Von der Lakes Distillery haben wir das untenstehende Bild erhalten, das den Zusammenbau einer der drei Stills für die englische Lakes Distillery zeigt. Im September 2014 soll die Destillerie mit der Produktion des eigenen Single Malts beginnen.
Serge verkostet: Aberlour A’bunadh #45 und Begleiter
Die Aberlour A’bunadh sind zwar alters-, aber ganz bestimmt nicht charakterlos. In den mittlerweile fast 50 Batches dieser Sherrybomben finden sich absolute Highlights ebenso wie eher schwächere Abfüllungen (die Qualität hat sich aber in letzter Zeit, was man so hört, auf hohem Niveau stabilisert). Serge Valentin verkostet einen der späteren Aberlour A’bunadhs aus dem Jahr 2013, die Abfüllung #45 – und dazu einen alten Aberlour. Beide scheinen ihm zu schmecken:
- Aberlour-Glenlivet 8 yo (43%, OB, Rinaldi, square bottle, 75cl, +/-1975): 88 Punkte
- Aberlour ‚A’bunadh‘ Batch #45 (60.28%, OB, 2013): 87 Punkte

Video – Whiskychat #2: Interview mit Bernie Lubbers (Heaven Hill Distilleries)
Die zweite Folge unseres Videojournals ist jetzt online – und heute bringen wir Ihnen ein Exklusivinterview mit Bernie Lubbers, Global Brand Ambassador von Heaven Hill Distillers, der größten amerikanischen Destillerien-Gruppe, die sich noch in Privatbesitz befindet.
Heaven Hill produziert eine Vielzahl von Marken, sechs davon hat Bernie im Rahmen einer Europatour auch in Wien dem interessierten Fachpublikum vorgestellt (einen Bericht über das Tasting – und vor allem einen kompletten Audiomitschnitt des achzigminütigen Exkurses in die Bourbon-Geschichte bringen wir in den nächsten Tagen). Vor dem Tasting konnten wir ein Videointerview mit dem „Whiskey-Professor“ führen:
Aber nicht nur das Video und jede Menge Tasting Notes brachten wir von Bernie mit – das untenstehende Foto zeigt, worauf Sie sich im Rahmen der nächsten Gewinnspiele unter anderem freuen dürfen. Meht dazu demnächst.

Neu: The Devil’s Punchbowl 3
Ende Juli ist es soweit: Arran bringt die dritte und letzte Version von The Devil’s Punch Bowl heraus: The Fiendish Finale. Mit 53.4% abgefüllt, ist er diesmal aus einer Mischung von Bourbon- und Sherryfässern komponiert, ohne die leicht rauchige Note, die die Versionen 1 und zwei hatten. Dafür gibt es auch einige französische Ex-Weinfässer. Die Fässer wurden von Distillery Manager James MacTaggart ausgewählt.
The Devil’s Punch Bowl: The Fiendish Finale wird im Handel ca. 100 Euro kosten.
Neuer Highland Park: Dark Origins
Der nächste NAS, also alterslose Highland Park ist heute von der Edrington Group vorgestellt wurden: Highland Park Dark Origins wird mit 46.8% ohne Kühlfiltrierung und ungefärbtabgefüllt und enthält doppelt so viele Sherryfässer wie die zwölfjährige Standardabfüllung. Man darf, laut dem Hersteller, geschmacklich „Gewürze mit Sherry-Note, reife Bananen, geröstete Haselnüsse, Bratäpfel. einen Hauch Schokolade und süße Rauchigkeit“ erwarten.
Der Highland Park Dark Origins wird Bestandteil der Standard-Range werden und kostet in England knapp 65 Pfund, umgerechnet also 80 Euro. Er wird im Laufe von Juli und August in den Märkten erscheinen.
Nachtrag: Wer bis 14. Juli in London ist, kann den neuen Highland Park exklusiv im Kaufhaus Harrods vorab erwerben!
