Teeling Whiskey verkauft Minderheitsanteil an Bacardi

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Bewegung im Markt für irische Whiskeys: Das Dubliner Unternehmen Teeling Whiskey, Betreiber der Teeling Distillery, hat gestern am Abend bekannt gegeben, dass man einen Minderheitsanteil an den Bacardi-Konzern verkauft hat. Weder der genaue Anteil noch die dafür gezahlte Summe wurden öffentlich gemacht.

Mit dem Erwerb der Anteile von Teeling ist verbunden, dass Bacardi ab 1. September den Vertrieb der Teeling-Produkte in den USA übernimmt, berichtet The Irish Times. Teeling wird weiterhin von den Teeling-Brüdern Stephen und Jack geführt, Bacardi wird keinen Einfluss auf das operative Geschäft haben.

Stephen und Jack Teeling. Bild: Teeling Distillery

Whisky des Monats Juli 2017: Stronachie 18yo

Monat für Monat präsentieren wir Ihnen einen Whisky, welchen wir beachtenswert finden, der problemlos erhältlich ist und auch preislich im Rahmen bleibt. Auch diesmal haben wir eine Abfüllung, die uns gut gefällt, zum Whisky des Monats gekürt – und sie ist damit unsere sehr subjektive Empfehlung an unsere Leser: Der Stronachie 18yo, eine Benrinnes-Abfüllung des unabhängigen Abfüllers A.D. Rattray – mit Geschichte.

Die längst geschlossene Destillerie Stronachie (ihr Ende liegt im Jahr 1928) war in einem Tal in den Orchil Hills an der Grenze zwischen Perth und Kinross beheimatet. Nicht einmal die Grundmauern sind noch vorhanden.

A.D. Rattray und die alte Stronachie-Destillerie haben eine gemeinsame Vergangenheit. Damals war der Firmengründer von A.D. Rattray, Andrew Dewar, der Repräsentant von Stronachie. Tim Morrison, der heutige Inhaber, hat in Erinnerung an diese geschäftliche Verbindung die Marke „The Stronachie“ auferstehen lassen.

Stronachie 18yo ist ein Small Batch Highland Single Malt, abgefüllt aus wenigen Bourbon Fässern der Benrinnes Distillery in der Speyside, die danach in Sherryfässern „verheiratet“ wurden. Man entschied sich bei A.D. Rattray für Benrinnes, da dieser dem Stil des historischen Stronachie sehr nahe kommt. Mit knapp 60 Euro Verkaufspreis ist er wohl die preiswerteste Möglichkeit, den interessanten Single Malt aus dieser Speyside-Destillerie in gut gereiftem Zustand zu verkosten.

Benrinnes Destillerie, Foto von Andrew Wood, CC-Lizenz

Der Stronachie 18yo bietet in der Tat sehr viel und sehr viel Schönes für sein Geld. Er ist in der Nase süß, etwas butterig mit Heidekrauttönen und bietet eine interessante Vielschichtigkeit – auch am Gaumen, wo cremige Honignoten, Malz und etwas Pfeffer dominieren. Im Finish bleiben diese Eindrücke, eine ganz leichte Holznote kommt dazu.

Was uns besonders gefällt, ist seine Harmonie und Ausgewogenheit – es tut sich viel, aber das nicht gegeneinander, sondern ergänzend und erweiternd. Das, gemeinsam mit seinem attraktiven Preis, macht ihn für uns zu einem würdigen Whisky des Monats. Sie finden ihn im gut sortierten Fachhandel.

Aus diesen Stills stammt der Stronachie 18yo. Bild: Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Exklusiv für Deutschland: Wolfburn Vibrant Stills 4yo

Der deutsche Importeur für Wolfburn, Alba Import,  hat eine eigene Deutschlandabfüllung aus der Highland-Destillerie angekündigt: Wolfburn Vibrant Stills. Dies ist die erste vierjährige Abfüllung der jungen Destillerie und stammt aus drei Bourbon Casks (446, 447 & 449), die man gemeinsam mit dem Importeur wegen ihrer erstaunlichen Reife, so Alba Import, ausgesucht hat. Abgefüllt wurde mit 50%. Hier die offiziellen Tasting Notes:

Nase: sofort üppig weiße Schokolade, Banane und Vanille. 
Geschmack: kraftvoll und intensiv mit Kleehonig, Zitruscreme, Bourbon-Vanille und Gewürzen wie Ingwer etwas Piment und Nelke.
Abgang: lang anhaltend und mundfüllend mit wiederum weißer Schokolade.

