Pittyvaich ist in ihrer Art eine recht besondere Lost Distillery. Sie war nur kurz in Betrieb, nämlich von 1975 bis 1993 (nicht 1974 wie Serge schreibt), nie für eigene Abfüllungen gedacht und auch nie für irgendetwas berühmt. Es gab ab und zu unabhängige Abfüllungen, aber die waren von durchwachsener Qualität.

Allerdings gab und gibt es auch einige Highlights unter den Bottlings, die geschmacklich überzeugen können. Die Special Releases von Diageo gehörten immer dazu, und wenn man Serge Glauben schenkt, so kann auch die diesjährige Pittyvaich-Abfüllung überzeugen. Dazu gibt es noch zwei Unabhängige in der Verkostung heute, eine davon laut Serge Valentin knapp davor, wirklich miserabel zu sein. Aber, so sagt er, Whiskygeschichte ist Whiskygeschichte, und man soll sich über jede Flasche davon freuen.

Hier die Abfüllungen, die zur Verkostung kamen:

  • Pittyvaich 28 yo 1988/2016 (51.5%, The Cooper’s Choice, bourbon, cask #35105, 295 bottles): 60 Punkte
  • Pittyvaich-Glenlivet 16 yo 1977/1994 (60%, Cadenhead): 85 Punkte
  • Pittyvaich 28 yo 1989/2018 (52.1%, OB, Special Release, refill American oak hogshead, 4,680 bottles): 90 Punkte
Gelände der ehemaligen Pittyvaich-Destillerie, Foto von Christopher Gillan CC-Lizenz

Wir gratulieren übrigens Serge Valentin ganz herzlich zur Ernennung zum Keeper of the Quaich. Very well deserved, Serge!

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