Words of Whisky: Interview mit Mark Reynier (Waterford Distillery)

Die Waterford Distillery in Irland, betrieben von Mark Reynier, steht schon seit längerer Zeit auf unserem Radar. Dort huldigt man, auch dank Mark, dem Prinzip des Terroirs, also der regionalen Herkunft der Zutaten und der Transparenz darüber. Aber auch biologisch-dynamische Landwirtschaft bei den Lieferanten oder zumindest naturnahe Produktion achtet man dort sehr. In nicht mehr allzu ferner Zukunft kann man dann die ersten Ergebnisse dieser Haltung verkosten – worauf wir und viele Whiskyfreunde schon gespannt sind.

Die Waterford Distillery im Sommer 2017. Bild (c) Bernd Scheer

In diesem Zusammenhang (und weil es an der Newsfront heute recht ruhig ist) möchten wir auf ein ausführliches englischsprachiges Interview mit Mark Reynier, ehemals gemeinsam mit Jim McEwan „Retter“ von Bruichladdich, hinweisen, das bereits im letzten September auf Words of Whisky veröffentlicht wurde und das sich mit den oben angeführten Aspekten der Waterford Distillery beschäftigt – und auch damit, wie Mark die Erfahrung, die er bei und mit Bruichladdich gewonnen hat, einsetzt. Hier ein kurzer Auszug:

What impact do you hope Waterford will have on the whisky industry?

“We’re in Ireland and we have a fantastic facility here. But am I fussed about the Irish whiskey industry? Not really, it’s a bit of a Wild West. What is Irish whiskey? Is it triple distilled or does it have a mixed mash bill? It’s pretty vague. At Waterford we’re doing something which transcends the Irish category. I’m making a whisky. A single malt. I don’t really care what anybody else does. It’s a world whisky I suppose. And I aim to make the most profound whisky that’s ever been seen. Hopefully it will also be the best. But that may not be the same thing.”

Den Rest des aufschlussreichen Interviews können Sie hier nachlesen.

Ned Mark und Mark Reynier

Neu: Die beiden Bunnahabhain Fèis Ìle-Abfüllungen für 2018

Nur vor Ort zu bekommen und immer stark nachgefragt sind die Abfüllungen der Islay-Destillerien zum Fèis Ìle. Heute hat Bunnahabhain bekannt gegeben, welche es von ihrer Seite aus sein werden – zwei an der Zahl sind es.

Der Bunnahabhain Mòine Oloroso Finish ist mit 59.5% vol. Alk. abgefüllt und wurde 2007 destilliert. Er ist die rauchige Ausgabe, soll an der Nase würzige Rauchigkeit bieten und am Gaumen Feigen, Rosinen, Honignüsse, Pfeffer und Holzrauch.

Der Bunnahabhain Spanish Oak Finish ist ebenfalls mit Fassstärke abgefüllt (58.2% vol. Alk.) und wurde 2002 destilliert. 2013 kam er in spanische Eichenfässer, nachdem er zuvor in refill American Oak Casks reifte. Damit hat er laut Destillerie ein Aroma von reifen Beeren und Gewürzen erhalten, mit einem Nachgeschmack von Schokolade und etwas Gewürz.

Den Bunnahabhain Mòine Oloroso Finish gibt es in einer Auflage von 1881 Flaschen um 95 Pfund, den Bunnahabhain Spanish Oak Finish um 250 Pfund (1.458 Flaschen). Erhältlich werden beide Abfüllungen nur am Open Day, also am 1. Juni, sein.

Pernod Ricard wächst – dank Jameson

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Jameson, die irische Whiskymarke, hat großen Anteil am fortgesetzten Wachstum des Getränkekonzerns Pernod Ricard. Stattliche 9% betrug es in den ersten drei Monaten des Jahres.

Von der Whisk(e)yseite her waren die Haupttreiber Chivas und wie gesagt Jameson, die die gesamten Verkäufe von Pernod Ricard auf nahezu 2 Milliarden Euro brachten – und das in einem einzigen Quartal.

