Zum Start ins Wochenende möchten wir Sie gerne mit einem TV-Tipp für Montag versorgen, damit Sie im Falle des Falles Ihren Rekorder rechtzeitig programmieren können: Der Beitrag „Schottlands Nordseeküste“ wird vom Bayerischen Rundfunk um 11:10 ausgestrahlt (und danach auch in der Mediathek verfügbar sein).
Worum geht es bei diesem 2014 produzierten, 45minütigen Beitrag aus der Serie Länder-Menschen-Abenteuer? Hier die Beschreibung von der Webseite des br:
Diese Regionen der Nordseeküste, angefangen am Leuchtturm von Dunnet Head, dem nördlichsten Punkt des schottischen Festlandes, bis hinunter zur englischen Grafschaft Suffolk sind keine klassischen Reiseziele für Touristen wie beispielsweise Cornwall, Somerset oder Devon. Es sind landschaftliche und historische Schätze, die das Filmteam auf einer abenteuerlichen Reise durch unbekanntes Terrain aus atemberaubender Perspektive mit Cineflex-HD-Luftaufnahmen entdeckt.
„Schottlands Nordseeküste“ bietet außergewöhnliche Geschichten: Ein 17-jähriger Hochlandrinderzüchter hübscht seine geliebten Tiere mit Shampoo, Föhn und Nagelfeile auf. Bei Loch Ness sitzt seit Jahren tagtäglich ein „Vollzeit-Nessie-Forscher“ am Ufer. Der Chef der Fassbauer einer kleinen Whisky-Destillerie ist noch immer der schnellste, wenn es gilt, die Holzfässer von Hand zusammenzubauen. Und der stärkste Mann Schottlands erklärt, worauf es ankommt, wenn man einen Baumstamm so durch die Luft schleudern will, dass er auf „zwölf Uhr“ liegen bleibt.
Etwas Spannendes für Whisky- und SF-Fans haben wir heute auf der TTB-Datenbank in den USA entdeckt: Diageo hat bei der Behörde einen Johnnie Walker Black Label The Director’s Cut Blade Runner 2049 eingereicht, der wohl zeitgleich mit dem Filmstart auf den Markt kommen soll.
Zwei Dinge sind besonders bemerkenswert: Das Etikett lässt auch eine spezielle Flaschenform vermuten, und dem Rückseitenlabel kann man entnehmen, dass der Whisky mit 49% Alkoholgehalt abgefüllt ist.
Das Ganze sieht also eher nach einer relativ limitierten Sonderausgabe aus, andererseits könnte man annehmen, dass im Zuge des Merchandising doch an eine eher großzügigere Verbreitung gedacht wurde. Man darf sich überraschen lassen.
Hier die Labels der Vorder- und Rückseite:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Mit unserem heutigen Whisky im Bild verlassen wir Islay und begeben uns weiter südlich auf die Halbinsel Kintyre, in die Whiskyregion Campbeltown. Die Destillerie Springbank ist dort beheimatet, und sie ist bei Whiskyfreunden aus vielen Gründen besonders beliebt: Sie ist alt, urspünglich, arbeitet traditionell – und macht in der Regel ganz hervorragende Whiskys. Drei Marken stellt sie her: Hazelburn, einen dreifach destillierten, ungetorften Whisky, den leicht getorften Springbank und den stark getorften Longrow, beide doppelt gebrannt.
Dass Springbank nicht nur etwas Besonderes für den Geschmackssinn, sondern auch für die Augen ist, zeigt uns Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen mit ihren 22 Bildern, die im Mai dieses Jahres bei einem Besuch aufgenommen wurden. Wir haben sie der Übersichtlichkeit halber und der Ladezeiten wegen (für unsere mobilen Benutzer) auf drei Seiten aufgeteilt:
Eine Einzelverkostung steht heute bei Serge Valentin an, und eine recht spezielle dazu: Serge verkostet eine Abfüllung des Regensburger Whisky Clubs, einen vierundzwanzigjährigen Whisky aus der ehemaligen DDR, von dem es nur 85 Flaschen gibt. Er stammt aus der Destillerie Falckenthal aus Luckenwalde, und er muss vor 1989, als die DDR zu existieren aufhörte, gebrannt worden sein.
