MeinWhisky: Ein Besuch bei Penderyn

Die walisische Destillerie Penderyn ist vielen Whiskyfreunden bei uns bereits ein Begriff. Wir hatten vor kurzem das Vergnügen, mit Giancarlo Bianchi ein Videointerview über die Besonderheiten der Whiskyerzeugung in der Brennerei zu führen – nun können Sie bei Petra Milde auf meinwhisky.com den ersten Teil eines Reiseberichts mit Bildern und Video finden, in dem Petra ihren Besuch dort beschreibt. Sie finden in ihm viele interessante Details zur Brennerei, wie dieser Ausschnitt hier zeigt:

In den ersten Jahren führte Penderyn dass Maischen und Fermentieren nicht selbst hier in der Brennerei durch, sondern überließ diese ersten Produktionsschritte der Brains Brewery in Cardiff.  Im Juni 2014 installierte Penderyn dann eine 6.000 Liter Mash Tun, die 1,5 Tonnen Malz in einem Batch einmaischt. Das gesamte Wasser, das Penderyn zum Produzieren, Kühlen und später auch zum Herabsetzen des Whiskys vor dem Abfüllen in Flaschen benutzt, wird aus 60 Fuß Tiefe hier auf dem Gelände hochgepumt. Es sickerte  zuvor durch den Basalt- und Kalkstein der Breacon Beacons, ist weich und  hervorragend für die Whiskyproduktion geeignet. Alle zwei bis drei Wochen wird Malz von der Ostküste Englands angeliefert. Zeitgleich mit der Mash Tun wurden auch die nötige Getreidemühle und  sechs Gärtanks aus Edelstahl installiert. Penderyn verwendet zwei Hefestämme und fermentiert für etwa 3 Tage. 

Den zweiten Teil über das Fasslager erschien am nachfolgenden Freitag – hier können Sie ihn lesen.

Die klassischen Brennblasen bei Penderyn. Sie wurden von Forsyths gefertigt und sind experimentell im Einsatz. Bild: Petra Milde

20min.ch: 10.000-Franken-Whisky ist eine Fälschung

Nun ist es definitiv: Der Macallan 1878, den der chinesische Gast im Hotel Waldhaus in St. Moritz um 9.999 Schweizer Franken trank, ist mit Sicherheit eine Fälschung. Wir waren das erste Magazin, das die Zweifel an der Echtheit des Whiskys aufgriff und öffentlich machte – jetzt haben sich die Zweifel nach einer Untersuchung des Inhalts der Flasche bestätigt.

Wie 20min.ch heute berichtet, hat man bei RW 101 mittels Carbon-Dating die Fälschung bestimmen können:

«Es handelt sich um eine moderne Fälschung», schreiben die Experten vom schottischen Speziallabor Rare Whisky 101. Sie stützen sich dabei auf eigene Untersuchungen sowie auf den Carbon-Dating-Test der Universität Oxford. Demnach besteht eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent, dass der Whisky in den Jahren 1970 bis 1972 gebrannt worden ist.

Weiters stellte das Labor fest, dass es sich bei dem Inhalt der Flasche um einen Blend handelt, im Verhältnis 40% Grain und 60% Malt, wobei der Malt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Destillerie Macallan stammt.

Analysechart von Rare Whiskies 101 aus deren Presseaussendung. © rarewhisky101.com

Mit diesem Wissen ausgestattet, trat der Schweizer Hotelier, in dessen Bar der Whisky ausgeschenkt wurde, mit einer Entschuldigung und dem bezahlten Geld die weite Reise nach China an, um dort den Gast zu treffen und die Sache ins Reine zu bringen.

Offen bleibt, was mit ähnlichen Flaschen, die bei Macallan stehen und die nach dem Auftauchen der ersten Zweifel zum Teil aus dem Schauraum entfernt wurden, geschehen wird und ob sie ebenfalls einem Test unterzogen wurden.

Bild © Hotel Waldhaus, St. Moritz

 

BBC: Warum manche £500,000 für ein Whiskyfass zahlen

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Dass Sammler und Genießer oft sehr viel Geld für eine Flasche Whisky ausgeben, ist nichts Besonderes. In letzter Zeit aber rückt ein anderes Feld, auf dem man für das Wasser des Lebens tief in die Tasche greifen kann, in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses: Fasskäufe.

