PR: Douglas Laing stellt Big Peat’s Pals Edition für Feis Ile 2019 vor

Aus Glasgow von Douglas Laing erreicht uns die Ankündigung der Big Peat’s Limited Edition „Big Peat’s Pals“ zum Feis Ile 2019. Die Packung zeigt die Gesichter von 400 Freunden von Big Peat weltweit – darunter natürlich auch einige unserer Leser. Alles Wissenswerte zu dieser limitierten Abfüllung können Sie der untenstehenden Presseaussendung entnehmen:


DOUGLAS LAING ANNOUNCES “BIG PEAT’S PALS” EDITION FOR FEIS ILE 2019

Douglas Laing & Co., leading independent Scotch Whisky firm, today announces Big Peat’s Limited Edition for Feis Ile, Islay’s Annual Festival of Malt and Music.

The innovative packaging for the commemorative bottling features the faces of 400 of Big Peat’s “pals” from all over the world, after fans of the brand were invited to submit their selfies via an online competition.

The specialist spirit within is a unique batch of the cult Islay Whisky, carrying a marriage of Single Malts distilled at Ardbeg, Bowmore, Caol Ila and even the long-closed Port Ellen distillery, amongst others.

2019 marks 10 years since the launch of Big Peat, and the Douglas Laing team plan to celebrate with an online “birthday party” themed tasting. Hosted on Big Peat’s Facebook profile during the Feis Ile Festival in late May, selected members of the community will be invited to join a virtual masterclass and enjoy samples of the classic Big Peat recipe, the new Feis Ile release, his recent 10 Years Old Limited Edition, and the oldest ever bottling released to date, the 26 Years Old “Platinum” Edition.

Commenting on the release, Cara Laing (Director of Whisky and third generation in the family business) said:

“By marrying together a fine selection of our preferred Single Malts, only from Islay, we truly believe we have created the ultimate taste of Islay in Big Peat. His latest limited edition, the Feis Ile 2019 release, pays homage to his friends the world over, over 400 of whom feature proudly on the gift tube. This year, we celebrate 10 years since my father dreamt up Big Peat, and our extensive plans will ensure our Big Islay Pal celebrates in style all over the world!“

In line with the family philosophy, Big Peat’s Pals Feis Ile 2019 Limited Edition is not chill filtered, offered without colouring, and bottled at high alcohol strength of 48%. Just 3300 bottles will be available globally. Further details of Big Peat’s online birthday party will be announced on his Facebook page.

Video: Ralfy verkostet White Horse Blend, ca. 1970 (Review #771)

Dass alte Blends herausragend gute Whiskys sein können, brauchen wir erfahrenen Whiskyfreunden nicht extra zu erzählen. Und so sollte es auch nicht weiter verwundern, dass im neuesten Video von Ralfy, in dem es um einen zwar noch nicht wirklich antiken, aber schon etwas älteren White Horse Blended Whisky geht, dieser Blend aus den 70er Jahren eine recht beachtliche Wertung bekommt.

White Horse ist bekannt dafür, dass einer der Hauptbestandteile des Blends Single malt aus Lagavulin war – und Lagavulin aus früheren Zeiten genießt nicht zu Unrecht einen hervorragenden Ruf. Das gilt auch für die White Horse Blends aus dieser Zeit.

Ralfy gibt dem Blend 90 Punkte und sagt, dass er ohne Probleme mit Single Malts mithalten kann. Und er gibt den Rat, solche alten Blends, auch wenn sie oft recht unspektakulär aussehen, nicht zu übersehen – darunter befinden sich wahre Schätze, die man mit etwas Übung erkennen kann und die es wert sind, getrunken zu werden. Ein Ratschlag, dem wir uns nur anschließen können. 

Sehen Sie das 16 Minuten lange Video obenstehend oder auf Youtube.