Die neue Abfüllung ist ab Mitte Juli im deutschen Fachhandel erhältlich, in der Ankündigung wurde kein Preis genannt.

Düsentrieb & Steampunk: Die West Cork Distillers in Skibbereen

Wenn man nach Skibbereen im malerischen West Cork kommt, denkt man eher an Geschichte als an Zukunft: Dort wurde während der großen Hungersnot um 1845, während der die unvorstellbare Zahl von einer Million Iren verhungerten, die erste Suppenküche Irlands gegründet, dort wurden 150.000 Tote in einem gigantischen Massengrab verscharrt.

Die ehemalige Suppenküche in Skibbereen. Bild © Whiskyexperts

Aber das, was uns auf Einladung des deutschen Importeurs Kirsch Whisky in diesen kleinen Ort mit ein paar Tausend Einwohnern zog, ist nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft. In Skibbereen steht, nach dem Umzug aus Union Hall im Jahr 2013, die Produktionsstätte von West Cork Distillers. Und diese Destillerie ist mit Sicherheit die schrägste und innovativste, die man in Irland finden kann.

Die neueste Produktionsstätte von West Cork Distillers © Whiskyexperts
Ein schmuckloser Industriebau – gänzlich ohne Destillerieromantik. Bild ©Whiskyexperts

Das liegt vor allem an dem letztgenannten der drei Gründer, Denis McCarthy, Ger McCarthy & John O’Connell. Er verdiente sein Geld als Lebensmittelchemiker bei Weltkonzernen wie Unilever, bevor er mit seinen Jugendfreunden Denis und Ger McCarthy, beide durch Überfischung der Region arbeitslos gewordene Fischer, West Cork Distillers gründete. John führte uns durch die Anlagen in Skibbereen.

John O’Connell, Mitgründer der West Cork Distillers Ltd.

John ist einer der Menschen, denen man ansieht, dass in ihm zu jeder Tages- und Nachtzeit unablässig Ideen brodeln. Wenn er spricht oder erklärt, hört man die Ketten an Assoziationen förmlich durch seinen Kopf rasseln. Und in der Tat hat John, neben seiner Leistung in seinem Berufsfeld, zwei absolut bemerkenswerte Dinge erfunden, die die Destillerie zu etwas Besonderem machen: Eine „Schalttafel“ für Flüssigkeiten und eine Pot Still namens „The Rocket“ (auch wenn er sie lieber bei ihrem technischen Namen, eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen, nennt), die aussieht, als wäre sie einem Steampunk-Universum entsprungen. Dazu aber im zweiten Teil unseres Berichts.

Wir treffen uns mit John in einem schmucklosen Industriebau, in den die Destillerie, die ja erst 2013 nach Skibbereen zog, bis Jahresende 2017 übersiedeln wird. Nötig macht das der große Erfolg des Destillerieprojekts, das mittlerweile 45 Personen beschäftigt – und vielleicht auch der unstete Geist des Teams, das überall und immer am Umbauen und Erweitern ist. Ein Garagenprojekt de luxe!

Aber schon jetzt wird im Neubau gearbeitet. Hier stehen Apparate, die aus der Lebensmittelchemie kommen und die bei der Produktion kreativ eingesetzt werden, auch wenn man versichert, dass sie die Nase nicht ersetzen können. Es sieht hier eher aus wie im Labor eines Erfinders – es wird gemessen, verglichen, bestimmt. Alles dient der Qualitätssicherung, der Optimierung, der Innovation.

Das Labor in Skibbereen. Bild © Whiskyexperts
John benutzt das sensibelste Instrument. Bild © Whiskyexperts

Auch eine Abfüllstrecke ist in dem neuen Gebäude untergebracht – die monetäre Versicherung des Unternehmens, wie John O’Connell meint, denn durch sie werden viele Arbeitsplätze geschaffen. Man füllt dort gerade, als wir dort sind, den hauseigenen Vodka ab, der sich in Irland mittlerweile Platz 2 in den Verkaufscharts erobert hat. Aber auch für Fremdprodukte arbeitet man dort.

