Serge verkostet: Mehr Glenfarclas

Schon gestern hat sich Serge Valentin der Destillerie Glenfarclas gewidmet und sowohl offizielle als auch unabhängige Abfüllungen unter die Lupe genommen. Auch heute bleibt diese Aufteilung erhalten, auch wenn diesmal die offiziellen Bottlings die Oberhand behalten.

Von alterslos bis 30 Jahre alt ist heute alles dabei, und punktemäßig bewegen wir uns zwischen 81 und 90 Punkten. Die höchste Punktezahl der Verkostung teilen sich dabei zwei Flaschen:

  • Glenfarclas ‚Legend of Speyside – Springs‘ (46%, OB, sherry casks, +/-2016): 85 Punkte
  • Glenfarclas ‚105‘ (60%, OB, +/- 2017): 86 Punkte
  • Glenfarclas 2008/2016 ‘Cuvée du Fondateur’ (58%, OB, for Corman-Collins, cask #2982, 335 bottles): 87 Punkte
  • Secret Distillery 9 yo (60.5%, That Boutique-y Whisky Company for La Maison du Whisky, 938 bottles): 81 Punkte
  • Glenfarclas 30 yo 1971 ‘Orange Syllabus’ (56.8%, Scotch Malt Whisky Society, #1.97, 247 bottles, +/-2001): 90 Punkte
  • Glenfarclas 1994/2003 (53.3%, OB for Potstill Vienna, cask #839, 312 bottles): 86 Punkte
  • Glenfarclas 21 yo (43%, OB, +/-2005): 90 Punkte
  • Glenfarclas 1989/2014 (46%, OB, for Hanseatischen Weinhandelsgesellschaft Bremen – that’s right – first fill oloroso): 84 Punkte
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

ABC: Nant Distillery in Australien wird um 2 Millionen Euro ausgebaut

Nach den gerichtskundigen Vorgängen um die Fassverkäufe bei der australischen Nant Distillery, dem Aufkauf der Brennerei durch Australian Whisky Holdings und der Restrukturierung des Unternehmens sowie den Gesprächen mit den Gläubigern (die Ereignisse können Sie anhand unserer Newsbits auf dieser Seite umfassend nachvollziehen), scheint nun das nächste und diesmal sehr positive Kapitel der Destillerie anzubrechen:

Im Rahmen der Sendung „Tasmanian Country Hour“ auf ABC Australia kam es zu einem Gespräch zwischen dem neuen CEO der Nant Distillery, Chris Malcolm, und der Moderatorin Sally Dakis, in dessen Verlauf auch über die Zukunft der Brennerei gesprochen wurde. So war unter anderem zu erfahren, dass Australian Whisky Holdings den Ausbau der Destillerie plant und dort sozusagen eine komplett neue Brennerei bauen will. Diesen Ausbau wird man sich 3 Millionen Australische Dollar kosten lassen, umgerechnet etwa 1.93 Millionen Euro. Auch die Marke wird, zumindest für absehbare Zeit, weitergeführt – sicher keine einfache Entscheidung bei den Altlasten, die mit dem Namen verbunden sind.

Das gesamte Interview in der Dauer von knapp 10 Minuten können Sie hier nachhören und auch als mp3-File fürs spätere Abhören herunterladen.

Ralfy verkostet: Caol Ila Distillers Edition 2004/2016 (Review #707)

Zumeist, aber nicht immer, kehren sie jährlich wieder: Die Distillers Editions der Classic Malts von Diageo. In der Regel sind diese in verschiedensten Sonderfässern gefinisht, und da macht auch der Caol Ila Distillers Edition 2004/2016 keine Ausnahme. Er verbrachte einen Teil seiner zwölfjährigen Reifezeit in Moscatel-Fässern, ein Sherry, der im Charakter dem von Pedro Ximenez recht ähnlich ist.

Die rund 50 Euro teure Abfüllung (sie ist in unseren Landen in diversen Shops vertreten) erhält bei Ralfy zunächst ausgezeichnete 90 Punkte. Zunächst deshalb, weil er danach einen Punkt für zwei „Fehler“ des Whiskys abzieht: Er ist kühlfiltriert und gefärbt. Das ergibt dann im Endeffekt eine immer noch sehr, sehr gute Wertung von 89 aus 100 Punkten.