Wermutstropfen: Während die Verkäufe in den Wachstumsmärkten um 13% über das Jahr stiegen, gingen sie in Europa leicht zurück. In Irland ist der Trend jedoch umgekehrt, hier wuchsen Jameson und Power’s um 5 und 11 Prozent über sechs Monate.

Insgesamt erwartet Pernod Ricard ein Wachstum von 6.3% über das Gesamtjahr – und kann damit mehr als zufrieden sein.

Whisky im Bild: Die Isle of Mull (11 Bilder)

Whiskyfreunde kennen die Isle of Mull hauptsächlich der Destillerie Tobermory wegen, die auch die rauchige Whiskyvariante namens Ledaig produziert. Wer die Insel besucht, sollte also dort unbedingt vorbeischauen, auch wenn Tobermory momentan wegen Erneuerungsarbeiten nicht produziert (aber die Führungen finden trotzdem statt).

Die Insel hat aber noch mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten. Duart Castle, die bunten Häuser am Hafen und die Wracks bei Salen, um nur einige zu nennen. Lydia Frontczak hat eben diese vor kurzem besucht und uns wieder einige tolle Bilder von dort mitgebracht – einige davon werden wir zu einem späteren Zeitpunkt noch als Wallpaper in voller Auflösung für Sie posten. Ihr vielen Dank, und Ihnen viel Vergnügen mit unserem Whisky im Bild!

Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018
Isle of Mull und Tobermory. Bild © Lydia Frontczak 2018

Serge verkostet: Junge Fettercairn

Extrem viel hört man in der Regel nicht von dieser Highland-Distillery – sie stellt zwar einige Originalabfüllungen her, aber diese erfreuen sich nicht besonders weiter Verbreitung, und generell sagt man, dass sie auch nicht die absoluten Knaller seien. Dabei ziert den Fettercairn Fior doch ein Einhorn, und Einhörner sind irgendwie Kult, oder?

Jedenfalls hat sich Serge Valentin heute sieben Abfüllungen aus Fettercairn eingeschenkt, sechs unabhängige Bottlings und eben jenen Fettercairn Fior. Die Bandbreite ist recht groß, allerdings sind die meisten verkosteten Flaschen rund um die 80 – 85 Punkte angesiedelt. Mit einer ruhmreichen Ausnahme.

Die Wertungen der Verkostung sind wie folgt:

  • Fettercairn ‘Fior’ (42%, OB, +/-2016): 79 Punkte
  • Fettercairn 10 yo 2006/2017 (52.6%, Wich, Sujet, Madeira finish, cask #107660, 420 bottles): 82 Punkte
  • Fettercairn 8 yo (40%, La Maison du Whisky, Tartan, +/-2015): 85 Punkte
  • Fettercairn 8 yo 2006/2014 (46%, Douglas McGibbon, cask #10571): 87 Punkte
  • Fettercairn 12 yo 2001/2014 (48%, Distiller’s Art, 346 bottles): 78 Punkte
  • Fettercairn 23 yo 1993/2017 (50.7%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 210 bottles): 82 Punkte
  • Fettercairn 28 yo 1988/2016 (50.6%, Antique Lions of Spirits, 292 bottles): 92 Punkte
Fettercairn Distillery. Foto: Potstill Wien

Irland: Teeling-Lagerhäuser vor der Genehmigung

Im Dezember des Vorjahres berichteten wir über geplante Lagerhäuser für die Teeling-Distillery. Die hatte der Artikel, auf den wir uns bezogen in Leitrim verortet. Für Teeling, aber hier wohl für die Great Northern Distillery, gibt es ein weiteres Projekt, dass ca. 45 km entfernt in Kilkurry, County Loth, zu liegen kommt – und dort soll bereits am Freitag, also morgen die Entscheidung dafür fallen.

Laut dem Artikel in Dundalk Democrat hat es bisher von lokalen Anwohnern und Unternehmen 42 Einwendungen gegen das Projekt gegeben, aber sie scheinen nicht gewichtig genug zu sein, um die Erteilung der Baugenehmigung zu verhindern. Auch soll der Antrag dem Entwicklungsplan der Region in zwei Punkten widersprechen. Eingebracht wurde er übrigens unter dem etwas sperrigen Titel „10 year permission for the development of a whiskey warehouse facility consisting of 13 no. maturation warehouses, ancillary buildings, structures and all ancillary site development works on a site within an area of 45 hectares (111 acres). The proposed development also provides for the creation of a site for community use with access via an upgraded existing entrance from Church Road.“ 

Die Entscheidung, die wie gesagt positiv und morgen erwartet wird, wird dann in The Irish Times publiziert werden.

