Sonntagsvideo: Islands in Film

0

Normalerweise bringen wir am Sonntag entweder schöne Landschaftsaufnahmen aus den Whiskyregionen, oder Berichte, die wir von Whiskyexperts selbst produziert haben. Heute manchen wir wieder einmal eine Ausnahme von dieser Regel und wenden uns einem anderen Genre zu: der Dokumentation.

Im Juni wurde auf Youtube von „What we do in Winter“ ein Video gepostet, das unter dem Titel „Islands in Film“ das Leben von 75 Menschen während des Covid-Lockdowns auf den Inseln Mull, Iona, Ulva und Gometra in selbstproduzierten Sequenzen zeigt. Alle Aufnahmen entstanden zwischen dem 18. und 24. Mai und zeugen sehr persönliche und deshalb sehr interessante Einblicke in das Leben der Menschen dort. Es sind spannende, berührende und sehenswerte Sequenzen, die auch viel vom Lebensgefühl dieses Teils von Schottland vermitteln.

Hier kurz eine Beschreibung des Inhalts:

Islands in Film offers a moment of connection, to let the viewer know that we’re not alone and that so many other people are experiencing the same things as them, just in their own ways. It offers an escape from the confinement of lockdown by sharing the spaces of the islands through the authentic voices of the people living there.What We Do in the Winter used the podcast’s social media presence to ask islanders for their own takes on the situation to create a unique archive of this moment in time. A watch party premier launch will be held online on Fri 26th June at 8pm. Directed and edited by Alasdair & Georgia Satchel, featuring music by Hannah Fisher and Sorren Maclean Islands in film is a Struthach Films and Screen Argyll co-production for What We Do in the Winter in collaboration with Mull Museum, Tobermory.

Nachdem dieser Film auf Youtube nicht unter der Creative Commons Lizenz läuft, haben wir mit den Herstellern des Films, Georgia und Alasdair Satchel, die ihn gemeinsam mit dem Mull Museum auf Tobermory produziert haben, Kontakt aufgenommen und um Erlaubnis für die Weiterverbreitung ihres Werks ersucht – die wir dann auch erhalten haben. Vielen Dank dafür!

Abschließend wollen wir noch eine Bitte der Produzenten weitergeben: Sollte Ihnen der Film gefallen, ersuchen die Hersteller darum, doch die Tafel für Mull & Iona, die bedürftige Menschen mit Essen versorgt, zu unterstützen. Sie finden die Kampagne und die Spendenmöglichkeit auf dieser Seite.

Unser Dank gilt Ernst J. Scheiner, der das Video gefunden hat.

TTB Neuheiten: BenRiach Smoke Season & Redesign bei 21yo, 25yo und 30yo

In der us-amerikanischen TTB-Datenbank sind uns wieder einige neue Einträge aufgefallen, die uns erwähnenswert erscheinen. Sie betreffen alle die Speyside-Brennerei Benriach, die sich im Besitz von Brown-Forman befindet.

Generell scheint es für die Range bald ein Redesign zu geben, denn die Etiketten für den BenRiach 21 und Benriach 25 und 30 haben sich deutlich verändert. Allesamt werden sie nun als The Twenty One, The Twenty Five und The Thirty bezeichnet, alle sind sie in vier verschiedenen Fässern gereift (Bourbon, Sherry Cask, Virgin Oak und Red Wine), und auf ihnen wird auch der Grad der Rauchigkeit angegeben (21: elegant, 25: mellow, 30: complex). Als Beispiel hier die Etiketten für den BenRiach The Twenty Five:

Gänzlich neu ist der BenRiach Smoke Season. Er ist in Bourbon Casks und Fire Toasted Virgin Oak gereift, ohne Altersangabe und laut Etikett der bislang rauchigste BenRiach. Abgefüllt wird er wohl mit 52,8% vol werden. Im Design ist er an die anderen Flaschen angepasst, auch die Tasting Notes finden sich auf den Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Whiskyfun: Angus verkostet diverse Pärchen

Bei Angus MacRaild, dem diensthabenden Tastingbeauftragten für Whiskyfun am Samstag, gibt es wieder eine Menge Pärchen aus verschiedensten Destillerien als Kandidaten der Verkostung, als da wären: Inchgower, Glendronach, Strathisla, Glentauchers, Glengoyne und zwei Japaner. Darunter ist diesmal auch eine Abfüllung des deutschen Bottlers Whiskydruid, die aber wegen ihrer Ausgefallenheit sozusagen außerhalb des Punktewettbewerbs läuft.

