AUf Zuschauerwunsch verkostet Ralfy in seinem neuesten Video einen getorften Bunnahabhain, der gerade einmal vier Jahre alt ist und satte 59.2% Alkohol mit sich führt. Jung, knackig, torfig, Islay – eine Kombination, die schon des Öfteren Freude bereiten konnte – ob es dem Bunnahabhain des unabhängigen Abfüllers GoodSpirits aus Glasgow auch gelingt?
Nun, wenn man sich die Punktewertung ansieht, die Ralfy diesmal vergibt, dann: schon, ja. 84 Punkte sind bei Ralfy ein gutes, wenn auch nicht überragendes Ergebnis, aber für so einen Jüngling ist das eigentlich recht passabel. Wirklich aussagekräftig ist aber sein erster Schluck bei ca. 6:20 🙂 – das sollte man gesehen haben.
Auch um New Make geht es in dem gut 17 Minuten langen Video, das Sie auf Youtube oder bei uns sehen können – und das wie immer sehr interessant und unterhaltsam zugleich ist…
Auch heute wollen wir Sie wieder mit einer Fotostrecke zu einer Destillerie mitnehmen, und zwar zu einer, die nicht in Betrieb ist und erst in den kommenden Monaten und Jahren wieder neu errichtet wird: Port Ellen. Auch wenn der Name bleibt, so wird die neue Port Ellen Destillerie auf Islay doch mangels der alten Ausrüstung de facto ein Neubau – im Unterschied von Brora, wo man auf bestehendes Equipment zurückgreifen kann.
Unser Leser Juri Stiehl war kürzlich auf Islay und im namensgebenden Ort Port Ellen, um von dort einige Bilder der Mälzerei, die viele der auf Islay ansässigen Brennereien beliefert, und den Lagerhäusern von Port Ellen, die alle noch erhalten sind, mitzubringen. Auch das Gelände der Brennerei hat er aufgenommen, aber dort hat sich seit der Ankündigung der Wiederbelebung nichts getan. Nur der Zahn der Zeit nagt an den Gebäuden.
Ardbeg Twenty Something 22yo
Islay Single Malt
46,4 % Vol. Alkohol
Originalabfüllung für Committee-Members
Sample: Moët-Hennessy
Verkoster: Bernhard Rems
Knapp ein Jahr nach dem Erscheinen des Ardbeg Twenty Something 23yo im Vorjahr können sich Committee-Mitglieder wieder auf eine neue Sonderabfüllung aus der Serie alter Ardbegs freuen. Der Ardbeg Twenty Something 22yo ist ein Jahr jünger als der von 2017, etwas stärker abgefüllt (46.4% Alkohol) und im Preis unverändert (480 Euro). Wir haben ihn wieder verkostet:
Nase: Ein Potpourri aus exotischen Früchten mit leichten zitronigen Untertönen einer Karambolfrucht (Sternfrucht) und dem Hauch der Frische von Piniennadeln, eingebettet in sanfte Rauchtöne mit leichtem Teer und etwas Asche, aber ohne jeden Druck. Abgerundet wird der Eindruck durch den Anklang frisch gemähten Grases und dem weichen Duft von Vanillezucker sowie etwas Malzigkeit.
Gaumen: Im ersten Mundmoment fast alkohollose Süße, dann drängt sich eine grüne Apfelnote in den Vordergrund, wieder diese subtile Frische von Piniennadeln dazu, alles bleibt sanft und dezent, umhüllt von vanilliger Weichheit und dem Mundgefühl von Butterkaramell, bevor sich etwas Nelke und Pfeffernoten einfinden und den leisen Rauch etwas mehr zur Geltung bringen, aber noch immer ist er eher dezent und die anderen Töne tragend.
Finish: An den Zungenrändern ein langes salziges Gefühl, am Gaumen bleibt das vorher Beschriebene mit etwas mehr Minznoten. Langes Finale, das dazu auffordert, das eben Erlebte mit einem neuen Schluck zu wiederholen und zu vertiefen.
