Die Geschichte der japanischen Whiskys ist eine lange – suchen Sie bei uns mal nach „Japan“ und lesen sie mehr darüber, über die Destillerien und die Abfüllungen. Und wer sich schon einmal durch japanische Whiskys durchprobiert hat, der wird festgestellt haben, dass die Kunst des Destillierens im Land der aufgehenden Sonne bestens entwickelt ist. Man sieht das auch an den Wertungen, aber noch mehr an den Beschreibungen, die Serge Valentin in seiner heutigen Verkostung dreier japanischer Whiskys präsentiert:
Chichibu 2010/2014 (62.4%, OB for Silver Seal, Japan, bourbon barrel, cask #659, 239 bottles): 82 Punkte
Hanyu 2000/2010 ‚The Final Vintage‘ (59%, OB, Ichiro’s Malt, puncheon, cask #6093, 349 bottles): 84 Punkte
Karuizawa 13 yo 1999/2013 (57.7%, OB, Noh, for K&L USA, sherry butt, cask #869, 510 bottles): 87 Punkte
Ein Standard und irgendwie ein Klassiker steht heute auf dem Plan für die Verkostung von Ralfy auf Youtube: Der Royal Lochnagar 12yo ist relativ leicht zu bekommen und auch preislich recht interessant. Ist er es aber auch geschmacklich? Ralfy versucht es mit seiner Verkostung herauszufinden. Mit 81/100 Punkten ist er eher am unteren Ende der Skala angesiedelt (Ralfy veröffentlicht keine Verkostungen mit weniger als 80 Punkten). Aber er gibt einen Tipp, um aus dem Whisky mehr heruszuholen: Wasser zufügen. Der Royal Lochnagar verträgt das seiner Meinung nach nicht nur, sondern er braucht es sogar…
Nach Diageos neuer Destillerie in Shelby County/Kentucky (wir berichteten) soll in Nelson County eine weitere Brennerei entstehen. Die neu gegründete The Bardstown Bourbon Co. LLC plant nach einem Bericht des The Business Journals den Neubau einer Brennerei für Bourbon und andere Spirituosen. Ihre Investition beträgt $ 24,8 Millionen, neben der Brennerei und Lagerhallen soll auch ein Besucherzentrum dort entstehen.
Die Wahl des Master Distiller fiel auf Steve Nally. Das Mitglied der Kentucky Bourbon Festival Hall of Fame arbeitet seit mehr als 40 Jahre im Bourbon-Geschäft. Nach 33 Jahren bei Maker’s Mark war er zuletzt als Master Distiller bei Wyoming Whiskey tätig. Dort beteiligte er sich an der Errichtung und Etablierung der ersten legalen Brennerei in Wyoming – sein Wissen und seine dort gemachten Erfahrungen wird er nun bei The Bardstown Bourbon einbringen können.
Der Beginn des Baus der neuen Brennerei soll in diesem Sommer starten. 2016 soll sie dann eröffnet werden. Es wird dann die fünfte Destillerie in Nelson County sein, neben Barton Brands of Kentucky, Heaven Hill Distilleries, Michter’s und der Willett Distillery.
Es hat schon Tradition bei uns, dass uns die Gewinner unserer Verlosungen Fotos von sich und ihrem Preis senden – und wir bringen diese dann natürlich gerne, um die Freude mit unseren Lesern zu teilen. Gestern ist nun der Ardbeg Auriverdes aus unserer letzten Verlosung bei unserem Leser Marko Hahnke aus Borstel/Hohenraden nördlich von Hamburg angekommen – er hat uns dieses Bild mit folgenden Zeilen geschickt:
Hier nun wie versprochen das Foto .
Er reiht sich perfekt in meine Sammlung ein 🙂
Vielen Dank noch einmal und macht weiter so!!!!!
Machen wir gerne, lieber Marko – und deshalb starten wir schon nächste Woche ein neues Gewinnspiel, bei dem es dann wieder mal um eine von einer „Whiskeygröße“ handsignierte Kostbarkeit gehen wird…
Wilkommen im Sommerloch – aber diese Meldung ist zu abgefahren, als dass wir sie einfach übergehen könnten: Laut The Hans India hat ein Arzt im indischen Warangal einem Patienten Whiskey intravenös als Therapie gegen eine Pestizidvergiftung verabreicht. Der Vorfall ereignete sich schon am 1. Juni des Jahres und ist erst jetzt an die Öffentlichkeit gelang. Der Patient war ohne Bewusstsein eingeliefert worden, nachdem er mit Pestiziden verseuchtes Wasser getrunken hatte.
