Wie gestern bekannt wurde, hat die Scotch Malt Whisky Society (SMWS) nach einer Mitgliederbefragung beschlossen, den Verkauf von Abfüllungen an Nichtmitglieder einzustellen.
Bislang konnten auch Whiskyfreunde, die nicht ein Mitglied der SMWS waren, Abfüllungen erwerben, allerdings mit einem deutlichen Preisaufschlag. Ein Gebaren, das die Mitglieder offensichtlich nicht gut fanden – so wurde die für Mitglieder verfügbare Menge aus den Einzelfassabfüllungen reduziert.
Der Verkauf an Nichtmitglieder wurde mit dem gestrigen Datum (26. September) eingestellt. Diese können nur mehr Artikel wie Gläser oder Geschenksmitgliedschaften kaufen. Der Flaschenverkauf bleibt nunmehr exklusiv Mitgliedern vorbehalten. Auch in den für Nichtmitglieder zugänglichen Räumlichkeiten (Kaleidoscope am Devonshire Square in London und 28 Queen Street in Edinburgh) ist der Kauf nun nur mehr nach dem Erwerb einer Mitgliedschaft möglich.
Vor knapp einem Jahr hat Glengoyne die erste Kunstedition für seinen zehnjährigen Standardwhisky auf den Markt gebracht (wir berichteten hier), von John Lowrie Morrison. Damals war eine Herbstszene das Motiv der Metalldose.
Nun ist die nächste Edition vorgestellt worden (und kann im Webshop der Destillerie bereits bestellt werden), diesmal mit einem winterlich weihnachtlichen Motiv. Wieder hat John Lowrie Morrison das Gemälde dafür geschaffen, und wieder geht ein nicht spezifizierter Teil des Verkaufspreises an eine Kunstschule in Glasgow, die 2014 bei einem Feuer teilweise zerstört wurde.
Nachdem auch die erste Edition später in den Geschäften bei uns erhältlich war (und teilweise noch ist), steht anzunehmen, dass auch das Weihnachtsmotiv in unseren Ländern erwerblich sein wird. Eine offizielle Bestätigung dafür haben wir allerdings noch nicht.
Zwei Abfüllungen aus der geschlossenen Destillerie Rosebank in den Lowlands (die Wiederbelebungsgerüchte, die alle paar Jahre wieder kursieren, haben sich bislang hartnäckig einer Übertragung in die Realität widersetzt) stehen heute bei Serge Valentin zum Tasting an. Für viele ist Rosebank mit St. Magdalene/Linlithgow geschmacklich der beste noch zu kaufende Whisky aus den Lost Lowlands, leider dürften die Bestände an verwertbaren Fässern nicht mehr besonders groß sein, dann man findet selten Neues am Markt.
Dementsprechend ist eine der beiden Abfüllungen in der Verkostung heute schon älter, nämlich jene von Blackadder, die zweite hingegen, ein Rosebank von Cadenhead, ist erst heuer erschienen. Hier die Wertungen:
Rosebank 10 yo 1989/1999 (59%, Blackadder, cask #839): 85 Punkte
Rosebank 25 yo 1991/2017 (50.5%, Cadenhead, 175th Anniversary, bourbon barrel, 190 bottles): 89 Punkte
Von Klaus Pinkernell, dem Verantwortlichen der Cadenhead-Shops in Berlin und Salzburg, haben wir einen Pressetext über gewichtige Veränderungen bei den beiden Shops erhalten. In Kürze: Ab 1. Januar 2018 werden diese Geschäfte nicht mehr unter dem Namen Cadenhead, sondern als „Pinkernells Whisky Market“ mit einem breiteren Angebot firmieren. Zu den Hintergründen der Entscheidung lesen Sie bitte nachfolgende Pressemitteilung:
Aus für Cadenhead-Shops in Berlin und Salzburg, Klaus Pinkernell übernimmt
Liebe Whiskyfreunde, speziell in Deutschland und Österreich!
In diesem Jahr feiern wir mit großer Freude den 175sten Geburtstag der Firma Cadenhead. Es gibt bzw. gab eine Flut von fantastischen Whiskys und damit verbundenen Veranstaltungen.
