HS: Billy Walker (Glenallachie) über Brexit – neue Abfüllungen im Frühjahr

Auf Herald Scotland können Sie heute ein Gespräch mit dem Whisky-Urgestein und neuen Chef bei Glenallachie, Billy Walker, nachlesen. Man hat sich dort mit ihm über die Ausblicke der Whiskyindustrie im kommenden Jahr und darüber hinaus unterhalten, und darüber, was der Brexit für schottischen Whisky bedeutet.

Destillerie Glenallachie. Bildrechte bei Lars Pechmann.

Billy Walker hält sich selbst für einen ausgemachten Optimisten, und er glaubt, dass die Aussichten für Whisky in den kommenden Jahren mehr als rosig sind. Wohl werde der Brexit einige Unabwägbarkeiten ins Spiel bringen, aber die Potentiale, vor allem im asiatischen Raum, werden diese mehr als wettmachen. Auch der Anstieg der Nachfrage in den USA und Kanada sei sehr ermutigend.

Billy Walker

Kritischer sehe er den Mindestpreis für Alkohol in Schottland, der seiner Meinung nach ein schlechtes Signal an mögliche ausländische Märkte sende. Unterstützt in seinen Ansichten wird Walker vom CEO der SWA, Karen Betts, die in eine ähnliche Richtung argumentiert.

Im Artikel auf Herald Scotland wird in einem Nebensatz eine sehr erfreuliche Mitteilung gemacht: Die ersten neuen Abfüllungen der Destillerie Glenallachie, die Walker gemeinsam mit Partnern heuer gekauft hat, seien im Frühjahr 2018 zu erwarten. Es wird spannend, wie Walker die Produktrange der Brennerei in Zukunft gestalten wird.

Talisker und Oliver Sweeney bringen Wanderschuhe für Whiskyfreunde

Wer gerne Whisky genießt und gerne wandert, der kann jetzt beide Leidenschaften in einem einzigen Objekt verbinden: Talisker hat sich gemeinsam mit dem Nobelschuster Oliver Sweeney einen ganz besonderen Wanderschuh ausgedacht und in die Tat umgesetzt – einen, der (man verzeihe das platte Wortspiel) durchaus als wegweisend bezeichnet werden kann.

Der Talisker Wanderschuh hat eine kleine Seitentasche, in der ein eigens gefertigter Flachmann Platz findet. Der Schuh aus italienischem Leder ist dem Augenschein nach auch für längere Touren durchaus geeignet.

Bild: Talisker/Oliver Sweeney

Der Flachmann aus rostfreiem Edelstahl hat Platz für 60 ml Whisky (genug, um eine kleine Wandergruppe bei Laune zu halten) und verschwindet unauffällig in der Schuhtasche.

Bild: Talisker/Oliver Sweeney

Beim Kauf der Schuhe erhält man auch gleich einmal eine Flasche Talisker 10 dazu (angesichts des Preises der Schuhe eher eine symbolische Geste – man darf dann aus der eigenen Flüssigbibliothek durchaus zu Gereifterem greifen).

Bild: Talisker/Oliver Sweeney

Ein weiterer Clou der Schuhe: In die Sohle ist ein Teil eines Talisker-Fasses eingearbeitet – man wird dadurch zwar wahrscheinlich nicht zum Gebirgsjäger, aber schick schaut es auf jeden Fall aus.

Bild: Talisker/Oliver Sweeney

Gefallen an den Schuhen gefunden? Der Preis könnte den Gelüsten allerdings einen Dämpfer versetzen: Satte 690 Euro muss man für die Treter in einer schönen Holzbox auf den Tisch legen, wenn man sie hier bestellt. Aber wie hieß es in der Atika-Werbung (Zigarette) im Jahr 1967 so schön? „Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben“…

 

Whisky im Bild: Führung bei Bruichladdich (39 Bilder)

Nach wie vor kommen die News nur spärlich und vereinzelt in unsere Redaktion – bleibt uns also Zeit, uns wieder einer ausführlichen Fotostrecke zum Thema Whisky zu widmen.

Diesmal sind wir mit unserem Leser Jochen Wied bei Bruichladdich und machen einen Rundgang durch die Destillerie. Ganze 39 Bilder hat Jochen uns von seinem Besuch im September 2017 mitgebracht, wir haben sie der Übersichtlichkeit halber auf vier Seiten verteilt. Und dabei sehen wir nicht nur die Produktion, sondern werfen auch Blicke in die Lagerhäuser und die Abfüllanlage sowie die Umgebung der Brennerei. Und auch Fotos von netten Details dürfen natürlich nicht fehlen.