Serge verkostet: Glendronach, drei Standards

Der Name Glendronach und die Gattung „Whisky aus Sherryfässern“ gehören untrennbar zusammen. So mache dunkelschwarze Sherrybombe hat uns die Highland-Destillerie, die nun im Besitz von Brown-Forman und unter der Fürsorge von Master Distiller Rachel Barrie steht, bereits beschert, und auch weil die Flut an Einzelfassabfüllungen aus der Brennerei mittlerweile abgeebbt ist, wendet sich der Whiskyfreund wieder vermehrt den Standards zu.

Drei davon hat Serge Valentin heute verkostet, und zwar den neuen, weil nun tatsächlich 15 Jahre alten Glendronach 15yo Revival (früher war er wegen einer Produktionspause der Brennerei älter als angegeben, da es de facto keine 15 Jahre alten Fässer gab), den Batch #7 der Cask Strength Serie und den Parliament, der 21 Jahre alt ist. Der Parliament ging dabei als eindeutiger Sieger hervor, mit einem überraschend abgeschlagenen Cask Strength Batch #7.

Hier die Wertungen der Verkostung von heute:

  • GlenDronach 15 yo ‘Revival’ (46%, OB, 2018): 81 Punkte
  • GlenDronach ‘Cask Strength’ (55.3%, OB, batch 7, 2018): 74 Punkte
  • GlenDronach 21 yo ‘Parliament’ (48%, OB, +/-2018): 86 Punkte

Und natürlich haben wir auch wieder einige Bilder zur Brennerei für Sie vorbereitet:

Glendronach. Bild © Lydia Frontczak
Glendronach. Bild © Lydia Frontczak
Glendronach. Bild © Lydia Frontczak
Glendronach. Bild © Lydia Frontczak

Absturz: The Macallan – „Make the Call“-Werbevideo in UK verboten

Wenn Sie unseren Artikel aus dem November des Vorjahres unter dem Titel „Video: Neue Kampagne von The Macallan – Make The Call“ aufrufen, bekommen Sie kein Video mehr zu sehen. Der von der Agentur J Walter Thompson konzipierte Clip ist vom Netz genommen – und das hat seinen Grund.

Wie die BBC heute in einem Artikel berichtet, ist das der Werbespot der Kampagne, der einen Mann zeigt, der sich von einer hohen Klippe stürzt und dem dann Flügel wachsen, von der Advertising Standards Authority (ASA) in London als „unverantwortlich“ gebrandmarkt und danach verboten worden. Der Film erinnere an den gefährlichen Sport des Basejumping und könnte Zuseher zu riskantem Verhalten auffordern.

Hier drei Statements der Behörde dazu im Originalton.

„We noted that at that point in the ads, there was no suggestion that the male character had any super-human attributes or powers, or that he was part of a mythical world“

„In that context, we considered that the act of jumping off the cliff was very dangerous, potentially fatal, and consisted of extreme risk-taking behaviour.“

 „Although the character was not seen consuming alcohol at any point, we considered the ads made a clear association between an alcoholic product and potentially very dangerous, daring behaviour and concluded that they were irresponsible.“

Übersetzt in etwa: 

Im Werbespot sahen wir keine Anzeichen dafür, dass der Hauptdarsteller am Anfang als Teil einer mythischen Welt oder als Superheld dargestellt wurde. Daher hielten wir das Springen von der Klippe für einen sehr gefährlichen, eventuell tödlichen Akt, der ein propagierte, übermäßige Risiken einzugehen. Auch wenn der Darsteller nicht dabei gesehen wurde, Alkohol zu konsumieren, stellt die Werbung für uns doch eine klare Verbindung zwischen der Bereitschaft, Risiko einzugehen und unverantwortliche Dinge zu tun und Alkoholkonsum dar.

Insgesamt gingen sechs Beschwerden bei der ASA über den Spot ein, die daraufhin die Werbung überprüfte und danach das Verbot aussprach. Besonders flink war man dabei eher nicht, denn das Verbot kam erst nach der ersten Phase der Werbekampagne und damit nach Ende der aktiven Ausstrahlung des Werbespots. Bei Macallan versprach man, die Empfehlungen der Advertising Standards Authority in den zweiten Teil der Kampagne einfließen zu lassen.

