Die Teeling Whiskey Company hat soeben zwei neue Abfüllungen angekündigt – die beiden Bottlings, 24 und 33 Jahre alt, werden als die zurzeit seltenste und exklusivste Sammlung an irischen Whiskeys beschrieben. Hier die Fakten dazu:
Der Teeling 24yo Single Malt Irish Whiskey wurde im Jahr 1991 destilliert und reifte in Bourbonfässern, bis er in Sauternes-Fässer umgelagert wurde. Schon bei der Produktion wurde zusätzlich eine kleine Menge getorftes Malz verwendet, sodass zum Geschmack nach Fruchtnoten auch ein feiner Anklang Rauch kommt. 5000 Flaschen wurden mit der Hand in spezielle Decanterflaschen abgefüllt und kommen mit Echtheitszertifikat.
Der Teeling 33yo wurde 1983 destilliert und reifte in zwei Ex-Bourbonfässern. Abgefüllt werden konnten davon noch 275 Flaschen mit 42.9% Fassstärke, die damit den ältesten in letzter Zeit abgefüllten irischen Single Malt Whiskey enthalten. Man legt bei Teeling Wert darauf zu betonen, dass der Whiskey nicht „überholzt“ sei, sondern reiche und komplexe Fruchtnoten enthielte.
Zum Whiskey gibt es ein handgebundenes Booklet, das über die Geschichte der Teelings erzählt und die Bedeutung dieser alten Abfüllung noch unterstreichen soll.
Zunächst gibt es die Flaschen bei der Teeling Whiskey Distillery, im Celtic Whiskey Shop und am Dubliner Flughafen zu kaufen, danach werden Sie weltweit verfügbar gemacht, darunter auch für Deutschland.
Bleibt uns nur noch, die Preise nachzureichen: Der Teeling 24yo kostet 300 Euro pro Flasche, der Teeling 33yo 3.500 Euro.
Manchmal findet man Berichte über Whisky in Medien, in denen man sie nicht vermuten würde – und dort entdeckt man dann Blickwinkel auf das Wasser des Lebens, die man sich selbst von sich aus nicht zu eigen gemacht hätte.
So zum Beispiel in einem Bericht über die Destillerie Warenghem in Frankreich, die den Armorik-Whisky erzeugt. Der findet sich in der-daemmstoff.de – und das mit gutem Grund: Die Stahlgärbottiche der Destillerie wurden mit Mineralwolle ummantelt (ein Bild dazu finden Sie in unserem Artikel über die Destillerie). Das bringt, so David Roussier, konstante Temperaturen:
„Durch die Mineralwolle wird die Temperatur nun während des gesamten Prozesses konstant bei 32 Grad gehalten. Dadurch entwickelt der Whisky mehr fruchtige Noten, die auf Ester-Ketten zurückzuführen sind.“
Mehr über die Destillerie und den Einsatz von Mineralwolle im Ursprungsartikel.
Die Stills der Destillerie Warenghem – Copyright Warenghem 2013, mit freundlicher GenehmigungDavid Roussier
Serge bleibt auch mit seiner Verkostung von heute auf Islay, geht aber vom Westen in den Süden – und dort zur Destillerie Laphroaig.
Sechs unabhängige Abfüllungen kommen heute ins Glas, allesamt aus dem Jahr 2016 oder aus dem Vorjahr – und alle Wertungen bewegen sich zwischen 80 und 92 Punkten. Hier sind die Whiskys im Einzelnen:
Lp7 (52.8%, Specialty Drinks, Elements of Islay, 2016, 50cl): 89 Punkte
Laphroaig 19 yo 1995/2015 (46%, High Spirits, Life is a circus): 90 Punkte
Laphroaig 17 yo 1998/2016 (52.6%, The Single Malts of Scotland, cask #122010, 287 bottles): 80 Punkte
Laphroaig 18 yo 1997/2016 (52.2%, Berry Bros for LMdW’s 60th anniversary): 92 Punkte
Laphroaig 16 yo 1999/2016 ‘An apothecary shop on the shore’ (52.3%, Scotch Malt Whisky Society, #29.180, 264 bottles): 85 Punkte
Laphroaig 18 yo 1998/2016 (55.9%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 204 bottles): 91 Punkte
Und hier als Draufgabe einige Bilder der Destillerie:
Laphroaig. Bildrechte bei Lars Pechmann.Laphroaig, Bild von Rappilio, GNU License
Eines der meistgeliebten Gemälde Schottlands, „Monarch of the Glen“ von Sir Edwin Landseer aus dem Jahre 1851, sorgt momentan für Aufregung in Schottland. Das sich zur Zeit im Besitz des Getränkegiganten Diageo befindliche Stück soll, zum ersten Mal seit über 100 Jahren, öffentlich zum Verkauf angeboten werden.