Abfüllanlage West Cork Distillers. Bild © Whiskyexperts

Das Außengelände ist – wie eigentlich alles auf dem Gelände, work in progress. Der Zustand scheint allem, was die Destillerie betrifft, innezuwohnen – auch in der Location, an der momentan die Brennblasen stehen, ist alles so gebaut, dass man es jederzeit umbauen, bewegen, rearrangieren kann.

Wir werfen einen Blick auf das Tanklager, in dem laut Auskunft von John insgesamt fast eine halbe Million Liter lagern, zum Großteil Eigenproduktion. Auch hier ein Sammelsurium von altem, neuem und umgebautem Gerät. Manche der Tanks sind über 50 Jahre alt.

Das Tanklager von West Cork Distillers. Bild © Whiskyexperts
Das Tanklager von West Cork Distillers. Bild © Whiskyexperts
Das Tanklager von West Cork Distillers. Bild © Whiskyexperts
Das Tanklager von West Cork Distillers. Bild © Whiskyexperts

Dann geht es in eines der Fasslager. Es ist eng, dunkel, und unweigerlich fragt man sich, wie all diese Fässer in das Gebäude gekommen sind. Vor allem fragt man sich, wie sie aus den Lagerhäusern wieder herauskommen sollen, ohne dass diese abgerissen werden müssen. Knapp 30.000 Fässer sind in den Warehouses und warten darauf, früher oder später abgefüllt zu werden.

Im Fasslager der West Cork Distillers. Bild © Whiskyexperts
Im Fasslager der West Cork Distillers. Bild © Whiskyexperts

Anderswo auf dem Gelände lagert Whiskey kurzfristig viel profaner. Hier ein 24jähriger Irish Whiskey aus dem Portfass, der für eine Fremdmarke abgefüllt wird.

Whiskey vor der Abfüllung zwischengelagert. Bild © Whiskyexperts

Was hier sonst noch auf dem Gelände zu finden ist, ist fast schon surreal. Da wäre zum Beispiel ein zersägter Mashtun aus Edelstahl. Halbiert und der Witterung überlassen, provoziert er das Erstaunen des Betrachters. John lächelt und meint, darauf angesprochen, dass es auch eine zweite Hälfte gäbe und der Mashtun aus beiden wieder funktionstüchtig gemacht werden würde, wenn es an der Zeit sei.

Ein Mashtun als industrielles Kunstwerk. Bild © Whiskyexperts

Und Staunen auch, als wir wieder ins Hauptgebäude zurückgehen. John stellt uns dort zwei Flaschen auf den Tisch, die von seiner Experimentierfreude künden und zeigen, wie sehr er Lust darauf hat, Konventionen zu brechen und Neuland zu betreten. Unweigerlich denken wir daran, was aus einer Begegnung zwischen John O’Connell und John Glaser von Compass Box an Irrwitz und genialen Resultaten zu erwarten wäre.

Zwei Experimente von John O’Connell. Bild © Whiskyexperts

John erklärt und erzählt mit einer ansteckenden Begeisterung. Keine Frage bleibt unbeantwortet, nichts wird mit Marketingworten abgehandelt – hier spricht einer, der im wahrsten Sinne des Wortes brennt. Er stellt uns zwei Flaschen auf den Tisch – das Ergebnis eines Experiments; Gedankenspiele, die er einfach in die Tat umgesetzt hat:

John destillierte Grain Irish Whiskey aus Sherryfässern nochmals. Das Ergebnis aus diesem Prozess ist rechts auf dem Bild zu sehen: Wir verkosten diesen erneut gebrannten Whiskey mit 82%, vorsichtig, und finden in dem klaren New Make Spirit viel, viel Frucht und nichts mehr vom Sherry oder vom Holz.

Links befindet sich die Flasche mit dem Pot Ale aus diesem Experiment – die Flüssigkeit, die beim Pot Still-Verfahren nach der einleitenden Destillation in der Wash Still verbleibt, also die Überreste der Wash nach dem Entzug der Low Wines. John hat das Pot Ale wieder auf 40% gebracht, weil er wissen wollte, ob hier noch der durch die Sherryfasslagerung erzielte Geschmack enthalten ist. Klingt verrückt, ist es vielleicht auch ein wenig, schmeckt aber in der Tat höchst fruchtig und interessant.

