The English Whisky Co. Royal Baby Bottling

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971409_702691183090170_1487402336_nSeit gestern ist für die Fans der Royal Family die Sonderedition „Royal Baby Bottling“ der The English Whisky Co. in ihrem Shop-System erhältlich.

Diese Sonderabfüllung widmet die Destille seiner Hoheit, Prinz George Alexander Louis von Cambridge, der am 22. Juli das Licht der Welt erblickte. Doch die Fans müssen sich beeilen, denn es stehen nur 299 Flaschen mit je 0,7 Liter zur Verfügung. Sie sind jeweils für £80.00 zu haben.

Offizielle Tasting Notes

Nase: Süße warme Vanille, Toffee, Aprikosen sowie verschiede Gewürze. Weiters Nuancen von Feigen, Datteln, Nelken und Orangen, begleitet von einem subtilen Bananen- und Brandyaroma. Sehr komplex.

Gaumen: Cremig und würzig. Vanille und Toffee sind sofort präsent, sowie Nelken und die verschiedenen Gewürze.  Schönes Aroma von Crème Brûlée gefolgt von Brot und Butter Pudding.

Finish: Hier tritt der Brandy wieder in Erscheinung und endet lang und warm.

Cookieaddict: Ein Whisky + Schokolade Tasting

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Whisky mit Schokolade zu kombinieren, weil sich dadurch ganz neue Geschmackswelten ergeben – in der letzten Zeit ist dies immer öfter anzutreffen. Auf der diesjährigen Whisky Fair in Limburg wurde ein solches Tasting angeboten, und auch auf dem Cöpenicker Whiskyherbst wird ein Hersteller feinster Schokolade aus Luckau in Brandenburg seine Produkte anbieten und auch ein Schokoladenseminar abhalten.

Steffi vom Blog www.cookieaddict.de kommt eigentlich aus der Welt des Kochens und Backens. Ihr ist Whisky zu stark, sie weiß aber seinen Geruch zu schätzen. Mit „Schatz“ Ben besuchte sie ein Whisky + Schokolade Tasting, und weil sie an diesem Abend die Fahrerin war, beließ sie es beim Riechen und Schokolade essen. Folgende Whiskys und Schokoladen wurde verkostet:

  • Buffalo Trace, dazu Karamellschokolade, 34% Cacao
  • Nikka, All Malt in einem Pralinen Hohlkörper aus barbarasSchokolade mit 60% Cacao
  • Linkwood, 12 Years, Wemyss, dazu BarbarasSchokolade Orange und Granatapfelkerne, 70% Cacao
  • Edradour, 12 Years, Caledonia, dazu BarbarasSchokolade mit Kirschen, Cranberries und Tonkabohne, 67% Cacao
  • GlenGrant, 20 Years, A.D. Rattray  dazu barbarasSchokolade Fleur de Sel, 70% Cacao
  • AnCnoc, 1994 dazu Schokolade mit 41% Cacao mit schwarzem Cardamom und Räuchersalz
  •  Bunnahabhain, 11 Years, Whiskytrail, dazu barbarasSchokolade, Serranoschinken, geräucherter Paprika, rotes Hawaisalz, 70% Cacao
  • Kilchoman, Machir Bay dazu weiße Schokolade mit Ananas, Kokos und Curry

Ihr Bericht und ihre Tastingnotes, da sie mit Whisky eigentlich gar nichts zu tun hat, lohnen sich zu lesen. Und bringen uns vielleicht dazu, diese Kombination mal auszuprobieren.

