P&J: Neue Pläne für Dallas Dhu werden noch heuer vorgestellt

Seit 30 Jahren fungiert die Destillerie Dallas Dhu als Museum, nun könnte sie wieder in Betrieb gehen: Die Betreibergesellschaft will noch in diesem Jahr ihre Pläne für die Weiterführung der Destillerie in der Speyside vorstellen – und eine Wiederaufnahme des Betriebs „könnte ein essentieller Teil davon sein“, so Richard Lochead, Mitglied des schottischen Parlaments, der sich zuvor mit dem CEO des Betreibers des Museums, Alex Paterson von Historic Environment Scotland, getroffen hatte.

Gerüchte über eine Wiedereröffnung schwirren schon viele Jahre durch die Szene, so konkret und „offiziell“ waren sie aber noch nie. Machbarkeitsstudien hatten zuvor bereits ergeben, dass ein Neubetrieb in Dallas Dhu auch finanziell Sinn hätte. Schon jetzt besuchen mehr als 10.000 Gäste jedes Jahr die Destillerie, und von einer Wiedereröffnung als aktive Brennerei erhofft man sich positive Impulse für die gesamte Region, berichtet Press and Journal in der neuesten Ausgabe.

Dallas Dhu Distillery warehouse“ by AkinomOwn work. Licensed under CC BY 3.0 via Wikimedia Commons.

Clydeside Distillery holt Distillery Manager von Auchentoshan

Im September wird die neue Clydeside Distillery von Tim Morrison (früher Morrison Bowmore Distillers und jetzt Gründer und Besitzer des unabhängigen Abfüllers AD Rattray) in Glasgow ihre Pforten öffnen. Als „Meilenstein“ auf dem Weg dorthin bezeichnet Morrison die Ernennung von Alistair McDonald als Distillery Manager und dann Herr über 25 Angestellte, die dort in der Destillerie am River Clyde arbeiten werden.

Alistair McDonald kommt von Beam Suntory’s Lowland-Destillerie Auchentoshan und hat schon dort als Distillery Manager gearbeitet. Zuvor war er für Beam Suntory bereits als Distillery Engineer für Auchentoshan, Bowmore und Glen Garioch tätig. Beam Suntory hat übrigens Bowmore und Auchentoshan von Morrison Bowmore Distillers, dem neuen Arbeitgeber von McDonald, gekauft.

Über die nächsten Monate wird der neue Distillery Manager die Mannschaft ausbauen und für den Vollbetrieb in der Brennerei in Glasgow trainieren. Man werde intensiv daran arbeiten, so der Besitzer Tim Morrison, dort einen Lowland-Malt erster Qualität zu produzieren.

Die neue Clydeside Distillery in Glasgow

Video: Dr. Bill Lumsden – wie es zum Ardbeg Kelpie kam

Die diesjährige Abfüllung zum Ardbeg Day, der Ardbeg Kelpie, ist eine weitere der vielen Whiskys, die Dr. Bill Lumsden ersonnen und mitgeprägt hat. Der Director of Distilling at Glenmorangie/Ardbeg erklärt in diesem Video von Matthias J. Lange, wie es zum Kelpie kam – und dass die Idee dafür bereits vor gut 15 Jahren geboren wurde. Aufgenommen wurde das Video anlässlich des Ardbeg Days 2017 in Berlin. Viel Vergnügen mit diesen interessanten sechs Minuten, die Sie auch auf Youtube finden.

PR: Sujet von Whic – neue Whiskyserie verbindet Whisky und Kunst

Der Onlinehändler whic.de hat uns eine Information über eine neue, eigene Abfüllungsserie übermittelt, die interessante Abfüllungen mit Kunst verbindet. Was es damit auf sich hat und was die Besonderheiten der Serie namens „Sujet“ auszeichnet, können Sie der nachfolgenden Pressemitteilung entnehmen:

Sujet von Whic – neue Whiskyserie verbindet Whisky und Kunst

München, Deutschland, 26.06.2017 – whic.de veröffentlichte diese Woche die neue Abfüllungsserie unter dem Namen Sujet. Es handelt sich um drei exklusive Single Malt Abfüllungen aus Sherry Octaves bzw. Madeira Hogsheads. Allen Abfüllungen gemeinsam ist der naturbelassene Charakter: kein Farbstoff, keine Kühlfilterung und in natürlicher Fassstärke abgefüllt.

