In der Sendereihe „Alpha & Omega“, die auf verschiedenen Privatsendern zur Ausstrahlung kommt, war vor einiger Zeit der als „Whiskyvikar“ bekannte Priester Dr. Dr. Wolfgang F. Rothe unter dem Titel „Im Wasser des Lebens Erkenntnis finden – Ein katholischer Priester als Whisky-Experte“ zu Gast und erzählte dort über die Verbindung von Spiritualität und Whisky. Hier die Beschreibung der Sendung von der Seite von Kip-TV:
Die Beschäftigung mit Whisky kann helfen, das Leben besser zu verstehen, meint Studiogast Wolfgang F. Rothe. Der katholische Priester hat ein Buch über die Spiritualität des Whiskys geschrieben. Die Entstehung des Whiskys ist für ihn destillierte Kirchengeschichte. Für die Zuschauer und Moderator Volker Farrenkopf macht er eine Flasche auf und erläutert, wie man das Getränk richtig und maßvoll verkostet.
Die Geschichte der schottischen Whiskyindustrie ist ein kontinuierliches Auf und Ab, Boomzeiten und Epochen, in denen die Destillerien sterben. Mit dem vorletzten Crash der Whiskyindustrie, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts stattfand, sind zwei Namen untrennbar verbunden: Robert und Walter Pattison.
Das Briefpapier der Pattisons.
Ihr kometenhafter Aufstieg, der auch die erste Sternstunde des Whiskymarketings war, und tiefer Fall, der ein Wirtschaftskriminalfall besonderen Ausmaßes war und durch Gier und Betrügereien bestimmt wurde, ist Gegenstand eines interessanten Artikels in Scotsman Food and Drink, eine Sonntagslektüre, die so spannend wie lehrreich ist.
Erfahren Sie, wie die Pattisons mit Werbung ein Imperium begründeten, wie ihr Lebensstil mitschuld an ihrem Untergang hatte und warum das Platzen der Blase damals so verheerend war, dass fast 50 Jahre lang keine einzige neue Destillerie in Schottland gebaut wurde…
Eine viertes mögliches Bottling aus der Diageo Special Release 2017 ist auf der TTB-Datenbank aufgetaucht – und zwar diesmal eine 23jährige Abfüllung aus Blair Athol.
Laut dem Etikett wird es 5514 Flaschen vom Blair Athol 23yo geben, abgefüllt mit 58.4%. Tasting Notes oder Informationen zu den Fässern sind diesmal nicht auf den Etiketten zu finden.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Zwanzig Wochen präsentieren wir Ihnen nun schon jeden Sonntag jene Videos und Audiobeiträge, die uns von den Vloggern und Podcastern zur Veröffentlichung zugesendet wurden. Und auch dieses Mal haben wir wieder viele interessante Beiträge bekommen, die den Sonntag mit Infos rund um verschiedene Abfüllungen begleiten:
Hier ergeht auch unser wöchentlicher Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Guten Morgen und willkommen zu unserem Sonntagsvideo. Wir möchten Sie heute auf eine 18tägige Fahrradrundreise über die Hebriden schicken – Ihr Gastgeber wird Barry Godin sein, der diese seine Reise im Vorjahr auf Video aufgezeichnet hat – in wunderschöner 4k-Auflösung (vegessen Sie nicht, oben auf die beste Auflösung umzuschalten).
Über 25 Minuten dauert das Vimeo-Video, und es ist voller schöner Eindrücke einer wunderbaren Landschaft. Freuen Sie sich darauf, und genießen Sie einen traumhaften Sonntag, wo immer Sie auch sein mögen!
Nicht nur die ersten Etiketten der Special Release 2017 von Diageo sind gestern in der US-Datenbank aufgetaucht (wir berichteten hier), auch ein neues Label der nördlichsten Destillerie Schottlands hat den Weg in die Öffentlichkeit gefunden – über die Website Sku’s Recent Eats.
Der Highland Park Full Volume wurde laut dem Artwork in der TTB-Datenbank im Jahr 1999 destilliert und 2017 mit 47.2% abgefüllt. Er bietet laut den musikalisch gehaltenen Tasting Notes „Zitrone in den Höhen, Vanille im Bass und sanften, süßen Rauch“. Interessant auch, dass am Frontlabel der Lautstärkeregler eines Gitarrenverstärkers (?) abgebildet ist, sowie das gesamte Design ein wenig an einen alten Marshall-Verstärker erinnert. Mehr Informationen ist den kleinen Etiketten nicht zu entlocken – und natürlich können wir über die Abfüllung und ob und wann und wo sie erscheint, zur Zeit nicht mehr sagen.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Die schwedische Destillerie Mackmyra hat uns in einer Aussendung mitgeteilt, dass man am ursprünglichen Standort der Destillerie eine experimentelle Brennerei einrichten wird, um dort gemeinsam mit anderen Craft Distillern an neuen Produkten zu arbeiten. Alles über das interessante Projekt können Sie untenstehendem Pressetext entnehmen:
MACKMYRA ERÖFFNET LAB DISTILLERY
Mackmyra Swedish Whisky kündigt die bevorstehende Eröffnung von der Mackmyra LAB Distillery in Mackmyra Bruk an. Ziel ist es, neue und innovative Craft Spirits in Zusammenarbeit mit Craft Distillern zu entwickeln.