Alles in allem: Der Preis eines Whiskys setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Der Qualität, der Seltenheit und wohl auch dem Image der Brennerei/Marke. Der Wert hingegen ist nur vom Begehren abhängig, das er aus der Kombination der drei oben genannten Eigenschaften im potentiellen Besitzer zu erwecken vermag. Mit seiner im Subtilen liegenden Qualität kann er hier einen deutlichen Sog ausüben, und mit dem daraus und den mitschwingenden Destilleriecharakteristiken entstehenden Genuss fraglos ebenfalls – zumindest auf den Verkoster. Ein mögbarer, weil nuancierter und – wie schon sein Vorläufer – in seiner Zurückhaltung interessanter Whisky ist da im Glas, der einen schönen Kontrapunkt zu den plakativen Whiskys der Jetztzeit setzt. Wer die lauten Raucher liebt, wird enttäuscht sein, wer seinen Gefallen an den alten, gereiften und sich in der Rauchigkeit zurückgenommen habenden Islay-Whiskys findet, der wird seine Freude daran haben.
Ob der Ardbeg Twenty Something 22yo sein Geld wert ist, muss wohl jeder für sich entscheiden, denn das hängt klarerweise von den finanziellen Möglichkeiten ab – und davon, wie sehr man ihn – aus welchen Gründen auch immer, die niemand als man selbst bewerten kann und soll – sein eigen nennen will. Wert, getrunken zu werden, ist er in unseren Augen allemal.
Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Einer der besten Whiskys, was das Verhältnis von Alter zu Qualität angeht, so bezeichnet Serge Valentin den neuen Talisker 8yo aus den Special Releases von Diageo – und gibt ihm die höchste Punktewertung in der Vergleichsverkostung von drei relativ jungen Abfüllungen aus der Brennerei auf der Isle of Skye.
Mit im Boot noch eine Distiller’s Edition aus dem Jahr 2014 und ein achtjähriger Talisker von Douglas Laing, die beide ebenfalls gut bewertet werden, aber dem neuen Talisker 8yo in der Originalabfüllung nicht das Wasser reichen können.
Hier also die Kandidaten der Verkostung und ihre Punktewertungen:
Talisker 2003/2014 ‚Distillers Edition‘ (45.8%, OB, TD-S: 5QC): 85 Punkte
Talisker 8 yo 2009/2018 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, cask # 12364, 393 bottles): 84 Punkte
Talisker 8 yo 2009/2018 (59.4%, OB, Special Release, first fill American oak hogsheads, 4,680 bottles): 91 Punkte
Immer wieder verfolgen wir, wie Angebote auf dem Sekundärmarkt auftauchen, deren Echtheit zumindest in Frage zu stellen ist. Der boomende Whiskymarkt bringt natürlich auch Menschen aufs Tapet, die schnell und unseriös damit Geld verdienen wollen.
Gefälschte Whiskys sind in der Tat ein Problem für Genießer, die sich hin und wieder einmal auch etwas aus der Whiskyvergangenheit zulegen wollen. Wenns dann auf den ersten Blick günstig erscheint, mag man manchmal die gebotene Vorsicht vergessen und trotz unbekannter Quelle zuschlagen.
Natürlich kann man sich nicht durch das Lesen eines Artikels plötzlich zum Experten für das Erkennen gefälschter Whiskys mausern, aber einige praktische Tipps und Anhaltspunkte kann man dem ausführlichen Beitrag „Is Your Rare Whisky a Fake?“ in Robb Report entnehmen, der sich unter anderem auf zwei Merkmale konzentriert, anhand dessen man gefälschte Ware mit etwas Erfahrung gut erkennen kann: Korken und Kapsel.
Aber auch sonst steckt der bereits Ende September erschienene Artikel voller nützlicher Informationen, sodass wir Ihnen die Lektüre wärmstens ans Herz legen.
In einem Monat werden wir 100, und natürlich haben wir – sozusagen als weiteren Pflasterstein auf der Straße zum Jubiläum – wieder für Sie unsere Rubrik „Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche“ vorbereitet. Darin stellen wir Ihnen wie jede Woche Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ vor, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden – heute übrigens mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Islay-Whiskys.
Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre. Hier aber die Beiträge von heute:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Unser heutiges Sonntagsvideo entführt sie auf die Isle of Arran im Südwesten Schottlands, Heimat der gleichnamigen Destillerie. Drohnenaufnahmen, veröffentlicht von Billbrook Studios, zeigen die landschaftliche Schönheit der Insel in ruhigen, schönen Aufnahmen. Entstanden sind sie während eines fünftägigen Besuchs.
Aufgenommen wurde das knapp über vier Minuten lange Video mit einer Mavic Pro, unterlegt mit der Musik „Roaming Free“ von Tristan Barton.
Wir wünschen Ihnen wie immer viel Vergnügen mit dem Video, entweder obenstehend oder auf Youtube – und einen schönen Sonntag. Etwas später bringen wir für Sie dann, auch das hat am Sonntag bereits Tradition, eine Übersicht über Videoverkostungen deutscher Vlogger. Freuen Sie sich darauf!
Dreizehn Wochen lang gibt es sie nun schon, unsere Rubrik „Fremde Federn“. Sie stellt Ihnen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür) – heute in der zwölften Woche. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben, diesmal ein ganzes Dutzend:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Bei Angus ist heute in seinem Tasting auf Whiskyfun, wo er die Samstagsvertretung von Serge Valentin übernimmt, wieder einmal Pärchenbildung zu beobachten: Jeweils zwei Abfüllungen einer Brennerei treten gemeinsam (oder gegeneinander) an – und den Cladach, jenen Blended Malt aus den Special Release, den auch Serge unlängst verkostet und für gut befunden hat, hat er auch dabei. Ansonsten gibt es auf dem Menü Craigellachie, Glen Ord, Ben Nevis, Longmorn und Ardbeg.
Apropos Ardbeg: Mit dabei auch der Ardbeg Twenty Something 23yo, der Vorgänger des Ardbeg Twenty Something 22yo ist, der am Montag in den Verkauf kommt – er teilt sich mit einem Ben Nevis den Tagessieg mit 91 Punkten.
Hier aber die gesamten Abfüllungen, die in der Verkostung zu finden sind:
Craigellachie 2005/2018 12 yo (55.9%, Berry Brothers for The Whisky Shop Dufftown, cask #900275): 87 Punkte
Craigellachie 14 yo 2002/2017 (57.6%, Scotch Malt Whisky Society, #44.78 ‘Peek-a-boo’, bourbon hogshead/virgin oak hogshead, 276 bottles): 76 Punkte
Glen Ord 12 yo 2006/2018 (58.3%, Thompson Bros, finished in a 100 litre Koval bourbon cask for 6 months, 144 bottles): 82 Punkte
Glen Ord 21 yo 1996/2017 (55.7%, Cadenhead Authentic Collection, hogshead, 252 bottles): 90 Punkte
Ben Nevis 20 yo 1997/2018 (54.6%, Berry Brothers, cask #85, butt): 90 Punkte
Ben Nevis 27 yo 1990/2018 (58.4%, Scoma 40th Anniversary, bourbon, cask #1368, 317 bottles): 91 Punkte
Longmorn 27 yo 1990/2018 (58.1%, Scotch Malt Whisky Society, #7.185 ‘Sweet, smooth s’more’, refill hogshead, 150 bottles): 90 Punkte
Longmorn 30 yo 1985 (54.0%, Scotch Malt Whisky Society, #7.128 ‘A sonata of sapidity’, refill hogshead, 72 bottles): 91 Punkte
Ardbeg 23 yo ‘Twenty Something‘ (46.3%, OB, 2017): 91 Punkte
Ardbeg 23 yo 1994/2017 (56.0%, Private Bottling, sherry hogshead, cask #1048): 90 Punkte
Cladach (57.1%, OB, Special Releases, blended malt, 2018): 86 Punkte
Highland Park befindet sich im Moment offenbar in einer Art Sondereditionen-Lauf: Wieder einmal kann man der us-amerikanischen TTB-Datenbank eine Sonderabfüllung der Orkney-Destillerie finden, und zwar den Highland Park Twisted Tattoo.
