Neue Woche, neue Videos: Sonntag ist Vloggertag bei Whiskyexperts. Wir haben wie immer Videos und Audiobeiträge, die uns von den Vloggern und Podcastern zur Veröffentlichung zugesendet wurden, gesammelt und in einem Beitrag zusammengefasst. In der 26. Episode möchten wir Ihnen die nachfolgenden Beiträge vorstellen:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort auch als Playlist auf unserer Youtube-Seite abrufen. Dort finden Sie auch die vergangenen Folgen ab Episode 25.
Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Unser Sonntagsvideo von heute ist etwas Besonderes: Wir zeigen Ihnen die gesamte Bruichladdich Masterclass vom Feis Ile 2017, unter der Leitung von Master Distiller Adam Hannett. Fast 75 Minuten lang sind Sie bei dieser Veranstaltung dabei und lernen dabei nicht nur viel über die verschiedenen Abfüllungen, sondern mindestens ebenso viel über Whisky und Bruichladdich im Speziellen.
Wir wünschen Ihnen interessante Minuten mit dem wirklich unterhaltsamen und lehrreichen Video von Bruichladdich!
Gerade erreichen uns von Ardbeg Deutschland die offizielle Pressemitteilung zum Ardbeg Day in Berlin und die offiziellen Tasting Notes für den Ardbeg Kelpie – unsere Tasting Notes haben wir ja heute bereits hier veröffentlicht :
Mystische Fabelwesen beim Ardbeg Day 2017 in Berlin
Islay, München 3. Juni 2017. Entlegen auf der schottischen Hebrideninsel Islay (gesprochen „Eila“) ist die Destillerie Ardbeg für ihre rauchig-torfigen Single Malt Whiskys bekannt. Als Hommage an das Meer, dass die Insel umgibt, feiert Ardbeg in diesem Jahr den traditionell letzten Tag des legendären Islay Festival of Music & Malt als maritimen „Ardbeg Day“ in der ganzen Welt. In Deutschland finden sich rund 500 Teilnehmer am heutigen 3. Juni 2017 in Berlin ein. Ardbeg Embassies, ausgewählte Whisky-Fachgeschäfte, feiern ebenfalls den Ardbeg Day mit eigenen Veranstaltungen und einer neuen, limitierten Abfüllung, dem Ardbeg Kelpie. Er ist benannt nach einem mystischen, schottischen Wassergeist, der seine Gestalt verändern kann. Ein Teil der Abfüllung reifte erstmals in neuen Eichenfässern, die von der Schwarzmeerküste der Nordkaukasischen Republik Adygea stammen. Bekannt für seine tiefe Aromenvielfalt, wurden solche Fässer bislang nur sehr selten zur Whiskyreifung genutzt und verleihen dem Single Malt eine unvergleichbare Intensität. Weitere Informationen unter http://Ardbeg.com
Ardbeg Kelpie (46,0 Vol.% Alkohol) Verkauf in den Ardbeg Embassies ab dem 3. Juni 2017 und im Fachhandel ab dem 12. Juni 2017 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 92,00€, solange der Vorrat reicht. (Preis gilt für Deutschland)
Ardbeg Kelpie 46,0 % Vol. Alk. – Tasting Notes
Die Farbe: Wie poliertes Gold.
Der Geruch – wundervolle, intensiv“tanzende“ Aromen an der Nase, vielschichtig und ineinander verflochten von kräftig, öligem Torf, dunkler Schokolade, geräuchertem Fisch, Seetang und einer intensiven, scharfen Kräuternote. Wellen von würzigem, schwarzem Pfeffer folgen. Ein Spritzer Wasser bringt einige klassische Ardbeg-Noten hervor, dazu cremiger Kaffee, geräucherter Buttertoffee und Kiefernharz. Ferner ein Anklang geräucherter Kokosnuss.
Am Gaumen ein pfeffriges Mundgefühl, gefolgt von einem Crescendo reichhaltiger Aromen: Melasse-Toffee, türkischer Kaffee, rauchiger Speck und viel dunkle, dunkle Schokolade. Fruchtige, leicht überreife Noten von Pfirsich, Hickory-Holz, Nelkenöl und ein Hauch schwarzer Oliven im Nachgeschmack.
Das Finish ist scheinbar unendlich mit tiefen Aromen von Gewürznelke, Teer und festem Toffee.
Ardbeg Kelpie Islay Single Malt, Release zum Ardbeg Day
46% Vol Alk.
