Nur noch diese Woche: 4 Sets mit der Waterford Sheestown Edition 1.2 und der Ballymorgan Edition 1.2 gewinnen!

Wir freuen uns riesig darüber, Ihnen gleich zu Jahresbeginn ein neues Gewinnspiel vorstellen zu können, diesmal wieder gemeinsam mit unserem Partner Kirsch Import, dem Importeur der Whiskys aus der irischen Waterford Distillery von Mark Reynier.

Das Gewinnspiel geht in die letzte Woche! Falls Sie noch nicht mitgespielt haben – tun Sie es JETZT!

Diesmal wird Fortuna viel zu tun haben: Gleich vier unserer Leser*innen dürfen sich bei diesem Gewinnspiel auf jeweils ein Set der aktuellen Abfüllungen aus der Destillerie freuen, den Waterford Sheestown Edition 1.2 und den Waterford Ballymorgan Edition 1.2 – die jeweils mit Gerste einer bestimmten Farm im Südosten Irlands gebrannt werden. Ein beeindruckendes, sehr ausdifferenziertes Geschmackserlebnis.

Bevor wir Ihnen verraten, wie Sie eines der vier Sets gewinnen können, lesen Sie hier mehr über die außergewöhnliche Destillerie und die beiden Abfüllungen (und finden Sie dabei auch die Antwort auf unsere Gewinnfrage):

Waterford Whisky: Terroir-getrieben und einzigartig

Irlands Südosten ist weltweit eines der besten Anbaugebiete für Braugerste und das Zuhause der Waterford Distillery. Einst Brauerei, heute Whisky-Brennerei auf dem neuesten Stand der Technik – dank Mark Reynier. Die Koryphäe mit legendärem Werdegang in der schottischen Whisky-Szene erwarb Waterford 2014. Sein Ziel? Die Destillerie zum Epizentrum für die radikale Umsetzung einer aus der Winzerwelt bekannten Philosophie machen: Terroir. Denn wo Gerste wächst, wie der Boden beschaffen ist oder wie viel Sonne oder Wind das Getreide ausgesetzt ist, birgt das Geheimnis einzigartig authentischer Irish Single Malts. Für sie schlägt das Herz von Waterford.

Farm für Farm: die Aromen ausgewählter Orte Irlands

Eine Bandbreite ausgewählter Fässer, lange Fermentation oder langsame Destillation sind Faktoren für die Aromenreinheit des Single Malts von Waterford. Geschmacklich entscheidend für Mark Reynier und Team, ist jedoch das Korn selbst. Mehr als 70 irische Farmen bilden das Fundament der Brennerei. Deren Gerste wird separat angebaut, gelagert, gemälzt und destilliert. Farm für Farm entstehen so die „Single Farm Origins“ – Whiskys, die das Geschmacksprofil ihres Herkunftsortes einfangen. Jede der Editionen ist absolut einzigartig und nur limitiert verfügbar.

Vom Feld bis ins Regal: kompromisslose Transparenz

Ein digitales Logistiksystem mit über 20.000 Datenpunkten pro Destillation und Farm macht den Terroir-basierten Whisky zu 100 Prozent rückverfolgbar. Umfangreiche Informationen zum Herkunftsort, den Gerstenbauern oder der Destillerie selbst eröffnen sich für Single-Malt-Liebhaber über einen Terroir-Code auf jeder Flasche Whisky, der lediglich auf der Webseite eingegeben werden muss. Waterford hat nichts zu verstecken: An den Ufern des Flusses Suir entstehen Whiskys mit außergewöhnlicher geschmacklicher Tiefe und Vielfalt. Alle Editionen werden mit mindestens 46% vol. abgefüllt, sind weder gefärbt noch kühlfiltriert.

Wir verlosen vier Sets, bestehend aus den beiden aktuellen Abfüllungen von Waterford: Sheestown Edition 1.2 und Ballymorgan Edition 1.2!

Jede Abfüllung von Waterford erkundet einen Ort in Irlands fruchtbarem Südosten. Die Gerste für den fruchtigen, zugleich pikanten „Sheestown Edition 1.2“ wächst am „Ort des üppigen Grases“. Das hügelige Tiefland-Terroir aus gut entwässertem Lehmboden bewirtschaftet seit einem halben Jahrhundert Philip O’Brien. Im Regenschatten der Wicklow Mountains dagegen baut Robert Milnes Familie in fünfter Generation Gerste auf besonders ergiebiger Erde an. Sein Getreide ist Destillationsbasis für „Ballymorgan Edition 1.1“ mit Noten von rotem Apfel, Milchschokolade und Pfeffer.

Sheestown Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Destilliert in KW 24/2016 und abgefüllt im September 2020, erlangte der Single Malt seine komplexe Reife in First Fill Amercian Oak (33%), Virgin American Oak (19%), Fässern aus französischer Premium-Eiche (25%) und Vin Doux Naturel Casks (23%).

