Diesmal hat sich Serge Valentin für seine Verkostungen auf Whiskyfun die Destillerie Blair Athol ausgesucht, bei Pitlochry in den schottischen Highlands. Drei unabhängige Abfüllungen sind es, von Gordon & MacPhail, Cadenhead und Douglas Laing, die gemeinsam in den Ring treten.
Während die Abfüllung von Gordon & MacPhail keine zehn Jahre alt ist, teilen sich die beiden anderen Bottlings ein Alter von 15 Jahren. Die Abfüllung von Cadenhead stammt aus Sherry Hogsheads.
In den Zeiten der akuten Verknappung japanischer Whiskys kommt ein neuer japanischer Blend in Deutschland in den Handel – und Beam Suntory Deutschland stellte diesen am Mittwoch in München vor. Unser Gastautor Björn Bachirt war bei der Präsentation des neuen TOKI für uns vor Ort und berichtet hier über einen Abend, der ganz der Neuerscheinung und der japanischen Genusskultur gewidmet war:
Deconstructing Toki – ein japanischer Abend in München
Der Spirituosenkonzern Beam Suntory bringt im Juni einen neuen japanischen Premium Blend mit Namen Toki auf den deutschen Markt. Chief Blender Shinji Fukuyo vereint darin Elemente aus allen drei japanischen Suntory Destillerien: Yamazaki, Hakushu und Chita. Er soll damit vor allem die weiterhin hohe Nachfrage nach japanischen Whiskys befriedigen.
Toki bedeutet übersetzt „Zeit“. Der Name spielt darauf an, dass dieser Blend Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet, indem er für authentischen japanischen Genuss steht – so wie Japans Kultur, die althergebrachte Bräuche würdigt und trotzdem modern ist.
Am 16. Mai lud Beam Suntory zu einer exklusiven Vorstellung des Toki Blended Whisky nach München ein. Im japanisch zeitgenössischen Ambiente des Restaurants „KOI“ stellte kein geringerer als World Brand Ambassador Mike Miyamoto persönlich die neueste Kreation vor. Begleitet von einem kulinarischen und musikalischen Rahmenprogramm gewährte der Abend zugleich interessante Einblicke in die japanische Bar- und Trinkkultur.
Nach Begrüßung der Gäste lud Mike Miyamoto, mittlerweile seit 40 Jahren für Suntory tätig, die Gäste in zwei Gruppen zu einem „Deconstruction-Tasting“, denn wer den Toki Whisky wirklich erfahren möchte, der beginnt die Reise am besten, indem er die einzelnen Säulen dieses Blends kennenlernt.
Um japanischen Whisky und dessen Besonderheiten besser zu verstehen, empfiehlt es sich allerdings auch etwas über dessen Geschichte und Herstellung zu erfahren. Mike Miyamoto begann seine Präsentation deshalb mit einer kurzweiligen Einführung in die Geschichte von Suntory, die freilich mit einem Namen beginnen muss: Shinji Torii, der Urvater des japanischen Whiskys. Er selbst war bereits mit dem „Akadama“, einem Likörwein, auf dem japanischen Markt erfolgreich, vermisste jedoch das Angebot an hochwertigen Spirituosen, weshalb er diese zunächst aus dem Ausland importierte. Inspiriert von schottischen Destillaten begann er damit, einen eigenen Whisky für den japanischen Gaumen herzustellen und gründete dazu 1923 die Firma Suntory und mit ihr die erste, nur auf Whisky spezialisierte Brennerei Japans, die wir heute unter dem Namen Yamazaki kennen. 1929 erschien mit dem Shirofuda der erste Whisky, welcher jedoch wenig Liebhaber fand, wie Mike Miyamoto erzählt. Ein größerer Erfolg gelang Torii dagegen mit dem 1937 veröffentlichten Kakubin, der im Übrigen heute noch verkauft wird.