Serge verkostet: Zwei Glentauchers

Glentauchers Destillerie, Foto von Anne Burgess, CC-Lizenz
Glentauchers Destillerie, Foto von Anne Burgess, CC-Lizenz

Sehr oft hört man ja nicht über diese Destillerie, sie zählt nicht zu den „Paradepferden“ der schottischen Whiskyindustrie. Der meiste Whisky von dort geht in Blends. Hin und wieder finden sich aber Fässer bei Unabhängigen (eines davon werden wir in unseren Verkostungen mit der Càrn Mòr Society of Austria am 20. und 21. September vorstellen – am 21. sind in Linz an der Donau noch Termine frei). Serge Valentin hat zwei Abfüllungen aus dem Jahr 1996 verkostet, und wieder ist eine aus der österreichischen Cask Srength Collection dabei. Der Glentauchers 1996/2013 (55.2%, Single Cask Collection, bourbon hogshead, cask #1155, 167 bottles) erhält 86 Punkte, ebenso wie der Glentauchers 1996/2013 (54.5%, Riegger’s Selection, cask #1167, 239 bottles). Serge merkt an, dass beide für ihn sehr gute Whiskys sind, und dass sie sich eigentlich nicht unterscheiden.

Glenmorangie sucht den perfekten Namen

Genauer hingesehen...
Genauer hingesehen…

Wie wir bereits am 28.02 berichteten, startete Glenmorangie im März 2013 ihre 18 Monate dauernde interaktive Promotion namens Cask Masters. Am Ende der verschiedenen Abstimmungsrunden wird im Herbst 2014 die limitierte Edition auf den Markt kommen und ist somit der weltweit erste, durch Single-Malt-Liebhaber online abgestimmte „demokratische“ Whisky.

Nun  stellt die schottische Whisky-Brennerei Glenmorangie den Single-Malt-Liebhabern in der zweiten Runde der „Cask Masters“ eine neue Frage:„Wie soll eine der nächsten limitierten Abfüllungen heißen?“.

In der ersten Runde der Online-Abstimmung wählten Tausende von Whisky-Liebhabern ihren Favoriten unter drei unterschiedlich gereiften Whiskys: Die Mehrheit entschied sich für einen Glenmorangie Single Malt, der mehrere Jahre in spanischen Manzanilla-Fässern veredelt wurde. In der jetzt laufenden, zweiten Stufe der Cask Masters wird der perfekte Name gesucht: Die Teilnehmer sind aufgefordert, bis zum 15. September 2013 eigene Vorschläge unter caskmasters.glenmorangie.com einzureichen. Inspirationen finden sich dabei in den Verkostungsnotizen des gewählten Whiskys und der Herkunft der Manzanilla-Fässer.

Unter allen Teilnehmern der zweiten Abstimmungsrunde wird eine exklusive Reise für zwei Personen zu Glenmorangie ins schottische Hochland verlost.

Wir von Whiskyexperts finden das eine interessante PR-Aktion und sind sehr gespannt darauf, wie die Teilnehmer sich entscheiden werden. Denen, die mitmachen, wünschen wir viel Spaß dabei.

The Black Grouse Alpha Edition: Alter Blend in neuer Verpackung

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Der meistverkaufte Whisky Schottlands ist The Famous Grouse. Über die Jahre bekam dieser Blended Scotch Whisky verschiedene Brüder und Schwestern, neben The Naked Grouse (in First Fill Sherry Casks gelagert), The Snow Grouse (Blended Grain Whisky) und anderen auch The Black Grouse (ein rauchiger Blended Scotch Whisky), und im letzten Jahr, The Black Grouse Alpha Edition. Diese Edition ist noch etwas kräftiger und rauchiger als The Black Grouse und enthält größere Anteile an länger gereiftem Whisky und Whisky aus gemälzter Gerste.
The Black Grouse Alpha Edition bekommt in diesem Monat eine neue Verpackung, die bisher an der Flasche angebrachte Feder verschwindet, dafür steckt die Flasche nun in einer Umverpackung, die von der Design-Agentur Taxi Studio entwickelt wurde. Auf jeder Seite der ganz in schwarz gehaltenen Schachtel ist ein Buchstabe des Wortes „Alpha“, dazu gibt es kurze Informationen zur Geschichte des Produktes.

