Vor einigen Tagen haben wir ja bereits einige Bilder von Port Ellen (den Maltings und den Lagerhäusern) gebracht, und auch einen Blick auf die Überreste der Destillerie, die ja von Diageo wieder errichtet werden soll, konnten wir unseren Lesern bereits durch die Bilder von Jochen Wied gewähren.
Heute möchten wir Ihnen sechs weitere Bilder zeigen, diesmal von Jochen Wied und unserem Leser Ha-Pe. Lassen Sie uns mit einem Blick auf die Kilns beginnen:
Jochen Wied berichtet uns etwas mehr über den Platz davor, und illustriert das auch mit zwei Bildern:
Auf Islay hatten wir das Glück als Nachbarn Colin Gordon, seines Zeichens Site Manager der Port Ellen Maltings, zu haben, der es sich nicht nehmen ließ – trotz typischem Islay-Wetter – uns etwas Geschichte der ehemaligen Port Ellen-Distillery direkt auf dem Grundstück anschaulich zu vermitteln. Neben den Kilns und den Warehouses ist ja bekanntlich nicht mehr vierl übrig. Wenn man aber genau hinschaut, kann man die Überreste der Grundmauern des Stillhouse (das nicht sonderlich groß war), sowie abgetrennte Stahlträger erkennen, auf denen einmal die Potstills standen.
Was ich auch noch sehr interessant fand: Die Lagerhäuser von Port Ellen werden heute nur noch für Fässer von Caol Ila und Lagavulin verwendet, auf ganz Islay lagert angeblich kein einziges Fass Port Ellen Whisky mehr. Es sei viel zu gefährlich, diese Fässer dort zu lagern, teilte uns Colin mit.
Und einen Blick in die Lagerhäuser werfen wir nun wieder mit Ha-Pe, der diese fotografiert hat. In der Tat sind die einzigen Fässer, die man darauf wirklich einer Brennerei zuordnen kann, aus Lagavulin:
Eine schöne Übersicht zu Jahresbeginn bietet das englische scotchwhisky.com in einem Artikel, der heute online gegangen ist: Man listet dort alle Destillerien auf, von denen man weiß oder vermutet, dass sie in Schottland in diesem noch so jungen Jahr in Betrieb gehen werden. Zehn an der Zahl sind es, und sie werden im Artikel in Wort und Bild vorgestellt:
Ardnahoe
Ardross
Borders Distillery
Burnbrae Distillery
Crafty Distillery
Douglas Laing Distillery
Crabbie’s Distillery
Holyrood Park Distillery
Reivers Distillery
Toulvaddie
Zu allen Destillerien gibt es im Artikel auch interessante Hintergrundinfos und Links zu weiterführenden Artikeln. Gut für den schnellen Überblick und ebenso für tiefergehende Recherchen…
Unser Titelbild zeigt eine Planzeichnung der Islay-Destillerie Ardnahoe, untenstehend finden Sie eine für die Holyrood Park Distillery.
Nein, die Überschrift ist keinem Hangover geschuldet – sie erklärt sich aus den beiden Abfüllungen, die Serge und Angus heute im zweiten Teil ihrer gemeinsamen Session verkosten.
O.O. steht für Old Orkney, einen Whisky, der ca. 1910 in der Stromness Distillery auf den Orkneys abgefüllt wurde. Keine Altersangabe, keine Alkoholangabe, einfach ein alter, extrem seltener und sehr begehrter Whisky aus dem hohen Norden Schottlands.
Die zweite Abfüllung ist ein Fass-Sample aus der Leith Warehouse Company, aus einem Fass der Stromness Distillery stammend und am 16. Juni 1922 entnommen – also ebenso eine Seltenheit par excellence.
Die Wertungen der Verkostung: Serge und Angus vergeben diesmal „technische“ Punkte und meinen, es kämen noch jede Menge emotionale Punkte oben drauf. Wollen wir sie „unzählbare Punkte der Ehrfurcht“ nennen?