Vor einiger Zeit haben wir berichtet, dass in Hongkong ein Fass Macallan um 400.000 Euro versteigert wurde. Jetzt findet sich auf BBC ein interessanter Artikel, der dem Phänomen der Fasskäufe auf den Grund zu gehen versucht. In ihm wird beleuchtet, warum Fässer für Investoren und Genießer gleichsam interessant geworden sind, und warum die Preise auch hier so kräftig anziehen. Rare Whisky 101, ein Unternehmen, das sich als Broker und Analyst bei Whisky betätigt, gibt zum Beispiel an, dass der Durchschnittspreis der von ihnen gehandelten Fässer von Ardbeg, Laphroaig, Macallan und Springbank £130,000 erreicht hat.

Übrigens: Nicht nur private und institutionelle Investoren sind an Fässern interessiert. Weniger bekannt ist, dass auch Destillerien manchmal viel Geld in die Hand nehmen, um alte Fässer ihres Whiskys von Privatpersonen zurückzukaufen. Manche Abfüllungen würden ohne diese Rückkäufe nicht auf dem Markt sein…

Unser Titelbild stammt aus dem Fasslager bei Bruichladdich. Bild: Marcel Freudenstein

Dieses Macallan-Fass wurde in Hongkong um ca. 400.000 Euro versteigert

Serge verkostet: Caol Ila

Den ungetorften Caol Ila 18yo aus den Diageo Special Releases 2017 hat Serge Valentin zum Anlass genommen, drei weitere, diesmal unabhängige, Abfüllungen von Caol Ila zu verkosten. Und es scheint ihm ein großes Vergnügen gewesen zu sein.

Den Caol Ila 18yo unpeated style hat auch Angus verkostet, so wie er Serge bereits bei anderen Special Releases unterstützt hat, und ihm gefällt der ungewöhnliche Malt noch besser als Serge, was sich in vier Punkten mehr ausdrückt. Hier die gesammelten Resultate der Verkostung:

  • Caol Ila 18 yo ‚Unpeated Style‘ (59.8%, OB, Special Release, 2017): 85 Punkte (Angus: 89 Punkte)
  • Caol Ila 9 yo 2007/2017 (46%, Signatory Vintage, Un-Chillfiltered Collection, hogsheads, casks #322298+322299, 443 bottles): 87 Punkte
  • Caol Ila 20 yo 1995/2017 (54.1%, La Maison du Whisky, Artist #7, hogshead, cask #9736, 276 bottles): 87 Punkte
  • Caol Ila 8 yo 2008/2017 (46%, James Eadie, refill hogsheads, casks #315430, 315434, 315432, 1208 bottles): 87 Punkte
Caol Ila. Bild: (c) Whiskyexperts

Annandale Distillery: Erster Malt seit 99 Jahren wird am 15. November abgefüllt

Das Warten auf eine Abfüllung aus der Annandale Distillery ist – zumindest technisch gesehen – vorbei: Wie die Destillerie am Mittwoch Nachmittag ankündigte, wird am 15. November um 12 Uhr lokaler Zeit das erste Fass (2014/001) geöffnet und abgefüllt. Das Ereignis kann man auch live auf Facebook mitverfolgen, wenn es soweit ist.

Allerdings, und darum die Einschränkung auf „technisch“: Nur zwei Flaschen werden gezogen und in handgefertigte Boxen gegeben. Man nennt es „early release of first production“ – aber im Dezember wird es dann mit vier Fässern weitergehen, die insgesamt etwa 960 Flaschen ergeben werden:

Casks No. 2014/033 und 2014/037 sind zwei ungetorfte Fässer, die unter dem Namen „Man o’Words“ abgefüllt werden. Casks No. 2014/066 und 2014/071 sind getorft, man bringt sie als „Man o’Sword“ in den Handel.

Wer Interesse an den Abfüllungen hat, kann sich hier in eine Warteliste eintragen – man spricht allerdings nirgendwo über den Preis, den man für die Erstausgaben verlangen will. 