Ballymorgan Edition 1.2, Waterford „Single Farm Origins“ (0,7 Liter, 50% vol.): Vier Jahre, einen Monat und zwei Tage reifte der einzigartige Single Malt in einer Holzkomposition aus First Fill Amercian Oak (34%), Virgin American Oak (20%), Fässern aus französischer Premium-Eiche (23%) und Vin Doux Naturel Casks (23%).

Und so gewinnen Sie eines der vier Sets, bestehend aus den beiden aktuellen Abfüllungen von Waterford: Sheestown Edition 1.2 und Ballymorgan Edition 1.2:

Sagen Sie uns einfach, welche Philosophie aus der Winzerwelt die Waterford Distillery für ihren Whisky kompromisslos umsetzt:

a) Flaschengärung
b) Terroir

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Waterford“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 17. Januar 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 18. Januar 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Waterford“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 17. Januar 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 18. Januar 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

TTB-Neuheit: Lagavulin 11yo Offerman Edition Finished in Guinness Casks

In der us-amerikanischen TTB-Datenbank ist eine neue Offerman-Edition von Lagavulin aufgetaucht, und zwar eine mit einem gewissen Twist: Die Lagavulin 11yo Offerman Edition Finished in Guinness Casks ist, wie der Name schon sagt, ein 11 Jahre alter Lagavulin, der eine Nachreifung in Guinness-Fässern (oder wohl besser gesagt, Fässer, die mit Guiness-Bier präpariert waren, erfahren hat.

Die Lagavulin 11yo Offerman Edition Finished in Guinness Casks ist mit 46% vol. abgefüllt und dürfte wohl leider nur in den USA erhältlich sein – wer also wissen will, wie sich das Guinness-Finish auf den selbst bereits sehr charakterstarken Lagavulin auswirkt, der muss dann wahrscheinlich auf Eigenimport setzen. Obwohl – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

Hier jedenfalls die Etiketten der Abfüllung:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (214)

Willkommen zur  214. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 214 finden Sie neun neue Videos:

Malte talks Malts – Starward – Single Cask 2016/2019

Whisky Plausch – Top 5 2020

Whisky Evening – Cardhu 21

Malts and Metal – Smokehead Islay Malt und Ausblick

Whisky in Drag – Glengoyne Tea Pot Dram Batch 007

Barrelbeast – Octomore 11.2

The Malt Head – Hogmanay Malt von WhiskyChamber

WhiskyJason – Meine TOP 10 Scotch Whisky 2020

Friendly Mr. Z – Macallan Sherry Oak 12


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 6)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv im Vorabdruck präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten)  erscheint am 01.02.2021 im Alba Collection Verlag GbR. Es kann bis zum 20.01.2021 zum Einführungspreis (Subskriptionspreis) von 16,- Euro hier vorbestellt werden.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 5-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 6)

Als ich in einem großen aufwärts führenden Bogen den Abschied von der Bucht anging, musste ich immer wieder zurückschauen. Der Blick über die weite Niederung war so einmalig, dass ich ihn unbedingt abspeichern musste. Eine derart stimmig in die Küstenlandschaft eingebettete Destillerie sollte mir in den kommenden Wochen nur noch einmal begegnen, und wenn ich Ardbeg mit Auchentoshan[1] verglich, dann sah ich hier die reinste Idylle. Auchentoshan, meine erstbesuchte Brennerei, lag nämlich dicht an der lärmenden Autobahn im Glasgower Vorort Clydebank.

Die „überlebte“ Verkostung eines getorften Malts hatte meiner Skepsis einen Knuff verpasst und kurzentschlossen steuerte ich auf der Rückfahrt nach Port Ellen die Brennerei Lagavulin[2] an.

Der Himmel über Islay konnte einem Radler nicht wohlgesonnener sein, überhaupt war er seit meiner Ankunft in Edinburgh Anfang Mai überaus gnädig gewesen. Als ich vor sechs Tagen von dort losgeradelt war, musste ich meinen Anorak nur für einige Stunden überziehen. Wenn mich auf Islay etwas behinderte, dann nicht der Regen, sondern ein böiger und überaus launischer Wind, der mir ins Gesicht schlug, gleich darauf aber drehte und mir in den Rücken fiel, was bekanntlich eine schöne Sache und gar nicht hinterhältig ist. Wie ich nun zur dritten Islay-Brennerei unterwegs war, galoppierte er vom atlantischen Horizont herein, als wolle er mich ins Grün einer weitgefächerten Weidelandschaft drängen.