Dabei handelt es sich um einen 16-jährigen Single Malt, der mit 46.7% abgefüllt wurde. Eine Hintergrundgeschichte zur Abfüllung oder nähere Angaben zur Fassauswahl sucht man auf dem Label vergeblich, dafür kann man auf der Rückseite die Tasting Notes lesen: Süße Vanille, sonnengereifte Pfirsiche, Rotwein und leichter Torfrauch.
Dass der Whisky ungefärbt in die Flasche kam, kann man ebenfalls dem Etikett entnehmen, und indirekt auch, dass er nicht kühlfiltriert wurde, denn ab 46.3% Alkohol ist dieser Vorgang, der die Trübung des Whiskys bei Abkühlung verhindern soll, nicht mehr nötig. Und aus den Tasting Notes könnte man auch vermuten, dass wir es hier mit einer Abfüllung aus dem Weinfass zu tun haben. Mehr erfahren wir wohl erst, wenn der Whisky tatsächlich erscheint (wann und ob er es auch bei uns tut, bleibt abzuwarten).
Hier auf jeden Fall einmal die Etiketten für Sie:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Es sind die Kernmarken von William Grant & Sons, die dem Familienunternehmen und Schottland wertvollstem Getränkekonzern ein sattes Gewinnwachstum um 12,6% nach Steuern bescherten – und zwar auf 250 Millionen Pfund: und unter den Whiskymarken ist es vor allem Glenfiddich, die als Gewinnmotor fungiert. Bei William Grant & Sons führt man das auch darauf zurück, dass man mit Sonderausgaben wie Winter Storm und anderen Projekten in den Experimental Series neue Käuferschichten an Whisky heranführen konnte.
Gewinnbringer Nummer zwei in diesem Segment, und im Artikel von The Spirits Business ausdrücklich genannt, ist The Balvenie.
Auch das zweite Standbein, Hendrick’s Gin, konnte zum positiven Gesamtergebnis im Jahr 2017 (die Zahlen dafür kamen erst jetzt) beitragen.
Der Umsatz des Unternehmen betrug im Jahr 2017 1,19 Milliarden Pfund.
Ein neuer Whisky, ein Single Grain aus der Destillerie Invergordon ist heute vom unabhängigen Abfüller Douglas Laing aus Glasgow angekündigt worden. Der Douglas Laing Private Stock Invergordon 44yo wurde anlässlich des 70jährigen Firmenjubiläums abgefüllt und ist auf nur 120 Flaschen begrenzt. Der mit 42.2% Alkohol abgefüllte Single Grain soll am Gaumen nach Marzipan, geschmolzener Butter, Karamell, Mandeln und süßer Würzigkeit schmecken.
Wer eine der 120 Flaschen um 295 Britische Pund plus Porto erwerben will, sollte das über eine Bestellung auf dieser Seite tun – nach 120 Flaschen ist definitiv Ende.
Hier noch die offiziellen Tasting Notes:
On the nose, milk chocolate biscuits develop to creamy cereal, dried apricots and honeycomb. The palate brings marzipan initially followed by melted butter, caramel, almonds and a sweet spiciness. The finish is long with freshly ground nutmeg, vanilla poached pears and mature oak.
Vom deutschen Importeur Bremer Spirituosen Kontor sind wir über eine neue Abfüllung von Säntis Malt aus der Schweiz informiert worden: Der Säntis Malt Edition Snow White VI bietet ein außergewöhnliches Orangen-Finish und ist ab sofort im Fachhandel erhältlich. Zusätzlich gibt es aber die offiziellen Tasting Notes am Ende des Pressetextes:
Säntis Malt bringt eine neue limitierte Winter-Edition auf den Markt
Säntis Malt Edition Snow White VI mit Orangen-Finish
Die Destillerie der Schweizer Brauerei Locher AG bringt nun zum sechsten Mal ihre Winter-Edition, den Säntis Malt Snow White VI, auf den Markt. Die Kombination von Appenzeller Single Malt und einer fruchtbetonten Nachreifung hat in den letzten Jahren schon für viele hoch-aromatische Momente gesorgt. Auch in diesem Jahr wurde eine limitierte Menge Säntis Malt nach der klassischen Bierfassreifung in außergewöhnliche und einzeln selektierte Fässer gefüllt.