Viel Vergnügen mit den Bildern und unser herzlicher Dank an Jochen Wied!

Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied
Bruichladdich. © Jochen Wied

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Serge verkostet: Zwölfjährige Whiskys

Zwölf Jahre. Das ist irgendwie eine magische Zahl in den Köpfen fast aller Whiskyfreunde. Die Standardabfüllungen vieler Destillerien trugen und tragen dieses Alter, und wer kann sich nicht an den Glenfiddich 12yo oder den gleichaltrigen Glenlivet in der Hausbar der Eltern oder des Onkels erinnern?

Der zwölfjährige Whisky eignet sich auch gut als Richtschnur, wenn es gilt, den Charakter einer Brennerei festzuschreiben. Ja, die Zwölfjährigen sind immer Massenware, aber genau dort möchte man sich natürlich von seiner typischen Seite zeigen.

Serge Valentin hat heute vier zwölfjährige Standardabfüllungen gegeneinander antreten lassen. Bis auf den Deanston sind es lauter Speysider, und wahrscheinlich bis auf den Macallan 12yo sind sie auch bereits im gut sortierten Lebensmittelhandel erhältlich. Cardhu, Macallan, Glen Moray, Deanston – ohne jetzt auf die Punkte unten zu schielen, welcher davon wäre Ihr Favorit und warum?

Bei Serge in der Verkostung sehen die Bewertungen jedenfalls so aus:

  • Cardhu 12 yo (40%, OB, +/-2017): 75 Punkte
  • Macallan 12 yo ‘Sherry Oak’ (40%, OB, +/-2017): 81 Punkte
  • Glen Moray 12 yo ‘Elgin Heritage’ (40%, OB, +/-2017): 80 Punkte
  • Deanston 12 yo (46.3%, OB, +/-2017): 87 Punkte
Cardhu. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Cardhu. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Scotchwhisky: Die 175-jährige bewegte Geschichte von Cadenhead’s

Der älteste unabhängige Abfüller Schottlands, Cadenhead’s, ist wohl fast allen Whiskyfreunden ein Begriff. Die Abfüllungen, die aus diesem Hause stammen, sind in der Regel verläßlich gut, und was man dort immer wieder aus den Beständen zaubern kann, lässt das Herz von Whiskyfreunden höher schlagen.

Cadenhead’s feierte in diesem Jahr den 175. Geburtstag (auch mit besonderen Abfüllungen), und dieses Jubiläum nahm sich Thijs Klaverstijn auf scotchwhisky.com zum Anlass, um einen interessanten Artikel zu schreiben und darin einen geschichtlichen Überblick über den mittlerweile so eng mit Springbank verbundenen Bottler zu geben.

Photo by br1dotcom on Visualhunt / CC BY

Darin erfährt man zum Beispiel, dass das Unternehmen eigentlich lange nicht in Campbeltown beheimatet war, sondern in Aberdeen, dass einer der späteren Besitzer von einer Straßenbahn überfahren wurde und dass der gesamte Bestand des Unternehmens im Jahr 1972 bei Christies versteigert wurde – ohne festgelegtes Mindestgebot.

Ein interessanter Artikel, der viel über Cadenhead’s erzählt und uns so besser verstehen lässt, warum das Unternehmen das ist, was es heute ist: Einer der Fixsterne am Himmel der unabhängigen Abfüller.

Der Cadenhead’s Shop in Netherkirkgate 47, Aberdeen. Photo by morebyless on Visual Hunt / CC BY

Whisky im Bild: Ein Spaziergang rund um Port Ellen (21 Bilder)

Im Süden von Islay liegt der Hafen Port Ellen. Von dort erreicht man die drei Destillerien Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg, aber auch die Überbleibsel der Destillerie Port Ellen und die Port Ellen Maltings.

Die Landschaft dort ist besonders reizvoll, und wer die Zeit hat, der kann rund um den Hafen Natur pur erleben. Unser Leser Jochen Wied hat uns wunderbare Bilder geschickt (neben vielen anderen, die wir später für Sie bringen werden), insgesamt 21 Aufnahmen der Gegend um Port Ellen aus dem September dieses Jahres, mit Küstenlandschaften, der Straße zu den Destillerien oder dem Blick von den Port Ellen Maltings auf den Ort selbst. Viel Freude mit den Bildern auf den nächsten beiden Seiten!

Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied
Rund um Port Ellen. Bild © Jochen Wied

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Serge verkostet: Glen Ord in jugendlicher Ausprägung

Nicht der größte Name unter den schottischen Whiskys, aber – wie auch Serge sagt – einer, unter dem man sehr charaktervollen Whisky erhalten kann, ist Glen Ord. Und er ist ausserdem einer, möchten wir hinzufügen, der auch in jungen Jahren zumeist überzeugen kann.

Das beweist auch die heutige Verkostung bei Serge, in der vier Unabhängige von Glen Ord verkostet werden. Das Alter der Bottlings: Sieben bis dreizehn Jahre, wobei der jüngste Vertreter von Càrn Mòr nach der Meinung von Serge eigentlich zu früh in die Flasche kam und daher auch die niedrigste Wertung erhält:

  • Glen Ord 7 yo 2009/2016 (46%, Càrn Mòr, Strictly Limited, 740 bottles): 72 Punkte
  • Glen Ord 12 yo 2004/2017 (57.2%, Adelphi, cask #152, 242 bottles): 84 Punkte
  • Glen Ord 13 yo 2004/2017 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, cask #1260, 312 bottles): 84 Punkte
  • Ord 13 yo 2004/2017 (60.3%, Cadenhead, Authentic Collection, butt, 364 bottles): 86 Punkte
Glen Ord Distillerie, Foto von Urs, CC-Lizenz

IT: Irischer Whiskey mit sattem Exportplus

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1.1 Milliarden Euro waren die Exporte alkoholischer Getränke aus Irland in den Rest der Welt wert, 650 Millionen davon sind den Spirituosen zuzuschreiben, 412 Millionen allein irischem Whiskey.

Er erwies sich damit als Wachstumssieger der ganzen Kategorie, denn während diese um immer noch beachtliche 13.3 Prozent wuchs, legte der Whiskey um 14 Prozent zu. Das sind Werte, von denen die Schotten nur träumen können – allerdings hat der irische Whiskey nach einer recht schwachen Periode auch durchaus Aufholbedarf.

Die Industrie für alkoholische Getränke beschäftigt in Irland 204.000 Mitarbeiter und zahlt jährlich 3.4 Milliarden Euro an Löhnen und Gehältern aus. Auch 12.000 Bauernhöfe partizipieren am Erfolg der Industrie, die dort jährlich Getreide im Wert von 1 Milliarde Euro einkauft.

Keine Erfolgsmeldung aus diesem Sektor ohne gleichzeitige Warnung vor zu hohen oder höheren Steuern: Wie die Irish Times im Artikel schreibt, warnt die Sprecherin der Alcohol Beverage Federation of Ireland, Patricia Callan, vor den kontraproduktiven Auswirkungen der momentanen Steuerlast auf die Innovationskraft irischer Unternehmen. Zudem seien die Zölle unter den höchsten in der EU.

Barschilder in Irland. Foto: Whiskyexperts

Ralfy verkostet: Sein Whisky des Jahres

Kein klassisches Verkostungsvideo diesmal bei Ralfy, sondern sein fast schon Tradition gewordenes Jahresendvideo, in dem der Experte von der Isle of Man seinen persönlichen Whisky des Jahres vorstellt. Er verrät ihn weder in der Überschrift noch im Begleittext zum Video, und so wollen wir es aus Respekt vor seiner Arbeit ebenfalls halten. Wer ganz ungeduldig ist, der möge gleich zur fünfzehnten Minute des Videos springen, er versäumt aber dann wirklich interessante Betrachtungen zum Thema Whisky und die persönlichen Erfahrungen damit. Jedenfalls wie immer sehenswerte 20 Minuten.

Video: The Island Of St. Kilda (1908)

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Unser Feiertagsvideo von heute nimmt uns mit auf eine Zeitreise, fast genau 100 Jahre in die Vergangenheit. Und auf eine Insel, die auch heute noch fast unberührt von allem ist, weil sie abgelegen ist wie keine andere schottische Insel: St. Kilda. Weit westlich von Harris gelegen, beheimatet sie momentan nur mehr Angehörige der britischen Truppen, aber bis 1930 war sie fast 2000 Jahre permanent bewohnt, wobei die Einwohnerzahl niemals 180 Personen überschritt.