Im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten in Campbeltown gab es dann eine Besprechung mit den Cadenhead Shop Betreibern über die weitere Zusammenarbeit. Da die ursprünglichen Verträge doch sehr einfach gehalten waren und sich, speziell in den letzten Jahren, auch international viel verändert hatte, war eine Aktualisierung der Verträge dringend notwendig. Es wurden uns neue Verträge ausgehändigt mit der Bitte um Überprüfung und Unterzeichnung. An diesen Verträgen hatte ich nichts auszusetzen und habe sie unterzeichnet.
Statt einer Gegenzeichnung seitens Schottland kam allerdings ein Brief mit Zusatzbedingungen und Vorwürfen, über die ich, gelinde gesagt, überrascht war. Im folgenden Schriftverkehr verhärteten sich die Fronten so sehr, daß für beide Seiten eine langfristige Zusammenarbeit für nicht mehr sinnvoll gehalten wurde. Es erfolgte eine Kündigung meiner Verträge für Berlin und Salzburg.
Zum Schutz der Kundschaft und Fangemeinde von Cadenhead und auch Springbank und deren Club/Society habe ich mich bereit erklärt, bis zum Jahresende alle Zusagen an die Mitglieder einzuhalten. Hier wurde aus Schottland Zustimmung signalisiert. Somit bekommen bis zum Jahresende alle Springbank Society Member die 10% Preisnachlaß auf die Standardabfüllungen der Brennerei. Cadenhead Clubmitglieder bekommen
weiterhin einen Stempel für jede gekaufte Flasche in Berlin und Salzburg. Aber: Eine Zusendung der Clubflaschen/Societyabfüllungen im kommenden Jahr ist uns nicht möglich, da die Vereinbarung dann ausgelaufen sein wird.
Da wir bereits jetzt keine Lieferung von Cadenhead/Springbank mehr bekommen, sind Bestellungen von neuen Abfüllungen nicht mehr möglich. Die angekündigte Verlosung des finalen Jubiläumsbottlings findet mangels Lieferung ebenfalls nicht statt. Bestellungen zu kommenden Abfüllungen in Deutschland dann bitte an die Kollegen in Köln: www.cadenheads.de
Ich bedaure diese Entwicklung sehr, da ich nunmehr 13 Jahre in Deutschland und 4 Jahre in Österreich die Abfüllungen der Firma Cadenhead mit großer Freude beworben und vertrieben habe. Für die beiden Geschäfte mit den in Summe 7 Angestellten gilt: Zum Jahreswechsel erfolgt die Umfirmierung auf Pinkernells Whisky Market. Das Sortiment
wird sich vergrößern, da wir dann auch andere Unabhängige Abfüllungen ins Regal nehmen können. Auch Eigenabfüllungen und Direktimporte sind geplant. Entlassungen sind nicht vorgesehen, denn ein derartiges Team, mit dem ich zum Teil schon viele Jahre zusammenarbeite, bildet eine hervoragende Basis für einen Neuanfang. Bei diesem Team möchte ich mich herzlich bedanken!
Bei allen Kunden möchte ich mich ebenfalls sehr herzlich für das entgegengebrachte langjährige Vertrauen bedanken. Ich hoffe, daß Sie uns auch unter neuer Firmierung die Treue halten werden.
Ihr und Euer
Klaus Pinkernell
Unser Titelbild zeigt die beiden letzten Jubiläumsflaschen für die Shops in Berlin und Salzburg.
Das Thema mag etwas trocken erscheinen, die Implikationen der Umsetzung sind es nicht: Die Destillerie Ardnamurchan (im Besitz des unabhängigen Abfüllers Adelphi) hat gemeinsam mit dem Technologieunternehmen arc-net (Advanced Research Cryptography Ltd) ein cloudbasiertes System entwickelt, das Whiskyproduzenten gegen Fälschungen absichern und Konsumenten höchste Transparenz bieten kann.
Wie das geht? Die Zusammenarbeit zwischen der – nach Eigendefinition – grünsten Destillerie und arc-net ermöglicht es, mittels QR-Code von jeder Flasche über das Internet alle Details abzurufen, die für die Qualität des Whiskys maßgebend sind. Das geht vom Feld, auf dem die Gerste für den Whisky wuchs, bis hin zu dem Wissen, wann die Flasche genau befüllt wurde, und von wem. Damit kann jede Flasche lückenlos verfolgt werden – auch ein wichtiger Schritt gegen Fälschungen.
Zum ersten Mal wird das System namens Blockchain, das die in Belfast und Glasgow ansässige Firma arc-net entwickelt hat, beim neuen Ardnamurchan 2017AD zum Einsatz kommen. Dann kann man mit dem Handy den QR-Code scannen und alles über die Flasche und ihre Geschichte erfahren.