Neu in Deutschland: Ben Nevis 10yo Cask Strength und Dufftown 2008 Pomerol Finish (BB&R)

Über zwei Neuheiten für Deutschland können wir heute zum Tagesbeginn berichten – beides sind offizielle Importe, die Kirsch Whisky für Whiskygenießer nach Deutschland bringt. Bei einem Whisky handelt es sich um den fassstarken Ben Nevis 10yo, der zweite ist ein Bottling des unabhängigen Abfüllers Berry Bros & Rudd aus London. Die exakten Preise der beiden Abfüllungen sind uns nicht bekannt.

Nachfolgend mehr Details zu den Whiskys; die Beschreibungen und Daten dazu stammen aus der Feder des Importeurs:


Ben Nevis 10 y.o. Cask Strength Batch #1

Diese limitierte Abfüllung aus der Ben Nevis Destillerie stammt aus 1st Fill Bourbon-, Sherry- & Weinfässern. Destilliert in 2008, reifte der Whisky 10 Jahre in den verschiedenen Fässern. In der Nase überraschend mild, wenn man den hohen Alkoholgehalt beachtet. Frische- & getrocknete Früchte, ein leichter Anklang von Aromaöl und etwas gehobeltes Hartholz. Beim Trinken hat der Ben Nevis eine angenehme Textur mit einer leichten Süße, die in eine trockenen, würzigen Abgang übergeht. Am Ende bleibt eine schwache Fondant-Note. Mit etwas Wasser öffnet sich dieser Whisky wunderbar, das Geschmacksprofil wird hier nun durch etwas Sichuan Pfeffer und Ingwer erweitert. In Allem eine lebhafte und exotische Abfüllung aus der Destillerie am Fuße des Ben Nevis.

Infos zur Abfüllung:

Dest. 2008
Abgef. 2018
10 y.o.
Gereift in:

  • 1st Fill Bourbon Casks
  • 1st Fill Sherry Casks
  • 1st Fill Wine Cask

62,4 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

 

Speysider mit Pomerol Wine Cask Finish von Berry Bro’s & Rudd

Bei Berry Bro’s & Rudd liegt der Schwerpunkt trotz der Vielfalt an Spirituosen noch immer auf Whisky: Aushängeschild ist die Speyside-Destillerie Glenrothes mit ihren preisgekrönten Single Malt Whiskys. Unter eigenem Label vertreiben Berry Bros. & Rudd daneben wechselnde unabhängige Whisky-Abfüllungen, darunter ausgewählte Blends und rare Single Cask-Editionen

Aus der Dufftown Destillerie stammt diese schöne Abfüllung mit einem Pomerol Wine Cask Finish. Der  fruchtige und vollmundige Whisky aus der Speyside überzeugt durch eine cremiges Mundgefühl mit Noten von Beeren und süßer Kirsche.

Infos zur Abfüllung:

Dest. 2008
Abgef. 2019
10 y.o.
Pomerol Wine Cask Finish
55,5 % vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

PR: Bob Dylan’s Heaven’s Door Whiskey mit eigener Brennerei in Nashville ab 2020

0

Es ist noch nicht ein Jahr lang her, da hat Bob Dylan seinen eigenen Whiskey „Heaven’s Door“ vorgestellt (wir berichteten hier darüber). Nun folgt die nächste Ankündigung, und sie ist ein Schritt weiter, um die Marke abseits eines reinen PR-Gags zu positionieren: Ab Herbst 2020 wird der Whiskey eine eigene Destillerie haben, wie heute in einer Presseaussendung mitgeteilt wurde. Die Brennerei soll gemeinsam mit einem Kunstcenter in Nashville entstehen.