Es werden, so schreibt Herald Scotland, Befürchtungen laut, dass das Gemälde ins Ausland gehen könnte und Schottland so eines seiner „Kunstheiligtümer“ verlieren könnte.
Das Bild, das seit 20 Jahren öffentlich in Edinburgh ausgestellt wird, könnte bei der im Dezember stattfindenden Auktion in London an die 10 Millionen Pfund einbringen. Die schottische Regierung hofft allerdings, dass das Kunstwerk im Lande bleiben und weiter ausgestellt werden könnte.
Diageo betont, dass das Gemälde und der Verkauf nichts mit der laufenden Geschäftstätigkeit zu tun habe und man durch die öffentliche Ausstellung des Bildes bereits mehr als üblich getan habe, um das Kulturgut der Bevölkerung zugänglich zu machen. Man wolle nun aber das Bild an einen neuen Eigentümer weitergeben.
Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wird Chivas Brothers seinen Standort in Paisley und die dort dazugehörige Abfüllanlage in den nächsten drei Jahren schließen und nach Dumbarton übersiedeln.
Das zu Pernod Ricard gehörige Unternehmen wird bis 2019 in Kilmalid, Dumbarton, eine hochmoderne Anlage bauen und die 460 Angestellten aus Paisley dorthin übernehmen (in Kilmalid arbeiten bereits 600 Menschen für Chivas – man spricht davon, dass es keine übersiedlungsbedingten Entlassungen geben soll). Die Übersiedlung soll 2018 beginnen.
In Kilmalid sollen insgesamt 40 Millionen Pfund in den Aufbau einer modernen Abfüllanlage sowie eines Bürogebäudes und in die Pflege der Marken investiert werden, schreibt stv.tv.
Soeben angekündigt, ab Mitte bis Ende November in Großbritannien, dann ab Dezember und später im weltweiten Rollout: Der Highland Park Fire Edition ist der zweite und letzte Malt in der Serie, die mit dem Highland Park Ice im Frühjahr begonnen hat.
Diesmal ist der Whisky 15 Jahre alt und wurde in refill port-seasoned casks gereift. Man hat ihn mit 45.2% abgefüllt – insgesamt um die 28.000 Flaschen, also doch eine erkleckliche Anzahl, wird es von ihm geben. Der Preis wird bei 190 Pfund liegen, berichtet scotchwhisky.com.
Der Highland Park Fire hat eine leicht rötliche (natürliche) Farbe und intensive Aromen nach roten Früchten, leichtem Rauch und weist laut Highland Park ein langes, nachhaltiges Finish auf. Trotz allem soll es ein typischer Highland Park sein.
Der Highland Park Fire kommt in einer roten Flasche und mit einem schwarzen Holzrahmen, ähnlich dem des Ice, der allerdings naturfarben war.
Nach dem 40jährigen Timorous Beastie, der binnen kürzester Zeit ausverkauft war, legt Douglas Laing noch einmal nach: Der Timorous Beastie 21yo ist heute offiziell angekündigt worden. Dieser Highland-Malt (ein Blended Malt aus verschiedenen Destillerien) wird mit insgesamt 2718 Flaschen doch etwas häufiger zu sehen sein als sein älterer Vorgänger. Ein weiterer Unterschied: Er ist diesmal sehr deutlich sherrylastig .
Abgefüllt wird der Timorous Beastie 21yo mit 46.8%, ohne Farbstoffe und ohne Kältefiltration. Laut den Angaben des Herstellers soll er ein typischer Timorous Beastie sein, mit den zusätzlichen Noten von jeder Menge Sherryfässern. Beschrieben wird sein Geschmack als „süße Gerste, Honig und Gewürze, dazu nun jede Menge Rosinen, zerstoßener Demerara-Zucker und weiche, mazerierte dunkle Früchte„.
Kosten soll der Timorous Beastie 21yo an die 90 Pfund. Mit seinem Auftauchen im Handel ist sehr bald zu rechnen, die Presseinfo bleibt mit „November“ dabei aber etwas vage. Die deutschsprachige Pressemitteilung, die das wohl genauer eingrenzen wird, reichen wir bei Erscheinen nach.