Bisher erschienen zwei 10-jährige Einzelfassabfüllungen aus Madeirafässern der Brennereien Fettercairn und Macduff. Die Krönung bildet ein 21-jähriger Tobermory aus drei besonders kleinen Sherry Octaves, von dem es gerade mal 231 Flaschen gibt. Der Fettercairn aus dem Jahr 2006 ist auf 420 Flaschen limitiert und vom Macduff aus dem gleichen Jahr existieren 400 Flaschen weltweit.

Warum sujet?

“Whisky ist flüssige Kunst. Wir wollten unserer neuen Auswahl an Abfüllungen einen angemessenen Rahmen geben und verbinden mit unserer sujet-Reihe Whiskyhandwerkskunst mit bildender Kunst.” 

sagt Arne Wesche, Geschäftsführer, whic Ug (haftungsbeschränkt).

So wählte whic für die Labels der neuen sujet Reihe eine Serie von Aktstudien, welche das Werk der litauischen Künstlerin Ruta Grigaitė sind. Die Farbwahl der jeweiligen Skizze soll dabei den Grundcharakter des Malts widerspiegeln.

Die Flaschen sind exklusiv bei whic.de erhältlich und können unter folgender URL gefunden werden: http://whic.de/schottland/abfueller-whic

Serge verkostet: Convalmore

Sehr selten sind sie geworden, die Abfüllungen aus der Lost Distillery Convalmore – jetzt ist im Rahmen der Jubiläumsausgabe von Cadenhead ein neues Bottling erschienen, und Serge Valentin hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, dieses zu verkosten.

Ihm zur Seite stellt er einige ältere Abfüllungen, die – so man den Bewertungen und Beschreibungen Glauben schenkt – allesamt beweisen, dass die Schließung von Convalmore ein herber Verlust für Whiskyfreunde war. Hier die Wertungen der Verkostung:

  • Convalmore-Glenlivet 40 yo 1977/2017 (56.8%, Cadenhead, 175th anniversary, butt, 522 bottles): 91 Punkte
  • Convalmore 32 yo 1975/2008 (43%, Gordon & MacPhail, Rare Old, refill sherry hogshead): 89 Punkte
  • Convalmore 30 yo 1975/2006 (46%, Dun Bheagan, hogshead, cask #3758, 264 bottles): 88 Punkte
  • Convalmore 28 yo 1975/2004 (46%, Dun Bheagan, hogshead, cask #3757, 264 bottles): 89 Punkte
  • Convalmore 1975/2006 (46.1%, Scott’s Selection): 87 Punkte
  • Convalmore 1975/2004 (49.3%, Scott’s Selection): 89 Punkte
Destillerie Convalmore. Bildrechte bei Lars Pechmann.

Whisky im Bild: Besuch bei Edradour

Lange Zeit galt sie als kleinste Destillerie in Schottland: Edradour. Geblieben ist ihr der Charme einer ursprünglichen Brennerei alten Zuschlags – und die Attraktivität als Tourismusziel, der jährlich über 100.000 Besucher erliegen. Die Whiskys aus Edradour haben jede Menge Fans, und auch die torfigen Abfüllungen, die unter dem Namen Ballechin firmieren, sind bei Whiskyfreunden gerne gesehen.

Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen in Götzis/Vorarlberg hat Edradour mit seiner Kamera besucht und uns folgende acht Bilder zur Veröffentlichung überlassen. Schauen Sie sich um mit uns und machen Sie einen Rundgang durch die kleine Highland-Destillerie:

Edradour © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Edradour © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Edradour © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Edradour © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Edradour © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Edradour © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Edradour © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Edradour © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

AnCnoc: Silent Season vom 26. Juni bis 27. August

Wer in seinem Schottlandurlaub einen Besuch der Destillerie Knockdhu einplant, der muss sich darauf einstellen, dass in der Zeit von 26. Juni bis 27. August dort die „silent season“ läuft – also die Zeit, in der nicht produziert wird und alle Kessel kalt bleiben.

Das hat die Destillerie gestern auf ihrem Facebook-Account bekannt gegeben – mit dem gleichzeitigen Hinweis, dass Besuche aber weiterhin ganz normal möglich sind. Wer also vorbeischauen will, sollte sich davon nicht abhalten lassen. Infos zu Besuchen gibt es unter anderem hier auf der offiziellen Website.

Und wer es nicht bis Schottland schafft, kann bei uns einen fotografischen Rundgang machen – ganz ohne Eintrittsgebühren ;-).