Apropos Erstausgaben: Im November wird die Cotswolds Distillery nun auch ihren ersten Whisky (nach der limitierten Erstabfüllung) auf den Markt bringen; dieser sollte dann in größerer Anzahl verfügbar sein…

Die Annandale Distillery

PR: Writer’s Tears Irish Whiskey geht mit der irischen Sängerin ODi auf Herbsttournee

Vom Bremer Spirituosen Contor haben wir eine Information über eine Veranstaltungsreihe erhalten, die Writer’s Tears, der bekannte irische Whiskey in ihrem Vertrieb, gemeinsam mit der irischen Sängerin ODi durchführen wird. Alles Wissenswerte dazu finden Sie in der nachfolgenden Pressemitteilung:

Writer’s Tears Irish Whiskey geht mit der irischen Sängerin ODi auf Herbsttournee

Bremen, 30.10.2017. Inspirierenden Genuss aus Irland und großartige Musik verspricht das Bremer Spirituosen Contor in Zusammenarbeit mit der Konzertagentur Songs & Whispers in diesem Herbst. Der nicht nur in der Künstler-Szene hoch angesehene Whiskey Writer’s Tears, entführt in diesem Jahr Genießer und Musikliebhaber geschmacklich und musikalisch ins wunderschöne Irland. Unter dem Motto „Music, Writer’s Tears Whiskey and more“ präsentiert die Marke die irische Künstlerin ODi, welche mit einer stimmungsvollen Kombination aus Folk, Akustik, Pop, Rock und Indie regelmäßig ihr Publikum begeistert und bereits mehr als 600 Konzerte in Irland, Großbritannien und Deutschland gespielt hat. Im Jahr 2011 wurde ihr zudem der Titel „Beste weiblich Sängerin“ bei den UK Exposure Music Awards verliehen. Eine besondere Rolle wird der Irish Whiskey Writer‘s Tears bei den Konzerten spielen. Die Gäste haben die Gelegenheit die wundervollen Tropfen des irischen Familienunternehmens in besonders entspannter Atmosphäre zu verkosten. Die Tour startet am 09. November bei Hamburgs ältester Weinkellerei und Spirituosenmanufaktur Heinr. von Have. Das große Abschlusskonzert findet, gemeinsam mit der Künstlerin Daisy Chapman aus Bristol, im Sendesaal Bremen statt.

ODis Stimme bedient ein breites Spektrum und ist von einer mächtigen, aber auch ergreifenden Qualität. Ein wundervoller Mix aus freundlich, irisch gefärbtem Gesang und gefühlvollen Refrains, berührt den Zuschauer und bezieht ihn voll mit ein. Unterstützt wird sie auf Tour von Dave Radfearn an der Gitarre und Mundharmonika. ODi vereint Joan Armatradings Pathos, Beth Ortons Auge für das Schrullige und Didos „Bettsitz“ Romantik zu ihrem eigenen einzigartigen und fesselnden Sound. 2012 wurde sie von bedeutenden Musikpersönlichkeiten als eine der Topacts im Rahmen der olympischen Spiele gewählt, bei denen sie auftrat. 

Die Marke Writer’s Tears begeistert schon seit 2009 den deutschen und internationalen Markt. Das Familienunternehmen Walsh Whiskey Distillery gilt mittlerweile als einer der führenden unabhängigen Hersteller von traditionell dreifach gebranntem Premium Irish Whiskey. Auf den Konzerten wird es neben dem Writer’s Tears Copper Pot auch die Sorten Red Head und die neue Cask Strength Edition 2017 zur Verkostung geben.

Tickets für dieses irische Erlebnis der besonderen Art gibt es ab sofort direkt bei den Veranstaltern. Weitere Informationen können unter info@bsc-bremen.de erfragt oder auf der Facebook Seite 
@BremerSpirituosenContorExklusivmarken gefunden werden.