Verkoster: Bernhard Rems
Sample von Ardbeg
Nase: Zunächst, kurz nach dem Öffnen, sehr verhalten. Der Whisky öffnet sich aber sehr rasch und bietet dann den typischen Torf, maritime, algige Noten, dazu ein intensives Kräuterbouquet. Tang am Rand des Hafens, deutliches Harz und etwas butterige Süße vermischen sich zu einem recht intensiven Eindruck.
Gaumen: Der Kelpie beginnt unerwartet süß, dann wird er schnell pfeffrig und torfig. Nelkenöl, etwas Schokolade, holzige Noten, die sich irgendwo zwischen Eichenwürze und frisch gebrochenen Ästen einpendeln. Sehr dunkle Schokolade, ummantelt von hauchzartem Rauchspeck, hinten nach dann leichte, schwer zu greifende Fruchtnoten und wieder das Nelkenöl.
Finish: Ölig und dicht im Abgang, Rauch, Teer und Süße sowie etwas Pfeffrigkeit changieren in beeindruckender Länge. Ganz hinten dann bleiben Jod und wieder das Nelkenöl.
Alles in allem: Der Kelpie verträgt nach dem Öffnen Zeit im Glas – nein, er fordert sie. Gleich getrunken liegt die Pfeffrigkeit über allem, aber nach einigen Minuten geht sie zurück, der Whisky öffnet sich und zeigt seine gesamte Bandbreite. Mit seinen 46% kommt er nicht ganz so wuchtig wie die Committee-Abfüllung, aber den grundsätzlichen Charakter von ihr hat er durchaus behalten (unsere Besprechung dazu finden Sie hier). Ein typischer Ardbeg – mit einem interessanten, maritimen Twist – ganz dem Namen entsprechend. Falls Sie heute eine Veranstaltung zum Ardbeg Day besuchen: Freuen Sie sich auf ihn. Er weiß zu gefallen.
Der Ardbeg Kelpie wird heute am Ardbeg Day offiziell vorgestellt. In den Shops in Deutschland ist er ab dem 12. Juni 2017 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 92,00€ zu erhalten – solange der Vorrat reicht.
Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Samstag scheint sich als fixer Tag für Serge Valentins Gastautor Angus MacRaild eingebürgert zu haben – auch heute können wir wieder seine Anmerkungen zu verschiedenen Abfüllungen lesen. Thema diesmal: Laphroaig.
Fünf verschiedene Abfüllungen aus der Islay-Destillerie werden in der Verkostung besprochen. Die Bandbreite reicht vom zehnjährigen Standard bis zu einem 35jährigen unabhängigen Laphroaig aus dem Jahr 1976. Die Punktewertungen:
Laphroaig 10 yo (40%, OB, -/+ 2016): 84 Punkte
Laphroaig 10 yo (43%, OB, Spirit Import, Italy, -/+ 1990): 91 Punkte
Laphroaig 7 yo (54.5%, OB for Dr Jekyll’s Pub, PX Sherry Hogshead, 300 bottles, 2012): 82 Punkte
Laphroaig 21 yo (51.6%, Scotch Malt Whisky Society, #29.111, PX sherry finish, ‚Jazzy Jousting Hastlitude‘, 228 bottles): 89 Punkte
Laphroaig 35 yo 1976 (43.4%, Scotia Royale, refill sherry cask, 211 bottles, +/-2011): 91 Punkte
Bevor Sie ins Wochenende gehen (in dem wir Sie natürlich wie immer mit News und Infos zum Thema Whisky begleiten werden), kommen Sie doch einmal bitte näher. Ganz nahe, bitte: So nahe, dass wir Ihnen DAS zeigen können:
Was das ist? Nun, in der Werbung nennt man es „Teaser“ – ein Neugierigmacher für etwas. Und zwar für unser nächstes Gewinnspiel, das wir am Montag starten (und darum sind Montage auch manchmal etwas Schönes). Nach dem Springbank Local Barley 11yo, den es im Mai zu gewinnen gab, verlosen wir wieder einen nicht ganz einfach zu bekommenden Whisky unter unseren Lesern. Manche werden ihn bereits an dem kleinen Ausschnitt erkannt haben, andere werden rätseln, welcher es sein könnte. Es darf geraten werden 🙂
Am Montag gibt es die Auflösung – und den Start unseres neuen Gewinnspiels. Wir freuen uns, wenn Sie dann dabei sind!
Vor kurzem hat Richard Paterson, Master Distiller bei The Dalmore und wohl eine der berühmtesten Persönlichkeiten in der schottischen Whiskyindustrie, sein 50jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Grund genug für The Spirits Business, ihn zu seinen Erinnerungen an den Anfang seiner Karriere und die darauffolgenden Entwicklungen zu befragen.