Früher war nicht immer alles besser, aber manches unerwartet gut: Der Whisky erhält in Serges Verkostung schöne 88 Punkte:
Whisky of GDR 24 yo before 1989/2013 (59.8%, Regensburger Whisky Club, single cask, 85 bottles): 88 Punkte
Von der Brennerei Piekfeine Brände aus Bremen sind wir über eine besondere eigene Abfüllung informiert worden: Der – nach eigenen Angaben – erste hanseatische Single Malt mit einem Alter von 5 Jahren wird gerade abgefüllt. Was dahinter steht, wie er schmeckt und wo er zu beziehen ist, entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressemitteilung:
Der erste 5-Jährige wird abgefüllt!
Die Brennerei Piekfeine Brände präsentiert ihren ersten 5-jährigen Hanseatic Single Malt
Bremen, den 20. Juli 2017. Was haben Schottland, Irland und die Hansestadt Bremen gemeinsam? Besonders hochwertigen Whisky! Denn in der Bremer Brennerei „Piekfeine Brände“ finden Liebhaber der dunklen Spirituose jetzt den ersten 5-jährigen hanseatischen Whisky. Mit diesem Single Malt-Whisky „VAN LOON“ können sich Whiskyliebhaber auf ein einzigartiges und perfekt ausbalanciertes Geschmackserlebnis freuen.
Dieses Premiumprodukt wurde erstmalig in 2012 als Kleinserie (small batch) in kleinen Kupferbrennkesseln im Rau- und Feinbrandverfahren entsprechend dem Pot-StillVerfahren hochwertig destilliert. Nur das Herzstück gelangte in ausgesuchte Eichenfässer. Der Ausbau erfolgte teils in First-Fill Bourbon-Whiskey-Fässern, die von einem ortsansässigen traditionellen Fassbauer in 100 Liter Fässer umgebaut wurden; teils in 225 Liter Rotwein-Barriques von dem bekannten badischen Winzer und Top-Gastronomen Franz Keller. Den Whisky lagerte die Brennerin in einem historischen Weinlager am windigen Bremer Europahafen, direkt an der Weser.
Im Januar 2015 wurden die Fassinhalte vermählt und zum Finishing für ein halbes Jahr in ungarische Tokajer-Fässer verbracht. Tokajer ist ein besonders hochwertiger ungarischer Süßwein aus einer Weißweintraube.
Der erste Jahrgang „VAN LOON“ erfreute sich als dreijähriger großer Beliebtheit und war bereits Ende 2015 ausverkauft. Nur ein Fass hat die mehrfach prämierte Brennerin liegen gelassen. So reifte das Destillat noch weitere zwei Jahre und kommt nun als stark limitierte Rarität Ende Juli 2017 in die Flasche. 70 Prozent des Fassinhaltes sind schon vorbestellt.
Das Team von Piekfeine Brände
Die verbleibende Restmenge kann in der 500-ml Flasche als Fassstärke (55 % Vol./89,50 €) und als Trinkstärke (42 % Vol./69,50 €) noch vorbestellt werden.
Zeitgleich kommt der 3. Jahrgang „VAN LOON“ als Dreijähriger heraus. Nach zwei Jahrgängen Finishing im Tokayerfass, hat die Brennerin dieses Mal Portweinfässer zum Finishing gewählt. (500 ml / 42 % Vol. / 54,90 €)
Sensorik:
Farbe: Bernstein-Rot Nosing: Vanille, Karamell, Honig, Schokolade, Pfeifentabak Tasting: Malz, Honig, Biskuit, Vanille, süßlich mit leichter Würze, Orange, Aromen von Eiche und Schokolade, Rosinen, leichte Brandy-Note
Mit der Produktion des 5. Jahrgangs „VAN LOON“ wird das schon auf mehr als 50 Fässer angewachsene Fasslager eine neue Heimat in der stilgerecht restaurierten Remise der Union Brauerei in Bremen-Walle finden. Dort werden voraussichtlich ab dem 4. Quartal 2017, Events, Verkostungen, Führungen und Verkauf stattfinden. Weitere Informationen mit interessanten Einzelheiten werden zu gegebener Zeit geliefert. Der Standort in der Bremer Überseestadt am Europahafen wird unverändert beibehalten.