Nachtrag: In einer früheren Version des Artikels wurden die 13 Lagerhäuser der Teeling Distillery zugeordnet – die aber (und hier danken wir Frank Waschkowski für den Hinweis) von der Größe her für die Dubliner Brennerei völlig überdimensioniert gewesen wären und viel besser zu der Great Northern passen. Das kleinere Projekt in Leitrim ist jenes für die Teeling Distillery, hier fallen die Entscheidungen noch in weiterer Zukunft. 

Great Northern Distillery. Der Stillroom.

Whiskystats: Die Whiskypreise im März

Es geht ständig bergauf mit den Whiskypreisen? Nun, so ganz stimmt das nicht, und auch der März hat da eine Ausnahme gemacht, wenn man den Statistiken auf Whiskystats.net Glauben schenkt, denn – alles derweilen aber noch im Rahmen des Trends – der Index der 300 am meisten gehandelten Single Malts ist leicht gefallen.

Der Rückgang folgt einer sechsmonatigen Periode des Stillstands, die erst im Januar und Februar durch starke Anstiege beendet wurde.

Auch einige einzelne Marken und Destillerien sieht sich der englischsprachige Artikel näher an, darunter Macallan und der Bowmore 1964

Insgesamt sieht es nicht nach einer Marktabkühlung aus – aber wie heißt es sinngemäß so schön in Börsenprospekten: Bisherige Marktverläufe bilden keine valide Basis für verlässliche Voraussagen der zukünftigen Entwicklungen.

Whisky Advocate: Wie man seine Whiskysammlung versichert

Es passiert nicht so selten, dass die Lust auf neuen Whisky die Belastbarkeit der Leber und die Vernuft des Whiskytrinkers übersteigt – und man mehr Whisky einkauft, als man eigentlich vor hatte. Wenn man nämlich an die drei oder vier Mal die Woche 2cl Whisky trinkt, so wird eine Flasche in der Regel erst nach zwei oder drei Monaten leer (es sei denn, Freunde helfen tatkräftig mit dabei).

So kommt man mit der Zeit, nolens volens, zu einer Whiskysammlung, und diese kann nach Jahren schon einen Wert repäsentieren, bei dem man darüber nachdenkt, ob und wie man seine Whiskys versichern soll und kann.

Einen schönen Leitfaden zum Thema gibt der englischsprachige Artikel „How to Appraise and Insure Your Whisky Collection“ von Jonny McCormick auf Whisky Advocate. In ihm gibt es interessante Hinweise, was bei dem Unterfangen zu beachten ist, angefangen von der fachkundigen Schätzung des Wertes der Sammlung bis hin zu einem ungefähren Kostenrahmen für die Versicherung und was dabei versichert ist. Auch Tipps dazu, wie man die Informationen für die Versicherung aktuell hält, lassen sich in ihm finden.

Auch wenn einiges davon nicht zu 100% auf unsere Länder zu übertragen sein mag – lesenswert ist der Artikel auf jeden Fall.

Eine der größten Whisky-Sammlungen der Welt, die Catedral do Whisky

Serge verkostet: Ein Quartett aus Caol Ila

Diageos Arbeitstier auf Islay, Caol Ila, ist vielleicht nicht die schönste Brennerei – das wird aber durch die Qualität der Whiskys und die wirklich malerische Lage mehr als wettgemacht – wohl kaum eine andere Destillerie hat einen derartig schönen Blick vom Kontrollraum der Brennerei, wie unser Foto beweist:

Blick vom zentralen Kontrollraum von Caol Ila über die Stills und hinüber nach Jura. Bild © Whiskyexperts

Der Lage wollen wir uns aber heute nicht widmen, sondern den Whiskys. Vier davon verkostet nämlich Serge Valentin auf Whiskyfun, und dabei handelt es sich um drei junge Abfüllungen und einen Methusalem mit satten 35 Jahren auf dem Buckel. Und der ist, schenkt man der Beschreibung von Serge Glauben, schon etwas ganz Besonderes.