Obwohl sich die japanische Whiskyindustrie in der Folgezeit weiter entwickelte und die Produktionsprozesse verfeinerte, blieb die Anzahl der Brennereien gleichwohl überschaubar. Um Vielfalt zu erzeugen, gehen japanische Hersteller heute deshalb einen eigenen Weg und kreieren in den Brennereien unterschiedlichste Destillate. Möglich wird dies durch den Einsatz verschieden geformter Pot Stills, Lyne Arms, verschiedene Hefestämme und unterschiedlichste Fässer. So kann Suntory in seinen Brennereien auf eine große Auswahl an Destillaten zurückgreifen. Das kommt vor allem den eigenen Blends zu Gute.
Üblicherweise bilden Yamazaki Single Malts eine wichtige Komponente für Suntory Blends, während Grain Whisky deren Basis stellt. Mike Miyamoto betonte, dass sich Chief Blender Shinji Fukuyo für den Toki für eine andere Herangehensweise entschieden hatte. Eine der Säulen bildet der Single Malt Hakushu American White Oak, der vor allem die fruchtigen Komponenten mitbringt. Als zweite Säule wählte Fukuyo bewusst einen schweren Grain Whisky der Brennerei Chita, der für die gewünschte Süße des Toki sorgt.
Zusätzlich wählte Fukuyo zwei Yamazaki Single Malts aus, und zwar einen American White Oak Cask sowie einen Spanish Oak Cask, um mehr Komplexität in den Blend einzubinden.
Mit diesen einleitenden Worten über die Zusammensetzung des Toki Whisky durften die Teilnehmer nun den Hakushu Single Malt verkosten. Die Hakushu Destillerie verwendet für die Herstellung ihres Whiskys besonders weiches Wasser, welches sogar so gut ist, dass Suntory es eigens abfüllen lässt. Es zählt mittlerweile zu den meistverkauften Mineralwassern Japans. Zudem zeichnet sich die Lage der Brennerei durch sehr ausgeprägte Jahreszeiten aus. Besonders heiße Sommer stehen sehr kalten Wintern gegenüber. Für den Toki verwendete Fukuyo einen fruchtigen, leicht getorften Malt mit ebenso leichtem Körper, dessen fruchtige Aromen tatsächlich im Vordergrund stehen: Frische grüne Äpfel, Birne gehen einher mit kräutrigen Noten. Sehr weich und rund im Geschmack fällt dieser Malt aus.
Dazu passt der im Anschluss verkostete Chita Single Grain, der vor allem süße Getreide- und Vanillenoten in die Nase transportiert.
Mike Miyamoto begann in seiner Präsentation mit der Geschichte der Brennerei Yamazaki und genau dahin kehren wir nun zurück, als wir uns mit der dritten Säule des Toki befassen, wobei an diesem Abend der Yamazaki Spanish Oak probiert werden durfte. Deutlich kräftiger als die bisher verkosteten Destillate stehen hier nun würzige Eichennoten gepaart mit Schokolade und Karamelltoffee im Vordergrund.
Nachdem die Teilnehmer sich nun mit den einzelnen Bestandteilen des Toki befassen konnten, gab es zum Schluss selbstverständlich eine Kostprobe dieses neuen Blends, abgefüllt übrigens mit 43% vol., ohne Altersangabe. Tatsächlich lässt sich dort der Einfluss der einzelnen zuvor verkosteten Destillate wiederfinden. Fruchtige Aromen strömen ebenso in die Nase wie Karamell- und Toffeenoten in einem subtilen Zusammenspiel mit angenehmen Holznoten. Insgesamt sehr weich und harmonisch.
Mit diesen Eindrücken endete das Tasting, aber noch lange nicht der Abend, denn die Gäste erwartete noch eine unterhaltsame Vorstellung dreierlei Cocktails, für welche der Toki Whisky die Basis bildet. Dieser Blend darf zwar gerne pur genossen werden, seine Vielseitigkeit zeigt sich aber vor allem in Cocktails. Besonders beliebt ist der Highball, ein Mix aus Whisky und Sodawasser mit viel Eis, der in Japan auch gerne zum Essen getrunken wird. In den 1950er Jahren war er unter den japanischen Whiskytrinkern außerordentlich beliebt, gerade weil er besonders erfrischend daher kommt und auch noch gut zur japanischen Küche passt.