Natürlich macht das die Destillerie nicht einfach als l’art pour l’art, sondern weil das System neben der Transparenz auch entscheidende logistische Vorteile hat: Man kann damit die Produktionskette auf Effizienz analysieren – und vor allem die gesetzlich notwendige Dokumentation aller Produktionsschritte restlos automatisieren.
Man wird sehen, ob dieses neuentwickelte System später auch von anderen Destillerien genutzt wird.
Andrew Lyall, Lead Engineer bei arc-net, mit Alex Bruce, Managaing Director and Master Blender bei Adelphi
Glenmorangie Astar
Highland Single Malt
52.5% Alkohol
non-chillfiltered
2017 Verkoster: Bernhard Rems Sample: Glenmorangie
Der Glenmorangie Astar war bei seinem Erscheinen im Jahr 2008 ein großer Erfolg. 2012 waren dann die Bestände der dafür benötigten Fässer aufgebraucht und er musste vom Markt genommen werden. Jetzt, fast 10 Jahre nach der Ersteinführung, hat Dr. Bill Lumsden eine zweite Auflage des Whiskys in leicht getoasteten amerikanischen Weißeichenfässern aus der Ozark-Bergregion in Missouri geschaffen, die an den Erfolg der Erstausgabe anknüpfen soll. Für ca. 85 Euro werden Sie den Glenmorangie Astar ab Oktober käuflich erwerben können – wir durften schon jetzt eine Probe davon verkosten.
Nase: Honig und eingekochte Früchte, Passionsfrucht, Birne, Mango, darüber Puderzucker und Butterkaramell. Das Ganze mit Zitrone beträufelt und etwas Kokosflocken darauf.
Gaumen: Die Opulenz, die die Nase ankündigt, findet sich auch im Mund. Wieder buttrige, vanillige Töne, dahinter Dosenananas, einige zarte Röstaromen und ein zarter Hauch reifer Banane. Danach Toffee und erstmals ganz sanfte Holznoten.
Finish: Zurückhaltend, aber lang. Wieder Honig, grünes Holz, leicht etwas Bitteres wie nicht ganz reife Walnüsse und Gewürznelken.
Alles in allem: Das erste Wort, dass durch den Kopf geht, wenn man sich mit dem Astar beschäftigt ist: Beeindruckend. Kraftvoll und doch geschmeidig, opulent und doch strukturiert, alles getragen von der höheren Alkoholstärke, die sich aber nie alkoholisch zeigt – ein wirklich schöner Whisky von Glenmorangie, der Lust macht, immer wieder zu ihm zurückzukehren. Wie gesagt: Beeindruckend!
Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Hier ist sie, die offizielle Presseinformation zu den Diageo Special Releases 2017 mit den unverbindlichen Verkaufspreisen und allen weiteren wichtigen Informationen. Viel Vergnügen beim Stöbern und Gustieren:
Tadellos handgemachte Whiskys aus Schottland:
Diageo stellt die Special Releases Collection 2017 vor
Hamburg, September 2017: Zehn tadellose schottische Whiskys werden, als Teil von Diageos jährlicher „Special Releases“-Kollektion, als limitierte Edition und in begrenzter Menge diesen Herbst in den Handel gebracht. Die von Liebhabern und Sammlern weltweit sehnlichst erwarteten Flaschenabfüllungen mit natürlicher Fassstärke, werden jedes Jahr nach strengen Vorgaben ausgewählt und zu einer exklusiven und begehrten Kollektion zusammengestellt.
Sorgfältig handgemacht und schön verpackt verspricht die Kollektion einige der seltensten und ältesten Whiskys von sowohl klassischen als auch von weniger bekannten, bereits geschlossenen Destillerien. Jeder Whisky dieser Reihe bietet einen komplexen Geschmack von höchster Qualität. Erstmals wird die limitierte Edition „Blended Malt Scotch Whisky“ herausgebracht, die die Whiskys von allen 28 aktiven Diageo-Destillerien enthält. Dieser COLLECTIVUM XXVIII vervollständigt als zehnter Whisky die „Special Releases“-Kollektion und ist der bislang vierte NAS Malt Whisky in dieser Serie. Er zeichnet sich durch seine Farbe – klares Bernstein – aus und die Noten setzen sich aus Nüssen sowie Gewürzen zusammen, gefolgt von fruchtiger dunkler Schokolade.