Nach Verlassen der Ardbeg Bucht bewegte ich mich für längere Zeit dicht an pockennarbigen und grauschwarz verwitterten, vor Jahrhunderten trocken aufgeschichteten Steinmauern entlang und kam an äsenden Mutterschafen mit Lämmern vorbei. In gemächlichem Tempo hielt ich Zwiesprache mit den weißen Wollknäueln dicht hinter der Mauer, die vor drei Monaten weißfellige Kinder geboren hatten. Kehlig rief ich „mäh, määh, määääh“ und schnalzte mit der Zunge. Kurz hoben sie die langen Köpfe mit den Schlappohren, guckten den nahen Menschen erschrocken an, senken dann aber gleich wieder ihre rosigen Schnauzen, um die sprießenden Halme zu schnabulieren. Wochen später, auf der Fahrt durch die Highlands, sollten mir noch Tausende und Abertausende ihrer Artgenossen begegnen und von einem Schafhirten erfuhr ich, dass ihre Allwetterwolle zu Dumping Preisen nach China und ihr festes Muskelfleisch in die muslimischen Länder verkauft wird.

Nach zwanzig Minuten Treten in einem mittleren Gang, was mich den Schluck Ardbeg rasch ausschwitzen ließ, bog ich auf den Parkplatz von Lagavulin ein. Diese dritte Brennerei an der Südküste der Insel könnte der kleine Bruder von Laphroaig sein, so ähneln sich ihr Antlitz und ihr Standort. Beide liegen unmittelbar am Ufer einer Bucht, wo es bei der Ankunft wieder nach Salz, Algen und Seetang roch, denn der Atlantik zeigte immer noch Ebbe. Über dem kalkweiß getünchten Puzzle aus Lagerhäusern, Mälzhalle und Brennhaus stand eine Wolke aus Mostgerüchen wie über einer bayerischen Brauerei. Hätte nicht der verräterische Geruch die Gebäude umwabert, man hätte in ihnen eine x-beliebige Fabrikanlage vermuten können, so nahe am Wasser gewiss auch eine Werft für den Schiffsbau.

Lagavulin. Bild © Diageo

Nachdem ich umgerechnet zehn Euro bezahlt hatte, durfte ich an einer Gruppenführung durch das Herzstück der Destillerie mit anschließender Verkostung teilnehmen. Auf der halbstündigen Führung beeindruckte die hohe Halle mit den zehn hölzernen Maischbottichen aus Oregon Pinie. Diese zehn wash backs waren so gewaltig, dass mir bei ihrem Anblick ein Faszinosum aus meiner Kindheit in den Sinn kam.

Auf der Kirmes gab es noch in den fünfziger und sechziger Jahren das Motodrom, in dem Motorradfahrer unter Höllenlärm und Abgaswolken die hölzernen Steilwände auf einem Rundkurs befuhren und, für mich als kleinen Jungen unbegreiflich, selbst aus großer Höhe nicht zu Boden fielen. An dieses haushohe, runde Steilwandgebilde aus gefügten Holzdielen musste ich denken, als ich jetzt die wash backs bei Lagavulin erblickte. Dabei stand unsere Gruppe nicht am Boden, sondern auf verzinktem Gitterstahl, der als Empore um die Bottiche gebaut und nur über eine Gittertreppe zu erklimmen war.

„Was schätzen Sie, wieviele Liter haben da drin Platz?“ Unser Guide, eine junge Schottin mit breitem Gesicht voller Sommersprossen und brünettem Haar, das dichtgeflochten in Zöpfen auf ihren Schultern lag, schaute in die Runde. Wir alle schwiegen wie ertappt, derweil wir ernsthaft überlegten. Endlich wagte eine blonde Frau in schrill-pinkem Sportanorak zu schätzen und rief gegen den Maschinenlärm ankämpfend in den Raum: „Ich würde schätzen, 10.000 Liter!“

Unser Guide schüttelte den Kopf, nicht rechthaberisch, nur wissend: „Nein, viel mehr! Knapp das Vierfache, 38.000 Liter. Schauen Sie durch den Rost, auf dem wir stehen, wie weit die wash backs in die Tiefe reichen. Wir stehen hier sechs Meter über dem Boden. Und der Durchmesser eines Bottichs beträgt nochmals fünf.“ 

Noch nie zuvor hatte ich solch einen gewaltigen, aus Holzbohlen gefügten Bottich erblicken und auch noch anfassen dürfen. „38.000 Liter Fassungsvermögen!“ notierte ich beeindruckt ins Tagebuch.

Wir gruppierten uns um eine Luke im hölzernen Bottichdeckel und einer nach dem anderen durfte den eckigen Lukendeckel anheben und seine Nase ins Innere stecken. Als mir die Ausdünstungen, die dem blubbernden, mostbraunen Bläschenmeer entstiegen, in die Nase schossen, sprang mich augenblicklich die geballte Kraft der alkoholischen Gärung an. Diese Ausdünstungen, die auch abgemildert durch die hohe Halle waberten, waren alles andere als ein Nasenschmeichler. Sie detonierten als Duftbombe aus fruchtigem Most, aber auch als Gestank von Durchfall und bitterer Stammwürze.