Und wenn Sie glauben, Sie hätten das Verblüffendste schon gelesen, dann freuen Sie sich auf den zweiten Teil unserer Reportage. Dort wird es heiß, laut und wiederum wohlschmeckend. Den zweiten Teil finden Sie hier.

Die Produkte der West Cork Distillers. Bild © Whiskyexperts

Im Sinne der Transparenz gegenüber unseren Lesern geben wir bekannt, dass wir die Reise zu West Cork Distillers auf Einladung und Rechnung von Kirsch Whisky, dem deutschen Importeur, unternommen haben. Kirsch Whisky hatte keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung.

PR: Der Dewar’s Scotch Egg Club kommt erstmals nach Deutschland…

Dewar’s Blend und Scotch Eggs – wie geht das zusammen? Offensichtlich sehr gut, denn das ist der international schon erfolgreiche Dewar’s Scotch Egg Club, der nun erstmals auch in Deutschland angekommen ist. Was, warum, wie und wann, das erklärt die folgende Presseaussendung, die uns erreicht hat. Wir bringen sie in den wichtigsten Teilen:

Der Dewar’s Scotch Egg Club kommt erstmals nach Deutschland und präsentiert sich auf Street Food Festivals in Hamburg und Berlin

Hamburg, 26.06.2017 – Als Teil einer globalen Event-Serie vermittelt Dewar’s seine ‘Live True’ Philosophie durch eine großartige Partnerschaft: Der Scotch Egg Club bereichert diesen Sommer neben Events in Barcelona, Shanghai und Moskau auch  ausgewählte Street Food Festivals in Deutschland – die Altonale in Hamburg und den Bite Club Berlin.

Prominente Unterstützung gibt es vom Hamburger Koch und Autor Fabio Haebel, bekannt durch sein Restaurant “Tarterie St.Pauli”.

Fabio Haebel

Begleitet wird der Auftakt der Event-Reihe von Koch und Buchautor Fabio Haebel. Der 31-jährige kommt ursprünglich aus Freiburg. 2007 zog es ihn in den Norden und seitdem ist er Hamburg treu geblieben. In St. Pauli betreibt er die Catering-Agentur Tarterie und hat ein eigenes Bistro & Restaurant “Tarterie St.Pauli“.

Für den Scotch Egg Club entwickelte der junge, kreative Koch drei verschiedene Kreationen von Scotch Eggs: Dewar´s Classic, Dewar´s Lamb und Dewar´s Veggie. 

Dewar’s Scotch Egg Club

Scotch Eggs sind eine britische Spezialität und erleben zurzeit einen Hype, besonders in der Herkunftsstadt London. Die Snacks bestehen aus gekochten Eiern, welche in der klassischen Variante mit Wurstbrät umhüllt, dann paniert und anschließend frittiert werden, bis sie goldbraun und knusprig sind. In England und Schottland werden die Scotch Eggs gern beim Picknick oder in Pubs gegessen.

Der Dewar’s Scotch Egg Club bietet in einem eigens angefertigten Foodtruck ausgewählte Scotch Egg Kreationen. Fabio Haebel hat in Kooperation mit dem Scotch Egg Club drei besondere Rezeptvarianten entwickelt: Dewar’s Classic, Dewar’s Lamb und Dewar’s Veggie. Dazu werden die jeweils passenden Whiskys serviert: Dewar´s Smooth, Craigellachie und Aberfeldy.

Begleitet wird der Foodtruck von einem „Chicken Master“, der für Entertainment und passende Spiele sorgt: von Chicken Bingo, über Polaroids und Temporary Tattoos – die Besucher erwartet viel Spaß und tolle Preise.

Als besonderes Highlight gibt es einen Vaporizer-Train. Bei diesem einzigartigen Erlebnis werden Dewar’s Premium Blends und Malts in Dampf umgewandelt, wodurch sich die einzigartigen Duftnoten entfalten und die Gäste das volle Aroma erleben können.

