Wir von Whiskyexperts wünschen unseren Lesern und unseren Partnern in den Destillerien, in den Unternehmen und im Handel ein friedvolles und wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten, schöne Feiertage und vor allem ein gesundes, erfolgreiches Neues Jahr. Danke für das freundschaftliche und vertrauensvolle Miteinander. Es macht unsere Freude an dem, was wir tun, komplett – und unsere Arbeit zum Vergnügen!
Wir werden natürlich auch die Feiertage über für Sie da sein und Sie mit Interessantem und Schönem zum Thema Whisky versorgen (Neuigkeiten wird es ja die nächsten Tage nicht so viele zu berichten geben), also schauen Sie bei uns rein und genießen Sie ein paar Tage, hoffentlich ohne Stress und Hektik.
Auch am Heiligen Abend präsentieren wir Ihnen hier wie jeden Sonntag Videos und Podcasts, die wir von den Erstellern der Beiträge selbst zur Veröffentlichung erhalten haben und mit denen wir Sie einladen wollen, ein wenig auf geschmackliche Entdeckungsreise zu gehen. Das 55. Kapitel unserer Serie bietet Ihnen die nachfolgenden Beiträge:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort auch als Playlist komplett ansehen – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Normalerweise ist Serge an Sonntagen mit Malternatives, also anderen Spirituosen beschäftigt. Heute aber, zum Weihnachtsabend, verkostet er zwei Whiskys aus seiner Heimat, dem Elsass. Es handelt sich um Whiskys aus dem Pays Welche – der Heimat der Volksgruppe, der Serge angehört und die nur 5% der Bewohner des Elsass ausmacht.
Die beiden Abfüllungen stammen aus der Stadt Lapoutroie, die auch auf unserem Titelbild zu sehen ist. Die Wertungen in der Verkostung sind nicht so wichtig wie die Erklärungen, die Serge in seinem heutigen Beitrag gibt, also gerne mal rüberschauen und lesen:
René De Miscault ‘Fine Selection’ (40%, Musée des Eaux-de-Vie de Lapoutroie, blended Scotch, +/-2017): 70 Punkte
Welche’s Whisky 2012/2017 ‘Single Cask #1’ (50.3%, OB, G. Miclo, France/Alsace, single malt, Bourgogne cask, cask #9, 315 bottles): 85 Punkte
Fröhliche Weihnachten! Heute entführen wir Sie mit unserem Sonntagsvideo auf den traditionellen Weihnachtsmarkt in Edinburgh – die Aufnahmen von Deggs Gunn stammen aus dem Vorjahr. Drehen Sie den Ton ruhig laut auf, die Weihnachtsmusik, die die Bilder begleitet, ist wunderschön gewählt und garantiert kommerzfrei.
Und wer noch einen Blick auf die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr werfen will: Deggs Gunn ist auch heuer durch die Stadt gegangen und hat die Eindrücke vor knapp drei Wochen mit der Videokamera eingefangen. Das Ergebnis sehen Sie unten.
In Wales gibt es eine weitere Destillerie, die jetzt Whisky produziert: Die Aber Falls Distillery in North Wales hat die Brennblasen, die im Sommer geliefert wurden (wir berichteten hier) angeworfen und mit der Whiskyproduktion begonnen.
Aber Falls ist die dritte Whisky-Destillerie in Wales nach Penderyn und Dà Mhìle, und die erste in Nord-Wales seit mehr als 100 Jahren. Sie liegt in Abergwyngregyn, Gwynedd – und benutzt Wasser vom Fluss Aber Falls (Afon Rhaeadr Fawr). Die ebenfalls dort geplante Abfüllanlage wird erst im Januar fertiggestellt sein. Man braucht sie für die ebenfalls dort produzierten Gins – auf Whisky aus der Aber Falls Distillery werden wir ja noch zumindest bis Ende 2020 warten müssen.