Alle Infos und die Tasting Notes können Sie, wie immer, dem obenstehenden Youtube-Video entnehmen, das diesmal knapp über 19 Minuten dauert und, wie bei Ralfy üblich, auch weitere nützliche und interessante Fakten über Whisky und Whiskyerzeugung enthält

Whisky Advocate: Wann welche neue Destillerie Whisky abfüllen wird

Selbst, wenn man täglich den Whiskymarkt in Schottland beobachtet, kann man auf Grund der vielen neuen Brennereien schnell einmal den Überblick verlieren, wann von welcher neuen Destillerie Whisky zu erwarten ist. Und dabei beziehen wir uns gar nicht einmal nur auf jene, die in den letzten beiden Jahren entstanden sind und daher noch gar keinen Whisky verkaufen KÖNNEN – auch bei denen, die bis 2015 enstanden und daher ihren Spirit schon drei Jahre lang reifen lassen konnten, ist ein Überblick nicht einfach.

Whisky Advocate aus den USA hat sich an diese Aufgabe gemacht und jene 13 Destillerien, die nun schon Whisky  verkaufen könnten, es aber noch nicht getan haben, befragt, wann es denn so weit sei (und auch, aus lokalem Interesse, wann dieser Whisky in den USA zu finden sein könnte). Dank dem Online-Magazin wissen wir nun die erwarteten Erscheinungstermine von Whiskyabfüllungen für folgende Destillieren:

  • Annandale
  • Arbikie
  • Ardnamurchan
  • Ballindaloch
  • Daftmill
  • Dalmunach
  • Eden Mill
  • Glasgow Distillery Co.
  • Inchdairnie
  • Isle of Harris
  • Kingsbarns
  • Roseisle
  • Strathearn

Zwei davon, Dalmunach und Roseisle, planen keinen Release, bei Strathearn gab es schon Whisky, allerdings in Mikromengen. Für alle anderen Infos gehen Sie bitte auf die Website von Whisky Advocate.

Noch heuer zu erwarten: Eine Abfüllung aus der Eden Mill Distillery. Bild © Petra Milde, meinwhisky.com

The Drinks Business: Schottlands neue Destillerien

Einen sehr interessanten Artikel über die boomende Destillerienszene in Schottland können Sie heute auf The Drinks Business finden. In ihm wird über jene Destillerien berichtet, die seit dem Jahr 2013 neu aufgemacht haben oder bis Ende 2018 eine Eröffnung planen.

Und das sind nicht so wenige: Momentan zählt man 126 produzierenden Whiskybrennereien in Schottland, 21 haben seit 2013 eröffnet oder wiedereröffnet (22, wenn man Glen Keith dazurechnet, was der Artikel nicht tut – und eventuell sind auch einige Mikrodestillerien der Zählung entwischt), vier weitere wollen im Jahr 2018 eröffnen – und es gibt noch einige, die erst später in Betrieb gehen werden.

The Drinks Business spricht mit einigen der Besitzer der neuen Destillerien und listet die oben nur numerisch angeführten Brennereien auch namentlich auf – macht insgesamt einen sehr lesenwerten Beitrag, den wir Ihnen damit ans Herz legen wollen.

Übrigens: Später heute haben wir dann noch einen Verweis auf einen Beitrag vorbereitet, der sich – unter etwas anderen Aspekten – mit den Neuen in der schottischen Destillerienlandschaft beschäftigt. Interessante Zeiten kommen jedenfalls auf uns zu, und wir werden Sie auch in Zukunft immer aktuell informieren…

Eine der Destillerien, die 2018 eröffnen werden: Ardnahoe auf Islay. Bild: Ardnahoe Distillery

International Advertiser: Was Whiskysammlungen wert sind

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Wer mehr als eine ungeöffnete Whiskyflasche bei sich zu Hause hat und das nicht, weil er sie etwas später dann trinken will, besitzt eine Whiskysammlung. Bei manchen sind es dutzende Flaschen, bei manchen hunderte oder sogar tausende. Wenn Sie eine wirklich irre Sammlung sehen wollen, dann schauen Sie mal hier).

