Whiskyfun: Balblair (alt und neu)

Von Serges Gast-Verkoster  Angus MacRaild stammen die beiden Verkostungsnotizen von heute, die sich Balblair in einer neueren und älteren Version widmen. Die neuer Version ist ein Balblair 1993, der von der Destillerie für Royal Mile Whiskies in diesem Jahr abgefüllt wurde. Ihm gegenüber steht ein einundzwanzigjähriger Balblair aus dem Jahr 1964, der 1985 in die Flasche kam.

Hier die Wertungen der Verkostung:

  • Balblair 23 yo 1993/2017 (53.2%, OB for Royal Mile Whiskies, Bourbon Barrel, 204 bottles): 89 Punkte
  • Balblair 21 yo 1964/1985 (57.80%, Intertrade): 93 Punkte
Balblair. Bild: Potstill Wien

PR: Annandale Distillery im Vertrieb von ALBA IMPORT

Wir konnten ja schon als erste Newsseite vor der Whisky Messe in Limburg darüber berichten, dass die Produkte der Annandale Distillery im Exklusiv-Vertrieb von Alba Import nach Deutschland gelangen werden – nun haben wir dazu auch die offizielle Pressemitteilung und die Informationen über die ersten Abfüllungen erhalten. Erfahren Sie alle Details untenstehend:

Annandale Distillery im Vertrieb von ALBA IMPORT

Mit den Produkten von Annandale Distillery, der neuen und zugleich „alten“ Lowland Brennerei, erhält das „Vibrant Stills“ Portfolio von ALBA IMPORT spannenden Zuwachs.

Auf dem Weg gen Schottland ist Annandale Distillery die erste Brennerei hinter der englisch-schottischen Grenze und liegt nahe des Ortes Annan. Die historische Brennerei war von 1836 bis 1918 in Betrieb und produzierte einen typischen Lowland Whisky. Zuletzt war sie im Besitz von Johnnie Walker & Sons, bis sie im Zuge der Wirtschaftskrise 1918 stillgelegt werden musste. 1921 wurden die Gebäude an einen lokalen Farmer verkauft.

Zwei private Investoren, David Thomson und Teresa Church, kauften im Jahr 2007 die alten Gebäude von den Nachfahren des Farmers, mit dem ambitionierten Plan, Annandale Distillery nach authentischem historischem Vorbild wieder aufzubauen. Das Vorhaben wurde von Historic Scotland unterstützt und 2011 begannen die aufwendigen Sanierungs- und Restaurationsarbeiten, mit viel  Liebe zum Detail. Dabei wurden keine Kosten und Mühen gescheut.

Die Annandale Distillery

An der Konzeption der Brennanlage war der kürzlich verstorbene bekannte Whiskyexperte Dr. Jim Swan maßgeblich beteiligt, den David Thomson bereits seit Jahrzehnten persönlich kannte. Annandale Distillery arbeitet mit drei Brennblasen, einer großen Wash Still mit 12.000 Litern Fassungsvermögen und zwei kleineren Spirit Stills mit je 4.000 Litern Inhalt. Es war die Expertise von Dr. Jim Swan, die zu dieser ungewöhnlichen Konstellation führte. Durch die Aufteilung auf zwei kleine Spirit Stills hat das Destillat während der zweiten Destillation mehr Kupferkontakt, was zu einem sehr weichen New Make Spirit führt.

Am 03.11.2014 startete Annandale unter der Regie des ehemaligen Distillery Managers von Kilchoman Distillery, Malcom Rennie, die Produktion und am 15.11.2014 wurde das erste Fass befüllt. Damit war die historische Brennerei Annandale zurück auf der Whiskylandkarte.

Neben Malcolm Rennie war wiederum auch Dr. Jim Swan bei der Entwicklung der Brennrezeptur von Anfang an involviert. Annandale produziert heute zwei verschiedene Varianten von Spirit, sowohl ungetorft als auch mit 45 ppm schwer getorft.