Die Abfüllung
Dort kann der Whisky ab dem 22. Juli 2017 erworben werden. An diesem Wochenende findet das Hafenfest „Überseetörn“ am Europahafen statt.
Natürlich sind die Piekfeinen Brände als einzige Bremer Brennerei auch wieder auf dem Bottle-Market auf dem Bremer Messegelände am 17. bis 19. November 2017 dabei.
Wir nehmen uns heute einmal eine Auszeit, was Destilleriebesuche anbelangt, und widmen uns einfach „nur“ beeindruckender Landschaft – natürlich mit Whiskybezug.
Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen hat während Ihres Islay-Aufenthalts im Mai dieses Jahres auch etwas Zeit gefunden, zwischen dem Besichtigungsprogramm einfach nur den Machir Bay entlang zu spazieren und mit der Kamera verschiedene Eindrücke von dort festzuhalten. Machir Bay ist der Strand, der der Brennerei Kilchoman im Westen vorgelagert ist – und nach dem man dort die Standardabfüllung benannt hat. Kommen Sie mit uns, riechen Sie die Seeluft und spüren Sie den Wind in den Haaren…
Vor einiger Zeit haben wir darüber berichtet, dass bei den Destillerien von Diageo ein Besucherzustrom wie noch nie zu verzeichnen war. Besonders herausragend dabei die Brennerei Blair Athol mit knapp 75.000 Gästen im abgelaufenen Jahr ab Juli 2016.
Nun meldet auch die Lowland Destillerie Glenkinchie einen neuen Rekordbesuch. Genau 45.749 waren es über die letzten 12 Monate, 8% mehr als im Vorjahr, schreibt der East Lothian Courier. Das sind doppelt so viele wie es noch vor 10 Jahren waren. Mit ein Grund für die Attraktivität der Destillerie für Besucher mag der regelmäßige Shuttlebus sein, der Gäste von Edinburgh zur Brennerei bringt.
Falls Sie einen Besuch von Edinburgh aus planen: Der Bus geht vom Waterloo Place aus um 09:15, 10:45 und 13:00 Uhr, und er bringt Sie in knapp 30 Minuten zu der rund 15 Meilen entfernten Destillerie. Die Tour samt Bus kostet Minimum 22 Pfund, für den Bus muss man sich vorher telefonisch unter 01875 342 012 anmelden!
Wenn es nicht so interessant wäre, wäre es fast langweilig: Zum vierten Mal in Folge präsentiert Serge Valentin nun bereits die Resultate seiner Begegnungen mit Einzelfassabfüllungen aus der Destillerie Kavalan – heute sogar ein ganzes Dutzend.
Die taiwanesische Brennerei gibt sich diesmal keine einzige Blöße und wird in der Verkostung mit 81 bis 93 Punkten bewertet:
Kavalan 2008/2012 ‘Solist’ (57.8%, OB, Taiwan, for Malt Whisky Paradise, bourbon cask, cask #B080904064, 164 bottles): 85 Punkte
Kavalan 2009/2016 ‘Solist’ (58.6%, OB, Taiwan, Port cask, cask #O090617023A, 175 bottles): 90 Punkte
Kavalan 2009/2016 ‘Solist’ (57.8%, OB, Taiwan, for Malt Whisky Paradise, sherry cask, cask #S090102042, 511 bottles): 92 Punkte
Kavalan 2009/2016 ‘Solist’ (57.8%, OB, Taiwan, for HNWS, sherry cask, cask #S090608021A, 524 bottles): 93 Punkte
Damit sind die 35 Kavalan, die Serge in der Warteschleife hatte, abgehandelt – ein paar Nantou, ebenfalls aus Taiwan, stünden noch an, die aber an einem anderen Tag, meint Serge…
Wollten Sie schon immer mal eine Insel in Schottland besitzen? Wir hätten da eine für Sie – vorausgesetzt, sie haben die Summe von 370.000 Euro parat – etwas, für das Sie in Edinburgh übrigens gerade einmal eine Zweizimmerwohnung erhalten würden: Little Ross Island in der Region Dumfries und Galloway in den Lowlands wäre zu haben, berichtet The Daily Telegraph. Die Lage des kleinen Eilands haben wir auf Google Map für Sie markiert:
[gmap id= „129“]
Vom Festland aus betrachtet sieht man auf der Insel vor allem einen Leuchtturm, der ein gruseliges Detail bietet: In ihm wurde um 1960 der Leuchtturmwärter von seinem Kollegen ermordet. Der flüchtige Täter konnte erst nach einer umfangreichen Verbrecherjagd durch England festgenommen werden.