Apropos Küche: Das von der japanischen Izakaya-Küche beeinflusste KOI lieferte an diesem Abend eine vielseitige Auswahl an begleitenden Spezialitäten wie etwas Kamo Kari Salada (Knusprige Ente, Hijki-Algen-Karotten-Salat, Granny-Smith-Apfel-Limetten Salsa), Turi_No_Tebasaki Age (Spicey Chicken Wings), Honetuki Karubi (Wagyu Short Rips, Ponzu Lack, Cashew), Crispy & Spicey Tuna Tempura oder Bananen Toffee und Whisky Eis, um nur einmal ein paar Beispiele aus der reichhaltigen Auswahl zu nennen.
Neben dem zuvor erwähnten Highball wurden noch zwei weitere Kreationen vorgestellt: Der „Time Flies“ ein Cocktail besehend aus Toki Whisky, Himbeershrub, Azuki Limette, Sojasauce, Falernum und Eiweiss sowie der „San“ besehend aus Toki Whisky, Yuzu, Celegio, Litschi Marmelade und Sansho Pfeffer.
Eine rundum gelungene Präsentation.
Ab Juni wird der Toki erhältlich sein. Der Ausgabepreis wird bei 29,99 € liegen.
In den Zeiten, in der japanischer Whisky immer knapper zu werden scheint, ist es erfreulich, wenn es eine Neuvorstellung eines solchen gibt. So gestern geschehen bei einer Veranstaltung in München, wo Beam Suntory Deutschland den neuen Premium Blend Toki vorstellte. Hier ist die Pressemitteilung, unser eigener Bericht von der Präsentation folgt in Bälde:
Frankfurt am Main, 17. Mai 2018. Beam Suntory bringt im Juni den neuen japanischen Premium Blend Suntory Whisky Toki auf den deutschen Markt. Er vereint gekonnt japanische Tradition und Moderne. Mit der einzigartigen Vermählung von Elementen aus allen drei Suntory Destillerien hat Chief Blender Shinji Fukuyo einen ebenso innovativen wie zeitlosen Blend erschaffen, der durch seinen unverwechselbar lebendigen und ausgewogenen Charakter besticht. Mit Toki bedient das Unternehmen dabei die wachsende Nachfrage nach japanischen Whiskys und kann seine Position als Marktführer im Bereich der japanischen Whiskys weiter ausbauen.
Japan ist ein Land der Kontraste und Paradoxe – seine Kultur ist von großer Ehrfurcht vor Herkunft und Tradition geprägt, gleichzeitig aber auch von einer Faszination für die Zukunft. Denn die Japaner ehren althergebrachte Bräuche und erfinden trotzdem die Welt um sich herum ständig neu. Suntory, das Traditionshaus des japanischen Whiskys, stellt mit Stolz eine neue Abfüllung vor, die ganz auf diese Philosophie setzt: Toki. Übersetzt bedeutet Toki „Zeit“. Der Name spielt darauf an, dass dieser Blend Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet, indem er für authentischen japanischen Genuss steht, die japanische Kultur würdigt und dabei trotzdem modern ist.
Japanische Whiskys sind stark gefragt – seit 2014 hat sich der Umsatz mehr als vervierfacht. Diese kontinuierlich steigende Nachfrage bedient Suntory mit seinem neuen Premium Blend. So baut Suntory das Segment japanische Whiskys weiter aus und positioniert sich nicht nur als Marktführer, sondern auch als Wachstumstreiber.
EINE SPANNENDE MISCHUNG, AUF ZEITLOSE WEISE ZUBEREITET
Toki ist ein Blend aus sorgfältig ausgewählten Whiskys der weltbekannten Hakushu Destillerie, der Yamazaki Destillerie und der Chita Destillerie von Suntory. Er wurde auf traditionelle Weise nach Suntorys „Art of Blending“ kreiert. So weist er alle typischen Merkmale eines Suntory Blends auf: exquisite Balance, Harmonie und Einheit.