Rare Whisky 101 (RW101) hat nun in Zusammenarbeit mit Whisky Auctioneer untersucht, was diese Sammlungen im Durchschnitt wert sind. Man hat sich dazu die Käufe und Verkäufe von 326.000 Flaschen durch 1.542 Whiskyfreunde angesehen, die diese wohl über die Verkaufsplattform durchgeführt haben. Natürlich ist diese Analyse nur innerhalb des Samples repräsentativ, aber einige interessante Zahlen lassen sich darin durchaus finden:

  • Eine kleine Anzahl von Sammlern gibt im Jahresdurchschnitt an die 112.000 Euro für Whisky aus.
  • Im Durchschnitt besteht eine Whiskysammlung aus über 200 Flaschen im Gesamtwert von 50.000 Pfund mit einem Durchschnittswert von 228 Pfund pro Flasche.
  • Jede zehnte Sammlung hat einen Gesamtwert von über 100.000 Pfund.
  • Der Wert der Sammlerflaschen, die in Großbritannien im ersten Halbjahr 2017 in Auktionen gehandelt wurden, stieg zum Vergleichszeitraum zum Vorjahr um fast 94%, die Anzahl um 47%.
  • Die populärsten Sammlerflaschen stammen in dieser Reihenfolge aus nachfolgenden Destillerien: Macallan, Ardbeg, Highland Park und Springbank.

Man ist sich in der Studie durchaus bewusst, dass man nur die Spitze des Eisbergs erfasst hat und dass sich viele Schätze in kleineren Privatsammlungen befinden. Dass die Zahlen weiterhin so rasant anwachsen, so die Autoren, zeigen, dass der Markt nach wie vor für Investoren und Sammler attraktiv ist.

Blick in die Catedral do Whisky, eine der größten Whiskysammlungen der Welt

Serge verkostet: Glenfarclas

Originalabfüllungen und unabhängige Bottlings des Whiskys aus der Destillerie Glenfarclas sind heute im Mittelpunkt der Verkostungsnotizen von Serge Valentin auf seiner Webseite. Das familiengeführte Unternehmen in der Speyside, das sich selbst (geografisch völlig korrekt) als Highland-Destillerie sieht, bietet ja eine sehr weit gespannte Standardrange, was das Alter (und dementsprechend die Preise) betrifft, und durch ein sehr kluges Fassmanagement (und die Aussteuerung des Bedarfs durch das Preisschild) gibt es diese Abfüllungen auch recht verlässlich.

Drei offizielle Bottlings und drei unabhängige Abfüllungen finden sich heute in der Verkostung, und die offiziellen sind dabei die jüngeren Whiskys. Interessant: Die erste unabhängige Abfüllung in der Liste ist durch den niedrigen Alkoholgehalt offiziell kein Whisky mehr – was sie nicht uninteressanter (oder schlechter) macht. Hier die Wertungen:

  • Glenfarclas 8 yo (40%, OB, +/-2017): 80 Punkte
  • Glenfarclas 10 yo (40%, OB, +/-2017): 84 Punkte
  • Glenfarclas 15 yo (46%, OB, +/-2017): 84 Punkte
  • The Hielanman 45 yo 1971/2015 (38.3%, Cadenhead, Spirit drink, 75 bottles): 90 Punkte
  • Glenfarclas 27 yo 1990/2017 (51.9%, Cadenhead, Authentic Collection, hogshead, 210 bottles): 88 Punkte
  • Glenfarclas 28 yo 1988/2017 (53%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 210 bottles): 88 Punkte
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Neu: Macallan 40yo

Falls Sie jemandem noch ein passendes (allerdings leicht verspätetes) Weihnachtsgeschenk für sich vorschlagen wollen: Die Destillerie Macallan hat einen neuen Macallan 40yo veröffentlicht, den die Speyside-Brennerei, die ihren Umbau und ihre Erweiterung gerade beendet, selbst als „Höhepunkt“ der Sherry Oak Range bezeichnet.

Der Macallan 40yo ist der Nachfolger der Ausgabe, die im Jahr 2016 veröffentlicht wurde und erst die dritte vierzigjährige Abfüllung, die kein Vintage-Bottling ist. Sie reifte in drei Oloroso-Fässern und ergab insgesamt 465 Flaschen mit 44% Alkohol.