Knockdhu © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Whisky-Geschichte: Lobpreisung und Verdammnis in zwei Briefen

Whisky hat von Anfang an Eindruck in unserer Kulturgeschichte hinterlassen. Die genussvollen Momente ebenso wie die Schattenseiten des Wassers des Lebens gehören zu unserer Zivilisation und haben in vielerlei Hinsicht unser Zusammenleben geprägt. Inspiriert von einem Artikel in Letters of Note möchten wir Ihnen heute ein besonderes Beispiel dafür präsentieren: Einen Brief von Robert G. Ingersoll und die Replik von Rev. Dr. J. M. Buckley.

Robert Ingersoll Bild: American Library of Congress

Robert G. Ingersoll war einer der profiliertesten Redner in New York im ausgehenden 19. Jahrhundert – ebenso wie ein geachteter Freidenker. Im Jahr 1877 übermittelte er seinem zukünftigen Schwiegersohn eine Flasche Whisky, gemeinsam mit einem Brief, in dem er ein Loblied auf das Getränk sang – und der bald überall herumgereicht und auch in Zeitungen abgedruckt wurde. Er ist eine Hommage, wie sie vielleicht schöner kaum zum Ausdruck gebracht werden kann:

89 Fifth Avenue
New York

Walston H. Brown, Esq.

April 16, 1887

My dear Friend,

I send you some of the most wonderful whiskey that ever drove the skeleton from a feast or painted landscapes in the brain of man. It is the mingled souls of wheat and corn. In it you will find the sunshine and the shadows that chased each other over the billowy fields; the breath of June; the carol of the lark; the dews of night; the wealth of summer and autumn’s rich content, all golden with imprisoned light.

Drink it—and you will hear the voices of men and maidens singing the „Harvest Home,“ mingled with the laughter of children.
Drink it—and you will feel within your blood the star-lit dawns, the dreamy, tawny dusks of many perfect days.

For forty years this liquid joy has been within the happy staves of oak, longing to touch the lips of men.

Yours always,
R. G. Ingersoll

So berühmt wurde dieser Brief, dass er den Herausgeber des Christian Advocate, Rev. Dr. J. M. Buckley, zu einer eigenen Replik veranlasste, die den Fluch des Alkohols in den Vordergrund stellte und bald ebenso zirkulierte wie der Brief Ingersolls:

My dear Bob,

I return to you some of the most wonderful whiskey that ever brought a skeleton into the closet or painted scenes of lust and bloodshed in the brain of man. It is the ghost of wheat and corn, crazed by the loss of their natural bodies. In it you will find a transient sunshine chased by a shadow as cold as an Arctic midnight, in which the breath of June grows icy, and the carol of the lark gives place to the foreboding cry of the raven.

Drink it—and you will have woe, sorrow, babbling and wounds without cause. Your eyes shall behold strange women and your heart shall utter perverse things.
Drink it—and you shall hear the voices of demons shrieking, women wailing, children mourning the loss of a father who yet lives.
Drink it—and long serpents will hiss in your ears, coil themselves about your neck and seize you with their fangs. ‚At last it biteth like a serpent and stingeth like an adder.‘

For forty years this liquid death has been confined with staves of oak, harmless there as pure water. I send it to your mouth to steal away your brains, and yet I call myself your friend.

Rev. Dr. J. M. Buckley

Und so konnte eine Flasche Whisky gleich zwei ganz unterschiedliche Menschen zu literarischen Gedankengängen inspirieren – und schenkte uns ein Stück Kulturgeschichte des Whiskys, das zu interessant ist, um in Vergessenheit geraten zu dürfen…

TSB: Die 10 größten Whiskymarken aus Japan, Irland, Kanada und den USA

Wenn man sich die Whiskywelt abseits der großen Blends und vor allem abseits von Schottland ansieht, dann gibt es einige Nationen, deren Whiskys herausstechen: Die USA, Japan, Irland und Kanada. Die 10 größten Whiskymarken unter den Welt-Whiskys kommen aus ihnen, und The Spirits Business hat sie in einer Top Ten Liste nach Verkaufsvolumen gereiht.

Einige interessante Details daraus: Maker’s Mark konnte sich erstmals in die Top Ten einreihen, Black Velvet aus Kanada verlor zwar, aber keinen Platz – und die ersten drei Plätze bleiben am nordamerikanischen Kontinent.

Schauen Sie sich die Liste einmal an – sie ist unter vielen Aspekten lesenswert. Und den Sieger als Marke sehen Sie übrigens am Titelbild und unten:

Bild von Graeme Maclean

Serge verkostet: Port Ellen x2

Mittlerweile werden neue Abfüllungen aus Port Ellen immer seltener – was nicht verwundern sollte, denn selbst wenn es noch Fässer mit dem Whisky dieser Lost Distillery gibt, so lassen sich diese auch nicht ewig lagern.