M Sripal Reddy, Bauer aus Dammannapet, ist der bedauernswerte Patient. Bild: The Hans India
Der Arzt des Mamata Spitals, Dr. Vangala Ravinder Reddy, bat die verdutzten Angehörigen, eine Flasche einer bestimmten, nicht genannten Whiskymarke zu besorgen und verabreichte sie dem Patienten über einen Tropf intravenös – seiner Auskunft nach hatte er von so einer Behandlungsmethode in einem Lehrbuch gelesen. Wenig verwunderlich, begann sich der Zustand des Patienten nach einiger Zeit wegen akuten Nierenproblemen weiter zu verschlechtern.
Die Angehörigen benachrichtigten darauf die Spitalsleitung, die die weitere „Behandlung“ wohl unterband. Das Indian Medical Council wartet nun darauf, von den Patienten angesprochen zu werden, um eine Untersuchung einleiten zu können. Warum sie das nicht automatisch tut, steht nicht im Artikel.
Premiere bei Whiskyexperts: Von nun an wollen wir Ihnen in halbwegs regelmäßigen Abständen unsere Informationen nicht nur schriftlich, sondern auch in Form von Videocasts bieten. Heute beginnen wir unsere Serie mit einem vierminütigen Beitrag zur Frage, wie lange man geöffneten Whisky eigentlich aufbewahren kann. Wir hoffen, Sie haben beim Betrachten ebenso viel Spaß wie wir beim Aufnehmen. Auch in Zukunft werden wir weitere Videos selbst produzieren, sei es von Events, von Verkostungen, mit Interviews oder Leserfragen. Diese Videos finden Sie dann alle auf unserem Youtube-Kanal. Jetzt aber viel Vergnügen mit unserem ersten Videochat.
Für jene Leser, die nicht nur ein geschmackliches Interesse an Whisky haben, sondern sogar ein wissenschaftliches (und wir wissen, dass es einige davon gibt), haben wir heute eine interessante Online-Publikation gefunden. Sie nennt sich „Oppositional Identities and Resource Partitioning: Distillery Ownership in Scotch Whisky, 1826–2009“ und stammt von David G. McKendrick und Michael T. Hannan von der Universität Stanford. Man muss sich auch mit Organisationstheorie auskennen, damit man auch nur ansatzweise versteht, was einem die Autoren sagen wollen – aber getreu unserem Grundsatz: „Ist es Whisky, ist es News“ haben wir nun auch davon berichtet (und wir werden aufmerksam beobachten, wie viele Leute die Seite über unseren Link aufrufen). 🙂
Die Whiskys der Springbank Distillery sind in ihrer Charakteristik außergewöhnlich und von einer klar wiedererkennbaren Eigenständigkeit geprägt. Zudem ist die Brennerei fast ein Relikt, wirkt wie ein Überbleibsel aus längst vergangenen, goldenen Tagen, ob der Tatsache, dass die unabhängig geführte Unternehmung sämtliche Produktionsschritte unter einem Dach – oder auf einem Gelände – durchführt.
Viele Whiskyliebhaber sehen die Malts Springbank, Longrow und Hazelburn daher in einem speziellen Licht, haben die Tropfen in ihr Herz geschlossen und suchen nach den diversen flüssigen Schätzen, die aus Campbeltown kommen.
Über die Hintergrundgeschichte des Starkicker Syndikats und die damit verbundene, spannende Frage, wie man denn einmal an ein eigenes Fass uisge beatha kommen könnte, haben wir hier und hier berichtet. Höchste Zeit, auch den Springbank 18y zu verkosten. Wie man munkelt, sind zudem weitere Fassabfüllungen angedacht mit rund 20 Jahren Altersschnitt, und auch Kunde von Portweinfässern lässt sich vernehmen.