O.O. ‘Old Orkney’ (no ABV stated, OB, Real Liqueur Whisky, McConnell’s, Stromness Distillery, +/-1910): 90 Punkte (Angus 90 Punkte)
Stromness cask sample (Cask #17, Edinburgh & Leith Warehouse Company, drawn June 16, 1922): 90 Punkte (Angus 90 Punkte)
Von Stromness sind heute, 90 Jahre nach dem Ende des Betriebs, nicht einmal mehr Überreste vorhanden. Als Bild bringen wir daher eine Aufnahme von alten Werbeschildern für den O.O. Whisky, die in der Bar des Stromness Hotels auf den Orkneys hängen.
Whisky wird seit jeher nicht nur getrunken, sondern auch gesammelt – sei es, um besondere Tropfen für später aufzuheben oder rein des Sammelns willen. Immer schon, und verstärkt in den letzten Jahren, war Whisky auch ein Gegenstand der Wertanlage – begünstigt durch den Umstand, dass ältere Jahrgänge immer rarer werden und sich der Markt für Whisky global ausweitet.
Märkte sind dynamisch und ändern sich. Gastautor Marco Jansen von der Whisky Investments GmbH wirft für uns vierteljährlich einen Blick auf den Sammlermarkt und berichtet dabei über relevante Ereignisse und Entwicklungen. Hier ist sein aktueller Beitrag:
Der Whisky-Sammlermarkt – Bericht für Q1 2018
Im Jahre 2017 wurden weltweit an sehr vielen Kapitalmärkten neue Höchststände erreicht. Die größten Indizes wie der Dow Jones Industrial, der S&P 500 aber auch z.B. der deutsche Aktienindex DAX konnten im abgelaufenen Jahr prozentual zweistellige Kursgewinne verzeichnen. Ungeachtet der Hausse der letzten Jahre setzten auch die Entwicklungen der Preise an den Whiskysammlermärkten ihren Höhenflug unverändert fort.
Der RW APEX 1000 Index der schottischen Rare Whisky 101 Ltd., der die Entwicklung der tausend gefragtesten Abfüllungen am Sekundärmarkt abbildet, konnte im vergangenen Jahr um mehr als 25% zulegen und notiert so hoch wie nie zu vor. Japanische Abfüllungen entwickelten sich mit einem kleinen Plus von 4% eher unterdurchschnittlich, begehrter bei den Sammlern waren die „Klassiker“ aus dem Hause Macallan und einiger namhafter Lost Distilleries wie Brora oder Port Ellen. Bei den letztgenannten standen die Preise im letzten Quartal deutlich unter Druck, mehrten sich doch Diskussionen am Markt über die zukünftige Preisentwicklung dieser Marken nach der für die nächsten Jahre angekündigten Wiederinbetriebnahme. Am Ende blieb dennoch eine deutlich positive Entwicklung von mehr als 10%.
Wie wichtig eine ausgewogene und breit aufgestellte Sammlung ist, zeigt ein Blick auf den Negative Apex 1000 – den Index, der die Whiskies mit den schlechtesten Wertentwicklungen abbildet. Wer hier auf dem falschen Fuße erwischt wurde, musste 2017 Verluste von mehr als 7% hinnehmen. Mit Blick auf die letzten 8 Jahre summieren sich die Verluste sogar auf 40% und mehr- ein guter Grund sich regelmäßig mit dem eigenen Portfolio auseinanderzusetzen.
Wie zuletzt vom britischen Auktionshaus Bonhams berichtet setzt sich die Zunahme der Nachfrage auf breiter Front fort, immer mehr Investoren und Sammler begeistern sich für den Sachwert Single Malt Whisky. Auch von politischer Seite sind für das nächste Jahr keine Störfeuer zu erwarten, die aktuellen Brexit-Verhandlungen lassen -wenn überhaupt! – aktuell keinen schnellen Abschluss erwarten. Dementsprechend spricht zur Zeit wenig für eine Änderung des positiven Trends an den Whiskysammlermärkten.