Das Mädchen mit den Zöpfen erklärte nun das Geschehen im Maischbottich: „Der Malzbrei sieht aus wie Porridge, allerdings schmeckt er noch fader als Haferschleim. Nun ja, er ist ja noch im Werden. Auf jeden Fall wird er mit heißem Wasser aufgegossen und zu einer Würze eingedickt, wodurch die enthaltene Stärke durch die Arbeit der Enzyme in Malzzucker umgewandelt wird. Das Ziel der mehrmaligen heißen Wässerung ist es, alle vergärbaren Zuckeranteile aus dem Brei herauszulösen. Schließlich wird eine letzte Wasserfüllung mit nahezu kochendem Wasser vorgenommen. Diese dritte, recht wässrige Suppe bleibt dann im Bottich zurück und dient als Ausgangsmaterial für die neue Befüllung…können Sie mir soweit folgen?“, fragte sie und blickte uns der Reihe nach an. Niemand sagte ein Wort, auch nicht die vermeintliche Amerikanerin im schrillen Anorak, aber alle nickten und bekundeten stumm ihre Wissbegier.

Lagavulin. Bild: Whiskyexperts

Die junge Schottin war gewiss zum Guide ausgebildet worden, sie machte ihren Job sehr gut und konzentrierte sich auf das Wesentliche: „Also, nun der nächste Arbeitsschritt! Durch den perforierten Boden des Holzbottichs, der wie ein Sieb wirkt, wird die Würze von den Feststoffen der gemahlenen Gerste, was vor allem Spelzen sind, abgetrennt und gesammelt. Diese Würze fließt durch einen Wärmetauscher und gelangt“, unser Guide zeigte mit ausgestrecktem Arm nach oben, „durch das Rohrsystem an der Hallendecke in die Brennblasen in der angeschlossenen Brennhalle. Die ausgewaschenen Spelzen werden keinesfalls weggeworfen, denn sie enthalten immer noch wertvolle Mineralien, Proteine und vitaminreiche Ballaststoffe. Deshalb werden sie getrocknet und an die Bauern der Umgebung als Nahrungsergänzungsmittel für das Vieh verkauft.“ 

Sie verzog keine Miene, als sie „Nahrungsergänzungsmittel“ in den Mund nahm, aber ich erspähte ein Zwinkern ihres linken Auges, als wollte sie ganz beiläufig den Gesundheitsaposteln eins auswischen. Wieder spitzte sie die zart geschminkten Lippen und fuhr fort: „Soweit also die vorausgegangene Verarbeitung der Gerste. Nun zum Prozess im zweiten Bottich, ich will ihn auch erklären. Also, hier drin wird im ersten Schritt die über das Rohrsystem aus dem Nebengebäude eingeleitete Zuckerlösung bis auf 20° Celsius abgekühlt. Erst bei dieser niedrigen Temperatur können die Hefepilze für die Gärung zugesetzt werden. Wäre der Brei heißer, würde die Hefe absterben und die Gärung würde unterbleiben…“

„Bitte erklären Sie uns auch, was es mit der Hefe auf sich hat“, wollte ein älterer Herr mit Schweizer Akzent wissen, der in einem fort fotografierte und ebenfalls alle Ausführungen notierte.

Die junge Schottin nickte, vermutlich wurde diese Frage nach der Hefe öfters gestellt, und antwortete: „Wir verwenden eine industriell gefertigte Trockenhefe. Sie müssen wissen, Hefe ist ein Pilz, also etwas Essbares, das weder tierisch noch pflanzlich ist. Finden die Hefezellen, die in die Milliarden gehen, ein passendes Milieu aus Wärme, Mineralien und Proteinen vor, beginnen sie zu knospen und vermehren sich rasch. Man unterscheidet zwischen Wildhefe und Zuchthefe, aber bei Lagavulin wird nur noch getrocknete und industriell gefertigte Zuchthefe verwendet, die wir einkaufen. Um 30.000 Liter Würze zu fermentieren braucht man 100 kg Trockenhefe, erst dann kann die Verwandlung von Zucker in Alkohol beginnen.“ 

„Für mich riecht es hier wie in einer Bierbrauerei“, warf ein Besucher aus der hinteren Reihe ein.

„Ja, wenn es hier wie in einer Brauerei süßlich-sauer riecht, darf das keinen verwundern, denn der schäumende Brei ist tatsächlich Bier, allerdings ohne den Zusatz von Hopfen. Deshalb benutzen wir auch nicht das Wort beer sondern sprechen von wash. Wer will, kann nun nochmals einen Blick ins Innere werfen.“ Ruckartig hob sie erneut den Lukendeckel in die Höhe, drehte den Kopf zur Seite, so abrupt, als hätte ihr Nebenmann einen Gewaltigen ziehen lassen. Mit ausgestrecktem Arm zeigte sie auf den wabernden, mostbraunen Brei: „Die Dauer der Gärung bestimmt den Geschmack und die Würzigkeit des wash, der bekanntlich das Ausgangsprodukt für die Destillation ist. Bei der Gärung ist es genauso wie bei der Kaffeeröstung. Je schneller eine Röstung durchgepeitscht wird, einfach um eine große Menge Röstkaffee mit möglichst geringem technischen Aufwand zu bekommen, desto nichtssagender, ja auch bitterer, werden die braunen Bohnen im Geschmack. Bei uns dauert die Gärung um die 100 Stunden. Wir setzen also auf Gründlichkeit, weil dies Einfluss auf die spätere Qualität des Whiskys hat. Während der vier Tage und Nächte dauernden, sanften Gärung wandeln die Hefestämme den Zucker in Alkohol um…Können Sie mir noch folgen? Ist ja nicht so ganz einfach die Materie…“