Der älteste Whisky in der Serie ist der 52 Jahre alte PORT DUNDAS und zugleich auch der älteste, der jemals von der Port-Dundas-Destillerie herausgebracht wurde. Er ist die zweite Ausgabe aus dem Vorrat der Destillerie und gleichzeitig der vierte Single Grain Scotch Whisky, der Teil dieser jährlichen Kollektion ist. Desweiteren wurde der 18 Jahre alte GLEN ELGIN, als dritte Ausgabe in dieser Serie, wieder im diesjährigen Sortiment begrüßt. Der GLEN ELGIN reift in ehemaligen Weinfässern aus europäischer Eiche, die dem Whisky eine leichte Würze verleiht.
Die 2017er „Special Releases“-Kollektion wird ab Herbst 2017 im Fachhandel erhältlich sein. Jeder Whisky ist eine limitierte Edition, darunter vier aus bereits geschlossenen Destillerien. Alle diese Whiskys wurden hergestellt, um unvergessliche und unvergleichbare Geschmackserlebnisse zu bieten.
Für mehr Neuigkeiten zu den Malts besuchen Sie bitte: www.malts.com.
BLAIR ATHOL 23 Jahre
Destilliert: 1993 58,4 Vol.-%
Region: Highlands
Fass: Ehemalige Weinfässer aus europäischer Eiche
Max. 5.514 weltweit verfügbar
UVP: 459 €
BRORA 34 Jahre
Destilliert: 1982 51,9 Vol.-%
Region: Highlands (Küste)
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche
Max. 3.000 weltweit verfügbar
UVP: 1.699 €
CAOL ILA 18 Jahre
Destilliert: 59,8 Vol.-%
Region: Islay
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche
Begrenzte Anzahl weltweit verfügbar
UVP: 115 €
COLLECTIVUM XXVIII
Destilliert: NAS 57,3 Vol.-%
Region: Speyside, Islay, Island, Lowlands, Highlands
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche, wiederbefüllte Fässern aus europäischer Eiche, ehemalige Weinfässer aus europäischer Eiche und erstbefüllte Bourbonfässer
Begrenzte Anzahl weltweit verfügbar
UVP: 169 €
CONVALMORE 32 Jahre
Destilliert: 1984 48,2 Vol.-%
Region: Speyside
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche
Max. 3.972 weltweit verfügbar
UVP: 1.399 €
GLEN ELGIN 18 Jahre
Destilliert: 1998 54,8 Vol. %
Region: Speyside
Fass: Ehemalige Weinfässer aus europäischer Eiche Max. 5.352 weltweit verfügbar
UVP: 349€
LAGAVULIN 12 Jahre
56,5 Vol.-%
Region: Islay
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche
Begrenzte Anzahl weltweit verfügbar
UVP: 99 €
PORT DUNDAS 52 Jahre
Destilliert: 1964 44,6 Vol.-%
Region: Lowlands
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche
Max. 752 weltweit verfügbar
UVP: 899 €
PORT ELLEN 37 Jahre
Destilliert: 1979 51 Vol.-%
Region: Islay
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche & wiederbefüllte Fässer aus Amerikanischer Eiche
Max. 2.988 weltweit verfügbar
UVP: 3.099 €
TEANINICH 17 Jahre
Destilliert: 1999 55,9 Vol.-%:
Region: Highlands (Küste)
Fass: Wiederbefüllte Hogshead-Fässer aus Amerikanischer Eiche & wiederbefüllte Fässer aus Amerikanischer Eiche
Sechs Monate ist es nun her, dass Rachel Barrie für Brown-Forman den Job als Master Blender bei BenRiach, Glendronach und Glenglassaugh übernommen hat. In der BenRiach Distillery Company ist sie nun für das Produktportfolio und neue Abfüllungen verantwortlich, und die ersten Abfüllungen, die unter ihrer Ägide entstanden sind (wie zum Beispiel der neueste Batch der BenRiach Jahrgangsabfüllungen) kommen nun auf den Markt.
Anlass genug für scotchwhisky.com, sich mit Rachel über ihren Job zu unterhalten. Das geschieht nicht in Form eines klassischen Interviews, sondern man lässt Rachel erzählen und stellt ihre Zitate zu einem sehr interessanten Artikel zusammen, den Sie hier nachlesen können. Rachel spricht darin über ihre Erfahrungen bei Ardbeg und Glenmorangie, ihre Ausbildung als Chemikerin und ihre ganz persönliche Sicht auf den Charakter der drei Brennereien, die nun in ihrer Verantwortung als Master Blender stehen. Schöner Lesestoff, der ein wenig tieferen Einblick in die Materie gibt.