Die neue The Black Grouse Alpha Edition wird bei Waitrose, einer britischen Supermarktkette, und im Duty Free Handel erhältlich sein.

Macduff – Datenblatt

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Daten zu Macduff:

Land Schottland
Region Highlands
Geographische Lage 57° 39′ 28,3″ N,2° 30′ 45,9″ W
Typ Malt
Status aktiv
Eigentümer Bacardi
Gegründet 1962
Gründer Brodie Hepburn, Marty Dykes, George Crawford
Wasserquelle Gelly Burn
Washstill(s) 2
Spiritstill(s) 3
Produktionsvolumen 2.800.000 l

Geschichte der Destillerie:

Macduff ist eine Whiskybrennerei in Banff, Banffshire, Schottland. Sie liegt am der Stadt gegenüberliegenden Ufer des Deveron. Sie gehört zur Whiskyregion Speyside, wird jedoch manchmal auch den Highlands zugerechnet. Macduff wurde 1962 von den Geschäftsleuten Brodie Hepburn, Marty Dykes und George Crawford gegründet. 1972 wurde sie von William Lawson übernommen und 1980 in den Martini-Konzern eingegliedert. Dieser gehört seit 1993 zu Bacardi.

Das Wasser für die Produktion stammt aus der Gelly-Quelle. Die Brennerei begann mit zwei Brennblasen, einer Wash Still (Grobbrandblase) und einer Spirit Stil (Feinbrandblase). Im Laufe der Jahre wurde die Anzahl der Brennblasen stetig erhöht, sodass derzeit zwei Wash Stills und drei Spirit Stills zur Verfügung stehen. Die Brennerei besitzt eine maximale Produktionskapazität von 28.000 hl.

Macduff war von Beginn an offen für Veränderungen und Innovationen im Herstellungsprozess. So waren sie die erste schottische Brennerei, die metallene Maischbottiche einsetzte. Auch beheizten sie als erste ihre Brennblasen mit Wasserdampf. Die Produktion kann nicht besichtigt werden.

Single-Malt-Abfüllung unter dem Namen Macduff sind nur von unabhängigen Abfüllern bekannt. Originalabfüllungen kommen unter dem Namen Glen Deveron in den Handel. Der Großteil des produzierten Whiskys wird jedoch zur Herstellung von Blends eingesetzt, insbesondere den William Lawson-Blends.

Macduff Destillerie, Foto von Anne Burgess, CC-Lizenz
Macduff Destillerie, Foto von Anne Burgess, CC-Lizenz

Whisky im Bild Leserwettbewerb – Sandro Thaler

Wir bringen heute ein zweites Bild in unserem Leserwettbewerb – und falls Sie noch mitmachen wollen: Schicken Sie uns bis Ende August ein Foto, das mit Whisky zu tun hat und gewinnen Sie von Whiskyexperts.net eine Flasche Glen Grant Five Decades – freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Glen Grant Destillerie. Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie hier. Abgestimmt wird dann am Ende des Monats.

Sandro Thaler ist der Einsender des untenstehenden Bildes. Er schreibt: An meinem 30. Geburtstag hab ich mir einen Traum erfüllt und habe die Bowmore Distillery besucht. Inbegriffen war ein Tasting direkt ab Fass in den No1 Vaults. Bowmore war der Grund weshalb mich mit dem Sammeln von Whisky und Whiskey begonnen habe. Heute habe ich eine Sammlung von ca. 110 Flaschen.

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Whisky im Bild Leserwettbewerb – Mike Martin

Heute ist Tag 20 unseres Leserwettbewerbs: Schicken Sie uns bis Ende August ein Foto, das mit Whisky zu tun hat und gewinnen Sie von Whiskyexperts.net eine Flasche Glen Grant Five Decades – freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Glen Grant Destillerie. Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie hier. Abgestimmt wird dann am Ende des Monats.

