Freitag, 09. Januar 2026, 11:11:32

USA: Gesundheitsbehörde streicht empfohlene tägliche Höchstmenge an Alkohol aus Empfehlungen

Damit nähert man sich wieder den geltenden EU-Regeln an - über deren Konkretisierung man aber (vor allem in Bezug auf Krebs) nachdenkt

Die neuen Dietary Guidelines for Americans, 2025–2030 des US Department of Health verzichten in ihrem Teil, der sich mit Alkoholkonsum beschäftigt, auf eine Nennung von einer empfohlenen täglichen Höchstmenge von Alkohol. Bislang, so The Spirits Business, waren die angegebenen Empfehlungen bei zwei Drinks für Männer (44ml zu 40% vol.) und einem Drink für Frauen. Insgesamt ist man im Report wesentlich weniger konkret als bislang; man meint zwar, man solle für bessere Gesundheit weniger Alkohol konsumieren – Schwangere, Ex-Alkoholsüchtige und jene, die mit Alkohol interagierende Medikamente nehmen müssen, sollten auf Alkohol generell verzichten – aber will keine konkreten „vertretbaren“ Mengen mehr nennen.

Mehmet Oz, Leiter der Zentren für Medicare & Medicaid Services reagierte auf die Frage, warum man die Mengenrichtlinien entfernt habe:

„Alcohol is a social lubricant that brings people together. In the best-case scenario, I don’t think you should drink alcohol, but it does allow people an excuse to bond and socialise, and there’s probably nothing healthier than having a good time with friends in a safe way. …

But the general move away from two glasses for men, one glass for women – there was never really good data to support that quantity of alcohol consumption. That data was probably primarily confused with broader data about social connectedness.“

Übersetzt bedeutet das in etwa, dass Alkohol ein soziales Bindemittel ist, das Leute zusammenbringt und das Gemeinschaftliche gesundheitsfördernd sei. Dass man von der Empfehlung einer Höchstmenge wieder Abstand genommen habe, sei auch deshalb, weil es keine guten Daten dazu gäbe.

In der EU und im Vereinigten Königreich sind auf Alkoholikas nur eine Kennzeichnung, dass man in der Schwangerschaft nicht trinken soll und der Hinweis auf verantwortungsvollen Genuss aufgedruckt. Empfohlene Höchstmengen fehlen sowohl in Europa als auch in UK. Einzig und allein Irland hat ab 2028 strengere Regeln festgelegt, die auch auf die Krebsgefahr durch Alkohol hinweisen müssen. Ähnliche Vorschriften sind in Finnland, Schweden und Norwegen in Vorbereitung.

-Werbung-

Unsere Partner

Werbung

- Werbung -

Neueste Artikel

Werbung

- Werbung -