Hier die englischsprachige Presseaussendung dazu:


Heaven’s Door™ Spirits Celebrates the 50th Anniversary of Bob Dylan’s Famed Album, „Nashville Skyline“

Super-Premium Whiskey Brand Commemorates Dylan’s Contributions to Music City with Future Home of Heaven’s Door Distillery and Center for the Arts

NASHVILLE, Tenn., April 9, 2019 /PRNewswire/ — Heaven’s Door™ Spirits, developed in partnership with legendary musician and artist, Bob Dylan, is celebrating today the 50th anniversary of the release of Dylan’s iconic album, „Nashville Skyline“ with the announcement of the Heaven’s Door Distillery and Center for the Arts in downtown Nashville, slated to open in Fall 2020. The new center will feature the Heaven’s Door craft distillery, complete with guided tours, a whiskey library, restaurant and a 360-seat live performance venue, all part of a renovation project to the 160-year-old Elm Street Church that will also display pieces of Dylan’s paintings and unique metalwork sculptures.

 „We’re thrilled to celebrate the anniversary of ‚Nashville Skyline‘ with our own addition to Music City’s skyline,“ said Marc Bushala, CEO of Heaven’s Door Spirits. „Nashville is the natural home for the Heaven’s Door distillery and the Elm Street Church is a fitting home for Dylan’s visual artwork. We spent years looking for a property that truly captures the essence of the Heaven’s Door brand, and when we finally found the deconsecrated church in SoBro, we immediately knew that it would be the perfect physical and spiritual center for the brand, and Bob’s art.“

Widely regarded as one of Dylan’s greatest reinventions, „Nashville Skyline,“ his ninth album, brought country rock music to the masses and is credited with changing the Nashville music scene forever. Described by Rolling Stone as having achieved „the artistically impossible,“ the album showed a new, more relaxed side of Dylan, which inspired an era of music revolving around storytelling, and changed the way people thought about country rock music.

Heaven’s Door is an ever-evolving portfolio of handcrafted whiskeys which are the perfect melding of art and craft, as each expression features Dylan’s unique ironwork sculptures. Heaven’s Door’s inaugural trilogy of craft whiskeys include a Tennessee Straight Bourbon (90 proof, $49.99 SRP), a Double Barrel Whiskey (100 proof, $49.99 SRP), and a Straight Rye Whiskey finished in French cigar barrels from Vosges, France (100 proof, $79.99 SRP). In 2018, Heaven’s Door also introduced a limited-release 10-Year Tennessee Straight Bourbon (100 proof, $129.99 SRP).

Each of the brand’s three inaugural expressions has a direct tie to Tennessee – either through distillation, aging, barrel finishing or bottling. Tennessee boasts a long tradition of making great American whiskeys and its sweltering summers provides perfect conditions for barrel aging.

The Heaven’s Door portfolio of whiskeys is available nationwide and online via ReserveBar.com. For more information about the brand and the brand’s future home in Music City, visit www.heavensdoor.com or engage with the brand on Instagram, Facebook or Twitter.

Ncn’ean Distillery bietet neues Fasskaufprogramm

Nachdem das erste Fasskaufprogramm der Ncn’ean Distillery äußerst erfolgreich war, hat man sich bei der Brennerei entschlossen, eine zweite Charge mit 60 Fässern zum Verkauf anzubieten.

Die Ncn’ean Distillery liegt an der malerischen schottischen Westküste in Morvern, östlich von Tobermory, und bietet biologischen Whisky aus nachhaltiger Erzeugung. Wie schön die kleine Destillerie liegt, kann man im nachfolgenden Drohnenvideo erkennen:

Hier noch vier Bilder aus der Brennerei selbst:

Annabel Thomas (Bild oben), Gründerin der Ncn’ean Distillery, schreibt über das Fasskauf-Programm:

After the success of the first cask release, organic and sustainable whisky distillery, Ncn’ean, is offering 60 more to the public. Unlike many distilleries, Ncn’ean has two spirit recipes to choose from; a light and fruity recipe, perfect for drinking in five years, or a heavier recipe, which over ten years will become deep in flavour and more complex.

Each cask is filled with the 63% ABV spirit, holding 195-220 litres, which the distillery expects to result in over 300 bottles. The barrels are priced between £3,000 – £4,400, depending on the selected cask type (ex-bourbon or ex-wine) and initial maturation period.

Ncn’ean’s spirit has been described as the best in Scotland. What makes it so special? The combination of innovative approaches, like combining multiple yeasts, as well as investing the time required at the distilling stage to make the best spirit possible. In addition, the distillery is trailblazing a sustainable approach to distilling in Scotland using not only 100% renewable energy but creating a whisky that will be certified organic – something quite unique in Scotland.