Heute zeigen wir Ihnen ein Bild von Mike Martin. Er sagt dazu: Das Bild ist der eigene Pier der Bunnahabhain Brennerei, mit Blick auf die „pups“ von Jura etwas von Wolken verhangen….

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The Glenlivet – Captain Bill Smith Grant erzählt

Die Bedeutung von George Smith und The Glenlivet für die heutige Whiskyindustrie ist allgemein bekannt. Im Zuge des „Act of Excise“ 1823 war er der erste, der seine Brennerei in die Legalität führte, womit er sich den Unmut seiner weiterhin ohne Lizenz illegal brennenden Kollegen zuzog. Um sich und seine Produkte zu schützen, trug er immer zwei Pistolen bei sich, die im Besucherzentrum von The Glenlivet ausgestellt sind. Glenlivet war damals schon bekannt für seine außerordentlich hohe Qualität ihrer Whiskys. Manch andere Brennerei nutzte deshalb ihren Namen, in dem sie diesen einfach an ihren eigenen Namen anfügte. 1880 sicherten sich die Smiths die Namensrechte für „The Glenlivet“, es gab danach noch weitere Glenlivets, doch nur einen einzigen „The Glenlivet“.

Auf ihrem Youtube-Channel präsentiert The Glenlivet ein altes Schätzchen: In einem Fernsehinterview erzählt Captain Bill Smith Grant, der letzte aus der Smith-Familie, der The Glenlivet managte, sicherlich nicht zum ersten Mal die Geschichte und Geschichten seines Ur-Großvaters. Leider endet der Bericht abrupt, bis dahin ist aber deutlich zu erkennen, das sich bis auf die heutzutage neueren Autos nicht sehr viel im alten Teil dieser Destillerie geändert hat.

http://www.youtube.com/watch?v=xyMeP3AYEAg

Serge verkostet: Drei überraschende Craigellachie

Craigellachie Destillerie, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz
Craigellachie Destillerie, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz

Ein wenig Nationalstolz schwingt diesmal in einem Teil der Whiskyexperts-Redaktion mit, denn Serge Valentin bewertet in seiner Craigellachie-Verkostung von heute auch eine Flasche aus der österreichischen Single Cask Collection (die übrigens durch die Bank bei Verkostungen gut abschneidet und auch bereits mehrfach Einzug in die Sammlung des Autors Einzug gefunden hat).Insgesamt sind drei unabhängige Abfüllungen von Craigellachie verkostet worden: Der bereits angesprochene Craigellachie 10 yo 2003/2013 (54.5%, Single Cask Collection, bourbon barrel, rum finish) erhält 86 Punkte. Serge findet ihn „fehlerlos“, ein fruchtiger, junger Speysider. Als zweites wurde der Craigellachie 15 yo 1997/2013 (50%, Douglas Laing, Old Malt Cask, refill hogshead, 293 bottles) verkostet, Serges Ergebis: ebenfalls 86 Punkte. Sein Kommentar: Etwas mehr Zitrus, etwas mehr Eiche – also unentschieden im Vergleich zum ersten Verkosteten. Kandidat Nummer 3 stammt aus einer sehr interessanten neuen Serie von Cadenhead, der Small Batch Linie. Der Craigellachie-Glenlivet 18 yo 1994/2013 (54.4%, Cadenhead, small batch, 432 bottles) erhält 90 Punkte. Serge merkt an, dass er aus dieser neuen Liniie noch keinen einzigen vekostet hat (und er hat auch noch nicht Erschienene probiert), der nicht ausgezeichnet gewesen wäre. Hier ist sein Kommentar, dass er „ziemlich fantastisch“ sei – man möge aber mit Wasser eher vorsichtig sein.

Neu: Irish Distillers Midleton Very Rare Edtion 2013

mideltonWie gewohnt kommen die Damen und Herren von Irish Distillers auch dieses Jahr mit einer neuen Version Ihres Flaggschiffes, dem  Blended Whisky Midleton Very Rare, auf den Markt.