Marco Jansen von Whisky-Investments.de
Autor Marco Jansen, Gesellschafter der Whisky Investments GmbH, arbeitet seit 16 Jahren in der Finanzbranche und sein Betätigungsfeld 1– neben der Betreuung von vermögenden Privatkunden – sind die internationalen Kapitalmärkte. Vor etwa 10 Jahren entdeckte er bei einer Reise nach Schottland seine Leidenschaft für Single Malt Whisky. Seitdem verfolgt er mit Interesse die Whiskymärkte und eine kleine Sammlung erlesener Tropfen füllt die speziell dafür eingerichtete Vitrine in seiner Heimat am Niederrhein.
Unser Titelbild zeigt die Catedral do Whisky – die größte Whiskysammlung der Welt
Sehr gut verfügbar, von hoher Qualität und mit einem recht attraktiven Preis: Auch im Jahr 2018 bleiben die Kriterien für unseren Whisky des Monats unverändert. Unsere Wahl fällt halt nicht immer genau auf einen einzigen Whisky, es sind manchmal auch mehrere einer Serie. So wie in diesem Monat unsere Wahl auf Big Peat, Timorous Beastie, Scallywag, Rock Oyster, The Epicurean und The Gauldrons fällt. Oder kurz zusammengefasst: Unsere Empfehlung für den Januar 2018 sind die Remarkable Regional Malts aus dem Hause Douglas Laing.
Wer immer auch die Idee hatte, jeder schottischen Whisky-Region jeweils ein eigenes Aromen-Profil zuzuweisen, dem kann man nur gratulieren. Die Unübersichtlichkeit, welche sich für Whisky-Novizen angesichts der großen Anzahl der Destillerien bietet, weicht ein wenig. Die Orientierung fällt deutlich leichter, und schnell können die eigenen Vorlieben und Favoriten formuliert werden.
Dass hier, wie bei jedem System, auch Härtefälle und vielleicht nicht ganz Passendes entstehen, versteht sich von selbst. Wozu gehört eine Brennerei, deren Warehouses in einer anderen Whisky-Region liegen als das Destillerie-Gebäude? Welche Gemeinsamkeiten haben die Whiskys von Talisker, Jura, Arran und den Orkney Islands ? Und warum gibt es eine Whisky-Region, zu der lange nur eine einzige Brennerei gehörte?
Der unabhängige Abfüller und Blender Douglas Laing blickt auf eine fast siebzigjährige Geschichte als Whisky-Spezialist zurück. Mit seinen Remarkable Regional Malts nimmt er die Whisky-Regionen auf und interpretiert sie durch seine Blended Malts auf eigene Weise. So repräsentieren Big Peat (Islay), Timorous Beastie (Highlands), Scallywag (Speyside), Rock Oyster (Islands) The Epicurean (Lowlands) und The Gauldrons (Campbeltown) die verschiedenen Varianten des Scotch Whisky. Als Small-Batch-Abfüllung gekennzeichnet und mit einem aufwändigen Design geschmückt, verdeutlicht Douglas Laing, das es hier nicht um eine Vereinheitlichung eines Geschmackprofils geht, sondern um Charakteristika einer Whisky-Region, welche von Batch zu Batch unterschiedlich interpretiert sind. Und dies alles gemäß dem Firmenmotto „no colouring – no chillfiltration – no nonsense“.
Big PeatSchon auf dem Label verdeutlicht der knollennasige Bärtige, mit zugekniffenen Augen und einer starken Brise trotzend, was vom Big Peat zu erwarten ist. Mit seinen Aromen von Salz, Torf und Rauch repräsentiert er die Whiskys der Insel Islay. Big Peat enthält Whiskys der Brennereien Ardbeg, Caol Ila, Bowmore und Port Ellen.
Timorous BeastieAus den Brennereien Blair Athol, Glen Garioch, The Dalmore und Glengoyne kommen unter anderem die Whiskys für diesen Vertreter der Region Highlands und sorgen für die den Highlands zugeschrieben Aromen: Heide kombiniert mit floralen Noten, würzig mit einem Anflug von Holz. Namenspate ist hier eine eine kleine und schüchterne Maus aus Robert Burns Gedicht „To a Mouse“.