Der daraus entstandene Artikel ist höchst lesenswert, zeigt er doch einen Blick auf die jüngste Whiskygeschichte, der von innen und von berufener Stelle kommt. 11 Übernahmen und 19 Bosse hat der Master Distiller während seiner Laufbahn erlebt – genug, um einige faszinierende Geschichten erzählen zu können.
Auch auf neue Abfüllungen bei Dalmore wirft der Artikel einen Blick – und auf die im Jahr 2014 herausgebrachte Paterson Collection um ca. eine Million Euro, die laut Paterson seit damals noch keinen einzigen Käufer gefunden hat.
Schon zum 7. Mal veranstaltet Pernod Ricard mit seinen Mitarbeitern in Deutschland den Responsib’ All Day – und auch wenn er nicht direkt etwas mit Whisky zu tun hat, finden wir die Initiative gut und daher auch in diesem Jahr wieder berichtenswert. Hier die Pressemitteilung, die wir vom Unternehmen dazu bekommen haben:
Siebter Responsib’ All Day bei Pernod Ricard Deutschland – Lokales Engagement stärkt das Gemeinschaftsgefühl
Köln, 02.06.2017. Zusammen etwas bewegen, Menschen zusammen bringen und überGesellschaftsbereiche hinweg ein Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen – das war in diesem Jahr Ziel des „Responsib’All Day“ des Premium-Spirituosenherstellers Pernod Ricard. Unter dem weltweiten Motto „Sharing Convivalité with the community“ haben sich 18.500 Mitarbeiter von Pernod Ricard am 1. Juni vielfältig gesellschaftlich engagiert. Die Mitarbeiter von Pernod Ricard in Deutschland unterstützten gemeinsam mit der Kölner Freiwilligen Agentur e.V. in diesem Jahr gleich drei lokale Organisationen. So verbrachten die Mitarbeiter mit den Bewohnern der Behinderteneinrichtung „Haus Lebenshilfe Köln – Franz Goebbels“ einen Tag im Sportmuseum, halfen bei der Organisation eines Musiknachmittags in der Senioreneinrichtung AWO Maria Juchacz. und unterstützten den Bürgerverein Köln-Volkhoven-Weiler e.V. tatkräftig bei der Verschönerung des Generationenparks Volkhoven Weiler. Mit dem Engagement setzt Pernod Ricard Deutschland ein Zeichen für mehr nachhaltiges Miteinander und gesellschaftliche Verantwortung am Standort Köln. Den Tag ließen alle Beteiligten und Helfer bei einem Dankeschön-BBQ im Bürgerpark ausklingen.
„Mit der Aktion im Rahmen unseres ,Responsib’All Day‘ wollen wir vor Ort ein positives Zeichen setzen und zeigen, dass unser Unternehmensmotto Créateurs de Convivialité viel mehr umfasst als Genussmomente mit unseren Produkten zu kreieren. Unser Leitspruch transportiert ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft, welches wir am Responsib’All Day mit unserem Einsatz weiter geben wollen. Die Kölner Freiwilligen Agentur leistet hier als Mittler einen wichtigen Beitrag und wir freuen uns besonders, ihre tolle Arbeit zu unterstützen“,
sagte Nicole Lichius, Head of Communication der Pernod Ricard Deutschland GmbH.
Pernod Ricard’s Responsib’All Day key facts:
Bereits die 7. Auflage des Responsib’All Days
18.500 engagierte Mitarbeiter
103 lokale Projekte weltweit umgesetzt mit 84 Partnern und Vereinen
Weltweit 150.000 Stunden für den Einsatz in den Bereichen Nachhaltigkeit & Verantwortung
1 Millionen Stunden seit der ersten Auflage des Responsib’All Day im Jahr 2010.
Die Mitarbeiter von Pernod Ricard Deutschland haben im Generationenpark Volkhoven Weiler viel bewegt.
Auch heute nehmen wir Sie mit zu einer Destilleriebesichtigung – diesmal zu einer nicht ganz so bekannten Destillerie an der Grenze der Highlands zur Speyside: Knockdhu. Der Whisky von dort trägt den Namen anCnoc – und in letzter Zeit hat man aus der Brennerei hauptsächlich getorfte Whiskys bekommen, die nach Werkzeugen aus der Torfverarbeitung benannt waren.
Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen hat sich in Knockdhu umgesehen, und uns jede Menge Bilder von dort übermittelt, die wir Ihnen hier gerne zeigen:
Nach der massiven Mortlach-Session gestern kommt einem die Verkostung von heute bei Serge wie eine Miniatur vor: Zwei Unabhängige aus der Destillerie Aultmore stehen heute bei ihm auf dem Programm. Die nicht gerade hübsche Speyside-Destillerie, die 1896 gegründet wurde und momentan im Besitz von Bacardi steht, hat ja zur Zeit ganz brauchbare Standardabfüllungen im Programm, und auch die Abfüllungen der Independent Bottlers, die Serge heute verkostet, brauchen sich nicht zu verstecken:
Aultmore 10 yo 2006/2017 (58.7%, Liquid Treasures, bourbon, 282 bottles): 82 Punkte
Aultmore 23 yo 1992/2016 (51.1%, Lady Of The Glen, bourbon barrel, cask #3499): 84 Punkte
Als Newsbit haben wir schon vor knapp zwei Wochen darüber berichtet – hier ist nun die offizielle Pressemitteilung zu einem schönen Erfolg, den Ardbeg und Dr. Bill Lumsden bei den diesjährigen IWC Awards erringen konnten:
Ardbeg Kelpie ist Whisky des Jahres bei den IWC Awards Dr. Bill Lumsden nach 2016 erneut „Master Distiller of the Year”
Islay / Tain Juni 2017. Großer Erfolg für Ardbeg: Die kürzlich erschienene limitierte Abfüllung Ardbeg Kelpie Committee Release wurde bei der International Whisky Competition (IWC) mit 97,3 von 100 Punkten zum „Whisky des Jahres 2017“ gewählt. Daneben errang der in Fässern aus Schwarzmeer-Eichen gereifte Single Malt die Titel Best New Release, bester Single Malt (General und Islay), bester Peated Malt und bester Single Malt ohne Altersangabe.
Zum zweiten Jahr in Folge wurde Dr. Bill Lumsden, Director of Destillation, Whisky Creation and Whisky Stocks von Glenmorangie und Ardbeg zum Master Distiller des Jahres gekürt.
In der Whisky-Welt für sein Fachwissen und seiner Innovationsfreude bei außergewöhnlichen Abfüllungen bekannt, sagt Dr. Bill Lumsden: „Ardbeg Kelpie wurde vom Ardbeg-Committee schon sehr gut aufgenommen, diese weitere Auszeichnung als Whisky des Jahres und Gewinner der blindverkosteten Einzelkategorien ist die Krönung. Mich persönlich freut auch das Votum der Branchenkollegen, als Master Distiller des Jahres erneut ausgezeichnet worden zu sein. Die Ergebnisse dieses prestigeträchtigen, weltweit renommierten Wettbewerbs ist ein schöner Beleg für unser Engagement, neue Wege mit traditioneller Handwerkskunst zu gehen und Whiskys zu erschaffen, die es bislang noch nie gab.“
Weitere Resultate der IWC Awards umfassten den Glenmorangie Grand Vintage Malt 1990 als besten Single Malt Scotch aus den Highlands, sowie Gold für den Glenmorangie Lasanta in der Kategorie Single Malt 12 Year Old und den Glenmorangie Extrem Rare 18 Year Old.
Wir freuen uns sehr, Ihnen heute einen interessanten Artikel über einen Besuch in der Hammerschmiede, der Heimat des Glen Els Whiskys, präsentieren zu können. Er stammt aus der Feder von Dirk Lunken und wurde auf seiner Facebookseite Maltkanzlei veröffentlicht. Die Maltkanzlei beschäftigt sich mit vielen interessanten Themen rund um Whisky, bringt Tasting Notes und Reiseberichte – so wie jenen über Glen Els, den wir mit freundlicher Erlaubnis als Gastbeitrag veröffentlichen:
Glen Els 2017 – ein Besuch bei der Hammerschmiede
Dieses Jahr war für die Feis Ile leider aus verschiedenen Gründen kein Raum. Zum einen wäre es mit der Familie nicht verhandelbar gewesen, zum anderen wäre auch ein längerer Urlaub derzeit dienstlich nicht umsetzbar gewesen.
Also den Brückentag und das herrliche Wetter für eine spantane Stoppvisite mit der Family in den Harz genutzt. Das Gute ist, da meine Jungs die Hammerschmiede kennen und wissen, dass es ihnen dort Spaß macht und es viel Interessantes zu sehen gibt, ist die Brennerei traditionell ein fester Bestandteil unserer Touren in den Harz.