Der Leuchtturm selbst ist übrigens nicht zu verkaufen (er ist jetzt vollautomatisiert und staatlich betrieben), wohl aber das Anwesen mit sechs Schlafzimmern und der gesamte Rest der Insel, inklusive dreier eher als Ruinen zu bezeichnenden Schuppen.
Die Insel ist in punkto Strom selbstversorgend, mit Solarenergie und einer Windturbine, und wer auf öffentliche Anbindung hofft, wird leider enttäuscht werden (aber wer braucht soetwas schon auf einer Privatinsel?): Als Transportmöglichkeiten werden „Boot“ und „Hubschrauber“ genannt.
Sollte jemand von unseren Lesern das Angebot der Immobilienmakler Galbraith in Anspruch nehmen, würden wir uns später über eine kleine Privateinladung sehr freuen 😉
Die Destillerie Tomatin informiert uns, dass sie soeben die zweite Edition im Rahmen der Warehouse 6 Collection für den Markt angekündigt hat. Nach dem Tomatin 1971 Edition des Vorjahrs handelt es sich nun um den Tomatin 1972 Edition.
Insgesamt gibt es von dieser Abfüllung 380 Flaschen (280 mit 70cl, 100 mit 75cl). Ins Fass kam der Whisky am 20. November 1972, abgefüllt wurde er bereits 2014 mit 42.1%. Er stammt aus drei Fässern aus einem traditionellen Dunnage Warehouse: 23404, 23405 und 23406.
Wie schon bei der ersten Ausgabe wird der Whisky in einer aufwendig gefertigten hölzernen Schatulle und einem handgefertigten Glencairn-Decanter präsentiert. Auch Gläser sind in der Box, ebenso wie ein nummeriertes Zertifikat.
Geschmacklich wird der Whisky wie folgt beschrieben: Aromen von Wildblumen auf Sommerwiesen, süße Mandeldüfte, Kaffee und Wintergewürze. Sein Charakter wird als komplex und unverwechselbar beschrieben.
Wenn der Tomatin 1972 Mitte August bei ausgewählten Spezialitätenhändlern zum Verkauf angeboten werden wird, wird man dafür 2000 Pfund, umgerechnet also ca. 2260 Euro locker machen müssen.
Nach einigen Tagen Pause möchten wir Sie wieder mit in eine Destillerie nehmen, mit den Fotos, die Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen in Götzis/Vorarlberg in diesem Mai aufgenommen hat. Diesmal begleiten wir Alexandra auf einer speziellen Führung durch die Destillerie Bruichladdich im Westen der Insel Islay.
Insgesamt sind es diesmal 36 Bilder, die wir der Übersichtlichkeit halber auf 4 Seiten aufgeteilt haben. Freuen Sie sich auf schöne Eindrücke aus einer Brennerei, die viel Wert auf Terroir legt – und Tradition mit Experimentiergeist verbindet:
Whisky ist ein Genussmittel, das viel seines Zaubers von Traditionen bezieht. Aber auch rund um das eigentliche Wasser des Lebens gibt es viele Dinge, die zu ihm gehören, wie die Bilder eines rauen Tages in den Highlands oder die Küsten von Islay. Eines davon sind Destilleriekatzen.