Laut Macallan riecht der Whisky nach „Spuren von Sultaninen, Ingwer und Holzwürze, vor einem Hintergrund aus süßem Zimt und Zitrustönen“. Am Gaumen bietet er „Zimtsüße, die in Datteln und Feigen übergeht“.

Unter den Christbaum wird es die Abfüllung dann aber doch nicht schaffen – sie ist erst für die letzten Dezembertage angekündigt. Wer sie haben will, muss dafür an die 9000 Euro auf den Tisch legen.

Clydeside Distillery füllt erstes Fass (mit Link zu Video)

In Glasgow hat ja vor knapp einem Monat die neue Clydeside Distillery eröffnet (wir berichteten hier). Die Geschichte der Brennerei, im Besitz von Morrison Glasgow Distillers Ltd, begann 2012, als Tim Morrison und sein Sohn Andrew, jetzt der Commercial Director der Brennerei, das Pumpenhaus in eine Destillerie umbauten. Und jetzt ist sie um einen weiteren Meilenstein reicher:

Wie unter anderem Glasgow Live berichtete, wurde gestern das erste Fass mit Newmake befüllt. Dass dies erst vier Wochen nach der offiziellen Eröffnung geschieht, ist leicht erklärt: Laut Distillery Manager Alistair McDonald (er war zuvor bei Auchentoshan) dauerte es so lange, bis alles im richtigen Verhältnis zueinander stand und man in der Brennerei mit dem Spirit zufrieden war.

Wir können also vormerken: Am 20. Dezember 2020 könnte die Clydeside Distillery ihren ersten offiziellen Whisky abfüllen. Ob das zu diesem Zeitpunkt auch geschehen wird, bleibt abzuwarten.

Auf der Seite von Glasgow Live befindet sich auch ein über vier Minuten langes Video, das die Befüllung des ersten Fasses zeigt und in dem die Reporterin mit Alistair und Tim spricht.

Whisky im Bild: Ardbeg x3, Caol Ila 2x

Drei Bilder von der Destillerie Ardbeg hat uns unser Leser Christian Spatt von seinem  Besuch auf Islay im September des Jahres mitgebracht, und zwei von Caol Ila. Diese fünf Bilder möchten wir Ihnen heute in einem „Whisky im Bild“ vorstellen – und dieses mit einem Aufruf verbinden:

Falls Sie Bilder aus Whisk(e)y-Destillerien haben, egal aus welchem Land und uns diese kostenfrei zur dauernden Verwendung auf Whiskyexperts zur Verfügung stellen wollen, dann setzen Sie sich doch gerne mit uns unter team (at) whiskyexperts.net in Verbindung. Wir suchen immer wieder persönliche Eindrücke, die wir mit anderen Whiskybegeisterten teilen dürfen. Die Bilder sollten von guter Qualität sein, über reine Schnappschüsse hinausgehen – und zumindest 1920×1080 Pixel groß. Aber auch wenn Sie Schottland oder Irland bereist haben und von dort Aufnahmen von der Landschaft oder von Sehenswürdigkeiten haben, sind wir daran interessiert, um hin und wieder Artikel damit illustrieren zu können. Natürlich werden Sie als Fotograf(in) erwähnt – und alle anderen Rechte bleiben bei Ihnen. Ideal wäre es, wenn Sie uns die Bilder über Dropbox oder ähnliche Services zur Verfügung stellen könnten.

Hier aber nun die fünf Bilder von Ardbeg und Caol Ila:

Ardbeg. Bild © Christian Spatt
Ardbeg. Bild © Christian Spatt
Ardbeg. Bild © Christian Spatt
Caol Ila. Bild © Christian Spatt
Caol Ila. Bild © Christian Spatt

Robb Report: Interview mit David Stewart (The Balvenie)

Welche drei Abfüllungen von The Balvenie würde Malt Master David Stewart einem Whisky-Anfänger empfehlen? Und welchen Jahrgang würde er selbst gerne einmal trinken? Diesen und anderen Fragen geht ein Interview auf den Webseiten von Robb Report nach, das dort gestern veröffentlicht wurde.