Die Yula-Trilogie von Douglas Laing findet nun mit der dritten Ausgabe ihren würdigen Abschluss, teilt der unabhängige Abfüller und bald Destilleriebesitzer in einer englischsprachigen Presseaussendung mit (über Yula #1 können Sie bei uns hier nachlesen, über Yula #2 hier).
Der 22jährige Blended Malt ist eine Komposition ausgesuchter Island Single Malts und zeigt laut Angaben des Herstellers deutlich maritime Noten und sanften Rauch. Er ist mit 51.2% abgefüllt, ohne Farbstoff und ohne Kältefiltration.
Natürlich wird es Yula #3 auch in Deutschland geben, und zwar ab Anfang Oktober – als Preis dürfen wir ca. 150 Euro erwarten.
Nachstehend bringen wir die englischsprachigen Tasting Notes für Sie:
Catch a gentle oceanic salt and ozone clean zephyr as the nose opens – with its later tobacco and leather style. Palatewise, anticipate a complex mix of sweet peat, pepper, coal dust, oak wood smoke and a late-on-the-palate chocolatey sweetness. The long subtle finish initially reflects that dulcet, barley quality but still shows a warmingly spiced, tarred and sooted style.
Man muss zwei Mal hinsehen, um sicher zu sein, dass man sich nicht geirrt hat – aber was unser Bild zeigt, sind drei Abfüllungen von Ballantine’s, dem bekannten Blend, die Single Malt zum Inhalt haben. Mit Altersangabe. Drei Single Malts also, die unter dem Label eines Blends gebottelt werden.
Jeweils 15 Jahre alt sind die Single Malts der Destillerien Glentauchers, Glenburgie und Miltonduff, die allesamt von Chivas natürlich auch für den Ballantine’s-Blend verwendet werden. Abgefüllt werden sie mit 40%, also am unteren Ende der für Scotch erlaubten Alkoholstärke.
Chivas will wohl damit die Bestandteile von Ballantine’s dem Blend-Genießer in ihrer puren Form näher bringen – eine interessante Marketing-Idee. Um in den Genuss der neuen Bottlings zu kommen, muss man als Europäer allerdings eine weite Reise tun – diese Abfüllungen wird es nur im asiatischen Travel Retail geben.
Addendum 28. September: Laut den Berichten eines unserer Leser sind die drei Abfüllungen im Bordershop Puttgarden zu je ca 47 € gesehen worden, gerüchteweise soll mans sie auch am Flughafen Paris CDG finden…
Gestern machte Serge eine kleine Verkostungspause (zumindest, was das Publizieren seiner Notes betrifft), heute geht es wieder weiter, und wie: Drei Abfüllungen von Brora, die in den Achtzigern des vorigen Jahrhunderts destilliert wurden, stehen heute am Programm.
Brora, eine Lost Distillery auf dem Gelände der jetzigen Clynelish-Brennerei, ist unter Whiskyfreunden hoch geschätzt, und die Abfüllungen, die jetzt noch auf dem Markt auftauchen, kosten dementsprechend (das ist aber natürlich auch und vor allem, der Seltenheit der Abfüllungen zu verdanken).
Unter den drei Abfüllungen der Verkostung von heute ist auch der Brora aus den Special Releases 2017 von Diageo (diese Flasche kostet zum Beispiel rund € 1.700,-), aber „Gewinner“ bei der Punktewertung ist ein Brora aus der Rare Old-Serie von Gordon & MacPhail:
Brora 1982/2015 (46%, Gordon & MacPhail, Rare Old, refill sherry puncheon, Lot #RO/15/01): 92 Punkte
Brora 23 yo 1980/2003 (49%, Dun Bheagan, hogshead, cask #824, 276 bottles): 86 Punkte
Brora 34 yo 1982/2017 (51.9%, OB, Special Release, 3,000 bottles): 88 Punkte
Brora Destillerie, Foto von Andrew Wood, CC-Lizenz
Schon bald wird es eine neue Abfüllung von Kilchoman geben, den Kilchoman Red Wine Cask Matured. Er stammt aus portugiesischen Rotweinfässern und ist mit 50% in die Flasche gekommen. Anthony Wills sagt dazu:
Der Kilchoman Red Wine Cask Matured ist mit nichts zu vergleichen, was wir bislang abgefüllt haben; der vollmundige Einfluss der Douro Valley Rotweinfässer haben Tiefe, Körper und den abgerundeten Geschmack eingekochter Früchte zur klassischen zitronigen Süße und dem Torfrauch von Kilchoman hinzugefügt.