Hier die Abfüllungen der heutigen Verkostung:

  • Caol Ila 6 yo 2011/2017 ‘UAN’ (60.9%, Caora, Koval rye barrel, cask #900033, 140 bottles): 86 Punkte
  • Caol Ila 6 yo 2011/2017 (59.3%, Murray McDavid, Benchmark for Glenfahrn, bourbon hogshead, cask #900129, 262 bottles): 85 Punkte
  • Caol Ila 9 yo 2008/2017 (59.5%, Le Gus’t, first fill bourbon, cask #311939, 235 bottles): 87 Punkte
  • Caol Ila 35 yo 1982/2017 (58.4%, Cadenhead’s Small Batch for The Auld Alliance Singapore): 93 Punkte
Caol Ila. Bild © Diageo

Neu in US: Colonel E.H. Taylor, Jr. Four Grain Bourbon Whiskey Second Ed.

Für die Freunde amerikanischen Whiskeys unter unseren Lesern mag die folgende Information, die wir von den Buffalo Trace Distilleries erhalten haben, interessant sein, auch wenn der darin vorgestellte Whiskey nur in den Staaten erhältlich sein wird. Aber die Erstausgabe war World Whiskey of the Year bei Jim Murray in der aktuellsten Ausgabe der Whisky Bible, und solche Sonderausgaben sind ja auch oft Objekte der Sammelleidenschaft.

Hier jedenfalls die englischsprachige Pressemitteilung zum Erscheinen der zweiten Ausgabe des Colonel E.H. Taylor, Jr. Four Grain Bourbon Whiskeys, die unspezifisch für das Frühjahr angekündigt ist:


Buffalo Trace Distilleries announces Second Release of Colonel E.H. Talyor, Jr. Four Grain Bourbon Whiskey

Inaugural Release Named World Whiskey of the Year

FRANKFORT, Franklin County, Ky (April 18, 2018)–Buffalo Trace Distillery announces a second release of its award-winning E. H. Taylor, Jr. Four Grain Bourbon Whiskey, available this spring. This is the “last call,” for this bourbon, there are no plans of further releases in the near future. The first version was released in the Spring of 2017 and was named The 2018 World Whiskey of the Year by the highly regarded Jim Murray’s Whiskey Bible. 

The E. H. Taylor Four Grain was made from a distinct bourbon recipe using corn, rye, wheat, and malted barley.  This bourbon was distilled in 2005 and has a distinctly different flavor profile from the typical rye and wheat recipe bourbons made at Buffalo Trace Distillery.  These four grains were chosen since they are the four grains E. H. Taylor would have had access to when he set up shop at Buffalo Trace (then the O.F.C. Distillery) in the late 1800s. During the 1860s, Taylor traded in grains and learned that they can vary tremendously from different farmers and harvests. Taylor consistently wanted the products produced in his distillery “of upmost class,” right down to the grains.

The Four Grain has been described as having a nose reminiscent of a chocolate roast malt, a flash of spice attached to barely perceptible ulmo honey, followed by a taste complemented by deeper Manuka honey and licorice notes. The finish is said to be a “slow, lightly oiled, gently spiced chocolate fade, which goes on and on.”

“We were so thrilled when Jim Murray named the first batch of Four Grain the best whiskey in the world.  With this second batch, hopefully more people will get to taste this amazing whiskey,” said Kris Comstock, senior marketing director.

The E. H. Taylor Four Gain is a small batch bourbon aged for 13 years, 100 proof, Bottled-In-Bond.  Suggested retail pricing is $69.99 per 750ml bottle, the same as the first Four Grain release last year. It is part of the Colonel E. H. Taylor, Jr. collection, first released in early 2011 with several subsequent releases since then.  Previous releases were the Old Fashioned Sour Mash Bourbon, Single Barrel Bourbon, Warehouse C Tornado Surviving Bourbon, Barrel Proof Bourbon, Straight Rye Whiskey, Small Batch Bourbon, Cured Oak Bourbon and Seasoned Wood Bourbon. The Sour Mash, Warehouse C Tornado Surviving, Cured Oak and Seasoned Wood Bourbons were one time only releases and are no longer available. 