Ich bin neugierig. Inzwischen ist der Umbau der Brennerei weitestgehend abgeschlossen und selbst die Touren sind geändert worden. Klingt spannend. Optisch jedenfalls ist es wirklich toll geworden, soviel einfach mal vorweg.
Der Parkplatz der Hammerschmiede ist schon kurz nach 10:00 Uhr prall gefüllt. Die Segnungen des Brückentags. Ich sehe eine lange Kolonne Biker, die wohl das gute Wetter für eine gemeinsame Ausfahrt genutzt haben und nun schwer bepackt und glücklich grinsend aus dem Distillery Shop strömen. Das Team bleibt trotz des Andrangs locker und entspannt, wie man sie kennt. Die Biker erweisen sich als ausgesprochen nett und lassen mich noch kurz ein Bild des Verkaufsraums schießen. Zeitlich passt dann alles perfekt. Wir haben uns für die neue BOUTIQUE DISTILLERY TOUR entschieden, bei der für eine kleine Gruppe von interessierten Teilnehmern ein vertiefter Einblick in das Brennverfahren, die Manufaktur bzw. das Abfüllen/Verpacken und das Fassmanagement geboten werden. Achtung! Vorab buchen, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Nach einer gründlichen Einführung in die Basisbegriffe des Whiskys, wie Single Malt, Single Cask etc., wird ein wenig zur Geschichte der Hammerschmiede selbst erklärt. Im Anschluss übernimmt Alexander Buchholz im Stillroom. Von da an geht die eigentliche Kernführung los. Die Gruppe ist äußerst interessiert und auch recht gut vorinformiert. Es hagelt förmlich Fragen. Viele Details zum Destillationsverfahren und zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Brennereien in Schottland und solchen in Deutschland werden ausgiebig diskutiert.
Währenddessen gibt es den neuen New Make zu verkosten. Der Feinbrand bei Glen Els kommt mit 71.8% ABV aus der Spirit Still. In die Fässer geht er dann mit 60%. Natürlich drängt sich die Frage geradezu auf, warum nicht mit jenen allgegenwärtigen 63.5% ABV abgefüllt wird, wie das in Schottland traditionell die Regel ist. Alexander verweist auf die unterschiedlichen Reifungsprozesse und -dauern. Ein Lösen ungewollter Stoffe aus dem Fassholz soll unbedingt vermieden werden. Okay, leuchtet erstmal ein, klingt vertraut. 25.000 Liter New Make, also nicht etwa Alkohol, produziert Glen Els mit der erweiterten Anlage jährlich. Sehr wenig. Viel, viel weniger als die schottischen Brennereien im Schnitt produzieren und auch weit weniger als die Nachfrage nach dem Whisky aus dem
Harz. Trotzdem ist man sehr zufrieden mit dem Ausstoß und dem Absatz. Qualität geht vor Quantität. Man möchte Herr des Verfahrens bleiben. Glen Els soll eine reine Fachhandelsmarke bleiben.
Während Alexander geduldig weiter Fragen beantwortet, werden die Holzöfen unter den gerade arbeitenden und indirekt (Wasserbad) erhitzten Wash Stills kontinuierlich durch einen Mitarbeiter mit Holzscheiten befüllt. Wir alle schwitzen, obwohl wir nur rumstehen. Die Wash Stills strahlen eine extreme Wärme in den von der Sonne ohnehin bereits aufgeheizten Raum ab. Wir nähern uns so langsam der Sommerpause, erfahren wir. Es wird einfach zu warm zum Brennen. Das ist im kühleren Schottland ja auch nicht anders. Der Kühlprozess wird zu aufwendig und kostenintensiv, die Arbeit schlicht zu schweißtreibend. Aber der heute in unserer Gegenwart destillierte Rohbrand wird in jedem Falle noch vor der Silent Season in die Spirit Still gehen. Im Detail erläutert Alexander alle Schritte des Produktionsprozesses und erklärt die Unterschiede zwischen alter und neuen Brennblasen. Während der Erklärungen werden Gläschen/Phiolen mit den Ergebnissen der verschiedenen Produktionsschritte zum Verriechen herumgereicht. Von den Foreshots mit ihren giftigen Methanolanteilen und einem „Schein“-Alkoholgehalt von 81% ABV über das eigentliche Herzstück des Prozesses, bis hin zu den Tails und ganz zuletzt den Feints, die über ein Verrieselungsfeld unter Zollaufsicht entsorgt werden. Das Herzstück oder auch Hauptlauf genannt, eben der neue New Make, wird sodann in unserer Gruppe verkostet und kommt allgemein ausgesprochen gut an. Mit 71,8% ABV wirkt er äußerst fruchtig und nussig und zeigt ein angenehmes, schon recht breit gefächertes Geschmacksprofil. Könnte man auch gleich so verkaufen, ist die einheitliche Meinung der Gruppe. Fehlnoten hat er jedenfalls keine. Wenn man an dieser Stelle unbedingt mit den Schotten vergleichen möchte, liegen die Highlandbrennereien geschmacklich wohl am nächsten. Muss ich unbedingt mal gegeinander verkosten. Balblair oder auch Tullinardine gegen Glen Els New Make. Gut 20-25 Minuten an Vor- und Mischlauf gehen bei der Destillation in Zorge zeitlich übrigens regelmäßig ins Land, bis der Hauptlauf folgt. Interessant übrigens auch der rauchige New Make. Rauchmalz verändert den Charakter des Destillats völlig. Das Rauchmalz (Alrik!) lässt ihn weniger intensiv in der Nase erscheinen als den regulären New Make. Nicht torfig, natürlich, sondern eben rauchig. Kaltes Lagerfeuer, Speck und Räucherwurst, das sind die Assoziationen, die in den Raum gerufen werden. Sehr schön!