Tournee-Daten:
09.11.2017    Heinrich von Have*, Hamburg. Konzertbeginn 19:00 Uhr
10.11.2017    Bilkenroth KG*, Haltern am See. Konzertbeginn 19:30 Uhr
11.11.2017    Getränke-Paradies Wolf*, Hamburg. Konzertbeginn 19:00
13.11.2017    Bottle & Pipe*, Magdeburg. Konzertbeginn 19:00
16.11.2017    Cafe, Raum und Zeit, Hamburg. Konzertbeginn 19:00
17.11.2017    Bottle Market Whiskymesse,  Bremen. Konzertbeginn 20:00
18.11.2017    Getränke Service Poppinga*, Eime. Konzertbeginn 19:00
19.11.2017    Dohm Eck, Oyten. Konzertbeginn 15:00
20.11.2017    Vincents, Bremen. Konzertbeginn 19:30
21.11.2017    Kirche Dorfmark, Bad Fallingbostel. Konzertbeginn 19:00
22.11.2017    Vorwerk Syke, Syke. Konzertbeginn 19:30
23.11.2017    Kino-Hotel Meyer, Harsefeld. Konzertbeginn 19:30
24.11.2017    Kirche Ostenholz, Osterheide. Konzertbeginn 19:00
25.11.2017    Sendesaal Bremen*, Bremen. Konzertbeginn 19:30

*Anmeldung bzw. Ticket erforderlich

Weitere Informationen zu ODi unter http://odimusic.co.uk/
Facebook: @ODimusic

Wir verkosten: Ardbeg Twenty Something

Ardbeg Twenty Something

23yo
46.3%
Originalabfüllung für Committee-Members
Sample: Moët-Hennessy
Verkoster: Bernhard Rems

Ab 2. November können Committee-Mitglieder diese Rarität aus einer Zeit der Destillerie erstehen, als die Brennblase, die nun vor der Brennerei steht, noch in ihr in Betrieb war.  Der 1994 destillierte und 2017 mit 46.3% abgefüllte Single Malt ist ein Vatting aus Bourbon- und Sherrycasks, nur in kleiner Auflage erhältlich und kostet € 480,-.

Nase: Nach anfänglicher Scheu zeigen sich sanfte Rauchnoten, die einen fruchtigen und vanilligen Grundton umwabern. Ein paar kräuterige Noten findet man, etwas würzig Holziges, wie in der Sonne liegende Fichtenscheite mit ein paar Harztropfen. Der Rauchton braucht etwas Zeit, um sich mehr zu entwickeln, aber er wird dabei nur breiter, aschiger, nicht dominanter. Das etwas Rabiate jüngerer Abfüllungen fehlt ihm gänzlich, so wie die Zitronennoten, die man sonst bei Ardbeg finden kann.

Gaumen: Auch hier beginnt der Twenty Something schüchtern, mit einem cremigen Mundgefühl. Zunächst entwickeln sich süße Fruchtnoten, dann etwas heller Nougat, der Rauch ist Beiwerk und verstärkt die Komplexität des Eindrucks am Gaumen. Die Eindrücke bleiben zurückhaltend, dabei aber deutlich akzentuiert – so, als würde man eine hochwertige HiFi-Anlage nur leise aufdrehen. Die Subtilität erfordert Aufmerksamkeit, macht aber Freude.

Finish:  Cremig, hier wird der aschige Ardbeg-Eindruck deutlicher als beim Antrinken, etwas abtrocknend zum Ende hin, aber das Ende ist sehr weit entfernt. Wieder Frucht, zum ersten Mal auch etwas Pfeffrigkeit. 

Alles in allem: Vor einem Jahr haben wir am Ardbeg Twentyone seine Eleganz und präsente Reife geschätzt. Im Ardbeg Twenty Something finden wir diese noble Zurückhaltung auf die Spitze getrieben. Ein leiser Ardbeg, der gerade in der zurückgenommenen Lautstärke viele Nuancen zeigen kann. Man muss sich darauf einlassen, am besten in einem Tête-à-Tête ohne Ablenkung durch andere Whiskys, denn diese Hinwendung braucht er und verdient er.