Zwei Abfüllungen hat Serge heute im Glas, eine davon schon älter, eine andere erst in diesem Jahr erschienen: Jene aus der Serie The Kinship, die Hunter Laing anlässlich der Errichtung der Islay-Destillerie Ardnahoe auf den Markt gebracht hat (unser Bericht dazu hier). Hier die Wertungen der Verkostung (und wer will da nicht sofort das Plopp des Korkens hören und probieren?):

  • Port Ellen 21 yo 1976/1998 (46%, Wilson & Morgan, Barrel Selection): 93 Punkte
  • Port Ellen 34 yo 1982/2017 (61.7%, Hunter Laing, The Kinship, bourbon cask, 545 bottles): 94 Punkte
Port Ellen Distillery. Im Hintergrund die Port Ellen Maltings. Bild: Whiskyexperts

SCBP: Interview mit Tony Reeman-Clark (Strathearn Distillery)

Nach unserem Whisky im Bild von gestern möchten wir auch heute auf die Destillerie Strathearn eingehen. Ein kurzes Interview mit Tony Reeman-Clark, oder besser gesagt ein Steckbrief als Frage/Antwort-Spiel, mit dem Gründer der Brennerei in Methven findet sich auf der britischen Site Small City Big Personality. Dabei geht es zur Abwechslung einmal eher um persönliche Dinge, als um die Destillerie selbst. So erfahren wir zum Beispiel, was sein liebstes Frühstück an einem freien Tag ist oder welcher Job, den er bislang hatte, der am wenigsten angenehme war. Eine kurzweilige Lektüre für alle, die sich für die Person des Gründers der Highland-Destillerie interessieren.

Wer allerdings mehr über die Destillerie selbst wissen will, dem empfehlen wir ein Interview in Herald Scotland aus dem Vorjahr, das in diesem Belang wesentlich tiefergehend ist.

Strathearn © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Wir verkosten: New Town Blends

Edinburgh Whisky Ltd. ist ein noch recht junger unabhängiger Abfüller. Gegründet wurde diese Firma im Jahr 2013, zwei Jahre später konnten sie ihre ersten Abfüllungen realisieren. Wie es der Name vermuten lässt, sind sie in der schottischen Hauptstadt Edinburgh beheimatet. Und da liegt es selbstverständlich nahe, diesen Umstand auch in ihrem Portfolio widerspiegeln zu lassen. So sind ihre zwei Blend-Linien nach den beiden Teilen der Stadt Edinburgh benannt: The Old Town Blend und New Town Blends. Von letzteren sind nun auch zwei Small Batch Blends auf dem deutschen Markt erhältlich. The Adcocates Batch ist ein blended Malt aus Whiskys der Region Speyside, welche in Sherry Butts reiften. Ebenfalls ein blended Malt ist The Surgeons Ball, hier fanden getorfte Whiskys aus den Highlands Verwendung.

The Adcocates Batch
43 % Vol.
ungefärbt, ungefiltert
Sherried Speyside Malt Blend
Sample: Edinburgh Whisky Ltd.
Verkoster: Dirk Piesczek

Nase: Leicht, fein und rund: nussig mit ein wenig Zitrus, leicht gesüßt und einem Anflug von Getreide im Hintergrund. Sehr einladend.

Gaumen: Weiterhin leicht und ausgewogen. Getreidiges und Florales weisen auf eine Jugendlichkeit hin, welche hier kein Makel ist. Denn abgerundet mit einer dezenten Süße und einem zitronigen Prickeln entwickelt sich The Adcocates Batch zu einem Mund wässernden Whisky.

Finish: Überraschend lang, hier das erste Mal leicht alkoholisch, jedoch weiterhin einladend.

 

The Surgeons Ball
46 % Vol.
ungefärbt, ungefiltert
Peated Highland Malt Blend
Sample: Edinburgh Whisky Ltd.
Verkoster: Dirk PiesczekNase: Warmer Torfrauch, sofort präsent, ohne aufdringlich zu sein. Danach taucht kurz Vanille auf, welche einer fruchtigen Würzigkeit Platz macht: Grapefruit, Ananas, leichte Holz- und Tabaknoten.

Gaumen: Es zeigen sich die tropischen Früchte mit ihrer sauren Süße wieder, leicht, ausgewogen und dezent umspielt vom Rauch. Mit der Zeit gewinnt The Surgeons Ball am Gaumen an Deutlichkeit.

