Betreiber werden die Mossburn Distillers sein.

Update: Etwas mehr Infos über das neue Destillerieprojekt hat unser Redakteur Ernst J.Scheiner auf dieser Website entdeckt…

Neist Point, Skye. Bild von David and Lynn, CC-Lizenz
Neist Point, Skye. Bild von David and Lynn, CC-Lizenz

Serge verkostet: Aberfeldy

Drei Abfüllungen von Aberfeldy stehen heute auf der Verkostungsliste von Serge Valentin auf Whiskyfun. Die Bewertungen schwanken zwischen Wohlwollen und emotionaler Unberührtheit, um es einmal blumig auszudrücken:

  • Aberfeldy 12 yo (40%, OB, +/- 2013): 79 Punkte
  • Aberfeldy 16 yo ‚Ramble‘ (56%, OB, 643 bottles, 2013): 88 Punkte
  • Aberfeldy 17 yo 1978/1995 (57.9%, Cadenhead’s Authentic Collection): 72 Punkte
Aberfeldy
Aberfeldy – Foto von Garrit, GNU-Lizenz

Jetzt noch mitmachen: Handsignierten Miltonduff 1981 Adelphi gewinnen!

Der 20. Februar 2013 war der erste Tag mit News in einer ununterbrochenen Reihe hier auf Whiskyexperts, die sich bis heute lückenlos und täglich fortsetzt. Morgen in einem Jahr sind wir also sozusagen ein Jahr alt.

Um dieses erste Jubiläum mit Ihnen zu feiern, verlosen wir eine Kostbarkeit des unabhängigen Abfüllers Adelphi – einen einundreißigjährigen Miltonduff aus dem Jahr 1981, natürlich eine Einzelfassabfüllung in Fassstärke, ungefärbt und nicht kühlfiltriert. Noch dazu ist diese Flasche von Alex Bruce (Sales & Marketing Director Adelphi) und Charles MacLean (der weltbekannte Whiskyautor und -experte hat das Fass ausgewählt) handsigniert. Und nur noch heute und morgen können Sie mitmachen!

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Der Miltonduff 1981 ist 1 von nur 247 Flaschen, 31 Jahre gereift im Fass-Nr. 5077, ein Refill-Ex-Bourbon-Fass. Die Farbe ist blass gold wie bei einem Sauvignon Blanc, ein klares Indiz dafür, dass das Holz nicht dominiert und der Brennerei-Charakter während der Reifung erhalten blieb.

Miltonduff ist bei Blendern sehr begehrt und daher eher selten als Single Malt erhältlich, egal, in welchem Alter. Zumeist wandert er in Ballantine’s Blends. In der Nase findet man  etwas Obst, Honig und Kerzenwachs – eher zurückhaltend und nobel.  Süß und zart ist er im Mund, mit einer schönen Textur, auch bei seiner natürlichen Stärke deckt der Alkohol nichts zu. Wasser verändert die Aromen nicht, aber es erhöht die Süße und Komplexität im Mund.

Ein Whisky den man schon alleine auf Grund seines Alters und seiner Seltenheit genießen sollte – aber vor allem deshalb, weil er eine sehr schöne „alte“ Charakteristik aufweist.

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Und wie kommen Sie nun zu dieser ganz besonderen Flasche? Nun ganz einfach: Indem Sie bei unserem Gewinnspiel mitmachen. Ab sofort bis 20. Februar 2014.

So können Sie diese Flasche gewinnen:

  1. Falls Sie es noch nicht sind, werden Sie bitte eingetragener Benutzer auf unsere Webseite.
  2. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wie heisst die von Adelphi neu gebaute Destillerie: a) Glen Gould  b) Adnamurchan  c) Ben Gurion (für alle, die sich nicht sicher sind: Einfach diesen Artikel hier vom 22. Juni aufmerksam lesen)
  3. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem Usernamen auf Whiskyexperts ab sofort an folgende email:contest@whiskyexperts.net 

Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 20. Februar 2014, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir den Gewinner der handsignierten Flasche.

Teilnahmebedingungen:

Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 20. Februar 2014, 23:59 Uhr. Der Gewinner wird am 21. Februar auf unserer Webseite bekanntgegeben. Der Wettbewerb findet unter Ausschluß des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden. 

 

Viel Vergnügen und viel Erfolg beim Mitmachen!

Ihr Whiskyexperts-Team

Matte Prognose auch bei Pernod Ricard

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Die nächsten Zahlen sind veröffentlicht, diesmal von Pernod Ricard. Auch dieser Getränkegigant kann sich laut Drinks Business dem Trend zu eher flauen Zahlen nicht entziehen: Ausgehend von einem ziemlich bescheidenen Ergebnis in China (-18%) und einem „wenig günstigem Euro-Kurs“ schätzt der Konzern seine Gewinne vor Steuern nur mehr leicht wachsend (1%-3%) ein, statt wie bisher mit 4%-5%. Grund ist, dass entgegen früherer Prognosen der negative Trend in China sich auch heuer fortsetzen wird. In China verkaufte sich Chivas Regal um 8% schlechter.

Was machen Konzerne, wenn es nicht so läuft, wie sie es gerne hätten? Das, was auch normale Menschen machen (müssen): sparen, sparen, sparen. So will Pernod Ricard mit einem eigenen Programm 150 Millionen jährlich an Kosten reduzieren. Zukunftshoffnung für die Firma laut dem Artikel: Wein. Mit Wein wollen sie vor allem am indischen Markt reüssieren…

Suntory mit wachsendem Geschäft bei Alkohol

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Ganz gut scheint es Suntory momentan zu gehen, was die Verkäufe von Alkohol betrifft – so ein Bericht aus Spirits Business. Die Nettoverkäufe des Konzerns stiegen von 2012 auf 2013 um 10%, das entspricht etwas über 2 Millarden Dollar. Treibe des Geschäfts scheint laut Suntory das RTD-Segment zu sein (eine der vielen Marketing-Abkürzungen, die man als Branchenfremder nicht kennen muss – „ready to drink“, also direkt aus der Flasche konsumierbar, ohne Anrühren, Anmischen etc.). Das Spirits-Segment, in dem sich die Whiskys befinden, wuchs um 3%.

Die Verkäufe der Premium-Marken wie Yamazaki, Hakushu und Hibiki, wuchsen um 16%, ihr größter Blend, Kakubin, um 3%. Aber auch die schottischen Marken konnten „substanziell zulegen“.

suntory