Nase: der Duft dieses drams, es handelt sich um Flasche 53 der 140, eröffnet mit salzigen Noten, erdig ledrig präsentiert sich dieser Springbank, Rauch, spicy, viel Würze und Gewürze, Koriander, orientalische Anklänge, ras el hanout, auch etwas Currymischung, Pfeffer, dann Salbei und Rosmarinnadeln, dahinter macht sich ein Hauch Schokolade bemerkbar, Mon Cherie und Mozartkugeln, ein leiser Anflug von Streichhölzern, der sich rasch legt, Kakaopulver, etwas getrockneter Oregano, Bittermarzipan und Tannennadeln, mit Zeit und Wasser noch stärkerer Fokus auf die Waldaromatik, Heu und nasses Laub, etwas Pilzconfit, Steinpilzcreme, eine verspielte, hochkomplexe Nase, die sehr viel zu bieten hat, wenn man sich und dem dram nur Zeit lässt
Gaumen: extreme Fruchtsüße, weinig, gerbstoffig, Rosinen, Marillen, ölig, fett, ein Mundgefühl, auf dem man stundenlang herumkauen könnte, steinig rauchig, sehr trockener Rauch aber! Holzig maritime Einsprängsel, Vanille und Haselnuss begleiten die Meeresbrandung, Makadamia, Toffee, Nutbrittle, und dann wieder die Bitterschokolade, dazu etwas Ribisel und schwarze Johannisbeere, saftig, salzig, unglaublich verspielt auch am Gaumen, wenn auch etwas eigenwillig, ein Fruchtbogen aus Steinobst, Birnenquitte, Apfel, alles gekleidet in Honig und marmeladige Töne mit einem Touch salzigen Meerwassers
Finish: und er bleibt und bleibt und bleibt, ein sehr lange gezogenes Finish, geprägt von Vollmundigkeit und im Abgang aber besonders auch Würze, als Balance gegen die Milde, Fülle und Süße, mentholisch, Minze, trüber Apfelsaft, schmalzige Akzente, Tarte Tatin, Muskat, Zimtrinde und Kubebenpfeffer
Alles in allem: selten habe ich einen so vollmundigen, cremigen Whisky im Glas gehabt, das Mundgefühl ist zum Niederknien… Nun mag manch einer von der Opulenz etwas überfordert sein oder die Süße für etwas zu vordergründig empfinden, aber dieser late-night-dram vermag den Gaumen und die Nase einzuzaubern mit seinem Charme. Dies ist ein Whisky, dem man Zeit, Muße und seine vollste Aufmerksamkeit widmen sollte – und die Belohnung… herrlich…
Die Speyside-Destillerie Glenfiddich bringt laut einem Bericht von The Spirits Business eine neue Sorte auf den Markt – der erste Glenfiddich, der ausschließlich in amerikanischer Eiche gereift ist: Der Glenfddich Excellence 26yo wird in First Fill und Refill Bourbon Barrels gereift und mit 43% abgefüllt. In der Nase soll er nach Vanille, Toffee, karamellisierten Ananas und Frühlingsblumen riechen, am Gaumen Vanille, Eiche und trockene Tannine schmecken lassen. Sein Verkaufspreis in England liegt bei satten 350 Pfund, also mehr als 400 Euro. Wann und ob er nach Deutschland kommt, ist uns noch nicht bekannt.
Zum Glenfiddich Excellence gibt es auch drei Videos, die wir Ihnen hier ebenso präsentieren wollen:
5.000 Flaschen englischer Single Malt Whisky, verkaufsbereit im Juni 2017 – das ist der erste Run der Cotswolds Distillery – laut einem Bericht in Harpers Wine & Spirit. Die erst fünfte englische Destillerie wird an 6 Tagen pro Woche bald schon New Make für ca. 150.000 Flaschen pro Jahr produzieren. Zunächst aber wird man – wie üblich und wirtschaftlich sinnvoll – schon heuer an die 10.000 Flaschen Gin produzieren und verkaufen.
Das Gelände der Cotswolds-Destillerie. Fotorechte bei Petra Milde.
Sollen wir Sie in Whisky-Wochenendstimmung bringen? Dann tun wir das mit Hilfe eines Videos von Isle of Islay, das uns rund um die Insel führt – mit schönen, stimmungsvollen Bildern. Fünf Minuten, die Sehnsüchte wecken können. Was kostet eigentlich momentan ein Flug nach Schottland? …
Für Österreich wussten wir schon etwas länger den Termin, jetzt stehen sie auch für Deutschland fest: James und Peter Wills werden im Frühherbst durch Europa touren und dabei die neuen Abfüllungen von Kilchoman vorstellen. Die beiden bringen auch eine exklusive Machir Bay-Abfüllung in Fassstärke mit, die es nur für Besucher der Events geben wird. Ebenso bekommt man bei den Events ein Kilchoman T-Shirt. Tickets dafür gibts im Fachhandel (in Österreich kostet das Ticket 15 Euro).