Mehr über die Destillerie und die Pläne für die Zukunft können Sie im Artikel auf Daily Post nachlesen. Zur Webseite der Destillerie geht es hier, wer sich das Gehirn verzwirbeln will, kann die Seite auch auf kymrisch lesen – hier.
Wie verbringt John Campbell von Laphroaig eigentlich Weihnachten? Was gibt es zu essen – und vor allem, was gibt es zum Laphroaig, der natürlich bei ihm als Distillery Manager der gleichnamigen Destillerie nicht fehlen darf?
Diesen gleichsam unwichtigen wie dennoch interessanten Fragen versucht die Onlineausgabe von Forbes in einem netten Beitrag nachzugehen. John erzählt, wie er Weihnachten verbringt, was auf den Tisch kommt, welche Vorschläge er zum Food-Pairing mit Laphroaig hat und welche lokalen Eigenheiten es auf Islay zu Weihnachten gibt, um nur ein paar Themen zu nennen.
Und auch sein diesjähriges Weihnachtsmenü ist kurz aufgelistet – dürfen wir uns zum Essen einladen, John?
Signatory Vintage Scotch Whisky Company, der unabhängige Abfüller und Eigentümer der Destillerie Edradour, kann sich über schöne Geschäftszahlen freuen: Dank gestiegener Exporte nach Japan und Taiwan ist der Umsatz um 10.5% im Vergleich zur Vorperiode angestiegen.
Besonders freuen wird man sich über den Gewinnanstieg: Der beträgt nämlich satte 30%. Andrew Symington führt das auf zwei Faktoren zurück, nämlich einen besseren Produktmix und Preisanstiege für Whisky insgesamt.
Die Destillerie Edradour kann dafür indirekt als Beweis dienen: Dort stieg die Produktion um 5.7%, die Einnahmen durch Verkäufe um 20.7%, wenngleich man nicht sagen kann, ob dies zum Beispiel durch gesteigerte Fassverkäufe aus den Lagern erzielt wurde oder durch höhere Preise.
Interessant in dem Beitrag auf Herald Scotland auch, dass die zusätzliche Produktion in der erweiterten Brennerei Edradour bereits im Januar beginnen wird und man dann 200.000 Liter pro Jahr produziert, mit Reserven bis auf 500.000 Liter.
Am letzten Samstag vor Weihnachten holen wir Sie noch einmal zurück in den Spätsommer auf Islay – und besuchen mit unserem Leser Christian Spatt drei Destillerien. Er hat insgesamt 11 Bilder von Bruichladdich, Kilchoman und Lagavulin für Sie aufgenommen, und wir teilen sie hier gerne mit Ihnen.
Ausserdem richten wir heute noch einmal unseren Aufruf an Sie: Wenn Sie schöne Aufnahmen von schottischen Brennereien oder Landschaften haben und diese uns zur kostenfreien Verwendung für unsere Leser zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie uns an team (at) whiskyexperts.net – wir haben immer Bedarf daran, auch zur Illustration unserer Artikel. Natürlich werden Sie als Fotograf(in) erwähnt – und alle anderen Rechte bleiben bei Ihnen.
Jetzt aber viel Vergnügen mit den Bildern, die Sie durch Anklicken vergrößern können – und einen halbwegs stressbefreiten letzten Einkaufsamstag vor den Festtagen, bevor Sie hoffentlich durchatmen können. Wie sagte Karl Valentin einmal so schön: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch endlich wieder ruhiger.„
Die Vorbestellungen sind bereits größer als die Anzahl der produzierten Flaschen, aber unter ihnen waren natürlich auch Vorbestellungen von Händlern und man kann darauf vertrauen, dass man auch hier in Deutschland bald in den Genuss der interessanten Abfüllung gelangen kann: Fusion Whisky und Adelphi haben einen neuen internationalen Blended Malt Whisky herausgebracht, in Anlehnung ihrer erfolgreichen Vorläuferserie, die Scotch und japanischen Whisky vermählte.