David Thomson, Besitzer und Mastermind von Annandale hofft, im Jahre 2018 – also genau 100 Jahre nachdem die historische Brennerei die Produktion einstellte – den ersten Annandale Single Malt vorstellen zu können. Von beiden Varianten soll es erste Abfüllungen geben. Bereits jetzt bietet Annandale Distillery die zwei Geschmacksrichtungen als New Make Spirit an, der unter dem Namen „Rascally Liquor“ abgefüllt wird, in Anlehnung an den Draufgänger (Rascally: Schuft, Draufgänger, Schurke) Tam O’ Shanter aus der Poesie von Robert Burns.

David Thomson

Anlässlich der Whisky Fair in Limburg konnte Alba Import die zukünftige Zusammenarbeit mit Annandale Distillery bekannt geben und den Rascally Liquor erstmalig präsentieren. Eine echte Weltpremiere, denn bis dato war der Rascally Liquor nur bei der Brennerei vor Ort käuflich zu erwerben. Nun ist Rascally Liquor, der mit seinem cremig-weichen Geschmack zu überzeugen weiß, ab sofort in beiden Qualitäten „peated“ und „unpeated“ im deutschen Fachhandel erhältlich.

Deutschland ist somit auch der erste Markt weltweit, für den Annandale Distillery einen Distributeur benannt hat und hierauf ist man bei Alba Import besonders stolz.

„Wir fühlen uns geehrt, dass wir mit Annandale Distillery unser Portfolio mit einer weiteren privat geführten Brennerei bereichern können. Neben den beiden unabhängigen Brennereien Wolfburn Distillery in den nördlichen Highlands und Islay‘s Farmdistillery Kilchoman fügt sich die südliche Lowland Brennerei Annandale bestens in unser „Vibrant Stills“-Konzept ein – die Präsentation  junger, dynamischer und dennoch nach traditionellem Verfahren produzierender Brennereien aus den verschiedenen Regionen Schottlands, Irlands und der Bretagne“, kommentiert Geschäftsführer Dietmar Schulz. „Neben Wolfburn Distillery ist Annandale nun auch die zweite junge Brennerei mit historischen Wurzeln, die wir vertreten dürfen. Dies freut uns besonders.“

Daten zu Annandale Distillery:

  • die historische Brennerei war von 1836 bis 1918 in Produktion
  • die heutige Annandale Distillery wurde nach historischem Vorbild wieder aufgebaut
  • Produktionsbeginn im November 2014
  • 000 Liter Wash Still, 2 x 4.000 Liter Spirit Still
  • Jahresproduktion 250.000 Liter New Make Spirit, hergestellt in traditionellem Verfahren ohne Automation
  • Varianten: ungetorft und schwer getorft mit 45ppm, je 50% der Produktion
  • Portfolio: Rascally Liquor New Make Spirit
  • Webpage: annandaledistillery.com

 

Highland Park: Neue Brand World, neues Design, neue Abfüllung

Wenn Highland Park knapp einhundert Journalisten aus aller Welt nach Kopenhagen ruft, dann kann man sich ausmalen, dass der Anlass dafür kein nichtiger ist, sondern für die Destillerie und Marke von großer Bedeutung. Und in der Tat hat man dort nicht nur aus markentechnischer Sicht etwas ausgesprochen Besonderes vorgestellt: Den Relaunch der Traditionsmarke der nördlichsten Destillerie Schottlands.

Warum Kopenhagen, warum Dänemark? Das hat viel mit eben dieser neuen Brand World zu tun, unter der sich Highland Park ab sofort präsentieren wird:

Die Einwohner der Orkneys sehen sich selbst in vielen Belangen als Abkömmlinge der Wikinger – und das mit Recht: DNA-Untersuchungen haben bewiesen, dass jeder dritte Bewohner dort tatsächlich Wikinger-Vorfahren hat. Kein Wunder, denn die Orkneys standen bis zum Jahr 1468 unter der Herrschaft der Wikingerreiche Dänemark und Norwegen.