Like some of the previous releases, this limited edition will be hard to find. Also consistent with past releases, the Four Grain Bourbon displays a vintage label and is offered inside a distinct canister reminiscent of Taylor’s whiskey package from over one hundred years ago. These six bottle cases will be shipped in an impressive wooden box modeled after the wooden crates used by Taylor to transport goods during the days before Prohibition. 

Colonel Edmund Haynes Taylor, Jr. is widely considered one of the founding fathers of the bourbon industry, fighting for the Bottled-in-Bond Act of 1897, nearly three decades after he purchased the distillery that is known today as the Buffalo Trace Distillery. During his time, Taylor implemented several innovative methods still used today by Buffalo Trace, such as climate controlled aging warehouses. In addition to his bourbon interests, Taylor had political ties. He was the great-nephew of President Zachary Taylor and elected the mayor of Frankfort, state representative to the Kentucky General Assembly and a member of the State Senate.

This special bottling of Colonel E.H. Taylor, Jr. Four Grain Bourbon Whiskey will be available this spring in limited supply. 

 

PR: Neu – Glenmorangie Grand Vintage Malt 1989

Von der Präsentation des Glenmorangie Grand Vintage Malt 1989 in Wien durften wir ja bereits berichten (unseren Artikel mit einem Videointerview mit Brand Ambassador Paul Malone finden Sie hier), nun gibt es auch die offizielle deutschsprachige Pressemitteilung samt der Verkostungsnotiz dazu, die wir natürlich gerne mit Ihnen teilen:

Glenmorangie Grand Vintage Malt 1989 – der zweite Release der Bond House Kollektion No. 1

Tain / München, 18. April 2018. Komponiert aus erlesenen Fässern feinsten Single Malts ist Glenmorangie Grand Vintage Malt 1989 der zweite Release der exklusiven Bond House No. 1 Kollektion. Dieser reiche und komplexe Whisky vereint einige der letzten Batches, die im ehemaligen Brennhaus destilliert wurden. Über ein Jahrhundert die Heimat der höchsten Brennblasen Schottlands. 27 Jahre reifte dieser Jahrgangs-Whisky teilweise in ehemaligen Côte-Rôtie Weinfässern.

Die Geschichte des Glenmorangie Grand Vintage 1989 beginnt im ehemaligen Brennhaus der Destillerie: Zum Ende der 1980er Jahre stieg die Nachfrage nach dem prämierten Single Malt stark an, sodass dieses ehrwürdige Gebäude zu klein wurde. Im Jahr 1990 wurde deshalb das Warehouse No. 1, das ehemalige Zollfreilager aus dem 19. Jahrhundert, in das heutige majestätische Brennhaus umgebaut, um eine weitere Anzahl an Brennblasen zu beherbergen. Dieses Vermächtnis zelebriert Glenmorangie mit der Bond House No. 1 Kollektion, eine Reihe bedeutender Abfüllungen aus jener Zeit. Heutzutage zählt das Brennhaus von 1990, häufig auch als Glenmorangies „Hochland-Kathedrale“ benannt, zu den Schönsten in ganz Schottland. Doch die Ära des Vorgängers wird immer einen besonderen Platz in der Geschichte der Destillerie haben. Mit der kraftvollen Komplexität des zweiten Releases der Bondhouse No. 1 Kollektion ist der Glenmorangie Grand Vintage Malt 1989 ein Zeitzeugnis und letztes Erbe des früheren Brennhauses.