Die Suche nach geeigneten Fässern führte in diesem Jahr nach Frankreich. Neben Cognac, Armagnac und Calvados ist das Land vor allem für seine Cognac-basierten Orangenliköre mit dem Namenszusatz „Cordon Rouge“ bekannt. Der Snow White VI reifte fünf Jahre in alten Eichenholz-Bierfässern der Brauerei und erhielt ein einjähriges Finish in eben diesen Orangenlikör-Fässern. Durch ständige Überwachung der Nachreifung erhielt der Malt feine Noten vom Orangenlikör ohne von davon dominiert zu werden. Ein angenehmes wärmendes Gefühl von Sommer in der nahenden kalten Jahreszeit.
Der Appenzeller Grafiker Philip Broger ließ sich bei der Gestaltung der Flaschenausstattung von den winterlichen, mystischen Sternenbildern von Perseus und Andromeda über dem Schweizer Seealpsee inspirieren und macht diese Edition zu einem Hingucker.
Seit dieser Woche stehen dem deutschen Spirituosen-Fachhandel 492 der 2.000 abgefüllten und nummerierten Flaschen des Säntis Malt Snow White VI mit Orangen-Finish zur Verfügung.
Verkostungsnotizen von Julia Nourney:
Farbe: Bernstein mit orangefarbenen Reflexen
Nase: Reife Fruchtaromen, vorwiegend Äpfel, getrocknete Birnen und Zesten von süßen Orangen, cremig und sahnig, Orangenmilch mit etwas Holzeinfluss, dezent floral mit zarten Lavendel-Aromen, der Geruch erinnert an einen Sommertag am Strand, man hat förmlich den warmen Sand und die Sonnencreme vor Augen.
Gaumen: Intensive, reiffruchtige Aromen, darunter sind auch Orangen, die jedoch nicht dominant sind und sich vorwiegend von der Zestenseite zeigen, den Unterbau bildet Malz mit mittleren Röst- und weichen Würznoten, auch am Gaumen zeigt sich wieder die leicht kampfer-artige Lavendel-Aromatik, jetzt ist aber auch eine Holzstruktur mit Tanninen erkennbar, dabei ist es schwierig zu sagen, ob die dezenten Bitternoten eher von den Zesten oder vom Holz stammen.
Nachklang: Wärmend und würzig, der Whisky ist nun gar nicht mehr so fruchtig, es sind hauptsächlich Zestenaromen, die ölig am Gaumen kleben bleiben.
Bemerkung: Der die Orangen-Destillat-Fässer haben dem Whisky ihren Stempel aufgedrückt, beherrschen ihn aber nicht. Eine wahrhaft gelungene Kombination!
Säntis Malt Snow White VI in der 0,5-Liter-Flasche, 48,0 % Vol.; UVP 63,99 Euro
Vier unabhängige Abfüllungen aus der Destillerie Springbank durften sich heute bei Serge einer genaueren geschmacklichen Prüfung unterziehen lassen. In der Regel kommen dabei recht hohe Bewertungen heraus, und auch die heutige Session macht dabei keine Ausnahme.
Von 85 bis 91 Punkte reicht heute die Bandbreite, am Ende der Skala (und damit immer noch sehr gut bewertet) steht ein Bottling von Murray McDavid, ganz vorne ein 22 Jahre alter Springbank von The Bottlers.
Wie immer liegt die Würze im Detail und damit in den schriftlichen Notizen von Serge, die Sie hinter unserem Link nachlesen können.
Hier aber erst einmal die Wertungen der Verkostung:
Springbank 20 yo 1998/2018 (48%, ALOS, sherry, 248 bottles): 87 Punkte
Springbank 22 yo 1993/2015 (51.9%, The Bottlers, refill sherry hogshead, cask #227): 91 Punkte
Springbank 23 yo 1992 (52.2%, The Whisky Exchange, Masterpieces): 87 Punkte
Springbank 19 yo 1991/2011 (56.1%, Murray McDavid, Mission Gold, refill sherry, 559 bottles): 85 Punkte
Springbank. Bild (c) ALexandra Kreutz, Genuss am Gaumen