Whisky Fair Rhein Ruhr 2014 – Ein Video-Nachbetrachtung
Seit der Erstausgabe der Whisky Fair Rhein Ruhr in Düsseldorf, auf der wir auch mit einem eigenen Stand vertreten waren, ist schon ein wenig Zeit vergangen. Jetzt gibt es auch eine Nachbetrachtung mit bewegten Bildern – am Ende unseres Newsbit oder auf Youtube. Im nächsten Jahr wird diese Messe an zwei Tagen stattfinden. Am 11. und 12. April 2015 können Whiskys und andere Spirituosen, umgeben von Oldtimern und historischen Fahrzeugen, in der Classic Remise verkostet werden.
Die zehn populärsten indischen Whiskys
Von den meisten haben wir hierzulande noch nichts gehört, geschweige denn etwas getrunken – und man muss die Definition von Whisky schon etwas weiter fassen als sie hier bei uns landläufig ist. Tatsache bleibt, dass indische Whiskys Verkaufsgiganten sind, und die Nummer 1 schlägt sogar Johnnie Walker und ist weltweit der meistverkaufte Whisky. The Spirits Business hat nun die populärsten Whiskys Indien in einer Fotostrecke mit begleitenden Daten und Informationen zusammengestellt – wir wünschen viel Vergnügen beim Staunen.

Serge verkostet: Irische Whiskeys
Gerade zum Hochsommer, wenn die Sonne einem so richtig auf die Birne britzelt, mag man seine Whiskys in der Regel eher leicht (was nicht bedeutet, dass man den komplexeren und gehaltvolleren Genüssen völlig abhold wäre). Eigentlich also eine gute Zeit, sich ein wenig nach Westen zu orientieren und den irischen Whiskeys eine Chance zu geben. Serge Valentin von Whiskyfun und einer der prominentesten Malt Maniacs, hat genau das getan und einige irische Whiskeys verkostet. Hier die durchwegs erfreulichen Ergebnisse, mit dem Punktesieger aus der Schweiz, vom Schweizer Abfüller The Stillman’s:
- Irish Malt 22 yo 1991/2014 (49.2%, The Whisky Fair, bourbon barrel, 184 bottles): 87 Punkte
- Bushmills ‚1608‘ (46%, OB, Irish blend, +/-2013): 84 Punkte
- Green Spot (40%, OB, Midleton, single pot still, +/-2013): 85 Punkte
- Crested Ten (40%, OB, Irish blend, +/-2014): 82 Punkte
- St. Beccan’s Dram 22 yo 1991/2013 (55.3%, The Stillman’s, single pot still, bourbon wood, 210 bottles): 90 Punkte
Und hier noch eine Empfehlung der Redaktion, wenn es besonders fruchtig und irisch sein soll: der „Yellow Spot„, unser Whisky des Monats Januar.
Michael Owen neuer Global Brand Ambassador der Speyside Distillery
Nach David Beckham (wir berichteten) hat nun mit Michael Owen der nächste ehemalige englische Fußballer eine neue Aufgabe im Whisky-Geschäft gefunden. Der frühere Stürmer wird für die nächsten 3 Jahre Global Brand Ambassador der Speyside Distillery und ihrer Marke Spey (unsere Review der Spey Whiskys finden sie hier).
Die Speyside Distillery wechselte 2012 den Besitzer. Neuer Eigentümer wurde John Harvey McDonough. Laut The Journal war schon sein Großvater Alec im Whisky-Geschäft tätig. In den Zwanzigern exportierte er alkoholische Getränke für den amerikanischen (Schwarz-)Markt während der Prohibition. Sein Enkel John stellte das Whisky Exportgeschäft auf legale Füße. Der ostasiatische Markt und besonders Taiwan sind sein Hauptbetätigungsfeld, Spey Whisky ist hier mittlerweile, was den Umsatz angeht, die drittstärkste Marke. Insbesondere in Asien wird Michael Owen als Global Brand Ambassador auftreten. Im Laufe des Jahres wird es noch seine eigene limitierte Abfüllung des Spey Whisky geben.