Darin wird Stewart auch nach dem Sinn und Wert des traditionellen Mälzbodens gefragt, den man bei The Balvenie immer noch betreibt und auch, ob er es erstaunlicher findet, dass er, der 1962 bei The Balvenie anfing, immer noch Whisky macht, oder dass die Rolling Stones, die in diesem Jahr ebenfalls ihren ersten Auftritt hatten, immer noch Musik spielen:

I haven’t had a dull moment at The Balvenie yet – so I’d have to go with the latter! When I started at the distillery, I was still an apprentice for 12 years and didn’t become the official malt master until 1974. Since then, it’s been a new experience every day, and we’ve been able to accomplish so much.

Keine tiefschürfenden Fragen und Antworten insgesamt, aber von David Stewart zu lesen ist immer ein Vergnügen. Das komplette Interview finden Sie hier.

The Balvenie Malt Master David Stewart zu Beginn seiner beispiellosen Karriere

Irish Central: Irischer Whiskey wird bunter

Schottischer Whisky: Viel. Irischer Whiskey: Wenig. Dieser Vergleich, der in den letzten Dekaden durchaus stimmte, hat heute zwar noch immer seine Gültigkeit, was die Quantität der Abfüllungen und Brennereien angeht, aber wenn es um Buntheit, um Vielfalt, um den lockeren Umgang mit Tradition geht, dann machen die Iren momentan das Spiel. Das mag man mögen oder nicht, aber die Iren haben hier einfach den Vorteil, sozusagen fast bei Null anfangen zu müssen oder zu können.

Ein Artikel in Irish Central beleuchtet nun den Aspekt der gewachsenen Vielfalt unter den irischen Whiskeys – und tut es, indem er vier neuere Abfüllungen genauer unter die Lupe nimmt: “The Sexton,” “The Temple Bar”, “Dingle” und “Slane Irish Whiskey.” Dabei geht es nicht nur um den Whiskey selbst, sondern auch um die Brennereien und Unternehmen, die dahinter stehen. Der Beitrag fängt unserer Meinung nach die Aufbruchstimmung in Irland gut ein und gibt einen atmosphärischen Einblick in das, was sich dort momentan tut.

Photo by Alkan de Beaumont Chaglar on VisualHunt.com / CC BY-SA

Serge verkostet: Grain Whisky aus Schottland

Grain Whisky ist ja eigentlich zunächst einmal der „Füllstoff“ bei Blends und hat daher, oberflächlich betrachtet, nicht den besten Ruf unter manchen Whiskyfreunden. Er wird unter fast industriellen Bedingungen in kontinuierlichem Brennprozess hergestellt und das in Mengen, gegen die die Produktion von Malt Whisky selbst in großen Brennereien klein aussieht.

Dennoch: Wenn man Grain Whisky, der ja aus allen möglichen Getreidearten hergestellt werden kann, genügend Zeit in guten Fässern lässt, kann er zu einer hervorragenden Spirituose heranreifen, die aus Prinzip abzulehnen eigentlich schade wäre. Man muss seine, im Vergleich zu Malt Whisky, meist exorbitante Süße schätzen, aber dann kann man Hervorragendes zu einem guten Preis entdecken.

Serge hat heute neue Single Grains verkostet, alle in letzter Zeit abgefüllt, und vergibt zumeist recht ansehnliche Noten dafür:

  • Cambus 24 yo 1993/2017 (52.7%, North Star Spirits, refill PX sherry butt): 83 Punkte
  • Cambus 25 yo 1991/2017 (52.7%, Liquid Treasures, sherry butt): 83 Punkte
  • Girvan 26 yo 1989/2016 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask #11061, 224 bottles): 78 Punkte
  • Strathclyde 27 yo 1989/2017 (52.8%, Cadenhead, World Whiskies, 156 bottles): 85 Punkte
  • Dumbarton 30 yo 1987/2017 (55.3%, Hunter Laing The Sovereign for The Whisky Barrel, refill barrel, cask #14247, 160 bottles): 85 Punkte
  • Carsebridge 44 yo 1973/2017 (50.9%, Hunter Laing The Sovereign for The Whisky Barrel, refill hogshead, cask #14189, 150 bottles): 87 Punkte
  • Dumbarton 30 yo 1987/2017 (56.5%, Hunter Laing The Sovereign for The Whisky Barrel, refill barrel, cask #13436, 197 bottles): 82 Punkte
  • North British 21 yo 1995/2017 (52.9%, North Star Spirits, bourbon hogshead, 146 bottles): 82 Punkte
  • Cambus 27 yo ‘Silent Character’ (52%, The Tweeddale, 564 bottles, 2017): 83 Punkte
Auch aus Weizen kann Grain Whisky erzeugt werden. Photo by Jonathan Combe (Thank you for 400,000 views!) on VisualHunt.com / CC BY