Genauere Infos können Sie dem Folder mit dem Fasskauf-Programm entnehmen, den wir Ihnen untenstehend und zum Download bereitstellen.

[embeddoc url=“https://whiskyexperts.net/wp-content/uploads/2019/04/Ncnean-distillery-cask-offer.pdf“ download=“all“ viewer=“google“]

Zwei neue irische Whiskeys in der Essener Hof-Serie – The Astra Theater Collection

Von der Rolf Kaspar GmbH haben wir Informationen zu zwei neuen Abfüllungen erhalten, die ihre Serie unabhängiger irischer Abfüllungen unter dem Titel „Essener Hof“ fortsetzen. Es sind die Bottlings 12 und 13 (Sammler der Serie werden die Nummer 11 vermissen – sie erscheint als Überleitung zum neuen Thema „Astra Theater Collection“ erst um den Jahreswechsel).

Mit der Nummer 12 betritt die Serie irischer Single Malt Whiskeys eine neue Periode, die sich dem Kino zuwendet und Momente aus der Geschichte des Filmkunsttheaters Astra zeigt:

Hotel Essener Hof Historic Series No 12

The Astra Theater Collection
Single Malt Irish Whiskey aged 17 years
ex sherry single cask #10821, 290 bottles, 57,2%vol.

Das Rückenetikett beschreibt den Geschmack so: „Intensive Aromen gebrannter Mandeln, von Bitterschokolade, Rosinen und geröstetem Schwarzbrot prägen den kompakten Charakter dieser komplexen Abfüllung …“

Hotel Essener Hof Historic Series No 13

The Astra Theater Collection
Single Malt Irish Whiskey aged 17 years
ex bourbon single cask #3379, 221 bottles, 55,9%vol.

Auch hier gibt das Rückenetikett einiges über den Geschmack preis: „Gelbe Steinfrüchte und Aromen exotischer Früchte mit cremigem Sahnekaramell und frischem Heu prägen die elegante Komplexität dieser einmaligen Abfüllung …“

Nach der offiziellen Vorstellung am letzten Wochenende auf der Whisk Fair Rhein Ruhr, Düsseldorf, sind laut Rolf Kaspar GmbH beide Abfüllungen im Laufe der Woche bei ausgewählten Whisky-Fachhändlern in Deutschland verfügbar.

Forbes: Historiker machen Littlemill zur ältesten lizensierten Whiskybrennerei

Um den Titel der ältesten Whiskybrennerei rittern sich einige Brennereien – und das liegt an mehreren Faktoren: Was nimmt man zum Beispiel als Maßstab? Den Bau? Die erste Erwähnung? Muss es immer unter dem gleichen Namen gewesen sein?

Offiziell sind Glenturret, Bowmore und Strathisla die ältesten Destillerien (1775, 1779 und 1786), wobei Strathisla diejenige ist, die nicht nur immer am gleichen Ort und unter dem gleichen Namen produziert hat, sondern auch durchgehend.

Nun aber scheint gesichert zu sein, dass Littlemill in den Lowlands die älteste lizensierte Brennerei ist, die es in Schottland gibt – oder besser gab, denn von Littlemill steht nichts mehr. Ein toller Artikel von Joseph V Micallef in Forbes zeigt auf, dass diese Brennerei bereits im Jahr 1772 lizensiert wurde und damit die Krone tragen darf – zumindest ergeben das Recherchen, die die Loch Lomond Group, die das Erbe von Littlemill verwaltet, anstellen ließ.

Littlemill im Jahr 2004, kurz vor dem endgültigen Abriss. Photo credit: martyn jenkins via VisualHunt / CC BY-NC-SA

Dies und viele weitere Details zu Littlemill sowie der Schwierigkeit der Datierung einer „ältesten Brennerei“ finden sich im ausführlichen und spannenden Artikel, den wir Ihnen gerne zur Lektüre empfehlen wollen, weil man in ihm auch viele ansonsten kaum bekannte Fakten erfahren kann. Hier ein kleiner Auszug daraus, der Sie neugierig machen soll:

Like many Lowland distillers, Littlemill used to triple distill its whisky. The practice stopped in the 1930s.