Bei Lagavulin. Bild: Whiskyexperts

„Wie im Chemieunterricht“, rief der Herr mit dem Schweizer Akzent dazwischen und alle lachten herzhaft über den kleinen Scherz.

Auch die Schottin musste lachen, vergass aber keine Sekunde ihre Aufgabe als engagierte Gruppenleiterin. „Also wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, bei der Gärung. Also dabei geht es nicht so ganz reinlich zu. Durch Fäulnisbakterien entsteht Kohlendioxid, was farblos und im Gegensatz zum Butangas geruchlos ist und von unseren Nasen nicht wahrgenommen wird. Das ist also nicht ungefährlich, deshalb muss während der Gärung immer für Frischluft gesorgt werden. Bei Lagavulin wird das Gas abgesaut und über Rohre ins Freie geleitet. Wenn die Gärung abgeschlossen ist, hat das hopfenlose, nussig schmeckende Bier einen Alkoholgehalt von 8 – 9 % vol. und kann über ein Rohrsystem den Brennblasen im nächsten Gebäude zugeführt werden.“

„Ich hätte noch eine Frage zur Fermention: Wie verhindert man, dass der wash überkocht?“, wollte die pinke Dame wissen, die ich aufgrund ihres Zungenschlags für eine Besucherin aus dem Land des Bourbon hielt.

„Ja, das ist in der Tat eine wichtige Frage. Ein Braumeister muss immer wachsam sein, dass das blubbernde und in Blasen wabbernde Bier nicht überschäumt und bei der hohen Temperatur von 80 Grad C nicht überkocht.“ Sie machte eine kleine Verschnaufpause und schloss währenddessen das Lukenfenster vor uns. „Früher haben die Braumeister ein Stück Kernseife in den Bottich geworfen, um das Bier zu zähmen. Heutzutage haben die wash backs oben einen großen, waagrecht laufenden Propeller, der den Schaum immer wieder klein schlägt. Wie Sie sehen können, sind die Luken mit gut verschließbaren Deckeln versehen, damit aus der Hallenluft keine Essigbakterien eindringen können und damit auch der Gärschaum nicht herausquillt. Allerdings auch wegen des gefährlichen Kohlendioxids, was ja in hoher Konzentration die Aufnahme von Sauerstoff verhindert. Wohlgemerkt, man riecht das Gas ja nicht, deshalb ist es so gefährlich. So, wer will, kann jetzt noch den Finger in den Brei dippen.“ Wie sie das sagte, öffnete sie nochmals die Luke und lud uns mit ausladender Handbewegung der Reihe nach ein, eine Fingerprobe zu nehmen.

Nahezu jeder der Gruppe folgte der Aufforderung, auch ich, und zu meinem Erstaunen schmeckte der Brei wie ein warmer Bananen-Shake, erstaunlich süß und cremig nussig.

(Fortsetzung folgt)


[1] ock-en-tosh-en, „Ecke des Feldes“
[2] lah-gah-voo-lin

Whiskyfun: Angus verkostet vier Blended Malts

Blended Malts sind – im Gegensatz zu Blends, die auch Grain Whisky enthalten – ausschließlich aus Single Malts hergestellt, nur eben nicht nur aus einer Brennerei.

Vier dieser Blended Malts verkostet heute Angus MacRaild auf Whiskyfun, eine Originalabfüllung und drei von unabhängigen Abfüllern. Die Bandbreite der Bewertungen ist diesmal ziemlich groß, und so sieht die Verkostung im tabellarischen Überblick aus:

Naked Grouse Blended Malt Scotch Whisky (40%, OB, -/+ 2020)76
Blended Malt No.4 6 yo ‚Batch 1‘ (53.6%, That Boutique-y Whisky Company, 625 bottles)77
Blended Malt No.1 18 yo ‚Batch 3‘ (47.3%, That Boutique-y Whisky Company, 1049)85
Vega 20 yo 2000/2020 (43.5%, North Star, American and European oak sherry casks, 600 bottles)88

Fremde Federn (131): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger


Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

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Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun schon 131. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

PR: Das Diageo Archiv öffnet ab sofort seine Pforten für einen virtuellen Besuch

5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und über 5000 Flaschen sowie Werbematerialien aus unterschiedlichsten Epochen: Das Diageo Archive ist eine Fundgrube für alle, die sich für Whisky und dessen Geschichte interessieren.

