Die Würfel sind gefallen! Bei unserem aktuellen Gewinnspiel ging es um hochinteressante und hochdekorierte Single Malts aus einem unserer Nachbarländer. Gleich drei Whiskys von Säntis aus der Schweiz durften wir gemeinsam mit unserem Partner Bremer Spirituosen Contor verlosen – darunter die Gewinner von Gold und Silber beim International Spirits Award IWS 2018.

Hier gibt es einige Infos zu dem Whiskys aus der in Appenzell am Fuße des Alpsteins beheimateten Brauerei Locher und wer sie gewonnen hat:

1. Preis: Säntis Malt Alpstein XIV, ISW 2018, Goldmedaille
2. Preis: Säntis Malt Germany N°3, ISW 2018 Silbermedaille (nur 528 Flaschen!)
3. Preis: Säntis Malt Snow White V

1. Preis: Limited Edition Alpstein XIV – Dolç de Mendoza Finish

Die 14. Edition der Alpstein-Serie wurde auf den ersten Blick ganz klassisch hergestellt, denn nach einer fünfjährigen Grundreifung des Whiskys in Bierfässern aus Eichenholz folgt eine zweijährige Nachreifung in Weinfässern. Der zweite Blick zeigt dann die Besonderheiten, denn diesmal erfolgte die Nachreifung in Süßwein-Fässern – einem bewährten Instrument der aromatischen Whisky-Entwicklung. Erstmals wurden zur Reifung nicht, wie gewohnt Sherry-, Portwein-, Pinot- oder Merlot-Fässer verwendet. Dieses Mal kamen Dolç de Mendoza Süßwein-Fässer aus Alicante in Spanien zum Einsatz.

Die Brauerei und Brennerei im Herzen Appenzells hatte schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Fässern des prestigeträchtigen Mendoza-Weingutes an der Westküste Spaniens gemacht, denn der in den gleichen Fässern nachgereifte Whisky der Appenzeller Whiskytrek-Serie, der ausschließlich im Besucherzentrum der Brauerei in Appenzell erhältlich ist, entwickelte sich zu einem der Publikumsmagneten der kompletten Reihe.

Wie schon bei den vorangegangenen Abfüllungen der Alpstein-Editionen wurde auch dieser Whisky nach einer ursprünglichen Reifung in traditionellen Bierfässern, die in diesem Fall fünf Jahre dauerte, anschließend für eine zweijährige Zweitreifung in die spanischen Süßweinfässer aus Alicante umgelegt. Nach Deutschland kamen 228 der insgesamt 2.200 abgefüllten Flaschen.

Tastingnotes:

  • Farbe: Leuchtendes Kupfer mit goldenen Reflexe
  • Nase: Apfelschale, Birnenschale, Bisquit-Teig, würzig-süßlich und weinig, etwas herbal wie frisch getrocknetes Heu, Rum-Rosinen, Vanille, Orangeat, Cocktail-Kirsche, Dörrzwetschge und Zwetschgenmus, sehr dezente Biernote im Hintergrund.
  • Gaumen: Röstaromen und Dörrbirne, würzig wie Muskat, Tonkabohne und Kardamom, Vanille und etwas Nelke, dunkle Schokolade gefüllt mit Zwetschgenmarmelade und Marzipan.
  • Nachklang: Warm und würzig, dabei sehr mundfüllend, insbesondere in der Mitte der Zunge bildet sich ein wärmender Fleck, dabei entwickelt sich ein seidiges Gefühl.
  • Bemerkung: Dieser Whisky hat eine ganz außergewöhnliche Komplexität, wie sie wohl noch nie in dieser Intensität bei einer Alpstein-Abfüllung beobachtet werden durfte.

Tasting notes: Julia Nourney, März 2018

Und gewonnen hat:

Frank Tannhäuser aus 45326 Essen

2. Preis: Säntis Malt Edition Germany N° 3 – Hogshead Finish

Mit dem sechsjährigen Säntis Malt Edition Germany N°3, 48 % Vol., ist die die dritte ausschließlich für Deutschland abgefüllte Germany-Edition erschienen. Diese ganz besondere limitierte Sonderabfüllung von 528 Flaschen wurde den Liebhabern getorften Whiskys gewidmet. Man beschritt einen bislang einzigartigen Weg, sodass sich der Germany N° 3 auch deutlich von der torfigen Dreifaltigkeits-Abfüllung unterscheidet.