Hier mal alles, was Angus bei der Verkostung im Glas hatte:

  • Glengoyne 17 yo Batch 1 (49.1%, The Boutique-y Whisky Company, 1204 bottles): 87 Punkte
  • Glengoyne 13 yo 2005/2019 (57.9%, Archives ‘The Fishes of Samoa’, cask #1938, hogshead, 248 bottles): 85 Punkte
  • Glentauchers 22 yo 1997/2019 (46.6%, Signatory Vintage for The Whisky Exchange, cask #4163, bourbon barrel, 125 bottles): 90 Punkte
  • Glentauchers 21 yo 1997/2019 (54.5%, The Whisky Exchange ‘Single Casks’, cask #402, bourbon barrel, 182 bottles): 88 Punkte
  • Strathisla 28 yo 1977/2005 (49.3%, Scotch Malt Whisky Society, #58.8): 83 Punkte
  • Strathisla 40 yo ‘Astral Hits’ 1967/2008 (47.2%, The Nectar ‘Daily Dram’, 132 bottles): 90 Punkte
  • Glendronach 8 yo (45.4%, OB for Italy ‘Ruffino import’, early 1970s): 91 Punkte
  • Glendronach 20 yo 1994/2014 (59.1%, OB for Taiwan, cask #30, oloroso sherry butt, 609 bottles): 90 Punkte
  • Inchgower 11 yo 2007/2019 (56.6%, Whisky Druid, cask #803604, 1st fill ruby port quarter cask, 138 bottles): 76 (bedeutungslose) Punkte
  • Inchgower 34 yo 1974/2008 (61.2%, The Single Malts Of Scotland, cask #8787, hogshead, 128 bottles): 92 Punkte
  • Chichibu 2012/2019 (60.8%, OB for The Whisky Exchange, 20th Anniversary, cask #2089, refill hogshead, 349 bottles): 91 Punkte
  • Karuizawa Multi Vintages #1 1981-1982-1983-1984 – b2011 (59.1%, OB ‘Noh Whisky’, casks #6405 #4973 #8184 #6437, bourbon & sherry, 1500 bottles): 92 Punkte

Für das Titelbild greifen wir zu einer Aufnahme der Brennerei Glengoyne…

Fremde Federn (105): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen schon in der 105. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

PR: Neu von Whiskyfaessla.de – Penderyn Summer Edition 2020

Nach dem schnell ausverkauften dunklen Penderyn Winter Edition 2020 kommt nun der neue Penderyn Summer Edition 2020 – und Michael Gradl von Whiskyfaessla.de hat uns natürlich wieder alle Infos rund um die Abfüllung zukommen lassen, auch die Bezugsmöglichkeit finden Sie in der Pressemitteilung:


Neu von Whiskyfaessla.de – Penderyn Summer Edition 2020

Nach der legendären dunklen Penderyn Winter Edition 2019 kommt nun die Penderyn Summer Edition 2020.

Leider konnten wir dieses Mal nicht vor Ort probieren!

Aista hat die Fässer ausgewählt und uns die Proben auf die Village mitgebracht!

Die Wahl war sehr einfach und schnell getroffen. Erster Whisky aus den neuen Potstills in Verbindung mit Purple Moscatel Finish. Einstimmig gewählt!

„New Make Spirit“ aus den neuen Brennblasen (typische Potstills 2fache Destillation). Der Whisky begann seine Reifung im Ex-Bourbon-Fass am 02.02.2015.

