Eine „furchtbar“ gute Idee hatte die Belegschaft der Destillerie Tomatin zu Halloween: Für die ansässige Bevölkerung veranstaltete man eine Destillerieführung der besonderen Art, die dem Datum gerecht wurde: Die Mitarbeiter verkleideten sich als Leichen, Zombies und andere Schreckensfiguren – und jagten den Besuchern während des Rundgangs durch die nur spärlich beleuchtete Destillerie den einen oder anderen Schauer über den Rücken. Danach konnte man sich bei teuflisch guten Drams vom Schrecken erholen.
Die Führung (die ausverkauft war) kam so gut an, dass man bei Tomatin überlegt, daraus einen jährlichen Event zu machen. Und wenn man die Bilder, die uns die Destillerie geschickt hat, so sieht, dann bekommt man Lust, im nächsten Jahr selbst dabei zu sein – 🙂
Ja ist denn schon Weihnachten? Fast möchte man es meinen, wenn man sich die wunderbaren Preise ansieht, die man bei unserer Verlosung gewinnen kann, die wir gemeinsam mit Beam Suntory Deutschland veranstalten. Gleich drei hochwertige Whiskys gibt es bei diesem Gewinnspiel: einen Laphroaig Lore, einen Glenrothes 1995 und einen Yamazaki 12yo. Diese ausgesuchten Whiskys möchten wir Ihnen in Folge einmal vorstellen:
LAPHROAIG LORE
The richest of the rich: Der neue Laphroaig Lore ist der bisher gehaltvollste Laphroaig. Der Begriff Lore – kurz für: Folklore – steht für die Überlieferung von Wissen über Generationen hinweg.
200-jährige Tradition in einem Whisky vereint
Inspiriert von dieser Tradition der Wissensweitergabe vereint der neue Single Malt im Laphroaig-Portfolio die Geschichten und Fähigkeiten aller bisherigen Master Distiller der Marke. In dem neuen, gehaltvollen Laphroaig Lore bringt John Campbell, aktueller Master Distiller, das Beste dieser persönlichen Handschriften zusammen. „Das charakteristische Können der bisherigen Master Distiller hat Laphroaig zu dem unverwechselbaren Premium-Whisky gemacht, der er heute ist. Laphroaig Lore vereint in sich die Geschichte der Marke Laphroaig selbst, präsentiert durch eine Vielzahl typischer Geschmacksausprägungen – von torfig-rauchig über fruchtig und floral, mit trocken-süßem Finish – eine Hommage an die Generationen seiner Master Distiller“, sagt John Campbell.
Tasting Notes:
Farbe: dunkles Mahagoni Aroma: reich-rauchig, mit Meeresmineralien und einem Anklang von Bitterschokolade, gefolgt von Vanille und salziger Karamell-Süße Geschmack: reich-torfig, mit würziger Chili-Note Abgang: trocken und lange süß im Abgang Trinkempfehlung: pur, eventuell mit ein paar Tropfen Wasser genießen
THE GLENROTHES VINTAGE 1995
Die Fässer des Vintage 1995 wurden speziell für diese Abfüllung gelagert und haben 2011 den Höhepunkt ihrer Reife erlebt. Dieser Vintage reift in amerikanischen und europäischen Sherryfässern sowie sogenannten “re-fill” Fässern, in denen bereits The Glenrothes Whisky gelagert wurde. Im Geschmack besticht diese Abfüllung durch eine Komplexität an Gewürzen, Süße und Fruchtigkeit.
Die kleine, von den Highlands umgebene Region Speyside ist dafür bekannt, dass sie äußerst fruchtige und milde Whiskys hervorbringt. Typisch hierfür ist ein Glenrothes, welcher nur abgefüllt wird, wenn er den Zenit seiner Reife und somit seine Perfektion erreicht hat. Bis heute wird Glenrothes daher von Master Blendern als außergewöhnlicher Speyside Single Malt hoch geschätzt und ist Grundlage von einigen der prestigeträchtigsten und berühmtesten Blended Scotch Whiskys.
Reife statt Alter zählt bei diesem Malt
Durch die hohen Brennblasen und die ungewöhnlich langsame Destillation wird eine sehr edle Spirituose geschaffen. Das Ergebnis sind besonders süße und fruchtige Single Malts. Noten von reifen Früchten, Zitrus, Vanille und einem Hauch von Gewürzen zeichnen dabei den Hauscharakter der Brennerei aus. Die charakteristischen, runden Glenrothes Flaschen, mit handgeschriebenen Tasting Notes, erinnern dabei an Probeflaschen, die von den Master Blendern in Schottland verwendet werden.