Exklusiv-Video: Interview mit Giancarlo Bianchi (Penderyn Distillery)

Für lange Zeit war Penderyn die einzige Destillerie in Wales – und auch heute noch ist sie auf Grund ihrer Produktionsmethode einzigartig. Eine Single Potstill Destillation ergibt einen New Make Spirit, der sich von dem der Schotten fundamental unterscheidet.

Wie, und welche Abfüllung der Destillerie am besten geeignet ist, diesen außergewöhnlichen Single Malt zu entdecken, hören wir von Giancarlo Bianchi, Sales & Technical Director der Destillerie, den wir auf dem Bar & Spirits Festival von Falstaff in der Wiener Hofburg getroffen haben.

Das dreiminütige Gespräch beendet unsere Serie von über 15 Interviews, die wir in den letzten Wochen von unseren Messebesuchen mitgebracht haben. Wenn Sie die anderen Interviews und Berichte sehen wollen, laden wir Sie ganz herzlich auf unsere Youtube-Seite ein. Wollen Sie auch in Hinkunft über die neuesten Uploads dort informiert werden, können Sie den Kanal auch abonnieren, wozu wir Sie herzlich einladen.

Whisky im Bild: Bautätigkeit bei Glenfiddich

In den Medien wurde es nicht an die große Glocke gehängt, aber wenn man vor Ort ist, ist es unübersehbar: Bei Glenfiddich wird groß ausgebaut. Unser Leser Kurt Rottenfusser hat bei seinem Besuch in der Destillerie nähere Infos dazu erhalten und uns freundlicherweise einige Bilder zur Verfügung gestellt, die wir hier gerne mit Ihnen teilen.

Laut den Infos, die uns zur Verfügung stehen, wird am Gelände ein Gebäude mit acht neuen Washbacks errichtet werden. Das Gerüst für dieses Gebäude steht bereits und ist auf unserem ersten Bild zu sehen:

In diesem Gebäude werden 8 neue Washbacks untergebracht. Bild © Kurt Rottenfusser

Weiters wird es ein neues Stillhouse geben, da ist man aber momentan erst bei den Arbeiten für das Fundament. Im Stillhouse wird es fünf neue Wash Stills geben, die Zahl der Spirit Stills ist offenbar noch nicht endgültig fixiert, man spricht von fünf bis zehn davon. Hier das Baugelände, auf dem schon emsig gearbeitet wird:

Beim Gebäude für die Stills ist das Fundament gelegt und die Grundmauern sind zum Teil hochgezogen. Bild © Kurt Rottenfusser

Um das Ganze besser verorten zu können, hier noch ein Blick auf den Plan:

Herzlichen Dank an Kurt Rottenfusser für die interessanten Infos!

Whisky des Monats November 2017: Balvenie Double Wood 12yo

Seit mehr als viereinhalb Jahren präsentieren wir Ihnen zu Monatsbeginn einen Whisky, welchen wir beachtenswert finden, der problemlos erhältlich ist und auch preislich im Rahmen bleibt. Diese (stets subjektive) Auswahl erhält von uns das Prädikat „Whisky des Monats“, und wir möchten unsere Leser einerseits auf neue Pfade führen – oder, wie in diesem Jahr, Klassiker wieder einmal ins Rampenlicht rücken. So ein Klassiker ist unser Whisky des Monats November 2017: Der Balvenie Double Wood 12yo.

Nicht weit von der Destillerie Glenfiddich liegt die Brennerei Balvenie, die dem gleichen Besitzer (William Grant & Sons) gehört. Gegründet wurde sie 1897, und sie genießt mit ihren Abfüllungen einen guten Ruf bei Whiskyfreunden – zeigen sie doch ein sehr klassisches und zugängliches Profil.

Balvenie. © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Balvenie. © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Der Balvenie Double Wood 12yo ist der Nachfolger des Balvenie Classic, der zehn Jahre nach seiner Einführung als Balvenie Double Wood rebrandet wurde und gemeinhin als der erste gefinishte Whisky gilt. Der Double Wood startet sein Leben in Bourbon-Fässern und kommt danach zur Abrundung in Sherryfässer. Die Idee verdanken wir Malt Master David Stewart, der damit der erste war, der mit dem Finishen auf kommerzieller Ebene begann und so eine kleine Revolution in der Whiskyszene auslöste. Bis dahin hatte man den Whisky stets im Fass gelassen, in das er gefüllt wurde.