Toki respektiert Tradition, stellt aber zugleich die bestehenden Konventionen in Sachen Whisky mit einem ganz neuen Ansatz in der Gewichtung der Zutaten infrage. Bei den Suntory Blends werden als wichtigste Komponente oft Yamazaki Single Malts verwendet. Shinji Fukuyo, der vierte Chief Blender aus dem Hause Suntory, hat sich bei Suntory Whisky Toki für eine ganz neue Herangehensweise entschieden. Eine der beiden Säulen des Blends bildet der Single Malt Hakushu American White Oak Cask, den Frische, Weichheit und Noten von grünem Apfel prägen. Als zweite Säule wählte Fukuyo mit Chita einen schweren Grain Whisky mit klarem Geschmack und süßen Vanillenoten. Durch die Kombination dieser unterschiedlichen Whiskys, die sich perfekt ergänzen, hat Fukuyo die altbekannte Beziehung zwischen Malz und Getreide aufgehoben. Er sah diese Whiskys mit ihrer exquisiten Balance aus Komplexität, Subtilität und Raffinesse nicht nur als bloßes Gerüst für den Malt, sondern als wahren Helden des Blends. Das Resultat: Eine Mischung, die ebenso innovativ wie zeitlos ist.
Während diese einzigartige Vermählung von Hakushu und Chita Toki seinen seidigen Geschmack und seinen lebendigen Charakter verleiht, wählte Fukuyo zusätzlich zwei Yamazaki Single Malts aus, um diesem Blend noch mehr Tiefe und Komplexität zu verleihen. Yamazaki American White Oak Cask verbindet die Hakushu- und Chita-Komponenten, während er für einen runden Geschmack sorgt und die Süße des schweren Chita mit seinen Pfirsich- und Vanillenoten verstärkt. Der Yamazaki Spanish Oak Cask verleiht der Mischung hingegen holzige und bittersüße Aromen. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreicher, ausgewogener und seidiger Blend mit einem subtilen süß-würzigen Abgang.
AUSSERGEWÖHNLICH VIELSEITIG
Der seidig-weiche Toki kann wunderbar pur genossen werden, auf Eis, als Highball oder auch als Cocktail gemixt. Der Toki Highball ist ein Tipp für alle, die ihn auf moderne japanische Art trinken möchten.
Der Highball ist ein eleganter Mix aus Whisky und Sodawasser mit viel Eis. In den 1950er Jahren war er unter den japanischen Whiskytrinkern der klare Favorit. Sie mochten es, Whisky als einfachen und stilvollen Cocktail zu trinken, der besonders erfrischend ist. Zudem harmonierte der Highball sehr gut mit der japanischen Küche. Heute spielt Suntory eine Schlüsselrolle dabei, diesen Drink einer neuen Generation von Whiskytrinkern wieder näherzubringen.
So wird der typisch japanische Toki Highball zubereitet: Ein großes Glas bis zum Rand mit Eis füllen, 2 cl Whisky dazugeben und umrühren. Am Rand des Glases noch ein wenig Eis hinzufügen. Nun 6 cl gekühltes Mineralwasser entlang der Wand des Glases hineingeben – so bleibt die Kohlensäure erhalten und das Eis länger gefroren. Mit einer Zitronen- oder Grapefruitscheibe garnieren und genießen.
Toki (43% Vol.) ist ab Juni 2018 zu einem UVP von 29,99€ erhältlich und erweitert das Suntory Whisky Portfolio um einen innovativen wie zeitlosen Blend.
Weil man ja für Whisky viel Geld ausgeben kann, kann man mit ihm auch viel Geld verdienen. Das mag nun eine Milchmädchenrechnung sein, aber dennoch gibt es nicht nur um Whisky, sondern auch rund um andere alkoholische Getränke Familien, die damit im Vereinigten Königreich groß und sehr reich geworden sind.
The Spirits Business hat nun in einem mehrseitigen Artikeldie reichsten Magnaten in Großbritannien rund um den Alkohol aufgelistet, und Whiskyfreunde werden darunter einige bekannte Namen finden.
Konkret befinden sich whiskybezogene Personen und Familien auf den Plätzen 10 (127 Millionen Pfund), 6, 2 und 1 (2.57 Milliarden Pfund). Welche Namen dahinter stehen, können Sie im oben verlinkten Artikel herausfinden.