Der E&K Malt Whisky wurde wieder von Alex Bruce komponiert, Master Blender und Managing Director der Adelphi Distillery Ltd.. Er wurde aus schottischem und indischem Whisky geblendet.
Alex Bruce, Master of The Quaich und Managing Director der Adelphi Distillery Ltd. sowie der Ardnamurchan Distillery Ltd. (Copyright: Fusion Whisky Ltd; Picture: Tina Norris)
Die jüngste Komponente in der Flasche ist fünf Jahre alt, die drei verwendeten Malts stammen aus Ardmore, Glenrothes und aus Amrut, der indischen Brennerei in Bangalore. Geschmacklich soll er Früchte und exotische Gewürze, Cremigkeit, Sherrynoten und leichten Rauch bieten. Die offiziellen Tasting Notes in Englisch können Sie hier nachlesen:
In England wird der mit 57.8% abgefüllte E&K 135 Pfund kosten, in Deutschland wird man 129 Euro dafür auf den Tisch legen müssen – das genaue Erscheinungsdatum werden wir dann nachreichen, man kann aber bald damit rechnen.
Gestern war es soweit: The Shed Distillery in Drumshanbo, Co. Leitrim, hat nach dreijähriger Reifezeit den ersten Whiskey in denFässern. Nach über 100 Jahren ist es nun die erste Destillerie in Connacht, die wieder Whiskey produziert und damit den Rang der noch wenigen bereits mit eigenem Whiskey versehenen Brennereien in Irland (18 produzieren bereits, 16 weitere haben eine Baugenehmigung).
Vor 200 geladenen Gästen hat man das erste Fass geöffnet, eine Kostprobe daraus entnommen und danach das Fass wieder verschlossen. Es gehörte zu den ersten, die dort von den Besitzern PJ und Denise Rigney befüllt wurden. Die meisten der dort lagernden Fässer sind bereits im Besitz von Investoren oder Sammlern, darunter auch Prinz Albert von Monaco, berichet rte.ie. Eine offizielle Abfüllung erwartet man nach anderen Quellen erst im Jahr 2019.
18 Angestellte in Vollzeit hat die Brennerei bereits, man wird diese Zahl auf 30 erhöhen, wenn man im nächsten Jahr ein Besucherzentrum um 1.5 Millionen Euro fertigstellen wird. The Shed Distillery soll bis zu 250.000 Liter im Jahr produzieren.
Der dritte und finale Teil einer sehr ausführlichen und kritischen Auseinandersetzung mit irischem Whiskey, der auf FFT.ie gestern veröffentlicht wurde, ist für uns Anlass, auf die gesamte Serie hinzuweisen – geht sie doch sensibel und offen mit einem Faktum um, das zwar bei vielen Whiskeykennern bekannt, in der Allgemeinheit aber wenig verankert ist: Es gibt wesentlich mehr irische Whiskeymarken als es Destillerien gibt – und ein Großteil aller Abfüllungen stammt aus den selben Beständen. Viele kleine, im Aufbau befindlichen Brennereien nutzen diese unter eigenem Namen, um ihre Marke aufbauen zu können und sich einen Platz in den Regalen zu sichern. Manche gehen damit offen um, andere weniger. Und nachdem sich die Bestände in den Händen großer Konzerne befinden, haben kleine Blender eigenem Bekunden nach auch manchmal Probleme, genügend Stock für ihre Marken zu bekommen, vor allem dann, wenn sie in Konkurrenz zu den Produkten der Großen stehen.
Die drei Teile des Artikels (eins, zwei, drei) beschäftigen sich mit der Frage, warum es dazu kam, wie die Industrie damit umgeht und wie sich diese Situation auf das Standing des irischen Whiskeys auswirkt. Einerseits haben ja diese „Handelsmarken“ in Irland schon seit jeher Tradition, andererseits ist der Konsument von Schottland her gewohnt, dass die Whiskys auch unterschiedlichen Brennereien zugeordnet sind. Der Artikel ist sicherlich kontroversiell, aber hervorragendes Gedankenfutter und ein Beitrag dazu, die irische Whiskeyszene, die im Auf- und Umbruch ist, besser zu verstehen. Sehr lesenswert!