Neben Schottland mit seinen über 100 produzierenden Whiskydestillerien verblasst der südliche Teil der Insel, England. Gerade mal vier Destillerien sind es dort, die momentan Whisky produzieren (geplant oder in Bau sind einige mehr, aber bis sie mit ihren Brennblasen die Menge an englischem Whisky erhöhen, wird noch einige Zeit ins Land gehen).
Forbes hat nun einen Artikel geschrieben, in dem fünf Destillerien kurz vorgestellt werden, konkret handelt es sich dabei um die St. George’s Distillery der The English Whisky Company, die Lakes Distillery, die Cotswolds Distillery, The London Distillery Company (die allerdings noch keinen Whisky produziert, daher unsere etwas seltsame Abwandlung des Titels), und Adnams.
Für den schnellen Überblick ein ausreichender Artikel, für die umfassende Information über alles, was englischen Whisky betrifft, gehen Sie einfach auf diese Seite bei uns und sehen Sie die aus 5700 Artikeln gefilterten, für England relevanten Beiträge auf Whiskyexperts.
Die österreichische Traditionszeitung Die Presse hat in ihrer Beilage „Schaufenster“ – und damit nachzulesen in der Online-Wochenendausgabe – einen recht guten Artikel zum Thema „Spirituosen als Geldanlage“ verfasst, in dem Whisky die Hauptrolle spielt, aber auch andere Alkoholika mit Anlagepotential erwähnt werden. Zu Wort kommt neben John Cashman von Beam Suntory und Nicolas Morgan von Diageo unter anderem auch unser Redaktionsmitgied Reinhard Pohorec, in diesem Fall aber mit seiner Expertise als Sherry-Educator.
Ein schöner, unaufgeregter und nützlicher Artikel zum Nachlesen.
Fünf verschiedene Abfüllungen aus Bowmore hat sich Serge Valentin für seine erste Verkostung in dieser Woche (und im November) vorgenommen. Zwei alte Bottlings, die schon vor der Jahrtausendwende abgefüllt wurden, sind darunter, aber auch solche, die man momentan in Fachgeschäften erwerben kann.
Ohne viel Vorrede gleich zu den Wertungen und zum periodischen Hinweis, dass reine Zahlen viel weniger erzählen als die unter unserem Link nachlesbaren Beschreibungen:
Bowmore 25 yo 1963/1989 (43%, Hart Bros, Auxil, France, 75cl): 93 Punkte
Bowmore 21 yo ‘500 Years of Scotch Whisky’ (43%, OB, Islay blended Scotch whisky, 6000 bottles, 1994): 84 Punkte
Bowmore 13 yo 2002/2016 (51.5%, Hart Bros): 90 Punkte
Bowmore 25 yo 1990/2016 ‘Pagliacci’ (49.6%, Silver Seal): 88 Punkte
Am Wochenende wurden auf der Aquavitae in Mülheim die Sieger des C2C Spirits Cup gekrönt – hier finden Sie die Liste aller Gewinner und die dazugehörigen Informationen vom Veranstalter:
Der C2C Spirits Cup 2016 hat die beliebtesten Whiskys gekürt
Am vergangenen Sonntag, den 30.10.2016, wurden die Ergebnisse des diesjährigen C2C Spirits Cup in der Kategorie Whisky & Whiskey in einer Pressekonferenz bekanntgeben. Die jährlich stattfindende Spirituosenmesse Aquavitae in Mülheim a.d.R. bildete dafür den passenden Rahmen.
Der Wettbewerb, bei dem Spirituosen ausschließlich von Konsumenten bewertet werden (‚C2C‘ – consumer to consumer), ging diesen Herbst schon in die dritte Runde. In den vergangenen Wochen wurden dafür an 17 Standorten im gesamten Bundesgebiet 59 Whisk(e)ys in Blindverkostungen bewertet. Die Juroren, die sich für die Teilnahme zwar nicht qualifizieren, aber doch bewerben mussten, setzten sich aus 153 Whisk(e)y- Liebhabern und Interessierten zusammen. Ihre Anzahl war somit in diesem Jahr so hoch wie noch nie.
Die eingereichten Produkte stellten deutlich die Vielfalt der im Handel verfügbaren Whisk(e)y-Kategorien dar. Die Ergebnisse zeigen die kritische und ungeschminkte Akzeptanz der potentiellen Zielgruppe in einer marketing-bereinigten Atmosphäre, die nur in einer Blindverkostung garantiert ist. Neben den bekannten Whisk(e)y-Arten scheinen also auch exotische Produkte den geschmacklichen Nerv der Konsumenten zu treffen und somit gute Chancen beim Verbraucher zu haben.