Die Event-Reihe

Dewar’s Scotch Egg Club ist eine Event-Reihe, die die Geschichte von Tommy Dewar, dem Whisky-Baron und Sohn von Gründer John Dewar, zum Leben erweckt, ganz nach seiner Philosophie „Perfektion durch Vergnügen“. Der Scotch Egg Club, der Pop-Up Events in den großen Metropolen der Welt veranstaltet, bietet erstklassige Whisky-Cocktails, ungewöhnliche Chicken-Games und natürlich als Highlight echte Scotch Eggs – eine kulinarische Köstlichkeit. Begleitet wird das Event weltweit durch ein Line-Up von lokalen Barkeepern, Köchen und Künstlern, die Tommy Dewar’s Idee verkörpern, dass man im Leben genau so viel spielen sollte, wie man arbeitet. 

Die Scotch Egg Club Event-Reihe hatte ihre Auftakt-Veranstaltung in Paris Anfang des Monats und startet mit der weltweiten Tour in Lissabon diese Woche. Von dort aus geht es weiter in Metropolen wie Moskau, Berlin, Stockholm und Chicago.

Die Termine

Altonale Hamburg
1.-2. Juli 2017, 12-20 Uhr
Ottenser Marktplatz
22765 Hamburg
http://www.altonale.de/

Bite Club Berlin
14. Juli 2017, 17-00 Uhr
Arena/Hoppetosse
Eichenstraße 4
12435 Berlin
http://biteclub.de/

 

 

 

Edrington Group mit 30% mehr Gewinn

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The Macallan, The Famous Grouse, Highland Park, Cutty Sark und The Glenrothes – diese Marken und mehr gehören alle zur Edrington Group, einem der großen Player auf der Bühne des schottischen Whiskys.

Im letzten Jahr berichteten wir noch über einen Verlust von -13%. In diesem Jahr aber sehen die Zahlen – trotz nicht einfacher Rahmenbedingungen, wie die Verantwortlichen sagen – wesentlich besser aus: Ein Plus von 30% bei den Gewinnen bedeutet einen Gewinn von 189 Millionen Pfund vor Steuer – und zwar für das Finanzjahr bis zum 31. März 2017.

Ein Teil dieses Gewinnanstiegs sei auf die Schwäche des britischen Pfunds zurückzuführen, meint Edrington im Statement zu den Geschäftszahlen. Weiters hätten sich die langfristigen Investitionen ins Marketing nun sichtbar ausgezahlt.

Auch für die Zukunft gibt man sich optimistisch und erwartet weiteres Gewinnwachstum.

Serge verkostet: Junge bis sehr junge Whiskys aus Ardmore

Zehn Jahre. Drei Jahre. Oder gleich ohne Altersangabe. Das sind die vier Whiskys aus der Highland-Destillerie Ardmore, die Serge Valentin heute in Augen- und Gaumenschein nimmt. Ardmore ist ja dafür bekannt, dass man dort rauchige bis sehr rauchige Whiskys produziert, und diese „vertragen“ in der Regel Jugend ganz gut – aber Serge fragt sich, ob hinter dreijährigen Abfüllungen etablierter Destillerien tatsächlich noch anderes steckt als der Versuch, die Zeit zwischen Produktion und Verkauf möglichst kurz zu halten.

Die Wertungen in der Verkostung sind nicht gerade enthusiastisch, und Serge findet die Youngsters vor allem interessant, aber nicht gerade sehr whisky-like:

  • Ardmore 3 yo 2013/2017 (55.8%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 17012, 345 bottles): 80 Punkte
  • Ardmore 10 yo 2002/2012 (58.2%, Scotch Malt Whisky Society, refill sherry butt, #66.36, Milano Salami and a Tropical Fruit Kebab, 702 bottles): 77 Punkte
  • Ardmore 2003/2010 (46%, L’Esprit, bourbon, cask #6487): 84 Punkte
  • Ardmore ‘Heavily Peated’ (46%, The Cooper’s Choice, cask #884, 480 bottles, +/-2016): 75 Punkte
Ardmore. Bild: Potstill Wien

Whisky im Bild: Die Ncn’ean Distillery auf Morvern

Gestern konnten wir über die offizielle Eröffnung der organisch-biologischen Destillerie Ncn’ean auf Morvern, einer Halbinsel knapp östlich von Mull, berichten. Wir haben von der Brennerei Bildmaterial erhalten, mit dem wir Ihnen einen besseren Eindruck der neuen Destillerie und den Menschen dahinter geben können.