Und auch heute unterscheidet sich der Lebensstil dort deutlich vom schottischen. Man sieht relativ wenige Kilts oder Dudelsäcke dort, und die Namen klingen zumeist anders als in Schottland (Magnus Eunson, der Gründer der Destillerie zum Beispiel, hat einen Namen, den man heute zig-tausendfach in den skandinavischen Ländern findet, nur 14x in Großbritannien, zwölf Mal davon auf den Orkneys).

Die Wikingerseele kann man historisch und aktuell also tatsächlich auf den Orkneys finden, und die Tugenden der Wikinger (die nicht nur Eroberer, sondern auch kunstfertige Handwerker mit ausgeprägtem Gemeinwesen waren), dienten als Inspirationsquelle für den neuen Auftritt der Marke Highland Park.

Den präsentierte man gestern, am 27. April, der Öffentlichkeit im Wikingermuseum in Roskilde, wo einige der schönsten Reste originaler Wikingerschiffe zu sehen sind – und einige imposante Nachbauten, mit denen man die Fahrten der Wikinger nachahmte:

Bild: Whiskyexperts
Bild: Whiskyexperts
Bild: Whiskyexperts
Bild: Whiskyexperts

Bild: Whiskyexperts
Bild: Whiskyexperts

In Hinblick auf diese neu in den Mittelpunkt gestellten Wikinger-Wurzeln hat man nach 10 Jahren erstmals auch die Flaschen der Standard-Range neu gestaltet. Die Inspiration dafür kam von einer Holzkirche namens „Stavkirke“, die als Weltkulturerbe in Ornes in Norwegen steht. Die dort zu sehenden Ornamente waren das Vorbild des neuen Designs der Range:

CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=380610

Master Whisky Maker Gordon Motion stellte diese neuen Flaschen im Rahmen eines Tastings auf dem Gelände des Wikingermuseums in Roskilde vor:

Gordon Motion mit den neuen Flaschen. Bild: Whiskyexperts
Bild: Whiskyexperts

Die Whiskys bekommen nun auch Beinamen, die für die Tugenden der Wikinger stehen: 10yo – Viking Scars, 12yo – Viking Honour, 18yo – Viking Pride.

Auch die Überverpackung (hier ein Bild des Highland Park 12yo) ist neu gestaltet worden:

Wichtig dabei: Es ändert sich das Design, aber nicht der Inhalt und nicht der Preis. Am Whisky wird nichts gedreht, und obwohl die Flaschen offensichtlich wesentlich aufwändiger in der Herstellung sind als die Vorläufer, wird auch der Preis seitens der Destillerie nicht erhöht werden.

Die Umgestaltung des Highland Park 18yo ist für den Juli geplant, auch die älteren Abfüllungen werden dann sukzessive in den nächsten 8 bis 12 Monaten auf das neue Design umgestellt.

Hier noch ein kurzes Brand Video dazu, das ebenfalls auf dem Event gezeigt wurde:

Im Rahmen der Veranstaltung haben wir auch drei Videointerviews führen können, die wir Ihnen in den kommenden Tagen präsentieren werden: Mit Gordon Motion, dem Master Whisky Maker, mit Jason R. Craig, der für die neue Brand World verantwortlich ist, und mit dem dänischen Designer Jim Lyngvild, der für das Design einer neuen Abfüllungsserie verantwortlich zeichnet, deren erstes Bottling ebenfalls an diesem Tag vorgestellt wurde: Highland Park Valkyrie. Mehr dazu im zweiten Teil unseres Berichts über Highland Park – The Orkney Single Malt with Viking Soul

Im Sinne unserer Redaktionsrichtlinien geben wir bekannt, dass unsere Reise auf Einladung und Kosten von Highland Park geschah. Highland Park hat keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und den Inhalt dieses Artikels.

