Im Herbst vor dem Jahr, als Ardbeg seinen Galileo als Special Edition zum Ardbeg Day veröffentlichte, hatte die Destillerie eine Phiole ihres Whiskys ins Weltall zur ISS bringen lassen (Oktober 2011), damit dieser einige Zeit lang in der Schwerelosigkeit verbringen konnte. Diese Phiole ist in diesem Jahr wieder zur Erde zurückgekehrt – und Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling bei Ardbeg, hat diesen Whisky verkostet, berichtet The Scotsman (der Artikel kann für Vielleser dort hinter einer Paywall verschwinden).

Schmeckt Ardbeg aus dem Weltall anders? Definitiv, meint Bull Lumsden, die Rauchigkeit des Whiskys hat sich intensiviert, und er ist komplexer als erwartet geworden.

Charles MacLean, Whisky Expert;Jeffrey Manber, NanoRacks CEO and Dr Bill Lumsden, Ardbeg Director of Distilling & Whisky Creation, ,it dem Sample
Charles MacLean, Whisky Experte, Jeffrey Manber, NanoRacks CEO und Dr. Bill Lumsden, Ardbeg Director of Distilling & Whisky Creation, mit dem Sample

Im Artikel wird auch erwähnt, wie das Experiment lief: Die Philoe war in zwei Hälften geteilt – eine mit Spirit, eine mit Eichenspänen von Fässern. Auf der ISS wurde dann von Astronauten die Trennschicht in der Phiole entfernt, sodass die Reifephase einsetzen konnte. Zeitgleich wurde auf der Erde eine gleiche Phiole benutzt, um so die Unterschiede feststellen zu können.

Laut Bill Lumsden hat das Experiment durchaus praktische Auswirkungen auf die Whiskyindustrie – es soll laut ihm die bessere Vorhersage der Geschmackskomponenten durch die genauere Bestimmung der Holzextraktion möglich machen.

Update: Das White Paper von Dr. Bill Lumsden über die Experimente können Sie hier als PDF herunterladen.