Kurzer Blick rüber in den Bereich „Manufaktur“, wo zwei der Beschäftigten gerade dabei sind, in Handarbeit Miniaturen zu verpacken. Bei Glen Els wird an Großflaschen alles ausnahmslos handgefüllt, handverschlossen, handetikettiert und handgesiegelt. Sicher nicht der effizienteste Produktionsprozess, den man sich vorstellen kann. Aber jede Flasche wandert so durch mehrere Hände. Ein durchlaufender Fehler wird ausgesprochen unwahrscheinlich. Im übrigen aus meiner Sicht in einer wirtschaftlich tedenziell eher schwächeren Region eine gute Sache. Zumal der Prozess für das gesamte Sortiment der Hammerschmiede gilt, nicht nur für den Whisky, rund 56.000 Flaschen pro Jahr all-in-all.
Wir gehen weiter, rüber ins oberirdische Fasslager. Eines von 3 Lagern, die Glen Els unterhält, 500 Fässer sind es insgesamt mittlerweile, die so gelagert werden. Wenn man an die Zehntausenden Fässer selbst kleinerer oder mitelgroßer Brennereien in Schottland denkt, muss man unwillkürlich schmunzeln.
Weiter geht es mit dem Fassmanagement. 100-150 Fässer für Whisky kommen jedes Jahr neu rein. Alles unterliegt der 100% Kontrolle. Auch wenn die Fässer bei GE zumeist nur einmal, nämlich als First Fill genutzt werden. Refillfässer bilden bislang die Ausnahme. Gekennzeichnet sind letztere durch vollfarbige, weiße oder schwarze Fassböden. Zuckercouleur kommt natürlich nicht zum Einsatz. Klar, bei First Fill und Single Casks bzw. kleinen Batches auch nicht wirklich erforderlich. Wir hören einiges über die Reifungseigenschaften verschiedener Fasstypen sowie über unterschiedliche Eichenarten, von der Stileiche üer die Traubeneiche bis hin zur ungarischen Schwarzeiche wird alles im Detail erklärt. Wir erfahren auch, warum „Alter“ also die Reifezeit in Deutschland und in Schottand sich signifikant unterscheiden. Das Thema Angels‘ Share fasziniert die Gruppe besonders, nicht erst, seitdem Alexander erklärt hat, der gute Stoff müsse nunmal verdunsten, um zu reifen. Große Augen in der Runde, als er konkret ausführt, dass der Angels‘ Share bei einem Blood Tub, mit 35 Litern das extreme untere Ende der kleineren Fasstypen, im Harz 18%/Jahr und mehr ausmachen könne. Ob denn der Zoll das akzeptiert, möchte jemand wissen. Akzeptieren tue er per se 3%, heißt es. Alles andere hänge prinzipiell von der Erfahrung und Gesprächsbereitschaft der zuständigen Zollbeamten ab. Neben den reinen Produktionsdaten werden auch eine ganze Reihe wirtschaftlicher Details gefragt und erklärt. Welche Fässer lagern denn eigentlich bei Glen Els? Im Wesentlichen Süßwein- und Sherryfässer, wobei die PX Traube, aufgrund der persönlichen Präferenz, beim Sherry den Löwenanteil ausmacht. Die erworbenen Fässer werden einer 100%-Kontrolle unterzogen. Die Kosten für ein sehr gutes First Fill Sherryfass werden mit aktuell 1.200-1.800 EUR angegeben, ein gutes Bourbonfass, der Name Heaven Hill fällt, mit gerade einem Zehntel dieses Wertes…
Im Anschluss geht es bestens gelaunt in die Verkostung. Ich suche mir die drei neuen Weinlagerungen aus. Amarone, Banyuls und Rivesaltes. Tip: wer es, so wie ich, fruchtig mag, der sollte sich den Amarone nicht entgehen lassen. Danach der grandiose Handfilled und obendrauf ein Alrik Ostara. Gut, dass die bessere Hälfte fährt.