Für Dr. Bill Lumsden, Glenmorangie Director of Distilling, Whisky Creation and Whisky Stocks, wurde die Vision dieses unvergleichlichen Single Malts mit jahrelanger, äußerst sorgsamer Fassreifung und der Teil-Nachreifung in ehemaligen Côte-Rôtie-Fässern lebendig: „Ich war fasziniert vom besonderen Charakter dieses Jahrgangs, der so untrennbar mit der Geschichte des früheren Brennhauses verbunden ist“, sagt er. „Glenmorangie von diesem besonderen Ort ist Vergangenheit und wir zelebrieren dies angemessen mit diesem bedeutsamen Whisky.“

Der Glenmorangie Grand Malt Vintage 1989 ist in einer edlen dunklen Holz- und Kupferbox ab sofort für 595,00€ (UVP) im ausgewählten Fachhandel und unter http://CLOS19.com erhältlich.

Verkostungsnotiz

Glenmorangie Grand Vintage Malt 1989 ist mit 43,0 Volumenprozent Alkohol abgefüllt.

Farbe: Rehbraun

An der Nase: Äußerst vielschichtig mit Aromen getoasteter Marshmallows, Mandeln und einer duftenden Kopfnote von Vanille mit Weichtoffee. Noten von Bratäpfeln springen hervor mit roten Früchten, schwarzen Johannisbeeren und tropischen Früchten, gefolgt von frisch gebackenem Brot, Bienenwachs und einem Hauch Holzrauch.

Am Gaumen: Siruphaft, einem pfefferigen Gaumengefühl folgen reichhaltige, komplexe Noten von Bratapfel, butterweichem Toffee mit sanften Zitrus-Noten. Mit etwas Wasser weitere tropische Früchte, intensivere Zitrus-Noten wie von einer trockenen Clementinen-Zeste.

Im Nachhall: Noten von Orangenblüten verbinden sich mit Honig, einem Hauch Eukalyptusöl, süßem Anis und Leder in einem langen, kräftigen Nachhall mit klassischen Aromen von Holz und Eichenspänen.

Whisky im Bild: 13 Fotos aus der King Car Distitillery (Kavalan)

Unser heutiges „Whisky im Bild“ entführt Sie auf die andere Seite des Erdballs, auf die Insel Taiwan – zur King Car Distillery, der Heimat von Kavalan Whisky. Silvia Engelhardt von der King Car Germany GmbH hat uns die Bilder freundlicherweise zur Veröffentlichung gesendet – 13 an der Zahl sind es, und sie gewähren uns nicht nur einen Blick auf, sondern auch in die im Nordosten der Insel im Yuanshan Township, Landkreis Yilan gelegene Brennerei.

Hier also unsere Galerie mit den Aufnahmen aus Taiwan:

Neue Brennerei. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Konferenzzentrum (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan
Kavalan Distillery (King Car Distillery) im Yuanshan Township, Landkreis Yilan. Bild © Kavalan

Serge verkostet: Lagavulin, offen und maskiert

Bei unabhängigen Abfüllern gibt es oft Whiskys, die einen Fantasienamen tragen. Dafür gibt es mehrere Gründe, unter anderem wenn es sich um eine Marke, die von verschiedenen Destillerien gespeist wird, handelt oder wenn der Abfüller die Destillerie nicht nennen darf.

Im zweiten Fall wenden manche Abfüller den Trick an, den Namen so zu wählen, dass man durchaus auf die Brennerei kommen könnte, zum Beispiel durch phonetische Ähnlichkeit wie Laggan Mill, oder durch örtliche Nähe (Port Askaig).

Insoferne können wir bei der ersten der beiden Abfüllungen, die Serge heute verkostet, sehr begründet annehmen, dass es sich um einen Lagavulin handelt, denn er nennt sich Lochan Sholum, nach dem See, aus dem Lagavulin sein Wasser bezieht. Und die zweite sagt sowieso klar, woher sie ist ;-).