Am 18.06.2018 wurde der Whisky in das Purple Moscatel-Fass umgefüllt. Ein Fass, dass speziell behandelt worden ist (STR). Wie lange der Wein in dem Fass war wissen wir leider nicht.

Wir wissen aber, dass es sich um ein seltenes Purple Moscatel Weinfass aus Portugal handelt.

Dieser Wein wird aus Moscatel Roxo hergestellt, die Moscateltraube in der lila Version. Dies ist ein seltener Wein, der vor einiger Zeit sogar vom Aussterben bedroht war. Nur Hersteller von sehr hochwertigen Moscatel Weinen verwenden diese Rebsorte.

Moscatel Roxo wird von vielen Kennern als Nektar der Götter angesehen und zeichnet sich durch intensive Aromen, fruchtigen Geschmack und einige Noten von Gewürzen aus.

Die rote Rebsorte Purple Moscatel kommt in Portugal in sehr geringen Mengen vor. Hervor kommt  ein grossartiger Wein mit komplexen Aromen und einer grossen Palette an Geschmacksvielfalt.

Diese Weine haben einen hohen Grad an Süße, sind sehr aromatisch mit lang anhaltenden Geschmack.

W23 (Summer Edition 2020)

Nase: Süß blumig mit Pfirsichen und Vanille. Ein angenehm leichtes und fruchtiges Aroma mit Anklängen von Zimt und Kakao.

Gaumen: Die Süße von Honig mit überreifen Pfirsichen und Beeren. Vanille- und Zimtgewürze mischen sich mit einem cremigen Karamellkaffee.

Finish: Ein mittellanges Finish mit Mandeln, Honig und milchigem Kaffee. Eine subtile Balance aus warmen Gewürzen und zarter Eiche.

Anmerkung von uns!

Der Whisky braucht eine Zeit im Glas und verträgt sogar ein wenig Wasser!

Bitte nur über gradl@whiskyfaessla.de mit Angabe der Versand- und Rechnungsadresse bestellen, natürlich nur solange Vorrat reicht!

PR: Walsh Whiskey Community sammelt €16,000 für Kleinkinder mit schweren Krankheiten

Anfang Juni durften wir über den Start einer Charity-Aktion von Walsh Whiskey, Hersteller von Writer’s Tears und The Irishman, berichten – nun ist diese Aktion, bei der sich Bernard und Rosemary Walsh, die Gründer von Walsh Whiskey, für die Finanzierung von 1.000 Stunden häuslicher Pflege von schwerkranken Kinder unter 5 Jahren 16.000 € aufzubringen, mit der Übergabe des entsprechenden Schecks an die Jack & Jill Children’s Foundation zu Ende gegangen. Und natürlich wollen wir auch darüber wieder mit der entsprechenden Presseaussendung informieren:


Walsh Whiskey Community Successfully Raises €16,000 for Seriously Ill Children Under 5

International Walsh Whiskey community raises €16,000 in just over month to fund 1,000 homecare hours for young children with highly complex medical conditions and their families, through the Jack & Jill Children’s Foundation.

10 July, 2020 – Carlow, Ireland: The international Walsh Whiskey Community has successfully raised funds to support 1,000 nursing hours, in just over a month, for the Jack & Jill Children’s Foundation www.jackandjill.ie in support of seriously ill children under 5 years old and their families. To raise the money, Bernard & Rosemary Walsh, founders of Walsh Whiskey (Writers’ Tears & The Irishman), set up a raffle and donated their personal collection of all 9 vintages of Writers’ Tears Vintage Cask Strength, super-premium whiskey produced since 2011. When bottled later this year, the 2020 vintage will be added to the prize which was won by Liam Boland from Dingle in the draw broadcast on Facebook Live last night.

Donations were made by people buying raffle tickets on Eventbrite from countries across the world, including Australia and the US. To ensure 100% of all donations made went directly to Jack and Jill Children’s Foundation, Walsh Whiskey have covered all Eventbrite fees to reach the target of €16,000 for 1,000 hours of nursing care.

The COVID_19 Pandemic is creating serious financial trouble for many charities, including the renowned Jack & Jill Foundation.  The Foundation provides specialised nursing care for very young children with highly complex medical and life-threatening conditions, for whom life is uncertain and every day is a challenge.  