Seit jeher haben die Katzen in den Destillerien durch die dort stattfindende Getreideverarbeitung auch ausreichend Nahrung in Form von Mäusen gefunden, und dabei die Vorräte vor der kompletten Ausplünderung beschützt. Katzen waren also gerne gesehene Mitbewohner, und ihren Nimbus haben sie sich auch in den Zeiten, in denen kaum noch in der Destillerie selbst gemälzt und getrocknet wird, bewahrt.
Scotchwhisky.com widmet heute den vier berühmtesten Destilleriekatzen, die die Mäuseplage in den Destillerien Glenturret, Ardmore, Glen Keith und Strathisla sowie Highland Park unter Kontrolle hielten, einen Artikel. Es sind liebenswerte, interessante Geschichten, die wir Ihnen sehr ans Herz legen.
Und weil sich gerade die Gelegenheit ergibt, wollen wir ausnahmsweise keine Destilleriekatze, sondern unsere Redaktionskatze aufs Titelbild heben: Der Kartäuserkater Eddie, 15 Jahre alt und eine durch und durch freundliche, ruhige Seele, residiert in der Regel am Sofa hinter einem der Redaktionsschreibtische und überwacht das ganze Geschehen mit stoischer Ruhe – falls er es nicht gerade vorzieht, die Ruhe auf die Spitze zu treiben und ein Nickerchen zu machen…
Heute am späteren Nachmittag (17:15) auf arte-tv, schon jetzt online und dort auch noch die nächsten sieben Tage lang abrufbar ist die 25 Minuten dauernde arte Doku: „Wie das Land, so der Mensch„, in der sich der Biologe und Wissenschaftsjournalist Raphaël Hitier mit Biologen, Historikern und Geologen trifft, um mit ihnen zu besprechen, wie die Natur den Menschen formt. Besonders interessant für uns Whiskyfreunde: Im Beitrag (Erstausstrahlung 2014) geht es um Schottland und die Auswirkungen der schottischen Unabhängigkeitsbestrebungen. Hier ein Zitat aus der Vorschau:
Den schroffen Felsen der Highlands entsprechen die sanften Hügel der fruchtbaren Lowlands – dazwischen bildet der Nationalpark Loch Lomond and the Trossachs die Grenze. Unweit des Parks liegt Stirling. Die von den Engländern lange Zeit umkämpfte Stadt war einst Hauptstadt des Königreichs Schottland und zeugt vielerorts noch von den heftigen Gefechten der Unabhängigkeitskriege während des 13. und 14. Jahrhunderts. Anfang des 18. Jahrhunderts änderten sich durch die Unterzeichnung des Act of Union zwischen Schottland und England die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Clans der Highlands verloren allmählich an Einfluss, während sich die Lebensart der Engländer auch in Schottland immer mehr durchsetzte. Eine große Hungersnot im 19. Jahrhundert entvölkerte die schottischen Highlands weitgehend. Sir Walter Scott setzte der Region mit seinem Roman „Rob Roy“ ein literarisches Denkmal. Bis heute ist der Geist des Freiheitshelden in den großartigen unberührten Landschaften zu spüren.
Die Doku können Sie auf der Webseite von arte ansehen, falls Sie keine Möglichkeit haben, das im TV zu tun oder den Recorder zu programmieren…
Auch am dritten Tag der Woche beschäftigt sich Serge Valentin mit der Destillerie Kavalan, und diesmal sind es sogar acht Abfüllungen, die den Weg auf seine Seite gefunden haben. Wie schon in den beiden Tagen davor geht es nicht um Standards, sondern um Einzelfassabfüllungen, die bei der taiwanesischen Brennerei den Namen „Solist“ tragen.
Auch in der Verkostung heute gibt es einen Ausreißer nach unten, aber ansonsten finden sich durchwegs hohe Bewertungen:
Kavalan ‘Solist PX Sherry Cask’ (55.6%, OB, +/-2016): 75 Punkte
Kavalan 2009/2016 ‘Solist’ (59.4%, OB, Taiwan, for Asia Palate Association, Port cask, cask #O090619037A, 187 bottles) : 87 Punkte
Es bleibt anzunehmen, dass auch noch den Rest der Woche Kavalan im Mittelpunkt der Verkostungen bei Serge stehen wird. Mal sehen, wie es morgen aussieht…