Donnerstag, 01. Oktober 2020, 19:14:47

Wie man Whiskyfälschungen erkennen kann

Forscher der Universität von St. Andrews entwickeln hierfür eine Methode, ohne dass die Flasche geöffnet werden muss

Wee Beastie AUT

In den letzten Jahren wuchs der sogenannte Whisky-Sekundärmarkt rasant. Der Handel mit seltenen und gesuchten Abfüllungen aus vergangenen Zeiten präsentierte regelmäßige neue Rekordzahlen. Doch wo viel Geld verdient werden kann, ist für manche der Weg zum Betrug scheinbar nicht weit. Immer wieder mussten wir auch über Whiskyfälschungen berichten. So waren zum Beispiel bei einem Testkauf des Scottish Universities Environmental Research Centre (SUERC) im Dezember 2018 von den 55 Flaschen alten schottischen Single Malts 21 schlicht und ergreifend Fälschungen (wir berichteten).

Bereits im Mai 2013 stellte ein Team der Universität von St. Andrews eine sichere Methode vor, mit der sie mittels Laser gepanschte oder giftige Whiskys erkennen konnten (wir berichteten ebenfalls). Diese Methode hatte, aus Sammlersicht, nur einen deutlichen und entscheidenden Haken: Die Flasche musste geöffnet werden, erst dann konnte die Echtheit des Whisky überprüft werden. Bei einem sich noch in einer Flasche befindenden Whisky funktionierte diese Methode nicht. Bestand dieser die Prüfung, war sein Wert allerdings aufgrund der geöffneten Flasche sehr deutlich vermindert.

Eine Gruppe der Universität von St. Andrews, die Postdoktoranden Holly Fleming, Mingzhou Chen und Graham Bruce unter der Leitung von Professor Kishan Dholakia, entwickelte nun eine neue Methode zur genauen Messung des Flascheninhalts. Jetzt ist es ihnen gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem sie den Inhalt einer Flasche bewerten können, ohne diese zu öffnen. Anstatt die Flasche mit einem Standard-Laserstrahl zu beleuchten, formte das Team das Licht mit einem Glaselement, um einen Laserlichtring auf der Flaschenoberfläche und einen eng fokussierten Punkt im Flüssigkeitsinhalt zu erzeugen. Da sich das Signal von der Flasche und das Signal von der Flüssigkeit an unterschiedlichen Positionen befinden, kann ein Detektor platziert werden, um nur das Signal von der Flüssigkeit aufzuzeichnen. So stellt Universität von St. Andrews das Ergebnis dieses Teams dar. Wer es noch genauer wissen möchte: Ihre Arbeit „Through-bottle whisky sensing and classification using Raman spectroscopy in an axicon-based backscattering configuration“ ist unter https://pubs.rsc.org veröffentlicht.

von Kotivalo (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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