Thanking everyone who took part, Bernard Walsh said:

“Rosemary and I are very grateful to everyone in the wider Walsh Whiskey community that supported these children and their families. The raffle is now concluded, but people who missed it can still donate directly to the Jack & Jill Foundation at www.jackandjill.ie/how-you-can-help/donate.”

Commenting on behalf of the Jack & Jill Foundation, Carmel Doyle, CEO said:

“We want to thank Bernard & Rosemary and the Walsh Whiskey team for making this wonderful raffle happen and we are so very grateful to every single person who bought a ticket.  Covid19 has had a devastating impact on our fundraising calendar and we want to thank everyone for answering our SOS appeal by supporting Jack & Jill.  The €16,000 raised will fund a whopping 1,000 hours of home nursing care for the 340 extra special children under our wing, giving their families a break from the non-stop role of caring.  So, from our community to yours thank you so very much.”

Exklusiv: Video-Interview mit Mark Reynier, CEO Waterford Distillery

Mit Bruichladdich hat Mark Reynier, der aus dem Weinhandel zu Whisky kam, das beim Wein anerkannte Konzept von Terroir zum ersten mal bei Whisky angetestet. Es besagt, dass die Herkunft der Gerste, der Boden, auf dem sie wächst, das Wasser, das sie tränkt, für den Geschmack des Whiskys entscheidend ist.

Zur Reife hat er es jetzt gebracht, als er in Waterford in Irland eine Diageo-Brauerei aufkaufte und zu einer Destillerie umbaute. Nach mehr als drei Jahren stellte Reynier dort die ersten Whiskys (man besteht auf die Schreibweise ohne e, sie sei ohnehin die traditionelle irische) der Waterford Distillery vor – Single Farm Bottlings, die gleich destilliert und in den gleichen Fässern gelagert wurden und dennoch sehr unterschiedlich schmecken (eine Unterschiedlichkeit, die schon in den jeweiligen New Makes extrem deutlich zum Vorschein kommt).

Barley is King – die Gerste ist das Wichtigste – diesem Motto hat Mark Reynier alles bei Waterford untergeordnet, mit höchstem logistischen Aufwand. Mehr als 40 verschiedene New Makes stellt die Brennerei her – das bedeutet 40 perfekt getrennte Produktionsschienen von der Anlieferung über die (nicht im Haus geschehende) Mälzung bis hin zur ursprungsreinen Destillation. Die Industrie hat ihn nach eigenen Angaben lange für seine Obsession mit der Gerste belächelt, es für Marketing gehalten (und das ist es natürlich AUCH) – Reynier sagt, dass man bei den Konzernen durch die ständige Optimierung auf die Ergiebigkeit der Gerste hin den Whisky um eine wichtige Geschmackskomponente beraubt hat, die seiner Meinung nach das Geheimnis der Whiskys vor 40 oder 50 Jahren war.

Provenance is all – das hat Reynier jetzt geschmacklich deutlich bewiesen, und Waterford wird es auch durch eine wissenschaftliche Arbeit tun, die gerade im peer-review ist. Dass sich sein Zugang zum Whisky in der Industrie durchsetzen wird, darauf setzt er sowieso nicht, mit Waterford wird man ihn aber konsequent verfolgen – die Farm Bottlings sind nur soetwas wie die Ouvertüre dafür, die Bausteine.

Wir haben mit Mark Reynier am Dienstag ein ausführliches Videointerview geführt, es geht um die Destillerie, die logistischen Herausforderungen dabei, wenn eine Brennerei 40+ verschiedene New Makes erzeugt, warum er das tut und warum das und die Farm Bottlings nur ein erster Schritt auf dem Weg von Waterford sein werden. Es geht um den Begriff Terroir, um die Whiskyindustrie, die Zukunft, wer von seiner Herangehensweise profitieren wird und warum ein französischer Champagnerproduzent eine Inspirationsquelle für ihn ist.