Nun ist das Diageo Archive digitalisiert worden, und Sie können es mit einem 360°Rundgang oder über eine VR-Brille besuchen – gleich hier auf unserer Seite. Mehr zu den Möglichkeiten des Rundgangs, bei dem Sie die Flaschensammlung in der Liquid Library, die Ausstellung der Werbemittel in der Marketing Hall of Fame, den Vault, in dem historische Materialien gelagert werden und den Founders‘ Room, in dem Sie wichtigen Persönlichkeiten aus der Markengeschichte begegnen, besuchen können, in der nachfolgenden Presseaussendung:


The Diageo Archive becomes virtual

Take a 360 degree tour to discover the history and heritage of our unique brands.

With over 5,000 square metres of storage, our Archive covers the equivalent of 55 football pitches, and this week we’re delighted to be opening our virtual doors offering you the chance to take a 360 degree tour through the history and heritage behind Diageo’s world-famous spirit brands. Discover items from our collection of original documents, enjoy our inspiring imagery, and be intrigued by brand stories that have been collated and preserved from all over the world.

[matterport src=“https://my.matterport.com/show/?m=V2f17sxKw2c“]

The Liquid Library, an exclusive room filled with over 5,000 bottles dating from the 1880s through to present day. Take a closer look at some of our long-established brands to see how they have developed and evolved over the years and enjoy some examples of ground-breaking innovations and eye-catching designs.

Our Marketing Hall of Fame is a unique chance to look at the different marketing campaigns and activations from our spirit brands from 1779 to our must recent campaigns. Explore the history of brand communications, spotting recurring themes and great examples of truly iconic advertising and marketing genius

The Vault is where we store and preserve our extensive collection of archive materials for current and future use. Take a glimpse behind the scenes to fully appreciate the size and scale of our Archive, as well as the depth and breadth of materials that we have for our brands, companies and sites around the world. Dig a little deeper to discover how our brands have shown up in culture over the years, from film and TV appearances to the roles some of them have played in iconic events and moments over time.

Our Founders’ Room is where you can meet the individuals, both past and present, behind our brands and hear their stories. Many of our long-established brands began with an individual or a family whose vision and determination laid the foundation for the successes they are today. From our Founders to all our Makers, Distillery Operators, Coopers, Coppersmiths, Packaging Teams, Marketers, Innovators and Sales Teams, they have all played a vital role in making our fantastic portfolio of brands what they are today.

Neu von Suntory Japan: Hibiki Blossom Harmony 2021 und The Yamazaki Limited Edition 2021

Zwei neue Abfüllungen von Suntory sind heute in Japan vorgestellt worden: Ein neuer Hibiki Blossom Harmony 2021 und die Yamazaki Limited Edition 2021. Beide werden dort am 25. Mai 2021 auf den Markt kommen.

Der Hibiki Blossom Harmony 2021 hat ein Finish in Fässern aus Kirschholz (Sakura Wood) erhalten, damit ist er der erste Hibiki mit solch einem Finish (von Kamiki gab es bereits einmal eine solche Abfüllung). Er kommt in einem Geschenkkarton mit Kirschblütendesign und ist mit 43% abgefüllt. Kostenpunkt in Japan: ca. 65 Euro.

Die zweite Neuerscheinung am 25. Mai wird der Yamazaki Limited Edition 2021 sein. Er ist in frischen Minzunara Eichenfässern gereift und wurde ohne Altersangabe mit 43& vol. abgefüllt, soll aber über 12 Jahre alt sein. Seine Reifung hat ihm laut Angaben von Suntory weiche und süße Noten verliehen, die sich harmonisch mit einer klaren Fruchtigkeit verbinden. Auch der Yamazaki Limited Edition 2021 soll umgerechnet ca. 65 Euro kosten.

Ob wir diese beiden Abfüllungen auch bei uns sehen werden? Für eine definitive Antwort ist es wohl noch zu früh, das wird wohl auch ein wenig von der globalen Lage abhängen. Sollten wir etwas Konkretes dazu erfahren, erfahren Sie es natürlich auch…

TTB-Neuheit: Oban 18yo

Eine ausgesprochen interessante Neuheit ist in der us-amerikanischen TTB-Datenbank aufgetaucht: Offensichtlich will die kleine Destillerie Oban an der Küste der westlichen Highlands eine neue Abfüllung herausbringen, die länger reifen konnte als die bisherigen Standardabfüllungen.

Der Oban 18yo ist eine limitierte Abfüllung, die mit 43% Alkoholstärke abgefüllt sein wird. Wie gering oder großzügig die Limitierung sein wird, ist den Etiketten nicht zu entnehmen (der Produktionsmenge wegen wird sie wohl nicht gigantisch ausfallen), auch zum Geschmack oder den verwendeten Fässern lassen sich die Etiketten nicht aus.