Pionier Mackmyra, welcher die erste Single Malt Whisky Destillerie in Schweden ins Leben gerufen hat, geht nun den nächsten Schritt, mit der Eröffnung der innovativen LAB Distillery in Mackmyra Bruk, zwischen Gävle und Sandviken, ein paar Autostunden nördlich von Stockholm, wo der Erste Mackmyra Single Malt Whisky produziert wurde.
Die letzten Jahre gab es eine explosionsartige Zunahme an Interesse für innovative, kleine Craft Spirits in Europa und dem Rest der Welt, und neben dem Whisky sehen wir ein riesiges Wachstum in einigen anderen interessanten Kategorien von Spirituosen.
Gleichzeitig gibt es viele junge Destillerien da draußen mit erstaunlichen Produktideen, die keine eigene Brennerei besitzen. Um deren Träume in die Realität umzusetzen, haben wir den Vorteil, indem wir die Kraft der Innovation und unser umfangreiches Wissen der Destillation und Produktentwicklung nutzen, sagt Magnus Dandanell, Gründer und CEO von Mackmyra.
Die Brennerei in Mackmyra Bruk wurde 2002 eröffnet und ist noch eine vollausgestatte Pot Still Brennerei. Hier hat Mackmyra seinen Single Malt Whisky noch bis 2011 destilliert, bis die Gravity Destillerie im Mackmyra Whisky Village eröffnet wurde und die Produktion nach dort verlegt wurde.
Seitdem liegt die Brennerei in Mackmyra Bruk still und wartet auf eine neue Herausforderung.
Wir reaktivieren nun die Brennerei und präsentieren die erste Produktidee auf unserem jährlichen Fest, dem Mackmyratag. Es ist eine unglaublich aufregende Zeit in der Spirituosenindustrie und wegen unserer Liebe zum Detail, Rückverfolgbarkeit und lokaler Produktion, sind wir genau an der richtigen Stelle, um großartige, neue Craft Spirits den Kennern in Schweden, Europa und dem Rest der Welt zu präsentieren, setzt Magnus fort.
Mackmyra LAB Distillery wird eigenständig geführt, wird aber auch in der Lage sein, den Vorteil durch Mackmyras akkumuliertes Wissen und der Organisation in der Entwicklung und dem Vertrieb neuer Produkte zu nutzen.
Mackmyra LAB Distillery wird während des Mackmyra-Tages am Samstag, den 20. Mai eröffnet. Gleichzeitig wird auch die erste Produktidee von dem ersten Craft Distiller Rickard Aldén präsentiert.
Die Überschrift heute bedeutet eine kleine Revolution und einen Bruch mit der bestehenden Tradition: Serge Valentin wird seine Seite Whiskyfun ab sofort nicht mehr alleine führen. Er schreibt, dass die Menge an Neuerscheinungen seine Leber überfordern würde, und er sich abgesehen davon mehr und mehr seinem Business zuwenden muss – daher wird ab sofort sein Freund Angus MacRaild einen Teil der Verkostungen übernehmen. Wenn Angus, dem Serge attestiert, dass sich deren beider Geschmäcker fast aufs Haar gleichen, auf Whiskyfun schreibt und nicht Serge, so werden wir dies natürlich auch in unserer Headline kenntlich machen.
Für heute hat sich Angus drei Bowmore aus den Jahren 1998-2000 eingeschenkt und diese verkostet: Zweivon der SMWS und einen aus der Destillerie selbst, von Hand abgefüllt. Hier die Wertungen:
Bowmore 17 yo 1998 (58.6%, Scotch Malt Whisky Society, #3.290, ‘In a shaman’s teepee’, refill barrel, 150 bottles): 91 Punkte
Bowmore 18 yo 1999/2017 ‘Hand Filled’ (51%, OB, bourbon hogshead): 91 Punkte
Bowmore 15 yo 2000 (54.5%, Scotch Malt Whisky Society, #3.272, ‘Perfect Potted Plants’, first fill barrel, 222 bottles): 88 Punkte
Bowmore – Foto Copyright Ernie Ernst J. Scheiner. Alle Rechte vorbehalten
Was die Anzahl der neuen Bauanträge für Whiskydestillerien anbelangt, schenkt England Schottland momentan nichts. Die neueste Destillerie soll in Ambergate entstehen (es liegt auf halber Strecke östlich von Bimingham und Manchester, am Cromford Canal). Die White Peak Distillery hat Ende der Woche den Bauantrag beim Amber Valley Borough Council eingebracht.