Tasting Notes
Aroma: Floral, mit Zitrusfrüchten, Toffee, weißem Pfeffer und Zedernholz Sirup. Geschmack: Reich, süß, leichter Fruchtgeschmack gefolgt von einer kräftigen Würze. Abgang: Nach süßen Zitrusschalen, Früchten, leicht trocken mit viel Würze. Trinkempfehlung: Pur oder auf Eis
THE YAMAZAKI 12yo
Diese Abfüllung des japanischen No.1 Single Malt Whiskys reifte 12 Jahre in amerikanischen, spanischen und japanischen Eichenfässern und erhält somit einen ganz besonderen fruchtig-würzigen Geschmack.
Als erste Brennerei Japans startete der Gründer Shinjiro Torii 1923 die Erfolgsgeschichte des japanischen Whiskys mit dem Aufbau der Yamazaki Destillerie. Die älteste Brennerei Japans liegt nördlich von Osaka am Stadtrand der ehemaligen Hauptstadt Kyoto. Gründe für die Wahl des Standortes waren neben der hohen Wasserqualität auch das besondere Klima.
Nach schottischem Vorbild wird hier der Yamazaki Whisky im klassischen Potstill-Verfahren hergestellt. Beste Wasservorkommen, ehemalige Bourbon- und spanische Sherry-Fässer sowie Fässer aus japanischer Wassereiche vollenden auf harmonische Weise den Whisky aus dem Land der aufgehenden Sonne. Heutzutage kann die Yamazaki Destillerie mit einer großen Bandbreite an Whiskys aufwarten. Die milden japanischen Yamazaki Whiskys sind international erhältlich und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.
Tasting Notes
Aroma: Pfirsiche, Ananas und Grapefruit sowie Nelken, Vanille und japanische Eiche Geschmack: Mild mit Noten von Kokosnuss, Cranberry und Butter Abgang: Lang anhaltend, süß mit Ingwer und Zimt Trinkempfehlung: Pur oder mit einem Tropfen Wasser
Na, Lust bekommen? Dann machen Sie mit! Unsere Verlosung ist gleich doppelt spannend: So, wie wir zufällig die Gewinner auswählen, so zufällig losen wir den Gewinnern auch die Flasche zu – sind es doch drei ausgezeichnete Whiskys, von denen jeder Freude macht.
Und so gewinnen Sie einen der drei Whiskys von Beam Suntory:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Aus welchen beiden Ländern stammen die Whiskys, die Sie gewinnen können?
a) Aus Frankreich und Schweden
b) Aus Japan und Schottland
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Gewinnspiel November“!
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 20. November 2016, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „Gewinnspiel November“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 20. November 2016, 23:59. Die Gewinner/innen werden am 21. November auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Beam Suntory und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Flaschen erfolgt durch Beam Suntory.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Ben Nevis: Der höchste Berg Schottlands ist Namensgeber für die Highland-Destillerie, die zwar an seinem Fuße, aber gleichzeitig am River Lochy auch fast auf Meeresniveau liegt. Die Whiskys von dort sind sehr eigenständig. Sie besitzen Charakter und können die Geister scheiden.
Serge Valentin hat heute vier Abfüllungen von Ben Nevis verkostet, darunter auch die zehnjährige Originalabfüllung, die durchaus mit den Unabhängigen mithalten kann. Die Punktewertungen sind insgesamt sehr ansehnlich:
Ben Nevis 10 yo (46%, OB, +/-2016): 87 Punkte
Ben Nevis 10 yo 2006/2016 (51.3%, Le Gus’t, Selection VI, sherry, cask #3, 763 bottles): 87 Punkte
Ben Nevis 18 yo 1996/2015 (48.9%, Bar du Nord, refill hogshead, 150 bottles): 90 Punkte
Ben Nevis 19 yo 1996/2015 (50.1%, Whisky-Fässle): 89 Punkte
Ben Nevis und die Lagerhäuser der gleichnamigen Destillerie. Bildrechte bei Bernhard Czerny
Die Nantou Distillery, in der Mitte der Insel gelegen, gehört der Taiwan Tabak und Alkohol-Corporation (TTL), die erst im Jahr 2002 privatisiert wurde. Die Destillerie wurde 1978 gegründet. Aber erst ab 2008 werden dort Single Malts hergestellt (500.000 Liter pro Jahr). Man hat dort zwei Kupferbrennkessel, und wegen der großen Hitze produziert man nur zwischen Oktober und April. Es ist so heiß, dass jährlich statt ca. 2% wie in Schottland, dort 7% aus dem Fass verdunsten. Man füllt deshalb auch mit 70% Alkohol ab.