So jedenfalls wird der neue Oban 18yo wohl aussehen:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Serge verkostet: Whisky weltweit, Teil 11

Etappe 11 auf der Whisky-Weltreise von Serge Valentin auf Whiskyfun steht an, und diesmal beginnt die Reise zu weiteren fünf Stationen in Deutschland bei Elsburn, um sich dann nach Schweden, Schottland, Australien und zurück nach Irland zu wenden. Kein Ausreißer nach unten dabei heute, und keiner nach oben, einfach fünf gute Whiskys in der Verkostung:

Elsburn 7 yo (48.5%, That Boutique-y Whisky Company, Germany, sherry, 2020)85
Silent Swede 2012/2019 ‚Virgin Swedish Oak‘ (64.4%, Svenska Eldvatten, cask #500, 364 bottles)85
Glasgow Distillery 1770 (62.1%, OB, for Kirsch Import, Sherry butt, 708 bottles, 2020)85
Starward 2016/2019 ‚Apera‘ (55.7%, OB for Kirsch Import, Australia, cask #1847, 246 bottles)88
The Poplar Tree 18 yo 2002/2020 (52.9%, The Whisky Cask Company, Ireland, PX sherry, 301 bottles)87

Neu: Blackened S&M2 Batch 106

Metallica hat gemeinsam mit der Sweet Amber Distilling Company und David Pickerell, dem „Vater“ des Craft Distillings in den USA, eine neue Auflage Ihres Blackened Whiskeys auf den Markt gebracht. Der Blackened S&M2 Batch 106 ist ein Blend aus Bourbons und Ryes, der in Black Brandy Casks gefinisht wurde und während der Reifung mit niederfrequenten Tönen aus der Metallica & San Francisco Symphony S&M2 playlist beschallt wurde (S&M2 wurde 2019 live aufgenommen).

Auf der Webseite für den Blackened können Sie nicht nur die Limited Edition des Blackened S&M2 Batch 106 kaufen (er kostet 89 Dollar, Lieferung allerdings nur an eine US-Adresse), dort ist auch die Playlist des Albums mit insgesamt 17 Titeln für Spotify oder Apple Music erhältlich (auf der Seite selbst sind nur Samples in der Länge von 30 Sekunden abrufbar).

PR: finch – Schwäbischer Hochland Whisky ab sofort bei Schlumberger

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Wie uns sie uns heute mitteilten, baut die Schlumberger Vertriebsgesellschaft ihr Whisky-Sortiment zielgerichtet weiter aus und startete am 1. Januar 2021 die Zusammenarbeit mit der finch Whiskydestillerie. In der folgenden Pressemitteilung finden Sie nähere Infos und Hintergründe zu finch, dem schwäbischen Hochland Whisky und seinem „vom-Feld-ins-Glas-Konzept“:


finch – Schwäbischer Hochland Whisky
Der Whisky von der schwäbischen Alb ab sofort bei Schlumberger

Meckenheim, Januar 2021. Nach den erst kürzlich aufgenommenen Marken Spirit of Yorkshire (England) und Hinch (Nordirland) baut die Schlumberger Vertriebsgesellschaft ihr Whisky-Sortiment zielgerichtet weiter aus. Am 1. Januar 2021 startete die Zusammenarbeit mit der finch Whiskydestillerie. Rudolf Knickenberg, CEO der Schlumberger Vertriebsgesellschaft: „Wir freuen uns, mit finch einen der absoluten TopWhisky-Produzenten aus Deutschland als Partner gewonnen zu haben, der mit hervorragenden Qualitäten und einem nachhaltigen „vom-Feld-ins-Glas-Konzept“ überzeugt.“

Die finch Whiskydestillerie liegt auf der Hochebene der schwäbischen Alb, 700 Meter über dem Meeresspiegel. Als eines der größten Karstgebiete bietet diese Gegend besondere ökologische Verhältnisse und eine einzigartige Naturlandschaft. Das Leben auf der schwäbischen Alb war von jeher rau und entbehrungsreich und zugleich geprägt von der großen Bedeutung des Handwerks. Das Wasser aus den Quellen und Flüssen am Fuße der Alb ist kristallklar und besticht durch seine Reinheit und Qualität. Dies schafft optimale Voraussetzungen für die Whiskyproduktion.

Gegründet wurde die Destillerie von Hans Gerhard Fink, passionierter Landwirt eines 400 ha Betriebes. Zunächst destillierte er mehr als Hobby; mit dem Aufbau einer der modernsten Destillationsanlagen in Deutschland in 2012 wird daraus eine professionelle Produktion. Sämtliche Zutaten für die Produkte der finch Destillerie stammen aus eigenem Anbau – so entsteht ein „Vom Feld ins Glas“-Whisky, der geprägt ist von handwerklicher Kompetenz im gesamten Herstellungsprozess sowie der Leidenschaft für Qualität und das Außergewöhnliche. Dies zeigt sich unter anderem auch an der Verwendung ausgefallener Getreidesorten wie Emmer, Dinkel und Roggen für die Whiskyproduktion. Die Brennblase wurde eigens für die finch Destillerie konzipiert und ist eine der größten Pot Stills in Deutschland. Nach der Destillation reift der Whisky über einen für deutsche Verhältnisse sehr langen Zeitraum von mindestens vier bis zu zehn Jahren und mehr (je nach Produkt) in hochwertigen Eichenfässern.