The distillery was also the first to introduce the predecessor of the Lomond still. Developed by Duncan Thomas, an American inventor who bought the distillery in 1931, the still combined a pot still with a rectifying column. By moving the position of the collecting plates, the distiller could mimic the effect of altering the length of the still neck, allowing them to produce different aroma and flavor profiles in their whisky.

Bild © Loch Lomond Group

Von Littlemill kann man übrigens noch zu halbwegs vernünftigen Preisen Abfüllungen von Unabhängigen bekommen – aber auch das wird leider zunehmend schwerer…

TTB-Neuheit: Compass Box the Circle Limited Edition Blended Malt

Und auch heute können wir Ihnen eine Whisky-Neuheit präsentieren, die in den Tiefen der us-amerikanischen TTB-Datenbank, wo alle (oft nicht nur) für den US-Markt gedachten Neuerscheinungen eingetragen werden müssen, aufgetaucht ist. 

Compass Box bringt die erste Ausgabe der jährlichen Limited Edition The Circle aus den Markt, eine Zusammenarbeit mit wechselnden Barkeepern, die nach London in den Blending Room eingeladen werden, um dort einen Whisky zu erschaffen. Diesmal war es Rosey Mitchell aus London, die gemeinsam mit John Glaser einen „sonnigen Whisky für den Nachmittag, den man gerne teilt“ erschaffen wollte. Compass Box The Circle Limited Edition No. 1 besteht hauptsächlich aus Tamdhu-Whisky, mit Beigaben von Clynelish und Highland Park sowie etwas unspezifiziertem Highland Malt Blend aus leicht getoasteten französischen Eichenfässern. Eine Flaschenzahl ist den Etiketten nicht entnehmbar, wohl aber die Abfüllstärke von 46% vol.

Weitere Details lassen sich hier nachlesen:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Video: St. Kilian ist jetzt eine Whisky-Destillerie

Wir gratulieren den St. Kilian Distillers ganz herzlich: Vor drei Jahren und einem Tag, am 8. April 2015, hat man in Rüdenau das erste Mal Whisky gebrannt – und darf sich daher seit gestern offiziell als Whisky-Destillerie bezeichnen.

Man hat zu diesem Jubiläum ein schönes Video gedreht, und das wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Sie können es obenstehend und auch bei St. Kilian auf Youtube sehen.

Und am 12. Mai ist dann Tag der offenen Tür in Rüdenau, an dem man dann die Brennerei besuchen und den ersten offiziellen Single Malt erstehen kann. Vielleicht schon mal im Kalender vormerken?

Speyside Distillers (SPEY) bauen Produktion nach China-Deal massiv aus

Dass asiatische Märkte für schottische Brennereien immer wichtiger werden, kann man auch daran erkennen, dass zunehmend Abfüllungen exklusiv für diese Region produziert werden und man viel Marketing-Geld in diese Länder steckt.

Nun ist es bei den Speyside Distillers (ihnen gehört die Speyside Distillery nahe Kingussie – dort produziert man die Marken SPEY und Beinn Dubh) sogar so, dass ein Handelsdeal mit China dazu führt, dass man die Produktion der Brennerei massiv ausbauen wird.

Speyside Distillery. Bild: Potstill.org

Von 600.000 Liter auf 1.000.000 Liter will man die Whiskyproduktion dort jetzt steigern, um den Bedarf für den chinesischen Markt decken zu können, der nach einem Deal mit der Luzhou Laojiao International Development (HK) Co. entstehen wird. Der Deal stellt die Distribution der beiden Marken SPEY und Beinn Dubh in ganz China sicher – bei der Größe des Marktes wird man mit der bisherigen Produktion nicht auskommen.

Man rechnet bei Speyside Distillers, dass in den nächsten beiden Jahren der Umsatz alleine durch China von 16 Millionen auf 20 Millionen Pfund anwachsen wird, so der Artikel in Herald Scotland.