Die beiden Whiskys, die uns vom deutschen Importeur zugesendet wurden, lassen sich auf den ersten Blick nur durch die Farbe des „Omar“-Schriftzuges unterscheiden: Die Sherrycask-Abfüllung ist glänzend rot, die Bourboncask-Abfüllung glänzend Gold. Der Name OMAR bedeutet ‚Bernstein‘ im Gälischen, genau wie die Farbe des Whiskys. Die Verwendung der gälischen Sprache ist eine Hommage an das große Whiskyerbe Schottlands und Irlands. Ansonsten: Wenn man sich einen Whisky ohne aufwendige Verpackung und blumige Hintergrundstory wünscht – hier findet man ihn. Gleich doppelt.
Wir haben beide Whiskys gemeinsam verkostet – das sind unsere Verkostungsnotizen dazu:
Omar Bourbon Cask:
Nase: Zitrus, weiße Trauben, Vanille, florale Noten. Birnenkompott, karamellisiertes Popcorn. Sehr intensiv und direkt.
Gaumen: Vanille, Zitrone, Pfirsich, ölige Süße, pfeffrig und eine leichte Bitternote gegen Ende.
Finish: Lang, würzig, Süße und Zitrusfrucht.
Alles in allem: Erstaunlich dicht, präsent und kraftvoll. Uns erinnert er mehr an einen konzentrierten Iren als an einen Schotten. Wir finden ihn gelungen und interessant.
Gaumen: Kirschsaft mit leicht bitterem Tee, insgesamt süß, fast wie ein sehr süßer Kräuterbitter oder Likör. Karamell und Ahornsirup.
Finish: Sehr lang, süß und später mit Zitrusnoten.
Alles in allem: Ungewöhnlich, eigenständig – fast wie eine Neuinterpretation des Sherrywhiskys à la Asia (ein kurzer Gedanke an Pflaumenwein blitzt da auf). Ebenso dicht wie der Bourboncask, aber weniger komplex.
Von den beiden ist für uns der Omar Bourbon Cask der Sieger – aber beide zeigen, dass man, wenn man über Whisky aus Taiwan nachdenkt, auch die Nantou Distillery auf dem Radar haben sollte…
Seit Beginn des Jahres verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Einen Nachbericht zur Whiskymesse in Villingen-Schwenningen mit einer Bildergalerie können Sie jetzt bereits im Südkurier online lesen. Laut dem Veranstalter war sie ein großer Erfolg – in ihrer dritten Auflage hat sie nochmals zugelegt:
„Ich denke, wir haben gegenüber der Messe im Vorjahr noch einmal eine ordentliche Schippe draufgelegt“, sagte Mitorganisator Uwe Lauinger von Wein-Riegger, der die Messe zusammen mit dem Whisky-Club Black-Forest organisierte, sowohl angesichts der hochwertigen Produkte wie auch der Besucher.
Die Fotogalerie ist sehr umfangreich und gibt gute Eindrücke von den Geschehnissen in der Neuen Tonhalle dort.
Update Montag: Auch im Schwarzwälder Boten findet sich jetzt ein Nachbericht.
Die Whiskyfestival-Saison ist wieder voll angelaufen – an diesem Wochenende zum Beispiel gibt es nicht nur in Villingen eine Messe, sondern auch das Whisk(e)y pur Festival 2016 in Aschaffenburg.
Primavera24.de hat die von Andy McNeill veranstaltete Messe dort besucht und eine Menge Fotos geschossen, die schön zeigen, dass am Samstag in der Stadthalle jede Menge los war. Leider können wir aus Copyrightgründen keines davon, auch nicht pars pro toto, bringen – daher greifen wir zur Illustration auf das Logo zurück – die Bilder der Messe finden Sie hinter unserem Link.
Für den heutigen Sonntag haben wir wieder ein Quadcopter-Video für Sie gefunden, eines, das zur anbrechenden Winterzeit passt. In „Winter Scotland“ sehen Sie atemberaubend schöne Flugaufnahmen eines kalten, winterlichen Schottlands – eine Zeit des Jahres, die besonders dort ihren ganz eigenen Reiz hat. John Johnston hat das Video im März auf Youtube gepostet, und wir empfehlen Ihnen, es sich in voller Bildschirmgröße in Full HD anzusehen – wer den entsprechenden Monitor hat, in bis zu 2160. Die Bilder sind wirklich beeindruckend…
Schon einige Zeit haben wir Ihnen kein Whisky im Bild mehr präsentiert – das wollen wir heute, an einem bisher sehr langsamen News-Samstag, nachholen: Marcel Freudenstein hat für Sie die Front der Destillerie Oban in den Highlands abgelichtet, die sich ihrer Lage wegen aller Begehrlichkeiten in punkto Erweiterung und Vergrößerung erwehren kann.