Mit der umfangreichen und dennoch sorgfältig ausgewählten Produktrange bietet die finch Destillerie den passenden Whisky für jeden Geschmack – für den Whiskyneuling bis zum Connaisseur, der auf der Suche nach dem Besonderen ist. Im Schlumberger Sortiment sind fünf Produktreihen erhältlich. Die Fine Selection umfasst den finch Classic, der fünf bis sechs Jahre in ausgewählten Weinfässern lagerte, den finch Single Malt mit einer Reifezeit von sechs Jahren und den Whisky-Honig-Likör. Zur Distiller’s Choice gehören der Barrique R, der acht Jahre in Rotweinbarriques reifte, der Single Malt Smoky, der sieben Jahre in Wein- und Islayfässern reifte, und der Single Malt Sherry, der fünf bis sechs Jahren in Sherryfässern reifte. In der Cask Strength-Reihe sind erhältlich: der Emmer Edition 2 mit sieben Jahren Reifung in Weinfässern und der Barrel Proof 19, von dem ein Teil fünf Jahre in Ex-Bourbon- und Portweinfässern lagerte, ein zweiter acht Jahre im Rotweinfass und ein weiterer im Ex-Bourbon-Fass reifte. Bei den Special Grain-Abfüllungen gibt es die Corn Edition mit Mais als Basis und einer fünfjährigen Reifezeit in Ex-Bourbonfässern, die Rye Edition mit Roggen als Basis und einer achtjährigen Reifezeit in Rotweinfässern und den Dinkel Port, der acht Jahre in Portweinfässern reifte. Zur Private Edition gehören der Single Malt Madeira Cask, der nach sieben Jahren Reifung in ExBourbon-Fässern sein Finish in ausgewählten Madeirafässern erhielt, sowie der Single Cask 10 Years, eine in Fassstärke abgefüllte, limitierte Rarität, die zehn Jahre als Second Fill im Limousin-Rotweinfass reifte.

Serge verkostet: Whisky weltweit, Teil 10

Mit einer kleinen Verspätung präsentieren wir Ihnen heute die gestrige zehnte Etappe der Weltreise auf Whiskyfun. Diesmal kommen die Abfüllungen aus Frankreich, England, Australien, Neuseeland und Irland. Sehr breit ist bei dieser Session auch das Alter der verkosteten Abfüllungen. Von einem Dreijährigen Cardrona aus Neuseeland bis zu einem 30-jährigen Redbreast aus Irland reicht das Alter der heutigen Kandidaten. Und wie Sie in unserer tabellarischen Auflistung der Whisk(e)ys und ihrer Wertungen der Verkostung sehen können, heißt viel jünger bei Serge Valentin nicht zwangsläufig weniger Punkte:

Distillerie du Vercors ‚Sequoia Pur Malt Tourbé‘ (43%, OB, +/-2020)78
Bimber ‚Peated Cask Small Batch 1‘ (54.1%, OB, England, 252 bottles, 2020)79
Hellyers Road 16 yo 2004/2020 ‚Peated‘ (61.7%, OB, exclusive to France, Australia, bourbon, cask #4082.1, 192 bottles)88
Cardrona 3 yo 2015/2018 ‚Just Hatched‘ (63.2%, OB, New Zealand, sherry butt, cask #104)86
Redbreast 30 yo 1989/2020 (57.2%, OB for The Whisky Exchange, Port cask, cask #38635, 444 bottles)92

Video: Ralfy verkostet Arran 10yo (Review #858)

In der letzten Woche stellte Ralfy seinen Whisky Of The Year 2021vor. Seine Wahl fiel auf den Arran 10yo. Dieser Single Malt ist abgefüllt mit 46 % Vol., ungefärbt und ohne Kühlfiltrierung. Sein Video zum Whisky Of The Year 2021 finden Sie wie gewohnt auf Youtube. In knapp 30 Minuten lässt Ralfy hier das vergangene Jahr Revue passieren, gibt seinen Ausblick auf das nächste (jetzt aktuelle), und erläutert seine Wahl.

Die Aufmerksamen werden bemerken, dass Ralfy diesen Arran 10yo im vergangenen Jahr bereits in seiner Review #858 verkostete (auch dieses Video finden Sie auf Youtube). Schon im August erhielt dieser Single Malt viel Lob und volle 90 Punkte. Und selbstverständlich spart Ralfy auch im aktuellen Video nicht mit Lob für seinen Whisky Of The Year 2021. Dieses 21-minütige Video finden Sie wie immer obenstehend und natürlich auch auf Youtube.