Malt Master David Stewart

Aber nicht nur aus diesen historischen Gründen ist der Balvenie Double Wood interessant. Er ist nämlich ein schöner und günstiger Einstieg in die Welt der Single Malts. Fruchtige Süße mit Vanille komplettiert den honigartigen, seidenweichen Destilleriecharakter – ein Malt, der keine großen Anforderungen stellt und einfach schön zum Genießen ist. Das Finish ist eher kurz, etwas eichig und grasig, und weiß das gesamte Geschmackserlebnis harmonisch zu beenden.

Bild © Balvenie

Ja, es gibt komplexere Whiskys als den Balvenie Double Wood 12yo, aber als Einstieg in die Welt der Single Malts ist er unserer Meinung nach gut geeignet, besser als einige NAS-Abfüllungen, die darauf getrimmt sind, Leute abzuholen, die Erfahrung mit anderen Spirituosen haben und sich im Kompromiss ein wenig weiter auf deren Seite neigen. Das macht der Double Wood nicht, er bleibt im Kern ein Malt Whisky und zeigt schön, was in unser aller Lieblingsspirituose steckt.

Lakes Distillery: Weihnachtsschmuck für Whiskyfans

Suchen Sie noch nach einem Weihnachtsgeschenk für Whiskyfreunde oder für sich selbst als Whiskyliebhaber? Dann möchten wir Sie auf eine Geschenkidee aufmerksam machen, die wir im Webshop der englischen Lakes Distillery entdeckt haben: Christbaumkugeln, die mit Whisky gefüllt sind.

Das Sechserset der Lakes Distillery ist mit The One, einem Blend von Whiskys aus England, Schottland und Wales befüllt, jeweils 5cl pro durchsichtiger Glaskugel, die wie andere Christbaumkugeln auf den Baum gehängt werden können und dort auf die Pflückung warten.

Die Kugeln sind wiederbefüllbar und können alljährlich wieder neu verwendet werden. Ob man sie dann wieder mit The One befüllt oder anderen Whiskys, bleibt einem natürlich selbst überlassen, da die Kugeln nicht bedruckt sind.

Im Webshop der Lakes Distillery kann man als „Ausländer“ leider nicht bestellen, aber bei Master of Malt gibt es die Kugeln ebenfalls, und dort liefert man in unsere Lande. Kostenpunkt für das Sechserset: Etwas über 39 Euro plus Porto.

Auch große Kugeln, mit 20cl befüllt, gibt es dort zu kaufen, die kosten dann knapp 23 Euro pro Stück.

Hier können Sie die Kugeln erwerben.

Whisky im Bild: Clydeside Distillery erhält erste gemälzte Gerste

Vor drei Tagen konnten wir darüber berichten, dass die Arberagie Distillery von Jamie Morrison den Betrieb aufgenommen hat. Da kann natürlich Tim Morrison (A.D. Rattray) mit seiner Clydeside Distillery in Glasgow nicht nachstehen. Zwar war die Eröffnung der Brennerei bereits für den September geplant, nun aber ist es tatsächlich fast soweit: Die Clydeside Distillery hat heute die erste Lieferung der gemälzten Gerste bekommen, ein letzter Schritt, bevor die Produktion aufgenommen wird.

Ein Bild dieses denkwürdigen Moments vom heutigen Vormittag können Sie hier sehen. Wir bringen das Foto mit freundlicher Erlaubnis der Destillerie.

William Grant baut Tullamore Dew Distillery um 25 Millionen Euro aus

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William Grant & Sons, Eigentümer von (unter anderem) Glenfiddich, investiert eine erkleckliche Summe in ihre irische Tullamore Dew Distillery. Um 25 Millionen Euro will man dort eine Abfüllanlage und eine Grain Distillery bauen. Damit will man den Standort so gestalten, dass dort alles von der Verarbeitung des Getreides bis zur Abfüllung in Flaschen selbst gemacht werden kann, berichtet The Spirits Business.