Wie www.drinksint.com berichtet, wurde der Whisky für den Midleton Very Rare von Master Destiller Barry Crocket persönlich ausgewählt und ist auch seine letzte Amtshandlung, bevor er in Rente geht. Laut Pernod Ricard, dem Eigentümer, wurden für den Blend nur die besten Single Pot Still und Grain Destillate des Jahres verwendet. Der Whisky reifte dann im Anschluss noch in leicht verkohlten Ex-Bourbon American Oak Fässern.

Barry Crockett, der ehemaliger Brennmeister der Midleton Distillery, sagte: „Aufgrund dessen, das der  Midleton Very Rare in klassischer Handarbeit hergestellt wurde, gibt es von Jahr zu Jahr leichte Abweichungen im Geschmack . Die Edition 2013 zeichnet ein komplexer und dennoch eleganter Geschmack aus, begleitet von angenehm reifen Früchten. Der Abgang ist lang und aus ausgewogen, mit der typischen Würze eines  Single Pot Still. Die Tiefe und Komplexität wird sowohl den Sammler als auch den  Kenner ansprechen und er ist ein must-try Whisky für alle.

Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf die ersten Reaktionen.

Wir verkosten: The Spey (ehem. The Speyside) – offizielle Abfüllungen

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Die Destillerie The Spey (ehemals: The Speyside) hat eigentlich keine lange Tradition. In den Sechzigerjahren wurde sie in der Tradition alter Farmhouse-Destillerien von George Christie erbaut. Sie entstand am Platz einer alten, gleichnamigen Destillerie, die von 1895 bis 1905 produzierte. Allerdings wurde die Destillerie erst 25 Jahre nach Baubeginn fertiggestellt – der Fluch des nebenberuflichen Hobbies. Und selbst dann ging es noch nicht los, weil das Geld für die Inneneinrichtung fehlte.

Um die Geschichte abzukürzen: Im Jahr 2000 übernahm Andrew Shand die Destillerie als Manager. Er führt sie auch noch heute, trotz eines erneuten Besitzerwechsels im September des Vorjahrs. Übernommen hat sie Harveys of Edinburgh, die zuvor überwiegend auf dem taiwanesischen Markt vertreten waren und ihre Single-Malt Bottlings in den letzten Jahren mit Whiskys von der Speyside Distillery gefüllt haben. Als die Destille zum Verkauf stand, war der Weg dann für John Harvey McDonough schnell klar. Er hat das komplette Equipment samt Fassbestand gekauft und das Destilleriegebäude gepachtet. Das war nämlich aufgrund der Familientradition nicht Bestandteil des Kaufs.

John Harvey McDonough
John Harvey McDonough

Mit der Neuübernahme wurde auch die Produktlinie komplett umgestellt. Nach wie vor geht ein Gutteil der rund 500.000 Liter, die in Spey produziert werden, in Blends, aber die Zehnjährigen, die 15yo und 17yo, die zuvor die Single Malt Produktion darstellten, gibt es nicht mehr. Sie wurden durch einen neuen 12yo, sowie durch die älteren 18yo und 21yo ersetzt. Auch gibt es jetzt einen Chairman’s Choice, der ohne Altersangabe daherkommt, von dem man aber munkelt, dass er eher in der älteren Abteilung angesiedelt sei.

Alle verkosteten Abfüllungen kommen übrigens aus dem Sherry-Fass.

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The Spey Reserve 12yo (0.7l, 40%)

Spey 12Nase: schön dicht und fruchtig, man riecht reife Birne, später dann gesellt sich Citrusfrucht dazu.

Gaumen: Die Frucht aus der Nase tritt hier für mich zurück, man schmeckt weiche Vanille, Durchbeißer, etwas Crème brûlée. Danach kommen Ingwer und Kardamom. Insgesamt aber eher flach im Mund, nicht besonders prononciert.

Finish: Relativ lang für einen 12jährigen, Honigaromen, die Frucht wieder sehr dezent. Kaum Holz spürbar, höchstens ganz am Ende.