Übrigens: Auch die Gründer von Brew Dog, einer Craft Beer Brauerei in Schottland, finden sich in den Top Ten – womit Schottland in der Liste sehr gut vertreten ist.
Scotsman Food & Drink hat vor kurzem einen Artikel veröffentlicht, in dem acht Destillerieprojekte in Wort und Bild vorgestellt werden, die aktuell in Schottland passieren. Leser von Whiskyexperts werden alle natürlich schon kennen und mitverfolgt haben, aber sie so konzentriert auf einer Seite zu sehen hat durchaus seinen Reiz.
Bei den Projekten handelt es sich um:
Die Wiedererweckung von Brora und Port Ellen
Die Restaurierung von Rosebank
Die Eröffnung der Borders Distillery
Die Eröffnung der Clydeside Distillery in Glasgow
Der erste Single Malt aus Glasgow seit 1902 der Glasgow Distillery
Der erste Single Malt Whisky aus der Eden Mill Distillery
Die Fertigstellung von Ardnahoe
Die 150 Millionen Pfund Investition von Diageo in die Besucherzentren
Zu allen Projekten gibt es im Artikel auf Scotsman Food & Drink Bilder und kurze Textpassagen, für den schnellen Überblick also bestens geeignet. Für tiefergehende Infos zu den Projekten könnten Sie es auch mit unserer Suchfunktion probieren – in mehr als 8500 Artikeln wird sich einiges dazu finden…
Die Hochzeit zwischen Prinz Henry und Meghan Markle ist der Anlass für einen neuen Blend von Royal Salute, der dieses Ereignis speziell würdigen soll.
Pernod Ricard hat für die Royal Salute Royal Wedding Edition einige der ältesten und kostbarsten Fässer aus dem Fundus geholt (zu Ehre von Meghan Markle – so der Hersteller – ausschließlich Fässer aus amerikanischer Eiche) und in einem Kristalldecanter von Dalington abgefüllt. Es gibt davon nur 70 Stück, die jeweils in einer Box aus amerikanischer Eiche präsentiert werden. Kostenpunkt: Etwa 8500 Euro pro Flasche.
Gestern wurde die Abfüllung vorgestellt, und wir hatten das Glück, sie im Travel Retail des Terminal 5 am Heathrow Airport zu entdecken. Das freundliche Personal hat für uns die Sicherheitsvitrine geöffnet, sodass wir Ihnen zwei eigene Bilder des Decanters präsentieren können:
Kavalan ist in den letzten Jahren in Deutschland immer bekannter und beliebter geworden. Es gibt viele verschiedene Abfüllungen, und es gibt sie in vielen verschiedenen Preisregionen.
Serge Valentin hat an diesem Donnerstag ein Quartett von Abfüllungen in der Verkostung, drei Einzelabfüllungen unter dem „Solist“-Label, und den Einsteiger-Kavalan mit 40% Alkohol. Summa summarum können die Whiskys gefallen, auch wenn der günstige Kavalan aus der King Car Distillery nicht ganz die 80-Punkte-Hürde überspringen kann. Die drei Solisten machen einen ausgezeichneten Eindruck und bewegen sich in den hohen Achzigern.
Hier die Wertungen, die Serge in der Verkostung vergeben hat:
Kavalan (40%, OB, Taiwan, +/-2017): 79 Punkte
Kavalan 2008/2017 ‘Solist’ (55.6%, OB, Taiwan, for KavaFAN and HNWS, bourbon cask, cask #B080828075, 142 bottles): 88 Punkte
Kavalan 2010/2017 ‘Solist’ (55.6%, OB, Taiwan, for Jing Yuan, bourbon cask, cask #B100811028A, 170 bottles): 87 Punkte
Kavalan 2010/2017 ‘Solist’ (56.3%, OB, Taiwan, for 3rd., sherry cask, cask #S100303016A, 502 bottles): 89 Punkte
Und wer noch nicht weiß, wie die Destillerie aussieht, kann hier einige Eindrücke bekommen:
Einen ausgezeichneten sechsminütigen Videofilm über die Herstellung von Whisky möchten wir Ihnen heute präsentieren, während unsere Redaktion einen Tag in der Speyside bei Glenallachie verbringt, um sich dort ein Bild vom Status quo der Destillerie zu machen – und wir daher nur beschränkt und zeitverzögert normale News posten können (ein Zustand, der auch noch morgen seine Fortsetzung finden wird).