Dr. Mario Prinz, österreichischer Importeur von Kilchoman, schätzt, dass die neue Abfüllung um die 80 Euro kosten wird. Seinen Angaben nach ist sie relativ stark limitiert – das Erscheinungsdatum beschreibt er mit „coming soon“.
In den letzten Tagen und Wochen haben wir Ihnen einige fotografische Rundgänge durch Destillerien der Speyside und der Highlands präsentiert, und diese Serie möchten wir heute mit 28 Bildern aus der Destillerie Macallan fortsetzen.
Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen war Ende August vor Ort, und hat Bilder der alten Destillerie, des Besucherzentrums sowie des schon recht fortgeschrittenen Baus der neuen Destillerie und der gigantischen Lagerhäuser gemacht. Begleiten Sie sie und uns auf diesem Rundgang, der eindrucksvoll zeigt, wie sich Macallan verändern wird:
Wie auch in den Jahren zuvor startet wieder der C2C Spirits Cup, der einzige Wettbewerb, in dem Konsumenten als Juroren für Whisky (und neuerdings auch Rum) Auszeichnungen vergeben. Spirituosenfachfrau Julia Nourney organisiert und leitet ihn, wir von Whiskyexperts sind (gemeinsam mit der Aquavitae, in deren Rahmen auch die Preisverleihung stattfinden wird, und dem Highland Herold) wieder als Unterstützer und Co-Ausrichter dabei. Finden Sie untenstehend alle Infos und vor allem die Termine zu dem einzigen Spirituosen-Wettbewerb, der nur den Geschmack des Konsumenten zum Inhalt hat:
C2C Spirits Cup 2017 – Konsumenten verkosten Whisky und Rum
In Kürze nimmt die Roadshow des C2C Spirits Cups wieder Fahrt auf. Dabei geht es ausschließlich um die Frage der geschmacklichen Vorlieben von Whisky- und Rum-Liebhabern. Nach drei erfolgreichen Durchgängen der vergangenen Jahre geht der Spirituosen-Wettbewerb, bei dem alle Produkte ausschließlich von Konsumenten bewertet werden, am 27. September in die 4. Runde. Genießer können dann an insgesamt 8 Standorten im Bundesgebiet wieder ihre Wertung für zahlreiche Whisk(e)y- und R(h)um-Produkte abgeben.
Vorbereitungen für eine Blindverkostung im Rahmen des C2C Spirits Cup
Die Teilnahme am C2C Spirits Cup ermöglicht Konsumenten den seltenen Einblick in die Welt der Wettbewerbe und bietet ihnen die Gelegenheit, ihre Meinung ohne Umwege kundzutun. Während der Blindverkostungen finden sie dabei absolut professionelle Bedingungen vor, die keinerlei Beeinflussungen zulassen und den Gegebenheiten internationaler Wettbewerbe vergleichbar sind.
Aber auch für Produzenten, Abfüller und Importeure lohnt es sich, ihre Produkte beim C2C Spirits Cup einzureichen, denn hier erfahren sie die ungeschminkte und von Marketing-Aktionen unbeeinflusste Meinung des Verbrauchers. Nirgendwo sonst bekommen sie eine aufrichtigere Rückmeldung hinsichtlich Geschmack und Marktakzeptanz.
Eindrücke einer Jurierung während des C2C Spirits Cup
Interessenten, die als Juror bei einer der Verkostungen Whisk(e)y oder R(h)um/Ron bewerten möchten, sowie Produzenten, Abfüller oder Importeure, die ihre Produkte dem kritischen Urteil des Konsumenten stellen möchten, wenden sich für weitere Informationen bitte an info@spirits-cup.org
Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden am 14. Oktober im Rahmen der Spirituosen-Messe Aquavitae 2017 bekannt gegeben.
Die Verkostungstermine 2017:
Mittwoch, 27.09.2017, 19:30: Gabi Gräf – Getränke, Wein und mehr, Gerauer Str. 75, 60528 Frankfurt