ScallywagLeicht verschmitzt lächelnd begrüßt uns hier ein Foxterrier. Dieser süße, kleine und zugleich ein wenig freche Hund lässt uns den Charakter der Speyside-Whiskys erahnen: Fruchtig, süß und gleichzeitig würzig. Die hier verwendeten Whiskys kommen unter anderem von Mortlach, Macallan und Glenrothes lagerten sowohl in früheren Bourbon- als auch spanischen Sherry-Fässern.
Rock Oyster
Salzige und maritime Aromen, gepaart mit ein klein wenig torfigem Rauch und einer gewissen Würzigkeit, dies finden wir beim Vertreter der Islands. Neben Whisky von den Inseln Arran, Orkney und Jura enthält Rock Oyster auch Islay-Whisky.
The EpicureanDie Lowlands repräsentiert The Epicurean, diese Abfüllung ist zugleich auch eine Hommage. In den 30er Jahren wurden in Glasgow so wichtige Persönlichkeiten bezeichnet, welche auf keiner Gästeliste fehlen durften und auf Partys stets im Mittelpunkt standen. Wir finden hier Zitrus, florale Noten und Kräuter sowie Aromen gemälzter Gerste.
The GauldronsSeit dem letzten Herbst finden wir nun auch den Campbeltown-Vertreter (The Gauldrons bedeutet „Bucht der Stürme“) bei den Remarkable Regional Malts. Mit diesem Vatted Malt sind nun alle Whisky-Regionen vertreten. The Gauldrons zeigt neben seiner Salzigkeit noch Getreidenoten, welche begleitet werden von Rauch und Süße.
Die Standard-Abfüllungen der Remarkable Regional Malts sind mit einem Preis von 40 – 50 € im Fachhandel zu finden. Sie bieten damit einen preislich attraktiven und qualitativ hohen Einstieg in Schottlands Whiskys. Dazu gibt es verschiedene Sondereditionen und Special Releases: mit speziellen Finishes, in Fassstärke, zu Weihnachten, zur Fèis Ìle, als Abfüllung für spezielle Regionen, als personalisierte Abfüllung anlässlich besonderer Jubiläen oder mit einer expliziten Altersangabe. Und dann allerdings auch mit anderen, weil höheren Preisen.
Durch die Feiertage und die dadurch wohl genommenen Auszeiten sind sie diesmal wieder etwas spärlicher als sonst, aber dennoch präsentieren wir Ihnen hier wie jeden Sonntag Videos und Podcasts, die wir von den Erstellern der Beiträge selbst zur Veröffentlichung erhalten haben und mit denen wir Sie einladen wollen, ein wenig auf geschmackliche Entdeckungsreise zu gehen. Woche 56 bietet Ihnen die nachfolgenden Beiträge:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort auch als Playlist komplett ansehen – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite und auch in der Sidebar auf unserer Webseite.
Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Ein wenig kommt das Schema bei Serge Valentin in letzter Zeit durcheinander: Montag bis Freitag Tastings, Samstags Angus, Sonntags Ruhepause. Aber so zu 100% kann man sich darauf nicht mehr verlassen. Wie heute.
Heute nämlich posten Serge und Angus den ersten Teil einer gemeinsamen Session, bei der sie zweierlei Dinge verkosteten: Sehr, sehr alte Whiskys und Senf. Den Senf, wenn auch recht witzig zu lesen, lassen wir unserer Ausrichtung entsprechend, vor – aber die Whiskys, die bis ins Jahr 1878 (!!!) zurückreichen, die wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Alle Details dann hier in der Verkostung (und ja, auch die zu den Senftiegeln):
Real McTavish (43%, OB, Ainslie & Heilbronn, for Germany, +/-1970): 81 Punkte (Angus 80)
Ross Cameron’s 22 yo (86°proof US, OB, for T.F. Craft Corporation Los Angeles, Old Highland Malt Whisky, 1950s): 93 Punkte (Angus 93)
Smith & Hoey 21 yo (no ABV, OB, Liqueur Old Scotch Whisky, sold or bottled 1905): 93 Punkte (Angus 93)
McLaren’s 25 yo 1878 ‘V.V.O.’ (no ABV, John A. McLaren distiller, Perth, ‘Scotch Whisky’, +/-1902): 87 Punkte (Angus 88)
Bei unseren Sonntagsvideos waren wir in den letzten Wochen winterlich unterwegs, und das wollen wir auch heute so halten – zumindest teilweise. Unser erstes Video, mit einer Drone aufgenommen, von Frame Focus Capture Photography zeigt Schottland im Winter, mit hochauflösenden Aufnahmen, die mit ihren strengen Kontrasten schon fast grafische Wirkung haben. Die Bilder sind zwei Wochen alt und stammen vom Wochenende vor Weihnachten.