Wie alle Säntis-Malt-Whiskys basiert auch der Säntis Malt Germany N°3 zu hundert Prozent auf Gerstenbasis. Klassisch reifte der Whisky 6 Jahre lang in traditionellen Eichenholz-Bierfässern aus Brauerei eigenem Bestand. Während seiner dreivierteljährigen Nachreifung in einem schottischen stark getorften Hogshead-Fass, der Loch Lomond Distillery Co. Ltd., konnte sich der Germany N° 3 aromatisch weiterentwickeln. Behutsam aus dem weichen Quellwasser des Alpsteingebirges und Gerstenmalz hergestellt, beeindruckt der Säntis Germany N° 3 mit Reinheit und hochwertiger Qualität. Das Gesamtergebnis ist als durchaus ungewöhnlich zu bezeichnen, denn einen derart rauchbetonten Säntis Malt hat es bislang noch nicht gegeben und es dürften schon einige Jahre vergehen, bis man wieder mit einer vergleichbaren Abfüllung aus Appenzell rechnen darf.

Tastingnotes:

  • Farbe: Dunkles Rotgold
  • Nase: Reife Früchte, Brombeer- und schwarze Johannisbeer-Aromen, Birnenschale und herbale Laubnoten, dezent mineralisch, darunter verbirgt sich eine leichte Raucharomatik, die sich fast fleischig wie bei Bacon mit Ahornsirup darstellt, aber auch etwas verkohltes Holz und Tabak zeigt.
  • Gaumen: Zunächst hauptsächlich herbal und im ersten Moment sogar etwas harzig, jetzt zeigen sich aber auch deutlich rauchige Qualm-Noten und warme Würzaromen mit etwas Wacholder, außer leicht bitter-süßen Zestennoten sind kaum mehr Fruchtaromen vorhanden.
  • Nachklang: Der Qualm wird zunehmend öliger, die Rauchnoten intensivieren sich sogar noch, und kleben wie dunkler Kakao am Gaumen.
  • Bemerkung: Der Widerspruch zwischen Nase und Gaumen ist sehr interessant. Während die Rauchnoten in der Nase nur diffus erkennbar sind, zeigen sie am Gaumen ihre dominante Seite.

Tasting notes: Julia Nourney, April 2018

Gewinner ist:

Axel Vollmer aus 52074 Aachen

3. Preis: Säntis Malt Edition Snow White V – Marillen–Finish

Ganz außergewöhnlich ist auch die Winter-Edition aus der Snow White Serie, der Säntis Malt Snow White V:

Der Säntis Malt Snow White V mit seinen 48 % Vol. reifte zunächst fünf Jahre in einem alten Eichenholz-Bierfass der Brauerei und erlangte mit dem sich anschließenden einjährigen Finish in einem Marillenbrand-Fass seine volle Fruchtigkeit. Der deutsche Markt erhielt 492 der abgefüllten 2.000 Flaschen des exklusiven Winter Whiskys.

Tastingnotes:

  • Farbe: Warmer Rotgoldton, sonnig
  • Nase: Zunächst ist der Whisky sehr weich in der Nase, zeigt reife Fruchtnoten und warme Würznoten, dabei ist die Marille bzw. Aprikose gar nicht so deutlich, es ist lediglich der Charakter einer Steinfrucht zu erkennen. Daneben kann man florale, fast pollenartige Noten wahrnehmen, viel Malz und eine leicht buttrig-sahnige Note. Mit etwas Luft und nachdem man das Whiskyglas in der Handinnenfläche etwas angewärmt hat, entwickelt sich langsam der typische Marillenton, zunächst nur die Schale, später aber auch reifes, fast teigiges Fruchtfleisch. Dabei bleibt der Whisky angenehm süss und malzig, dezent würzig und zeigt später sogar Aromen von frisch geriebener Tonkabohne. Nun hat er auch Dessert-Charakter, fast wie ‚Marille-Helene’ mit einer Milchschokoladen-Soße.
  • Gaumen: Am Gaumen ist der Whisky viel intensiver als in der Nase, aber auch frischfruchtiger und viel würziger. Hier schmeckt man die Marille sofort, obwohl sie gar nicht dominant ist. Ganz im Gegenteil, sie kooperiert sehr gut mit der Malzigkeit des Whiskys und gibt ihm eine sehr schöne Komplexität. Mit Verdünnung wird der Whisky etwas wachsig, deshalb würde ich empfehlen, ihn lieber in Originalstärke zu genießen
  • Nachklang: Bleibt sehr lange fruchtig und entwickelt dann eine leichte Pfeffrigkeit

Tasting notes: Julia Nourney, Oktober 2017

Und der Gewinner ist:

Petra Holzinger aus 3323 Neustadtl in Österreich

Sonnenuntergang über dem Alpstein. Bild: lukas schlagenhauf on Visualhunt.com / CC BY-ND

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner – die Preise werden von unserem Partner BSC in den nächsten Tagen versendet.

Wir bedanken uns bei allen, die wieder so zahlreich an unserem Gewinnspiel teilgenommen haben und gönnen uns eine kurze Verschnaufpause, bevor wir wieder mit einem neuen Gewinnspiel einstarten. Sie dürfen jetzt schon gespannt sein!

Bis dahin unsere besten Wünsche,

Ihr Team von Whiskyexperts