Unsere erste Meldung des Tages beschäftigt sich mit zwei Kriminalfällen, die mit Whisky zu tun haben und zeigen, dass der Sekundärmarkt ein recht glattes Parkett sein kann, wenn man ihn ohne genügend Fachkenntnis betritt. Denn oft hilft nur der Zufall, Fälschungen zu entdecken…

In Japan sind gestern zwei Angestellte eines Antiquitätengeschäfts in Tokio verhaftet worden, weil sie gefälschte Flaschen des begehrten Hibiki 30yo verkauften, berichtet Forbes heute. Flaschen wie Verpackung waren zwar echt, der Inhalt der Flaschen aber nicht.

Der Schwindel flog nur deshalb auf, weil einer der Käufer die Flasche öffnete und am Geschmack erkannte, dass es sich beim Whisky nicht um den in Sammlerkreisen um 3000 bis 4000 Dollar gehandelten Hibiki 30yo handelte. Gekauft hatte er die Flasche zum halben Marktpreis. Die beiden Verdächtigen bestreiten die Tat übrigens.

Auf der Flucht hingegen befindet sich der Fälscher jener alten Whiskys, die Anfang des Jahres bei Recherchen eines Auktionshauses entdeckt wurden (wir berichteten hier darüber). Der 41-jährige Mann, in dessen Haus man eine regelrechte Fälscherwerkstatt fand, wurde zwar von Scotland Yard im Zuge der Ermittungen verhaftet, dann aber gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. The Spirits Business hat nun erfahren, dass er gegen die Kautionsauflagen verstoßen hat und untergetaucht ist. Die Behörden sind sich aber recht sicher, dass sie seiner habhaft werden können und der Prozess über die Bühne gehen kann.

(Titelbild: Beam Suntory)