Im Film von Whiskytips geht es um den gesamten Prozess der Whiskyherstellung. für das Video wurde Material aus 12 verschiedenen Destillerien in Schottland und den USA verwendet. Er ist ohne gesprochenen Kommentar, aber sehr hilfreich in englischer Sprache untertitelt. Nicht nur für Neueinsteiger interessant, sondern auch als kurzweilige Auffrischung für passionierte Whiskyfans.
Ab Samstag werden wir dann wieder in gewohnter Frequenz und Aktualität für Sie da sein.
Nach Islay fahren und nicht begeistert zurückkommen? Das scheint durchaus möglich zu sein, wenn man die falschen Dinge macht und mit falschen Erwartungen an die Reise herangeht.
Zumindest kann man diesen Eindruck gewinnen, wenn man den Reisebericht liest, der unter dem Titel: „A whisky without peat is like soup without salt, but Islay visit is bland“ im neuseeländischen Magazin Business Day erschienen ist. Der Autor plante einen Blitztrip nach Islay, um dort innerhalb eines Tages möglichst viele Destillerien zu besuchen. Fünf der acht aktiven Brennereien hat er in sein Besuchsprogramm gequetscht, und das Ergebnis war für den Autor eher mau: Standardwhiskys, lieblos angeboten, langweilige Darbietungen in den Besucherzentren. Einzig löbliche Ausnahme scheint in diesem Fall Caol Ila gewesen zu sein.
Das Fazit des Autors: Wer schnell mal Islay besuchen will, wird enttäuscht sein, vor allem dann, wenn man nicht die hohen Preise für VIP-Tastings zahlen will. Man habe mehr davon, wenn man in seine Lieblingsbar ginge und dort um da Geld Islay-Whiskys verkoste.
Dem kann man nun entgegenhalten, dass man vielleicht nicht quer über die Insel hetzen sollte, wenn man sie genießen will. Aber wie ist das mit dem Eindruck des Autors, dass die Standardtouren zu wünschen übrig lassen? Als Frage an unsere Leser, die schon einmal auf Islay waren und die einfachen Touren mitgemacht haben: Wie war Ihr Eindruck? Nutzen Sie gerne unsere Kommentarfunktion (falls Sie kein eingetragener User sind, legen Sie bitte einen Account an)…
Paps of Jura von Islay aus. Bild (c) Lydia Frontczak
Der deutsche Online Whiskyhändler Fine Whisky.de hat uns darüber informiert, dass er als erster deutscher Händler die handgeblasenen Snifter der australischen Manufaktur Denver & Liely anbietet. Was diese Gläser besonders macht und warum es laut Hersteller das Tastingerlebnis steigert, können Sie untenstehendem Pressetext entnehmen:
Fine-Whisky.de bringt Denver & Liely Whisky Glas nach Deutschland
Was macht dieses Glas so einzigartig?
Für den Großteil der Whisky-Trinker ist der einfache Tumbler die erste Wahl in Sachen Gläser. Der sogenannte „Snifter“ hingegen wurde zum Werkzeug der ambitionierten Whisky-Verkoster.
Das einzigartige Design des Whisky-Glases des australischen Duos Denver & Liely bringt diese beiden Welten nun zusammen. Die von Hand geblasene Form des D&L Whiskyglases fängt den Geschmack und Geruch des Whiskys ein, wie man es von einem Snifter erwartet und kombiniert diesen olfaktorischen Genuss mit der handschmeichelnden Form und dem Stil eines klassischen Tumblers.
Die weit ausgeformte Basis des Glases maximiert die Oberfläche des Whiskys und kanalisiert die Aromen durch die sich optimal verjüngende Öffnung. Auf diese Weise offenbart sich der volle Charakter des Whiskys. Hunderte Stunden voll Prototypenentwicklung, Verfeinerung und Erprobung waren für die Entwicklung dieses Glases nötig, doch die Mühe hat sich gelohnt!