PR: Diageo ist 20 Jahre alt

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Gestern, am 17. Dezember, feierte der weltweit größte Premium-Spirituosenkonzern Diageo sein 20-jähriges Bestehen. Über zwei Dutzend Destillerien in Schottland stehen in seinem Besitz, und ihm gehören bekannte Marken wie Johnnie Walker, Lagavulin oder Oban. Zu diesem Ereignis haben wir eine Pressemitteilung von Diageo Deutschland erhalten, und uns bleibt vor deren Abdruck nur, dem Unternehmen zu seiner Erfolgsgeschichte zu gratulieren und auch für die Zukunft alles Gute zu wünschen.

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die Erfolgsgeschichte des weltweit führenden Herstellers von Premium-Spirituosen geht weiter

Hamburg, 18.12.2017 – An diesem Wochenende feierte Diageo, der Hersteller einiger der weltweit bekanntesten alkoholischen Getränke, darunter Johnnie Walker Scotch, Smirnoff Wodka, Tanqueray Gin und Guinness Stout, sein 20-jähriges Bestehen.

Diageo wurde am 17. Dezember 1997 durch den Zusammenschluss von Grand Metropolitan plc und Guinness plc gegründet und hat sich zu einem international führenden Unternehmen im Bereich der alkoholischen Getränke entwickelt. Heute werden die Produkte in 180 Ländern verkauft.

Der wirtschaftliche Erfolg spricht für sich: In den letzten 20 Jahren stieg der Aktienkurs von Diageo um 340 % , das Marktkapital um 440 %1 und der Gewinn je Aktie (vor Sonderfaktoren) ist 220 %2 höher.

Das Jubiläum wird weltweit gemeinsam mit den 30.400 Mitarbeitern des Unternehmens gefeiert. Von einer Zeitkapsel Zeremonie in der bekannten Cardhu Destillerie in Schottland, der Heimat von Johnnie Walker, bis hin zu Mitarbeitern in Lagos, Nigeria und Sydney, die auf den Anlass mit einem Schluck Johnnie Walker Black Label anstoßen.

In London eröffnete Diageos Chief Executive, Ivan Menezes, zusammen mit einem ausgewählten Team von Scotch Whiskey Blendern des Unternehmens und Mitgliedern des Senior Leadership Teams, den Tag an der Londoner Börse.

Ivan Menezes, Chief Executive von Diageo, sagt:

„Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir in den letzten 20 Jahren erreicht haben. Es ist dem einzigartigen Engagement unserer talentierten Mitarbeiter anzurechnen. Diageo ist ein junges Unternehmen, das aus dem unternehmerischen Vermächtnis von John Walker, Pierre Smirnoff, Charles Tanqueray, Arthur Guinness und vielen anderen hervorgegangen ist – dieser Geist setzt sich bis heute fort.“ Menezes betont weiter: „Unsere Marken sind jeden Tag Teil von Feierlichkeiten weltweit. Aber ich will an diesem besonderen Tag nicht nur auf den Erfolg unserer Marken und unseres Geschäfts anstoßen, sondern auch auf die Art und Weise, wie wir arbeiten. Wir haben große Fortschritte in den Bereichen Diversity und Integration gemacht, unsere Umweltbelastung minimiert, soziales Engagement ausgebaut, und weiterhin liegt unser Fokus darauf, den schädlichen Konsum von Alkohol weltweit zu verringern.“

Die Übernahme sozialer Verantwortung und das Schaffen eines Bewusstseins für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol stehen im Mittelpunkt von Diageos Handeln. Mit verschiedenen Initiativen kämpft das Unternehmen gegen Alkoholmissbrauch in unserer Gesellschaft.