Besuchen Sie also mit uns die neueste Destillerie Schottlands:

Die Ncn’ean Distillery aus der Luft
Zentrale Ansicht der Ncn’ean Distillery, mit Blick auf das Stillhouse
Noch ein Blick auf das Stillhouse der Ncn’ean Distillery
Der Blick ins Stillhouse…
…und hinaus in den Vorhof
Annabel Thomas,CEO der Ncn’ean Distillery
Gordon Wood, Distillery Manager der Ncn’ean Distillery
Gordon Wood am Spirit Safe
Dunnage Warehouse der Ncn’ean Distillery, direkt am Gelände
Das Unternehmenslogo

The Whisky Business: Box Distillery gibt Ausbau-Pläne bekannt

Nicht nur in den klassischen Ländern können die Produzenten den Bedarf an Whisk(e)y nur bedingt decken. Auch die Brennereien in der Neuen Whisk(e)y-Welt stehen vor dieser zu lösenden Aufgabe. Wie wir bei The Whisky Business lesen, plant die schwedische Box Distillery eine beeindruckende Erweiterung ihrer Kapazität. So soll durch zwei zusätzliche Kupfer-Stills und vier neue Washbacks die Produktion verdreifacht werden. Die bisherige Produktionsmenge von knapp über 100.000 Liter LPA (Liter reiner Alkohol), so Thomas Larsson, CEO der Box Distillery, reiche nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken. Zu den Erweiterungsplänen gehören auch noch ein neues Lager sowie einige kleinere Änderungen im bestehenden Still-Raum (hier finden Sie eine 360-Grad-Rundsicht).

Die Box Distillery begann mit ihrer Produktion erst 2007, am 7. November des letzten Jahres wurde mit dem Box Dálvve die erste Abfüllung der Core Range veröffentlicht. In Zukunft möchte die Box Distillery mit diesem Whisky auch auf verschiedenen Märkten vertreten sein, so scheint ein Ausbau der Brennerei alternativlos.

Still into Whiskey: Interview mit Jason Stubbs – Barr an Uisce

Jason Stubbs ist Managing Director und Mitbesitzer der Barr an Uisce Whiskey Company, Produzenten der beiden Whiskeys Wicklow Rare Signature Blend und Barr an Uisce ‘1803.

Still into Whiskey hat sich mit Jason in Wicklow im Ó Domnaill Rua’s Pub zusammengesetzt und über die Whiskeys und das Unternehmen gesprochen. Herausgekommen ist ein kurzes Interview, das Sie hier im Original nachlesen können. So erfahren wir zum Beispiel, was das Symbol auf beiden Whiskeys zu bedeuten hat und warum der Single Malt die Jahreszahl 1803 trägt :

Redcross was historically a very important meeting point for people on their way to and from Dublin, the town was a stopping point for people along with their horse and cart. When Oliver Cromwell invaded Ireland back in the 1600’s his men burned down the church that stood in Redcross, many years later the community gathered together and a new church was constructed in Barranisky in the year 1803. Ian’s family made a donation in the 1800’s for the stained glass windows that are there to this day. Our logo is based on the unusual copper cross that stands in the graveyard to the rear of the site where the original Redcross church once stood. The cross is the only one of its kind, standing out among the dozens of stone headstones that surround it; we both agreed that the cross made a fitting logo for our whiskeys.

Wer weitere Infos von Jason über seine Whiskeys sucht, findet sie in unserem Videointerview, das wir im Februar mit ihm geführt haben.

Ralfy verkostet: Eagle Rare 10yo Bourbon (Review #662)

Nach dem Rittenhouse Rye von letzter Woche (siehe hier) widmet sich Ralfy wieder einem amerikanischen Whiskey, diesmal einem Bourbon. Der Eagle Rare 10yo scheint ihn besonders zu beeindrucken, denn er erhält 90 von 100 Punkten. Ralfy wünscht sich, dass man von ihm auch fassstarke Einzelfassabfüllungen bekommen könne, denn sie würden dem Hersteller, seinen Worten nach, jede Menge Reputation bringen.