TSB: Single Malt Exporte erstmals über einer Milliarde Pfund

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Bei den wirtschaftlichen Daten rund um schottischen Whisky gibt es sehr Erfreuliches zu vermelden: Die Scotch Whisky Association hat bestätigt, dass nach Jahren des Rückgangs oder Stillstands die Exporte bei schottischem Whisky erstmals wieder gestiegen sind, und das gleich um vier Prozent.

Das Volumen der schottischen Whiskyexporte beträgt damit über 4 Milliarden Pfund. Erstmals über 1 Milliarde Pfund steigen dabei die schottischen Single Malts, eine Rekordsumme für dieses Marktsegment. Das ist eine Steigerung von 12%.

Aber auch Blends sind zum ersten Mal seit 2012 wieder stärker nachgefragt – hier gab es eine Steigerung von 1.2% – sie brachten die stolze Summe von 2.75 Milliarden Pfund, berichtet The Spirits Business.

Die größten Exportmärkte sind (in der Reihenfolge) Europa, Amerika und Asien, der US-Markt wuchs dabei um satte 14%.

In Summe betrachtet ist dies damit das stärkste Jahr für den Scotch-Export seit 2013.

Serge verkostet: Laphroaig ‘Four Oak’ vs. zwei Unabhängige

So ganz unvoreingenommen begegnet Serge Valentin der neuen Travel Retail Abfüllung ‘Four Oak’ der Islay Brennerei Laphroaig nicht. Und nicht nur deshalb wundert es uns nicht, dass seine Bewertung auf Whiskyfun zu dieser recht neuen Abfüllung, vorsichtig formuliert und für uns nicht überraschend, nicht überschwänglich ist. Wer die Qualitäten eines Laphroaigs entdecken möchte, wird oft bei unabhängigen Abfüllern fündig. So punkten die beiden Indies deutlich, jeweils 86 Punkte vergibt Serge hier.
Die heutige Verkostung in der Kurzübersicht:

  • Laphroaig ‘Four Oak’ (40%, OB, +/-2017) 72 Punkte
  • Laphroaig 10 yo 2005/2015 (55.9%, Duncan Taylor, Dimensions, cask #80080, 205 bottles) 86 Punkte
  • Laphroaig 12 yo 2004/2017 (50%, Hunter Laing, Old Malt Cask, cask # 13433, 324 bottles) 86 Punkte

Neu: Benromach 1976

Die Sperrfrist der Pressemitteilung von Benromach über ihren Benromach 1976 lief um Mitternacht ab, wir beginnen deshalb unseren Tag mit diesem neuen Bottling. Wie üblich ist sie englischsprachig, wie gewohnt finden Sie hier unsere Zusammenfassung:

Passend zum Beginn des Spirit of Speyside Whisky Festival und anlässlich eines erfolgreichen Jahres, sowohl für Brennerei und als auch des Besucherzentrums, stellt Benromach ihre neueste Abfüllung vor: Benromach 1976. 40 Jahre lang reifte dieser Whisky in dem Refill American Hogshead mit der Fass Nr. 2393, bevor er mit noch 53,5 % Vol. abgefüllt wurde. Ganze 32 Flaschen, zu einem Preis von £ 1250, sind erhältlich. Der Verkauf erfolgt ausschließlich im Besucherzentrum von Benromach.

Wie schon bei seinen beiden Vorgängern, Benromach 1974 und 1975, kommt auch diese Abfüllung in einer dekanterähnlichen Flasche mit kupferfarbenen Applikationen und einer hölzernen Präsentationsbox.