Fazit: Wieder mal ein toller und sehr informativer Vormittag in der Hammerschmiede. Ich hatte unseren Großvater im Schlepptau, der früher einige Jahre in Zorge gelebt hat und dieses Jahr, wenn alles planmäßig läuft, seinen 90. Geburtstag feiert. Kommentar: „Richtig toll machen die das hier. Spitze! Muss man wirklich mal gesehen haben!“ Treffender könnte ich es nicht sagen.
Als Nachklang zum Lagavulin Open Day im Rahmen des diesjährigen Feis Ile bringt The Spirits Business heute den Reprint eines englischsprachigen Interviews mit Lagavulins Distillery Manager Georgie Crawford (auf unserem Titelbild gemeinsam mit Autor Charles MacLean während unseres Besuches bei Lagavulin im Vorjahr).
Im Interview spricht Georgie über ihren Werdegang, ihre Learnings in der Industrie und den Erfolg des Lagavulin 8yo. Hier ein kleiner Ausschnitt über ihre Position als Frau in einer (nicht mehr ganz) männerdominierten Industrie:
Have you ever encountered prejudice as a female distillery manager?
I am fortunate that I have never encountered this personally, and although I am proud to be Lagavulin’s first-ever female distillery manager, there are so many more women who work in the industry now. At Diageo, 17% of the overall workforce in malt distilling is female, and 40% in management roles. Also a quarter of all our apprentices are female, which is fantastic. The number is increasing and set to continue to do so.
Viel Neues tut sich bei der Whiskybotschaft aus Kerken. Neben der Erweiterung der Geschäftsräume für eine Laddie-Lounge und eine VIP-Lounge wird die Whiskybotschaft ab Herbst auch regelmäßig interaktive Livetastings online anbieten – und wir von Whiskyexperts freuen uns, als Partner diese Innovation mittragen zu können. Hier die Pressemitteilung, die Sie über alle Neuigkeiten informiert:
Mehr Platz, mehr Auswahl und eine Tasting-Revolution – Die Whiskybotschaft setzt neue Maßstäbe
Michaela & Tim Tünnermann haben seit 2010 vor allem zwei Dinge auf ihre Fahnen geschrieben: Whisky und die Whiskykultur dem deutschen Publikum näher zu bringen – und dabei immer den Blick nach vorne auf “the next big thing” zu richten. Ein Online-Shop, der 2013 mit wunderschönen Verkaufsräumen ein Geschäft “zum Anfassen” wurde, die eigene Whiskymesse, der Import ausgewählter Abfüller – stets kam etwas Neues dazu, das Whisky für den Konsumenten noch attraktiver machen sollte. So wurde im März 2017 die Whiskybotschaft Mitglied der “ Laddie Crew“, ein innovativer Verbund aus 7 Fachgeschäften in Deutschland, die sich besonders um die Whiskymarke “ Bruichladdich“ verdient gemacht haben.
Micha & Tim Tünnermann, Die Whiskybotschaft
Mit den Ansprüchen wachsen die Räumlichkeiten
Diese breite Aufstellung sorgte dafür, dass die Whiskybotschaft innerhalb der letzten 3 Jahre so stark wuchs, dass es nun Zeit für den nächsten Schritt wurde: Die Whiskybotschaft verdoppelt nahezu ihre Verkaufsfläche auf ca. 220 qm. Damit will man den Besuchern mehr Platz, mehr Service und vor allem mehr Whiskyerlebnis bieten.
Die Whiskyfreunde dürfen sich dabei auf eine neue, wunderbare Lounge und einen exklusiven VIP Bereich freuen, in dem auch absolute Raritäten zu sehen sein werden – dort findet man exclusive Abfüllungen ausgestellt, die in dieser Geballtheit sonst kaum wo zu finden sind.