„Wir als führender Anbieter von alkoholischen Getränken möchten das Bewusstsein für die Risiken von Alkohol schärfen und an einen genussvollen und verantwortungsvollen Konsum von Alkohol appellieren. Es geht nicht darum, was man trinkt, sondern wie viel man trinkt – unabhängig davon, ob es eine Spirituose, Bier oder Wein ist, Alkohol ist Alkohol. Genau hier sollen auch unsere Initiativen aufklären und Aufmerksamkeit schaffen.“,

so Karin Dietrich, Corporate Relations Director Central Europe bei Diageo.

Wichtige Meilensteine der letzten 20 Jahre im Überblick:

  • Diageo plc entstand durch den Zusammenschluss von Grand Metropolitan und Guinness. Das Unternehmen ist seit Dezember 1997 an den Börsen in London und New York notiert.
  • Im Jahr 2001 erwarben Diageo und Pernod Ricard den kanadischen Spirituosenhersteller Seagram’s. Diese Akquisition brachte Crown Royal (kanadischer Whiskey) und Captain Morgan Rum in die Diageo Markenfamilie.
  • Unser Programm „Water of Life“ wurde 2007 ins Leben gerufen, um Menschen in ganz Afrika sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Seit dem Start hat das Programm mehr als 10 Millionen Menschen in 21 Ländern geholfen.
  • Die Familie Nolet und Diageo gründeten 2008 ein 50/50-Gemeinschaftsunternehmen, um Ketel One Wodka zu verkaufen, vermarkten und zu vertreiben.
  • Diageo gründete im Jahr 2008 DRINKiQ, eine Online-Plattform, die Verbraucher anhand anschaulicher Grafiken und aufklärender Texte informiert, aufklärt und unterstützt, fundierte Entscheidungen über ihren Alkoholkonsum zu treffen.
  • 2008 startete Diageo das Projekt Learning for Life in Lateinamerika und in der Karibik. Das Bartender-Ausbildungsprogramm läuft mittlerweile in über 40 Ländern und hat mehr als 120.000 Menschen erreicht. Seit 2014 gibt es Learning for Life in Deutschland in Kooperation mit der Galander Bar Academy Berlin. Es finden Ausbildungsdurchgänge in Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, Leipzig und Dresden statt. Weitere Informationen über das Programm finden Sie unter: https://l4l.academy/
  • Im Jahr 2011 wurde Diageo das erste globale Unternehmen mit Anteilen an der schnell wachsenden chinesischen Spirituosenkategorie „White Spirits“, durch den Erwerb von Mehrheitsanteilen am Unternehmen Shui Jing Fang.
  • Diageo erwarb im Jahr 2011 auch Mey Içki, das führende Spirituosenunternehmen in der Türkei.
  • Im Jahr 2012 erwarb Diageo Meta Abo Brewery in Äthiopien und Ypióca Cachaça in Brasilien.
  • 2013 begann Diageo mit der Übernahme von United Spirits Limited in Indien.
  • Diageo ist der erste Spirituosenhersteller, der 2013 die UN Women’s Empowerment Principles unterzeichnet hat.
  • Diageo übernahm 2015 Don Julio Tequila.
  • Diageo wurde im Thomson Reuters Diversity and Inclusion Index 2016 als eines der 25 vielfältigsten und integrativsten Unternehmen gekürt.
  • Im Jahr 2017 erwarb Diageo den schnell wachsenden Spirituosenhersteller Tequila Casamigos.
  • Diageo kündigte im Oktober 2017 an, die seit 34 Jahren geschlossenen Destillerien Port Ellen und Brora mittels eines Millioneninvestments wiederzueröffnen.
  • 2017 feierte Diageo die Ausbildung von 1 Millionen Botschaftern für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol (im Rahmen von Programmen wie DRINKiQ.com).
  • Die Kampagne #JoinThePact von Johnnie Walker hat seit ihrem Start im Jahr 2008 bis heute fünf Millionen freiwillige Selbstverpflichtungen von Menschen eingeholt, die sich niemals unter Alkoholeinfluss hinter das Steuer setzen werden. Das neue Ziel sind 50 Millionen freiwillige Selbstverpflichtungen bis 2025.