Hier also die beiden Abfüllungen von heute, mehr lesen Sie in den vollen Verkostungsnotizen:

  • Lochan Sholum 14 yo 2003/2018 (50.3%, Maltbarn, sherry, 147 bottles): 89 Punkte
  • Lagavulin 15 yo 2001/2016 (54.2%, OB, 200th Anniversary Casks of Distinction, Private Collector’s Edition, cask #9554, 264 bottles): 91 Punkte

Und heute mal ein paar Bilder der Brennerei mehr:

Lagavulin. Bild © Diageo
Lagavulin. Bild © Christian Spatt
Lagavulin. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen.
Lagavulin. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen.
Die Stills von Lagavulin aus einer etwas ungewöhnlichen Perspektive… © Whiskyexperts
Abenddämmerung über Lagavulin © Whiskyexperts
Ansicht von Lagavulin. © Whiskyexperts

Das sind die neuen G&M Connoisseurs Choice Abfüllungen

Erst gestern hat Gordon & MacPhail die Umgestaltung und Straffung der eigenen Linien angekündigt (Connoisseurs Choice ist dabei die erste Range, die auf neue Flaschen und neues Design umgestellt wird), und heute können wir Ihnen bereits alle Abfüllungen zeigen, die ab sofort in Deutschland erhältlich sein werden. Das können wir dank den Infos, die wir vom Importeur Kirsch Whisky erhalten haben – herzlichen Dank dafür. Kleiner Zusatzhinweis: Eine Abfüllung, die später erscheinen wird, können wir Ihnen noch nicht zeigen, aber wir können Ihnen versprechen, dass sie interessant genug sein wird, um das Warten darauf zu rechtfertigen ;-). Nun aber zum ersten Batch der neuen Connoisseurs Choice Range:

Connoisseurs Choice 46%

Dailuaine 1998/2018
G&M Connoisseurs Choice

Dest. 1998
Abgef. 14.03.2018
19 Jahre
Batch 18/021
670 Flaschen
Gereift in Refill American Hogsheads
Vatting of 2 Casks
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Glen Spey 1995/2018
G&M Connoisseurs Choice

Dest. 1995
Abgef. 14.03.2018
22 Jahre
Batch 18/024
650 Flaschen
Gereift in Refill American Hogsheads
Vatting of 2 Casks
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Old Pulteney 1998/2018
G&M Connoisseurs Choice

Dest. 1998
Abgef. 15.03.2018
19 Jahre
Batch 18/001
528 Flaschen
Gereift in 1st Fill Bourbon Barrels
Vatting of 2 Casks
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Speyburn 1989/2018
G&M Connoisseurs Choice

Dest. 1989
Abgef. 14.03.2018
28 Jahre
Batch 18/022
528 Flaschen
Gereift in Refill American Hogsheads
Vatting of 2 Casks
46 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Connoisseurs Choice Cask Strength

Blair Athol 1997/2018
G&M Connoisseurs Choice Cask Strength

Dest. 1997
Abgef. 21.02.2018
20 Jahre
Batch 18/010
255 Flaschen
Gereift im Refill American Hogshead
54,5 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Caol Ila 2000/2018
G&M Connoisseurs Choice Cask Strength

Dest. 2000
Abgef. 26.02.2018
17 Jahre
Batch 18/026
180 Flaschen
Gereift im 1st Fill Bourbon Barrel
57,5 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Caol Ila 2003/2018
G&M Connoisseurs Choice Cask Strength

Dest. 2003
Abgef. 26.02.2018
14 Jahre
Batch 18/004
212 Flaschen
Gereift im 1st Fill Bourbon Barrel
57,7 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Clynelish 2005/2018
G&M Connoisseurs Choice Cask Strength

Dest. 2005
Abgef. 21.02.2018
12 Jahre
Batch 18/012
518 Flaschen
Gereift im Refill Sherry Butt
55,1 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Dufftown 1999/2018
G&M Connoisseurs Choice Cask Strength

Dest. 1999
Abgef. 19.02.2018
18 Jahre
Batch 18/008
163 Flaschen
Gereift im 1st Fill Bourbon Barrel
54,5 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Glen Elgin 1997/2018
G&M Connoisseurs Choice Cask Strength

Dest. 1997
Abgef. 20.02.2018
20 Jahre
Batch 18/003
602 Flaschen
Gereift im 1st Fill Sherry Butt
55,7 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Highland Park 2004/2018
G&M Connoisseurs Choice Cask Strength

Dest. 2004
Abgef. 22.02.2018
13 Jahre
Batch 18/016
655 Flaschen
Gereift im 1st Fill Sherry Butt
60,0 % vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert