Glenugie, Aufnahme aus dem Jahr 1956 - der Turm im Vordergrund ist die Ruine einer durch Windkraft betriebenen Pumpstation. Foto von Africa23, GNU-Lizenz
Glenugie, Aufnahme aus dem Jahr 1956 – der Turm im Vordergrund ist die Ruine einer durch Windkraft betriebenen Pumpstation. Foto von Africa23, GNU-Lizenz

Die Destillerie Glenugie gibt es nicht mehr. Ihre Whiskys sind heute begehrte Sammlerstücke – und die beiden, die Serge Valentin am Samstag verkostet hat, sind wohl nur mehr unter Mühen und Einsatz doch beträchtlicher Mittel zu ergattern. Dabei sind die Whiskys aus dieser verlorenen Highlands-Destillerie in der Regel ein Fest für den Gaumen, wie unter anderem die Bewertungen von Serge zeigen. Der Glenugie 1978/1994 (57.1%, Scotch Malt Whisky Society, #99, 17.5cl) erhält von ihm 90 Punkte. Serge meint, solche Whiskys werden heute einfach nicht mehr erzeugt. Sie haben durchaus gewisse Fehler, aber sind dennoch ein geschmackliches Erlebnis. Der zweite Whisky ist ein Glenugie 32 yo 1977/2010 (58.6%, Signatory Vintage, hogshead/sherry butt #1, 670 bottles), und er erhält 87 Punkte. Er ist, so Serge, in gewissen Aspekten brillant, in anderen etwas inkoherent. Jedenfalls verträgt er nicht einen einzigen Tropfen Wasser, dann ist es ganz aus mit ihm.