Das Video ohne Ton, das wir auf Youtube für Sie gefunden haben, stammt aus dem Jahr 1908, also gut zwei Jahrzehnte vor der Aufgabe der permanenten Besiedlung, und zeigt ein Leben, wie wir es uns heute nicht mehr vorstellen können. Auch das war einmal Schottland, und es kann uns vielleicht zeigen, wie sehr wir unser heutiges Leben unter den heutigen Umständen eigentlich jede Sekunde schätzen dürfen. Wir wünschen spannende und lehrreiche sieben Minuten!

 

Whisky im Bild: Ein Blick auf die Paps Of Jura (Wallpaper)

Der zweite Weihnachtsfeiertag ist für uns eine weitere Möglichkeit, Ihnen eines der wundervollen Bilder von Lydia Frontczak vorzustellen, das sie auf Islay geschossen hat. Von der Ostküste der Insel hat man einen fantastischen Blick auf eine weitere Whiskyinsel, die  nur durch einen schmalen Meerarm bei Caol Ila von Islay getrennt wird: Jura.

Die drei Bergspitzen, die die Hauptformation auf der Insel bilden, nennen sich Paps Of Jura, sind bis zu 785m hoch und von fast jedem Punkt von Jura aus sichtbar. Und auch von Islay aus bilden zwei von ihnen einen großartigen Anblick.

Das Bild können Sie in großer Auflösung (5312×2988 Pixel) hier herunterladen – untenstehend finden Sie es zur Ansicht und zum Anklicken.

Paps of Jura von Islay aus. Bild (c) Lydia Frontczak

Video: Ein Segeltörn in den Hebriden

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Die Weihnachtsfeiertage werden, wie schon angekündigt, bei uns eher schönen Dingen als Neuigkeiten gewidmet sein, denn selbst die Whiskybranche gönnt sich kurz einmal etwas Ruhe. Bleibt uns also mehr Zeit, Sie mit Dingen zum Schauen oder zum Hören zu verwöhnen.

Heute möchten wir das mit einem Clip tun, der einen Segeltörn um die Inseln der Hebriden zeigt – oder besser gesagt wunderschöne Aufnahmen der Inseln in 4K. Knapp 7 Minuten lang lässt uns das Youtube-Video von Frederico Bozzi staunen und genießen. Unbedingt als Vollbild ansehen, und wenn möglich, in UHD.

Serge verkostet: Glen Grant 1957

Zum Feiertag gibt es bei Serge Valentin auch einen feierlichen Tropfen (eigentlich zwei, aber die zweite Abfüllung ist ein Cognac, und der interessiert uns hier offiziell ja nicht). Er hat sich für einen Glen Grant aus dem Jahr 1957 entschieden, ein Bottling des unabhängigen Abfüllers Gordon & MacPhail. In die Flasche kam er 2011, also ist er um die 54 Jahre alt.

Alte Glen Grant sind selten enttäuschend, und auch dieser hier kann Serge mit seinem Geschmack überzeugen. Eine hohe Wertung ist das Resultat der Verkostung, und die ist kein Weihnachtsgeschenk, sondern durch seine Komplexität und Ausgewogenheit verdient:

  • Glen Grant 1957/2011 (40%, Gordon & MacPhail, Rare Vintage): 91 Punkte

Der Cognac, der uns ja offiziell nicht interessiert, hat auch 90 Punkte bekommen 😉

Glen Grant. Bildrechte: Lars Pechmann

 

Whisky im Bild: Ein Blick auf Ardbeg (Wallpaper)

Am ersten Weihnachtsfeiertag nimmt Sie Lydia Frontczak mit an die Südküste von Islay. Dort, östlich des Hafenortes Port Ellen, liegen wie Perlen auf einer Schnur die drei Destillerien Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg. Jede dieser Brennereien besitzt eine eigene Bucht, die von Ardbeg ist am wenigsten ausgeprägt.

Von dort hat Lydia Frontczak die Destillerie fotografiert und uns das Bild geschickt – wir bringen die wunderschöne Aufnahme in Originalgröße (5312×2988 Pixel) zum Herunterladen – und zum Ansehen in einer verkleinerten und komprimierten Version untenstehend. 

Ardbeg. Bild (c) Lydia Frontczak