Entdecken Sie ihre Whiskys neu und tauchen Sie so tief in die Welt der Aromen ein, wie Sie es noch nie zuvor erlebt haben. Jedes Glas wird in einer dekorativen Verpackung geliefert, auf der das individuelle Fertigungsjahr und die Batch-Nummer notiert sind.
„Dieses Glas ist dafür gemacht worden, dem ambitionierten Geniesser seine Whiskysammlung neu entdecken lassen zu können“ sagen Denver & Liely. „Wir haben Herz und Seele in das D&L Whiskyglas gesteckt und sind der Meinung, dass es all das verkörpert, wofür Denver & Liely steht – Simple. Good. Design.
Eine Personalie wird von Pernod Ricard Deutschland berichtet: Tim Paech übernimmt zum 1. Januar 2019 die Führung von David Haworth, der ins Vereinigte Königreich wechselt. Hier der Pressetext, den wir dazu erhalten haben. Wir wünschen Tim Paech alles Gute für seine neue Aufgabe!
Wechsel an der Spitze des deutschen Marktführers im Bereich Premiumspirituosen – Tim Paech übernimmt zum 1. Januar 2019
Köln, 16.05.2018. Nach sieben erfolgreichen Jahren und einem kontinuierlichen Ausbau der Marktführerschaft in Deutschland durch David Haworth wird es am 1. Januar 2019 zu einem Wechsel an der Führungsspitze der Pernod Deutschland GmbH kommen. Tim Paech wird Vorsitzender Geschäftsführer der Pernod Ricard Deutschland GmbH und Western Europe und löst damit David Haworth ab. Haworth wird bei dem Premium-Spirituosenhersteller die Position des Managing Directors Pernod Ricard UK übernehmen und verantwortet zusätzlich das Gin Portfolio der Gruppe. Paech war zuletzt Präsident & CEO von Pernod Ricard Japan. Paech startete seine Unternehmenskarriere 1990 bei „Orlando Wines“ in Australien. Seine Unternehmenslaufbahn beinhaltet Stationen in Adelaide, New York, Paris und Sydney. Zwischen 2010 und 2014 war Tim Paech Geschäftsführer von Pernod Ricard Taiwan, im Anschluss übernahm er die aktuelle Position. Die Wechsel von Paech und Haworth zeigen deutlich, wie die Geschäftsphilosophie von Pernod Ricard ein konzernweites Zusammengehörigkeitsgefühl schafft und internationale Mobilität innerhalb der Unternehmensgruppe fördert.
Frisch aus Glasgow haben wir soeben von Douglas Laing über eine neue Scallywag-Abfüllung erfahren, die in Kürze natürlich auch in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Hier bringen wir die englischsprachige Pressemitteilung, die wir mit der deutschsprachigen ersetzen werden, sobald sie uns vorliegt.
Hier kurz die Eckdaten der Abfüllung: Der Scallywag 10yo ist ein Blended Malt aus der Speyside. Er ist zu 10% in Sherrywood gereift, kommt mit 46% Alkohol und ist weder gefärbt noch kältefiltriert. 4500 Flaschen gibt es weltweit, im Vereinigten Königreich kostet er 49,99 Britische Pfund.
Hier die Pressemitteilung und die Tasting Notes in Englisch:
Douglas Laing’s 70th Anniversary Celebrations Continue with Launch of Scallywag 10 Years Old Limited Edition Speyside Malt Whisky
Douglas Laing & Co, leading independent Scotch Whisky firm, reveals Scallywag 10 Years Old Limited Edition Speyside Malt Scotch Whisky.
The family business, established in 1948 and currently amidst its 70th anniversary celebrations, says the 10 Years Old age statement marks 70 dog years, in a nod to the family’s Fox Terrier whose face appears on the packaging.
Bottled at 46% and offered without colouring or chill-filtration, the unique vatting of Speyside Single Malts is 100% matured in sherry butts. The result is a Malt Whisky with notes of rich cocoa, stewed plums and sweet mocha.
Scallywag was first brought to market in 2013 and the Douglas Laing family has since added Cask Strength and 13 Years Old variants to the portfolio. The brand continues to enjoy sustained and impressive growth, appealing to sherried Whisky lovers (and dog lovers alike!) the world over.
Cara Laing, Director of Whisky and third generation in the family business, comments on the new release:
“Some would say that Scallywag 10 Years Old is in fact aged 70 years, and if you count in canine years, that is indeed the case! It is 70 human years since my grandfather, Fred Douglas Laing, founded his eponymous company back in 1948, and as a man with a rather sweet tooth, we believe he’d be particularly proud of the vatting we have created, combining Speyside Single Malts matured in Oloroso and Pedro Ximénez casks to bring those rich, dark fruity and indulgent notes to the fore. Scallywag at “70” is well-bred with great pedigree from a long line of wire haired Fox Terriers owned and loved by the Douglas Laing family. We hope Whisky drinkers around the world will enjoy his company as much as we do.”
Scallywag 10 Years Old is available from specialist Whisky retailers globally at an expected retail price of £49.99. Just 4500 bottles are available globally.
Tasting Notes:
Nose: Sweet with red fruits, mocha and honeycomb
Palate: Gentle spices develop to rich cocoa, milky cereal and toasted oak
Finish: Lingers with cinnamon, stewed plumbs and brown sugar
Immer wieder mal bringen wir für Sie, abseits der üblichen News, auch einfach einmal schöne Bilder aus Schottland, die Sie für sich nutzen können, da der Fotograf sie zur freien Verwendung (meist, wie in diesem Fall, mit Nennung des Urhebers) zur Verfügung gestellt hat.
Heute haben wir ein wunderschönes Foto von Loch Leven in den Highlands (ein Meerwasser-Loch bei Argyllshire, nicht jenes in den Lowlands/Perthshire!). Es ist 4276 x 2829 Pixel groß und Sie können es hier in seiner ganzen Pracht downloaden (12MB). Sie können es auch für kommerzielle Zwecke verwenden, der Urheber bittet Sie aber, den unter dem Bild angegebenen Urheberhinweis bei Weiterverbreitung mit zu verwenden.
Der Urheber, mendhak, schreibt dazu:
Taken from a popular midges‘ hangout in the Scottish Highlands just by Loch Leven.
We went through a lot of pain to reach this vantage point. We chose the mountain to climb based purely because „it looked nice.“ It turned out to be unfrequented by people and unmaintained, and consequently full of puddles and midges constantly attacking us. The elevation profile also shows a rapid ascent which had an affect on our backs, knees, muscles and spirits.
While the views were worth the effort, I would only recommend this to people I don’t like.
Untenstehend sehen Sie das Bild von mendhak in geringerer Auflösung.
Und wieder widmet sich Serge Valentin einem Klassiker unter den Whiskybrennereien, nach Highland Park und Ardbeg: Heute ist bei ihm Springbank an der Reihe. Die Gemeinsamkeit der beiden Abfüllungen, die Serge schon in der Überschrift seiner Verkostung hervorhebt, ist deren Bestimmtheit durch das Destillat, im Gegensatz zu solchen Whiskys, die im Geschmack vor allem von den Finishes oder recht aktiven Erstbelegungsfässern geprägt werden.
Und in der Tat handelt es sich bei beiden verwendeten Fässern heute um refill casks, also Fässer, die bereits einmal mit Whisky belegt waren und deshalb nur mehr dezent auf ihren Inhalt einwirken sollten. Eine Abfüllung ist der Springbank Bourbon Wood aus dem Vorjahr, der andere ein 24jähriger Unabhängiger aus dem refill Hogshead.
Beide schneiden bei den Punkten recht gut ab – hier die Wertungen aus der Verkostung:
Springbank 14 yo 2002/2017 (55.8%, OB, fresh and refill bourbon, 9000 bottles): 87 Punkte
Springbank 24 yo 1993/2017 (53.3%, Hunter Laing First Editions, Author’s Series, refill hogshead, cask # HL14288, 216 bottles): 90 Punkte