Unser heutiges Wallpaper für Whisky im Bild haben wir von Lydia Frontczak, die unserem Aufruf vor einigen Tagen gefolgt ist und uns einige ihrer Fotos für unsere Leser zur Verfügung gestellt hat.
Wir beginnen mit einem Bild aus dem Fasslager von Bowmore, einem stimmungsvollen Bild in schwarzweiß, 5312×2988 Pixel groß und gute 5MB im Download. In kleinerer Auflösung können Sie das Bild hier ansehen, zum Download klicken Sie hier.
Vielen Dank, Lydia Frontczak für die Bilder, und wenn Sie solche Aufnahmen von schottischen Brennereien oder Landschaften haben und diese uns zur kostenfreien Verwendung für unsere Leser zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie uns an team (at) whiskyexperts.net – über Einsendungen freuen wir uns sehr.
Als einer der Pioniere der Verwendung von biologisch erzeugter Gerste für Whisky hat Bruichladdich, die Islay-Destillerie, die sich im Untertitel des Brennereinamens selbst als fortschrittlich tituliert (progressive hebridian distillers), ein gewichtiges Wörtchen mitzureden in der Debatte, ob biologisch tatsächlich besser ist. Und man widmet dem Thema einen interessanten Beitrag auf der hauseigenen Webseite.
Der Tenor des lesenswerten Artikels: Man hat begonnen, Bio-Gerste zu verwenden, weil man wissen wollte, ob der Geschmack des Whiskys sich dadurch verändert. Die Frage war schnell geklärt: Bio-Gerste brachte tatsächlich eine besondere Cremigkeit in den Geschmack, die man sich so von herkömmlicher Gerste nicht erwarten durfte.
Aber ist biologischer Whisky auch tatsächlich besser? Niemand will behaupten, dass er gesünder sei – aber wenn man die weitere, nicht egozentrische Sicht anwendet, dann hat er tatsächlich Vorteile, die ihn „besser“ machen. Die Überlegungen gehen über das reine Erzeugen von Whisky hinaus und sind wirklich lesenswert, weil ja auch Whisky Teil einer Wertschöpfungs- und Ressourcenkette ist und seine Auswirkungen verwoben und mannigfaltig sind. Schauen Sie mal in den Beitrag rein, es zahlt sich aus.
Raymond Stewart von der Kentraw Farm erntet die Gerste auf Richard Macaire’s Foreland Estate. Bild von Bruichladdich
Gestern hat die Destillerie Ardnahoe ein Video von der Ankunft ihrer Stills auf dem Brennereigelände auf Islay veröffentlicht, und wir möchten Ihnen diesen kurzen, aber eindrucksvollen Clip nicht vorenthalten.
Die Stills für die Brennerei, die noch vor dem Sommer 2018 in Betrieb gehen sollen, wurden von ihrer Produktionsstätte auf Sattelschleppern nach Islay gebracht und dort in das mittlerweile schon weit vorangeschrittene Gebäude gehievt. Die Reise geht vorbei an einer beeindruckenden Bergkulisse, und ganz nebenbei: Man sieht schon jetzt, dass sich der Blick aus dem Stillhouse vor dem von Caol Ila nicht verstecken muss. Zum Ende des Videos sieht man dann die Brennerei noch von oben in einer Drohnenaufnahme.
Wenn man diese Bilder aus dem obenstehenden Video sieht, kann man durchaus davon ausgehen, dass Ardnahoe ein Publikumsmagnet auf Islay werden wird. Wer also ab Sommer 2018 auf Islay weilt, sollte die Brennerei im Hinterkopf behalten…