Der in Glasgow ansässige Whisky Blender und unabhängige Abfüller Hunter Laing, so berichtet heute Herald Scotland, konnte im letzten Geschäftsjahr 20 % weniger Gewinn erzielen. Zwar stieg der Umsatz ganz leicht an (von 6,4 Mio. £ auf £ 6,5 Mio. £), jedoch konnten nicht die gewünschten Margen erzielt werden.

Hunter Laing, geführt von Stewart Laing und seinen Söhnen Andreas und Scott und nicht zu verwechseln mit Douglas Laing, investierte im vergangenen Jahr allerdings auch in ein neues Lager in East Kilbride und in die erste eigene Brennerei Ardnahoe auf Islay (wir berichteten). Hier sollen die Arbeiten im Februar/März des nächsten Jahres beginnen. Und auch in den eigenen Whisky-Bestand wurde investiert. So wird der Wert der Lagerbestände auf 6,1 Mio. £ geschätzt, im letzten Jahr wurde dieser mit nur 4,8 Mio. £ taxiert.

Insgesamt bleibt Finanzdirektor David Armour recht entspannt. Der anstehende und noch nicht definierte Brexit bereite ihm zwar leichte Sorgen, der Verkauf in die USA und in den Fernen Osten sei wahrscheinlich höher als der nach Europa. Und obwohl Hunter Laing bereits ihren Whisky in mehr als 60 Länder exportieren, gibt es noch neue Märkte, die erschlossen werden, so zum Beispiel Südamerika.