Die Gewinner des C2C Spirits Cup 2016 – Kategorie Whisky und Whiskey:
Insgesamt 9 Goldmedaillen wurden für folgende Produkte vergeben:
Essener Hof, historic series #9, Irish single malt 14 years, single cask (Rolf Kaspar GmbH, Essen)
St. Patrick’s Irish Whiskey, oak aged (Irish Whiskeys, Ranstadt)
Barr an Uisce 1803, 10 years, Irish single malt whiskey (Irish Whiskeys, Ranstadt)
Writer’s Tears Red Head, Irish single malt whiskey (Bremer Spirituosen Contor, Bremen)
Weitere Informationen zu dem Verbraucherwettbewerb für Spirituosen, der auch in den Kategorien R(h)um/Ron und Gin durchgeführt wird, erhalten Sie hier:
C2C Spirits Cup Julia Nourney
Mainstraße 11 A
D – 61440 Oberursel
Tel. + 49 – (0) 61 71 / 27 92 21
Mobil + 49 – (0) 172 / 88 60 970
Sozusagen ein Vorbericht zur Whiskymesse in Villingen, die ja am nächsten Wochenende wieder stattfindet, ist ein Interview mit Uwe Lauinger, seines Zeichens Mitorganisator der Villinger Whiskymesse und Mitbesitzer von Wein-Riegger, im Südkurier Online. Lauinger spricht dort über seine Erwartungen an die Messe, den Wandel des Publikums über die Zeit und auch, was Besucher dort alles erwarten wird (eine eigene Messeabfüllung zum Beispiel). Auch über das Fasslager, das in diesem Jahr eröffnet wurde (wir haben hier über die Eröffnungsfeier im Juli berichtet), spricht Lauinger, ebenso wie über Schwarzwälder Whisky, zu dem er ein eher ambivalentes Verhältnis hat.
Villingen-Schwenningen – der Veranstaltungsort der Messe
Für Bowmore-Freunde wohl so etwas wie der heilige Gral: Die fünfte und letzte Ausgabe des Black Bowmore ist veröffentlicht. Der mit 40.9% abgefüllte Whisky aus dem Jahr 1964 wird in einer Mini-Auflage von 159 Flaschen auf den Markt kommen – abgefüllt in handgefertigte Flaschen der Glasstorm Studios in Tain.
Der 50 Jahre alte Black Bowmore lagerte über die gesamte Reifungszeit im Vault No. 1 bei der Destillerie. Er besteht aus zwei Oloroso Sherry Hogsheads, die im Jahr 2007 gevatted wurden, um danach wieder in das Lagerhaus zurückgebracht zu werden. Einiges aus diesen Fässern wurde dann als Teil eines 38jährigen Bowmore verwendet, jetzt kommt der verbleibende Inhalt als 50jähriger Bowmore auf den Markt.
Der Launch-Event zu Halloween war übrigens auch gleichzeitig die Verabschiedung von Eddie MacAffer, der sich in den Ruhestand zurückzieht. Als er 1966 bei Bowmore zu arbeiten begann, lag der jetzt veröffentlichte Black Bowmore bereits zwei Jahre in den Fässern.
Nachzureichen bleibt der Preis: 16.000 Pfund müssen Sie für eine Flasche des Black Bowmore 1964 auf den Tisch legen.
Es ist soweit: Heute am Morgen hat unsere Glücksfee (Frau Zufallszahlengenerator) aus den zahlreichen Einsendungen drei Gewinner gezogen, die sich schon bald über den Bildkalender „Land of Whisky 2017“ von Michael Schmidt im Format DIN A4 freuen dürfen. Für die Zahlenfetischisten unter uns: Es waren diesmal die Einsendungen 4, 69 und 199, die das große Los getroffen hat. Zwei Frauen sind es, und ein Mann, zwei Mal schlug es in Bonn und Umgebung ein, einmal in München.
Herzlichen Glückwunsch an:
Karin Kroppen aus Hennef/Sieg
Andreas Querengässer aus Hallbergmoos
Annette Gatz aus Bonn
Wir haben die Gewinner soeben verständigt und werden gleich deren Postadressen an Michael Schmidt weiterleiten, der dann die Bildkalender versenden wird.
Wer diesmal nicht gewonnen hat: schon in der nächsten Woche gibt es unser nächstes Gewinnspiel, und auch da wird sich das Mitmachen mehr als lohnen, versprochen :-).