Und das schlägt sich auch auf die Anzahl der Abfüllungen nieder: Zwei Standard-Abfüllungen (14yo und Distillers Edition), einmal Managers‘ Choice, ein Limited 18 yo, eine Distillery only sowie eine Duty Free Abfüllung, die auch im regulären Handel erhältlich ist (Little Bay) – das wars dann auch schon in diesem Jahrtausend.
Auf der offiziellen Website von Beam Suntory findet sich eine Notiz über die Neueröffnung eines Lagerhauses in Frankfort, Kentucky, das das größte der Lagerhäuser für das Unternehmen in Kentucky ist.
Der erste Neubau eines Lagerhauses des Unternehmens in Frankfort seit 1968 umfasst eine Fläche von über 25.000 Quadratmeter und hat Platz für 59.000 Fässer, um 17% mehr als das zweitgrößte Lagerhaus von Beam Suntory. Das siebenstöckige Gebäude ist das Maximum dessen, was man momentan nach den Gesetzen des Bundesstaates bauen kann.
Eine Milliarde Dollar, so der Bericht weiter, will Beam Suntory in den nächsten fünf Jahren in seine Operationen in Kentucky investieren.
Sie erinnern sich vielleicht: In der letzten Oktoberwoche haben wir über den Rechtsstreit zwischen der SWA und einer kleinen Brennerei aus Berglen berichtet, die ihren Whisky Glen Buchenbach nennt. Die SWA steht auf dem Standpunkt, dass „Glen“ ein für schottischen Whisky schützenswürdiger Begriff ist, dessen Verwendung für Konsumenten bei Whisky aus anderen Regionen irreführend sei.
Ist er nicht, sagt die Waldhornbrennerei Klotz – und hat vom Gericht in vielen Punkten Recht bekommen. Warum, und warum der Streit damit noch nicht beigelegt ist, analysiert ein Artikel in der Welzheimer Zeitung, der die Situation auf interessante und leicht lesbare Weise beschreibt – auch, warum der Prozess über den Einzelfall hinaus für Brenner in ganz Europa wichtig sein wird.
Empfehlenswerte Lektüre fürs Wochenende!
Glen Buchenbach von der Waldhornbrennerei Klotz aus Berglen-Oppelsbohm. Fotorechte ebendort.
Sie ist online: Die 20. Auktion des Auktionshauses Kirschner & Sons ist seit 12 Uhr live, und wie schon bei den Auktionen zuvor sind wir über einige besondere Flaschen in der Versteigerung informiert worden, diesmal von Hanyu, Wolfburn, Port Ellen und Macallan. Ab sofort können Sie um die Auktionslots mitbieten – das Auktionsende ist am Sonntag, den 13. November. Hier die vier Highlights, die so wie alle anderen Flaschen mit einem Ausrufpreis von einem Euro starten, in einer Kurzvorstellung:
Highlightflaschen der Auktion Nr. 20 (04.11. – 13.11.2016)
Wolfburn Inaugural Release
Der allererste Whisky aus der neuen Highland-Brennerei Wolfburn. Insgesamt ergab das erste Fass lediglich 875 Flaschen, welche alle einzeln nummeriert sind. Die Flasche mit der Nummer 296 wird zusammen mit einer wertigen Holzbox bei unserer Auktion versteigert.
Hanyu Ichiro’s Malt Card “Nine of Spades” 1990/2010
Neben dem Hanyu Joker, welcher sich ebenfalls in der aktuellen Auktion befindet, ist eine weitere „Karte“ die „Nine of Spades“ aus der berühmten japanischen Ichiro’s Malt Card Serie in unserer 20. Auktion. Die Serie besteht insgesamt aus 54 „Karten“. Im vergangenen Jahr wurde eine komplette Serie für umgerechnet ca. 430.000 € versteigert. Sie haben die einmalige Gelegenheit, diese bei Sammlern äußerst begehrten Karten zu ersteigern.