In den Jahren 2015 und 2016 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten zur Erweiterung der Brennerei und des Besucherzentrums durchgeführt. Das Vier-Sterne-Besucherzentrum der Benromach Destillerie, welches das ganze Jahr über für Touren geöffnet ist, verfügt nun über drei Verkostungsräume für Besucher, während das Benromach House – das alte Haus des Distillery Managers – auch renoviert wurde, um dort einen neuen Verkostungsraum zu beherbergen. Benromach konnte im letzten Jahr mehr als 12.000 Whisky-Fans aus der ganzen Welt begrüßen.

Video: The Whiskey Film

Ein sehr interessantes Projekt startete die Firma Traverse Image aus Colorado. In ihrem „The Whiskey Film“ werden die Menschen und Geschichten unterschiedlicher amerikanischer Craft Whiskeys dargestellt. Wie so oft bei solchen Projekten, ist die Finanzierung die erste hohe Hürde, die übersprungen werden muss. Auf Indiegogo läuft deshalb seit knapp einem Monat eine Fundraising-Kampagne, welche wie üblich unterschiedliche Möglichkeiten und Beträge der Unterstützung anbietet. Einen Eindruck des später fertigen Films gibt ein Trailer, welcher die Colorado Malting Company, Distillery 291, und die Deerhammer Distilling Company porträtiert.

Natürlich dürfen ein Facebook-Auftritt sowie eine Website bei einem solchen Projekt nicht fehlen. Wir wünschen Traverse Image, dass sie ihren anvisierten Fertigstellungstermin (April 2018) realisieren können. Viel Erfolg.

The Irish Whiskey Association startet Mentoren-Programm

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Wie wir auf der Website der Irish Whiskey Association lesen können, trafen sich gestern die Mitglieder dieser Vereinigung, um mit einem Mentoren-Programm dem Irish Whiskey zu einem neuen Höhenflug zu verhelfen. Als Teil dieses Programms werden die erfahrenen Brennereien wie Bushmills und Irish Distillers ihr Wissen und ihre Fähigkeiten Teilen der 27 neuen Destillerien in Irland zur Verfügung stellen. Ziel ist es, in den nächsten 3 Jahren den Export auf 144 Millionen Flaschen zu verdoppeln, und den Whiskey-Tourismus bis 2025 auf fast zwei Millionen sogar zu verdreifachen. Bis 2013 produzierten nur vier Brennereien Irish Whiskey (Cooley, Kilbeggan, New Midleton und Old Bushmills), auf der interaktiven Karte der Irish Whiskey Association wird der Boom des Irish Whiskeys deutlich: demnach sind 12 neue hinzu gekommen, weitere 15 Destillerien sind geplant.

Serge verkostet: Glenmorangie im Trio

Heute Morgen sind Whiskys ohne Altersangabe Thema bei Serge Valentin. Und in der Einleitung zu seiner heutigen Verkostung differenziert er zwischen Marken, die eine solche Abfüllung als Ergänzung ihres Portfolios verstehen, und solchen, welche in einer recht hohen Taktzahl unterschiedliche Abfüllungen ohne Altersangabe veröffentlichen.
Neben Macallan und Laphroaig fällt hier besonders Glenmorangie auf, die durch die Kombination unterschiedlicher Fass-Arten eine Vielzahl unterschiedlicher Abfüllungen auf den Markt bringen. Das Trio der heutigen Verkostung kommt aus der Glenmorangie-Serie „Legends“, welche mit einem Testlauf im Travel Retail Bereich startete. Die Bewertungen bewegen sich im unteren 80er-Bereich, bei „The Tayne“ gefällt Serge der deutliche Amontillado-Einfluss, so dass diese Abfüllung hier ein wenig heraussticht.