Whisky des Monats Juli 2014: Glen Moray 12yo
In unserer regelmäßigen Rubrik “Whiskys des Monats” stellen wir, sehr subjektiv gesehen natürlich, Whiskys vor, die wir besonders mögen – und denen wir eine breitere Öffentlichkeit wünschen. Hier unsere Empfehlung für Juli:
Whisky und Bier würde man generell eine recht nahe Verwandtschaft attestieren, die Glen Moray Destillerie in Elgin allerdings geht wirklich auf eine alte Brauerei, West Brewery, aus den 1820ern zurück.
Nach der Umwandlung in eine Whisky Brennerei mit anfänglich zwei copper stills, produzierte man bis ins frühe 20 Jahrhundert. Die historischen Hintergründe lesen sich, etwas salopp gesprochen, wie eine schlechte On-Off-Beziehung, den Wirrungen und Stürmen der Zeit und des Business ausgesetzt. Immer wieder legte man die Anlage still und die Maischebottiche und Brennblasen mussten für Jahre verstummen, nur um sie später wiederzubeleben und neues Glück zu suchen.
Die eigenen floor maltings ersetzte man in den späten 50er Jahren durch große Saladin maltings, nach deren Verschwinden (heute kauft man Malz zu) nütze man das Platzangebot für eine Kapazitätserweiterung und zwei weitere Brennblasen.
Heute produziert man mit drei still Paaren eine stattliche Menge reinen Alkohols pro Jahr, die man – nach der Loslösung von Louis Vuitton Moët-Hennessy – für die Marken des neuen französischen Eigners La Martiniquaise verwendet, zum Beispiel Label 5 oder Blended Malt Glen Turner.
Eine überschaubare Menge der Produktion wird als Single Malt Whisky offiziell abgefüllt, vereinzelt stolpert man auch über independent bottlings. Die Standardvarianten dieser, oft etwas zu unrecht übersehenen Destillerie sind Classic, der sehr gelungene 12 Years Old, dessen älterer Bruder mit sechzehn Jahren sowie ein zehnjähriger Chardonnay Cask. Die Prestige-Speerspitze bilden Port Wood Finish 25y sowie ein 30 Year Old.
Teilweise musste man sich in den letzten Jahrzehnten den Vorwurf gefallen lassen, mittelprächtige Qualitäten und ausgefallene Weißwein Finishes in die Flaschen zu füllen, aber Glen Moray hat eindeutig Boden unter den Füßen gefunden, steht wie ein Fels in der Brandung gegen teils recht unspannende Speyside drams und hält stolz seine Fahnen als ausgezeichneter aber unterschätzter Malt hoch.
Der 12 Years Old bietet für sein Alter viel Fülle und Komplexität, florale, cremig und dezent süßliche Fruchtnoten, Honig auf ein Butterbrot verstrichen, dann etwas dunklere Akzente, Kräutersträußchen, und vermehrt trockene und fordernde Aromen.
Der Gaumen wird von einer cremig, vollmundigen Textur mit bitter-süßen Akzenten umhüllt, juicy, Bienenwachs, rote Beeren, steinig mineralische Einsprengsel, die sich auch in das – für dieses Alter – imposante Finish ziehen, wo sich noch mehr Gewürznoten und dezente Holz- und Reifekomponenten einflechten.
Manch Whiskyfan mag nur fragend den Kopf schütteln, wenn er einen Whisky wie den Glen Moray 12 Years Old im (wenngleich gut sortierten) Supermarkt Regal sieht und seinen Einkaufswagen weiter schiebt, doch man darf sich immer wieder auch einmal an eine solche Standardabfüllung wagen und sich überraschen und beeindrucken lassen, von dem belohnenden Whiskyerlebnis, das sich hier im Glas präsentiert. Ein Preis-Leistungs-Malt, der eine ganz klare Empfehlung ausgesprochen bekommt.
Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec
Edrington Group mit leichtem Verkaufsplus
Die Zahlen scheinen bei der Edrington Group (Famous Grouse, Macallan) zu stimmen: The Scotsman berichtet, dass die Verkäufe weltweit im letzten Jahr um 3% gestiegen sind (allerdings im Vergleich zu 6% in der Periode davor). Probleme gab es vor allem in zwei Märkten, in denen das Unternehmen traditionell eigentlich stark vertreten ist: China und die Urkaine – beides aus politischen Gründen. Jedoch hat die Mehrzahl der Märkte diese Probleme mehr als wettgemacht.
Bei einem Umsatz von 607 Millionen Pfund gab es von März 2013 bis März 2014 174 Millionen Pfund Gewinn vor Steuer. Mehr Zahlen hinter unserem Link.
Cotswolds Distillery: Kommando zurück
Am Freitag berichteten wir über den Beginn der Produktion in der englischen Cotswolds Distillery und bezogen uns auf einen Artikel in Harpers Wine & Spirit. Unsere Leserin Petra Milde war sehr überrascht und kommentierte unseren Newsbit – ihr Besuch dieser Brennerei lag keine sechs Wochen zurück, zu dieser Zeit deutete noch nichts auf einen baldigen Start. Washbacks, Stills und weitere Teile der Einrichtung fehlten noch. Kurzerhand fragte sie bei Daniel Szor, dem Gründer dieser Brennerei, nach. Er schickte ihr zwei Fotos für ihren Blog meinwhisky.com, die den jetzigen Stand dokumentieren. Zwar sind einige Teile der Einrichtung mittlerweile eingetroffen (so z.B. die Stills), doch einiges fehle auch noch – vermutlich ist der Bericht von Harpers auf ein Missverständnis zurückzuführen. Wenn es in der nächsten Zeit wie geplant weiter geht, soll im September mit der Produktion begonnen werden können. Dann berichten wir über die Aufnahme der Produktion in der Cotswolds Distillery halt nochmal.

HMS Queen Elizabeth wird mit Whisky getauft
Die HMS Queen Elizabeth, der neue und größte Flugzeugträger der britischen Armee, wird von der Namensgeberin am nächsten Freitag nicht wie üblich mit einer Flasche Champagner, sondern mit einer Flasche Islay-Whisky getauft, berichtet The Southern Reporter heute. Eine Flasche Bowmore wird zu diesem Zweck an der Schiffshülle zerschellen und damit die offizielle Namensgebung besiegeln. Die Zeremonie für den 65000-Tonner wird im Rosyth in Fife stattfinden, wo das Schiff zusammengebaut wurde.
Verteidigungsminister Philip Hammond meinte in typisch trockener britischer Art: „Das ist ein Anlass, bei dem es in Ordnung ist, etwas Whisky zu verschütten“

Serge verkostet: Drei japanische Whiskys
Die Geschichte der japanischen Whiskys ist eine lange – suchen Sie bei uns mal nach „Japan“ und lesen sie mehr darüber, über die Destillerien und die Abfüllungen. Und wer sich schon einmal durch japanische Whiskys durchprobiert hat, der wird festgestellt haben, dass die Kunst des Destillierens im Land der aufgehenden Sonne bestens entwickelt ist. Man sieht das auch an den Wertungen, aber noch mehr an den Beschreibungen, die Serge Valentin in seiner heutigen Verkostung dreier japanischer Whiskys präsentiert:
- Chichibu 2010/2014 (62.4%, OB for Silver Seal, Japan, bourbon barrel, cask #659, 239 bottles): 82 Punkte
- Hanyu 2000/2010 ‚The Final Vintage‘ (59%, OB, Ichiro’s Malt, puncheon, cask #6093, 349 bottles): 84 Punkte
- Karuizawa 13 yo 1999/2013 (57.7%, OB, Noh, for K&L USA, sherry butt, cask #869, 510 bottles): 87 Punkte