Eine Stunde lang ein spannender, offener und sowohl unterhaltsamer wie auch informativer Einblick in Whisky und dessen Erzeugung. Und weil es noch so viel zu erzählen gibt, werden wir das Interview in absehbarer Zeit mit einem nächsten Teil fortführen. Jetzt aber wünschen wir gute Unterhaltung und viele Anregungen.

Wie alle unsere Videos veröffentlichen wir auch dieses unter CC-Lizenz. Es kann gerne weiterverbreitet und auf anderen Seiten eingebettet werden, solange es nicht verändert wird.

Serge verkostet: Talisker Skye und Talisker 31yo Prima & Ultima

Ja, das ist ein recht ungleiches Paar. Das ist Fiat Uno gegen Bentley Cabrio. Das ist 14 gegen 74 in Lebenserfahrung. Es ist ein wenig unfair. Aber interessant ist es.

Serge Valentin hat heute die zweite Abfüllung aus der achtteiligen Prima & Ultima-Serie von Diageo verkostet, acht Single Malts aus den Brennereien Caol Ila, Clynelish, Cragganmore, Lagavulin, Mortlach, Port Ellen Dufftown und, darum geht es diesmal, Talisker. Als Sparringpartner hat er sich den Talisker Skye ausgesucht, den Entry Level Talisker, der es natürlich gegen das alte Schwergewicht, das im Jahr 1988 destilliert wurde, naturgemäß nicht einfach hat. So wirklich gefallen kann ihm der Skye nicht, bei Prima & Ultima kommt er aus dem Loben aber gar nicht mehr heraus.

Hier die beiden Whiskys der Verkostung:

  • Talisker ‚Skye‘ (45.8%, OB, +/-2018): 77 Punkte
  • Talisker 31 yo 1988/2019 (51.4%, OB, Prima & Ultima, refill American oak cask, cask #5773, 721 bottles): 92 Punkte
Talisker

Serge verkostet: Cragganmore von Malts of Scotland und Cragganmore Prima & Ultima

Vor einigen Tagen konnten wir Ihnen die neueste Serie von Abfüllungen von Diageo-Brennereien unter dem Titel „Prima & Ultima“ vorstellen – acht Single Malts stammen aus den Brennereien Caol Ila, Clynelish, Cragganmore, Lagavulin, Mortlach, Port Ellen Dufftown und Talisker. Nichts für den schmalen Geldbeutel, aber vermutlich von ausgesuchter Qualität.

Zumindest im Fall des Cragganmore 1971 scheint sich diese Vermutung mehr als zu bestätigen, wenn man den Notes von Serge Valentin auf Whiskyfun Glauben schenkt. Und ebenfalls nicht zu verachten laut Serge ist der Cragganmore 199/2019 aus dem Hause Malts of Scotland – aber sehen Sie selbst; die vollständigen Verkostungsnotizen finden sich hier:

  • Cragganmore 1999/2019 (51.2%, Malts of Scotland, bourbon hogshead, cask #MoS19038, 312 bottles): 90 Punkte
  • Cragganmore 48 yo 1971/2019 (43.7%, OB, Prima & Ultima, first fill sherry, cask #2301, 352 bottles): 93 Punkte

The Scotsman: Interview mit Kai Ivalo, Spirits and Marketing Director der Scotch Malt Whisky Society

0

The Scotch Malt Whisky Society ist der weltweit führende Whisky-Club. Seinen über 27.000 Mitgliedern bietet er regelmäßig exklusive Einzelfass-Abfüllungen. Zur SMWS gehören die Members‘ Rooms, sie befinden sich in Edinburgh auf der Queen Street, in Leith und in London. Und zu Beginn diesen Jahres eröffnete die Society einen weiteren Members‘ Room in Glasgow (wir berichteten).

