Die Firma Bremer Spirituosen Contor informiert uns in einer Pressemitteilung, dass die Walsh Whiskey Distillery die Baugenehmigung für ihre moderne Destillerie in County Carlow erhalten hat. Wir bringen sie hier ungekürzt:

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Neue, hochmoderne Brennerei: Walsh Whiskey Distillery erhält Baugenehmigung
Carlow/Bremen, 25. Juli 2014. 25 Millionen Euro soll die moderne Destillerie kosten, die die Walsh Whiskey Distillery in County Carlow auf dem Royal Oak Gelände errichten will. Jetzt hat das Unternehmen mit der bekannten Irish Whiskey Marke Writer’s Tears die Baugenehmigung für das Projekt erhalten. Die Bauarbeiten werden im September starten und sollen bis Dezember 2015 abgeschlossen sein. Geplant ist eine unabhängige, hochmoderne Irish Whiskey Destillerie mit Lagerhäusern an den Ufern des Flusses Barrow. Auch ein einzigartiges Besucherzentrum ist vorgesehen, das bis zum Jahr 2021 rund 75.000 Whiskey-Touristen empfangen soll.

Die geplante Brennerei soll mit einer Kapazität von 400.000 Fässern jährlich produzieren und im Jahr 2016 ihren Betrieb aufnehmen. Es wird zwei Produktionslinien geben, die sowohl mit Kupferbrennblasen im Pot-Still-Verfahren (pot stills) als auch im Patent-Still-Verfahren (column stills) Whiskey destillieren. Dies ermöglicht der Walsh Whiskey Distillery künftig, alle vier Arten von Irish Whiskey zu produzieren: Pot-, Malt-, Grain- und Blended Whiskey. Dank der zusätzlichen Kapazitäten wird die Destillerie außerdem auch Whiskey für Lizenzabfüllungen ausgewählter Eigenmarken, die selbst keine eigene Produktion haben, destillieren. Durch den Ausbau werden in den nächsten fünf Jahren insgesamt 55 Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit in Carlow geschaffen.

Globale Wiederauferstehung des Irish Whiskey
Irish Whiskey befindet sich weltweit wieder auf dem Vormarsch, nachdem er im 19. und frühen 20. Jahrhundert als einer der weltweit führenden Whiskeys durch Scotch abgelöst worden war. Noch vor 100 Jahren wurden jährlich 12 Millionen Fässer Irish Whiskey verkauft. Eine Kombination unterschiedlicher Faktoren – unter anderem die US-Prohibition und Irlands Handelskrieg mit Großbritannien nach der Unabhängigkeitserklärung – trugen zu seinem Niedergang bei, so dass Scotch seinen weltweiten Siegeszug antreten konnte.

Das Potenzial von irischem Whiskey im 21. Jahrhundert lässt sich am Branchenerfolg der Schotten ablesen. Der Jahresumsatz von Scotch ist auf 90 Millionen Fässer gestiegen, mit einem Gewinn von über 5 Mrd. € im Export und 35.000 Arbeitsplätzen in derzeit 109 Destillerien.

Die Walsh Whiskey Distillery, geführt vom Gründer Bernard Walsh zusammen mit dem Walsh Whiskey Führungsteam, hat ihren Umsatz in den letzten Jahren um 300 Prozent gesteigert. 95 Prozent des Unternehmensumsatzes stammen aus dem Export in derzeit 30 Länder. Zu den fünf Schlüsselmärkten gehören die USA, Russland, Skandinavien, Frankreich und Deutschland. In Partnerschaft mit Illva Saronno und weiteren Vertriebspartnern, plant die Walsh Whiskey Distillery, ihr Netzwerk sukzessive in Richtung Asien, unter anderem Indien und China, zu erweitern.

Die Whiskeymarken des Unternehmens, The Irishman und Writer’s Tears, haben zahlreiche Gold-Auszeichnungen in namhaften Wettbewerben gewonnen, darunter die Irish Whiskey Awards, die San Francisco World Spirits Competition, die International Spirits Challenge und den International Spirits Award.