Alles in allem: Ein durchaus angenehmer Trinkwhisky, kein großer Charakter, aber er erfreut durch seine Unkompliziertheit.

 

 

 

Unsere Wertung: Gut.

 

The Spey Chairman’s Choice (0.7l, 40%)

Spey CCNase: Holla, das beginnt mit Gummi und Kleber – nicht wirklich angenehm. Also etwas im Glas lassen und warten – und tatsächlich, zumindest der scharfe Klebergeruch verfliegt und macht Platz für einen Hauch schwarze Johannisbeere, Pfirsich und Mandarine. Aber dennoch: so richtig freuen will sich die Nase nicht.

Gaumen: Hier regiert Sherry, ummantelt von einer Sahnigkeit – er ist frischer, als nach der Nase erwartet. Süße ist da, aber nicht dominant.

Finish: Zuerst erfreut er mit Fruchtigkeit, dann aber kommen alte Möbel in den Vordergrund und er wird bitter und ledrig, so als bisse man auf Traubenkerne. Und diese Bitterkeit setzt sich danach fest. So fest, dass sie auch mit einem Nachschluck Wasser nicht leicht vertrieben werden kann.

Alles in allem: Irgendwie passt bei diesem Whisky nicht alles zusammen. Man hat so ein Gefühl, was er hätte sein sollen, aber geworden ist er das nicht. Der größte Showstopper für mich ist diese Bitterkeit, die nach dem ersten Auftreten kaum mehr etwas anderes durchkommen lässt.

Unsere Wertung: Geht so.

 

The Spey Reserve 18yo (0.7l, 46%)

Spey 18Nase: Das hier ist die volle Dröhnung Sherry. Etwas Citrus hintendran, aber nicht scharf, nicht konterkarierend. Dazu gibt’s einen Hauch Minze und eine Portion Ananas. Auch ein Hauch Vanille und ein Hauch Holz ist da zu spüren – insgesamt sehr harmonisch und in sich kräftig.

Gaumen: Fruchtattacke! Es wird leicht feurig, aber der Alkohol ist gut eingebunden. Natürlich ist der Sherry präsent, und einige Gummibärchen hat man darin aufgelöst. Keine Spur von geschmacklicher Zurückhaltung, sondern alles prall, alles voll.

Finish: Lang, harmonisch, fruchtig, mit einer Brise Heu darin. Ganz hinten wird es noch ein Quäntchen bitter, aber das hier stört nicht sehr, sondern bringt ein wenig Würze.

Alles in allem: Hier hat kein Pointilist gepinselt – das ist reine Pop-Art. Dieser Whisky verzichtet auf jegliche Subtilität, er hat die Lautstärke des Geschmacks auf Anschlag aufgedreht. Manchmal wird man so einen Whisky nicht mögen, aber manchmal befriedigt er ungemein. Wenn da nicht diese leichte Bitterkeit am Ende des Finish wäre, hätte er sich sogar ob seiner Direktheit ein “Sehr gut” verdient. So aber schafft er es nicht ganz.

Unsere Wertung: Gut.

 

The Spey Reserve 21yo (0.7l, 46%)

Spey 21 - mit BoxNase: Hier kommt ein Erwachsener. Er ist reifer, schwerer und ernsthafter als der 18yo – natürlich ist auch hier der Sherry weit vorne, aber das Holz des Fasses bringt sich mit Vanillesüße mehr ein, er ist sahniger. Man schmeckt die Rosinen, eingekochte Früchte, Kakao. Der Sherry wird mit der Verbleibedauer im Glas dann wieder etwas intensiver.

Gaumen: Ein Mundschmeichler mit dunklem Fruchtkompott, Sahne, Schokolade und Rohrzucker. Weich ist er und gewichtig, ein wenig protzig vielleicht, aber die Komponenten harmonieren.