Macallan Celebration Of The Cask 43 Years Old 1965/2008 (Carn Mor)
43 Jahre Reifezeit verbrachte dieser Macallan in einem Fino Sherry Fass, ehe er 2008 abgefüllt wurde. Insgesamt ergab das Fass 484 Flaschen, welche in Fassstärke abgefüllt wurden. Wir haben die Flasche mit der Nummer 62 zur Versteigerung.
Als letztes möchten wir Ihnen diesen Port Ellen aus dem Jahr 1979 vorstellen. Die seit Jahren bei Sammlern begehrten Port Ellen Flaschen erfahren eine immer größer werdende Beliebtheit. Vom weltweit bekannten Abfüller Gordon & MacPhail haben wir diese gut 32 Jahre gereifte Whiskyrarität ins unserer Auktion.
Zwei Abfüllungen von Gordon & MacPhail aus der Conoisseurs Choice-Serie treten heute bei Serge Valentin im Tasting gegeneinander an, ein Whisky aus Craigellachie und einer aus Glenallachie. Zwei Speysider, die nicht unbedingt an vorderster Front der Bekanntheitsschlacht stehen, aber durchaus Gefallen finden können – nicht nur bei Serge, sondern im Fall des Craigellachie auch bei uns (in einer Verkostung vom August):
Glenallachie 1999/2015 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill bourbon): 85 Punkte
Craigellachie 1997/2014 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill bourbon): 84 Punkte
Und hier noch zwei Aufnahmen der in den freundschaftlichen Wettstreit involvierten Destillerien:
Craigellachie Destillerie, Foto von Christopher Gillan, CC-LizenzDestillerie Glenallachie. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Manchmal lohnt es sich, an einer Geschichte länger dranzubleiben. An jener über die Klage gegen Diageo wegen Gefährdung durch den sogenannten Whiskypilz, einem Pilz, der sich von Ethanol ernährt und in der Nähe von Destillerien beobachtet wird, sind wir seit Oktober 2014 dran (alle Berichte dazu finden Sie auf dieser Seite).
Im Grundsatz geht es darum, ob der Pilz Baudoinia compniacensis durch die Destillerien begünstigt und daher der Betreiber für Schäden verantwortlich ist, die er an Gebäuden und Gesundheit anrichten könnte.
Nun ist ein weiteres und wahrscheinlich endgültiges Kapitel aufgeschlagen worden: Nachdem zunächst vor exakt einem Jahr entschieden wurde, dass Diageo in den USA wegen des Pilzes geklagt werden darf, hat das Gericht in Louisville, das sich damit befasste, das Verfahren nun eingestellt, berichtet WDRB.com. Diese Entscheidung geschah mit dem Einvernehmen beider Streitparteien, die nun für ihre Prozesskosten selbst aufkommen werden. Es wird betont, dass der Abweisung der Klage keine darüber hinausgehenden Vereinbarungen vorangingen oder nachfolgen werden.
Warum sich beide Seiten auf die Einstellung des Verfahren einigten, wurde nicht bekannt. Ob diese Verfahrenseinstellung nun auch Signalwirkung über den Einzelfall hinaus hat, bleibt ebenfalls abzuwarten.
Ein von Baudoinia compniacensis, dem „Angel’s Share-Pilz“ befallenes Whiskylagerhaus in Willowyard, Beith, North Ayrshire, Schottland. Bild von Rosser1954 Roger Griffith, CC-Lizenz.
Gerne weisen wir auf einen Artikel auf dem Blog des Whisky-Club Fränkische Schweiz hin, der eine Initiative der Whiskyfreunde Noris vorstellt: Dort veranstaltet man eine Fassteilung, von der ein guter Teil des Erlöses an die Äthiopienhilfe geht. Hier einige Details:
Mit den Einnahmen aus ihrer Fassteilung wollen die Whiskyfreunde Noris die Äthiopienhilfe ihres Clubmitglieds Marcel Heuer unterstützen. Von jedem verkauften Anteilsschein gehen 10 Euro direkt an die privaten Hilfsprojekte des Hawelti Vereins. Neben Schulmaterial kümmert sich die Initiative auch um Trinkwasser und Essen für Kinder in der äthiopischen Region Axum.
Das Fass (ein Bourbonfass) ist mit New Make der Hausbrauerei Altstadthof befüllt, ein Dutzend Anteilsscheine sind noch erhältlich. Für einen Anteilsschein à 69.- gibt es in 3-5 Jahren voraussichtlich 2 x 0,5 Literflaschen Single Malt Whisky.
Wer sich dafür interessiert und mit einem Anteilserwerb mithelfen will, notleidenden Kindern zu helfen, der kann sich im Artikel oder direkt bei den Whiskyfreunden Noris informieren.