Die deutschen Termine entnehmen Sie unserem Bild, in Österreich wird die Veranstaltung am 18. September im Potstill in Wien stattfinden.
Von Jim Beam Deutschland erreicht uns diese Pressemitteilung zur Jim Beam Festival Tour, die wir auszugsweise veröffentlichen. Ist zwar nicht die reine Whiskylehre, aber hallo, es ist Sommer, und das Päpstlichsein überlassen wir gerne dem Papst :-):
Coole Musik, ausgelassene Stimmung und legendäre Momente: Festivalfans aus ganz Deutschland können sich ab sofort nicht nur auf den Sommer mit vielen Partys und Events freuen, sondern vor allem auf die „Make History“ Festivaltour der beliebtesten Whiskeymarke Deutschlands* Jim Beam. Ob beim Melt! Festival, Open Flair oder Chiemsee Summer – im Rahmen der globalen Dachmarkenkampagne „Make History“ ist Jim Beam auf vielen bekannten Festivals mittendrin und live dabei, wenn Musikfans aus aller Welt Geschichte schreiben.
So unterschiedlich die Festivals und ihre Besucher auch sind, eines haben die Musikfans gemeinsam: Sie wollen feiern, Spaß haben und mit tollen Leuten unvergessliche Momente erleben. Dafür liefert Jim Beam die passenden Drinks: Ob Jim Beam & Cola, Jim Beam Lime Splash, red STAG Ginger & Lime oder ganz neu und limitiert Jim Beam Honey & Ginger Ale – Jim Beam sorgt mit seinen perfekt gemischten „Ready-to-Drink“ Whiskeyvarianten in der Dose auf dem Festivalgelände für die richtige Abwechslung.
Jim Beam Festivalstation – Geschichte schreiben und Jim Beam genießen
Auch in diesem Jahr ist der Jim Beam Greyhoundbus mit Partystation inklusive 5-Meter langer Water Slide, Dosendart und Tischkicker vor Ort, um für unvergessliche Festivalmomente zu sorgen. Coole Preise gibt es natürlich auch und das persönliche Jim Beam Fotobooklet erinnert an die super Zeit. Innenliegende Sitzplätze und Liegestühle rund um den Bus sind ideal für ein kurzes Chill-Out fernab vom Festivaltrubel. An der außenliegenden Bar lassen sich mit Freunden die leckeren Jim Beam Whiskeymixe genießen – ganz im Sinne des praktischen und erfrischenden Genusses: Jim Beam & Cola, der Longdrink-Klassiker und Partybegleiter, Jim Beam Lime Splash – erfrischend anders mit Limette und perfekt für sommerliches Festivalfeeling, red STAG Ginger & Lime, fruchtig-frisch mit red STAG, Ginger Ale und einem Spritzer Limette. Ganz neu, mit dabei und nur für kurze Zeit erhältlich: Jim Beam Honey & Ginger Ale. Ein neuer Mix aus dem Hause Beam, der den außergewöhnlichen Geschmack von Jim Beam Honey mit der herb-erfrischenden Spritzigkeit von Ginger Ale verbindet – eisgekühlt eine prickelnde Mischung.
Auch auf dem Festivalgelände kann man die „Ready-to-Drink“ Varianten probieren, denn dort sind Promoter unterwegs und bieten die eisgekühlten Jim Beam Whiskeymixe zum Testen an.
Die Termine der Jim Beam „Make History“-Festivaltour“ auf einem Blick:
Die großangelegte Jim Beam „Make History“ Festivaltour ist Teil der globalen Marketingkampagne „Make History“ mit Weltstar Mila Kunis, die in über 100 Ländern weltweit ausgerollt wird. Bereits seit 219 Jahren schreibt die weltweite Nr. 1 im Bourbonmarkt Geschichte, denn Jim Beam wird nach einem von Generation zu Generation überlieferten Familienrezept hergestellt. Jetzt ruft Jim Beam die Konsumenten auf, ihre eigene Geschichte zu schreiben. Wie schon Woodstock bewies, bieten Festivals den perfekten Rahmen für ausgefallene, fesselnde Geschichten, die unvergesslich bleiben. Wer schreibt die Nächste?