Kai Ivalo startete 2004 seine Tätigkeit bei der SMWS. Zu Beginn als Marketing Director, kam fünf Jahre noch der Bereich Spirits zu seinen Aufgaben dazu. In einem ausführlichen Interview bei The Scotsman stellt er sich den Fragen von Rosemary Gallagher. Neben seiner beruflichen Laufbahn und seiner Tätigkeit bei The Scotch Malt Whisky Society geht es unter anderem natürlich auch um die besonderen Herausforderungen der covid-19-Pandemie, und wie die Society diese meisterte. Und auch einen kleinen Aublick in die Zukunft gewährt Kai. Das alljährlich im September stattfindende Festival der Society wird in diesem Jahr ein starkes digitales Element haben – haben müssen.

The Scotsman bietet seinen Online-Besuchern wöchentlich den freien Zugriff auf fünf Artikel. Zum weiteren Lesen ist dann eine Registrierung notwendig.

PR: Neues bei Kirsch Import – Islay Violets Single Malt

Eine besondere Abfüllung der Elixier Distillers stellt uns Kirsch Import in der aktuellen Presseaussendung vor: Islay Violets ist ein 33-jähriger Islay Single Malt, der ein Finish in Ex-Cognac Casks erhielt. Alles Weitere zu diesem Whisky finden Sie in der folgenden Mitteilung:


Islay-Whisky mit floralen Noten: Der 33-jährige Islay Violets Single Malt zeigt die blumige Seite der Whisky-Insel

Eine limitierte Abfüllung der gestandenen Elixier Distillers, die neue geschmackliche Perspektiven auf die Insel Islay eröffnet: Islay Violets ist ein Whisky wie eine Wildblumenwiese. Das macht der Single Malt Scotch schon beim ersten Blick klar. Karton und Flasche des bernsteinfarbenen Schotten sind hochwertig und auffällig mit Veilchen und Gold dekoriert.

Gefällig und floral-verspielt ist der 33 Jahre alte Whisky auch im Geschmack. Gereift in Fässern aus amerikanischer Weißeiche, erhielt er ein ungewöhnliches Finish in Ex-Cognac Casks, was sein blumiges Bouquet harmonisch mit Zitrus- und Kräuternoten unterstreicht. Zusammen mit Noten von Veilchen, Minze und Lavendel ergibt sich ein einladendes, sommerliches Geschmacksprofil.

Der Islay Violets Single Malt Scotch Whisky stammt von der Küste der Insel. Wohl kein anderes Gebiet ist so ikonisch mit der Whiskyproduktion verwurzelt wie die schottische Insel. Nur rund 620 Quadratkilometer ist sie groß und doch Heimat von derzeit neun aktiven Destillerien, die die Herzen von Whisky-Liebhabern höher schlagen lassen. Wie Bruichladdich, Bowmore, Laphroaig oder Ardbeg, um nur einige zu nennen.

Die Tropfen von der „Königin der Hebriden“ werden unter Kennern hochgeschätzt. Single Malt Scotch Whiskys, die inmitten der dramatischen Insellandschaft entstehen, heben sich generell mit stark rauchig bis torfigen sowie maritimen Aromen ab. Die blumige Abfüllung der Elixier Distillers aus den 1980er Jahren ist eine erfrischende Abwechslung zur passenden Jahreszeit.

Hinter den Kulissen der Elixier Distillers ziehen Sukhinder und Rajbir Singh die Fäden. Als Kinder Londoner Fachhändler für Wein und Spirituosen wuchsen die Brüder in der Branche auf und machten diese auch zu ihrem Lebensinhalt. Die Resultate: eine ansehnliche Whisky-Sammlung, mit „The Whisky Exchange“ einer der ersten Online-Shops für hochwertige Spirituosen und der Abfüllbetrieb Elixier Distillers, u.a. bekannt für die Whiskys von Elements of Islay, The Single Malts of Scotland und Port Askaig.

Islay Violets
Islay Single Malt Scotch Whisky


33 Jahre, Abgef. 2020
Fass-Typ: amerikanische Weißeiche, Finish in Ex-Cognac Casks
46,2 % vol.; 0,7 Liter
Nicht gefärbt, Nicht kühlfiltriert
UVP: 449,50 €

Tasting Notes

Nase: Intensiv blumig mit dem Aroma von Parma-Violet-Drops und Jasmin. Klare Noten von Möbelpolitur, Zitronenschale und an der frischen Luft trocknender Wäsche stehen dem rauchigen Charakter von abgeflämmtem Salbei gegenüber.