Die Größe der neuen Whiskybotschaft ist beeindruckend: Insgesamt wird der Genießer dort ca. 2000 Flaschen Whisky, Rum, Gin und ausgesuchte Weine vorfinden.
Auch Zigarren-Aficinados werden in der Whiskybotschaft nicht zu kurz kommen. Ein großer Humidor mit einem breiten Angebot an Zigarren runden – samt einer Zigarrenlounge im Aussenbereich – das Angebot ab.
Die “Laddie Crew” erhält die erste “Laddie Lounge”
Auch für Bruichladdich-Fans und solche, die es noch werden wollen, setzt die Whiskybotschaft einen weiteren Schritt und bietet das Besondere: In neu dazugekommenen Räumlichkeiten im Ladengeschäft in Kerken, die einen wunderbaren Flair ausstrahlen, entsteht die „Laddie Lounge“, fokussiert auf die außergewöhnlichen Abfüllungen der Whiskydestillerie von der schottischen Hebrideninsel Islay. Die Eröffnung findet am 16.September 2017 statt, pünktlich zur Whiskyfair NRW in Nieukerk.
Ab Herbst: Video-Tastings zum Mitmachen – live und interaktiv
Ein herausragendes Novum schafft die Whiskybotschaft im Onlinebereich: Voraussichtlich ab September 2017 werden Whiskyfreunde die Möglichkeit haben, die meisten Whiskytastings in der Whiskybotschaft in Zusammenarbeit mit Whiskyexperts, dem führenden deutschsprachigen Newsportal für Whisky, online live verfolgen zu können – und zwar nicht nur passiv, sondern interaktiv über Feedback-Kanäle, die dem Vortragenden direkt zugespielt werden.
Die Online- Tastings werden live übertragen, 4 Tastings pro Monats sind geplant und werden ausreichend vorher angekündigt, sodass man auch daheim im Fall des Falles die passenden Whiskys besorgen und mitverkosten bzw. diese vorab in der Whiskybotschaft als Verkostungssample ordern kann. Wer mag, kann Mitglied des Whiskyclubs “fine spirits” werden und profitiert neben vielen anderen Vorteilen auch von günstigeren Samples für die Online-Tastings, die vor der Verkostung den Mitgliedern auf Wunsch zugesendet werden.
Auf diese Weise wird man vom Wohnzimmer aus Whiskys mit anerkannten Experten gemeinsam erleben und entdecken können – eine völlig neue und einzigartige Weise, Whisky zu genießen.
Ein Haus mit Tradition und der Lust auf Neues
Mit den neuen Angeboten festigt die Whiskybotschaft ihren Ruf als ein Motor der deutschen Whiskyszene: 2013 eröffnete sie in dem wunderschönen Örtchen Nieukerk am Niederrhein Ihre Pforten. In dem 250 Jahre alten restaurierten Haus direkt am Schwanenmarkt finden seitdem bis zu wöchtentlich 2 Whisky- Wein oder Rumverkostungen statt.
Neben der riesigen Auswahl- allein im Ausschank kann der Whiskyfreund aus ca. 1000 verschiedenen Whiskys wählen- ist es vor allem die Leidenschaft der beiden Eigentümer Tim & Michaela Tünnermann, die die Genießer in die „Botschaft“ lockt wie das Fachgeschäft liebevoll von Gästen und Genießern genannt wird.
Das Wissen über Whisky & Schottland der beiden ist enorm. Tim arbeitete in 4 verschiedenen Destillerien in Schottland und verfügt dadurch über bestes Wissen und Kontakte rund um die Produktion von Whisky. Michaela ist Apothekerin und beschäftigte sich intensiv mit der Kultur und der Geschichte der Schotten und ihrem Lieblingsgetränk. Beide verbindet die intensive Freundschaft zu Richard Paterson -„The Nose“- dem wohl bekanntesten Whiskyblender weltweit.
Ausgezeichnete Leistung
All das führte dazu, dass die Whiskybotschaft die verschiedensten Auszeichnungen erhielt: 2013 und 2016 belegten sie jeweils den 2. Platz als bester Whiskyshop in Deutschland. Neben dem Fachgeschäft in Nieukerk und einem Onlineshop mit einer großen Auswahl verschiedenster Whisky’s, Rum & Gin gründeten sie mit Marco Jansen – einem Vermögensberater für solvente Kunden – die Firma Whisky Investments GmbH. Darüber hinaus importiert die Whiskybotschaft Whisky aus aller Welt und richtet eine Whisky Messe aus – die Whiskyfair NRW in Kerken am Niederrhein.