Das heutige Glenmorangie-Trio und die Bewertungen in der Kurzübersicht:

  • Glenmorangie ‘The Duthac’ (43%, OB, +/-2015) 80 Punkte
  • Glenmorangie ‘The Tarlogan’ (43%, OB, +/-2016) 81 Punkte
  • Glenmorangie ‘The Tayne’ (43%, OB, +/-2016) 84 Punkte

Kilchoman: Video über Produktion und Infos zum Anbau der Gerste

Im neuesten Newsletter von Kilchoman, der heute versendet wurde, wird nicht nur der neue Kilchoman 100% Islay 7th Edition vorgestellt (wir berichteten darüber schon gestern), die Destillerie informiert auch darüber, dass der hauseigene Anbau der Gerste nun begonnen hat.

In diesem Jahr hat man knapp 400.000 Quadratmeter Concerto-Gerste angebaut, knapp 10% der Anbaufläche hat man für eine für Kilchoman neue Sorte, Laureate, angebaut, von der man sich in Zukunft ebenso gute Resultate erhofft.

Ebenfalls im Newsletter zeigt man ein schönes schematisches Video über die Whiskyproduktion – ein Clip, den die Destillerie bereits im Jahr 2014 entwickelt hat (und über den wir schon damals berichteten), wir zeigen ihn hier aber gerne wieder, da er den Ablauf der Whiskyerzeugung schön verdeutlicht. Bei uns oben zu sehen in der Originalfassung mit englischsprachigem Kommentar.

Pig’s Nose und Sheep Dip mit neuem Design

Man findet die beiden Blends Pig’s Nose und Sheep Dip von Ian Macleod Distillers auch bei uns im Handel, und jetzt werden sie mit einem neuen Packungsdesign ausgestattet.

Pig’s Nose zeigt nun den Namensgeber groß auf der Überverpackung und dem Label (der Whisky ist laut dem Hersteller „weich wie eine Schweinenase“). Weiters wird auf der Verpackung erstmals angeführt, dass der Grain-Anteil des Whiskys aus der Destillerie Invergordon stammt.

Bei Sheep Dip deklariert man auf der Verpackung, dass die Whiskys aus 16 verschiedenen Destillerien stammen. Das bislang dominante Schaf wurde verkleinert und mit einer antik anmutenden Landschaftsdarstellung ergänzt.

Die neuen Verpackungen, die von dem in London ansässigen Designstudio Stranger and Strange gestaltet wurden, werden ab Mai auf den Markt kommen, berichtet The Whisky Business.

Cocktail: Maker’s Mark Sour

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Von Zeit zu Zeit wollen wir hier bei Whiskyexperts ein wenig über den Tellerrand des klassischen Genusses von Whisk(e)y hinausblicken und Ihnen Rezepte für schnell zubereitete Cocktails präsentieren. Den Beginn der wärmeren Jahreszeit nehmen wir da gerne zum Anlass, uns wieder vermehrt – in lockerer Abfolge – diesem Thema zu widmen.

Anfangen wollen wir mit einem Klassiker, der leicht von der Hand geht und bittere Noten und Süße perfekt ausbalanciert: Eine Variation des klassischen Whisky Sour mit Maker’s Mark. Sie brauchen für dieses Rezept, das uns Beam Suntory zur Verfügung gestellt hat nur absolute Basics – und mixen im Handumdrehen einen tollen Sour:

Maker’s Mark Sour 

Zutaten

  • 6 cl Maker’s Mark® Bourbon
  • 3 cl frischer Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup
  • 1 Eiweiß (auf Wunsch)
  • 2 Maraschino-Kirschen zur Garnitur

Zubereitung

Alle Zutaten mit viel Eis kräftig in einem Shaker mixen und in einen Tumbler auf frische Eiswürfel abseihen. Mit zwei in Maker’s Mark® Bourbon eingelegten Kirschen garnieren.

Viel Vergnügen!

Serge verkostet: Unabhängige Jugendliche aus Caol Ila

Für einige Zeit war der Strom von unabhängigen Abfüllungen aus der Destillerie Caol Ila ins Stocken geraten und diese waren seltener und seltener geworden. Dann änderte sich die Situation wieder, und eine Menge an jungen Abfüllungen aus der Islay-Destillerie kam wieder in die Geschäfte. 

