Der Alkoholkonsum in Irland ist im Jahr 2025 um 2,1% im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, berichtet der jährliche Report der Drinks Industry Group of Ireland (DIGI) laut einem Artikel in The Spirits Business.
Im Vorjahr verbrauchten die Iren pro Kopf die Menge von 9,30 Litern Reinalkohl pro Jahr, wobei die meiste Menge auf Bier entfällt, nämlich 42,1%. Zweitpopulärste Kategorie bei alkoholischen Getränken ist Wein, an dritter Stelle folgen Spirits mit 22,4% – wobei dies die einzige Gruppe ist, die eine Steigerung verzeichnet, wenn auch nur um magere 0,2%.
Damit ist Irland in der Mitte der Verbrauchszahlen der EU: Zehn Nationen trinken mehr Alkohol, sieben weniger. Das dürfte 2001 noch ganz anders gewesen sein, als Irland 35,6% mehr Alkohol konsumierte als 2025. Damals war der Alkoholkonsum in Irland so hoch wie nie zuvor und niemals danach in den Zeiten genauerer Aufzeichnung.
DIGI fordert angesichts dieser Zahlen eine Senkung der Alkoholsteuer in Irland um 10%, da die Iren nach Finnland die höchsten Steuern auf alkoholische Getränke zahlen. Das sei weder für die Industrie noch für die Gastwirtschaften oder den Tourismus akzeptabel, so Donall O’Keefe, der Sekretär von DIGI:
“Today’s report demonstrates that Irish people continue to consume alcohol at levels in line with the European average. Despite this, Irish consumers are forced to pay one of the most punitive and unjust rates of excise tax on alcohol in the European Union.
“This policy increases cost pressures on both consumers and struggling small family-owned pubs and restaurants, during a prolonged period of economic turbulence. High excise rates also reduce our competitiveness in tourism and hospitality compared to our EU counterparts.”
Besonders für kleine Pubs, die keine Mahlzeiten servieren, könnte diese Steuersenkung überlebenswichtig sein, da sie von der seit 1. Juli wieder geltenden Mehrwertssteuersenkung auf 9% bei Essen nicht profitieren können.
