Gaumen: Ein alpiner Garten im Sommer: Zarte Veilchenblüten vermischen sich mit holzigen und harzigen Noten von Wacholder, Kiefer und Rosmarin. Leicht spritzig und wärmend wie ein Champagner-Cocktail mit Grapefruitsaft und Rosensirup.

Nachklang: Erfrischende, krautige Noten von getrockneter Minze, Eukalyptus, Rosmarin und frischen Korianderblättern werden mit der Süße von Lavendelparfüm und kandierten Fenchelsamen ausgeglichen.

Whyte & Mackay startet Round the World Challenge

0

Einmal um die Welt – das ist das Ziel, welches sich die Mitarbeiter von Whyte & Mackay gesetzt haben. Diese knapp 40.000 km möchten sie in den nächsten acht Wochen bewältigen. Und zwar laufend, rennend, rudernd oder mit dem Rad. Mitarbeiter aus Kanada, den USA, Mexiko, Taiwan, Hongkong, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Südafrika, Deutschland, Frankreich, Spanien und Russland nehmen zusammen mit ihren Kollegen aus Großbritannien an dieser Herausforderung teil.

Die knapp über 500 Mitarbeiter von Whyte und Mackay wollen einen Beitrag zur Unterstützung der psychischen Gesundheit von Menschen auf der ganzen Welt in den Gemeinden leisten, in denen ihre Kollegen, Partner und Kunden leben. Während der aktuellen Covid-19-Pandemie mit der Sorge um die körperliche Gesundheit entstehen auch Einschränkungen der psychischen Gesundheit. Einsamkeit und finanzielle Unsicherheiten belasten Einzelpersonen und Familien zusätzlich. Neben der Stärkung des Bewusstseins für diese Problematik möchten die Mitarbeiter von Whyte & Mackay noch zusätzlich Mittel für Wohltätigkeitsorganisationen für psychische Gesundheit auf der ganzen Welt sammeln. Auf der Crowdfunding-Plattform Just Giving kann sich jeder an der Round the World Challenge beteiligen.

Bardstown Bourbon Co. mit virtueller 360-Grad Brennerei-Führung

0

Die Bardstown Bourbon Company aus Kentucky bietet online eine virtuelle, kostenlose Distillery Tour an. Als Reaktion auf die staatlich vorgeschriebenen Schließungen aufgrund der COVID-19 Pandemie entwickelte die Destillerie gemeinsam mit dem lokalen Filmemacher Edward Heavrin von eALLEN Pictures diese interaktive Brennerei-Führung. Beginnend im Freien vor dem Destillerie-Gebäude, ähnelt die Tour einem Jump ’n‘ Run-Spiel. Die virtuell Besuchenden sind aufgefordert, sich durch Anklicken auf Objekte durch die Brennerei zu bewegen. Hinter manchen Objekten verstecken sich nähere Text- und Grafik-Erklärungen oder auch ein Video, welches einen bestimmten Prozess der Produktion näher erläutert.

Nach dem Start vor der Brennerei führt die Tour unter anderem in das Besucherzentrum. Dort empfängt der virtuelle Tour Guide die Besuchenden. Er erläutert, wie durch die Tour navigiert wird. Weitere Stationen sind neben den einzelnen Stationen des Prozesses der Bourbon-Herstellung auch die Verkostungslounge Pete’s Place. Die Tour endet natürlich im Distillery Shop – wie bei einer richtigen Tour auch.

PR: Kavalan Solist Vinho Barrique als „Best of the Best“ beim TWSC ausgezeichnet

Die Kavalan Distillery in Taiwan freut sich über jede Menge Auszeichnungen, die ihr beim Tokyo Whisky & Spirits Competition (TWSC) verliehen wurden. Neben 3 Superior Gold und 8 Gold stechen drei Medaillen besonders heraus: Kavalan Solist Oloroso Sherry gewinnt in der Kategorie ‚World Single Malt Whisky Category Winner – NAS‘, Kavalan erhält die Auszeichnung ‚Best World Distillery of the Year‘, und Kavalan Solist Vinho Barrique wurde zum ‚Best of the Best‘ gekürt.