Finish: Wärmend, süß, schwer und lang. Das Zungengefühl einer Oblate hinterlässt er, man findet ausgeprägte Vanilletöne, das Holz nur im Hintergrund. Wirklich schön und befriedigend.

Alles in allem: Auch er ist nicht von nobler Zurückhaltung geprägt. Wäre er eine Szene eines abendlichen Kaminzimmers in einem Film, dann wären seine Farben ein wenig über den natürlichen Bereich hinausgedreht und übersättigt. Aber in diesem “Kitsch” ist er elegant und stimmig, ein Stück Technicolor in einer ansonsten etwas auf grau gedrehten Welt…

Unsere Wertung: Sehr gut.

 

Spey 21 WF 07

Welchen der Whiskys wir auch verkostet haben: Sie sind allesamt nicht von der leisen Sorte, sondern sehr direkt, sehr ausgeprägt. Wer nach geschmacklichen Feinheiten sucht, wird hier eher nicht fündig, dazu spielt das Geschmacksorchester zu sehr fortissimo. Aber das hat auch seinen Reiz, denn so wie man manchmal gerne einen kräftigen Landwein trinkt, so mag man manchmal auch einen Whisky, der kein Sezierbesteck braucht, damit er sich einem öffnet. Bis auf den Chairman’s Choice, der meiner Meinung nach nicht wirklich gelungen ist, sind sie mit ihrer direkten, lauten Art durchaus etwas Besonderes. Der 21yo ist sicher die Krönung der neuen Produktlinie.

Speyside

 

Verkoster: Bernhard Rems ist Herausgeber von Whiskyexperts, Liebhaber schottischer Single Malts – mit offenem Herzen für Whiskys anderer Länder und Regionen . Er möchte mit seiner Passion ansteckend für alle wirken, die sich mit Whisky beschäftigen wollen.

Schotten trinken mehr Wodka als Whisky

Whisky

Die Engländer sind ja dafür bekannt, dass sie – zumindest in den Urlaubsgebieten, die sie sich auserkoren haben – mit Alkohol nicht gerade zimperlich umgehen. Und auch aus diversen Fernsehreportagen weiß man, dass sie am Wochenende Partys eher exzessiv angehen. Dennoch, so Thescotsman.com, werden sie von den Schotten dabei noch in den Schatten gestellt.

Die Schotten trinken doppelt so viel Gin, Rum und Wodka wie der Rest der Insel, und immerhin noch 30% mehr Whisky. 10,9 Liter purer Alkohol wurde pro erwachsenem Einwohner in Schottland konsumiert, im Vergleich zu 9,2 Liter bei den restlichen Briten. Interessanterweise ist Wodka das liebste harte Getränk der Schotten, nicht Whisky. Gut, wenn man auf 10,9 Liter Alkohol kommen will, ist man weniger Genießer als Wirkungstrinker – und guter Whisky wäre hier reine Verschwendung.

Die gute Nachricht: Insgesamt ging auf der gesamten Insel der Alkoholkonsum um 3% zurück – vielleicht fruchten die Kampagnen für verantwortungsvolles Trinken ja letztlich doch ein wenig und man beginnt sich darauf zu besinnen, dass man Alkohol auch genießen statt in sich hineinleeren kann…

Whisky im Bild Leserwettbewerb – Steffen Wodniczak

Wir bringen heute ein zweites Bild in unserem Leserwettbewerb, um alle Bilder bis Ende August zeigen zu können – und falls Sie noch mitmachen wollen: Schicken Sie uns bis Ende August ein Foto, das mit Whisky zu tun hat und gewinnen Sie von Whiskyexperts.net eine Flasche Glen Grant Five Decades – freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Glen Grant Destillerie. Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie hier. Abgestimmt wird dann am Ende des Monats.

Steffen Wodniczak hat uns sein Bild geschickt. Er schreibt uns dazu den Titel: Kunst am Whisky  (Installation in der Glenlivet-Distillery aufgenommen am 25.7.2013)

Kunst am Whisky