Tullamore Dew gehört seit 2010 zu William Grant & Sons, und seit damals hat man bereits 60 Millionen Euro in die Destillerie gesteckt und 80 Arbeitsplätze geschaffen. Als zweitgrößte irische Whiskymarke hat man noch einiges vor, und die Zeichen stehen auf rapide Expansion, hat man doch allein in den letzten drei Jahren die Verkäufe von 840.000 Cases (zu je 12 Flaschen) auf 1.100.000 Cases steigern können.

Bild © Tullamore Dew

Gewinnen Sie einen von 3 „Land of Whisky 2018“-Kalendern (DIN A4)

Gestern haben wir den wunderschönen Bildkalender „Scotland, Land of Whisky 2018“ von Michael Schmidt angekündigt, heute freuen wir uns, drei Exemplare in Größe DIN A4 verlosen zu können – und zwar exklusiv für unsere Newsletter-Abonnenten (falls Sie ihn noch nicht abonniert haben, sagen wir Ihnen gleich, wie Sie das machen können). Hier aber zunächst einmal ein paar Infos über den Kalender:

Dramatische Highland-Täler und Whiskyträume –

Schottlands schönste Seiten in DIN A3 und A4

Seit mittlerweile sieben Jahren gibt Schmidt seinen Kalender im Eigenverlag heraus. Inzwischen kommt er in einer Auflage von 380 Exemplaren in den Formaten DIN A3 und DIN A4 in den Handel. Im Dezember 2018 führt der Bildkalender seine Betrachter nachts zur berühmten Forth Eisenbahnbrücke, die den gleichnamigen Meeresarm überspannt. Auf dem Januar-Motiv verwandelt sich das Loch Lomond im Winter zu einem riesigen Spiegel, in dem sich die vom Schnee gezuckerten Bergspitzen reflektieren. Whiskyfreunde finden unter den Fotos die Brennereien der Orkney-Inseln hoch im Norden Schottlands. Der Kalender zeigt nicht nur die nah am Sandstrand gelegene Scapa-Brennerei, sondern auch die berühmten rauchenden Pagoden-Schornsteine der Highland Park Distillery. Mitten ins Fasslager der Glen Moray Brennerei führte es den Fotografen. Dort durfte er in spezielle Demonstrationsfässer hinein fotografieren, die zeigen, wie viel Whisky als sogenannter „Angel´s Share“ verdunstet.

Das Kalenderdesign mit englischsprachigem Kalendarium entstand in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Grafiker Ulrich Klein, der das Atelier K.Design leitet. Der Kalender im Format DIN A4 (ISBN 978-3-00-057456-6) kostet 15,50 Euro, die große DIN-A3-Version (ISBN 978-3-00-057438-2) 23,95 Euro. Erhältlich ist er im Buchhandel, im Whiskyfachhandel oder direkt bei Michael Schmidt unter der Homepageadresse www.schmidt-punkt.de.

Und so gewinnen Sie einen der drei Kalender in DIN A4:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Aus welchem Land stammen die Bilder des Kalenders Land of Whisky 2018

a) Irland
b) Holland
c) Schottland

2. Um bei der Verlosung mitmachen zu können, müssen Sie Abonnent unseres Newsletters sein. Wir senden Ihnen in ihm nach jedem zweiten neuen Artikel auf unserer Site zeitnah eine kurze Infomail – und informieren Sie zusätzlich in unregelmäßigen Abständen über besondere Neuigkeiten. Das Mailaufkommen beträgt 1-4 Mails pro Tag. Falls Sie ihn noch nicht beziehen, können Sie den Newsletter hier abonnieren.

3. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen, der email-Adresse, unter der Sie den Newsletter beziehen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Kalender“!

Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 18. November, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die drei Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 19. November 2017 bekannt. Der Kalender wird Ihnen von Michael Schmidt zeitnah zugesendet.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, unseren Newsletter abonniert hat, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Kalender“ einsendet. Alle Teilnehmer müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Der Wettbewerb läuft ab 31. Oktober 2017 bis 18. November 2017, 23:59. Die drei Gewinner werden am 19. November auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Kalender wird den Gewinnern vom Erzeuger zugesendet.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team