Drei dieser jungen Unabhängigen aus Caol Ila hat Serge Valentin heute verkostet, und alle drei erhalten von ihm recht gute Bewertungen. Sie sind alle drei fassstark, und können durch ihren Druck und die typische Stilistik der Brennerei, die ja hauptsächlich für die Blends von Diageo produziert, überzeugen:

  • Caol Ila 10 yo 2006/2016 (50.8%, Club Qing, hogshead, cask #302870, 119 bottles): 87 Punkte
  • Caol Ila 10 yo 2006/2017 (53.6%, Whisky-Fässle, for Maltes Vänner, hogshead): 85 Punkte
  • Caol Ila 12 yo 2002/2014 (56.2%, Gordon & MacPhail for The Whisky Exchange, refill hogshead, cask #8389): 88 Punkte
Caol Ila. Bild: © Whiskyexperts

Neu im Travel Retail: Johnnie Walker Blenders’ Batch Bourbon Cask & Rye Finish

Wie mehrere englischprachige Medien, darunter auch der Moodie Davitt Report, berichten, erweitert Diageo seine Blenders‘ Batch Serie für Johnnie Walker mit einer zweiten Abfüllung, die im Travel Retail erscheinen wird.

Der Johnnie Walker Blenders’ Batch Bourbon Cask & Rye Finish wird umgerechnet 52.50 Dollar in ausgewählten Travel Retail Stores weltweit kosten. Er reifte in First Fill Bourbon Casks, um danach für sechs Monate in ehemaligen Rye Casks abgerundet zu werden. In ihm finden sich Whiskys aus fünf verschiedenen Destillerien, darunter Dufftown und die geschlossene Grain Distillery Port Dundas.

Im Geschmack soll der Johnnie Walker Blenders’ Batch Bourbon Cask & Rye Finish intensive Honignoten bieten. Die Abfüllung wird als limitiert angekündigt, eine genaue Flaschenanzahl ist allerdings nicht angegeben.

Hier noch der soeben erschienene deutschsprachige Pressetext dazu:

Der Geschmack von Innovation: Johnnie Walker Blenders‘ Batch Bourbon Cask & Rye Finish wird bei Diageo Global Travel eingeführt

London – Die Herausforderung? Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Whisky wirklich anders schmecken könnte; in der Sie jedesmal eine überraschende Geschmackssensation erleben würden, die von der intensiven Süße des Rye Whisky in Verbindung mit der Tiefe und dem Raffinement eines sorgsam hergestellten Scotch beinflusst wäre.

Dies ist die Herausforderung, der sich das erfinderische Blending-Team bei Johnnie Walker, der weltweit bestverkauften Marke von Scotch Whisky[1], gestellt hat, um Johnnie Walker Blenders‘ Batch Bourbon Cask & Rye Finish zu kreieren. Die Limited Edition dieses neuen Blend ist die zweite und neuste Innovation aus der Produktreihe Johnnie Walker Blenders‘ Batch – eine Serie von experimentellen Scotch Whiskys, die Konvention auf den Prüfstand stellt und die Fähigkeiten und die niemals endende Suche nach Geschmacksnoten entfesselt, die das kleine Teams von fachmännischen Blendern bei Johnnie Walker seit mehr als 200 Jahren antreibt.

Inspiriert von der Zeit in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts, in der Master Blender Dr. Jim Beveridge, dessen persönlicher Werdegang in der Whisky-Herstellung vor mehr als 40 Jahren begann, Bourbons und Ryes verschnitt, erweitert Johnnie Walker Blenders‘ Batch Bourbon Cask & Rye Finish den Horizont des Blendings wie nie zuvor.