Warum genau Ralfy diesen Bourbon so lobt und was er täte, wäre er in den USA, können Sie aus obenstehendem Youtube-Video erfahren – für Ralfy ungewöhnlich kurz, knapp 11 Minuten.

Ncn’ean Distillery auf Morvern offiziell eröffnet

Manche neue Destillerien stehen im Rampenlicht – andere werden leise und ohne viel Öffentlichkeit aufgebaut, um dann umso überraschender in Betrieb zu gehen. Die Ncn’ean Distillery auf der Morvern Halbinsel östlich von Tobermory ist uns allerdings nicht entgangen. Sie firmierte im Planungsstadium nur unter einem anderen Namen, nämlich Drimnin Distillery – wir haben Anfang 2016 darüber berichtet: 

Noch eine neue schottische Destillerie: Drimnin Distillery

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat diese Brennerei als Ncn’ean Distillery vor drei Monaten ihren Betrieb aufgenommen – nun wurde sie offiziell eröffnet. Die Destillerie bezeichnet sich als erste vollbiologische Destillerie Schottlands und setzt auch bei der Energiegewinnung und Verwertung voll auf Umwelttechnologie.

Die Destillerie soll knapp unter 100.000 Liter Alkohl pro Jahr produzieren und will den ersten Whisky im Jahr 2020 auf den Markt bringen. Ab Juli wird man dort auch Fässer kaufen können, zum Preis von ca. 3000 Pfund pro Fass, das in etwa 300 Flaschen ergeben soll. Distillery Manager ist Gordon Young, zwei weitere Brennmeister, Lorna Davidson und Reay White, arbeiten mit ihm. Besitzer der Destillerie und CEO des Unternehmens Drimnin Distillers Ltd. ist Annabel Thomas.

Das Design der Destillerie stammt vom leider verstorbenen Doyen der schottischen Whiskyszene, Dr. Jim Swan. Hier noch der Lageplan der Brennerei auf Google Maps:

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Serge verkostet: Drei alte Caol Ila

Wer schon einmal länger gereifte Abfüllungen aus der Islay-Destillerie Caol Ila verkosten durfte, der weiß, dass der Whisky von dort ausgesprochen gut altert. Nicht immer bleiben es dabei stark rauchige Tropfen, aber das, was ein alter Caol Ila an Rauch verliert, das gewinnt er in vielen Fällen an Vielschichtigkeit.

Es wundert daher kaum, dass die drei Bottlings aus der schmucklosen Diageo-Destillerie, allesamt über 30 Jahre alt, bei Serge in der Verkostung von heute gut punkten können. Auch heute wieder dabei: Eine Abfüllung aus der Serie The Kinship, die Hunter Laing anläßlich des Entstehens ihrer eigenen Brennerei auf Islay, Ardnahoe, herausgebracht hat. Hier die Wertungen:

  • Caol Ila 33 yo 1983/2017 (50.2%, Cadenhead, Single Cask, hogshead, 198 bottles): 91 Punkte
  • Caol Ila 33 yo (52.6%, Hunter Laing, The Kinship, refill sherry, 482 bottles, 2017) : 91 Punkte
  • Caol Ila 34 yo 1981/2016 (59%, Gordon & MacPhail, Cask Strength, refill hogshead, cask #5316): 90 Punkte
Caol Ila. Bild: (c) Whiskyexperts

Kingsbarns Distillery bringt zweijährigen Spirit auf den Markt

Die Lowland Distillery Kingsbarns, im Besitz des unabhängigen Abfüllers Wemyss, hat heute in einer Aussendung die Veröffentlichung eines zweijährigen Spirits angekündigt. Die Abfüllung wird, so wie das Bottling des New Makes vor einiger Zeit, in einer 200ml-Flasche angeboten werden. Abgefüllt wurden zwei Fässer (ex-bourbon casks), die Alkoholstärke beträgt satte 62.8%.

Leicht wird es nicht sein, diese Bottlings zu erhalten: 1800 Flaschen wurden abgefüllt, es gilt eine 1 Person 1 Flasche Politik, und man erhält sie um 19.95 Pfund als Founders Club Member angeboten oder exklusiv im Distillery Shop vor Ort.