Eine weitere interessante Zahl am Rande: Dadurch, dass der Besitzer von Speyside Distillers, John McDonough, durch seine vorigen Tätigkeiten (er kaufte die Speyside Destillerie von sechs Jahren) starke geschäftliche Beziehungen zu Taiwan hat, erwirtschaftet das Unternehmen schon jetzt 70% des Umsatzes dort (SPEY gehört in Taiwan zu den wichtigsten Whiskymarken). Mit dem China-Deal wird sich der Fokus des Unternehmens nochmals mehr auf den Osten legen und legen müssen… 

Erst unlängst wurden zwei SPEY-Abfüllungen bei den WWA ausgezeichnet…

Serge verkostet: Port Ellen x3

Aus Port Ellen wird es in halbwegs absehbarer, aber nicht allzu naher Zukunft wieder Abfüllungen geben – das wird den alten, die natürlich immer rarer werden, natürlich nichts von ihrem Zauber nehmen.

Nur: Die zeitliche Distanz bringt uns Menschen dazu, Dinge auch ein wenig zu verklären – und so ist es wohl auch mit der generellen Haltung zu den Port Ellen Bottlings: Nicht alles, was damals in Flaschen kam, ist so restlos überzeugend gewesen, wie wir es uns gerne vorstellen. Da waren auch Abfüllungen dabei, die mit „mittelmäßig“ ziemlich treffend beschrieben sind. Nicht viele (die meisten waren tatsächlich außergewöhnlich gut), aber doch ein paar.

Eine davon hat Serge Valentin heute in seinem Triple aus Port Ellen dabei – und das Bottlöing aus dem Jahr 1990 hilft auch dabei, die beiden anderen (eine aktuelle Signatory-Abfüllung und eine nicht so aktuelle von Jack Wiebers) ins rechte Licht zu rücken. Denn diese beiden scheinen nämlich phänomenal zu sein.

Hier die Wertungen aus der Verkostung heute:

  • Port Ellen 15 yo 1974/1990 (40%, Antica Casa Marchesi Spinola): 75 Punkte
  • Port Ellen 35 yo 1982/2018 (55.1%, Signatory Vintage, 30th Anniversary, refill sherry butt, cask #2040, 567 bottles): 93 Punkte
  • Port Ellen 28 yo 1982/2010 (59%, Jack Wiebers, The Cross Hill, sherry cask, 122 bottles): 92 Punkte
Port Ellen 2018. Bild © Juri Stiehl
Und so soll es dort nach der Revitalisierung aussehen…

Unser Titelbild:  Bild © Jochen Wied

Neu: Chichibu Intergalactic Series – zwei neue Einzelfassabfüllungen

Japan-Fans aufgepasst: In diesem Sommer werden Salud/ Vienna Distribution und Werry van Leeuwen von der Bar Sugar Hill in Holland zwei Einzelfassabfüllungen von Chichibu auf den Markt bringen. Das Ganze geschieht als Intergalactic Series, mit altem futuristischem Spielzeug aus Japan auf den Etiketten – als Hommage an den alten Whiskystil, der in der Produktion bei Chichibu durch Ichori Akuto und sein Team so beeindruckend umgesetzt wird.

Zwei Abfüllungen werden aufgelegt und ab Sommer in ausgewählten europäischen Märkten, darunter auch Deutschland und Österreich, verfügbar sein, und zwar mit interessanter Fasswahl. Hier ein paar Eckdaten und die Etiketten:

Edition 1 # 2112 2012-2019

3rd fill bourbon barrel used for peated chichibu
180 bottles 63.5%

Edition 2 # 4549 2011-2019

Belgium stout beer barrel
236 bottles 55.8%

Wer die Preise von Chichibu-Abfüllungen kennt der weiß, dass diese beiden Whiskys nicht zu den billigsten Angeboten gehören werden – ein definitiver Preis ist allerdings noch nicht genannt worden. Vor dem aktuellen Erscheinen der beiden Bottlings werden wir aber noch einmal berichten…