Der nur in einer kleinen Anzahl ausgewählter Märkte wie dem Reiseeinzelhandel verfügbare Johnnie Walker Blenders‘ Batch Bourbon Cask & Rye Finish wurde aus der Verkostung von mehr als 200 Whiskys gewonnen, die zuerst in Bourbon-Fässer abgefüllt wurden und dann bis zu sechs Monate lang in früheren Rye-Fässern gereift sind. Mit Whiskys aus nur fünf Destillerien, darunter Dufftown und die mittlerweile geschlossene Destillerie Port Dundas, ist der neue Blend vollmundig und verfügt über eine intensive Honigsüße.

Die Magie, Kreativität und Experimentierfreudigkeit, die im Whisky-Herstellungsprozess zum Tragen kommt, ist das, was das Blending-Team bei Johnnie Walker dazu antreibt, mit neuen und überraschenden Geschmackserlebnissen zu spielen. So ist die neuste Hinzufügung zur Serie Johnnie Walker Blenders‘ Batch entstanden. Das fortwährende Experiment mit Geschmacksnoten, an dem Beveridge und sein Team in der Heimat der Marke in Schottland forschen, ist ein entscheidender Bestandteil ihrer Arbeit und konzentriert sich auf die Entwicklung und das Verständnis von alternativen Geschmacksrichtungen wie Wein, Kaffee und Schokolade.

„Experimentierfreudigkeit ist der Schlüssel zu Innovation“, so Dr. Beveridge. „Es ist etwas, das Johnnie Walker seit Anbeginn am Herzen gelegen hat und was es uns ermöglicht hat, perfekte Whiskys wie Johnnie Walker Red Label und Johnnie Walker Black Label über Generationen hinweg herzustellen.

„Was wir heute tun, ist das, was wir seit fast 200 Jahren tun – mit Aromen und Geschmackseinflüssen zu experimentieren, um sicherzustellen, dass der Whisky, den wir jeden Tag herstellen, so gut ist, wie er nur sein kann. Im Moment ist das Interesse an Whisky so groß wie noch nie und es ist die richtige Zeit, um Menschen einige der innovativen – manchmal seltsam anmutenden – Dinge probieren zu lassen, mit denen wir experimentieren. Wir glauben, dass Menschen diese Whiskys lieben werden, und darüber hinaus werden sie die Geschichten lieben, wie diese zustande gekommen sind.

Dayalan Nayager, Managing Director von Diageo Global Travel, kommentierte: „Johnnie Walker Blenders‘ Batch Bourbon Cask & Rye Finish ist der perfekte Kauf für Reisende, die auf der Suche nach neuen und aufregenden Geschmacksrichtungen sind, für Fans von Johnnie Walker oder Käufer, die diese Kategorie erkunden möchten.

„Reisende suchen nach Marken, die für Entdeckung, Authentizität, Handwerkskunst und echte menschliche Geschichten stehen. Johnnie Walker hat eine wirklich einzigartige Geschichte zu erzählen und wie sind begeistert, Käufern einen Einblick in die Welt der Geschmackserkundungen von einer der größten Marken von Scotch Whisky zu bieten. Da dies außerdem ein Limited-Edition-Produkt ist, ist es eine wirklich spannende Ergänzung des Sortiments von Johnnie Walker im zollfreien Handel.“

Bei der Herstellung von Scotch Whisky versuchen die Blender von Johnnie Walker „vom Barregal“ aus zu denken und dafür zu sorgen, dass Bartender und Whisky-Fans zu Hause die besten Flüssigkeiten zur Hand haben, um sie pur, auf Eis oder als Grundlage eines einwandfreien Cocktails zu servieren, der auf Scotch Whisky basiert.

Inspiriert vom aktuellen Erfolg von Johnnie WalkerSelect Casks – Rye Cask Finish können Reisende jetzt in ausgewählten Duty-Free-Geschäften weltweit eine Flasche Johnnie Walker Blenders‘ Batch Bourbon Cask & Rye Finish kaufen und mitnehmen.