Finish: Auch hier erneut ein langes Finish mit deutlich präsenten Aromen, vor allem der warme Torfrauch zeigt sich hier sehr wahrnehmbar.

Alles in allem: Edinburgh Whisky Ltd. zeigt hier mit ihren beiden New Town Blends zwei gute Beispiele des handwerklichen Blendings. Einladend und fein strukturiert in ihren Aromen, hängt es von den persönlichen Präferenzen ab, welchem hier der Vorzug zu geben ist – wenn sich denn hier überhaupt entschieden werden muss. Denn zusammen zeigen sie eine Bandbreite, die wir am Whisky lieben. Auf der einen Seite den fruchtigen Charakter der Speyside-Whiskys aus einem Sherry-Fass, auf der anderen Seite torfigen Rauch im Whisky aus den Highlands, welcher nicht diese Wucht der Islay-Whiskys beinhaltet und so ein größeres Spektrum an Aromen zulässt.

Wer mehr über den Hintergrund der Edinburgh Whisky Ltd. erfahren möchte, findet auf The Whisky Lady ein Interview, welches Anne-Sophie Bigot mit den beiden Gründern Gordon Watt und Gregor Mathieson im letzten Jahr führte.

Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

 

Ralfy verkostet: Von Balblair bis Rittenhouse Rye (Review #657-#661)

Und wieder haben wir einige Videos von Ralfy nachzutragen, die in den letzten zwei Wochen erschienen sind. Obenstehend sehen Sie die neueste Besprechung, der Rittenhouse Rye B.i.B. 50%. Dies ist Review Nummer 661, gestern veröffentlicht.

Dazu haben wir noch vier weitere Videos für Sie, die sich allesamt mit schottischen Single Malts beschäftigen und in denen Ralfy, ganz in seinem Stil, jede Menge Hintergrundinfos mitliefert. Diese finden Sie nachfolgend:

#657 – Balblair 21yo, Gordon & MacPhail

#658 – Caol Ila 2003, 46%, Gordon & MacPhail:

#659 – Kilkerran 8yo Cask Strength:

#660 – Glen Garioch 22yo, Adelphi:

Gartbreck ist Geschichte – Jean Donnay gibt auf

Vor knapp einer Stunde hat Jean Donnay das faktische Ende seiner Gartbreck Distillery auf Islay in einem Text auf Facebook bekannt gegeben. Aus seiner Sicht scheiterte das Projekt an dem Unwillen von seinen Ex-Partnern von Hunter Laing, ein dringend benötigtes Stück Land an ihn zu verkaufen. Hunter Laing hat dies in einem Artikel in scotchwhisky.com anders dargestellt – man meinte dort, es wäre kein akzeptables Angebot vorgelegen (wir berichteten hier).

Hier der Text von Jean Donnay im Originalwortlaut:

THE END OF GARTBECK DISTILLERY

I must confirm that the announcement by Scotchwhisky.com of the end of Gartbreck Distillery is very sadly true information, the distillery cannot happen without the surrounding land bought by Hunter Laing on 6 July 2015. Yet, most people will have noted that in the Scotchwhisky.com publishing Hunter Laing is quoted with the following words from Stewart Laing :

„AS WE HAVE SAID, WE’RE HAPPY TO CONSIDER OFFERS FOR THE PROPERTY THAT ARE IN LINE WITH OUR VALUATION, AT WHICH POINT MEETINGS WITH ANY PROSPECTIVE BUYERS WOULD BE WORTHWHILE“.

For all the respect and consideration I have for Hunter Laing, it appears as being very surprising that they could have said such a thing. After I have tried without success for a year and a half to buy back the land, Stewart Laing sent me on 03/05/17 an official letter on behalf of the company which is a very clear and definite refusal to sell back the surrounding land, and which therefore means the final condemnation of Gartbreck Distillery :

„THE COMPANY CONFIRMS THAT THE LAND TO WHICH YOU REFER IS NOT FOR SALE. NO FURTHER CORRESPONDENCE ON THE SUBJECT WILL BE ENTERTAINED“.

It should be noted BTW that for several reasons the land is of virtually no value to anyone apart from Gartbreck Distillery : for anyone else, about one half of it cannot have more value than lamb pasturage on Islay, and for the other half it is simply amenity ground for the distillery with an even lower value.

I am currently travelling with limited connections but will soon be able to bring more information about this dramatic ending of Gartbreck Distillery in answering the legitimate questions I have received from people who face difficulties to understand the situation and how it could happen.
I meet myself difficulties to understand why the situation is as it is and naturally I very sincerely regret it.

Gartbreck im April 2015 Bild: SMILE Whisky Club