Das zweite Video ist ebenfalls ein Video mit Flugaufnahmen, diesmal allerdings „nur“ in Full HD. Der vier Minuten dauernde Clip stammt von Gregor Innes und widmet sich schottischen Landschaften, vornehmlich in den Highlands. Auch dieser ist eine echte Augenweide. Viel Vergnügen mit den beiden Filmen und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Port Ellen. Islay-Kundige wissen, dass mit diesem Namen mehrerlei verbunden ist: Der Ort im Süden der Insel, die dort gelegenen Maltings, jene Zentralmälzerei, in der das Malz für viele der Islay-Destillerien erzeugt wird, und die wiederum auf dem Gelände der Mälzerei gelegenen Überbleibsel der Port Ellen Distillery, die ja in den nächsten Jahren vom Eigentümer Diageo wiederbelebt werden soll.
Den letzten beiden, der Mälzerei und den Überresten der Destillerie, widmet sich die Fotostrecke, die wir aus Bildern von Jochen Wied zusammengestellt haben. Sie stammt aus dem September 2017 und zeigt Eindrücke der Gebäude ebenso wie stimmungsvolle Details.
Die Port Ellen Maltings sind übrigens in der Regel nicht öffentlich zugänglich – nur zum Feis Ile wird die Mälzerei für Besucher geöffnet. Die Touren dort zahlen sich für Whiskyinteressierte aus, auch wenn sie recht unromantisch sind. Dafür erhält man aber faszinierende Einblicke in eine Großmälzerei, die einem sonst verschlossen bleiben. Wir haben die Mälzerei im Mai 2016 auf Einladung von Diageo besucht – unseren Bildbericht aus der Anlage können Sie hier nachlesen.
Nun aber viel Freude mit den Bildern von Jochen Wied:
Keine Preisverleihung, sondern einfach seine persönliche Liste herausragender Malts – auf diese Festlegung, angesichts der Aufzählungen von besonderen Abfüllungen auf seiner Seite, legt Serge Valentin großen Wert. Er hat heute jene Whiskys und andere Spirituosen zusammengestellt, die jeweils in den vergangenen 12 Monaten die höchsten Punktezahlen abräumen konnten – und aus diesen seine Jahresfavoriten ausgesucht.
Die entsprechenden Kategorien dazu sind:
Neue Abfüllungen
Ältere Abfüllungen
Preiswert
Andere Spirituosen
Die jeweiligen Sieger verraten wir natürlich nicht, aber zumindest die Destillerien, aus denen die Gewinner der ersten drei Kategorien stammen (ohne richtige Reihenfolge):
Ardbeg
Springbank
Zwei davon sind unabhängige Abfüllungen, eine davon ein Standard aus der Destillerie.
Folgen Sie unserem Link zur Seite von Serge, und schauen Sie sich vor allem die monatliche Aufstellung seiner preiswerten Whiskys an – wir halten sie für eine ausgezeichnete Zusammenstellung von Whiskys, die nicht nur Anfängern einen guten Anhaltspunkt für sinnvolle Einkäufe liefert.