Gebaut werden soll die Destillerie in zwei bereits bestehenden Industriegebäuden in den Derwent Works. Neben der Brennerei sollen auch noch Lagerräume, ein Raum für Tastings und ein Shop entstehen.
Man will bei der White Peak Distillery Whisky produzieren, zunächst aber (wirtschaftlich vernünftig) mit Gin beginnen, schreibt der Derby Telegraph.
Laut dem Gründer Max Vaughan will man, so die Baugenehmigung erteilt wird, im Juli mit dem Bau beginnen und noch in diesem Jahr mit Touristenführungen eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen. Man habe auch bereits einen erfahrenen Brennmeister angeworben und wolle in den ersten drei Jahren des Betriebs 11 Arbeitsplätze schaffen.
Über weitere Entwicklungen halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden.
600.000 Dollar hatte man sich erwartet, als eine der größten Karuizawa-Sammlungen zur Versteigerung gebracht wurde (wir berichteten im März hier) – nun ist es doch noch deutlich mehr geworden: Die 296 Flaschen eines europäischen Sammlers, die in Schottland von Whisky Auctioneer versteigert wurden, brachten umgerechnet insgesamt 986.000 Dollar ein – das sind 770.000 Pfund oder 920.000 Euro.
89 Käufer aus 19 Ländern schlugen bei der Auktion zu, und zahlten unter anderem für eine Flasche Karuizawa 1960 fast 130.000 Dollar, das ist etwas mehr als jene 118.000 Dollar, die eine andere Flasche der Abfüllung im Jahr 2015 erzielte.
Insgesamt zeigte man sich bei Auktionshaus natürlich höchst erfreut über das Ergebnis. Übrigens werden nur 37 der Flaschen in Großbritannien bleiben, die restlichen mehr als 250 Flaschen gehen auf vier verschiedene Kontinente.
Die ersten drei Labels der Flaschen im Diageo Special Release 2017 (vermutlich) sind bereits in der amerikanischen TTB-Datenbank aufgetaucht. Wir können uns also eventuell über einige sehr interessante Abfüllungen freuen.
Nummer 1 ist ein siebzehnjähriger Teaninich, der mit 55.9% abgefüllt ist und das 200jährige Jubiläum der Destillerie feiert:
Nummer zwei dürfte ein 18jähriger Glen Elgin werden. Von ihm gibt es 5352 Flaschen, die mit 54.8% abgefüllt wurden:
Etwas tiefer wird man wohl für den dritten Whisky in die Tasche greifen müssen: Ein 52jähriger Single Grain aus Port Dundas. Nur 752 Flaschen mit 44.6% wird es von ihm geben:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Kaum eine Brennerei steht mit ihrem Aussehen so ikonisch für schottische Whiskydestillerien wie Strathisla. Die typischen Pagodendächer, die Steinmauern – Strathisla könnte aus einem Bilderbuch stammen. Die 1786 gegründete Destillerie ist die älteste sich noch in Betrieb befindliche Brennerei in der Speyside. Man kann sie von März bis Oktober besuchen.
Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen in Vorarlberg war mit seiner Kamera vor Ort und hat uns die zehn nachfolgenden Bilder zur Verfügung gestellt. Wir wünschen viel Vergnügen damit:
Die deutsche Destillerie St. Kilian informiert uns heute über ein weiteres Angebot. Neben ihrer Erstabfüllung (wir berichteten), welche 2019 verfügbar sein wird und jetzt schon vorbestellt werden kann, bietet sie nun auch Interessenten ein eigenes Fass an. Genauere Information finden Sie in der folgenden Presseaussendung:
Glencadam läuft zumeist ein wenig unter dem Radar, man hört wenig von Marketing und PR aus der Destillerie in unseren Landen. Dabei gibt es eine recht breit aufgestellte Range an Originalabfüllungen, und auch bei unabhängigen Abfüllern ist die Highland-Destillerie aus Brechin immer wieder zu finden.
Serge Valentin hat sich heute von Glencadam zwei Standards und ein unabhängiges Bottling eingefüllt, und zwar den „Origin 1825“, den Einstiegsmalt aus der Brennerei, den Glencadam 18yo sowie eine Abfüllung von Douglas Laing. Und genau in dieser aufsteigenden Reihenfolge scoren die Whiskys in seiner Verkostung:
Glencadam ‘Origin 1825’ (40%, OB, +/-2016): 78 Punkte
Glencadam 18 yo (46%, OB, +/-2016): 84 Punkte
Glencadam 18 yo 1998/2016 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask # 11474, 310 bottles): 87 Punkte