Die Kavalan Distillery kann sich noch über weitere Auszeichnungen und Medaillen freuen:

Best of the Best

  • Kavalan Solist Vinho Barrique

Best World Distillery of the Year

  • Kavalan Distillery

World Single Malt Whisky Category Winner – NAS

  • Kavalan Solist Oloroso Sherry

3 Superior Gold

  • Kavalan Solist Vinho Barrique
  • Kavalan Solist Ex-Bourbon
  • Kavalan Solist Oloroso Sherry

8 Gold

  • Kavalan Concertmaster Port Cask Finish
  • Kavalan Concertmaster Sherry Finish
  • Distillery Reserve Peaty Cask
  • Distillery Reserve Rum Cask
  • Kavalan King Car Conductor
  • Kavalan Oloroso Sherry Oak
  • Kavalan Solist Fino Sherry
  • Kavalan Solist Port

Hier ist der englischsprachige Pressetext dazu:


Kavalan’s Surprise Honour by Japanese Whisky Elite

TAIPEI, July 9, 2020 /PRNewswire/ — In an unexpected outcome, Kavalan’s Solist Vinho Barrique has topped a gruelling blind tasting by prestigious Japanese judges in search of the world’s best single malt.

To find the Tokyo Whisky & Spirits (TWSC) Competition’s „Best of the Best,“ 128 single malts were whittled down to the best 14 contenders, which were assessed again by 13 select judges.

In the final ranking, Kavalan placed first, second, and third.

TWSC2020 Best of the Best Top 10 Single Malts

  1. Kavalan Solist Vinho Barrique (Best of the Best)
  2. Kavalan Solist Ex-Bourbon Cask
  3. Kavalan Solist Oloroso Sherry Cask
  4. The Essence of Suntory Whisky Yamazaki Distillery Refill Sherry Cask
  5. Komagatake 1991 28 Years Old Single Cask No.160
  6. The Essence of Suntory Whisky Yamazaki Distillery Montilla Wine Cask
  7. Tomatin 30 Years Old
  8. Kavalan Solist Fino Sherry
  9. Glenfiddich 21 Years Old
  10. Glenfiddich 18 Years Old Small Batch Reserve

In addition, Kavalan scooped „World Distillery of the Year“ and „World Single Malt – NAS“ for its Solist Oloroso Sherry.

CEO Mr Y.T. Lee said the results were humbling and completely unexpected.

„We are honoured to have been judged in this way by the prestigious Japanese whisky industry,“

Mr Lee said.

„This year’s results once again represent a strong showing from Taiwan, such as Kavalan … Taiwan has demonstrated their whisky-making prowess.“

Mamoru Tsuchiya, Chair of the TWSC Executive Committee, said:

Kavalan received the most Superior Golds given to individual whiskies, clinching three of only eight.

Best of the Best

Kavalan Solist Vinho Barrique

Best World Distillery of the Year

Kavalan Distillery

World Single Malt Whisky Category Winner – NAS

Kavalan Solist Oloroso Sherry

3 Superior Gold

Kavalan Solist Vinho Barrique
Kavalan Solist Ex-Bourbon
Kavalan Solist Oloroso Sherry

8 Gold

Kavalan Concertmaster Port Cask Finish
Kavalan Concertmaster Sherry Finish
Distillery Reserve Peaty Cask
Distillery Reserve Rum Cask
Kavalan King Car Conductor
Kavalan Oloroso Sherry Oak
Kavalan Solist Fino Sherry
Kavalan Solist Port

Judges were selected from an elite group of Masters of Whisky, Whisky instructors, famous bartenders from throughout Japan, spirits industry importers, sellers, makers, and journalists.

Blick auf das neue Still House bei Kavalan. Bild © Whiskyexperts 2019