Abseits der Big Players im japanischen Whiskybusiness haben sich viele kleine, bei uns wenig bis gar nicht bekannte, Brennereien etabliert – Chichibu ist dabei die große Ausnahme. Denn sie ist zwar klein, aber über den Kreis der Insider hinaus bekannt, dank ihrer außergewöhnlichen Produkte, die weltweit gesucht und begehrt sind.
The Whiskey Wash, eines der größeren US-Onlinemagazine für Whisky, bringt nun einen gut bebilderten Reisebericht von Brian Oh, der sich der erst 2008 gegründeten Brennerei widmet. Der Bericht ist schon alleine deswegen interessant, weil die Destillerie eigentlich nicht für Besucher geöffnet ist und man sie nur auf Anfrage besuchen kann.
Brian Oh konnte auch einige Chichibus verkosten, die gerade erst auf den Markt kommen (zum Beispiel mit IPA-Finish oder ein Sample eines stark getorften Whiskys).
Ein interessanter Artikel, der zudem einige Hintergrundinfos gibt, die viel dazu beitragen, das Bild der Kult-Brennerei in der weiteren Umgebung von Tokio vollständiger zu sehen.
In der Chichibu-Destillerie. Bild: Mikael Leppä, CC-Lizenz
Nein, wir meinen hier nicht Liebesbriefe, sondern wortwörtlich Buchstaben der (Whisky)liebe. Man findet sie auf Lagerhäusern auf Islay, und Lydia Frontczak hat sie fotografiert und zu einem quadratischen Bild komponiert, das man sich eigentlich rahmen sollte, so schön ist es.
Dankenswerterweise hat uns die Fotografin das Bild zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt, Sie können es hier für Ihren Privatgebrauch herunterladen (4MB, 2200×2200 Pixel), untenstehend finden Sie es verkleinert und komprimiert zum Ansehen und Anklicken.
Holen Sie sich dieses Stück Islay nach Hause, und lassen Sie sich von ihm anspornen, die Insel selbst bald einmal (wieder) zu besuchen…
Mit freundlicher Genehmigung der irischen Waterford Distillery von Mark Reynier bringen wir hier ein Schaubild, das auf einen Blick zeigt, was sich produktionstechnisch bei der zu den spannendsten Destillerieprojekten Irlands zählenden Brennerei im Jahr 2017 getan hat.
Acht verschiedene Arten von Gerste von 39 landwirtschaftlichen Betrieben sind verarbeitet worden, insgesamt wurden 6783 Fässer gefüllt. Fast 2 Millionen Liter sind es nun seit Brennbeginn im Dezember 2015.
Mehr als ein Sechstel der Produktionsläufe wurden mit biologischer Gerste gemacht, etwas, auf das Mark Reynier mit seiner Waterford Distillery (sie war ehemals eine Brauerei im Besitz von Diageo und wurde umgebaut) in Irland großen Wert legt. Dass diese biologisch gezogene Gerste auch einen geschmacklichen Unterschied macht, kann man übrigens auch bei Reyniers früherer Wirkungsstätte, Bruichladdich, bestätigt bekommen.
Man geht bei der Waterford Distillery sogar noch einen Schritt weiter und verwendet Gerste aus biodynamischem Anbau, eine erweiterte Form der biologischen Landwirtschaft. Wenn Sie genauer wissen wollen, was der Unterschied ist und warum man bei der Brennerei darauf so großen Wert legt, bietet das untenstehende Masterclass-Video in knapp 15 Minuten umfassende Antworten und Einblicke.
Wieder einer einzigen Destillerie gewidmet ist die Session von Serge Valentin heute, und diesmal geht es um Glen Moray; jene Speyside-Brennerei, die auch gestern bereits unter den Zwölfjährigen vertreten war.
Die Destillerie Glen Moray. Bildrechte bei Lars Pechmann
Sechs unabhängige Abfüllungen stehen heute auf dem Prüfstand – im Alter zwischen neun und 28 Jahren. Alle sind sie in den letzten drei Jahren erschienen, einige davon auch heuer. Bei den Wertungen finden wir meist sehr gute, nur eine Abfüllung muss sich mit weniger als 80 Punkten zufrieden geben.